aus „Kuran Çevirilerindeki Hatalar“ (Fehler in den Koranübersetzungen) von Edip Yüksel, übersetzt von Kerem A.

Vorbemerkung: dieser Artikel darf nur als Meinung von Edip Yüksel angesehen werden. Wir veröffentlichen seinen Artikel lediglich, um auf die fehlerhaften Übersetzungen hinzuweisen und um Informationen anzubieten. Auf keinen Fall sind die Betreiber oder andere Autoren der Seite pauschal mit den Inhalten des Textes einverstanden.

20:15 Die Stunde ist zweifellos im Kommen. Ich halte sie fast verborgen, damit jede Seele das erhält, was sie gewirkt hat.

Ekadu: fast/beinahe ich. Uhfiha: halte sie verborgen

Mit den obigen zwei Wörtern gibt Gott bekannt, dass Er das Ende der Welt – die Stunde – darlegt.

Der Koran gebraucht das Wort „Stunde“, um das Ende der Welt zu beschreiben. Das Wort „Qiyamat“ wird hingegen für das Auferstehen der Toten, d. h. für das Ereignis der Auferweckung gebraucht. Doch das Wort Qiyamat wurde im Türkischen falsch übernommen [Anm. des Übers.: Dieses Wort wird in der türkischen Sprache als „Weltuntergang“ verstanden]. Diese ghalat mashhur (verbreitete Falschheit) ist der Grund, wieso die türkischen Koranübersetzungen die Wörter „Stunde“ und „Qiyamat“, welche voneinander völlig verschiedene Begebenheiten bezeichnen, mit einem einzigen Wort „Qiyamat“ übersetzen. Dadurch haben sie Verwirrungen in den Koranübersetzungen ermöglicht.

Der Koran erwähnt nicht, dass Gott den Zeitpunkt der „Stunde“ nicht bekanntgeben wird; er sagt nur aus, dass die Kenntnis darüber bei Ihm ist. Gemäß Koran ist die einzige Informationsquelle über das Ende der Welt Gott. Abgesehen von Gott kann sie auf keine Weise in Erfahrung gebracht werden, weder mit einer astronomischen Berechnung noch mit einem Traum noch mit einer Prophezeiung.

Die Interpreter, die aus der in Vers Lokman 34 vorkommende Formulierung „innellahe indehu ilmus saati“, d. h. „das Wissen über die Stunde ist bei Gott“, die Bedeutung abgeleitet haben, dass Gott dieses Wissen niemandem geben wird, haben dies für verbindlich genommen, da sie unter der Wirkung der erfundenen Ahadith geblieben sind. Jedoch kommt dieselbe Äußerung „innellahe indehu ecrun azim“, d. h. „der große Lohn ist bei Gott“ in Vers 9:22 vor und es wird auch angekündigt, dass dieser große Lohn den Gläubigen zuteil wird (4:146).

Auf dieselbe Weise kann Gott, sofern Er will, den Zeitpunkt der „Stunde“, der bei Ihm ist, mittels Koran den Menschen bekanntgeben. Denn mit dem Vers 20:15 bemerkt Er, dass Er die „Stunde“ offen legt. Die Derivate des im Vers vorkommenden Wortes „ekadu“ kommen im Koran an 24 Stellen vor und bekunden an allen Stellen, dass das vorkommende Ereignis fast verwirklicht werden würde, aber schließlich nicht stattgefunden hat. Wenn Sie wünschen, können Sie folgende Verse betrachten: 2:71; 2:20; 7:150; 17:73,74; 68:51.

Die Interpreter und Übersetzer, die unter der Wirkung der Gerüchte der erfundenen Ahadith standen, welche besagten, dass der Zeitpunkt der Stunde nicht gewusst werden kann, bemühten sich darum, dem Vers 20:15 andere Bedeutungen zu geben. Während einige nach rechts zogen, haben manche nach links gezogen; während der Eine nach oben zog, zog der Andere nach unten. Dass sie sich bei einem überaus einfach zu verstehenden Vers in Uneinigkeit verloren und schwankten, ist ein exemplarisches Beispiel.

Diyanet Übersetzung: Damit alle das erhalten, was sie gewirkt haben, wird die Qiyamat, deren Zeitpunkt ich verberge, zweifellos kommen.

