Krieg

Rezension zu „Wo der Koran Anknüpfungspunkte für Gewalt bietet“

Frieden,

Gottergebene sehen sich in jüngster Zeit immer öfter mit Kritik gegenüber ihrem Glauben ausgesetzt, sei es in Talkshows, Zeitungsartikeln oder in sozialen Netzwerken. Oft stellt sich dabei heraus, dass es nicht um den Inhalt selbst geht, sondern viel eher um eine Polarisierung und pauschale Verurteilung, dass die Lesung Anknüpfungspunkte für Gewalt biete. Kontrahenten beider Seiten, Islamkritiker wie auch ihre meist traditionalistischen Gegner, sind eher um eine Deutungshoheit bemüht, als sich wirklich unabhängig und dementsprechend ergebnisoffen mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. Dies hat zur Folge, dass man auf der einen Seite einen Islam zu verstehen bekommt, der beispielsweise angeblich Intoleranz und Angriffskriege toleriert und auf der anderen Seite eine Gottergebenheit, die davon nichts wissen will. In der Tat kann man beispielsweise aus der unerlaubten Vermengung von sunnitischer oder schiitischer Sekundärliteratur mit der Lesung für beide Standpunkte Quellen anführen und dementsprechend argumentieren. Dies kommt vor allem dadurch zustande, dass man die Lesung in ihrem Aufbau nicht korrekt berücksichtigt, indem man versucht sie mit anderen Quellen zu erklären, wo es doch Gott allein ist, der die Lesung erklärt.

 

Bietet die Lesung Anknüpfungspunkte für Gewalt?

Um diese Problematik besser zu veranschaulichen, wird ein Artikel von Abdel-Hakim Ourghi aus der Süddeutschen Zeitung namens Wo der Koran Anknüpfungspunkte für Gewalt bietet genauer unter die Lupe genommen, welcher mit bestimmten Versen zu belegen versucht, dass die Lesung Gewalt legitimiere. Der Autor leitet den Fachbereich Islamische Theologie und Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Er schreibt:

 

Das Leben des Propheten und dessen religiöses und politisches Handeln kritisch zu hinterfragen, scheint ebenso tabu zu sein. Das Bild eines vollkommenen Lebens ohne Sünden muss aufrechterhalten werden und dient als ewig gültiges, gottgegebenes Vorbild.

 

In der Tat glauben nicht wenige traditionalistische Muslime, dass der Prophet unfehlbar sei. Es gibt jedoch auch nicht wenige Gottergebene, die dem widersprechen. Deswegen kann man so eine Argumentation nicht pauschal für alle geltend machen, wie dies im Zitat suggeriert wird. Viel wichtiger ist jedoch, dass der Prophet nur ein Mensch und Warner/Gesandter war (17:93) und dementsprechend nicht sündenlos sein kann (47:19; 48:2; 33:37).

 

Mohammed (570-632) war jedoch nicht nur der anerkannte Verkünder einer göttlichen Botschaft, sondern auch der weltliche Führer, der meisterlich die Macht des Wortes mit der Gewalt des Schwertes vereinte. Indem er sich auf autoritative Koranstellen bezog, griff Mohammed von 624 an in Medina gegen seine Widersacher zur Gewalt, etwa gegen arabische Heiden, Christen und Juden.

 

Es ist koranisch streng verboten Angriffskriege zu führen. Diese Behauptungen speist sich der Autor aus Sekundärquellen, die mindestens erst 150 Jahre nach dem Propheten niedergeschrieben wurden und deren Autoren den Propheten nie gesehen haben. Dazu kommt, dass Sirawerke stark voneinander abweichen und kein einheitliches Bild des Propheten überliefern. Selbst konservative Gelehrte sind bei Sirawerken vorsichtig. Dies alles spielt jedoch keine Rolle, wenn Gott diese Behauptung in der Lesung eindeutig verneint: Gott duldet keine weiteren Autoritäten oder Quellen (42:10, 6:114,115, 5:44,45,47, 18:26, 12:40, 16:89, 12:111, 5:3, 39:36, 7:3).

 

42:21 Oder haben sie etwa Partner, die ihnen eine Lebensordnung vorgeschrieben haben, die von Gott nicht verordnet wurde? Und wäre es nicht bis zum Urteilsspruch aufgeschoben worden, wäre zwischen ihnen schon gerichtet worden. Und gewiss, den Frevlern wird eine schmerzliche Strafe zuteil sein.

 

Der Autor führt nun den Vers 9:29 an, um zu belegen, dass Muhammad angeblich mit diesem Vers begründe, ab dem Jahre 624 „gegen arabische Heiden, Christen und Juden“ Gewalt zu legitimieren. Der Vers lautet:

 

9:29 Bekämpft diejenigen, die weder an Gott noch an den letzten Tag glauben und nicht verbieten, was Gott verbot und sein Gesandter, und die nicht gemäß der Lebensordnung der Wahrheit richten unter denjenigen, denen die Schrift zukam

 

Es ist seltsam, wie der Autor das Jahr 624 ohne eine Primärquelle  eindeutig festlegen kann. Nebst dieser Tatsache ist erstaunlich, wie er diesen Vers so ohne weiteres einfach unkommentiert für seine Behauptungen in den Raum stellt. Die neunte Sure ist ein allgemeines Ultimatum an die Beigeseller (9:1). Diese Beigeseller werden in den darauf folgenden Versen unmissverständlich als die Aggressoren beschrieben (9:8 und 9:13). Aus dem unmittelbaren Kontext kann man die ableugnenden Schriftbesitzer in 9:29 den Beigesellern zuordnen. Nun könnte man aber argumentieren, dass dies allgemein, losgelöst vom Rest der Lesung die ableugnenden Schriftbesitzer meinen könne und man deswegen offensiv in den Krieg ziehen dürfe. Diese Behauptung ist jedoch schnell entkräftet, da die Schriftbesitzer (i.A. Juden und Christen) als Gläubige wie auch als Ableugner beschrieben werden (3:113). Deswegen können nicht alle Schriftbesitzer gemeint sein. Die Lesung liefert aber auch allgemeine, unmissverständliche Anordnungen zum Krieg:

 

60:8 Gott verbietet euch nicht, gegenüber denjenigen, die nicht gegen euch der Lebensordnung (Religion) wegen gekämpft und euch nicht aus euren Wohnstätten vertrieben haben, gütig zu sein und sie gerecht zu behandeln. Gewiss, Gott liebt die Gerechten.

 

Das bedeutet, wenn in 9:29 steht:

 

9:29 und nicht verbieten, was Gott verbot und sein Gesandter,

 

dies mindestens Vers 60:8 entsprochen, also eine Aggression stattgefunden haben muss. Die Verse 2:190-193 legen klar, dass ein Krieg nur als Verteidigung aufgefasst werden darf und man einen angebotenen Frieden annehmen muss (8:61). Darüber hinaus gilt das Paradigma:

 

2:256 Es gibt keinen Zwang im Glauben.

 

Deshalb ist der Ausdruck aus 9:29:

 

Bekämpft diejenigen, die weder an Gott noch an den letzten Tag glauben

 

… keinesfalls eine Begründung, gegen den Glauben der Schriftbesitzer vorzugehen. Der Vers beschreibt demzufolge nur eine ihrer Eigenschaften aus vielen. Im Anschluss führt der Autor Vers 9:33 an und schreibt:

 

In Vers 33 wird der Islam als wahre Religion bezeichnet. Gott werde der Gemeinde zum Sieg über alle Religionen verhelfen.

 

Der Vers in seiner Gänze:

 

9:33 Er ist es, der seinen Gesandten mit der Rechtleitung und der Lebensordnung der Wahrheit sandte, um es über jede Lebensordnung hervorzuheben, auch wenn es die Beigeseller hassen.

 

Hier ist viel Interpretation möglich, ob dies eine Wahrheit beschreibt, die dann alle Religionen (Lebensordnungen) übertrumpfen wird oder ob dies nur den damaligen Umstand meint, denn ein Vers vorher steht:

 

9:32 Sie möchten Gottes Licht mit ihren Mündern auslöschen, Gott aber lehnt es ab, sondern vollendet sein Licht, auch wenn es die Ableugner hassen.

 

Es ist jedoch keinesfalls möglich, einen dauerhaften Kriegszustand zu beschreiben, bis „der Islam siegreich“ ist. Die Verse 2:256, 2:190-193 und 60:8 unterbinden so eine Interpretation kategorisch. Folgendermaßen geht es weiter:

 

Auch in der letzten offenbarten Sure 5, Vers 33, ist zu lesen: „Der Lohn derer, die gegen Gott und seinen Gesandten Krieg führen und überall im Land eifrig auf Unheil bedacht sind, soll darin bestehen, dass sie umgebracht oder gekreuzigt werden, oder dass ihnen wechselweise (rechts und links) Hand und Fuß abgehauen wird, oder dass sie des Landes verwiesen werden.“

 

Dazu ein Artikel von unserer Schwesterseite, der diesen Vers schlüssig erklärt, wie auch eine weitere ausführlichere und auf der Lesung basierte Erläuterung durch Muhammad Asad (PDF auf Englisch, ab Seite 221). Diese beiden Quellen führen die Argumentation des Autors zum betreffenden Vers ad absurdum.

 

Die gesamte muslimische Koranexegese ist der Auffassung, dass sich der zweite Teil auf Juden und Christen bezieht. In Sure 2, Vers 120, werden sowohl Mohammed als auch die Muslime aufgefordert, Juden und Christen zu meiden.

 

Das ist jetzt überhaupt nicht nachvollziehbar. Was steht in 2:120 und was meint der Autor? Auch findet unmittelbar darauf (2:121) eine Differenzierung der Schriftbesitzer statt. Zudem ist der angebliche Konsens frei erfunden. Genannt sei dazu nur der sunnitische Theologe Professor Süleyman Ates (ehemaliger Vorsitzender der türkischen DITIB) als nur einer von vielen, die seiner These widersprechen. Überhaupt, koranisch gesehen darf man natürlich Juden und Christen zu Freunden nehmen, man darf sie sogar heiraten (5:5)! Vers 60:8 sei zu der Problematik nochmals veranschaulicht:

 

60:8 Gott verbietet euch nicht, gegenüber denjenigen, die nicht gegen euch der Religion wegen gekämpft und euch nicht aus euren Wohnstätten vertrieben haben, gütig zu sein und sie gerecht zu behandeln. Gewiß, Gott liebt die Gerechten. (siehe auch: 3:55, 3:113-114, 2:62, 5:69)

 

Dann ist folgendes zu lesen:

 

In Sure 3, Vers 85 ist zu lesen, dass keine andere Religion als Ersatz für den wahren Glauben an Gott dienen kann.

 

Eine Problematik ist hier nicht ersichtlich. Jedoch will der Autor damit suggerieren, dass man dies auf die „Gottergebenheit“ (Islam) beschränkt, wie aus dem weiteren Verlauf des Artikels erschlossen werden kann. Das Wort bedeutet jedoch nichts anderes als Ergebung (in Gott) und ist nicht nur auf die Lesung beschränkt. Auch andere Religionen haben ihre Legitimität laut der Lesung, sofern sie nach Gottes Richtlinien ausgelebt werden (2:62, 5:69; ausführlicher zu dieser Thematik in folgendem Artikel).

 

Bereits in Vers 19 derselben Sure wird mit Nachdruck betont, dass der Islam die einzig wahre Religion sei.

 

Warum wird „Islam“ hier nicht übersetzt? Der Autor macht denselben Fehler, den er doch vehement kritisieren will, den althergebrachten Traditionen zu folgen! Außerdem steht unmissverständlich in der Lesung, dass wir Gottergebene auch an die Tora und das Evangelium zu glauben haben, wie auch die Schriftbesitzer an ihre eigenen Bücher (5:43-48) und an die Lesung.

 

Die Umma (die Gemeinschaft der Muslime) wird sogar als die beste Gemeinschaft bezeichnet, die Gott den Menschen gestiftet habe (Koran 3:110).

 

Auch das ist so nicht richtig. Denn diese Gemeinschaft wird nur mit dem gläubigen Teil in Verbindung gebracht, wie man aus den vorherigen Versen entnehmen kann (Vers 3:102, insbesondere 3:104) und ist nur für die damalige Zeit relevant oder eben jene, welche es diesen Vordersten gleichtun. Denn in Vers 25:30 steht eindeutig, dass der Gesandte am Jüngsten Tag seine Gemeinschaft kritisiert, indem er beklagt:

 

25:30 Und der Gesandte sagt (am Jüngsten Tag): „O mein Herr, mein Volk hat diese Lesung verlassen!“

 

Es gibt zudem noch andere Verse, die Menschen kritisieren, welche sich als Gottergebene bezeichnen (9:90, 9:101). Nach all diesen haltlosen Argumentationen präsentiert der Autor schließlich seine Lösung:

 

… Die zwischen 622 und 632 in Medina verkündeten Koranpassagen müssen in ihrem historischen Kontext verstanden werden. Sie haben als historisch-politische Äußerungen nur eine temporäre Gültigkeit für das siebte Jahrhundert. …

 

Interessant bei dieser Aussage ist, wo man diesen historischen Kontext nun nachlesen kann? Diese Frage ist allein schon deswegen nicht beantwortbar, da keine einheitliche Quellenlage vorhanden ist, ganz zu schweigen von den unterschiedlichen Bewertungen dieser Quellen, die von den einzelnen Gruppierungen abhängen. Aus der Lesung ist ein historischer Kontext nicht umfassend ableitbar. Über den oft angeführten magischen Zauberstab des „historischen Kontextes“ ist jedwede Interpretation möglich. Auch Fundamentalisten wollen die Lesung historisch verstehen durch verderbte Quellen im Sinne ihrer neben Gott gehaltenen Autoritäten, den Altvorderen, also den Menschen, die den Propheten kannten. Durch den angeblichen historischen Kontext, was nichts anderes bedeutet als die Offenbarung Gottes durch Sekundärliteratur zu vermengen, haben sich hunderte, voneinander unterscheidende Gruppen gebildet. Dies ist das Abbild der erwähnten Methodik in seiner Praxis. Dann schreibt der Autor weiter:

 

Es reicht aber nicht, die Offenbarung des Korans in ihrer historischen Entstehungssituation zu verstehen. Darüber hinaus muss auch eine Methode entwickelt werden, welche den Islam auf der Grundlage einer kritischen Reflexion von der Macht dieser umstrittenen Koranverse befreit.

 

Diese Argumentation ist nicht schlüssig. Wenn die Lesung sich in ihren Versen klar ausdrückt, kann man sie nicht einfach ignorieren. Wird die Lesung ohne Vermengung von Menschenschriften betrachtet, bleiben die im Artikel angeführten abenteuerlichen Interpretationen aus. Am Ende schreibt der Autor:

 

Meiner Meinung nach ist nur der in Mekka offenbarte Koran (610-622) zeitlos, weil er universell sinnstiftende Lehren im ethischen Sinne beinhaltet. Sowohl der in Medina (622-632) offenbarte Korantext als auch der historische Prophet als Staatsmann sind im Westen dringender denn je kritisch zu betrachten und revisionsbedürftig, sonst bleibt ein Islam, der mit den europäischen Werten vereinbar ist, ein Wunschtraum.

 

Die in der Lesung vorzufindenden Paradigmen und Lehren sind universell. Die Lesung muss nicht in Stücke gerissen werden, damit man die von Gott offenbarte Lebensordnung den europäischen Werten anpassen muss. Vielmehr ist es umgekehrt: Die Lesung ist die Richtschnur, weil sie das Wort Gottes ist. Sie führt zu einem aufrichtigeren Weg (17:9). Die europäischen Werte sind nicht das Maß aller Dinge und darüber hinaus auch nicht eindeutig definiert. Was sind die europäischen Werte denn genau? Mit seiner Aussage wird der Autor durch folgenden Vers angesprochen:

 

2:85 …Glaubt ihr denn an einen Teil der Schrift und verleugnet einen anderen? …

 

Eine vernunftorientierte Interpretation der Lesung ohne Widersprüche ist mit Leichtigkeit hergestellt, wenn man sich auf Gott alleine einstellt und die Lesung nicht mit menschlichen Meinungen aus der Tradition zu erklären versucht, die teilweise fälschlicherweise dem Propheten zugeschrieben wurden. Dazu sei nochmals angemerkt, dass sich die Sekundärquellen nicht nur öfters gegenseitig widersprechen, sondern widersprechen in vielen Punkten auch der Lesung.

 

15:91-93 Die die Lesung auseinandergerissen haben. Bei deinem Herrn! Wir werden sie allesamt zur Rechenschaft ziehen, für all ihre Taten.

 

Fazit

Die angeführten Verse des Autors sind nach seiner Art des Verständnisses, im Lichte der ganzen Lesung betrachtet, unhaltbar. Dies bedeutet jedoch nicht, dass manche Traditionalisten solch widersinnigen Interpretationen abgeneigt sind. Radikale Strömungen werden nur einen Teil seiner Argumente übernehmen und schließlich darin eine Legitimation für ihre eigene Ideologie herausfiltern, was der Autor allem Anschein nach ausblendet. Seine Methodik wird Fanatiker somit weiter befeuern, als sie zur Vernunft zu bringen. Das Argument, dass manche Verse heutzutage keine Geltung mehr hätten, führt zu Widersprüchen und zu keiner echten Lösung.

Eine vernunftorientierte Theologie in der Gottergebenheit kann sich nur dann etablieren, wenn man sich der Methodik anschließt, die Lesung losgelöst von Traditionen durch Gottes eigene Worte zu erklären (55:1-2, 25:33, 75:19). Andernfalls wird man, beispielsweise durch die angeführte „historisch kritische Methode“, nur Sekundärquellen durch weitere Sekundärquellen ersetzen. Somit wird die Lesung selbst weiterhin ein Spielball von individuellen Ansichten bleiben. Die kritischen Befunde Ourghis zum traditionalistischen Islam am Ende des Artikels sind größtenteils berechtigt, jedoch nur ein Teil des Problems. Seine Lösungsansätze sind nicht zielführend und in Bezug zur Lesung nicht tragbar.

Ein Anfang dieser vernunftorientierten Theologie der Gottergebenheit ist mit dieser Webseite und dem Buch Schlüssel zum Verständnis des Koran gemacht.

 

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Offener Brief an den Präsidenten von «Zukunft CH»

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Sehr geehrter Herr Pfr. Hansjürg Stückelberger,
Frieden sei mit Ihnen und uns allen, wie die Barmherzigkeit Gottes und Sein Segen,

als besorgter schweizer Bürger möchte ich nicht schweigen, sondern gerade aufgrund meiner Liebe zur Schweiz ein Statement zum Flyer «Soll der Islam öffentlich-rechtlich anerkannt werden» und zur Zukunft der Schweiz in Bezug auf die Gottergebenheit (arabisch: «Islam») abgeben.

Der Flyer erreichte meine Frau und mich heute in unserem Briefkasten und ich verstehe die Sorgen meiner Mitbürger, denen die abendländisch geprägten Werte und der Wohlstand dieses schönen Landes teuer sind. Sie sind definitiv zu schützen und wir müssen alles unternehmen, dass die demokratischen Werte, nach denen wir leben, bewahrt und weiter auf demokratischem Wege verbessert werden müssen (nobody’s perfect).

Kurz zu mir: Ich befasse mich spätestens seit 2006 und vor meiner Einbürgerung und Ausbildung zum Offizier intensiv mit der Gottergebenheit (Islam) und betreibe die Webseite alrahman.de mit der Absicht der direkten, schonungslosen Aufklärung. Erst vor Kurzem erschien mein Buch Schlüssel zum Verständnis des Koran (kostenlos auf der Webseite als PDF erhältlich), weshalb ich mich durchaus als jemanden betrachte, der nicht nur einiges von der Gottergebenheit versteht, sondern auch die Menschen zu erreichen vermag, wie an bereits rund 650 verkauften Büchern und folgendem Beispiel deutlich wird:

 

Selam. Ich bin gerade dabei, dein Buch „Schlüssel zum Verständnis des Koran“ zu lesen und muss dir wirklich meinen tiefsten Respekt aussprechen. Dieses Buch ist mir eine große Hilfe und ich danke dir dafür, dass du mir eine Möglichkeit geschaffen hast, wie ich mich von kulturellen Einflüssen lösen kann, um die Lesung mit Gottes Hilfe zu studieren und zu verstehen. Vielen lieben Dank und möge Allah dich dafür reichlich belohnen. Einen schönen und friedlichen Abend noch dir und deiner Familie.

 

Wenn wir von der Gottergebenheit sprechen, dann teilt sie die Welt nicht in das ‹Haus des Frieden› (dāru-s-salām) und in das ‹Haus des Krieges› (dāru-l-ḥarb). Indem die Schreiber und Entwerfer dieses Flyers diese anti-koranische (!) Meinung einer Minderheit zur Theologie der Gottergebenheit und somit unweigerlich aller Gottergebenen (arabisch: «Muslime») erheben, werden leider unbegründet Angst und Hass geschürt. Dieser Hass wird gegenüber einer Menschengruppe geschürt, die unter Umständen von dieser Aufteilung noch nie etwas gehört haben und ihr gerade aus religiösen Gründen auch niemals zustimmen können.

Offensichtlich haben sich die Verfasser und Verantwortlichen des Flyers nicht mit der Lesung (arabisch: «Koran») befasst. Denn nach den ihr innewohnenden, gottergebenen (arabisch: «muslimischen») Prinzipien gelten nach heute verwendeten Begriffen föderalistisch-laizistische Grundsätze, die innerhalb einer Demokratie Anwendung finden müssen. Mit dieser Meinung stehe ich auch nicht alleine da, viele namhafte Theologen stimmten mir zu. Als ein Beispiel sei Professor Yaşar Nuri Öztürk angeführt: Die Zeit nach den Propheten: Der Koran fordert Demokratie

Ich gehöre zu jenen, die die Lesung durchaus wörtlich nehmen. Gerade deshalb muss ich insbesondere in Bezug auf die zitierten Verse 48:28 und 8:39 absolut widersprechen. Eine überwältigende Mehrheit der Theologen wie auch der Gottergebenen versteht diese Verse nicht so wie im Flyer dargestellt. Mit der in meinem Buch erläuterten Vorgehensweise im Verstehen der Lesung wird auch klar wieso. Für weitere Einzelheiten schlagen Sie bitte in folgendem Artikel nach: Anweisungen während eines Krieges

Christliche Werte sind geprägt von der Nächstenliebe. Das Gleichnis des barmherzigen Samariters ist ein klares Beispiel hierfür. Diese Werte finden sich ebenso uneingeschränkt in der Lesung (Koran). Ja, vielmehr, einen barmherzigen Samariter nennt man nach den Worten der Lesung einen Mudschāhid, also jemanden, der den Dschihād ausübt. Dieser für viele unerwartete Vergleich des barmherzigen Samariters mit einem Mudschāhid zeigt, wie prekär die Lage auf beiden Seiten ist. Gottergebene sind durch die westlich geprägte Rhetorik dermassen beeinflusst, dass sie begonnen haben selbst die Begrifflichkeiten durcheinander zu bringen. Begriffe wie den «heiligen Krieg» oder den «politischen Islam» gibt es nicht in der Lesung. Hier empfehle ich folgenden Artikel: Die Rhetorik von „Terror“ und „Dschihad“

Nicht dass wir uns missverstehen: Wir müssen gemeinsam gegen den AIS (anti-islamischen Staat) vorgehen und sämtlichen Gottergebenen (Muslimen) und Andersgläubigen aufzeigen, dass ihr religiöses Fundament nicht auf der Lesung, sondern auf Quellen beruht, die erst nach der Offenbarung der Lesung in einem Umfeld politisch chaotischer Zustände entstanden sind, die leider heute von Gottergebenen selbst noch fälschlicherweise und aufgrund fehlender Aufklärung ungerechtfertigt als Offenbarung oder autoritäre Quellen der Religion verstanden werden können. Diese nennen sich beispielsweise auf Arabisch Sunna, Idschmāʿ und Idschtihād. Sie haben mit der Lesung nichts zu tun und sind menschliche, teils auch ‹satanische› Produkte.

Die Schweiz ist in ihrem Geiste und Wesen hochgradig aufklärerisch. Allein der Name Huldrych Zwingli zeigt dies auf. Wir möchten diesem aufklärerischen Geist folgen und rufen dazu auf, dass jede und jeder, der/dem die Sicherheit und das Wohl dieses Landes am Herzen liegt, uns zu unterstützen. Sei dies durch Einladungen an Gespräche, Podiumsdiskussionen, Radiosendungen oder auch Sendungen im Fernsehen.

Eine Anerkennung der Gottergebenheit fördert den Frieden und gibt gerade dadurch die Möglichkeit, präventiv über die Religion aufzuklären, damit Radikalisierung erst überhaupt nicht stattfinden kann. Gehen wir gemeinsam vor gegen zum Beispiel die satanischen Machenschaften des AIS. Ähnlich Denkende wie wir sind für den inneren und äusseren Frieden, den geistigen wie gesellschaftlichen Frieden. Wir sehen die Schweizer Verfassung als eine mögliche Umsetzung der gottergebenen Prinzipien, die wir aus der Lesung entnehmen. Ein paar unserer Flyer habe ich Ihnen beigelegt.

Am 21. November 1990 wurde in der Charta von Paris die Spaltung Europas in Ost und West im Kalten Krieg für beendet erklärt. Mögen wir nun damit beginnen, die Spaltung der Welt in «West» und «Ost», der «Anderen» und «Uns» zu beenden. Beginnen wir vielmehr damit, den Frieden zu sichern durch Aufklärung, Verständnis und Barmherzigkeit.

Mögen wir das gottergebene Prinzip der Vernunft, der Liebe und des Friedens gemeinsam vorleben.

In Frieden und mit freundlichen Grüssen,
Kerem Adıgüzel

Die Rhetorik von „Terror“ und „Cihad“

Eine Philosophische und Theologische Bewertung [1]

übersetzt aus dem Türkischen von Kerem A.

Koran 13:25 Diejenigen aber, die den Bund Gottes brechen, nachdem (sie) ihn geschlossen haben, und zerreißen, was Gott zu verbinden geboten hat, und Unheil auf Erden stiften – auf ihnen lastet der Fluch, und sie haben eine schlimme Wohnstatt.






Der Zweck dieser Abhandlung ist, die durch die rhetorische Verwendung der Begriffe „Terror“ und „Cihad“ [Anm. d. Übers.: ausgesprochen als Jihad mit einem ‚J‘ wie in Jalousien] entstandenen Probleme aufzuzeigen und ebenso, dass diese Rhetoriken die Entstehung des kommunikativen Prozesses zwischen den Kulturen verhindern. In dieser Untersuchung wird mit dem Wort „Rhetorik“ seine Verwendung angesprochen, bei der die Sprache auf eine überzeugende Art und Weise gebraucht wird, um bestimmte Interessen, besonders auch politische Ziele zu verwirklichen.

