Vielfalt

Ramadan - Kind in der Natur

Wann beginnt der Ramadan?

Liebe Freunde und Geschwister, Frieden sei mit euch und Gottes Barmherzigkeit wie Sein überreichlicher Segen!

Der Ramadan naht und so möchten wir die Gelegenheit nutzen, eine oft an uns herangeführte Frage zu beantworten: Wann beginnt der Ramadan und wie wissen wir das?

Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Gnädigen

55:1 Der Erbarmer
55:2 Lehrte den Quran
55:3 Erschuf den Menschen
55:4 Lehrte ihn die Aufklärung
55:5 Die Sonne und der Mond sind nach Berechnung

Hanif-Übersetzung, Kapitel 55

Nach koranischer Definition beginnt der Tag mit der Morgendämmerung. Aus dem Vers 55:5 ist ersichtlich, dass die Grundlage die (astronomischen) Berechnungen darstellen. Deshalb ist es wichtig, wann der genaue ortsgebundene Zeitpunkt des Neumondes sein wird, da mit dem Neumond der neue Mondmonat beginnt, wie bereits am Begriff Neumond selbst ersichtlich ist, dass ein neuer Monat begonnen hat. Das Wort Monat ist etymologisch verwandt zu Mond. Ist der Neumond vor der Morgendämmerung, so ist dieser Tag der erste Tag im Mondmonat. Findet der Neumond nachher statt, beginnt der erste Tag im Mondmonat erst am Folgetag.

Um mathematisch bzw. astronomisch präziser zu sein, muss man genau festlegen, was mit der Morgendämmerung gemeint ist. Auf eine tiefere Diskussion verzichten wir an dieser Stelle und verweisen auf die Fachliteratur. Konventionell sind drei bekannt: die astronomische, nautische und die bürgerliche Dämmerung. Grob und vereinfacht gesagt gilt die nautische Dämmerung als Grundlage für die Bestimmung des Tagesbeginns.

Beispiel für die nächsten Jahre:

2019: Da der Neumond in Wien, Berlin oder Bern am 5. Mai etwa um 00:45 Uhr eintritt, lange vor der astronomischen Dämmerung und somit automatisch auch vor der nautischen, ist der erste Tag im Ramadan und somit der erste Fastentag der 5. Mai. Der nächste Neumond findet am 3. Juni um 12:06 Uhr statt, womit der letzte Tag im Ramadan der 3. Juni ist. Somit sind insgesamt 30 Tage zu fasten.

2020: 23. April war der erste Fastentag, der letzte am 22. Mai. Ramadan dauerte 30 Tage.
2021: Beginn des Ramadans 2021 am 12. April mit einer Dauer von 30 Fastentagen.
2022: Neumond ist am 1. April um 08:24 Uhr, lange nach der nautischen Dämmerung, somit ist der erste Fastentag der 2. April. Der nächste Neumond ist um 30. April um 22:28 Uhr, vor der nautischen Dämmerung am 1. Mai, womit der letzte Fastentag der 30. April ist und der Ramadan dauert 29 Tage.
2023: Neumond ist am 21. März um 18:23 Uhr, somit ist der erste Fastentag am 22. März. Der nächste Neumond ist am 20. April um 06:12 Uhr, lange nach der nautischen Dämmerung, womit der letzte Fastentag am 20. April ist. Der Ramadan dauert 2023 also 30 Tage.
2024: Neumond ist am 10. März um 10:00 Uhr, somit ist der erste Fastentag am 11. März. Der nächste Neumond ist am 8. April um 20:20 Uhr, womit dieser Tag der letzte Fastentag ist. Der Ramadan hat in diesem Jahr eine Länge von 29 Tagen.
2025: Neumond ist am 28. Februar um 01:44 Uhr, lange vor der nautischen Dämmerung und somit ist der erste Fastentag am 28. Februar. Der darauffolgende Neumond ist am 29. März um 11:57 Uhr, was auch der letzte Fastentag ist. Ramadan umfasst 2025 also 30 Tage.
2026: Neumond ist am 17. Februar um 13:01 Uhr, also ist der 1. Ramadan am 18. Februar. Der Neumond darauf ist am 19. März um 02:23 Uhr, der letzte Fastentag ist also der 18. März. Wir fasten im Jahr 2026 also 29 Tage.
2027: Neumond ist am 6. Februar um 16:56 Uhr, also ist der 7. Februar der 1. Ramadan. Nächster Neumond ist am 8. März um 10:29 Uhr, was der letzte Tag im Ramadan ist. Fastenlänge beträgt 30 Tage.
2028: Neumond ist am 26. Januar um 16:12 Uhr, der erste Fastentag ist also am 27. Januar. Danach ist der Neumond am 25. Februar um 11:37 Uhr, was auch der letzte und 30. Fastentag ist.
2029: Neumond ist am 14. Januar um 18:24 Uhr, am 15. Januar beginnen wir mit dem Fasten. Am 13. Februar um 11:31 Uhr ist wieder Neumond. Somit fasten wir 30 Tage.
2030: Neumond ist am 4. Januar um 03:49 Uhr, dann wieder am 2. Februar um 17:07 Uhr. Wir fasten also wieder an 30 Tagen.