Die Diyanet Übersetzung überspringt das Wort „ekadu=beinahe ich“ im Vers und bringt ein völlig gegensätzliches Ergebnis hervor.

Süleyman Ateş: Die (Qiyamat) Stunde wird zweifellos kommen. Damit alle mit dem bestraft werden, dem sie (Wohltat oder Schlechtigkeit) hinterher sind, halte ich sie beinahe verborgen (ich werde es nicht sagen, dass sie kommt. Aber da dies den Menschen nützt sage ich, dass sie kommt, und warne die Menschen).

Süleyman Ateş verschiebt mit seiner letzten Satzklammer die Bedeutung, obwohl er außerhalb der Klammern richtig übersetzt. Im Koran behandeln die gestellten Fragen über die „Stunde“ stets über den Zeitpunkt der Stunde. Natürlich wurden diese Fragen von den Fragenden nicht gestellt, um zu lernen und zu glauben, sondern um herauszufordern.

Die Übersetzung des unter der Leitung von Dr. Ali Özek stehenden Gremiums: Der Zeitpunkt der Qiyamat wird zweifellos kommen. Damit alle die Gegenleistung von dem erhalten, wonach sie trachten, werde ich sie beinahe darlegen.

Das aus Ali Özek, Hayreddin Karaman, Ali Turgut, Mustafa Çağırıcı, Ibrahim Dönmez und Sadreddin Gümüş bestehende Gremium hat ein Wort im Vers in seiner Bedeutung ins Gegenteil gekehrt, damit sich [der Vers] nicht mit den erfundenen Ahadith widerspricht, und es hat mit einer Fußnote eine angeblich wissenschaftliche Rechtfertigung gefunden.

Die Übersetzung von Hikmet Neşriyatın: Die Qiyamat wird zweifellos ausbrechen. Damit alle das sehen, was sie gewirkt haben, hätte Ich sie beinahe vor mir selbst verborgen gehalten.

Hingegen wird in dieser Übersetzung, welche die Wörter „beinahe“ und „verbergen“ nicht einspart, die im koranischen Text nicht vorkommende Äußerung „vor mir selbst“ eingeschoben und die Bedeutung des Verses verzerrt. Diese Übersetzung, welche Gott als eine Person mit doppelten Persönlichkeiten vorstellt, hat wie auch immer die Phantasie, dass „Gott den Zeitpunkt der Qiyamat sogar vor sich selbst beinahe verborgen hält“ der klaren Bedeutung des Verses vorgezogen.

Ich hoffe, dass das Bild „des doppelte Persönlichkeit besitzenden, sich selbst nicht einmal vertrauenden Gottes“ in der mir vorliegenden vierten Auflage der Übersetzung des aus Hasan Karakaya, Kadir Kabakçı, Mehmet Süslü, Kerim Aytekin und Kenan Seyithanoğlu bestehenden, fünfköpfigen Gremiums, welches die Anerkennung und den Beifall von Emin Saraç genießt, bei der nächsten Auflage verbessert wird.

Ali Bulaç: Kein Zweifel, die Stunde der Qiyamat naht herbei. Damit jeder das Entgelt vom aufgebrachten Bestreben erhält, halte ich sie fast verborgen.

Ali Bulaç hat ohne den Versuch zu unternehmen, die Bedeutung zu verzerren, diesen Vers so übersetzt wie er ist. Dass er auch keine Intentionen hat, Klammern zu gebrauchen, ist bemerkenswert.

Osman Nebioğlu: Schau, die ‚Stunde‘ wird zweifellos kommen. Ich werde sie bald offen legen, damit alle die Gegenleistung von dem erhalten, was sie getan.

Auch wenn die obige Übersetzung von Osman Nebioğlu nicht Wort für Wort übersetzt wurde, so ist sie als Bedeutung des Textes angebracht.