Hinsichtlich des Endes des Kalten Krieges verbunden mit der Aufhebung aller Hindernisse für eine Globalisierung herrschte eine aufrichtige Atmosphäre der Zuversicht. Jedoch wurde am 11. September 2001 die Büchse der Pandora geöffnet; zusammen mit den zwei Türmen im Herzen Amerikas, das in einer globalisierenden Welt wie der Leviathan[2] erscheint, ist auch die Atmosphäre des Optimismus zusammengebrochen. Mit diesem Ereignis und aufgrund des in 1991 eingetretenen Golfkrieges ist die Sichtweise derjenigen mehr in den Vordergrund getreten, die der herrschenden Atmosphäre der Zuversicht skeptisch gegenüberstehen und die die These vom „Kampf der Kulturen“ vertreten. Die durch dieses Ereignis ausgelösten Diskussionen betreffen viele verschiedene Bereiche von der Religionsphilosophie bis zur Politikphilosophie, von der Sprachphilosophie bis zur Ethik und Hermeneutik, von den internationalen Beziehungen bis zur Theologie.

Wir möchten diese Abhandlung mit dem Übertragen eines Zitats von den während den Deutungen der Anschläge des 11. Septembers gemachten Erklärungen von Derrida beginnen:

„Ein Philosoph sollte eine Person sein, die ein neues Kriterium sucht, um ‚Einsicht‘ und ‚Legitimation‘ voneinander zu unterschieden. Eine Person kann eine bestimmte Ereigniskette oder Institution, die den Weg zu Krieg oder Terror bereiten, ohne sie irgendwie zu rechtfertigen, sogar sie verdammend oder versuchend neue Institutionen aufzubauen; beschreiben, begreifen und erklären. Eine Person kann bestimmte Terrorhandlungen (sei es Regierungsterror oder nicht), die sie auslösenden, sogar legitimierenden Bedingungen außer Betracht lassend, bedingungslos verdammen.“ [3]


Die rhetorische Verwendung des Begriffs „Terror“

Bei einer Untersuchung wurden 109 verschiedene Definitionen von Terror ermittelt.[4] Heutzutage treffen wir ziemlich häufig auf Äußerungen dieser Art: „Die richtige Bestimmung von Terror…“, „Der wahre Terrorist macht…“, „Sie nennen uns Terroristen, jedoch…“. In all diesen Definitionen wird „Terror“ wie eine Platonische „Idee“ und derjenige, der seine „wahre Bedeutung“[5] garantiert, wie „seine Idee“ behandelt. Wir sollten nicht vergessen, wie ursprünglich Wittgenstein gezeigt hat, dass die Sprache eine in der Gesellschaft geteilte und in der Gesellschaft gelernte Sammlung von „Instrumenten“ ist und dass wir alle ein Teil eines großen Sprachspiels sind.[6] Nachdem die soziologische Beschaffenheit der Sprache begriffen wurde, können wir unsere Sätze hinsichtlich der Definition des Terrors auf diese Weise korrigieren: „Die Menschen meinen mit dem Wort Terror im Allgemeinen dies…“, „Nach der Definition von FBI sind Terroristen…“ oder „Laut der Bestimmung von Hisbollah sind Terroristen…“. Diese Art von Äußerungen werden es uns ermöglichen zu bemerken, dass die Definitionen von Terror nicht harmlos sind und dass diese im Zusammenhang mit bestimmten Belangen und Ideologien stehen. Wie Foucault sagte: „Wir stehen der Produktion mittels Macht der Wahrheit gegenüber“.[7] Einer der Wege, die Macht als Mittel zu gebrauchen, ist das Diktat des erforderlichen Sprachgebrauchs.

Der Begriff „Terror“ tauchte erstmals während der Französischen Revolution 1789 auf.[8] Entgegen unserer heutigen Verwendung trug der Begriff „Terror“ hier in der Verwendung von den Jakobinern eine positive Bedeutung, denn die Jakobiner sahen die als „Terror“ bezeichneten gewaltvollen Handlungen als notwendig an, um zu einer friedvollen Umgebung zu gelangen. Heutzutage jedoch trägt „Terror“, wie alle von uns sehr gut wissen, eine negative Bedeutung. Aufgrund dieser negativen Bedeutung von „Terror“ versuchen alle im Kampf ihre Gegner als „Terrorist“ zu bezeichnen. Diese Situation wird zum Grund, weshalb eine Person für den einen als „Freiheitskämpfer“ und für den anderen als „Terrorist“ wahrgenommen wird. Beispielsweise sagt Fadlallah, der Gründer der Organisation Hizbullah, welche von vielen Personen eine terroristische genannt wird, folgendes: „Wir sehen uns selbst nicht als Terroristen, denn wir glauben nicht an den Terrorismus. Es ist kein Terror, gegen diejenigen zu kriegen, die in unsere Heimat eindringen. Wir sehen uns als für einen heiligen Krieg kämpfenden Krieger an.“ [9] Fadlallah hat die Aktivitäten seiner Organisation als „kämpfen für die Freiheit“ bezeichnend legitimiert.

Andererseits definiert FBI hingegen Terror wie folgt: „Terror ist die gesetzwidrige Benutzung von Macht und Gewalt gegenüber einer Person oder einem Besitz, um gewisse politische oder gesellschaftliche Zwecke willen, um eine Regierung, die gesamte oder Teile der zivilen Bevölkerung zu bedrohen oder zu nötigen.“ [10] Dass in der Definition von FBI die Äußerung „zivile Bevölkerung“ statt „unschuldige Menschen“ verwendet wird, oder dass die gegen die Regierung (Staat) durchgeführten Aktivitäten betont werden, steht im Zusammenhang mit der Stellung des FBI. Der Begriff Terror wurde geschichtlich gesehen erstmals in der Französischen Revolution gebraucht, um den von der Regierung begangenen Terror zu beschreiben. Andererseits zeigen internationale Abkommen wie die am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts unterzeichneten Hague Abkommen und in 1949 unterschriebenen Genfer Konventionen, dass sich auch die Regierungen in strafvolle Aktivitäten einmischen können. Also ist Terror ein moralisches Problem, das nicht von den Persönlichkeiten der Benutzer, sondern von der Natur der Methoden und seinen Opfern entsteht.[11] Die Zivilisten anzugreifen, wird in ethischer Hinsicht als böse akzeptiert, denn während die Truppen mit mächtigen Waffen und Bomben ausgerüstet sind, können die Zivilisten ihnen nur schwach und mit den bloßen Händen entgegnen. Doch andererseits sind auch viele Soldaten oder Militanten gegenüber den mit hohen Technologien ausgerüsteten Truppen eigentlich in nicht einer allzu unterschiedlichen Situation als die Zivilisten gegenüber den Truppen anzusehen, denn auch sie sind in Anbetracht von entwickelten Bombardierungsflugzeugen in derselben macht- und hoffnungslosen Situation. Habermas hat die Aufmerksamkeit auf das diese Asymmetrie ergebende moralische Problem wie folgt gelenkt: „Jedoch bleibt die Asymmetrie des elektronisch kontrollierten Konstruktionswunders und mit der vernichtenden Macht in der Luft der für den Mehrzweckgebrauch geeignete Raketenmengen mit den mit Kalashnikovs ausgerüsteten, primitiven, bärtigen Kämpfergruppe wie eine moralisch widerwärtige Erscheinung.“ [12]

Eines der interessantesten Beispiele der rhetorischen Verwendung des Begriffes „Terror“ wurde im Benehmen der Amerikaner gegenüber den afghanischen Kämpfern gesehen. Amerika hat die afghanischen Kämpfer als „heilige Krieger“ verkündet und ihnen im Krieg gegen die Besitznahme der Sowjets geholfen.[13] Nachdem jedoch die Angriffe der Taliban begonnen hatten Amerika als Ziel zu nehmen, wurden die „heiligen Krieger“ zu „Terroristen“ und im „Krieg gegen den Terror“ die ersten Angriffsziele.

Jede gewaltvolle Handlung erschwert die Dialogbildung zwischen den Parteien; jeder Tod eines zivilen oder unschuldigen Menschen heizt das Rachegefühl der Nationen oder die Mitglieder des Stammes der Opfer an und auf diese Weise werden in Aneinanderkettung die rachsüchtigen Reaktionen zum Grund für die Gewaltwellen. Derrida sagt, dass er jede Aktivität eines „Terroristen“ auf der Welt, doch noch viel mehr den von der Regierung verwirklichte „Terrorismus“ – ein von Terrorismus unterschiedliche Namen erhaltenden Terrorismus und dessen Glaubwürdigkeit mehr oder weniger unter der Legitimation verborgen ist – als persönliche Abwehr erwidert.[14] Das im Artikel „Die Moral des Terrorismus“ von Coady zitierte Gedicht hinterfragt die Rhetorisierung des Begriffs „Terror“ auf eine ironische Weise wie folgt:

Bomben abzuwerfen ist schlecht,
Bombardierung jedoch ist gut,
Kurz und gut; die Bedeutung von Terror,
Hängt davon ab, wer sich mit der Macht krönt.[15]


Coady sagt, dass die hinter den „sprachlichen Verwendungen“ liegende Motivation der Gewaltanwender, die darauf zurückgreifen, um ihre Handlungen zu rechtfertigen, abhängig davon ist, ob „sie“ mit „uns“ sind oder nicht.[16] Der amerikanische Philosoph Tomis Kapitan legt die Schäden der rhetorischen Verwendung von Terror sehr schön offen:

„Die Rhetorik dient der Beschwichtigung bei der sinnvollen, politischen Diskussion. Diejenigen, die bei normalen Bedingungen „wieso?“ fragen würden, befürchten als jemand etikettiert zu werden, der im Thema Terror einen nachgiebigen Ansatz pflegt. Jene, die die Rhetorik auf militante Weise gebrauchen, verwenden die Rhetorik, um willentlich den Unterschied zwischen dem kritischen und dem beschwichtigenden Ansatz zu entstellen. Diejenigen, die der Rhetorik erliegen, tragen zum Kreislauf von Rache und Vergeltung bei, indem sie die gewaltvollen Aktivitäten ihrer eigenen Regierungen billigen, die sich nicht nur gegen jene richten, die terroristische Handlungen begehen, sondern auch gegen die Völker, aus deren Reihen die Terroristen hervorkommen, aus dem einfachen Grund, weil die Terroristen häufig selbst Zivilisten sind, die inmitten unter nicht dermaßen engagierten Zivilisten leben. Das Ergebnis ist, dass die politisch motivierte, gegen zivile Ziele gerichtete Gewalt – unter irgendeinem anderen Namen des Terrorismus, unter dem Namen ‚Wiedervergeltung‘ oder ‚Anti-Terrorismus‘ – sich vermehrt. Die Rhetorik bezüglich Terror kennt nur die Sprache der Macht. Jene, die sich als Opfer der unerträglichen Ungerechtigkeiten betrachten und sehen, dass die Unterdrücker unwillig sind, mit akzeptablen Kompromissen zur Verständigung zu gelangen, versuchen der Gewalt mit noch mehr Gewalt zu antworten.“ [17]


Eine Untersuchung über die Selbstmordattentäter hat ergeben, dass die Mehrheit dieser Attentäter im Krieg einen nahen Verwandten oder eine Person verloren, die sie liebten.[18] Diese Untersuchung bestätigt, dass der Weltfrieden als Ergebnis von Gewaltakten – da diese Handlungen am laufenden Band Rachegefühl erwecken – immer mehr gefährdet wird.

Das mögliche schädliche Ergebnis der rhetorischen Verwendung des Begriffs „Terror“ hinsichtlich der Anwender der Rhetorik ist die Erleichterung der Vereinigung und der gemeinsamen Koalitionsgründung voneinander unterschiedlicher, sogar feindlicher Gruppen in der Gegend der Gewaltakten. Beispielsweise hat die Al Kaida „Cihad“ und andere Islamische Begriffe gegen die Schiiten genauso wie gegen die USA rhetorisch gebraucht und in Afghanistan ein Massaker gegen Schiiten verübt. Wenn die Schiiten und Al Kaida unter einem Titel wie „Islamische Terroristen“ vereint werden und das oppositionelle Lager als „Krieg gegen Terror“ bezeichnet wird und wenn der Iran, von dem geglaubt wird, dass er Massenvernichtungswaffen besitze, beschließt, diese mit Al Kaida zu teilen, könnte dies nicht für diejenigen, die diese Gruppen unter demselben Titel vereinigten, neue Katastrophen mit sich bringen? Außerdem begegnet mensch selten politischen Themen, bei denen die Regierungen, deren Völker in der Mehrheit Muslime sind, in politischen Angelegenheiten zu einer Übereinstimmung gelangen konnten; einer dieser selten anzutreffenden Themen ist die Haltung, dass im Palästinenser Problem dem palästinensischen Volk Unrecht angetan wird. Die gegen Israel kämpfenden palästinensischen Gruppen unter dem Titel „Terrorist“ mit Al Kaida über einen Kamm zu scheren, kann auf der einen Weltseite der Auslöser für härtere Reaktionen gegen Palästinenser sein, jedoch gleichzeitig auch in vielen Bereichen der Welt für das Wachsen der Anhängerzahl von Al Kaida dienen.

Formulierungen wie „Krieg gegen Terror“ oder „Cihad“ zu verwenden, während gewollt wird, dass die Richtigkeit der Handlungen diskussionslos akzeptiert wird, ist in ethischer Hinsicht nicht annehmbar. Jene, die mit dieser Art Rhetoriken Gewalt anwenden, behaupten, dass ihre Handlungen über alle Zweifel erhaben seien. Doch mit den Bezeichnungen oder mit der den Interessen angepasste Beschreibung der Begriffe können die Diskussionen bezüglich der gemachten Handlungen, ob sie gerechtfertigt sind oder nicht, nicht ausgeblendet/unterdrückt werden. Es ist erforderlich, jede „Aktion“ von den anderen auseinanderzuhalten und mit einer analytischen Sichtweise zu untersuchen. Alle Aktionen mit einer einzigen Überschrift in eine Schublade zu stecken, ist infolge der Unterschiedlichkeit aller einzelnen Gründe und Ziele falsch. Zudem sollten jene, die der Meinung sind, dass diese Methode in der Führung der Öffentlichkeit dienlich ist, nicht vergessen, dass dies, ohne sich dessen bewusst zu sein, die Anzahl der Feinde vermehren kann.

 

Die rhetorische Verwendung des Begriffs „Cihad“

Zweifellos wurden viele der Islamischen Religion zugehörigen Begriffe – besonders auch „Cihad“ – rhetorisch verwendet. Doch für die Muslime gibt es einen wichtigen Unterschied zwischen den ontologischen Status [Anm. d. Übers.: plural] der Koranischen Begriffe und den von den Menschen angefertigten ontologischen Bezeichnungen der Begriffe. Wir können versuchen, die Bedeutung des Ausdrucks „Terror“ lediglich mit einer soziologischen Untersuchung festzustellen. Eine soziologische und geschichtliche Untersuchung zu machen und die politisch-gesellschaftlichen Beziehungen zu bestimmen ist auch ein Muss, um zu verstehen, wie die Islamische Terminologie verwendet wird. Doch Islamische Begriffe, die von „Terror“ unterschiedlich sind, wurden in einem Text – dem Koran – verwendet, worin wir die „wahren Bedeutungen“ der Ausdrücke lernen können. Es kann versucht werden, diese Begriffe mit einer folgerichtigen, hermeneutischen Vorgehensweise am Korantext zu dechiffrieren. Der Koranische Islam ist der Text, mit dem Gott mit den Menschen einen Kontakt herstellt, und die zentralste Aufgabe Mohammeds war, diese Botschaft den Menschen weiterzuleiten. Der Koran ist wegen der Göttlichen Quelle übermenschlich; doch seine Sprache, Buchstaben und Sätze sind für den Menschen. Die übermenschliche Dimension von ihm ist ein Garant für die „wahren Bedeutungen“ der religiösen Begriffe. Dass er für die Menschen ist, erfordert zwanghaft eine konsequente Vorgehensweise zu erschließen, damit diese „wahren Bedeutungen“ verstanden werden können. Jedoch sollten bei diesem Thema die Untersuchungen gemacht werden, ohne zu vergessen, dass menschliche Deutungen nicht wie die Göttliche Offenbarung unter Garantie stehen.

Auch wenn menschliche Belange, Missverständnisse, Einfluss alter Bräuche und politische Bedürfnisse zum Grund wurden, den Koran falsch zu verstehen, seine Bedeutung zu verwässern oder dass andere religiös gemachte Quellen (erfundene Ahadith oder Fatwas) den Vorrang erhalten; der Koran behält sein Dasein als das, die „wahren Bedeutungen“ tragendes Buch bei. Welch wichtige Unterschiede zwischen ihnen auch sein mögen, eine gemeinsame Eigenschaft der meisten Denker des Islam in der modernen Ära besteht darin, zu kritisieren, dass die Ahadith gegenüber der Autorität des Koran Vorrang erhält. Seyyid Ahmed Han, Muhammed Abduh, Resit Riza, Mehmed Akif, Ahmed Emin, Tevfik Sidki, Mahmud Ebu-Reyye, Muhammed el-Gazali und Fazlurrahman sind nur ein Teil dieser Denker.[19] Eigentlich lesen wir aus Islamischen Quellen, dass diese in der modernen Ära gemachten Kritiken auch in den ersten paar Jahrhunderten nach dem Tod des Propheten intensiv stattgefunden haben. Der hier zu beachtende Punkt ist, dass es nicht das von diesen Individuen kritisierte, elementare Thema ist, dass die Worte des Propheten Vorrang vor dem Koran erhalten oder ihn ersetzen; denn nach dem Islamischen Glauben macht der Prophet keine dem Koran widersprüchliche Aussage. Der kritisierte Punkt ist, dass die Menschen drei Jahrhunderte nach dem Ableben des Propheten selbst in die angefertigten, berühmtesten Hadith-Bücher fälschlicherweise, wissentlich oder aus politischen Gründen mehrere themenrelevante Gerüchte eingeschoben haben. (Unserer Meinung nach ist der entscheidenste Beweis dafür, dass ein Hadith erfunden ist, wenn er dem Koran widerspricht.) Der einzige Weg, die Probleme zu lösen, ist es eine folgerichtige, hermeneutische Vorgehensweise vorzubringen und dadurch besonders die aus politischen Gründen fabrizierten falschen Korandeutungen, Fatwas und erfundene Ahadith zu eliminieren, um die Haltung gegenüber den Themen des Islam wie Cihad, Krieg und Religionsfreiheit zu verdeutlichen.

Hasan Sabbah und die Haschaschinen (12. bis 13. Jahrhundert) sind ein berühmtes Beispiel dafür, wie die religiöse Terminologie für politische Zwecke rhetorisiert wird.[20] Auch in naher Vergangenheit wurden viele Beispiele der Rhetorisierung von religiösen Begriffen beobachtet. Die Führer der muslimischen Länder, die während dem Golfkrieg in 1991 an der von Amerika angeführten Koalition gegen Saddam Hüseyin teilnahmen, haben von Religionsgelehrten Fatwas eingeholt, um ihr Verhalten zu legitimieren.[21] Andererseits hat Usame bin Ladin den mit den Fatwas der Religionsgelehrten geführten Golfkrieg als einer der Gründe für seinen Kampf (Cihad) gegen Amerika gezeigt.[22] Diese Ereignisse sind nur wenige der unzähligen Beispiele der rhetorischen Verwendung von „Cihad“ und anderen Islamischen Begriffen. Überhaupt ist es sehr schwer, dass im Mittleren Osten, ohne die Verwendung der Islamischen Legitimationen, ein Krieg eröffnet, ein Kampf geführt wird. Der Grund hierfür ist, dass der Islam in der Kultur dieses Gebiets von der Annahme des Islam bis heute durchgehend das wichtigste Merkmal war. Selbst die Säkularsten haben religiöse Begriffe rhetorisch verwendet, um für sich die Unterstützung des Volkes zu erschließen, wenn das Gesprächsthema Krieg ist. David Rapoport schildert wie folgt, obgleich Saddam Hüseyin ein gegen die Fundamentalisten Krieg führender, säkularer Anführer war, wie er „Cihad“ gebraucht hat, um das irakische Volk zu mobilisieren, als es erforderlich wurde:

„Um die Heiligen Stätten Saudi Arabiens von den Teufeln und der Einnahme zu befreien und um die Kafir (die Westlichen) von diesen Ländern zu vertreiben, hat er einen Aufruf zum Cihad ausgerichtet. Während der Rede Hüseyins wechselte der Hintergrund seinen Platz, wobei ein farbiges Foto, das Hüseyin zeigt, wie er ohne Hemd die Moschee in Mekka küsst, zusammen mit einem anderen, worauf er in der heiligsten Moschee des Islam in Soldatenuniform betet, zu sehen ist. Die seit dem Beginn der Krise in August 1990 verwendete Sprache erhielt größere Intensität an religiösen Referenzen. Diese Fakten beinhalten sehr viele Ironien: Die von den Christen gegründete Partei Hüseyins hat seriöse Bemühungen gehabt, Irak zu einer säkularen Regierung zu bilden, und währenddessen Hüseyin diese Reden hielt, kam er erst kürzlich aus einem ziemlich kostspieligen Krieg gegen die Fundamentalisten heraus.“ [23]


Die koranische Bedeutung des Begriffs „Cihad“

Im Koran wird der Begriff „Cihad“ in den Bedeutungen „streben, bemühen“ verwendet. Die Äußerung „Cihad“ besitzt auch psychologische, intellektuelle und soziale Dimensionen. Die im Namen Gottes geführten Kriege werden auch als „Cihad“ benannt, weil diese Kriege das gegen die Feinde gezeigte Streben beinhalten.[24] Ein Koranvers, in dem das Wort „Cihad“ in dieser Bedeutung verwendet wird, lautet wie folgt:

9:41 Brecht ausgerüstet auf zum leichten und schweren Krieg und betreibt Cihad auf dem Wege Gottes mit eurem Vermögen und eurem Leben. Das ist besser für euch, wenn ihr es nur wüsstet! [25]


Auch die im Koran vorkommenden Wörter „Kital“ und „Harb“ werden gebraucht, um den Krieg zu beschreiben, doch in den über dieses Thema geschriebenen Artikeln und Büchern hat das Wort „Cihad“ einen Vorrang erhalten und die im Namen des Islam geführten Kriege wurden im Allgemeinen unter dieser Rubrik untersucht. Doch jemand, der im Islam das Thema „Krieg/Cihad“ untersucht, muss alle Verse im Koran berücksichtigen, in denen diese Wörter vorkommen.

Auch wenn es sich in der Praxis zumeist anders ergeben hat, so kann doch ausgesagt werden, dass die Muslime eine gemeinsame Überzeugung besitzen in den Kriegen zu kämpfen, die allein im Namen Gottes geführt werden, und dass sie nicht für ihre eigenen Interessen kriegen können. Der wichtigste Unterschied ergibt sich jedoch in der Frage, ob „Cihad“ ein von Muslimen angewandter Verteidigungskrieg oder ob er ein Angriffskrieg gegenüber anderen Religionsanhängern – nur aus dem Grund, dass sie dieser Religion angehören – ist. Wenn wir den Koran in seiner Gesamtheit behandeln, kann leicht verstanden werden, dass die Kriegsverse im Koran im Zusammenhang mit jenen steht, die gegenüber Muslimen den Krieg eröffnet haben. Zwei relevante Verse lauten wie folgt:

2:193 Und kriegt gegen sie, bis es keinen Unfrieden mehr gibt. Und wenn sie aufhören, dann gibt es keine Feindseligkeit außer gegen die Ungerechten. [26]

22:39 Erlaubnis zum Krieg wurde denjenigen erteilt, die bekriegt werden, weil ihnen Unrecht zugefügt wurde. Gewiss, Gott ist doch allmächtig, ihnen zum Sieg zu verhelfen. [27]


Wie gesehen werden kann, wurde im Koran nur der Krieg gegen den Angreifer erlaubt. Die Madhab [Anm. d. Übers.: Rechtsschule im Sunnismus] Hanafi und einige Fuqaha [Anm. d. Übers.: Rechtsgelehrte] der Hanbali und Maliki Madhabs teilen dieselbe Sichtweise. Nichtsdestoweniger haben die Schafi Madhab gemeinsam mit anderen Fuqaha der Madhabs Hanbali und Maliki die Angehörigkeit zu einem Glauben außerhalb des Islam als ausreichenden Kriegsgrund angesehen.[28] Die Religionsgelehrten der Schafi haben versucht, ihre Ansichten in diesem Thema mit dem 5. Vers aus der 9. Sure des Koran zu unterstützen:

9:5 Wenn die verbotenen Monate verflossen sind, dann tötet die Polytheisten, wo ihr sie trefft, ergreift sie, umzingelt sie und schneidet ihre Wege ab. [29]


Wenn dieser Vers jedoch in der Gesamtheit der zugehörigen Sure gelesen wird, so kann es leicht verstanden werden, dass dieser Vers sich gegen diejenigen richtet, die mit den Muslimen Krieg führen und die sich nicht an die Bedingungen der Abkommen halten. Schon den ersten Vers aus der Sure Tauba zu lesen, gewährleistet das Verständnis, dass die Kriegserlaubnis in dieser Sure sich nicht gegen alle außerhalb des Islam richtet, sondern gegen eine bestimmte Masse, die gegen den Propheten und seine Freunde kämpft:

9:1 Dies ist eine ausdrückliche Verwarnung Gottes und Seines Gesandten gegenüber den Polytheisten, mit denen ihr ein Abkommen unterzeichnet habt. [30]


Aus den späteren Versen der Sure Tauba wird klar verstanden, dass die erwähnten Personen den ersten Angriff verwirklicht haben:

9:12-13 Und wenn sie aber nach ihrem Abkommen ihre Eide erneut brechen und euren Glauben angreifen, dann bekämpft die Führer des Unglaubens. Denn sie sind solche, die keine Eide halten; vielleicht lassen sie ab. Wollt ihr denn nicht ein Volk bekämpfen, die ihre Eide brechen, versucht hatten, Gottes Gesandten aus seiner Wohnstätte zu vertreiben und zuerst mit Krieg begannen? Fürchtet ihr euch etwa vor ihnen? Gott ist es, Den ihr fürchten solltet, wenn ihr Gläubige seid. [31]


Wenn die Schafi Fuqaha den Vers nicht aus der Gesamtheit der Sure entrissen hätten, wären sie leicht zur Überzeugung gelangt, dass „Kafir“ zu sein kein Kriegsgrund sein kann.[32] Das wichtigste Prinzip, um eine folgerichtige, hermeneutische Vorgehensweise beim Koran darzulegen, ist, die Gesamtheit des Koran zu berücksichtigen und die Verse gemeinsam mit den früheren-späteren (siyak-sibak) Versen zu bewerten. Die Schafiiten haben versucht, ihre Thesen dadurch zu unterstützen, indem sie sagten, dass die Verse, welche das Kriegführen der Muslime an die Bedingung des Angegriffenwerdens festbinden, abrogiert worden seien (ihre Bestimmungen aufgehoben seien) und indem sie einige Ahadith benutzten.