Unterschiedliche Startdaten?

Traditionell wird je nach Gemeinschaft anders gerechnet, da sie ihre Grundlagen auf anderen Quellen außerhalb der Lesung („Koran“) aufbauen, wie zum Beispiel beim Aspekt der „Sichtung“ der Mondsichel und ebenso mit ihrer der jüdischen Tradition entnommenen Definition des Tagesbeginns (Sonnenuntergang). So ist zu erwarten, dass viele öfters einen Tag später mit dem Fasten beginnen werden, die Ahmadiyya oder Schiiten vermutlich aufgrund ihrer noch einmal eigenen, unterschiedlichen Definition, nicht nur die Möglichkeit zur Sichtung der Mondsichel zu berechnen, sondern die Mondsichel tatsächlich zu sichten, erst zwei Tage später. Die konkreten Tage werden natürlich individuell konkret bestimmt.

An dieser Stelle möchten wir zur Geschwisterlichkeit aufrufen, auch wenn wir an unterschiedlichen Tagen beginnen mögen. Lasst uns einander mit Frieden, geschwisterlicher Liebe und Verständnis begegnen!

Wir wünschen einen gesegneten Ramadan!
Wir wünschen euch jetzt schon eine gesegnete, besinnliche Fastenzeit, so Gott will!

Achtet dabei auf ein gesundes, vernünftiges Fasten!

Bitte nicht maßlos sein beim Fastenbrechen!
Nicht so

7:31 O Kinder Adams, legt euren Schmuck bei jeder Gebetsstätte an und eßt und trinkt, aber seid nicht maßlos! – Er (Allah) liebt nicht die Maßlosen.

Übersetzung von Bubenheim

In herzlichem Frieden

Thema des Monats Juni 2015: Vielfalt

Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen

Der Frieden sei mit euch liebe Leserinnen und liebe Leser, und Gottes Barmherzigkeit wie sein Segen!

So Gott will werden wir jeden Monat ein ausgewähltes Thema unseren Lesern zum Kommentieren anbieten. Damit möchten wir unseren Lesern die Möglichkeit geben, Einblicke zu erhalten, wie unterschiedlich die Menschen zum selben Thema denken können. Ähnlich einer Pinnwand, an der wir unsere Gedanken “pinnen” können, soll hier stichwortartig oder auch in mehreren Sätzen der eigene Gedanke verewigt werden. Einfach am besten spontan antworten!

Das Thema des Monats Juni 2015: Vielfalt

 

30:22 Und unter Seinen Zeichen ist die Erschaffung der Himmel und der Erde und die Unterschiedlichkeit eurer Sprachen und eurer Farben. Gewiss sind in diesem Zeichen für die Wissenden.

 

Gerade im Frühling und Sommer lässt sich die Vielfalt in Gottes Schöpfung wunderbar beobachten, zum Beispiel bei einem Spaziergang durch eine Blumenwiese. Aber Gott hat nicht nur in der Natur eine große Vielfalt geschaffen, sondern zu seinen Zeichen gehört auch die Vielfalt der Menschen. Die Verschiedenheit ihrer Sprachen und Farben, wie es im Vers 30:22 heißt.
Wenn wir uns umschauen, so haben wir alle ein anderes Aussehen, besondere Eigenarten, Vorlieben, Stärken und Schwächen. Jeder von uns ist einzigartig. Wenn wir auf der Erde herumreisen, sehen wir, dass es verschiedenen Völker mit unterschiedlichen Sprachen gibt, und selbst innerhalb dieser Sprachgemeinschaften gibt es nochmals verschiedene Dialekte. Die Verschiedenheit des Menschen ist gottgewollt und im oben genannten Vers heißt es weiter, dass in diesen Verschiedenheiten Zeichen für die Wissenden sind. Es ist doch gerade auch die Unterschiedlichkeit der Menschen die für eine gut funktionierende Gesellschaft sorgt. Jeder kann sich nach seinem Wissen und mit seinem Können einbringen. In einer Gesellschaft sind alle aufeinander angewiesen, niemand kann alles alleine, einer lernt vom anderen, jeder kann etwas für die Gemeinschaft tun, dies stärkt das Miteinander.