 

Koran nennt den Zeitpunkt der Stunde

In einem Magazin namens „El-ilm vel iman“, das in 1985 in Tunesien veröffentlicht wurde, wurde der Text eines in Tunesien gehaltenen Vortrags von Dr. Rashad Khalifa (Fn1) veröffentlicht. Am Schluss des Textes kündigte Dr. Khalifa an, beim nächsten Vortrag den Zeitpunkt der „Stunde“ aus dem Koran abzuleiten. Obwohl ich mich sehr dafür interessierte, konnte ich die nächste Ausgabe des Magazins nicht erhalten. Ich habe im Koran eine Nachforschung angestellt. Ich habe ein Datum gefunden. Dies hab ich Rashad Khalifa weitergeleitet. Rashad hat mir zusammen mit einem Brief sein Artikel namens „The End of the World“ (Das Ende der Welt) geschickt. Unsere Ergebnisse waren dieselben. Mit dieser Gelegenheit möchte ich Ihnen Dr. Rashad Khalifas Artikel, zusammengefasst und mit einigen Notizen versehen, vorlegen:

Den letzten Vers der 31. Sure legt er wie folgt dar:
Das Wissen über die Stunde (das Ende der Welt) ist bei Gott. Er sendet den Regen hinab und Er weiß, was in der Gebärmutter ist. Niemand weiß, was ihm morgen passieren wird und niemand weiß, an welchem Ort er sterben wird. Wahrlich, Gott ist der Allwissende und der Allkundige (31:34).

Das heißt, dass zwei Erkenntnisse verneint werden:

  1. Die Fähigkeit zu wissen, was uns morgen passieren wird
  2. Die Fähigkeit zu wissen, wo wir sterben werden

Drei Erkenntnisse werden jedoch nicht verneint:

  1. Das Wissen über die Stunde (das Ende der Welt)
  2. Das Wissen über den Regen
  3. Das Wissen über das Innere der Gebärmutter

Heute können wir mit der entwickelten Technologie den Regen vermuten. Auf dieselbe Weise können wir den physikalischen Zustand des Embryos und sein Geschlecht bereits Monate vor der Geburt mittels sonografischer oder genetischer Analysen wissen.

 

Die Zukunft kennt nur Gott

Bei Ihm sind die Schlüssel des Verborgenen (ghayb); keiner kennt sie als Er allein. Und Er weiß, was auf dem Lande ist und was im Meer. Und nicht ein Blatt fällt nieder, ohne dass Er es weiß. Kein Körnchen ist in der Finsternis der Erde und nichts Feuchtes und nichts Trockenes, das nicht in einem deutlichen Buch (verzeichnet) wäre (6:59).

Sprich: „Niemand in den Himmeln und auf Erden kennt das Ungesehene (ghayb), außer Gott. Und sie wissen nicht, wann sie auferweckt werden.“ (27:65)

Pferde, Maultiere und Esel erschuf Er für euch, damit ihr darauf reiten könnt und als Zierde. Und Er erschafft auch, was ihr (noch) nicht kennt. (16:8)

Vor einigen Jahrhunderten wusste niemand etwas über Automobile, Jet-Flugzeuge, Fernsehen oder Kommunikationssatelliten, nur Gott wusste davon. Zu den Anfangszeiten der Offenbarung des Koran hatte Gott allein gewusst, wann der Zeitpunkt des Weltendes ist.

Sie fragen nach der „Stunde“ (das Ende der Welt): wann sie denn eintreffe. Sprich: „Das Wissen darüber ist nur bei meinem HERRN. Keiner als Er kann den Zeitpunkt bekanntgeben. Schwer lastet sie auf den Himmeln und auf der Erde. Sie wird ganz plötzlich über euch kommen.“ Man fragt dich (nach ihr), wie wenn du über sie genau im Bilde wärst. Sprich: „Das Wissen darum ist bei Gott. Doch die meisten Menschen wissen es nicht.“ (7:187)

Die Leute fragen dich nach der Stunde. Sprich: „Das Wissen um sie ist bei Gott.“ Und wie kannst du wissen? Vielleicht ist die „Stunde“ nahe. (33:63)

Niemand einschließlich Mohammed kann vom Zeitpunkt der Stunde wissen, bevor Gott ihn nicht bekannt gibt. Dieselben Formulierungen werden auch in den Versen in Bezug auf die Wunder verwendet. Mohammed kann kein Wunder zeigen (6:35,109). Alle Wunder sind bei Gott (29:50). Gott hat Mohammed als Wunder den Koran gegeben (29:51). Ähnliche Formulierungen werden auch für „ghayb“ gebraucht. Mohammed kann den Ghayb nicht wissen (6:50; 7:188; 10:20; 27:65; 81:24). Den Ghayb kann nur Gott wissen und dieses Wissen kann nur mittels Offenbarung erlangt werden (3:44; 11:49; 12:102; 30:2; 72:27).