Ahmet Özel äußert, dass die Aussage, die Verse bezüglich Cihad abrogierten einander, überhaupt keine wissenschaftliche Seite hat.[33] Die Behauptung, ein Teil des Koran hebe die Gültigkeit eines anderen auf (nasikh-mansukh), und die Rolle, welche die ahad-Ahadith in der religiösen bestimmenden Verfügung annehmen, gehört heutzutage zu den am intensivsten diskutierten Problemen im Islam. Da wir in unseren Händen keine Liste halten, die besagt, welche Verse abrogiert wurden oder nicht, haben diejenigen, die die Abrogation behaupten, das Auswahlrecht den Imamen [Anm. d. Übers.: religiöse Führer] der Madhabs überlassen. Muhammed Esed sagt, dass es für die Behauptung, im Koran gäbe es nasikh-mansukh, gar keine Koranische Quelle gibt und dass selbst nicht einmal ein diese Idee vertretender, zuverlässiger Hadith existiert.[34] Eine weitere, zu beachtende Vorschrift an diesem Punkt ist, dass aufgrund der Nasikh-Behauptungen versucht wurde, der Bestrafung ehebrechender Frauen durch Steinigung eine Grundlage zu geben, obwohl sie dem Koran vollkommen widerspricht. Falls wir in unserer hermeneutischen Vorgehensweise akzeptieren, beim Koran als Grundprinzip die Gesamtheit des Koran zu bewahren – wir denken, dass es so erforderlich ist -, so ist es nötig, sich gegen die Nasikh-Mansukh-Verfechter aufzulehnen, die sagen, dass ein Teil des Koran einen anderen Teil aufhebt, und die kein Kriterium hervorbringen, das alle annehmen können, um zu bestimmen, welche Teile abrogiert wurden. Damit einige Verse im Koran andere aufheben können, braucht es zwischen den Koranversen Uneinigkeiten. Diese Hypothese widerspricht den Versen, die bekunden, dass es im Koran keine Gegensätze gibt:

4:82 Denken sie etwa immer noch nicht gründlich über den Koran nach?! Und wäre er von einem anderen als Gott, hätten sie darin zweifellos viele Gegensätze (Widersprüche, Uneinigkeiten) gefunden.[35]


Außerdem gibt es, wie wir bereits zuvor betonten, sogar in den „zuverlässigsten“ Hadith-Büchern sehr viele erfundene Ahadith. Dieses Thema ist im Hinblick auf die Besprechungen in dieser Untersuchung besonders wichtig. Die Autorität der Fuqaha hat in der Praxis dem Koran gegenüber Vorrang erhalten. Denn sie meinen, dass die Verse abrogiert seien, die aber eigentlich ihren Auffassungen widersprechen, und sie wählen aus Bändern in einem viel größeren Volumen als der Koran Ahadith aus, die aus politischen Zielen erfunden wurden und die ihre eigenen Meinungen unterstützen. Die Deutungen dieser Fuqaha sollten wir unter Berücksichtigung der politischen Bedingungen zu ihrer Lebenszeit bewerten. Zu den Anfangszeiten des Islam wollten die Politiker das Potenzial der Menschen, die aufgrund Sippenstreitereien aufeinander herfielen, für neue Eroberungen ausnützen und diese Menschen gegen den Außenfeind Krieg führen lassen. Schließlich können wir sagen, dass die Entstehung der „Cihad“ Rhetorik eng mit den entwickelten, politischen Angelegenheiten zusammenhängt. Diese Rhetorik wurde nicht nur gegen Muslime verwendet; in vielen Situationen haben die Muslime einander als Kafir bezeichnend sich der „Cihad“ Rhetorik bedient, um die Massen gegen die Feinde zum Krieg bewegen zu können. Die Nasikh-Mansukh Behauptungen und die erfundenen Ahadith haben bei der Verschiebung der Bedeutung von „Cihad“ von der wahren Bedeutung im Koran zu „Krieg mit den Kafir“ eine wichtige Rolle gespielt; dies bedeutet in der Praxis hingegen dauerhafter Krieg.

Ein anderer Bereich der durch die erfundenen Ahadith, die Fatwas und die Behauptungen der Nasikh-Mansukh ermöglichten Probleme betreffen die Religionsfreiheit; Die Tötung der Muslime, die ihre Religion wechseln und es ablehnen, das Kontaktgebet zu verrichten und das Schlagen derjenigen, die Gottesdienste wie das Fasten nicht einhalten, sind von den besagten Lehren nur einige wenige. Hingegen lauten die Koranverse, die von der Grundlage der Religionsfreiheit sprechen, wie folgt:

2:256 In der Religion gibt es keinen Zwang. [36]

88:21-22 Nun aber ermahne-erinnere. Du bist nur ein Ermahner-Erinnerer. Du hast keine Gewalt oder Zwang über sie. [37]


Wenn es klar verstanden werden kann, dass es gemäß Islam kein Kriegsgrund ist, ein Angehöriger anderer Religionen zu sein und dass es im Islam keinen Zwang gibt, so wird dies für die Entwicklung der Kommunikation zwischen den Kulturen förderlich sein. Der Grund fürs erstere ist klar und deutlich, denn diese Behauptung (die Notwendigkeit, gegen Angehörige anderer Religionen Krieg zu führen) bedeutet, dauerhaft im Kriegszustand zu sein, was die Kommunikation unmöglich macht. Der Grund des zweiten hingegen ist gemäß dem ersten Grund indirekt. In erster Hinsicht erscheint dies als ein nur in islamischen Gesellschaften auftauchendes, inneres Problem. Es sollte jedoch nicht vergessen werden, dass es eine religiöse Pflicht ist, die Menschen zum Weg Gottes zu rufen (teblig).[38] Wenn einerseits die „Anderen“ zum Islam gerufen und andererseits die Apostaten in muslimischen Ländern getötet werden, kann es unter diesen Bedingungen nicht möglich sein, eine Kommunikation aufzubauen. (Einen zum Christentum Konvertierten wollte mensch Anfangs 2006 in Afghanistan wegen dieser Art von Verständnis töten.) Das falsche Verständnis von Cihad und der Glaubenszwang, die trotz der Koranverse in einer religiösen Verpackung präsentiert wurden, führen uns zur kommunikativen Pathologie. Dass eine Welt, in der zwischen den Kulturen keine Kommunikation hergestellt werden kann, eine mit Gewallt gefüllte sein wird, ist nicht allzu schwer vorauszusehen.

 

Koran und Kriegsethik

Es werden viele Diskussionen darüber geführt, ob die Koranische Vorgehensweise beim Krieg in ethischer Hinsicht annehmbar ist oder nicht. Die Haltung gegenüber des „Anderen“ – außer dem Ansatz des Friedenszustands – kann, wie wir bald zeigen, auf vier verschiedene Arten erfolgen. Eine Person, die die Ansicht vertritt, dass die Koranische Vorgehensweise nicht annehmbar ist, sollte zeigen, welche der anderen Alternativen richtiger ist. Wir sind der Überzeugung, dass die Haltung des Koran gegenüber Krieg -nicht die durch die gesamte Geschichte erlebte Haltung aller Muslime – aus ethischer Sicht akzeptabel und für einen gesunden Menschenverstand die angemessenste Vorgehensweise ist. Die besagten vier unterschiedlichen Vorgehensweisen sind wie folgt:

1- Ohne einen rationalen oder plausiblen Grund Krieg zu führen: Diese Situation steht, wie wir zuvor gezeigt haben, im Widerspruch zum Koran. In der Geschichte stehen die Thuggee mit einem entsprechenden Beispiel für diese Art von Benehmen. Sie haben nebst Verwandten und vielen Unschuldigen jene, die sie als Gelübde für die Göttin Kali fingen, getötet.[39] Es wird geschätzt, dass sie in den 1200 Jahren, in denen die Thugs ihre Existenz fortführten, bis zu einer Million Menschen getötet haben.[40]

2- Für rationale Gründe Krieg zu führen: Es besteht kein Zweifel, dass im Allgemeinen rationale Gründe wie ökonomische Interessen den wichtigsten Grund für die Kriege bilden. Jene, die aus rationalen Gründen Krieg führen, abgesehen von ihrer Sorge um Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit, kämpfen hauptsächlich, um Macht zu gewinnen und die gewonnene Macht aufrechtzuerhalten. Obwohl diese Vorgehensweise durch die Geschichte hindurch weit verbreitet Anwendung fand, wurde sie im Generellen aus philosophischer Sicht nicht gutgeheißen. Machiavelli wurde durch die offenkundige Unterstützung dieser Vorgehensweise berühmt[41] und nach ihm wurden in vielen philosophischen Ansätzen ähnliche Ideen ausgedrückt (z. B. im Sozialdarwinismus). Die Koranverse, die nur die Erlaubnis zum Krieg gegen einen Angriff erteilen (wie 22:39), sanktionieren diesen Ansatz nicht. Doch wie es in den Beispielen, die wir bislang untersucht haben, zu sehen war, wurde die Autorität des Koran, als Ergebnis seiner Verwendung für politische Belange der Religion, durch die Deutungen der Fuqaha und ihren Nasikh-Mansukh Behauptungen und ihr Gebrauch erfundener Ahadith überschritten. In vielen Situationen, bei denen das Volk zum Krieg ermutigt wurde, wurden die immer an Interessen angelehnten rationalen Gründe mit der religiösen Rhetorik verschleiert und es wurde verfochten, dass der Krieg an vernünftige Gründe anlehne.

3- Pazifismus unter allen Bedingungen: Der Koran gibt der Vergebung gegenüber der Bestrafung Vorrang und ist gleichzeitig gegen einen absoluten Pazifismus. Dies können wir aus den unten zitierten Versen verstehen:

41:34 Gut und Böse können nicht gleich sein. Wehre (das Böse) in bester Art ab und du wirst dann sehen, dass derjenige, zwischen dem und dir Feindschaft war, wie ein warmer Freund wird. [42]

42:43 Wer sich in Geduld übt und verzeiht, gewiss, dies gehört zur sich lohnenden Entschiedenheit in den Angelegenheiten. [43]


Der Koran gibt der Vergebung Vorrang, billigt jedoch nicht, in jeder Situation passiv zu sein. Der individuell – wie im Beispiel von Ghandi – oder der von einer kleinen Gesellschaft angewandte Pazifismus sollte vom Pazifismus einer Gesellschaft, die total zu vernichten versucht wird, unter unterschiedlichen Perspektiven behandelt werden. Als die Muslime angegriffen wurden, mit der Absicht, sie zu vernichten, wurden sie zum Krieg aufgerufen. Ein absoluter Pazifismus wird die Widerspenstigkeit der Angreifer erhöhen und bedeutet auch, zu erlauben, dass Kinder, Frauen und Ältere getötet werden. Deshalb ist solch ein Pazifismus sowohl gegen den gesunden Menschenverstand als auch problematisch in ethischer Hinsicht.

4- Für vernünftige Gründe Krieg zu führen: Die Koranverse erlauben den Krieg in einer Situation, in der vernünftige Gründe vorhanden sind, und dieser vernünftige Grund ist, angegriffen zu werden. (Jene, die den Krieg gegen alle Nichtmuslime für legitim erachten, haben die Suche nach vernünftigen Gründen sinnlos gemacht und haben dadurch die Freiheit erlangt, den Krieg gegen diejenigen zu führen, gegen die sie wollen.) Die Koranische Haltung, die Kriegserlaubnis abhängig von Angriff zu erteilen, ist aus ethischer Sicht innerhalb der oben aufgezählten Möglichkeiten die für den gesunden Menschenverstand geeignetste und folgerichtigste. Auch im internationalen Recht wird die Notwehr unter den natürlichsten Rechten der Menschen aufgezählt. Laut Artikel 51 im Abkommen der Vereinten Nationen besitzen diejenigen, die angegriffen werden, das Recht zur Notwehr.[44]

Es hat sicher solche gegeben, die sich darüber wunderten, wieso im Koran, selbst wenn es im Kriegszustand sein sollte, Formulierungen über die Erlaubnis zum Töten von Menschen vorkommen. Dass eine realistische Religion Aussagen über ungewollte aber manchmal unvermeidbare Situationen wie Krieg macht, ist sehr wichtig. Der Islam hat das Töten verboten; wenn folglich im Koran der Krieg nicht als eine Ausnahmesituation bezüglich Töten gezeigt worden wäre, dann hätte mensch zur Schlussfolgerung gelangen können, dass der Islam einen absoluten Pazifismus unterstützt.

Nebst der Bedingung, dass zuerst die andere Seite angreift, um Krieg führen zu dürfen, gibt es auch weitere wichtige Punkte, die das Thema „Krieg“ betreffen. Einer dieser wichtigsten ist es, dass es außerhalb Mohammed keinen Mensch gibt, dessen Entscheidungen mit Offenbarung bestätigt werden. Deshalb kann kein Mensch behaupten, in einer epistemologisch unterschiedlichen Lage zu sein, und verfechten, dass seine Entscheidungen bezüglich Krieg unantastbar seien. In der Geschichte haben viele religiöse Autoritäten unterschiedlicher Religionen behauptet, dass sie vom Rest des Volkes eine differierende epistemologische Stellung haben. Zum Beispiel hat die Kirche erklärt, dass ihre epistemologische Position von der Gesellschaft anders sei, indem sie behauptete, unter dem Schutze des Heiligen Geistes (Gabriel) zu stehen, und damit versucht, die Richtigkeit all ihrer Entscheidungen und Ansichten zu fundieren. Obwohl der Koran solch ein Benehmen nicht billigt, gab es sicher auch in der Islamischen Welt jene, die ähnliche Behauptungen aufstellten. Einige Menschen wurden als Heilige angesehen und dass sie deshalb ein in ihren epistemologischen Stellungen vom Volk unerreichbares, spezielles Wissen besitzen, und es wurde verfochten, dass alle Entscheidungen dieser Personen unumstritten angenommen werden sollten. Wenn eine Person nebst der Behauptungen der Heiligkeit auch noch als Mahdi akzeptiert wird, dann wird sich die Anhänglichkeit ihm gegenüber noch vergrößern. Diese Glaubensarten wurden und könnten auch zukünftig zum Grund werden, dass die Kriegserklärungen dieser in einer speziellen Position geglaubten Personen unumstritten als richtig akzeptiert und die Diskussionen unterlassen werden, ob diese Kriege gegensätzlich/übereinstimmend zum Koran oder gerecht/ungerecht sind.

Der Glaube, dass eine Persönlichkeit wie der Mahdi gegen das Weltende erscheinen wird und den Islam zum Sieg führen wird, indem er gegen die Ungläubigen kämpft, gibt es sowohl im Sunnismus als auch im Schiitentum. Die Schiiten – generell gesehen – behaupten, dass sich diese Persönlichkeit seit einer langen Zeit von über 1100 Jahren versteckt. Die Angelegenheit des Mahdi ist im Schiitentum dermaßen wichtig, dass diese selbst im Glauben, dass Khomeini sein Vertreter sei, bis der Mahdi erscheint, eine Rolle gespielt hat. Dies, damit ‚Ayatollah‘ Khomeini in Wahrheit genug Macht besitzt, eine Revolution zu führen. Im Sunnismus hingegen haben Tausende Führer von verschiedenen Gemeinden sich selbst als Mahdi ausgerufen. Die Person, die als Mahdi angesehen wird, gewinnt über seine Anhänger eine große politische Macht. Aus der Weberschen Perspektive betrachtet sind die Mahdi die absolutesten Modelle von charismatischen Autoritäten. Der bei Diskussionen über die Ursprünge des Terrorismus immer erwähnte Hasan Sabbah hat auch diesen Glauben ausgenutzt.[45] Im Koran gibt es dagegen nicht einen einzelnen Vers über den Mahdi. Die meisten der modernen Untersuchungen über die Ahadith haben bewiesen, dass die Ahadith bezüglich Mahdi erfunden sind und für politische Zwecke aufgeworfen wurden.[46] Wenn wir in Erinnerung halten, dass Gerüchte verbreitet werden, dass Usame bin Laden der Mahdi sein könnte, dann kann die Wichtigkeit des Themas vielleicht besser verstanden werden.[47] Letzten Endes genehmigt der Koran nicht, dass irgendein Mensch nach Mohammed epistemologisch gesehen eine Sonderstellung einnehme. Folglich kann eine ungerechte Kriegserklärung nicht dadurch legitimiert werden, indem einigen Menschen gehobene epistemologische Eigenschaften zugeschrieben werden.

Zusammen mit den Bedingungen für eine Kriegseröffnung im Hinblick auf die Kriegsmoral ist auch die Art der Kriegsführung (jus in bello; Recht im Krieg) wichtig. So wie in einem, trotz aus vernünftigen Gründen begonnenen Krieg ungerechte Aktionen begangen werden können, so kann auch ein ungerecht begonnener Krieg trotzdem auf eine gerechte Weise fortgeführt werden. Folgender Koranvers sollte berücksichtigt werden, wenn auf das Thema der Art der Kriegsführung aufmerksam gemacht wird:

2:190 Und kämpft auf dem Weg Gottes gegen jene, die euch bekämpfen, doch überschreitet das Maß nicht, denn Gott liebt die Maßlosen nicht.[48]


Wie deutlich gesehen werden kann, sagt der Koran nicht, während er die Erlaubnis zum Krieg gegen die Angreifer erteilt, dass nach Kriegsbeginn alle Wege zulässig sind, sondern ermahnt im Gegenteil dazu, im Kriegszustand das Maß nicht zu übertreten. Jeder Krieg bildet ein neues Phänomen. Auch der Unterschied zwischen alten und neuen Kriegsmitteln erschwert die Diskussion, wie der Krieg geführt werden soll. Dass der Koran hinsichtlich der Kriegsführung außer bestimmten Grundprinzipien keine Einzelheiten gibt, ermöglicht die Flexibilität, für die Bedingungen der Zeit angemessene Methoden zu entwickeln. Wie es John Kelsay, der das Thema „Islam und Krieg“ aus der vergleichenden Sicht der Arbeiten über Moral behandelt, sagt: „Der Beitrag der Islamischen Welt für die Bedingungen, wie der moderne Krieg geführt werden sollte, ist immer noch in Entwicklung.“[49] Die Formulierungen im Koran, die wir auf den kommenden Seiten behandeln werden und die zeigen, dass Abkommen mit allen „Anderen“ gemacht werden kann, können mit dem Thema bezüglich der Kriegsführung vereint werden.

So wie es im Koran Prinzipen bezüglich Kriegseröffnung und -führung gibt, wird auch ausgesagt, dass der Krieg nicht fortgeführt werden soll, wenn die Gegnerseite den Frieden will. Zwei Verse hinsichtlich dieses Themas lauten wie folgt:

8:61 Und wenn sie zum Frieden geneigt sind, so sei auch du ihm geneigt und vertraue auf Gott. Er ist der Allhörende, der Allwissende. [50]

60:8 Gott verbietet euch nicht, gegen jene, die euch des Glaubens wegen nicht bekämpfen und euch nicht aus euren Heimstätten vertreiben, gütig zu sein und gegen sie gerecht zu handeln. Denn Gott liebt jene, die gerecht handeln. [51]


Wir können sagen, dass der Islam in derselben Richtung Befehle erteilt hat, wie es John Rawls – die meisten, die über Kriegsmoral schrieben, teilen dieselben Ansichten – sagt: „Keine Regierung hat das Recht zum Krieg aufgrund rationaler Gründe, außer wenn vernünftige Gründe existieren.“[52] Wir müssen allerdings zwischen den Muslimen und dem Islam eine klare Unterscheidung vornehmen. Ganz gleich, wie sehr die Muslime die Folger der Religion des Islam sein können, haben auch sie schlussendlich rationale Interessen, die bei den meisten häufig vor die religiösen Pflichten treten; eigentlich waren es meistens die Interessen der politischen Elite, die das Volk mobilisiert haben. Die Fuqaha und Muftis haben auch in vielen Situationen, in denen der Krieg rationale Gründe hatte, Fatwas erteilt, die besagen, dass die Kriege aus religiösen Gründen notwendig seien. Diese Fatwas zu erhalten war wichtig, denn dadurch konnte der Krieg in den Augen des in den Krieg ziehenden Volkes legitimiert werden. Außerdem nutzten sie die Ontologie und die Eschatologie des Islam aus, um die Menschen zu mobilisieren. Laut der Islamischen Ontologie und Eschatologie gibt es nur Einen Gott, der alles erschaffen hat und allmächtig ist. Gott hat nach dieser Welt im Jenseits ein ewiges Leben vorbereitet und jedermanns Platz im Leben im Jenseits wird durch die in dieser Welt begangenen Taten bestimmt. Gemäß Islam wird den Märtyrern, die im Krieg fallen, der im Namen Gottes geführt wurde, im Jenseits das Paradies verheißen. Abschließend beinhaltet der Islam eine Ontologie und Eschatologie, welche die aus den weltlichen Belangen gegründeten schädlichen Absichten bewältigt. Nach dem Islamischen Glauben werden die Märtyrer die Möglichkeit gewinnen, ein vollkommenes ewiges Leben zu führen, indem sie ihr kurzes weltliches Leben aufgeben. Diejenigen, die wegen ihrer rationellen Macht Krieg führen wollen, haben diese Ontologie und Eschatologie benutzt, um zu versuchen, die Massen für den Krieg zu mobilisieren. Als Ergebnis wurde Cihad als ein Überzeugungsmechanismus verwendet und dies ist der Grund, wieso wir sagen, dass Cihad als eine Rhetorik benutzt wurde.

 

Abkommen und kommunikative Handlung gemäß Koran

Kant, der das Verständnis von Hobbes verfolgt, sagt: „Der Friedenszustand unter Menschen, die neben einander leben, ist kein Naturstand (status naturalis), der vielmehr ein Zustand des Krieges ist, das ist wenn gleich nicht immer ein Ausbruch der Feindseligkeiten, doch immerwährende Bedrohung mit denselben. Der fortwährende Friedenszustand muss also gestiftet werden.“[53] Es ist unmöglich, in einer Welt, in der die Kriege die schmerzhaften aber unvermeidbaren Wahrheiten der Menschheit sind, die Entwicklung einer friedlichen Umgebung zu gewährleisten und die Kriege zu überwinden, wenn keine ergiebige Kommunikation vorhanden ist. Deswegen ist es äußerst wichtig, die Ansichten über das Thema im Islam, eine Kommunikation mit den „Anderen“ und besonders mit dem Feind herzustellen, zu verstehen.

Der Prophet Mohammed hat das Abkommen von Hudeybiye mit den Polytheisten unterzeichnet und trotz einiger Unzufriedenheiten der Muslime in seiner Umgebung hat er dieses Abkommen eingehalten.[54] Aber als die Polytheisten das Abkommen brachen, haben auch die Muslime aufgehört, den Vertrag zu erfüllen. Selbst in dieser Situation haben die Muslime nicht den Vertrag gegenüber allen Polytheisten gebrochen und sich gegenüber den Polytheisten, die sich immer noch ans Abkommen hielten, dem Abkommen entsprechend verhalten.[55] Diese Situation wird in diesem Vers deutlich gesehen:

9:4 Davon sind diejenigen Polytheisten ausgenommen, mit denen ihr ein Abkommen habt und die nichts ausgelassen und die keine anderen gegen euch unterstützt haben. Diesen gegenüber haltet den Vertrag bis zum Ablauf der Frist ein. Gott liebt die Rechtschaffenen. [56]


Die Koranverse, welche die Muslime ermahnen, ihre Versprechungen/Eide zu erfüllen, sind sehr wichtig, da sie die Bedeutung zeigen, dass die Muslime gegenüber ihrem unterzeichneten Abkommen treu bleiben müssen. Der untere Vers ist auch ein Beispiel dafür:

17:34 Und seid euren Verträgen treu! Denn die Verträge sind eine Verantwortung. [57]


Dass die Muslime die gemachten Abkommen erfüllen müssen trägt eine dermaßen große Bedeutung, dass selbst dann die vorher gemachten Abkommen berücksichtigt werden müssen, wenn sie anderen Muslimen helfen wollen. Zwei relevante Verse lauten wie folgt:

4:90 Nur diejenigen, die Zuflucht bei einem Volk suchen, mit denen ihr ein Abkommen habt, oder die zu euch kommen, weil ihre Herzen davor zurückschrecken sowohl gegen euch als auch gegen ihr eigenes Volk zu kämpfen, sind unverletzlich. Und hätte Gott gewollt, hätte Er sie gegen euch aufgebracht, damit sie sicherlich gegen euch gekämpft hätten. Darum, wenn sie sich von euch fernhalten und nicht gegen euch kämpfen, sondern euch Frieden bieten, dann hat Gott euch keinen Grund gegen sie gegeben. [58]

8:72 Wahrlich, die Gläubigen und die Auswanderer und jene, die mit ihrem Gut und ihrem Leben auf dem Wege Gottes Cihad betreiben, und jene, die den Auswanderern Herberge und Hilfe geben – diese sind einander Freund. Für den Schutz derjenigen aber, die glaubten, jedoch nicht ausgewandert sind, seid ihr keineswegs verantwortlich, bis sie auswandern. Aber wenn sie in Glaubensangelegenheit eure Hilfe suchen, dann ist das Helfen eure Pflicht, (es sei denn) gegen ein Volk, zwischen dem und euch ein Bündnis besteht. Und Gott sieht euer Tun. [59]


Es wurde nicht ausreichend verstanden, dass die über die Abkommen gemachte Betonung im Koran für die heutigen Angelegenheiten sehr wichtig sein kann. Dies zu betonen ist einer der Gründe für das Schreiben dieses Artikels. Aus den Koranversen ist zu sehen, dass sogar mit denen ein Abkommen gemacht wurde, die die Feinde des Propheten waren, und dass die Muslime sich den Bedingungen dieses Abkommens angepasst haben. Das davon abzuleitende Prinzip ist es, dass es keinen Feind gibt, mit dem die Muslime niemals zu einer Übereinkunft gelangen könnten; die Identität des Feindes kann nicht als Grund akzeptiert werden, kein Abkommen zu machen.