 

49:13 Ihr Menschen, wir haben euch aus Mann und Frau erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, damit ihr einander kennt. Der Edelste vor Gott ist der unter euch, der am gottesfürchtigsten ist. Gott ist wissend und kundig.

 

Wir alle sind aus Mann und Frau erschaffen und es gibt viele Stämme und Völker. Niemand ist aufgrund seiner Geburt oder Volkszugehörigkeit besser als der andere, deshalb gibt es auch keinen Grund sich gegenseitig zu bekämpfen, zu unterdrücken oder sich höher zu erachten.
Die Menschen und Völker sollen sich untereinander kennenlernen, heißt es weiter. Es ist häufig so, dass alles was fremd und unbekannt ist, auch Angst machen oder Konflikte und Vorurteile hervorrufen kann. Wenn man sich kennenlernt, so kann das eventuelle Befürchtungen, Vorurteile und Ängste abbauen. Man entwickelt mehr Verständnis füreinander und kann auch viel voneinander lernen. All dies fördert den Frieden und ein gutes Miteinander zum Wohle aller.

Auch die religiöse Vielfalt ist gottgewollt, wie man in dem nachfolgenden Vers lesen kann:

 

5:48 Und wir haben dir die Schrift mit der Wahrheit hinabgesandt, um zu bestätigen, was schon vor ihr von der Schrift vorlag, und darüber Gewissheit zu geben.  So entscheide zwischen ihnen nach dem, was Gott herabgesandt hat, und folge nicht ihren Gelüsten, weg von dem, was an Wahrheit zu dir gekommen ist. Für jeden von euch haben wir Richtung und Weg geschaffen. Wenn Gott gewollt hätte, hätte er euch zu einer einzigen Gemeinschaft gemacht.  Doch er will euch in dem, was er euch gegeben hat, prüfen. So wetteifert um die guten Dinge Zu Gott kehrt ihr allesamt zurück. Da tut er euch kund worüber ich stets uneins gewesen seid“

 

Gott hat für jeden eine Richtung geschaffen, jeder hat seinen Weg bekommen. Deshalb sollen wir uns untereinander nicht unsere Richtung aufdrängen oder unseren Weg als den einzig wahren sehen. Gott wollte diese Vielfalt der Wege, damit die Menschen sie prüfen und untereinander um das Gute wetteifern. Gerade weil es verschiedene Wege gibt, kann viel Gutes bewirkt werden, wenn jeder auf seinem Weg nach dem Guten strebt. Und im Letzten wird Gott uns kundtun, worüber Uneinigkeit herrschte.

Wie sind eure Gedanken zur Vielfalt? Seht ihr weitere oder andere Vorteile oder Gründe warum Vielfalt gut und wichtig ist, oder gibt es auch kritische Aspekte, die man betrachten sollte? Habt ihr noch andere Gedanken oder vielleicht auch ein anderes Verständnis zu den Versen?

Die erfundene Religion und die Koranische Religion – Kapitel 33: Ist Vielfalt die Antwort?

Was, wenn nicht die Traditionen, war die treibende Kraft hinter dem Wunsch, die Propheten wegen der selbstgefertigten Idole zu töten?

2:170 Und wenn ihnen gesagt wird: „Folgt dem, was Gott hinabsandte“, sagen sie: „Nein! Wir folgen nur dem Weg unserer Väter.“ Wenn nun aber ihre Väter nichts verstanden haben und nicht rechtgeleitet waren?

Wir verstehen vom obigen Vers, dass die Leute von der Ahnenerbschaft der Traditionen besessen waren, die sie trotz den klaren Verfügungen des Korans nicht aufgeben konnten. Der Koran sprach den Menschen an, seine Vernunft zu gebrauchen und nicht dem zu folgen, was er von seinen Vorvätern erhalten hat.