 

Die Welt wird ein unvermeidliches Ende erleben

Wir haben alles, was es auf der Erde gibt, als Schmuck/Zierde für sie geschaffen, damit Wir prüfen, wer von ihnen am besten handelt. Und gewiss, Wir werden alles, was auf der Erde ist, zu einem dürren Boden machen (18:7,8).

Wenn dann in den Sur das erste Mal geblasen wird, und Erde und Berge gehoben, dann mit einem Schlag zerstampft werden, an jenem Tage wird das unvermeidliche Ereignis stattfinden. (69:13-15)

Am Tag, da die Erde gegen eine andere Erde eingetauscht wird. Und auch die Himmel… Sie alle werden in der Gegenwart Gottes stehen, der über alles als einziger die überlegene Autorität besitzt. (14:48)

 

Das Ende der Welt wird nicht geheim bleiben

Die Stunde ist zweifellos im Kommen. Ich halte sie beinahe verborgen. (20:15)

Die Verslaufnummer dieses Verses ist ein Zeichen. Diese Zahl ist der erste Hinweis darauf, wo wir die Erklärung der Stunde (das Ende der Welt) finden. Die Verslaufnummer ist hier 15 und wir können die die „Stunde“ erklärenden Verse in der 15. Sure finden. Denn der 85. Vers der 15. Sure teilt uns mit, dass das ENDE im Kommen ist:

Wir haben die Himmel und die Erde, und was dazwischen ist, in Wahrheit erschaffen. Und die STUNDE wird sicher eintreffen. Darum handle sanft und übe schöne Nachsicht. (15:85)

Der nachfolgende Vers teilt uns mit, dass Gott die Himmel und die Erde erschaffen hat und dass Er weiß, wann das Ende von ihnen eintrifft:

Gewiss, dein Herr, Er ist Der Erschaffende, Der Allwissende. (15:86)

Der folgende Vers hingegen gibt bekannt, wann die Stunde eintreffen wird:

Wir haben dir die sieben Paare und den großen Koran gegeben. (15:87)

Das heißt, dass die sieben Paare der koranischen Einführungen [Anm. des Übers.: gemeint sind die Muqatta’ât, die Initialbuchstaben am Anfang gewisser Suren] die Zeit kennzeichnet, welche Gott der islamischen Religion gegeben hat (Fn2). Die sieben Paare der am Anfang der Suren stehenden Buchstaben geben die Lebensdauer der islamischen Gemeinschaft und folglich die „Stunde“ wieder.

Sieben Paare: 7×2=14
Anzahl der Initialbuchstaben am Anfang der Suren: 14 (7×2)
Anzahl der zusammengesetzten Initialbuchstaben ohne Wiederholung: 14 (7×2)

Der Zusammenhang der Stunde (das Ende der Welt) mit den Koranischen Initialbuchstaben war zur Zeit unseres Propheten bekannt. Zu Zeiten Bukharys wird in den Tafsir von Ibn Kathir und Beydavi eine interessante Diskussion zwischen dem Propheten Mohammed und den medinensischen Juden überliefert.

Die Diskussion dreht sich um die erste Koranische Offenbarung in Medina, d. h. um die Buchstaben „A.L.M“ (Alif, Lam, Mim), welche den ersten Vers der ersten in Medina offenbarten Sure (Baqara) ausmachen. Zu diesen Zeiten gab es noch keine Ziffern. Die Alphabetsbuchstaben wurden gemäß der „Abdschad“-Ordnung als Ziffern verwendet. Diesem System nach ist der Buchstabe ‚A‘ gleichviel wie ‚1‘, der Buchstabe ‚L‘ gleichviel wie ’30‘ und der Buchstabe ‚M‘ gleicht ’40‘. Die Summe dieser drei Buchstaben: 1+30+40=71

Die medinensischen Juden kamen zu unserem Propheten und fragten: „Wie kannst du von uns wollen, dass wir zu einer Religion übergehen, die nur 71 Jahre überleben wird?“ Unser Prophet antwortet: „Diese sind nicht die einzigen Initialbuchstaben im Koran, es gibt noch weitere.“ Laut den Gerüchten werden insgesamt 14 Buchstabenkombinationen einzeln berechnet. Als dann eine lange Dauer erhalten wurde, passte dies den Juden nicht.