Laut Islam war der Prophet unter dem besonderen Schutze Gottes und seine Richtigkeit gegen seinen Feind wird mittels Offenbarung (Koran) von Gott bestätigt. Die Ansicht, dass es außer ihm jemanden gäbe, der eine epistemologische Sonderstellung besitzt, kann nicht mit dem Koran unterstützt werden. Das daraus ergebende Fazit ist, dass kein Mensch mit seinem Charisma über die Massen an die Stelle der Koranangaben treten, die den Frieden dem Krieg vorziehen, und die Abkommen, die bei der Herstellung und Sicherung einer friedlichen Umgebung ein Hilfsmittel sein kann, aussetzen lassen darf. Dass diese Person eine aus der Geschichte stammende Person oder dass sie eine lebende charismatische Persönlichkeit ist, ändert nichts an der Situation.

Außerdem ist jede Uneinigkeit ein neues Phänomen. Die Ähnlichkeiten vorhandener Uneinigkeiten zu den im Koran geschilderten Ereignissen müssen auf jeden Fall berücksichtig und bewertet werden. Es sollte allerdings nicht vergessen werden, dass diese Ereignisse nicht vollkommen mit den im Koran besprochenen geschichtlichen Phänomenen übereinstimmen. Die Kriegserklärung im Notfall ist nur dann möglich, wenn die Hauptprinzipien im Koran als Grundlage eingehalten werden. Doch die Kriegserklärungen zur Zeit des Propheten und die außerdem gemachten menschlichen Behauptungen, dass der Krieg nötig sei, sind nicht mit derselben Sicherheit richtig, denn beim Zweiten gibt es keine Göttliche Offenbarung. Da mit dem Koran die Offenbarung, die zu den Muslimen kam, beendet wurde, kann fortan keine Cihaderklärung wie die zur Zeit des Propheten unbestreitbar sein. Das aus diesem Zustand abzuleitendes Ergebnis ist die Notwendigkeit, dass die Muslime eine kritische Haltung entwickeln müssen gegenüber Kommentaren, dass der Krieg nötig sei. Diese Sichtweise ist äußerst wichtig, damit die rhetorisierte Verwendung der religiösen Begriffe wegen politischen und individuellen Belangen vermieden werden kann.

Die Muslime glauben aufgrund ihrer Ontologien und ihrer epistemologischen Annäherung gegenüber der Offenbarung an die Existenz universaler Wahrheiten. An diesem Punkt ist die Vorgehensweise der Muslime unterschiedlich zu der von Habermas, der die übermäßigen ontologischen Wahrheiten nicht akzeptiert. Doch auch die Muslime wissen, dass die von ihnen akzeptierten universalen Wahrheiten nicht von jedem als Wahrheiten akzeptiert sein werden. Ist es dann möglich, dass die Muslime mit den „Anderen“ eine Kommunikation aufbauen? Die oben zitierten Verse zeigen, dass dies möglich ist und wenn erforderlich, selbst mit dem Feind eine Kommunikation hergestellt werden kann. Abkommen zu machen bedeutet, mit dem „Anderen“ mittels Sprache in Kontakt zu treten, zu akzeptieren, dass der „Andere“ als der „Andere“ bleiben wird (dies widerspricht dem Verständnis der Schafi vollkommen), trotz der verschiedenen Ontologie und Epistemologie des „Anderen“ einen Kompromiss einzugehen und den übereingekommenen Punkten treu zu bleiben. In der Philosophie ist die Formulierung „kommunikative Handlung“ am meisten durch Habermas berühmt geworden; seiner Meinung nach sollte die Sprache für die „kommunikative Handlung“ als Instrument gebraucht werden, um zur Lösung zu gelangen, und die Parteien sollten es anstreben, zu einer Einigung zu gelangen.[60] Zur Einigung zu gelangen ist der geforderte, am Schluss des kommunikativen Prozesses zu erreichende Zweck. Deswegen ist es von besonderer Wichtigkeit, dass im Koran die Möglichkeit des Abkommens mit den „Anderen“ betont wird, denn dadurch wird die Legitimität und Notwendigkeit des Ablaufs vor der Übereinkunft auf eine klare Weise verdeutlicht.

 

Der Unterschied zwischen Quelle und mobilisierendes Merkmal zu sein

Rapoport hat Recht, wenn er sagt, dass Religionen sowohl Gewalt vermindernde als auch Gewalt fördernde Aspekte haben.[61] Dennoch denken wir entgegen vieler Leute, dass die Behauptung, die Quelle der meisten Kriege in der Geschichte seien die Religionen, ungerechtfertigt ist. Der erste zu beachtende Punkt ist, dass ein Großteil der geschriebenen Geschichte eine Geschichte der Kriege ist und dass es zweifellos viele mutmaßlich vorhandene Kriege gibt, die aufhörten, doch davon wird in den Geschichtsbüchern nicht geschrieben. Falls die Schuld der ausgebrochenen Kriege den Religionen zugeschrieben wird, sollten dann nicht auch die Religionen für die verhinderten Kriege gelobt werden? Wenn religiöse Institutionen verantwortlich für die Kriege sind, sind sie dann nicht auch verantwortlich für den Frieden? Jene, die die Schuld der geführten Kriege den Religionen zuschreiben, verweigern den Religionen das Lob für die gestoppten/verhinderten Kriege; weil die Geschichtsbücher sowieso fast keine Informationen der verhinderten Kriege beinhalten, ist dies auch nicht allzu möglich. Da nur die Geschichte der eingetretenen Kriege bekannt ist, ist es aus diskursiver Sicht schwer, eine unterschiedliche Sichtweise zu entwickeln. Zudem ist der zu erinnernde Punkt der, dass das 20. Jahrhundert die Zeit war, in der die Religionen in der bekannten Geschichte den kleinsten Einfluss auf das Volk hatten, in der aber die Anzahl der Menschen, die in den Kriegen gestorben sind, die höchste ist. Im Großteil der Menschheitsgeschichte war das wichtigste Merkmal, das dem menschlichen Leben eine Richtung gab, die Religion. Aus diesem Grund ist es, dass mensch sich gezwungen sah, religiöse Rhetorik zu gebrauchen, um die Massen zum Krieg zu mobilisieren, ganz gleich, welche die wahren Gründe für die Kriege waren. Wäre in vielen Situationen diese Rhetorik nicht gewesen, wäre Krieg unmöglich gewesen. So wie es die Historiker in unzähligen Ereignissen gezeigt haben, liegt die Hauptursache für viele aus religiöser Rhetorik geführte Kriege im Wunsch, die ökonomische und politische Macht zu erweitern. Wie bereits Hans Morgenthau mit seiner Theorie des „politischen Realismus“ (political realism) vorgebracht hat, sind die Machtkalküle der Menschen, die nicht rational, objektiv und emotional sind, die wahre Quelle des Krieges geworden.[62]

Die Religionsmoral, welche die Vorgehensweise des die ethischen Besorgnisse nicht mitberücksichtigenden politischen Realismus behindert, wurde im Allgemeinen mit den Interpretationen der „Religionsgelehrten“ überwunden und die engen Beziehungen zwischen diesen „Religionsgelehrten“ und den politischen Autoritäten haben darin eine wichtige Rolle gespielt. Kant nimmt die Unterscheidung zwischen dem „moralischen Politiker“ und dem „politischen Moralisten“ vor. Der erstere von beiden ist die Person, die die politischen Prinzipien der Moral so kommentiert, dass sie der Moral entspricht. Der andere hingegen ändert die moralischen Regeln so, dass sie zu seinem eigenen Vorteil sind.[63] Die Hauptabsichten der „politischen Moralisten“ sind die Maxime die Macht des „politischen Realismus“ zu sichern und zu erweitern. Die rhetorisch verwendeten religiösen Begriffe wurden in den Händen der „politischen Moralisten“ als Instrumente des „politischen Realismus“ gebraucht. Deshalb können wir sagen, dass in vielen Beispielen, von denen geglaubt wird, dass die Kriege im Namen der Religion geführt wurden, eigentlich die religiöse Rhetorik verwendet wurde, um die Massen lediglich zu mobilisieren. Obwohl es Fälle gibt, in denen die ethischen Werte gesiegt haben, wurde die Gegebenheit, wie bereits oben erwähnt, dass die Geschichte eigentlich eine Geschichte der Kriege ist, zum Grund, dass diese Beispiele nicht so sehr Aufmerksamkeit erlangt haben. Nach unserer Auffassung ist die religiöse Vorgehensweise gegenüber der des „politischen Realismus“ in der Absicht, den Weltfrieden herzustellen, um einiges vorteilhafter. Denn die erste besagt, dass es wichtigere Belange gibt als weltliche Interessen, wohingegen die zweite aussagt, dass wenn nötig Krieg geführt werden soll, um Macht zu erlangen, und dass das Ziel des Machtgewinns in dieser Welt ohne die Berücksichtigung emotionaler Vorgehensweisen wie ethische Werte verwirklicht werden soll. Deshalb ist es eine Notwendigkeit, dass im kommunikativen Prozess, der für die Entstehung der für das Herstellen und Sichern des Friedens nützlichen Institutionen erforderlich ist, aus allen großen Weltreligionen Nutzen gezogen wird, entgegengesetzt zur Vorgehensweise der „politischen Realisten“. Denn diese scheut sich nicht davor, den Weltfrieden in Gefahr zu bringen wegen rationalen Berechnungen wie ökonomische Interessen.

Wir denken, dass das Thema, ob der Islam in Gewalthandlungen die Quelle oder das Mobilisierungsmerkmal ist, gut differenziert werden sollte. Wir beobachten, dass viele Personen ohne diese Differenzierung vorzunehmen den Islam in vielen Ereignissen als Quelle der Gewalt zeigen, bei denen der Islam als Bestandteil der Mobilisierung verwendet wird. Dass der Islam die Quelle der Gewalt ist, heißt, dass die Gewalt nur aufgrund dessen ersteht, weil sie vom Islam befohlen wird. Denn der Islam ist für die Muslime die Quelle bezüglich vieler Handlungen und Verbote, wie z. B. der Befehle wie „verrichtet das Kontaktgebet“ und „fastet“ und der Verbote wie „esst kein Schweinefleisch“; der „ausreichende Grund“ der erwähnten Befehle ist der Islam. Die einzige Quelle, welche gewährleistet, dass das besagte Benehmen der Muslime eingehalten wird und dass sie von den Verboten fern bleiben, ist der Islam. Wenn wir allein die von Muslimen geführten Verteidigungskriege außer Acht lassen, können wir sagen, dass beinah hinter allen Kriegen ein ökonomischer oder politischer Grund lag. Selbst bei den vielen Verteidigungskriegen, welche die Muslime führten, können wir nicht sagen, dass der Islam wie im Sinne der Befehle „beten“ und „fasten“ die Quelle war. Wenn auch viele angegriffene Völker nicht Muslime waren, kann allemal gesagt werden, dass diese bei einem Angriff einen Verteidigungskrieg beginnen werden. Wenn außerdem bestimmte politische oder ökonomische Probleme nicht erlebt worden wären, wären die meisten der Kriege, von denen angenommen wird, sie seien im Namen des Islam geführt worden, gar nicht eingetroffen. Das heißt, der Islam ist nicht der „ausreichende Grund“ dieser Kriege. Eigentlich ist der Islam meist nicht die Quelle der mit der islamischen Rhetorik geführten Kriege und Gewalthandlungen; jedoch wurde er als Mobilisierungselement verwendet.

Nebst den auf dem Weg der Kommunikationsherstellung zwischen den Kulturen unter die Lupe zu nehmenden theologischen, moralischen und philosophischen Problemen, sollte auch versucht werden, die konkreten Fragen der zentralen Probleme zu lösen. Laut Huntington ist das Hauptproblem zwischen den Kulturen nicht ökonomischer Herkunft, sondern kultureller und religiöser, das heißt, der Grund für den Zusammenprall der Kulturen ist, verschiedenen Religionen anzugehören.[64] Dieser Ansatz ist eine Ursache dafür, dass die ökonomische Dimension der Probleme zwischen dem Westen und den muslimischen Ländern nicht ausreichend verstanden werden kann. Habermas lehnt die Vorgehensweise von Huntington ab, denn er ist der Überzeugung, dass der Grund der aus der Globalisierung entstandenen Kommunikationsprobleme nicht die Kultur, sondern die Ökonomie ist.[65] Die muslimischen Länder sind unter den ärmsten Ländern der Welt, obwohl sie im Besitz der reichsten Erdgas- und Erdölquellen der Welt sind. Obwohl 22% der Weltbevölkerung muslimisch ist, werden nur 3.8% der Erträge auf der Welt von Muslimen produziert.[66] Bei einem wichtigen Teil der Muslime, die denken, dass sie ökonomisch gesehen ausgebeutet werden und dass ihnen in Palästina Unrecht getan wird, hat sich gegen den Westen ein Gefühl des Hasses gebildet. (In diesem Artikel wird nicht darüber diskutiert, ob die Muslime ökonomisch ausgebeutet werden oder nicht oder ob ihnen in Palästina Unrecht getan wird oder nicht. Es ist aber klar, dass ganz egal, wie die Vorgehensweise in diesen Themen auch aussieht, ohne die allgemeine Mentalität der Mehrheit der Muslime zu verstehen, kein kommunikatives Verfahren entwickelt werden kann, das die Probleme lösen wird.) Das Hassgefühl beschädigt die Kommunikation zwischen den Kulturen und dieses Gefühl wird von den Gewalthandlungen verwirklichenden Gruppen oder Regierungen genutzt.

So wie auch Habermas darauf aufmerksam macht, können wir sagen, dass die elementarsten Probleme der gegen muslimische Regierungen gerichteten oder im Namen des Islam begangenen Gewalthandlungen ökonomische Angelegenheiten sind. Wird aus aus der Perspektive der Glaubens- und Kulturerben betrachtet, entstammen alle beide dem abrahamitischen Brauch. Die westliche und islamische Kultur sind einander viel näher, als viele der anderen Kulturen der Welt. Wenn einige islamische Gruppen gegen den Westen – wie Huntington andeutete – nur aufgrund des Religions- und Kulturunterschieds Gewalt anwenden würde, wäre es dann nicht erforderlich gewesen, dass sie zuerst Japan oder China angreifen, die im religiösen Sinne um einiges unterschiedlicher als sie selbst sind? Oder würden sie Gewalt gegen einige Länder anwenden, nur weil sie westlich oder christlich sind, müssten sie ihr Benehmen gegenüber Amerika und England nicht auch gegen die Schweiz und Brasilien richten? Gemäß Huntington ist das Hauptproblem des Westens nicht der islamische Fundamentalismus, sondern der Islam selbst. Jene, die seinen Ansatz teilen, könnten versuchen, die Kultur der muslimischen Welt gewaltsam zu ändern oder alle Möglichkeiten nützen, ihr ihre eigenen Kulturen aufzuerlegen. Doch derartige Bemühungen werden nur der Auslöser neuer Gewalthandlungen sein. Wie Abdul Aziz Said und Meena Sharify Funk in einem ihrer Artikel sagen: „Huntingtons Modell ist voll von Behauptungen, welche die kulturell-vorrangige Bedingung voraussetzen, dass die gesamte Welt sich den Normen des Westens anpassen muss für eine geordnete, sichere und stabile Welt. Falls die anderen es nicht schaffen, sich anzupassen, dann werden die Probleme und/oder Zusammenstöße unvermeidlich werden.“[67] Andererseits versuchen jene, die wie Habermas denken, die ökonomischen Probleme zu lösen. Wenn die Quelle des Problems falsch bestimmt wird, wird auch die angewandte Behandlung falsch sein. Viele Personen versuchen, den Islam als wahres Problem darzustellen und die These der „Zusammenprall der Kulturen“ wird als Mittel gebraucht, um den Zusammenprall der Kulturen auftreten zu lassen.

 

Außergewöhnliche Dringlichkeitsausnahme

Jene, die die Gewalt nicht aus den Händen geben wollen, gebrauchten und gebrauchen manchmal „Terror“ und an anderer Stelle „Cihad“ als Rhetorik, damit die Massen die Legitimität der Kriege akzeptieren und damit sie gegen den Feind mobilisiert werden. Während die Einen auf der einen Seite der Welt von den Medien, der ökonomischen Macht und den mit der letzten Technologie hergestellten Waffen Nutzen ziehen, versuchen die Anderen auf der anderen Seite der Welt den elektronisch ausgerüsteten Truppen mit der Guerilla Kriegstaktik zu antworten. Diejenigen, die „Terror“ als Rhetorik verwenden, wollen, dass all ihre Handlungen diskussionslos akzeptiert werden. Ebenso versuchen diejenigen unbestreitbar zu sein, die „Cihad“ als Rhetorik verwenden, mit der Behauptung, dass gegen sie vorzugehen gleich sei wie gegen den Islam vorzugehen. Beide Seiten versuchen die Einwände mit ihren eigenen Rhetoriken („Terror“ und „Cihad“) zum Schweigen zu bringen. Die eine Seite, die den Ländern den Krieg eröffnet, um ihren gebrochenen Stolz wiederherzustellen, da sie die unter den Zivilisten versteckten Täter nicht fangen konnten, wird zum Anlass, dass Zivilisten sterben. Die andere Seite hingegen wird zum Grund, dass Tausende von Zivilisten sterben, da sie Angriffe auf zivile Ziele arrangieren, um Rache an ihren Gegnern zu nehmen, deren technologische Überlegenheit unumstritten ist. Abschließend sterben auf beiden Seiten Kinder, Frauen und Menschen, die vom Geschehen nichts mitbekommen. Das Kantsche Prinzip „Es soll sich kein Staat im Kriege mit einem andern solche Feindseligkeiten erlauben, welche das wechselseitige Zutrauen im künftigen Frieden unmöglich machen müssen.“[68] wird ständig gebrochen. Die eigentliche Gefahr ist, dass die heutigen Erlebnisse in der Zukunft Auslöser für noch größere und unaufhaltbare Ereignisse ist. Um sich aus dieser ziemlich gefährlichen Sackgasse zu befreien, scheint es keine andere Lösung als die Herstellung eines fruchtbaren Kommunikationsprozesses zwischen den Kulturen zu geben.

Jene, die mit der Rhetorik von „Cihad“ bzw. „Krieg gegen Terror“ zum Anlass für das Sterben der Zivilisten werden, schieben verschiedene Gründe vor, damit ihre Verhaltensweisen akzeptiert werden. Dies sind generell mit dem Ausdruck von Michael Walzer „mit dem Rücken zur Wand“ (back to the wall) Argumente; wenn es also im Krieg hoffnungslos und unpraktisch wird, mit den gewohnten Wegen der Abwehr zu widerstehen, dann wird jeder Weg zum Sieg zulässig.[69] Das von Walzer gegebene Beispiel aus der Geschichte ist das England der 1940er: Aufgrund der Wahrscheinlichkeit, dass die Nazi Drohung sie vernichten könnte, ist die Situation der „außergewöhnlichen Dringlichkeit“ entstanden, die es erfordert, dass die Rechte der unschuldigen Menschen außer Acht gelassen werden und das Kriegsabkommen gebrochen wird.[70] Walzer sagt: „Sie konfrontieren uns mit der Notsituation und die Not kennt keine Regel.“[71] Und Rawls erkennt die „außergewöhnliche Dringlichkeitsausnahme“ an. Rawls sagt: „Diese Ausnahme erlaubt uns – in einigen speziellen Situationen – die definitiv bestimmten Zustände der Zivilisten wegzulegen, welche sie unter normalen Bedingungen daran hindern, während einem Krieg unmittelbar einem Angriff zu begegnen.“[72] Wie auch Andrew Fiala darauf hinwies, eine der philosophischen Thesen ist der Ansatz der „außergewöhnlichen Dringlichkeitsausnahme“, die verwendet wird, um „Krieg gegen Terror“ durchsetzen zu können.[73] Doch im Zustand „mit dem Rücken zur Wand“ können ebenso die Verfechter von „Krieg gegen Terror“ wie die Verfechter von „Terror“ die These der „außergewöhnlichen Dringlichkeitsausnahme“ gebrauchen, um ihre Aktionen zu rechtfertigen. Andererseits sind für die Vertreter der „Ausnahmen nicht akzeptierenden“ Kantschen Moral[74], ganz gleich aus welchem Grund auch immer, beide Parteien im Unrecht, die zum Anlass wurden, dass Zivilisten sterben. Diese Darstellung wird aus philosophischer Sicht zu ironischen Schlussfolgerungen führen: Während der Rawlssche Ansatz der „außergewöhnlichen Dringlichkeit“ eine These ist, welche von beiden Seiten beim Versuch gebraucht werden kann, um die eigene Berechtigung zu fundieren, kann der Kantsche Ansatz zu einer These werden, welche von beiden Parteien gebraucht werden kann, um die jeweils andere zu beschuldigen. Eigentlich kann aus der Sicht des praktischen Ergebnisses kein Unterschied gesehen werden zwischen dem, wenn beide kriegenden Gruppen ihre eigene Rechtfertigung legitimieren, und dem, wenn entschieden wird, dass alle beide im Unrecht sind. Es ist natürlich aus philosophischer Sicht erforderlich, die ethische Lage der angewandten Gewalthandlungen zu besprechen. Doch es scheint nicht sehr wahrscheinlich zu sein, am Schluss dieser Besprechungen zu übereinstimmenden Meinungen zu gelangen und Schlussfolgerungen zu erhalten, die in der Praxis die Gewalt stoppen. Deshalb wird es nützlicher werden, die philosophischen Diskussionen auf Bereiche zu konzentrieren, in denen mehr Ergebnisse zu erwarten sind. Vorrangig ist es erforderlich, sich der Frage zuzuwenden, wie die Kommunikation zwischen den Kulturen hergestellt werden soll und dann zur Frage überzugehen, was die konkreten Organisationen sein könnten, welche den internationalen Frieden herstellen und schützen werden, und wie diese gegründet werden sollen.

Wie Hannah Arendt darauf hindeutete, ist eine der besten Lösungswege, um die Einzelpersonen vor Schaden zu schützen, die aktive Teilnahme am politischen Prozess.[75] Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Muslime dort, wo sie in der Minderheit sind, und dass auch in den mehrheitlich muslimischen Staaten diejenigen, die in der Minderheit leben, in diesen Ländern in politischen/öffentlichen Bereichen teilnehmen. Ein noch wichtigerer Punkt ist allerdings, dass sich die mehrheitlich muslimischen Länder an den internationalen Abläufen intensiv beteiligen. Dadurch können die mehrheitlich muslimischen Länder noch mehr vom Schutz dieser Organisationen profitieren, während diese Organisationen in den Augen der muslimischen Massen legitim werden und somit ihre Fähigkeit erweitern können, die Probleme zu lösen. Besonders die Reformen, die hinsichtlich der Vetorechte der ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats gemacht werden müssen, sind wichtig, um zeigen zu können, dass diese Organisation nicht neben dem Mächtigen, sondern dem Gerechten ist. Nachdem konkrete Schritte gemacht wurden, welche die Legitimität dieser Organisation verstärken werden, müssen Abkommen ausgearbeitet werden, welche die muslimischen Länder als aktive und gleichwertige Partei umfassen und vom Konsens abhängen, auf welche Art und Weise der Krieg verhindert und geführt werden soll.

Der kommunikative Prozess kann auch bei den außerhalb der Vereinten Nationen gegründeten Institutionen und Milieus auf viele verschiedene Arten ausgeführt werden. Es wird auf beiden Seiten solche geben, die keine Kommunikation herstellen wollen, doch die Entschlossenen sollten sich ohne die Anderen zu beachten darum bemühen, diesen Prozess zu entwickeln. Wir können den kommunikativen Prozess entwickeln, indem wir die auf ökonomisch bestimmten Interessen fußenden Kriege kritisieren und anstelle der Sprache der Gewalt die Sprache des Dialogs fördern. Wenn wir uns von den Rhetoriken befreien können, welche im Gewaltbazar als Mittel verwendet werden, werden wir ein sehr großes Hindernis überwunden haben in der Suche nach Dialog und Frieden. Der zu verwirklichende erforderliche, nützlichste philosophische Erfolg in Bezug auf dieses Thema ist es, selbst in den Zeiten, in denen die „politischen Moralisten“ an der Macht sind, beschreiben zu können, wie die konkreten Institutionen sein könnten, die den Weltfrieden auf beste Art und Weise schützen werden, und das Konzept des kommunikativen Verfahrens zu entwickeln, welche diese Institutionen gründen werden.

 

Quellenverzeichnis

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Fußnoten

[1] Einen wichtigen Teil dieser Abhandlung habe ich während meiner Zeit als Gastdozent (visiting scholar) an der Universität Tokio fertiggestellt. Ich danke der Universität von Tokio, den wertvollen Lehrbeauftragten Masataka Takeshita und Harun Anay, die zur Verwirklichung meiner Arbeit beigetragen haben.

[2] Leviathan ist ein im Alten Testamen erwähntes Seemonster. In der Politikwissenschaft und Philosophie hingegen ist er als Name eines Buchs von Thomas Hobbes berühmt. Hobbes legitimiert mit „Leviathan“ die absolute Macht des souveränen Herrschers, indem er sagt, dass es schlechter ist, dass das Volk von Chaos beherrscht wird.

[3] Jacques Derrida, Autoimmunity: Real and Symbolic Suicides, A Dialogue with Jacques Darrida, Interview mit Giovanna Borradori, Philosophy in a Time of Terror, Übers.: Pascale-Anne Brault and Michael Nass, Revident: Jacques Derrida, (The University of Chicago Press, 2003), s. 106-107

[4] Nezih Tavlas, Terörü Tanimlamak, (Strateji Dergisi, Sayi 2, 1995), s. 125

[5] Obwohl viele Menschen ohne die Bedeutung von Terror zu kennen das Wort so gebrauchen, denke ich nicht, dass irgendjemand in einer platonischen Welt behaupten wird, dass es eine dem Terror entgegnende „Idea“ gibt.

[6] Ludwig Wittgenstein, Philosophical Investigations, (Blackwell Publishing, 2001). Dieses Buch ist das Werk, das die Philosophie von Wittgenstein in seiner zweiten Phase zeigt.