 

Propheten sind Reformisten

Die Geschichte der Religionen ist der Zusammenstoß zwischen dem Intellekt und den Traditionen. Jeder Prophet hat die Mission, radikale Veränderungen in seiner Gesellschaft zu bewirken. Er überbringt die Botschaften, die er von Gott erhält, und die Gläubigen befolgen Gottes Gebote im Lichte der Eingebung der Vernunft. Dadurch beseitigt er die Bräuche und Traditionen, die sich mit der offenbarten Botschaft widersprechen. Die Ableugner beschuldigen den Propheten des Verrats und der Untreue gegenüber den Ahnentraditionen, jegliches rationales Denken und jegliche Logik abweisend. Um eine Neuheit zu widerlegen, brauchen sie nichts außer Zerwürfnis zwischen dem, was offenbart ist, und ihren jeweiligen Praktiken. Verblendete Nachahmung der Wege der Vorväter ist das Motto dieser Leute. Noah wurde auf die folgende Weise angesprochen:

23:24 … Wir haben von unseren Vorfahren noch nie etwas derartiges gehört.

Der Prophet Hud wurde wie folgt abgefragt:

7:70 Sie sprachen: „Bist du zu uns gekommen, damit wir Gott allein verehren und den Kult unserer Väter verlassen?“

Und dem Propheten Salih wurde die folgende Frage gestellt:

11:62 Verbietest du uns denn, zu verehren, was unsere Väter verehrt haben?

Das folgende wurde dem Propheten Schuaib vorgetragen:

11:87 Sie sagten: „Schu’aib! Befiehlt dir dein Gebet, dass wir die Verehrung dessen verlassen, was unsere Väter verehrten?“

Und sie sagten zu Abraham:

26:74 Sie sagten: „Nein, aber wir fanden unsere Väter das tun (was wir tun).

Moses erhielt die folgende Antwort:

28:36 Wir haben von unseren Vorfahren nie dergleichen gehört.

Der Prophet Mohammed erhielt die folgende Bezeichnung:

34:43 „Dieser ist doch nichts anderes als ein Mann, der euch vom Weg abbringen will, wie eure Vorfahren zu verehren pflegten.“

Glorreiche Vorfahren

Der Koran sagt, dass die Wahrheit nur durch Vernunft und basisbezogen auf Gottes Buch erreicht werden kann. Die Verteidiger des traditionalistischen Islam, Gegner von dieser Koranischen These, tun ihr äußerstes, um diese Annahme auszuradieren – sie lenken die rationalen und logischen Tendenzen der naiven Leute zur Akzeptanz der sektiererischen Vorschriften ab, um sie in fest verankerte Traditionen umzuwandeln. Die Anhänger dieser Traditionen, die Gottes Offenbarung mit der menschengemachten Religion ersetzt haben, argumentieren mit der Begründung, dass die Mehrheit der Gläubigen in der Nacheiferung ihrer Ahnen gehandelt haben und dass ihre Vorväter in ihren Praktiken nicht irregegangen sein können, also müssen sie auf Grund dessen ordnungsgemäß befolgt werden.

31:20 Und doch debattiert manch einer ohne Wissen, Rechtleitung oder einleuchtendes Buch über Gott.
31:21 Wenn ihnen gesagt wird: „Folgt dem, was Gott herabgesandt hat!“ sagen sie: „Wir folgen den Wegen, auf denen wir unsere Väter fanden.“

Wir bemerken in den obigen Versen, dass die Wege unserer Vorfahren zur Zeit des Propheten der Offenbarung Gottes entgegengesetzt waren, in gänzlicher Missachtung der Koranischen Verse, welche sie mit einer endlosen Anzahl an fabrizierten Quellen zu ersetzen versuchten, die sich dem Verstand als solches widersetzen.

Verfolge nicht das, wovon du kein Wissen hast

38:29 Dies ist ein gesegnetes Buch, das Wir zu dir hinabgesandt haben, damit sie über seine Zeichen nachdenken und damit sich Menschen des Verstandes durch ihn ermahnen lassen.

17:36 Und verfolge nicht das, wovon du keine Kenntnis hast. Das Ohr, das Auge und das Herz – sie alle sollen zur Rechenschaft gezogen werden.