Das daraus abgeleitete Ergebnis: Mohammed erkannte es an, dass die Buchstaben am Anfang der Suren die Lebensdauer der Gemeinschaft bezeichnen (Fn3). Da Mohammed der letzte Prophet ist, wird das Ende seiner Gemeinschaft (Umma) das Ende dieser Welt sein (18:98).

Die Lebensdauer der Gemeinschaft Mohammeds wird im 87. Vers der 15. Sure gegeben: Wir haben dir die SIEBEN PAARE und den großen Koran gegeben.

 

LEBENSDAUER DER KORANISCHEN GEMEINSCHAFT

Q
NuN
SS
HH. M
Y. S
TT. S
TT. H
‚A. S. Q
TT. S. M
A. L. M
A. L. R
A. L. M. R
A. L. M. SS
K. H. Y. ‚A. Y. S
100
50
90
48
70
69
14
230
109
71
231
271
161
195
Die Summe der numerischen Werte der sieben Paare:1709

Das Jahr 1709 ist lunar, denn die Koranischen Jahre sind lunar (9:36).

 

Die Rechnung unterstützende Zeichen

Der Zeitpunkt dieser Entdeckung ist auffallend. Die Entdeckung fand im Jahr Hidschra 1400 statt. Dies ist der Anfang des Islamischen 15. Jahrhunderts. Die Stelle, an der die Stunde (das Ende der Welt) erklärt wird, ist die 15. Sure (Fn4).

Die verbleibende Zeit: 1709-1400=309. Diese Zahl kommt auch im Koran vor.

Und sie blieben dreihundert Jahre lang in ihrer Höhle, noch neun (Jahre) hinzugefügt. (18:25)

Die Zahl 309 wird im Koran als 300 plus 9 ausgedrückt. Der Unterschied zwischen 300 Mondjahren und 300 Sonnenjahren beträgt genau 9 Jahre. Das heißt, dass 300 Sonnenjahre 309 Mondjahren entsprechen (Fn5).

Wenn die Gemeinschaft des Propheten Mohammed bis zum Jahr 1709 lebt, wird das Ende der Welt im Jahr 1710 kommen. Dass die Zahl 1710 ein Vielfaches der 19 ist, stellt ein weiteres Zeichen für die Richtigkeit dieser Rechnungen dar.

1710 = 19 x 90

Das Jahr 1710, welche das Ende der Welt ist, entspricht dem Jahr 2280 nach christlicher Zeitrechnung. Diese Zahl ist erneut ein Vielfaches der 19.

2280 = 19×120

Es sind 570 (19×30) Jahre zwischen Jesus und der Geburt des letzten Propheten, somit ist das Datum 1710 auch ein Vielfaches dieser Zahl:

1710 = 570×3

Auch die christliche Zeitrechnung vom Ende der Welt, welche das Datum 2280 ist, ist ein Vielfaches desselben Zeitabschnitts (Fn6):

2280 = 570×4

Die Stunde wird nur über die ableugnenden Ungerechten eintreffen. Die Gläubigen jedoch werden diesen grauenvollen Moment nicht miterleben. Wir sehen, dass das in 13 Versen vorkommende Wort „Baghtatan = plötzlich“ NUR die Nicht-Gläubigen betrifft (6:31,44,47; 7:95,187; 12:107; 21:40; 22:55; 26:202; 29:53; 39:55; 43:66; 47:18).

GOTT KENNT DIE WAHRHEIT AM BESTEN!

 

Antwort auf die von einem Leser per E-Mail gestellte Frage

„Laut Vers 42/18: ‚… Diejenigen, die über die Stunde streiten, sind ja völlig im Irrtum. ‚ Als ich sah, dass Sie die Stunde der Qiyamat berechnen, und auch wenn keine Folgewidrigkeit in Ihrer Vorgehensweise zu sein scheint, habe ich den obigen Vers zufällig gefunden. Was werden Sie demnach für eine Erklärung geben?“