[7] Michel Foucault, Power, Right, Truth, ed. Robert E. Goodin and Philip Pettit, Contemporary Political Philosophy içinde, (Blackwell Publishers, 2002), s. 543

[8] Bruce Hoffman, Inside Terrorism, (Columbia University Press, 1998), s. 15

[9] Bruce Hoffman, ibid, s. 31

[10] Terrorism Definitions, www.fbi.gov/publications/terror/terror2000_2001.htm, Code of Federal Regulations 28. Artikel, Absatz 0.85, (20. April 2006)

[11] Tomis Kapitan, „Terrorism“ as a Method of Terrorism, ed: G. Meggle, Ethics of Terrorism and Counter Terrorism‘, (Ontos-Heusenstamm, 2004), s. 23

[12] Jurgen Habermas, Fundamentalism and Terror, A Dialogue with Jurgen Hobermars, Interview mit Giovanna Borradori, Philosophy in a Time of Terror içinde, Übers.: Luis Guzman, Revident: Jurgen Habermas, (The University of Chicago Press, 2003), s.28

[13] Mehmet Ali Civelek, Küresellesme ve Terör, Saldirganlik Gerçegi, (Ütopya Yayinevi, 2001), s. 288

[14] Jacques Derrida, Ibid, s.103

[15] C.A.J. Coady, The Morality of Terrorism, (Philosophy 60, 1985), s. 47

[16] C.A.J. Coady, ibid, s.63-64

[17] Tomis Kapitan, ibid, p.28, siehe außerdem; Tomis Kapitan, The Rhetoric of Terrorism and Its Consequences, (Journal of Political and Military Sociology, Summer 2002)

[18] Deniz Ülke Aribogan, Tarihin Sonundan Barisin Sonuna, (Timas Yayinlari, 2003), s.78

[19] M. Hayri Kirbasoglu, Islam Düsüncesinde Hadis Metodolojisi, (Ankara Okulu Yayinlari, 1999), s. 14-15

[20] Abdülkerim Özaydin, „Hasan Sabbah“ maddesi, Türkiye Diyanet Vakfi Islam Ansiklopedisi, 16. Cilt (Türkiye Diyanet Vakfi, 1997) s. 348-350

[21] John L. Esposito, Unholy War, (Oxford University Press, 2002), s. 34

[22] Michael S. Swetham, Yonah Alexander, Bir Terörist Aginin Profili: Usame Bin Laden, (Güncel Yayincilik, 2001), s. 129-130

[23] David C. Rapoport, Some General Observations on Religion and Violence, (Journal of Terrorism and Political Violence, no:3, 1991), s. 122

[24] Bekir Karliga, Cihad ve Terör, (Karizma, Mart, 2002), s. 118-119

[25] Kuran-i Kerim, çev: Ali Bulaç, (Bakis Yayinlari), s. 119

[26] Kuran-i Kerim, ibid. s. 30

[27] Kuran-i Kerim, ibid. s. 201

[28] Ahmet Özel, „Cihad“ maddesi, Türkiye Diyanet Vakfi Islam Ansiklopedisi, Cilt 7, (Türkiye Diyanet Vakfi Yayinlari, 1993), s. 528-529

[29] Kuran-i Kerim, ibid. S. 116

[30] Kuran-i Kerim, ibid. S. 115

[31] Kuran-i Kerim, ibid. S. 116

[32] Hasan Elik, Dini Özünden Okumak, (Marmara Üniversitesi Ilahiyat Fakültesi Yayinlari, 2004), s. 165-182

[33] Ahmet Özel, ibid, s. 529

[34] Muhammed Esed, Kuran Mesaji, çev: Cahit Koytak, Ahmet Ertürk, (Isaret Yayinlari, 1996), s. 30-31

[35] Kuran-i Kerim, ibid, s. 62

[36] Kuran-i Kerim, ibid, s. 37.

[37] Kuran-i Kerim, ibid, s. 358

[38] Ismail Al-Faruqi, The Nature of Islamic Da’wah, Christian Mission and Islamic Da’wah, (The Islamic Foundation, 1982), s. 33-38

[39] Walter Reich, Origins of Terrorism, (Woodrow Wilson Center Press, 1990), s. 121

[40] Bruce Hoffman, Inside Terrorism, (Columbia University Press, 1998), s. 89

[41] Niccollio Machiavelli, Discourses, Übers.: Leslie J. Walker, (Penguin Books, 1955), s. 135

[42] Kuran-i Kerim, ibid, s. 284

[43] Kuran-i Kerim, ibid, s. 289

[44] Hüseyin Pazarci, Uluslararasi Hukuk, Turhan Kitabevi, (2005), s. 512-513

[45] Ali Coskun, Mehdilik Fenomeni , (Iz Yayincilik, 2004), s.343-345

[46] M. Hayri Kirbasoglu, Alternatif Hadis Metodolojisi, (Kitabiyat, 2004), s. 369-370

[47] Timothy R. Furnish, Bin Laden: The Man Who Would Be Mahdi, (The Middle East Quarterly, Spring 2002)

[48] Kuran-i Kerim, ibid, s. 30

[49] John Kelsay, Islam and War, (John Knox Press, 1999), s.76

[50] Kuran-i Kerim, ibid,s. 114

[51] Kuran-i Kerim, ibid, s. 329

[52] John Rawls, The Law of Peoples, (Harvard University Press, 2002), s. 91

[53] Immanuel Kant, Sürekli Baris Üstüne Felsefi Bir Deneme, çev: Nejat Bozkurt, Seçilmis Yazilar içinde, (Remzi Kitabevi 1984) s. 233

[54] Muhammed Hamidullah, „Hudeybiye Antlasmasi“ maddesi, Türkiye Diyanet Vakfi Islam Ansiklopedisi, Cilt 18, (Türkiye Diyanet Vakfi Yayinlari, 1993) s. 297-299

[55] Elmalili M. Hamdi Yazir, Hak Dini Kuran Dili, Cilt 4, (Zehraveyn), s. 278-279

[56] Kuran-i Kerim, ibid, s. 115

[57] Kuran-i Kerim, ibid, s. 166

[58] Kuran-i Kerim, ibid, s. 63

[59] Kuran-i Kerim, ibid, s. 115

[60] Jurgen Habermas, The Theory of Communicative Action, Übers.: Thomas McCarthy, Band 1, (Beacon Pess, 1985)

[61] David Rapoport, ibid, s. 118

[62] Hans J. Morgenthau, Politics Among Nations: The Struggle for Power and Peace, (Alfred A. Knopf, 1978)

[63] Immanuel Kant, ibid, s. 128

[64] Samuel Huntington, The Clash of Civilizations and The Remaking of World Order, (Simon and Shuster, 1997)

[65] Giovanna Borradori, Philosophy in a Time of Terror, (The University of Chicago Press, 2003), s. 65

[66] Ahmet Sözen, Küresellesmenin Getirdikleri ve ABD’nin Ikilemi, (Karizma, Ocak-Mart 2002), s. 55

[67] Abdul Aziz Said, Meena Sharify-Funk, Dynamics of Cultural Diversity and Tolerance in Islam, Cultural Diversity in Islam içinde, ed. Abdul Aziz Said, Meena Sharify-Funk, (University Press of America, 2003), s. 19

[68] Immanuel Kant, ibid, s. 230

[69] Michael Walzer, Just and Unjust Wars, (Basic Books, 1992), s. 252

[70] Michael Walzer, ibid, s. 259

[71] Michael Walzer, ibid, s. 254

[72] John Rawls, ibid, s. 98

[73] Andrew Fiala, Terrorism and The Philosophy of History: Liberalism, Realism and Supreme Emergency Exemption, (Essays in Philosophy, April 2002)

[74] Immanuel Kant, Critique of Practical Reason, Übers.: James Creed Meredith, (Clarandon Press, 1978)

[75] Hannah Arendt, The Origins of Totalitarianism, (Harvest Books, 1973)

Tierrechte im Islam

Nasikh-Mansukh: Die Katastrophe der Abrogation

Ich suche Zuflucht bei Gott vor dem verfluchten Teufel,
Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen

2:106 Wenn Wir einen Beweis/ein System (ayetin) aufheben (nansakh) oder in Vergessenheit geraten lassen, so bringen Wir ein besseres oder ein gleichwertiges Zeichen/System hervor. Weißt du nicht, dass Gottes Macht zu allem ausreicht?

Dieser Vers wird dazu missbraucht, um den Nasikh-Glauben zu legitimieren, welcher in der Geschichte des Islam in seiner Bedeutung am meisten verfälscht wurde und einer der Hauptgründe darstellt, wieso die Gemeinschaft (Ummah) Mohammeds sich vom Koran entfernt hat.

Jene, die behaupteten, dass Koranverse andere Verse aufheben, und die die Bedeutung der Wörter im Koran verzerrt und sie in ihren Übersetzungen und Kommentaren übernommen haben, nahmen danach im Koran Operationen und Eingriffe nach Lust und Laune vor.

Es muss eine Zwiespältigkeit oder Uneinigkeit zwischen den Versen vorhanden sein, damit ein Vers einen anderen Vers aufheben kann. Das heißt also, dass ein Widerspruch vorliegen muss. Die Uneinigkeits-Gelehrten, welche die Uneinigkeit als ihre Gnade empfinden, haben vier Bedingungen hervorgebracht, damit im Koran ein Naskh existiert:

  1. Es sollte ein zu abrogierender Vers vorhanden sein (mansukh).
  2. Es sollte ein Vers vorhanden sein, der einen anderen abrogiert (nasikh).
  3. Der Nasikh muss nach dem Mansukh herabgesandt worden sein.
  4. Zwischen beiden sollte eine offensichtliche Uneinigkeit vorzufinden sein.

Der magische Nasikh-Mansukh-Stab half ihnen dabei, alle Verse zu abrogieren, die sie selber nicht verstanden. Sie haben jene Verse, die ihren Neigungen nicht passten oder die den Ahadith aus den selbsternannten „sahih“ Büchern widersprachen, mit diesem magischen Stab auf einen Schlag aufgehoben. Wie bereits in allen Themen zuvor, spalteten sich auch hier ihre Meinungen untereinander. Je nach Verständnis abrogieren die einen fünf, die anderen zwanzig und andere wiederum 66 Verse…

Einige gingen sogar noch weiter und erfanden neue „Verse“. Beispielsweise haben die Heiden um den Islam mit ihrer Tradition der Steinigung zu infizieren, trotz allen klaren Versen des Korans (24:1-2), einen neuen „Vers“ in schlechter arabischer Sprache erfunden. Nachdem sie merkten, dass sie dieses Geschwätz nicht in den Koran hinzufügen konnten, begannen sie zu behaupten, dass nach dem Tode des Propheten Mohammeds eine Ziege diese Verse aufgefressen habe, aber dass dieser „aufgefressene Vers“ die koranischen Verse abrogiere. In den Büchern wie Bukhary, Muslim und Ibni Hanbal’s Musnad lässt sich der von einer Ziege aufgefressene Vers finden, der dennoch Gültigkeit besitzen soll, der etwa wie folgt lautet: „es seyhu ves seyhetu iza zeneya fercumuhuma elbettete bima kadev lezzeten minha“.

Einige Kleriker wurden dadurch immer noch nicht zufriedengestellt und behaupteten, dass Ahadith koranische Verse abrogieren könnten. Auf diese Weise haben sie die Gültigkeit vieler Verse annulliert. Sämtliche Rechtsschulen befolgen einige koranischen Verse in der Praxis der Ahadith wegen nicht. Einige der „Gelehrten“ der Rechtsschulen waren sogar so dreist, diese teuflische Anwendung auch noch theoretisch zu verteidigen.

Die Bedeutung von „Ayah“ im Koran

Gemäß dem Koran enthält alles in der Schöpfung „ayat“: Pflanzen; Menschen; Ereignisse, die früheren Stämmen geschehen sind; Tag und Nacht etc.

Wenn wir im Koran das Wort „Ayah“ betrachten, so sehen wir uns mit einem sehr interessanten Detail konfrontiert. Die Pluralform des mutaschabih (d. h. mehrdeutigen) Wortes „Ayah“ lautet „Ayat“ und wird in den Bedeutungen „Wunder“, „Koranverse“, „Beweise“, „Belege“ und/oder „Zeichen“ gebraucht. „Ayet“ jedoch wird im Koran an 84 Stellen genannt und bedeutet in diesen Stellen Wunder, Beweis, Beleg und/oder Zeichen. Das in der singularen Form vorkommende Wort „Ayah“ wird nirgends dafür gebraucht, um „koranische Verse“ zu bedeuten! Die Liste der Vorkommnisse des Wortes „Ayah“ (singular):

2:106,118,145,211,248,259; 3:13,41,49,50; 5:114; 6:4,25,35,37,109; 7:73,106,132,146,203; 10:20,92,97; 11:64,103; 12:105; 13:7,27,38; 15:77; 16:11,13,65,67,69,101; 17:12; 19:21; 20:22,47,133; 21:5,91; 23:50; 25:37; 26:4,8,67,103,121,128,139,154,158,174,190,197; 27:52; 29;15,35,44; 30:58; 34:9,15; 36:33,37,41,46; 37:14; 40:78; 43:48; 51:37; 54:2,15; 79:20

Die Substitution einer Ayah mit einer anderen wird in Kapitel 16 des Korans erwähnt:

16:101 Und wenn Wir ein Zeichen an Stelle eines anderen bringen – und Gott weiß am besten, was Er offenbart -, sagen sie: „Du bist ein Erdichter!“ Nein, aber die meisten von ihnen wissen es nicht.

Wenn wir aufmerksam diesen Vers und die umliegenden Verse untersuchen, so sehen wir, dass der Grund für die obige Beschuldigung gegenüber dem Propheten als Erfinder nicht in der Abrogation der Koranverse liegt, sondern dass der Prophet der Erfindung beschuldigt wurde, weil er verkündete, dass es Gott war, Der den Koran gesandt hatte.

16:103 Wir wissen sehr wohl, dass sie sagen: „Ein Mensch bringt es ihm (den Koran) bei.“

Der Sachverhalt der im Vers 2:106 erwähnten Nasikh=Außerkraftsetzung ist nicht zwischen den Versen des Korans zu verstehen, sondern zwischen den Wundern, Belegen und Gesetzen, welche die Propheten überliefert haben. Diese Auffassung wird in vielen Versen unterstützt. Wenn wir nicht mit einem minderwertigen Verständnis die Beziehungen zwischen den Versen ignorieren und den Vers 2:105 betrachten, so wird das Thema deutlicher werden:

2:105 Weder die Ungläubigen unter den Schriftbesitzern noch die Götzendiener haben es gern, dass euch von eurem Herrn Gutes offenbart wird. Gott schenkt Seine Gnade wem Er will. Gottes Gabenfülle ist unermesslich.

Die Antwort, welche den Schriftbesitzern und den Heiden, die neidisch darauf sind, dass die Muslime die Hilfe und die Wunder Gottes erhalten, gegeben wird, ist sehr offensichtlich: Gott schenkt Seine Gnade, wem Er will. Denn der nächste Vers berichtet, dass Gottes Macht dazu ausreicht, die alten Wunder und Beweise durch neue, bessere oder ähnliche zu ersetzen. Der Koran abrogiert in dieser Hinsicht die Torah und das Evangelium der früheren Gemeinschaften.

Es gibt auch andere Verse, die besagen, dass jedes Wunder (ayah) eine bestimmte Zeitspanne hat, und die von der Aufhebung der Wunder sprechen. Beispielsweise:

13:38-40 Wahrlich, schon vor dir entsandten Wir Gesandte und gaben ihnen Frauen und Kinder. Kein Gesandter brachte ein Zeichen/Wunder (ayetin), ohne dass Gott es erlaubte. Für jede Zeitspanne gibt es eine Vorsehung. Gott löscht aus und lässt bestehen, was Er will, und bei Ihm ist die Mutterschrift. Und ob Wir dich einen Teil von dem sehen lassen, was Wir ihnen androhen, oder ob Wir dich sterben lassen – dir obliegt nur die Verkündigung; Uns die Abrechnung.

 

Fragen

Bevor wir einige Verse untersuchen werden, welche die Ulema als Mansukh abgestempelt und außer Kraft zu setzen versucht hat, wollen wir denjenigen, die behaupten, dass im Koran „nasikh-mensukh“ Verse existierten, einige Fragen stellen:

Behaupten diejenigen, die hervorbringen, der Koran enthielte viele Unstimmigkeiten, nicht, dass der Koran Menschenwort ist?

4:82 Studieren sie den Koran etwa nicht? Wenn er von einem anderen als Gott wäre, würden sie darin viele Unstimmigkeiten/Widersprüche finden.

Leider studieren sie den Koran nicht. Ihr, die ihr euch dem Volk als „Gelehrte“ verkauft, wie könnt ihr mit eurem Nasikh-Mansukh Glauben behaupten, dass ihr an den Koran glaubt, trotz dem Vers, der Unstimmigkeiten als Zeichen menschlicher Schwäche bewertet und der behauptet, der Koran enthielte keine Widersprüche?

Wie viele Verse, die ihr nicht verstehen konntet oder die euren persönlichen Neigungen nicht passten oder die sich mit euren Ahadith widersprachen, habt ihr als mansukh abgestempelt, außer Kraft gesetzt und verleugnet? Was ist der Grund für eure Uneinigkeit über die Anzahl?

Habt ihr nie darüber nachgedacht, dass das Verhalten die einen Verse des Koran als „nasikh“ und die anderen als „mansukh“ abzustempeln und somit einen Teil des Korans abzulehnen dem törichten Verhalten, welches in 15:89-99 beschrieben wird, gleicht? Wieso räumt ihr es nicht ein, dass ihr es seid, die den Koran aufteilen und einen Teil annehmen und den anderen leugnen? Seid nicht ihr es, die die Worte der Menschen den Gesetzen Gottes beigesellen oder gar vorziehen?

Was für ein Gesetz ist das, einem Teil des Buches zu glauben und den anderen abzulehnen? Seid ihr euch denn sicher, dass ihr nicht zur Beschreibung des 2:85 Verses passt?

Wieso verzerrt ihr den Vers 2:106 in seiner Bedeutung, in dem ihr die singuläre Form des Wortes „Ayah“ nicht so übersetzt, wie es im Koran in wirklicher Form zu finden ist, nur um euren katastrophalen Glauben des „Nasikh-Mansukh“ zu legitimieren? Wieso entstellt ihr dieses Wort, das im Koran an 84 Stellen gebraucht wird und nirgends „Koranverse“ bedeutet? Wieso wiederholt ihr denselben Fehler der früheren Juden, die die Bedeutung der Wörter verdreht haben, um ihre eigenen Gelüste zu befriedigen? Wieso zieht ihr eure Aufmerksamkeit nicht auf die Verse 2:41 und 5:41?

Wieso lasst ihr den Vers vor 2:106 aus eurer Betrachtung aus? Was hat der Sachverhalt der Eifersucht der früheren Gemeinschaften in Bezug auf die Offenbarung des Koran mit euren Behauptungen zu tun?

Wieso versucht ihr es nicht, die Bedeutung und Beziehung zwischen den Versen 13:38-40 und 2:105-106 zu verstehen?

Nehmen wir an, dass im Koran nasikh und mensukh Verse existierten. Wie werden wir darüber entscheiden können, welcher Vers nasikh und welcher mansukh ist? Wie werden wir die Offenbarungschronologie bestimmen können, wenn die Ahadith diesbezüglich selbst Unstimmigkeiten aufweisen? Wenn wir die verfügbaren Quellen untersuchen, realisieren wir, dass es keinen Konsens über die chronologische Reihenfolge der Koranischen Offenbarungen gibt. Dasselbe gilt für die Reihenfolge der Ahadith. Unter den Umständen bleibt die einzige Autorität, die über diese Sache entscheidet, den sektiererischen Imamen überlassen. Wir sind auf ihre „Gnade“ angewiesen. Kann eine solche Schlussfolgerung wirklich gemacht werden? Ist es nicht eine Tatsache, dass der einzige Besitzer des Koran Gott selbst ist? Habt ihr durch diese Situation nicht die Möglichkeit und Autorität erhalten, einige Gesetze des Korans zu abrogieren und wurdet ihr nicht somit zu „Erschaffern von Religionen“? Wie wir bereits wissen, wählt ihr aus Tausenden von widersprüchlichen Ahadith diejenigen, die euch am besten passen. Habt ihr somit die Religion Gottes, über die Gott die einzige unanfechtbare Autorität besitzt, nicht zu einem Spielzeug gemacht? Habt ihr den Propheten mit der Abrogation nicht beleidigt und ihm unterstellt, sich gegen Gottes Verfügungen gestellt zu haben? Ist es nicht Gott allein, der seine Bücher aufheben lassen kann?

Zurück zur chronologischen Reihenfolge: Gibt es eine Liste der Offenbarungschronologie, der wir trauen können? Wenn sie vorhanden ist, wo ist sie? Wie könnt ihr, nachdem die Erfindungen nicht in den Koran gelangen konnten, und ihr den Vers von einer Ziege auffressen lassen habt, die Gültigkeit dieser Verse für alle Zeiten als verbindlich erklären? Wo ist der gleichartige oder bessere „Vers“, welcher mit der Ziege abrogiert wurde?

Einige von euch gingen sogar noch weiter und behaupteten wirklich allen Ernstes, dass die Lügen aus der Zeit der Abbasiden und der Umayyaden den Koran abrogieren könnten! Was ist die Beschreibung für diejenigen, die den Koran mit spekulativen Gerüchten abrogieren? Wer ist es, der nach Gott und Seinen Versen an andere Ahadith glaubt? (45:6)

 

Die fünf berühmtesten Abrogationsfälle

Nachdem diese Fragen an die Religionsgelehrten gestellt wurden, welchen der Koran nicht ausreicht, werden wir die fünf berühmtesten Fälle der Abrogationsbehauptungen unter die Lupe nehmen:

 

1- RAUSCHMITTEL

Die Verse bzgl. Rauschmittel sind: 2:219, 4:43, 5:90, 16:67

Gemäß der Abrogation soll Vers 5:90 in Widerspruch mit den anderen drei Versen stehen. Gemäß der Meinung der selbsternannten Islamwissenschaftler ist die koranische Formulierung „in Rauschmitteln und Glücksspielen gibt es auch Nutzen“ falsch.

Hätten die selbsternannten Gelehrte, welche dem Erhabenen Gott die Belieferung von Falschinformation unterstellen (39:67), nicht die Lehren der Vorfahren dem Koran vorgezogen, so hätten sie daran geglaubt, dass der Koran keine Widersprüche enthält und deshalb keine abrogierten Verse im Koran vorkommen können (4:82).

Die Verse bzgl. den Rauschmitteln erklären und unterstützen einander; sie enthalten nichts Widersprüchliches. Würde in einem Vers stehen, dass die Rauschmittel und das Glücksspiel etwas Gutes darstellen, so stünde das mit dem Vers in Widerspruch, der sie als Teufelswerk bezeichnet. Dies ist aber nicht der Fall; denn ansonsten hätten unsere „Abrogatoren“ recht.

Wir akzeptieren den Koran in seiner Gesamtheit wie ein lebendiges Organ. Wir haben die einander erklärende Sicht der Verse und ihre Beziehung zueinander zu betrachten.

Es ist eine Tatsache, dass es Menschen gibt, die Alkoholgetränke oder andere Drogen konsumieren, aber das Gebet nicht missachten, was gemäß Koran eine selbstverständliche Pflicht ist. Dies zeigt, dass alle Verse ihre Funktionen zu erfüllen haben; kein Vers hebt die Gültigkeit eines anderen Verses auf.

[Anm. des Übersetzers: das Thema ‚Alkohol und Berauschendes‘ haben wir bereits an anderer Stelle behandelt, weshalb wir hier die Erklärung abkürzen.]

 

2- FRIEDEN UND KRIEG

109:6 Euch euer Glaube, und mir mein Glaube.

9:5 Und wenn die verbotenen Monate verflossen sind, dann tötet die Götzendiener, wo ihr sie trefft, und ergreift sie, und belagert sie, und lauert ihnen auf in jedem Hinterhalt…

Diejenigen, die meinen, der Kriegsbefehl aus Vers 9:5 widerspreche dem Vers 109:6, behaupten, dass die im Vers 109:6 formulierte Meinungs- und Religionsfreiheit abrogiert sei.

Jedoch ist die Meinungs- und Religionsfreiheit einer der Hauptprinzipien des Koranischen Islam (18:29; 2:256; 10:99; 50:45; 88:22). Die Menschen können aufgrund ihres Glaubens nicht bestraft werden. Frieden ist der essenzielle und natürliche Zustand gemäß Koran. Krieg ist der Status, welcher erforderlich wird, wenn die Muslime Objekt einer Aggression werden. Nur denjenigen gebührt die Strafe, welche die Muslime aufgrund ihres Glaubens aus dem Land vertreiben, sie foltern und peinigen und die abgehaltenen Verträge einseitig brechen. Werden die Verse vor und nach 9:5 betrachtet, sieht man, dass dieser Befehl des Tötens und der Belagerung nicht allgemein sein kann, sondern eine notwendige Schlussfolgerung einer speziellen Situation darstellt. Im Islam findet der Krieg nur zu Verteidigungszwecken statt, die Verse 60:8-9 verdeutlichen diese Prinzipien auf eine klare Art und Weise.

Jene, die die im Koran enthaltene Meinungsfreiheit und die Verse in Bezug auf den Frieden abrogieren wollen, verkünden das Muslimsein als Kriegstreiber und den Islam als Blut vergießende Religion. Wenn diese Leute auch die Verse 60:8-9 abrogieren wollen, so sollen sie die Verse 4:89-91 lesen. Wenn auch diese abrogiert sein sollen, dann die Verse 2:85 und 15:89-99!

 

3- TESTAMENT

2:180 Wenn es bei einem von euch aufs Sterben geht, und wenn er Vermögen hinterlässt, ist euch vorgeschrieben, in rechtlicher Weise eine letztwillige Verfügung zugunsten der Eltern und der nächsten Verwandten zu treffen. (Dies gilt) als eine Verpflichtung für die Gottesfürchtigen.

Wenn einen Menschen der Tod erwartet, so ist es seine Pflicht, seine Hinterlassenschaft mit einer rechtsgültigen letztwilligen Verfügung (Testament) aufzuteilen. Das Erbe derjenigen, die diese Bürde nicht einhalten oder unerwartet sterben und deswegen das Testament nicht schreiben konnten, wird nach den Bestimmungen aus 4:11-12 aufgeteilt.

Die in mehreren Versen des vierten Kapitels vorkommende Formulierung „nach Bezahlung eines etwa gemachten Testamentes oder einer Schuld“ lässt es unmissverständlich verstehen, dass das Testament und die Schulden an oberster Stelle liegen. Die Verfügungen Gottes sind folgende:

  1. Die Person sollte vor dem Tod das Vermögen selbst aufteilen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Umstände, in denen die Mutter, der Vater, die Kinder und die jeweiligen Ehepartner leben, berücksichtigt werden.
  2. Das Vermögen derjenigen, die dieses Gebot vernachlässigten oder deren Testament befolgt wurde und etwas übrig blieb, sollten nach der Bezahlung etwaiger Schulden gemäß den Gesetzen der Verse 4:11-12 verteilt werden.

Hier liegt nirgends ein Widerspruch zwischen 2:180 und 4:11-12 vor; im Gegenteil, die Verse erklären einander. Denn die Formulierung „min ba’di wasiyyetin“ am Ende des Verses 4:11 bestätigt den Vers 2:180 und setzt die Priorität auf das Testamentschreiben. Dies ist in den Versen leicht ersichtlich.