Die Vertreter des sektiererischen und traditionellen Islam haben immerzu mit der Nutzlosigkeit und dem Nachteil von Intelligenz und Verstand in der Religion argumentiert. Ihnen entsprechend widerspricht die Vernunft der Religion. Kein Wunder, dass es so ist, da zahlreiche erfundene Absurditäten und Ungereimtheiten unmöglich der Vernunft gewachsen sein können.

Die Massen sind dazu geführt worden, einem Dilemma gegenüber zu stehen: entweder werden sie die Vernunft ablehnen und die Religion akzeptieren oder sie werden sich an ihrer Denkfähigkeit festklammern und die Religion ablehnen. Der Koran verkündet, dass der die Existenz Gottes beglaubigende Beweis durch deduktive Beweisführung erlangt werden kann. Jedoch beschränkt der Koran die Verwendung des Verstands nicht auf den Beweis der Existenz Gottes. Die Schlussfolgerung durch den Gebrauch des eigenen Verstandes zu erkennen, dass Gott existiert, ist der Nachweis, dass der Koran dem Intellekt Gewicht verleiht und, dass Gott dem Menschen die Fähigkeit verschafft, Beweise zu ermitteln, wenn er seinen Verstand einsetzt.

Vielzahl unter den Hindus

Eine in eine hinduistische Familie geborene Person wird glauben, dass eine unendliche Anzahl an Gottheiten vorhanden sind, in den Kühen ringsherum inkarniert. Es erscheint sehr natürlich für sie, genauso wie ihre Vorväter zu denken. Ein Kind, das in eine praktizierende christliche Familie hineingeboren wird, wird es nur natürlich empfinden, zu denken, dass Christus der inkarnierte Gott ist, wie es vom Katholizismus und von der Orthodoxie gepredigt wird. Der/Die traditionalistische MuslimA stehen mit Fug und Recht gegen solche Auffassungen und zitieren zum Beweis die folgenden Verse des Koran:

6:116 Wenn du der Mehrzahl derer auf Erden gehorchst, werden sie dich wegführen von Gottes Weg. Sie gehen nur Vermutungen nach und raten nur.

12:106 Und die meisten von ihnen glauben nicht an Gott, ohne (Ihm) andere Partner beizugesellen.

Wie aus diesen Versen gesehen werden kann, mag die Anpassung an die Mehrheit meistens verursachen, dass die Leute vom rechten Pfad abschweifen. Es war öfters der Fall gewesen, dass Minderheiten in ihren Beurteilungen Recht hatten. Gott hat uns nicht erlaubt, die Wahrheit durch Zuflucht bei der Mehrheit herauszufinden, sondern hat uns ermutigt, unseren Verstand zu gebrauchen. Sie können in der Art und Weise eines/einer traditionalistischen Muslims/Muslima sehen, nach welcher er/sie versucht, die von einem Hindu oder einem Christen begangenen Fehler aufzuzeigen, wie er/sie Diskurse wie die obige und durch Verweise auf diese und andere Verse liefert. Wenn traditionsgebundene Sekten, welche die richtigen Kriterien verwenden, um die Hindus und Christen zu beraten, auf den im Koran gepredigten Islam zurückberufen werden, ziehen sie es vor, Zuflucht hinter ihrem Status als Partisane der Mehrheit zu suchen, getreu ihrer historischen Vergangenheit. Nichtsdestotrotz wissen die Traditionalisten, wie diejenigen zu mahnen sind, die irregeführt wurden und Christus als den Sohn Gottes oder das Kalb als die Zuflucht der Gottheiten angenommen haben. Sie waren dieselben Leute, die hinter ihnen mit der Unterstützung der Mehrheit aufgekommen sind, um sich an ihren alten Bräuchen und Traditionen festzuklammern.

Der Wahrheit zuliebe

Individuen sind gezwungen, ihre Religion zu verteidigen und müssen nicht fürchten, verstoßen zu werden. Propheten, die in ihren Glauben feststanden und für ihre Sache litten, während sie versuchten, ihre Botschaften zu verbreiten, sind gute Beispiele. Sehr viele Leute befürchten, exkommuniziert zu werden, und ziehen es vor, sich an dem etablierten Glauben und den Traditionen festzuklammern. Wenn diese Leute den so genannten Anhängern vergleichsweise nahe stehen, umso schlimmer.

39:36 Genügt Gott für Seinen Anhänger nicht? Und doch möchten sie dich mit jenen außer Ihm in Furcht versetzen.