Sie geben den Vers unvollständig wieder. Der Vers spricht von denen, die die Stunde (die Qiyamat) ableugnen. Er spricht über die, die über die Verwirklichung (und vielleicht den Zeitpunkt) der Stunde zweifelnd diskutieren. Im Koran werden in vielen Versen diese Diskussionen der Leugner zur Sprache gebracht. Wenn Sie diese Verse lesen, [sehen Sie,] dass die Leugner das Ereignis der „Stunde“ mit Zweifel betrachten und nicht daran glauben, dass solch ein Ereignis verwirklicht werden wird. Es ist falsch diejenigen, die daran glauben, dass die Stunde zu einem bestimmten Zeitpunkt verwirklicht wird, mit denen über einen Kamm zu scheren, die die Stunde ableugnen und darüber streiten. Im Gegenteil, diejenigen, die ableugnen, dass die im Koran angegebene Stunde zu einer BESTIMMTEN Zeit eintrifft, sind es eher würdig, zu dieser Kategorie zu gehören.

Gemäß Ihrem Verständnis werden diejenigen, die behaupten, dass die Stunde im Jahr 2280 sein wird, mit denen im Vers ZUSAMMEN angesprochen, die diese Behauptung [der Stunde] kritisieren. Denn beide Gruppen DISKUTIEREN über die Stunde. Wie Sie wissen braucht es zwei Gruppen, damit eine „Diskussion“ stattfinden kann. Um es kurz auszudrücken, spricht der Vers, auf den Sie sich stützen, nicht irgendwelche Diskussionen an, sondern die Diskussionen der Leugner.


Notizen:

1- Dr. Rashad Khalifa, der in der Moschee von Tucson ermordet wurde, weil er „Koran, der ganze Koran, nichts als den Koran“ sagte und die Tausende von Lügen beinhaltenden Hadith-Bücher ablehnte, hatte weltweit die Bewegung der Rückkehr zum Koran, zum ursprünglichen Islam gestartet.

2- Diejenigen, die die echte Bedeutung von „Seban minel mesani=paarige sieben“ in Zeiten des Unfriedens verloren, haben Jahrhunderte nach dem Propheten durch die Erfindung von Hunderten Ahadith dieser Formulierung Zuschreibungen gemacht. Laut den in Hadith- und Tafsir-Büchern vorkommenden Gerüchten beschreibt „seban minel mesani“:

  1. die Sure Fatiha.
  2. die sieben längsten Suren.
  3. die sieben Suren, welche mit den Buchstaben Ha.Mim. beginnen.
  4. sieben Paradiese.
  5. sieben Wunder. etc.

Wenn wir den Vers 15:87 aufmerksam betrachten, so ist zu verstehen, dass diese Gerüchte Erfindungen sind. Außerdem zeigen dies die Widersprüche unter den Gerüchten. Ich werde für jene nur einige Fragen als Hinweis stellen, die diesen Vers untersuchen wollen.

Wenn ich „Ich habe dir sieben Paare Orangen und zusätzlich eine Kiste Früchte gegeben“ sagte, sind dann die Orangen in der Kiste inbegriffen, oder nicht?

Wenn „Seban minel mesani“ die Fatiha oder die sieben langen Suren oder die sieben Suren mit Ha Mim wäre, müssten sie dann nicht laut der erwähnten Satzstellung außerhalb des Koran sein? Außerdem „Seban minel mesani“ ist nicht nur „7“, sondern „2×7“. Wenn „Seban minel mesani“ hingegen der numerische Wert der 14 Initialbuchstaben und demzufolge die der Umma gegebenen Lebensdauer ist, ist dies etwas außerhalb des Koran. Wäre dann das Verstehen der Beifügung (?) im Vers nicht einfacher?

Dass in den Versen vor „Seban minel mesani“ vom Ende der Welt und im folgenden Vers von dem gesprochen wird, was den vergangenen Gemeinschaften gegeben wurde und von der Gemeinschaft des Islam gesprochen wird, formiert welche Bedeutungsgesamteinheit?

Obwohl das in Vers 15:87 in der Formulierung „ateynake=wir gaben dir“ vorkommende Verb ETY häufig für die Torah und die Evangelien gebraucht wird, kommt sie abgesehen von dieser Stelle nie in Bezug auf den Koran vor. Für den Koran werden stets die Derivate der Verben NZL (hinabsenden) und WHY (offenbaren) gebraucht. Wieso wurde im Vers, in welcher die Formulierung „seban minel mesani“ vorkommt, eine Ausnahme vorgenommen? Ist „Zeit“ etwas, das vom Himmel hinabgesandt wird, oder etwas, das gegeben wird?