Was ist also das Problem derjenigen, die diese zwei (drei) sich einander erklärenden und ergänzenden Verse je nach Vers entweder als nasikh oder als mansukh bezeichnen und die die Verse Gottes verleugnen und den Koran zweiteilen?

  • Weil sie den Versen nicht glauben, dass der Koran detailliert, deutlich, leicht zu verstehen, vollständig, perfekt ist und alles Notwendige erklärt und das Buch Gottes als von Hunderten von Ahadith und Fiqh-Büchern bedürftig, summarisch, geschlossen, schwer zu verstehen, alleine nicht ausreichend und unvollständig akzeptieren, werden sie den Koran nie verstehen – dies ist das Vorgehen/Gesetz Gottes (die Sunnatu’llah) für sie.
  • Sie haben durch die Verzerrung der Bedeutung der koranischen Wörter einen katastrophalen Glauben des nasikh-mansukh in die Gemeinschaft (Ummah) der Muslime eingeführt und befolgen diesen Glauben blind. Aus diesen Gründen versuchen sie die Beispiele der abrogierten Verse zu vermehren. Sie sehen es als ein notwendiges Verhalten an, zwischen den Versen Widersprüche suchend die Verse aneinander reiben zu lassen. Auf diese Weise eifern sie nicht dem Verständnis der Verse, sondern dem NICHT-Verständnis der Verse nach.
  • Sie ziehen die aus dem Hadith aus Abu Dawud, Vesaya: 6, Buyu: 88 entspringende Formulierung „Gott hat den rechtmäßigen Besitzern ihr Recht gegeben, es kann fortan kein Testament mehr geben.“ dem Vers 2:180 vor. Der Koran kritisiert solche Heiden, die nach den Versen Gottes Menschenworten glauben:

    45:6-7 Dies sind die Verse Gottes, die Wir dir in Wahrheit verlesen. An was für eine (weitere) Verkündigung (Hadith) nach Gott und seinen Versen wollen sie denn glauben? Wehe jedem sündigen Lügner!

Wir möchten auch folgenden Vers denjenigen ans Herz legen, die die erfundenen Ahadith als „sahih“ akzeptieren und dem Koran vorziehen:

12:111 … Dies(er Koran) ist kein erdichteter Hadith, sondern eine Bestätigung dessen, was ihm vorausging, und eine deutliche Erklärung aller Dinge und eine Führung und eine Barmherzigkeit für ein gläubiges Volk.

Diejenigen, die nicht daran glauben, dass die koranischen Verse alles erklären, haben mit einem erfundenen Hadith aus Abu Dawud und Darimi auch den Vers 52:34 abgeleugnet.

Der Koran sagt aus: Sie sollen doch einen Hadith (Verkündigung) gleicher Art beibringen, wenn sie die Wahrheit sagen. (52:34)

Ein Hadith besagt: Mir wurde der Koran und ein Hadith gleicher Art gegeben.

Gott spricht die Kriminellen in Seinem „enbaul ghayb“, d. h. die Berichte der Vergangenheit und der Zukunft beinhaltenden Buch wie folgt an:

68:36-38 Was ist mit euch, wie urteilt ihr?! Oder verfügt ihr über eine Schrift, in der ihr (diese Verfügungen) lest? Worin ihr findet, was ihr euch wünscht?

 

4- QIBLA

2:115 Gottes ist der Osten und der Westen. Wohin ihr euch (beim Gebet) wenden möget, da habt ihr Gottes Antlitz vor euch. Gott ist allumfassend und allwissend.

2:149 Wo immer du herkommst, sollst du dein Antlitz in Richtung der Heiligen Moschee wenden! Das ist die Wahrheit von deinem Herrn. Gott entgeht nichts von dem, was ihr tut.

Der Vers 2:115 berichtet uns, dass alle Richtungen Gott gehören. Wohin wir uns auch wenden, wir wenden uns gegen Gott. Also können wir bei Bittgebeten in alle Richtungen beten.

Aber so wie für das Kontaktgebet eine bestimmte Form und bestimmte Zeiten angeordnet wurden, so wird auch die spezifische Richtung befohlen. Wenn darauf Acht gegeben wird, so ist ersichtlich, dass in den Versen, welche die Gebetsrichtung (Qibla) für das Kontaktgebet bestimmen, nicht „wendet euer Antlitz auf das Antlitz oder in die Richtung Gottes“ ausgesagt wird, sondern von uns verlangt wird, uns nach der Heiligen Moschee zuzuwenden.

Wir wollen mit einigen Beispielen denjenigen eine Erklärung abgeben, die zwischen beiden Versen einen Widerspruch sehen und somit den Vers 2:115 abrogieren wollen:

  • Egal wo auf der Welt du in welche Richtung gehst, am Ende erreichst du den Anfangspunkt.
  • Du solltest gen Westen gehen.

Gibt es zwischen beiden Aussagen einen Widerspruch? Natürlich nicht.

  • Egal welche Zahl du mit sich selbst teilst, ausschließlich die Null, das Ergebnis beträgt 1.
  • Teile die Neun mit der Neun.

Auch zwischen diesen beiden Aussagen gibt es keinen Widerspruch. Wäre die Aussage B sogar „Teile die Neun mit der Drei.“, so könnten wir dennoch keinen Widerspruch finden!

 

Die Änderung der Qibla (Gebetsrichtung)

Es gibt eine generelle nasikh-mansukh Behauptung der Tafsir (Bücher, die Kommentare über den Koran enthalten und welche die Lehren Ahadith & Sunnah dem Koran beigesellen), Gott habe zuvor den Muslimen befohlen, sich nach Jerusalem zu wenden und diese Qibla mit den Versen 2:142-145 abrogiert. Nachdem sie einen neuen, nicht im Koran vorkommenden imaginären Vers erfunden haben, abrogieren sie diesen imaginären Vers mit dem Koran.

Im Koran wird berichtet, dass die Götzendiener das Andenken Abrahams, ihres Vorfahren, fortführen. Bevor die Verse bezüglich der Qibla offenbart wurden, wandten sich die Muslime gleich wie die mekkanischen Heiden während des Kontaktgebets der Kaaba zu. Als Ergebnis der Folter und der Unterdrückungen durch die Heiden jedoch wanderten die Gottergebenen nach Medina aus und gründeten einen neuen Ansiedlungs-Staat. Der von der im zentralen Mekka ansässigen, heidnischen Koalition angezettelte Krieg und ihre nahen Beziehungen zu den medinensischen Christen entwickelten ökonomische und psychologische Faktoren, welche die Muslime dazu bewegte, sich nach einer anderen Richtung (nach Jerusalem) zu wenden. Gott wollte jedoch, dass sich die Muslime der Heiligen Moschee zuwandten. Dies können wir mittelbar aus den Versen 2:142-145 lesen.

Dies wurde zu einer schweren Prüfung für die Muslime der damaligen Zeit: Jene, die die sozialen und ökonomischen Vorteile vorzogen, die sie mit den medinensischen Christen hatten, und jene, die sich aus den Wirkungen der politischen Gefühle nicht herausschlagen wollten/konnten, wandten sich von der Religion ab, in dem sie den Richtungswechsel nicht annahmen (2:142-144).

2:142-145 Einige der Verstandslosen unter dem Volk werden sprechen: „Was hat sie von ihrer Qibla, nach der sie sich bisher richteten, abgebracht?“ Sprich: „Gott gehört der Osten und der Westen. Er leitet, wen Er will, auf den geraden Weg.“ Und so machten Wir euch zu einer aufgeschlossenen/vorurteilslosen Gemeinschaft, sodass ihr Zeugen unter dem Volk sein könnt und der Gesandte Zeuge unter euch sein kann. Wir haben die Qibla, nach der du dich bisher gerichtet hattest, deswegen gemacht, damit Wir diejenigen, die dem Gesandten folgen, von denjenigen unterscheiden, die auf ihren Fersen eine Kehrtwendung machen. Dies war wahrlich schwer, außer für diejenigen, die Gott rechtgeleitet hat. Gott wird euren Glauben nicht unbelohnt lassen. Gott ist den Menschen gegenüber gütig und barmherzig. Wir sehen dich oft dein Antlitz gegen den Himmel wenden. Wir wenden dich nun zu einer Gebetsrichtung (Qibla), die dir gefällt: So wende dein Gesicht in Richtung der heiligen Moschee. Ihr sollt, wo immer ihr seid, euer Antlitz dorthin wenden. Zweifellos, die Schriftbesitzer wissen, dass dies eine Wahrheit ist, die von ihrem Herrn kommt. Gott entgeht nichts von ihren Taten. Du magst denen, die die Schrift erhalten haben jedes (nur denkbare) Zeichen (als Beweis) bringen: Sie schließen sich nicht deiner Gebetsrichtung an. Und du wirst dich deinerseits (auch) nicht der ihren anschließen. Sie schließen sich (ja) nicht (einmal) untereinander der gleichen Qibla an. Aber wenn du nach dem Wissen, das dir zugekommen ist, ihrer Neigung folgst, so gehörst du wahrhaftig zu den Missetätern!

Kurz gesagt: die Verse, welche die Änderung der Qibla befehlen, haben die Gültigkeit eines vorher offenbarten Verses nicht aufgehoben! Die Gläubigen, die unter der Führerschaft des Propheten Mohammeds standen, änderten ihre Richtung von der Kaba nach einer anderen Qibla aufgrund einer gesellschaftlichen Entscheidung. Die Verse, welche von den Muslimen verlangen, sich wieder der Kaba zuzuwenden, haben wenn schon die Entscheidung der Gesellschaft und keinen Koranvers abrogiert.

 

5- DAS VERHÄLTNIS GLÄUBIGE/UNGLÄUBIGE IM KRIEG

8:65-66 O Prophet, ermutige die Gläubigen zum Kampf. Wenn es unter euch zwanzig Standhaftige gibt, besiegen sie zweihundert. Wenn es unter euch hundert Standhaftige sind, werden sie tausend Ungläubige besiegen. Weil sie ein Volk sind, das nicht begreift. Jetzt (aber) hat Gott euch eure Bürde erleichtert, weiß er doch, dass es in euch eine Schwäche gibt. Wenn es unter euch hundert Geduldige gibt, können sie zweihundert besiegen, und wenn es unter euch tausend gibt, besiegen sie zweitausend mit Gottes Erlaubnis. Gott steht den Geduldigen bei.

Jene, die den ersten Vers mit dem zweiten als mansukh akzeptierend die Gültigkeit des Verses ignorieren, sind diejenigen, die den Koran nicht untersuchend betrachten. Es ist logisch, dass diejenigen, die den Koran nicht erforschen, Widersprüche finden werden (4:82) und die Verse, die sie für widersprüchlich halten, als nasikh-mansukh abstempeln und einem Teil des Korans nicht glauben (15:91).

Jene, die Gott die ihm gebührende Achtung nicht schenken, denken, dass Gott mit Vers 8:66 erkannt habe, dass Er den Muslimen eine zu schwere Bürde aufgelegt und bemerkt hat, dass sie dies nicht auf sich nehmen können und deswegen den ersten Vers abrogiert habe.

Jedoch erklärt jeder einzelne der beiden Verse einander und sie vervollständigen das Bild. Mit Vers 8:66 gibt Gott den schwachen Muslimen eben aufgrund ihrer Schwäche ein Verhältnis, welches der Realität besser entspricht. Das Ideal für die Muslime wird im vorherigen Vers gesetzt. Der essenzielle Sachverhalt im Verhältnis zwischen den Gläubigen und Heiden liegt in der Überlegenheit derjenigen, die standhaft sind.

Gemäß Vers 8:66 wird ersichtlich, dass die Muslime sogar im Zustand der Schwäche dazu fähig sein sollten, das Zweifache ihrer selbst an Heiden hinsichtlich Strebsamkeit, Technik und Intelligenz zu besiegen. Den Gottergebenen wird es als Aufgabe verliehen, die Schwächen zu vermindern, um dem Ideal näher zu kommen, also um bis zum Verhältnis eins zu zehn zu gelangen. Wenn zwischen den Versen, die über die minimale und maximale Kraftzustände berichten, unbedingt ein Widerspruch (oder gar mehrere) gefunden werden will, so werden sie auch gefunden; dies ist eine Frage der Reinheit des Herzens (eine Frage der Absicht).

 

Die Lösung der Katastrophe

Die zeitgenössischen Ibni Kutaybas: Um die Widersprüche zwischen den erfundenen Ahadith, die sie selber als „sahih Ahadith“ bezeichnen, zu beseitigen, gehen die Ibni Kutaybas hart auf hart. Jedoch haben sie diesen Eifer auch auf den Koran gerichtet, um nicht vorhandene Widersprüche zwischen den Versen zu erzeugen. Die zeitgenössischen Ibni Kutaybas werden den Koran nicht verstehen können, solange sie die in der umayyadischen und abbasidischen Zeit erfundenen Ahadith dem Koran beigesellen (6:25; 17:46; 18:57; 41:44). Und solange sie die Verse nicht verstehen können, werden sie ihren erfundenen magischen, nasikh-mansukh Zauberstab gebrauchen. Es ist endlich die Zeit gekommen, ihnen ihren Stab aus der Hand zu nehmen! Gepriesen sei der gnadenvolle, barmherzige Herr der Welten!

Die einzige Lösung für diese Katastrophe bzw. dieses Problems lautet: allein den Koran als eine unteilbare Gesamteinheit, ohne Hinzufügungen oder Streichungen anzunehmen.

18:27 Und verlies, was dir von dem Buche deines Herrn offenbart wurde. Da ist keiner, der Seine Worte verändern könnte, und du wirst außer bei Ihm keine Zuflucht finden.

10:64 Ihnen gebührt frohe Botschaft im Diesseits und im Jenseits. Gottes Worte sind unabänderlich. Das ist der größte Erfolg.

6:115 Gottes Worte liegen in Wahrheit und Gerechtigkeit im Koran vollständig vor. Unveränderlich sind Seine Worte. Er hört alles und weiß alles.

Koran, Hadith und Islam

[Eine Vorbemerkung zu dieser Veröffentlichung: In der englischen Originalfassung wurden alle Koranverse auf Arabisch zitiert und dann ins Englische übersetzt. Oft wurden die relevanten Stellen im Arabischen gekennzeichnet, was in dieser Veröffentlichung ausgelassen wurde. Ebenso wurden spezielle Graphiken ausgelassen.]

Quran, Hadith and Islam

Vorwort

Nach mehr als zwölf Jahren Forschung im Qur’an mithilfe des Computers wurde der physische Beweis des Qur’ans entdeckt, welcher beweist, dass der Qur’an in der Tat das unfehlbare Wort Gottes ist. Diese Entdeckung wurde bei den muslimischen Massen weltweit sehr berühmt und Zusammenfassungen der Arbeit wurden in Millionenzahlen gedruckt und verbreitet. Meine persönliche Popularität erhob sich mit dieser aufregendsten und demütigsten Entdeckung.

Die weiterführende Forschung enthüllte dann eine Aufsehen erregende Tatsache. Die sehr berühmten „Hadith & Sunna“ hatten nichts mit dem Propheten Mohammed zu tun, und dass ein Festhalten an ihnen einen offenkundigen Ungehorsam gegenüber Gott und Seinem letzten Propheten darstellt (Qur’an 6:112 und 25:31).

Diese Erkenntnis widerspricht dem Glauben der muslimischen Massen. Infolgedessen brachten mich mein Bekanntheitsgrad und sogar die Popularität des Wunders des Koran an einen Punkt, an dem mein Leben und Ruf in Gefahr war. Den Muslimen zu sagen, dass „Hadith & Sunna“ satanische Neuerungen sind, ist das gleiche wie, wie es sich herausstellte, wenn man den Christen sagen wollte, dass Jesus nicht der Sohn Gottes ist.

Die Entdeckung von „Hadith & Sunna“ als satanische Neuerungen wird vom physischen Beweis unterstützt. Freidenker werden die Entdeckungen in diesem Buch akzeptieren. Für solche Leute wird das Resultat einen völlig neuen Sinn der Erlösung und volles Bewusstsein dessen ergeben, dass die muslimischen Massen den Plänen Satans zum Opfer gefallen sind.

Rashad Khalifa

August 19, 1982



Keine Erlösung ohne dem Gesandten zu gehorchen

„Sprich: ‚Wenn ihr Gott liebt, so folgt mir. Lieben wird euch Gott und euch eure Sünden vergeben; denn Gott ist Allvergebend, Barmherzig.‘ Sprich: ‚Gehorcht Gott und dem Gesandten.‘ Wenn sie den Rücken kehren – gewiss, Gott liebt die Ableugner nicht.“ (3:31-32)

Koranvers

Koranvers

„Und verrichtet das Gebet und entrichtet die Almosen und gehorcht dem Gesandten, auf dass ihr Barmherzigkeit empfangen möget.“ (24:56)

Koranvers

„Und für diejenigen, die sich Gott und Seinem Gesandten widersetzen, ist das Feuer der Hölle bestimmt; darin werden sie auf ewig bleiben.“ (72:23)

Koranvers

Da alle Gesandten die eine und die gleiche Nachricht überliefert haben, nämlich „Du sollst niemandem dienen außer Gott“, bedeutet Ungehorsam gegenüber ihnen Ableugnung oder Polytheismus.

 

Bei der Überlieferung der Botschaft Gottes,
sprechen Gesandte nicht durch ihre eigene Initiative.

„Einen Propheten wie mich wird der HERR, dein Gott, dir erwecken aus dir und aus deinen Brüdern; dem sollt ihr gehorchen.“ (Moses in Deuteronomy 18:15)

„Ich will ihnen einen Propheten, wie du bist, erwecken aus ihren Brüdern und meine Worte in seinen Mund geben; der soll zu ihnen reden alles, was ich ihm gebieten werde. Und wer meine Worte nicht hören wird, die er in meinem Namen reden wird, von dem will ich’s fordern.“ (Deuteronomy 18:18-19)

„Glaubst du nicht, dass du in mir dem Vater begegnest? Die Worte die ich euch verkünde spreche ich nicht aus eigenem Anlass, aber der Vater, in mir andauernd, tut Seine Werke.“ (Johannesevangelium 14:10)

„Aber wenn er, der Geist der Wahrheit, erscheint, wird er euch in all die Wahrheit leiten; Er redet nicht aus eigenem Triebe außer dem, was er hört, wird er sprechen; und er wird euch verkünden, was noch kommen wird.“ (Johannesevangelium 16:13)

„Wer dem Gesandten gehorcht, der hat Gott gehorcht. Und wenn sich jemand abkehrt, haben wir dich nicht als Hüter über sie gesandt.“ (Qur’an 4:80)

Koranvers

„Euer Gefährte ist weder verwirrt noch befindet er sich im Unrecht, noch spricht er aus eigenem Anlass.“ (53:2-3)

Koranvers

 

Mohammed wird durch den Koran allein dargestellt

„Und Wir haben DIESES BUCH mit der Wahrheit zu dir herabgesandt, das bestätigt, was von der Schrift vor ihm da war und darüber Gewissheit gibt; richte also zwischen ihnen nach dem, was Gott herabgesandt hat (dieses Buch) und folge nicht ihren Neigungen, wenn sie von der Wahrheit abweichen, die zu dir gekommen ist. Für jeden von euch haben Wir Richtlinien und eine Laufbahn bestimmt. Und wenn Gott gewollt hätte, hätte Er euch zu einer einzigen Gemeinde gemacht. Er wollte euch aber in alledem, was Er euch gegeben hat, auf die Probe stellen. Darum sollt ihr um die guten Dinge wetteifern. Zu Gott werdet ihr allesamt zurückkehren; und dann wird Er euch das kundtun, worüber ihr uneins wart. Und du sollst zwischen ihnen nach dem richten, was von Gott herabgesandt wurde; und folge nicht ihren Neigungen, und SEI VOR IHNEN AUF DER HUT, damit sie dich nicht bedrängen und von einem Teil dessen, was Gott zu dir herabgesandt hat, wegtreiben. Wenden sie sich jedoch ab, so wisse, dass Gott sie für etliche ihrer Sünden zu treffen gedenkt. Wahrlich, viele der Menschen sind Frevler. Wünschen sie etwa die Richtlinien der Ignoranz/Unwissenheit? Und WER IST BESSER ALS GOTT als ein Gesetzgeber für ein Volk, das fest im Glauben ist?“ (Qur’an 5:48-50)

Koranvers

Koranvers

Koranvers

Es wurde Mohammed verboten, jegliche religiöse
Vorschriften außer dem Koran zu überliefern

Dies(es Buch) ist wahrlich das Wort (Gottes durch den Mund) eines ehrwürdigen Gesandten. Und es ist nicht das Werk eines Dichters; wie wenig ihr glaubt. Noch ist es die Rede eines Wahrsagers; wenig bedenkt ihr. Eine Offenbarung vom Herrn der Welten. Und hätte ER IRGENDWELCHE AUSSPRÜCHE IN UNSEREM NAMEN ERSONNEN, hätten Wir ihn gewiss bei der Rechten gefasst, und ihm dann die Herzader durchschnitten. Und keiner von euch hätte (Uns) von ihm abhalten können.“ (69:40-47)

Koranvers

Koranvers

Koranvers

Koranvers

Koranvers

Koranvers

Koranvers

Koranvers

Dieser sehr klare Vers lehrt uns, dass es Muhammad verboten wurde, jegliche religiöse Lehren neben dem Koran zu überliefern. Die Stärke des arabischen Textes kann nicht vollständig übersetzt werden. Aber die kraftvollen Beschreibungen lassen trotzdem keinen Zweifel zu, dass die einzige Funktion des Propheten den Koran zu „überliefern“ war; den ganzen Koran und nichts außer dem Koran.

 

Mohammed ordnete an, nie vom Koran abzuweichen
Eine Abweichung bedeutete strenge Bestrafung

„Und sie hätten dich beinahe in schwere Bedrängnis um dessentwillen gebracht, was Wir dir offenbarten, damit du etwas anderes über Uns erdichten mögest; und dann hätten sie dich gewiss zu ihrem Freund erklärt. Hätten Wir dich aber nicht gefestigt, dann hättest du dich ihnen fast ein wenig zugeneigt. Doch dann hätten Wir dich das Doppelte im Leben kosten lassen und das Doppelte im Tode; und du hättest keinen Helfer Uns gegenüber gefunden.“ (17:73-75)

Koranvers

Koranvers

Koranvers

Als Beispiel für uns wurde es dem Propheten befohlen an den Offenbarungen Gottes festzuhalten, die ihm offenbart wurden, insbesondere in 5:48-50 gekennzeichnet als Koran. Die geringste Abweichung vom Koran (siehe Vers 74 oben) läuft Gefahr, schlimme Vergeltung zu erhalten.

Muhammad befahl den Koran alleine zu überliefern, ohne die kleinste Veränderung und nie etwas anderes zu „fabrizieren“:

„Und wenn ihnen Unsere deutlichen Verse verlesen werden, sagen jene, die nicht mit der Begegnung mit Uns rechnen: ‚Bring einen Qur’an, der anders ist als dieser oder ändere ihn.‘ Sprich: ‚Es steht mir nicht zu, ihn aus eigenem Antrieb zu ändern. Ich folge nur dem, was mir offenbart wurde. Ich fürchte, falls ich meinem Herrn ungehorsam bin, die Strafe eines gewaltigen Tages.‘ … Wer ist wohl ungerechter als jener, der eine Lüge gegen Gott erdichtet oder Seine Verse/Zeichen für Lügen erklärt? Wahrlich, die Verbrecher haben keinen Erfolg. Sie verehren statt Gott das, was ihnen weder schaden noch nützen kann; und sie sagen: ‚Das sind unsere Fürsprecher bei Gott.‘ … was sie (Ihm) zur Seite stellen.'“ (10:15-18)

Koranvers

Koranvers

Koranvers

Koranvers

 

Ein Gott: eine Quelle

Unser Allmächtiger Schöpfer befiehlt insbesondere, dass der Koran die einzige Quelle der religiösen Lehren sein sollte. Weiterhin wird uns gesagt, dass eine Akzeptanz jeglicher anderer Quellen religiöser Führungen dem gleichkommt, als ob man Gott andere Götter beigesellt:

„Sprich: ‚Was für ein Zeugnis wiegt schwerer?‘ Sprich: ‚Gott ist mein und euer Zeuge. Und DIESER QUR’AN ist mir offenbart worden, auf dass ich euch damit warne und jeden, den er erreicht. Wolltet ihr wirklich bezeugen, dass es neben Gott andere Götter (andere Quellen) gebe?“ Sprich: „Ich bezeuge es nicht.“ Sprich: „Er ist der Einzige Gott, und ich bin wahrlich fern von dem, was ihr anbetet.“ (6:19)

Koranvers

Dieser tiefgründige Vers, welcher der 19. Vers von Sure 6 ist, verbietet den Gläubigen sich an andere Quellen als den Koran zu halten oder ihnen zu folgen, und besagt, dass diese Tat eine Beigesellung von Göttern neben Gott gleichkomme. In der strengstmöglichsten Sprache wird uns befohlen, den Koran, den ganzen Koran und nichts als den Koran zu befolgen. Wiederholt wird uns vorgeschrieben, sich an den Koran als die einzige Quelle der religiösen Führung zu halten.

Wieder und wieder werden wir daran erinnert, dass eine Befolgung von jeglichen anderen Quellen neben dem Koran der Beigesellung anderer Götter zu Gott gleichkommt.

Die Verse 22 bis 38 von Sure 17 repräsentieren einige der wichtigsten Befehle im Qur’an. Gleich nach den Versen folgt dieser Vers:

„Dies ist ein Teil von der Weisheit, die dir dein Herr (in diesem Qur’an) offenbart hat. Und SETZE NEBEN GOTT KEINEN ANDEREN GOTT (indem man anderen Quellen neben dem Qur’an folgt), auf dass du nicht in die Hölle geworfen werdest, verdammt und verstoßen.“ (17:39)

Koranvers

Trotz all diesen klaren Befehlen und extrem strengen Verfügungen schaffen es die Folger von Hadith & Sunna nicht, den Koran allein zu befolgen. Wieso?

 

Koran: ein außergewöhnliches Buch

Wieso schaffen es die Anhänger von Hadith & Sunna trotz dieser unmissverständlichen Gebote nicht, sich an den Koran allein zu halten?

Die Antwort wird in der gleichen Sure geliefert, gleich nach dem vorhin gezeigten Befehl. Die Verse 45 und 46 von Sure 17 informieren uns, dass diejenigen, die den Glauben an Gott ablehnen und Seine Befehle nicht beachten, den Koran alleine zu befolgen, absichtlich vom Koran isoliert sind. Diese zwei entscheidenden Verse werden nachfolgend gezeigt:

„Und wenn du den Qur’an verliest, legen Wir zwischen dir und jenen, die nicht ans Jenseits glauben, eine unsichtbare Scheidewand. Und Wir legen Hüllen auf ihre Herzen, so dass sie ihn (den Qur’an) nicht verstehen, und in ihre Ohren Taubheit. Und wenn du deinen Herrn IM QUR’AN ALLEIN NENNST, so wenden sie ihren Rücken in Widerwillen ab.“ (17:45-46)

Koranvers

Koranvers

Was können wir mehr sagen??

Glauben Sie Gott oder nicht?

Gott sagt, dass der Koran komplett, perfekt und vollständig detailliert ist und dass keine anderen Quellen gesucht werden sollen:

„… Nichts haben Wir im Buch ausgelassen. Vor ihrem Herrn sollen sie dann versammelt werden. Die aber Unsere Zeichen leugnen, sind taub und stumm in Finsternissen. Gott führt, wen Er will, in die Irre, und wen Er will, den führt Er auf einen geraden Weg.“ (6:38-39)

Koranvers

Koranvers

„Soll ich denn einen anderen Gesetzesgeber suchen als Gott, wenn Er DIESES BUCH KLAR GEMACHT und herabgesandt hat?“ (6:114)

Koranvers

„Und das Wort deines Herrn ist in Wahrheit und Gerechtigkeit vollendet worden.“ (6:115)

Koranvers

Gott nicht glauben und seine Konsequenzen

Wie schon gezeigt, erklärt Gott, dass der Koran komplett, perfekt und klar ist. Seine Befehle sind klar und präzise, dass Sie nichts außer dem Koran als eine Quelle der religiösen Rechtleitung hochhalten sollen.

Nun, Sie haben die völlige Freiheit an Gott zu glauben oder Seine Erläuterungen zu verwerfen und Seine Befehle zu missachten, vorausgesetzt, dass Sie bewusst (oder unbewusst) bereit sind, die Folgen zu akzeptieren. Zweifellos akzeptieren Sie, dass die Ablehnung Gott zu glauben ein schwerwiegendes Vergehen ist. Wie schwerwiegend, ist in Vers 40 von Sure 7 zu lesen:

„Wahrlich, denjenigen, die Unsere Zeichen für Lüge erklären und sich mit Hochmut von ihnen abwenden, werden die Pforten des Himmels nicht geöffnet werden, noch werden sie in das Paradies eingehen, ehe denn ein Kamel durch ein Nadelöhr geht. Und so belohnen Wir die Verbrecher.“ (7:40)

Koranvers

Demnach ist es eine physische Unmöglichkeit für jene, die es ablehnen an Gott zu glauben, ins Paradies einzutreten.

 

Wichtiges Kriterium der göttlichen Offenbarung

Einige Leute behaupten, dass die „Hadith & Sunna“ göttliche Offenbarungen seien. Offensichtlich sind sie sich nicht bewusst, dass das Kriterium einer göttlichen Offenbarung eine perfekte Erhaltung ist. Seit die sogenannten Hadith & Sunna des Propheten dermaßen extrem verzerrt wurden, erfüllen sie nie das Kriterium der göttlichen Offenbarung. Es ist eine anerkannte Tatsache, dass die große Mehrheit der Ahadith Fälschungen sind.

„Wahrlich, Wir Selbst haben diese Ermahnung herabgesandt, und sicherlich werden Wir ihr Hüter sein.“ (15:9)

Koranvers

„… Und wahrlich, es ist ein ehrwürdiges Buch. Falschheit kann nicht hineingelangen, weder von vorn noch von hinten. Es ist eine Offenbarung von einem Allweisen, des Lobes Würdigen.“ (41:41-42)

Koranvers

Koranvers

Die Blasphemie ist deutlich, wenn behauptet wird, dass Hadith & Sunna göttliche Offenbarungen seien. Realisieren sie nicht, dass Gott im Stande ist, Seine Offenbarungen zu schützen?

 

Hadith und Sunna = 100% Vermutung

Gott deklariert, dass der Koran vollständig detailliert ist und die einzige Quelle sein sollte. Die Mehrheit der Muslime wurde hinters Licht geführt, indem ihnen gelehrt wurde, den Mutmaßungen genannt „Hadith & Sunna“ zu folgen.

Während der Koran als das authentische und unveränderte Wort Gottes (siehe: „Quran: Visual presentation of the miracle“) mit einem physischen Beweis versehen wurde, werden die Hadith & Sunna einstimmig als Vermutung eingestuft.

„Soll ich denn einen anderen Richter suchen als Gott – und Er ist es, Der euch das Buch detailliert gemacht und herabgesandt hat? … Und das Wort deines Herrn ist in Wahrheit und Gerechtigkeit vollendet worden. Keiner vermag Seine Worte zu ändern, und Er ist der Allhörende, der Allwissende. Und wenn du den meisten derer auf der Erde gehorchst, werden sie dich von Gottes Weg irreführen. Sie folgen nur VERMUTUNGEN und sie raten nur.“ (6:114-116)

Koranvers

Koranvers

Koranvers

„Sie folgen einem bloßen Wahn und ihren persönlichen Neigungen, obwohl doch die Weisung ihres Herrn zu ihnen kam.“ (53:23)

Koranvers

Dem Gesandten zu gehorchen ist notwendig

Dem Gesandten zu gehorchen ist unumgänglich, soweit es die koranischen Offenbarungen angeht. Dem Gesandten zu gehorchen bedeutet den Koran zu befolgen, den ganzen Koran und nichts als den Koran. Gehorsamkeit ist zwingend unter der Bedingung, dass die Quelle Gott durch den Gesandten ist, und nicht der Gesandte selbst, der nichts weiteres als ein menschliches, fehlerhaftes Wesen ist.

Wie im folgenden Vers gezeigt wird, muss man dem Gesandten nur dann gehorchen, wenn er Recht hat:

„O Prophet! Wenn gläubige Frauen zu dir kommen und dir den Treueid leisten, dass sie Gott nichts zur Seite stellen, und dass sie weder stehlen noch Unzucht begehen, noch ihre Kinder töten, noch Unwahrheit hervorbringen, die sie selbst wissentlich ersonnen haben, noch dir ungehorsam sein werden in dem, WAS RECHT IST, dann nimm ihren Treueid an und bitte Gott um Vergebung für sie. Wahrlich, Gott ist Allvergebend, Barmherzig.“ (60:12)

Koranvers

Folglich ist die Bedingung einleuchtend, dass Muhammad als Mensch nur gehorcht werden sollte, wenn er Recht hat. Als ein Gesandter ist Muhammad jedoch bedingungslos zu befolgen.

Der Koran betont, dass Gehorsam zwingend ist, wenn die Quelle Gott ist, während die persönliche Meinung des Gesandten schädlich sein kann für ihn und/oder für diejenigen, die seiner persönlichen Meinung nachfolgen:

„Was dich an Gutem trifft, kommt von Gott, und was dich an Schlimmem trifft, kommt von dir selbst. Und Wir haben dich als einen Gesandten zu den Menschen entsandt. Und Gott genügt als Zeuge. Wer dem Gesandten gehorcht, der hat Gott gehorcht; und wenn sich jemand abwendet, so haben Wir dich nicht zum Hüter über sie gesandt.“ (4:79-80)

Koranvers

Koranvers

Deswegen kann die persönliche Meinung von Muhammad schlecht sein, oder schlechtes verursachen. Auf der anderen Seite überliefert Mohammed als Gesandter die Worte Gottes, den Koran, und dem muss unbedingt Folge geleistet werden. Wer dem Gesandten gehorcht, gehorcht Gott und es wurde uns vorgeschrieben den Befehlen Gottes zu folgen und nicht den Befehlen eines Menschen.

Der Koran gibt mehrere Beispiele, dass wir Muhammad als Gesandten Gottes gehorchen müssen und nicht unbedingt dem, was er als Mensch überliefert hat. Als ein Gesandter überlieferte er den Koran und nichts als den Koran. Des Weiteren lehrt der Koran, dass Muhammad als Mensch einige schlimme Fehler begangen hat. So sehen wir in den folgenden Versen, dass Gott wünschte, ein Gesetz zu erlassen, mit welchem ein Mann die geschiedene Frau des adoptierten Sohnes heiraten kann. Muhammad sollte unser Beispiel sein. Jedoch widersprach dies den Traditionen von Arabien und der Prophet „fürchtete die Leute, statt Gott zu fürchten.“

„Und da sagtest du zu dem, dem Gott Gnade erwiesen hatte und dem du Gnade erwiesen hattest: „Behalte deine Frau für dich und fürchte Gott.“ Und du verbargst das, was du in dir hegtest, das, was Gott ans Licht bringen wollte, und du fürchtetest die Menschen, während Gott es ist, Den du in Wirklichkeit fürchten sollst. Dann aber, als Zaid (Muhammad’s adoptierter Sohn) seine eheliche Beziehung mit ihr beendet hatte, verbanden Wir sie ehelich mit dir, damit die Gläubigen in Bezug auf die Frauen ihrer adoptierten Söhne nicht in Verlegenheit gebracht würden, wenn diese ihre ehelichen Beziehungen mit ihnen beendet haben. Und Gottes Befehl muss vollzogen werden.“ (33:37)

Koranvers

Eine Sure illustriert die Tatsache, dass wir Muhammad nur seinen koranischen Überlieferungen zu folgen haben und nicht seinen persönlichen Meinungen oder Überlieferungen. Dies betrifft die sogenannten „Ahadith“ und die sogenannte „Sunna“ als legitimierte Quelle religiöser Führung. Die Sure heißt „Abasa“ (= Er runzelte die Stirn) und erzählt einen Vorfall, bei der Mohammed einen armen, blinden Mann ignorierte und seine ganze Aufmerksamkeit einem Reichen schenkte:

„Er runzelte die Stirn und wandte sich ab, als der blinde Mann zu ihm kam. Was lässt dich aber wissen, dass er sich nicht reinigen wollte oder dass er Ermahnung suchte und ihm somit die Lehre nützlich würde? Wer aber es nicht für nötig hält, dem kommst du (bereitwillig) entgegen, ohne dir etwas daraus zu machen, dass er sich nicht reinigen will. Was aber den anbelangt, der in Eifer zu dir kommt und gottesfürchtig ist, um den kümmerst du dich nicht. Nicht so. Wahrlich, dies ist eine Ermahnung. So möge, wer da will, diesem eingedenk sein.“ (80:1-12)

Koranvers

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Koranvers

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Die Verehrung Muhammads

Die Ablehnung Gott und Seinen wiederholten Erklärungen zu glauben, dass der Koran komplett, perfekt und die einzige Quelle der religiösen Führung ist und stattdessen den Mutmaßungen „Hadith & Sunna“ zu folgen, stellt eine Vergötterung des Propheten Muhammad gegen seinen Willen dar.

„Sprich: „Wäre das Meer Tinte für die Worte meines Herrn, wahrlich, das Meer würde versiegen, ehe die Worte meines Herrn zu Ende gingen, auch wenn wir noch ein gleiches als Nachschub brächten.“ Sprich: „Ich bin nur ein Mensch wie ihr, doch mir ist offenbart worden, dass euer Gott ein EINZIGER GOTT ist. Möge denn derjenige, der auf die Begegnung mit seinem Herrn hofft, gute Werke tun und KEINEN ANDEREN EINBEZIEHEN in den Dienst an seinem Herrn.“ (18:109-110)

Koranvers

Koranvers

Diese Verse informieren uns klar darüber, dass es Gott nicht an Worten mangelt; dass Er uns all die Worte, die wir brauchen, in diesem Koran gegeben hat, und dass wir nicht die Worte Mohammeds oder von sonst jemandem suchen sollten, und dass Muhammad ein Mensch wie alle anderen ist. Er sollte nicht verehrt werden (Schluss des Verses).

 

Koran: verehre Mohammed nicht

Es existieren nur zwei Verse im Koran, die den Propheten Mohammed als „nur ein menschliches Wesen wie ihr“ beschreibt.

Ist es ein Zufall, dass beide Verse am Ende verbieten, Götzendienst zu betreiben?

Der erste Vers wurde bereits gezeigt, der zweite folgt:

„Sprich: „Ich bin nur ein Mensch wie ihr. Mir wird offenbart, dass euer Gott ein EINZIGER GOTT ist; so folgt Ihm ALLEIN und bittet Ihn um Vergebung.“ UND WEHE DEN GÖTZENDIENERN!“ (41:6)

Die wahren Gläubigen glauben ihrem Herrn, dass der Koran komplett, perfekt, klar und die einzige Quelle religiöser Führung ist. Nur die Götzendiener werden anderes als den Koran suchen. „Hadith & Sunna“ zu befolgen bedeutet den Propheten Muhammad gegen seinen Willen zu verehren.

 

Die Verzerrung des Koran (1)

„Wahrlich, Gott sendet Segnungen auf den Propheten, und Seine Engel bitten darum für ihn. O ihr, die ihr glaubt, bittet (auch) ihr für ihn und wünscht ihm Frieden in aller Ehrerbietung.“ (33:56)

Koranvers

Dies ist bislang der meist verzerrte Vers im ganzen Koran. Durch satanische Verzerrungen, Ignoranz und Götzendienst verursacht dieser Vers, dass Millionen von Muslimen den Propheten gegen seinen Willen preisen, statt Gott zu preisen. Menschen, die die Ehrungen Tag und Nacht singen, ignorieren offensichtlich zwei wichtige Fakten:

(1) Das Wort „Naby = Prophet“, bezieht sich auf ihn IMMER dann, als der Prophet noch am Leben war; nicht nach seinem Tod.

(2) In der gleichen Sure, und 13 Verse vorher, sehen wir, dass Gott und Seine Engel das gleiche für alle Gläubigen tun…

 

„Er ist es, Der euch segnet, und Seine Engel bitten (darum) für euch, dass Er euch aus den Finsternissen zum Licht führe. …“ (33:43)

Koranvers

Vers 103 von Sure 9 erklärt die Bedeutung der Wörter „ssalloo“ und „yussallee.“ In diesem Vers sehen wir, dass der Prophet den Befehl erhalten hat, die Gläubigen zu „yussallee“, so wie es von ihnen verlangt wird, das gleiche für ihn zu tun in Vers 56 von Sure 33.

„Nimm Almosen von ihrem Besitz, auf dass du sie dadurch reinigen und läutern mögest. Und ermutige sie (SSALLEE ‚ALAYHIM); denn deine Ermutigung verschafft ihnen Beruhigung. Und Gott ist Allhörend, Allwissend.“ (9:103).

Koranvers

Die wahre Bedeutung des Ausdrucks ist „Ermutigung“ und NICHT „ehre Tag und Nacht“, wie es die Verzerrer andeuten.

 

ZUSAMMENFASSUNG:

1. Gott und Seine Engel ermutigen die Gläubigen, um sie aus der Finsternis ins Licht zu führen (33:43).

2. Gott und Seine Engel ermutigen den Propheten während seinem Leben um ihn auf dem rechten Weg zu behalten (33:56).

3. Die Gläubigen sind gefordert den Propheten zu unterstützen, während er lebt (33:56), und der Prophet tut das gleiche für die Gläubigen (9:103).

 

Die Verzerrung des Koran (2)

„Wahrlich, ihr habt an dem Gesandten Gottes ein schönes Vorbild für jeden, der auf Gott und den Letzten Tag hofft und Gottes häufig gedenkt.“ (33:21)

Koranvers

Satan benutzte diesen Vers um einen speziellen Status der Verehrung Muhammads zu behaupten und um die Leute zu überzeugen, dass die Sunna (Tradition) notwendig sei. Es besteht kein Zweifel, dass der Prophet Muhammad unser Vorbild ist. Seinem Vorbild wird gefolgt, wenn man den Koran befolgt, und nichts als den Koran.

Offensichtlich sind diejenigen unwissend über die Tatsache, die in die Falle Satans getappt sind, dass Abraham im Koran mit den gleichen Worten beschrieben wird – Wort für Wort.

„Ihr habt an Abraham und denjenigen, die mit ihm glaubten, ein schönes Vorbild für jeden, der auf Gott und den Letzten Tag hofft.“ (60:4,6)

Koranvers

Koranvers

Hasst Gott Mohammed?

Natürlich nicht. Aber werden die Verse wiederholt, die Gott über Muhammad offenbart hat, wird man beschuldigt, Muhammad zu hassen. Gleicherweise wird man von den Christen beschuldigt Jesus zu hassen, wenn ihnen gesagt wird, dass Jesus ein menschliches Wesen und ein Gesandter Gottes ist.

 

Mohammed kann niemanden führen/leiten

„Wahrlich, du kannst nicht einmal dem den Weg weisen, den du liebst; Gott aber weist dem den Weg, dem Er will; und Er kennt jene am besten, die die Führung annehmen.“ (28:56)

Koranvers

Die einzige Funktion des Propheten war es, den Koran ohne jegliche Veränderung, Ergänzung, Verkürzung oder weitere Erklärung zu überliefern.

 

Die wahre Liebe für Mohammed

Die wahre Liebe zu Jesus ist es, ihn als einen Menschen und Gesandten Gottes zu erkennen. Die Christen lieben Jesus innig, dennoch wird er sie am Jüngsten Tag ablehnen (Matthäus 7:23 und Qur’an 5:116).

Die wahre Liebe für Muhammad ist es, ihn als Menschen zu erkennen und seinen Lehren zu folgen, d.h. den Koran und nichts als den Koran zu befolgen! Diejenigen, die „Hadith & Sunna“ befolgen, werden als Feinde Muhammads bezeichnet, und Muhammad wird sie am Jüngsten Tag ablehnen, wie wir hier sehen:

„Und der Gesandte wird (am Jüngsten Tag) sagen: „O mein Herr, mein Volk hat DIESEN QUR’AN verlassen.“ Und so gaben Wir jedem Propheten einen Feind aus den Reihen der Sünder; doch dein HERR GENÜGT ALS FÜHRER UND HELFER.“ (25:30-31)

Koranvers

Koranvers

Man beachte die „Wort für Wort“ Ähnlichkeit zwischen Vers 31 oben und Vers 112 aus Sure 6, welcher spezifisch „Hadith“ thematisiert.

Gott ist derjenige, der uns erschaffen hat; Gott ist derjenige, der uns unterstützt; Gott ist derjenige, der unserem Leben ein Ende setzt; Gott ist derjenige, der uns auferstehen lässt; Gott ist derjenige, der mit uns abrechnet. Muhammad tut keines dieser Dinge (siehe 30:40).

 

Mohammed kennt die Zukunft nicht

„Sprich: „Ich bin kein neuer Erfinder unter den Gesandten, und ich weiß nicht, was mit mir oder mit euch geschehen wird. Ich folge nur dem, was mir offenbart wird; und ich bin nur ein deutlicher Warner.“ (46:9)

Koranvers

„Sprich: „Ich habe nicht die Macht, mir selbst zu nützen oder zu schaden, es sei denn, Gott will es. Und hätte ich Kenntnis von dem Verborgenen, wahrlich, ich hätte mir die Fülle des Guten zu sichern vermocht, und Übles hätte mich nicht berührt. Ich bin ja nur ein Warner und ein Bringer froher Botschaft für die Leute, die gläubig sind.“ (7:188)

Koranvers

Nichtsdestotrotz gibt es Hunderte von Ahadith, die von zukünftigen Ereignissen berichten, die nichts mit dem Qur’an zu tun haben und stellen persönliche Vorhersagen dar. Einer dieser berühmten Ahadith ist hier vorzufinden: „Ihr sollt meiner Sunna folgen (Traditionen), und der Sunna der ‚geleiteten Khalifen‘ (Al-Khulafaa‘ Al-Rashideen), die nach mir kommen.“

Es sollte beachtet werden, dass der Begriff „Al-Khulafaa‘ Al-Rashideen“ erst 200 Jahre nach dem Propheten in der arabischen Literatur erschienen ist. Er ist ein moderner Begriff. Wie konnte der Prophet wissen, dass es „Khulafaa“ geben wird, und wie hat er gewusst, dass sie „Al-Khulafaa‘ Al-Rashideen“ genannt werden? Der Begriff „Al-Khulafaa‘ Al-Rashideen“ bezieht sich gezielt auf die vier Khalifen: Abu Bakr, Umar, Uthman und Ali. Er war bis zwei Jahrhunderte nach dem Propheten nicht bekannt.

 

Das Mythos der Fürsprache

Fürsprache ist einer von Satans effektivsten Tricks um die Menschen zu überlisten, ihre Propheten und/oder Heilige zu verehren. Der Koran erwähnt wiederholend, dass am Jüngsten Tag keine Fürsprache zulässig ist. Viele Muslime wurden durch „Hadith & Sunna“ hinters Licht geführt und verehren den Propheten Mohammed gegen seinen Willen und erfinden die Idee der Fürsprache (Shafaa’ah):

„Spendet von dem, was Wir euch beschert haben, bevor ein Tag kommt, an dem es kein Handeln, keine Freundschaft und keine Fürsprache geben wird. Die Ableugner sind es, die Unrecht tun.“ (2:254)

Koranvers

Die Propheten folgen einfach den Befehlen Gottes. Er kennt ihre Vergangenheit und Zukunft. Sie können keine Fürsprache einlegen außer bei denen, die bereits durch Gott errettet wurden. Die Propheten selbst sind sogar über ihr eigenes Schicksal unsicher.

„Er weiß, was vor ihnen und was hinter ihnen liegt, und sie legen Fürsprache nur für den ein, der Ihm genehm ist. Und sie erschrecken aus Furcht vor Ihm.“ (21:28)

Koranvers

Trotz der wiederholten Aussagen des Koran, dass Mohammed keine Macht besitzt, irgendjemanden zu schaden oder zu nützen, war Satan erfolgreich, indem er die Idee der Fürsprache unter die Leute gebracht hat. Satan überzeugte seine Opfer, dass Mohammed sie aus der Hölle holen und sie in den Himmel einlassen wird! Viele sogenannte „Muslime“ erweitern das Konzept der Fürsprache, um zahlreiche, mehrere Heilige und/oder Imame einzubeziehen:

„Sie verehren statt Gott das, was ihnen weder schaden noch nützen kann; und sie sagen: „Das sind unsere Fürsprecher bei Gott.“ Sprich: „Wollt ihr Gott von etwas Nachricht geben, was Ihm in den Himmeln oder auf der Erde unbekannt ist?“ Gepriesen sei Er, und hoch Erhaben ist Er über das, was sie (Ihm) zur Seite stellen.“ (10:18)

Koranvers

Das Mythos von Mohammed als Fürsprecher

Der Gedanke der Fürsprache impliziert, dass Gott einige Partner habe. Deswegen ist Fürsprache Götzendienst, und diejenigen, die glauben, dass Mohammed Fürsprache einlegen wird für irgendjemanden, verehren den Propheten gegen seinen Willen. Fürsprache von Mohammed ist weit verbreitet in den satanischen Neuerungen (bekannt als Hadith und/oder Sunna).

Der Koran kennzeichnet Fürsprache klar als Götzendienst und stellt ein großes Kriterium auf: diejenigen, die an Fürsprache glauben, halten es nicht aus, über Gott alleine zu sprechen. Sie müssen ihre Idole erwähnen.

„Sprich: „ALLE FÜRSPRACHE gehört Gott. Sein ist das Königreich der Himmel und der Erde. Und zu Ihm werdet ihr zurückgebracht. Und wenn GOTT ALLEINE genannt wird, dann krampfen sich die Herzen derer, die nicht ans Jenseits glauben, in Widerwillen zusammen; werden aber ihre Idole genannt, siehe, dann beginnen sie sich zu freuen.“ (39:44-45)

Koranvers

Koranvers

Mohammed wird nicht mit uns abrechnen

„Dir obliegt NUR die Verkündigung (des Qur’ans) und Uns die Abrechnung.“ (13:40)

Koranvers

Mohammed kann uns weder nützen noch schaden

„Sprich: Ich vermag mir selbst weder zu schaden noch zu nutzen.“ (10:49)

Koranvers

„Sprich: Ich habe nicht die Macht, euch Schaden oder Nutzen zuzufügen.“ (72:21)

Koranvers

Deshalb kann der Prophet uns nicht ins Paradies bringen, oder uns aus der Hölle holen. Er wird mit uns auch nicht abrechnen, uns nicht nützen, uns nicht schaden. Seine einzige Aufgabe war es, den Koran zu überliefern und nichts als den Koran. Um ihn zu lieben und zu ehren, muss man dem Koran alleine folgen und die Erdichtungen, die ihm zugeschrieben werden, ablehnen.

 

Aufgaben eines Gesandten

Du sollst niemandem dienen außer Gott

Weder Jesus noch Mohammed wollten verehrt werden. Ihre einzige Funktion bestand darin, den Glauben an GOTT ALLEIN zu predigen.

„Und Wir schickten keinen Gesandten vor dir, dem Wir nicht befohlen haben zu sagen, dass es kein Gott außer Mir gibt, darum dient nur Mir.“ Und sie sagten: „Der Allerbarmer hat Sich einen Sohn genommen.“ Gepriesen sei Er! Alle Gesandten sind (nur) geehrte Diener; Sie sprechen nicht aus eigenem Anlass, und sie handeln nur nach Seinem Befehl. Er kennt ihre Vergangenheit und ihre Zukunft, und sie legen keine Fürsprache ein außer für den, an dem Er Wohlgefallen hat. Die Gesandten selbst sind über ihr eigenes Schicksal besorgt. Und dem, der von ihnen sagen wollte: „Ich bin ein Gott neben Ihm“, würden Wir es mit der Hölle vergelten. Und ebenso vergelten Wir es den Ungerechten.“ (21:25-29)

Koranvers

Koranvers

Koranvers

Koranvers

Koranvers

Einzige Funktion des Propheten: Koran überliefern

Wiederholt setzt der Koran das „Doppelnegativ“ ein, um zu betonen, dass Mohammed keine Funktion außer der Überlieferung des Korans hatte:

„Wenn sie sich abwenden, so haben Wir dich nicht als Hüter über sie gesandt. Du hast keine Pflicht außer (den Qur’an) zu verkünden. …“ (42:48)

Koranvers

„Ob Wir dich etwas dessen, was Wir ihnen androhen, sehen lassen oder dich abberufen, dir obliegt NUR die Verkündigung (des Qur’ans) und Uns die Abrechnung.“ (13:40)

Koranvers

„Dem Gesandten obliegt NUR die Verkündigung. Und Gott weiß, was ihr kundtut und was ihr verborgen haltet. Sprich: „Das Schlechte und das Gute sind nicht gleich“, obgleich dich auch die Menge des Schlechten in Erstaunen versetzen mag. Darum fürchtet Gott, ihr Verständigen, auf dass ihr erfolgreich sein möget.“ (5:99-100)

Koranvers

Koranvers

Unglücklicherweise sind diejenigen, die es ablehnen zu glauben, dass der Koran die einzige Quelle religiöser Führung ist, weitaus mehr als diejenigen die glauben. (Siehe auch 16:35, 82; 24:54; 29:18; 36:17; & 64:12)

 

Mohammed erklärt, interpretiert oder
nimmt nicht vorweg, er überliefert und folgt nur

Die Befürworter von Hadith & Sunna behaupten, dass Hadith & Sunna gebraucht werden, um den Koran zu erklären. Der Koran lehrt jedoch, dass Gott der Lehrer des Koran ist, dass Gott den Koran in die Herzen der Gläubigen legen wird, egal welche Muttersprache sie sprechen, und dass Mohammed nicht den Koran erklären wird:

„Gott lehrt den Qur’an.“ (55:1-2)

Koranvers

Koranvers

„… Sei er fremdsprachig oder arabisch. Sprich: „Er ist eine Führung und eine Heilung für die Gläubigen. Die Ableugner aber sind schwerhörig in ihren Ohren und er (der Koran) ist für sie unzugänglich. Sie sind so, als werde ihnen etwas aus großer Entfernung zugerufen.“ (41:44)

Koranvers

„Bewege deine Zunge nicht mit ihm (dem Qur’an), um dich damit zu übereilen. Uns obliegt seine Sammlung und seine Verlesung. Darum folge seiner Verlesung, wenn Wir ihn verlesen lassen; dann obliegt Uns, seine ERKLÄRUNG darzulegen.“ (75:16-19)

Koranvers

Koranvers

Koranvers

Koranvers

Die Folger von Hadith und Sunna folgen
nicht einmal ihren eigenen Lehren

Die maßgeblichsten Hadith-Bücher, namentlich Muslim & Ibn Hanbal, überliefern, dass der Prophet es verordnet habe, dass niemand von ihm etwas aufzeichnen soll außer dem Koran. Hier wird der arabische Text des Hadith gezeigt:

„Abi Saeed Al-Khudry – möge Gott ihn segnen – erzählte, dass der Gesandte Gottes – Heil und Frieden Gottes auf ihm – gesagt hat: ‚Schreib nichts von mir AUSSER DEM QUR’AN. Jeder der etwas anderes als den Qur’an niederschreibt, soll es wieder auslöschen.'“ !!!