Kommt dazu nicht zusätzlich die Richtigkeit des Hadith-Gerüchts auf, das die numerischen Werte der 14 Buchstabenkombinationen als die Lebensdauer der Gemeinschaft des Islam kommentiert?

3- Einige könnten erstaunt darüber sein, dass wir diese Gerüchte überliefern und als echt ansehen. Wir nehmen diese Gerüchte nicht als Quelle und Beleg an. Die Koranverse belegen die Richtigkeit des besagten Gerüchts. Selbst wenn die Hadith-Gelehrten und Ausleger das fragliche Gerücht als Erfindung behaupteten, werden wir die Richtigkeit dieses Gerüchts aufgrund unseres Koranischen Wissens als sahih [authentisch] akzeptieren. Wir erkennen die Hadith-Bücher und die Biografien über die Propheten, Gelehrten und Khalifen nicht als zweite Religionsquelle an, in welchen die Wahrheit mit dem Falschen vermischt ist.

4- Als Beginn der Gemeinschaft des Islam kann auch das Datum der ersten Offenbarung angenommen werden. In diesem Falle müssen 12 Jahre subtrahiert werden. Selbst der Tod unseres Propheten kann als Anfangspunkt akzeptiert werden. In diesem Falle müssen 11 Jahre addiert werden. Doch wenn wir die zahlenmäßigen Übereinstimmungen bewerten, neigen wir dazu, die Hidschra als Anfangspunkt anzunehmen.

5- Das zu Beginn der 18. Sure Kehf vorkommende Ereignis der Bewohner der Höhle („Kehf Ashab“) besitzt einen engen Zusammenhang mit der „Stunde“. Wenn Sie vom neunten Vers der Sure Kehf bis zum 26. Vers die 18 Verse aufmerksam lesen, werden Sie viel Ghayb (Verborgenes) wittern. Diese werden nur dann ans Licht kommen, wenn Gott der Erhabene es wünscht. Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit auf einige der Zeichen lenken:

Die Übersetzung des 12. Verses lautet wie folgt:

„Dann weckten Wir sie auf, um zu wissen, welche von den beiden Gruppen die Zeit, die sie blieben, besser berechnen kann.“

Der 21. Vers hingegen ist sehr interessant:

„Solcherart ließen Wir sie entdecken, damit sie wissen, dass das Versprechen Gottes wahr ist, und dass es über das Eintreffen der Stunde keinerlei Zweifel gibt.“

Der Zusammenhang zwischen Kehf Ashab und der Auferstehung nach dem Sterben ist vorhanden und ein Beispiel dafür. Doch was ist ihr Zusammenhang mit der „Stunde“? Das Zeichen dieses Verses ist wichtig.

Der letzte Abschnitt des 24. Verses und der 25. Vers lauten wie folgt: „Sprich: Ich hoffe, mein Herr wird mich zu einem richtigen, noch näheren Wissen als dies führen. Sie blieben dreihundert Jahre lang in ihrer Höhle, noch neun hinzugefügt.“ Das Arabische des Verses ist auffallender. 26. Vers: „Sag: Gott weiß besser Bescheid darüber, wie lange sie verweilten. Ihm gehört das Verborgene (ghayb) der Himmel und der Erde.“

6- Zwischen dem Sonnenjahr 2280 nach Christus und dem Datum unseres Propheten liegen genau 2280-570 = 1710 Sonnenjahre.

Wir wissen, dass das Mondjahr 1710 nach Hidschra nicht nach der Geburt unseres Propheten, sondern nach seiner Hidschra begonnen wurde. Das heißt, dass der 53 jährige Unterschied zwischen dem Geburtsdatum unseres Propheten und der Hidschra in genau 1710 Mondjahren geschlossen wird. Wenn Sie anhand einer Grafik ein wenig untersuchen, werden Sie herausfinden, dass diese kaum Zufall sind.

Außer der unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehenden Periode von 570 Jahren kann überlegt werden, dass [diese Zahl] die Einheit der vergangenen Dauer zwischen einigen Propheten sei. Zum Beispiel ist das Datum des Propheten Moses vor Jesus als 1100 und 1200 bekannt, und die Zahl 1140 unter diesen ist ein zweifaches Vielfaches von 570. Welche Propheten kamen wohl 570 oder 1710 oder 2280 Jahre vor Jesus?