Hadith zum Verbot der Niederschrift

 

Selbst gemäß ihrer eigenen Lehre sind sie ungehorsam gegenüber dem Propheten.

Unglaubliche Tatsache: Sie folgen nicht einmal ihren eigenen Lehren

Gemäß den maßgeblichsten Hadith-Quellen änderte der Prophet nie seine Einstellung, dass man von ihm nur den Koran aufzeichnen soll:

Hadith zum Verbot ihrer Niederschrift

Zayd Ibn Thabit (der dem Propheten nächste Offenbarungsniederschreiber) besuchte den Khalifa Mu’aawiya (mehr als 30 Jahre nach dem Tod des Propheten), und erzählte ihm eine Geschichte über den Propheten. Mu’aawiya gefiel die Story und beorderte jemanden es niederzuschreiben. Aber Zayd sagte: „Der Gesandte Gottes befahl uns nie seine eigenen Hadith zu schreiben.“ (Berichtet von Ibn Hanbal)

 

Sie folgen nicht einmal ihrem eigens aufgestelltem Idol!!

 

Koran: Haben sie ein ‚Buch‘, wo sie alles
finden können, was sie wünschen?

Wenn die Anhänger von Hadith & Sunna mit den gezeigten Ahadith konfrontiert werden, bestätigen sie die Existenz solcher Ahadith. Sie erklären ihr Fehlverhalten den eigenen Lehren zu folgen dadurch, dass es wirklich gleichwertige „authentische“ Ahadith gebe, in denen der Prophet es befahl, die Ahadith niederzuschreiben!! Der Koran beschreibt solche Leute als „Kriminelle,“ und fragt: „Haben sie ein ‚Buch‘ wo sie alles finden können, was sie sich wünschen?“

„Sollen wir die Muslime wie Kriminelle behandeln? Was ist falsch mit deinem Urteil? HAST DU EIN BUCH, IN DEM DU ALLES FINDEN KANNST, WAS DU DIR WÜNSCHST?“ (68:35-38)

Sowohl Hadith als auch Sunna passen in diese koranische Beschreibung eines „Buches, worin alles gefunden werden kann, was gewünscht wird.“ Die mutmaßliche und widersprüchliche Natur von Hadith und Sunna wird einstimmig erkannt.

 

Ihre Lieblingsfrage

„Wenn der Qur’an komplett und völlig detailliert ist (wie es Gott sagt), wo finden wir dann die Einzelheiten der Kontaktgebete (Salât)?“

Diese berühmte Frage offenbart ihre totale Unwissenheit über den Koran und ihre unterbewusste Bemühung um zu beweisen, dass Gott falsch liege in Seinen wiederholten Erklärungen, dass der Koran „komplett“ und „völlig detailliert“ ist. Der Koran lehrt in keinen unklaren Begriffen, dass Abraham der Gründer des Islam ist, wie er heute praktiziert wird. Was hat Abraham somit zu unserem täglichen Leben als Muslim beigetragen?

Der Koran lehrt, dass Generation nach Generation alle religiösen Praktiken des Islam (Kontaktgebet (Salâh), Almosen (Zakah), Fasten (Sawm) und Pilgerfahrt (Hadsch)) zu uns durch Abraham kamen.

Also basiert der Islam, in seiner endlichen Form, wie er heute praktiziert wird, auf zwei Grundlagen:

  1. Koran: durch Mohammed überliefert,
  2. Religiöse Praktiken: durch Abraham überliefert

Alle religiösen Praktiken des Islam existierten bereits vor Mohammed. Mohammeds einzige Funktion war, den Koran zu überliefern.

 

Abraham: der Gründer des Islam

Abraham war der erste Empfänger des Islam-Konzeptes, und der erste Benutzer des Wortes „MUSLIM“ (siehe 2:131).

„Und eifert in Gottes Sache, wie dafür geeifert werden soll. Er hat euch erwählt und hat euch nichts auferlegt, was euch in der Religion bedrücken könnte, der RELIGION EURES VATERS ABRAHAM. Er ist es, Der euch vordem schon Muslime nannte und (nun) in diesem (Buch), damit der Gesandte Zeuge über euch sei und damit ihr Zeugen über die Menschen sein möget. Also verrichtet das Gebet und entrichtet die Zakah und haltet an Gott fest. Er ist euer Beschützer, ein vortrefflicher Beschützer und ein vortrefflicher Helfer!“ (22:78)

Koranvers

Wenn Abraham also der Gründer des Islam ist, hat er dann zu unserem islamischen Leben etwas beigetragen? Die Antwort ist: „JA; er hat die religiösen Praktiken überliefert (Salah, Zakah, Fasten und Hadsch).“

 

Islam ist die Religion Abrahams

Während es Mohammeds einzige Mission war, den Koran zu überliefern, wurden alle religiöse Praktiken durch Abraham überliefert.

„Und sie sagen: „Seid ihr Juden oder Christen, dann werdet ihr rechtgeleitet sein.“ Sprich: „Nein! Wir befolgen die Religion Abrahams: Monotheismus; der rechtgläubig war und nicht den Götzenanbetern angehörte.“ (2:135)

Koranvers

„Abraham war weder Jude noch Christ; vielmehr war er Monotheist, ein Gottergebener, und keiner von denen, die (Gott) Gefährten beigesellen. Wahrlich, die Menschen, die Abraham am nächsten stehen, sind jene, die ihm folgen, und dieser Prophet (Muhammad) und die Gläubigen. Und Gott ist der Beschützer der Gläubigen.“ (3:67-68)

Koranvers

Koranvers

Mohammed war ein Folger Abrahams

„Alsdann haben Wir dir offenbart: „Folge dem Weg Abrahams, des Lauteren im Glauben, der nicht zu den Götzendienern gehörte.“ (16:123)

Koranvers

Wenn wir Folger von Mohammed sind, dann sind wir logischerweise auch Folger von Abraham. Was lernten wir von Abraham? Der Koran lehrt uns, dass wir alle religiösen Praktiken des Islam von Abraham gelernt haben. Dies beinhaltet Salah (Gebete), Zakah (Almosen), Fasten und Hadj (Pilgerfahrt). Demzufolge basiert der Islam auf zwei Säulen:

  1. Koran: durch Mohammed
  2. Religiöse Praktiken: durch Abraham

 

Salah wurde von den Gegnern Mohammeds verrichtet

Die ganze arabische Gesellschaft vor und während der Zeit Mohammeds folgte der Religion Abrahams. Also waren es Abu Lahab, Abu Jahl und die Götzendiener von Quraish gewohnt die täglichen Gebete zu verrichten, genauso wie wir es heute tun, mit der einzigen Ausnahme die koranische Fatiha statt die abrahamitische Fatiha auszusprechen.

„Gott aber wollte sie nicht bestrafen, solange du unter ihnen weiltest, noch wollte Gott sie bestrafen, während sie um Vergebung baten. Aber, warum sollte Gott sie nicht bestrafen, wenn sie (die Gläubigen) von (dem Besuch) der heiligen Moschee abhalten, wo sie doch nicht deren Beschützer sind? Ihre Beschützer sind nur die Gottesfürchtigen, jedoch die meisten von ihnen wissen es nicht. UND IHRE GEBETE vor dem Haus (Ka’ba) ist nichts anderes als Betrug und Abstoßung. „Kostet denn die Strafe dafür, dass ihr ungläubig wart.“ (8:33-35)

Koranvers

Koranvers

Koranvers

Heilige Monate waren vor Mohammed bekannt

Die vier heiligen Monate im Islam waren vor der Zeit Mohammeds bekannt. Dies wiederum beweist, dass alle religiösen Praktiken vom Islam weder durch Mohammed eingeführt noch dass sie vom Propheten Mohammed gelehrt wurden. Die Aufgabe des Propheten Mohammeds war nur, den Koran zu überliefern.

„Wahrlich, die Zahl der Monate bei Gott beträgt zwölf Monate; wie im Buche Gottes seit dem Tage, da Er die Himmel und die Erde erschuf. Von diesen sind vier heilig. Das ist der beständige Glaube. Darum versündigt euch nicht in diesen (Monaten). Und bekämpft die Götzendiener allesamt, wenn sie euch angreifen; und wisst, dass Gott mit denjenigen ist, die Ihn fürchten. Das Verschieben (eines heiligen Monats) ist nur eine Steigerung der Ableugnung. Die Ableugner werden dadurch irregeführt. Sie erlauben es in einem Jahr und verbieten es in einem anderen Jahr, damit sie eine Übereinstimmung in der Anzahl (der Monate) erreichen, die Gott heilig gemacht hat, und so erlauben sie das, was Gott verwehrt hat. Das Böse ihrer Taten wird ihnen schön vor Augen geführt. Doch Gott weist dem ableugnenden Volk nicht den Weg.“ (9:36-37)

Koranvers

Koranvers

Die heutigen Götzendiener im Vergleich zu den Götzendienern aus Quraisch

Millionen von „Muslime“ praktizieren heute eine Form, die dem Götzentum der Zeit Mohammeds vor den Quraish ähnelt. Millionen von „Muslimen“ in Ägypten, Iran, Pakistan, Indien und in vielen anderen Ländern gehen in die Moschee, um zu beten. Ihre Gebete sind eindeutig für Gott. Nachdem sie ihr Gebet verrichtet haben, besuchen sie die Grabstätte der Heiligen und bitten um Gesundheit, Wohlstand und/oder Kinder.

Die Götzendiener von Quraish verrichteten die Kontaktgebete genauso wie wir heute, aber sie besuchten ihre Götzen Allat, Al-‚Uzzah, Manat etc., um für Gesundheit, Wohlstand und/oder Kinder zu bitten. Also ist das offensichtliche Götzentum von Millionen Muslimen von heute genau gleich wie das Götzentum der Quraish vor und während der Zeit Mohammeds; nur die Götzen sind verschieden.

Außer den jüdischen und christlichen Minderheiten folgte die arabische Gesellschaft vor der Mission Mohammeds der Religion Abrahams. Sie praktizierten die religiösen Pflichten des Islam. Ihre Kontaktgebete waren mit den unsrigen identisch, sie praktizierten aber ebenso Götzentum. Die „muslimischen“ Massen von heute praktizieren Götzentum, indem sie den Propheten gegen seinen Willen idolisieren, indem sie ihre Heiligen und heilige Männer oder Imame idolisieren. Und sie folgen anderen Quellen außerhalb dem Koran.

 

Du sollst das Gebet regelmäßig verrichten

Dieser Befehl war in den ersten Wochen der koranischen Offenbarungen gesandt. Macht es Sinn, dass Gott uns etwas befehlen würde, etwas Unbekanntes zu verrichten?

„… und verrichtet das Gebet und entrichtet die Zakah und gebt Gott ein gutes Darlehen. Und das, was ihr an Gutem für eure Seelen vorausschickt, werdet ihr bei Gott als besseren und größeren Lohn finden. Und bittet Gott um Vergebung. Wahrlich, Gott ist Allvergebend, Barmherzig.“ (73:20)

Koranvers

Das Wort „Salah“ ist sehr speziell und bedeutet nur eine Sache, wie z.B. das Verrichten von spezifischen Praktiken inklusive Beugung und Niederwerfung. Dies ist im Koran durchgehend, die ganze Zeit hindurch und in Relation zu jedem Propheten, Gesandten etc. wahr.

 

Alle religiösen Praktiken des Islam
kamen zu uns durch Abraham

In 2:128 sehen wir, dass Abraham und Ismael Gott inständig baten, ihnen die „religiösen Praktiken des Islam“ zu lehren.

„Und als Abraham mit Ismael die Grundmauern des Hauses errichtete, beteten sie: „Unser Herr, nimm von uns an; denn wahrlich, Du bist der Allhörende, der Allwissende. Und, unser Herr, mach uns zu Muslimen und aus unserer Nachkommenschaft eine Gemeinde, die Muslime (Gottergebene) sind. UND ZEIGE UNS DIE LEHREN DER RELIGIÖSEN PFLICHTEN und wende uns Deine Gnade wieder zu; denn wahrlich, Du bist der gnädig Sich-wieder-Zuwendende, der Barmherzige.“ (2:127-128)

Koranvers

Koranvers

Abraham: erster (und letzter) Empfänger der spezifischen religiösen Praktiken

Den Propheten und Gesandten vor Abraham wurden keine religiösen Praktiken gegeben. Die menschliche Gesellschaft war so primitiv, dass der Glaube an Gott allein alles war, was für eine Erlösung nötig war. Als Beispiel kann Sure 71 gelesen werden. Die religiösen Praktiken erscheinen im Koran nur nach Abraham, nie vor ihm.

„Und verrichtet das Gebet und entrichtet die Zakah und verneigt euch mit den Sich-Verneigenden.“ (2:43)

Koranvers

„Und als Wir das Haus zu einem Ort der Einkehr für die Menschen machten sowie zu einer Sicherheit (,sprachen Wir): „Nehmt euch die Stätte Abrahams zum Gebetsort.“ Und Wir haben Abraham und Ismael auferlegt: „Reinigt Mein Haus für die es Umkreisenden und (sich dorthin) Zurückziehenden, die Sich-Verneigenden und Sich-Niederwerfenden.“ (2:125)

Koranvers

Kontaktgebete wurden vor Mohammed verrichtet

Aber die Juden und Christen „verließen“ die Kontaktgebete.

„O Maria, sei vor deinem Herrn voller Andacht und wirf dich nieder und beuge dich mit den Sich-Beugenden.“ (3:43)

Koranvers

„Und Er gab mir Seinen Segen, wo ich auch sein möge, und Er befahl mir Gebet und Zakah, solange ich lebe.“ (19:31)

Koranvers

„Dann aber kamen nach ihnen Nachfahren, die das Gebet vernachlässigten und ihren Leidenschaften folgten. So gehen sie nun sicher dem Untergang entgegen.“ (19:59)

Koranvers

Es existieren noch Juden und Christen, die das Kontaktgebet erhalten haben, nämlich die Samariten und die russische christlich orthodoxe Kirche. Es ist bemerkenswert, dass die jüdischen Samariten die menschengemachten Befehle des Talmud denunzierten und sich entschieden, an Gottes Wort (Tora) alleine festzuhalten (siehe „The Myth of God Incarnate“, Seite 117).

 

Salah und Zakah kamen zu uns durch Abraham

Jene, die den Glauben an Gott ablehnen, fordern den Koran mit Fragen wie die folgende heraus: „Wenn der Koran komplett und völlig detailliert ist (wie in 6:19,38,114 beschrieben), wo können wir die Einzelheiten von Salah und Zakah finden?“ Für solche Leute, die offensichtlich vom Koran entfernt sind (18:57), präsentieren wir hier die folgende koranische Wahrheit:

„Und Wir schenkten ihm Isaak und dazu Jakob, und Wir machten sie rechtschaffen. Und Wir machten sie zu Vorbildern, die auf unser Geheiß (die Menschen) rechtleiteten, und Wir LEHRTEN SIE, GUTES ZU TUN UND DAS GEBET ZU VERRICHTEN UND DIE ZAKAH ZU ENTRICHTEN. Und sie verehrten Uns allein.“ (21:72-73)

Koranvers

Koranvers

Unglücklicherweise ist diese simple Tatsache im Koran für jene nicht erreichbar, die zu beweisen versuchen, dass der Koran nicht komplett sei.

Zuerst müssen sie zu einer ehrlichen Überzeugung gelangen, dass der Koran komplett, perfekt und völlig detailliert ist; sie müssen ihrem Herrn glauben. Wenn sie diese Überzeugung erlangt haben, werden alle Abschirmungen um ihre Herzen entfernt und die Taubheit wird von den Ohren weichen und sie werden der koranischen Wahrheit würdig.

 

Fasten kam zu uns durch Abraham
(und wurde dann im Koran angepasst)

„Es ist euch erlaubt, euch in der Nacht des Fastens euren Frauen zu nähern; sie sind Geborgenheit für euch und ihr seid Geborgenheit für sie. Gott weiß, dass IHR EURE EIGENEN SEELEN BETRÜGT (indem Geschlechtsverkehr in der Nacht betrieben wurde), und Er wandte euch Seine Gnade wieder zu und vergab euch. SO pflegt NUN Verkehr mit ihnen und trachtet nach dem, was Gott für euch bestimmt hat.“ (Auszug aus 2:187)

Koranvers

Dieser Vers informiert uns klar darüber, dass Fasten vor Muhammad gemäß der Religion Abrahams (Islam) praktiziert wurde. Als das Fasten durch Abraham verordnet wurde, war der Geschlechtsverkehr im Monat Ramadan durchgehend, Tag und Nacht verboten.

 

Pilgerfahrt kam zu uns durch Abraham

Man bemerke, dass der gleiche Vers auch die Art und Weise des Kontaktgebets zeigt (Beugung und Niederwerfung):

„Und als Wir für Abraham die Stätte des Hauses bestimmten(, sprachen Wir): „Setze Mir nichts zur Seite und halte Mein Haus rein für die (es) Umkreisenden, Beugenden und Sich-Niederwerfenden. Und rufe die Menschen zur Pilgerfahrt auf. Sie werden zu Fuß und auf jedem mageren Kamel aus allen fernen Gegenden zu dir kommen.“ (22:26-27)

Koranvers

Koranvers

Also lehrt uns der Koran klar, dass alle religiösen Praktiken des Islam (Gebet, Almosen, Fasten und Pilgerfahrt) zu uns durch Abraham kamen. Der Koran lehrt, dass Gott Abraham beibrachte wie Salah, Zakah, Fasten und Hadj auszuführen ist. Und Abraham lehrte diese Praktiken seinen Kindern und diese ihren Kindern und so weiter Generation für Generation.

 

Sie bestehen immer noch drauf

Sogar nachdem man denjenigen, die Gott nicht glauben, all diese koranischen Beweise darlegt, ist zu erkennen, dass sie auf ihren eigenen Weg bestehen. Man sollte nicht überrascht sein, wenn sie danach immer noch fragen: „Wo sind die Einzelheiten von den Kontaktgebeten im Koran?“

Bis sie sich entscheiden, ihrem Schöpfer zu glauben, Seinen wiederholten Erklärungen zu glauben, dass der Koran komplett ist, können sie die koranische Wahrheit nicht sehen. Dies wird wie folgt belegt:

 

Konsequenzen aufgrund der Ablehnung, dem Koran zu glauben

Entzug des Sehens, Hörens oder des Verstehens des Koran. So wird die Rechtleitung unmöglich:

„Und wer ist ungerechter als der, der an die Verse seines Herrn gemahnt wurde, sich aber von ihnen abwandte und vergaß sich seiner Sünde bewusst zu sein? Wahrlich, Wir haben Schleier über ihre Herzen gelegt, so dass sie ihn (den Qur’an) nicht begreifen, und Taubheit in ihre Ohren. Und selbst wenn du sie zum rechten Weg rufst, werden sie nie den rechten Weg einschlagen.“ (18:57)

Koranvers

Zwei bedauerliche Tatsachen des Lebens

  1. Die Mehrheit der Menschen sind Ableugner.
  2. Die Mehrheit der GLÄUBIGEN gehen in die Hölle.

„Und die meisten Menschen werden nicht glauben, magst du es auch noch so eifrig wünschen.“ (12:103)

Koranvers

„Und die meisten von ihnen glauben nicht an Gott, ohne (Ihm) Götter zur Seite zu stellen.“ (12:106)

Koranvers

Wenn Sie also ein Teil dieser Mehrheit sind, dann befinden Sie sich in großer Gefahr. Selbst wenn Sie ein Teil der gläubigen Mehrheit sind, befinden Sie sich in großer Gefahr.

Diejenigen, die Gott allein dienen, sind eine seltene und extrem glückliche Gruppe. Sie sind eine Minderheit der Minderheit.

 

Das Problem: sie denken, dass sie rechtschaffen wären

„Und für jeden, der sich von der Botschaft des Allerbarmers abwendet, bestimmen Wir einen Satan, der sein Begleiter sein wird. Und wahrlich, die Satane wenden die Ableugner vom Weg ab, jedoch MEINEN sie, sie seien rechtgeleitet.“ (43:36-37)

Koranvers

Koranvers

„Sprich: „Ihr sollt strikt gerecht sein an jeder Gebetsstätte, und dient Gott, indem ihr euren Dienst Ihm allein widmet. Wie Er euch ins Dasein gebracht hat, so werdet ihr (zu Ihm) zurückkehren. Einige hat Er geleitet. Andere aber wurden nach Gebühr Irrtum zuteil, da sie sich die Satane zu Beschützern außer Gott genommen hatten und MEINTEN, sie seien rechtgeleitet.“ (7:29-30)

Koranvers

Koranvers

„Die schlimmsten Verlierer sind diejenigen, die sich abwenden, und dann MEINEN, sie seien rechtgeleitet.“ (18:103-104)

Koranvers

Koranvers

In Unkenntnis über ihr Götzentum

Die Mehrheit der „Gläubige“ verfällt dem Götzentum ohne es zu realisieren; sie sind sich nicht bewusst, dass sie Götzendiener sind:

„Und am Tage, an dem Wir sie alle versammeln werden, werden Wir zu denen, die Götzen anbeten, sprechen: „Wo sind nun eure Götter, die ihr wähntet?“ Dann werden sie keine andere Ausrede haben als zu sagen: „Bei Gott, unserem Herrn, wir waren keine Götzendiener.“ Schau wie sie sich selbst belügen und das, was sie sich ausdachten, sie im Stich lässt.“ (6:22-24)

Koranvers

Koranvers

Koranvers

Es gibt also Menschen, die Götzendiener sind, die aber von ihrem Götzentum nichts wissen. Könnten Sie einer von ihnen sein? Woher wissen Sie, dass Sie kein Götzendiener sind? Dieses Leben ist die einzige Chance um festzustellen, ob Sie ein Götzendiener sind oder nicht.

Wie können Sie sicherstellen, dass Sie kein Götzendiener sind?

Antwort folgt.

 

Die Wichtigkeit der „Hadith und Sunna“

Der Koran lehrt, dass „Hadith und Sunna“ eine wichtige Prüfung darstellen, um die wahren Muslime von den falschen Muslimen zu unterscheiden. Die wahren Muslime glauben Gottes Aussagen, dass der Koran komplett, perfekt und völlig detailliert ist (6:19,38,114). Der wahre Muslim akzeptiert keine weitere Quelle als religiöse Führung.

Für den falschen Muslim gilt, dass er/sie sich zu den „Hadith und Sunna“ hingezogen fühlt, und sich dadurch als Heuchler entlarvt und der/die den Glauben vorlebt, aber in seinem/ihrem Herzen den Glauben ablehnt (siehe 16:22).

„Und so hatten Wir für jeden Propheten Feinde bestimmt: die Satane der Menschen und der Djinn. Sie geben einander zum Trug prunkende Rede ein. Hätte es dein Herr gewollt, hätten sie es nicht getan; so überlasse sie sich selbst mit dem, was sie erdichten. Damit die Herzen derer, die nicht an das Jenseits glauben, sich demselben zuneigen und an diesem Gefallen finden und (fortfahren) mögen zu verdienen, was sie sich nun erwerben.“ (6:112-113)

Koranvers

Koranvers

Sind Sie mit dem Koran zufrieden? Glauben Sie Gott? Oder denken Sie, dass der Koran nicht vollständig sei; dass Sie weitere Quellen als religiöse Führung brauchen?

 

Ein authentischer „Hadith“

Am Tag des Jüngsten Gerichts wird Mohammed der Erste sein, der sich über seine Folger beklagen wird, dass sie den Koran verlassen haben, um an die Erfindungen seiner Feinde zu glauben (Hadith und Sunna):

„Und der Gesandte sagte: „O mein Herr, mein Volk hat wirklich diesen Qur’an verlassen.“ Und so gaben Wir jedem Propheten einen Feind aus den Reihen der Sünder; doch DEIN HERR GENÜGT ALS FÜHRER UND HELFER (der Qur’an reicht aus).“ (25:30-31)

Koranvers

Koranvers

Man bemerke die Ähnlichkeit der Worte in 25:31 und 6:112. Kann dies ein Zufall sein? Demnach wird der Prophet Muhammad enttäuscht sein mit denen, die ihn exzessiv lieben, genauso wie Jesus enttäuscht sein wird mit den Christen, die ihn als einen Gott oder Sohn Gottes betrachteten.

 

Koran: der einzig gültige „Hadith“

„Dies sind die Verse Gottes, die Wir dir in Wahrheit verlesen. An welchen „HADITH“ wollen sie neben Gott und Seinen Versen glauben? WEHE JEDEM SÜNDIGEN LÜGNER, der Gottes Verse hört, wenn sie ihm verlesen werden, und dann in Hochmut verharrt, als hätte er sie nicht gehört – darum verkünde ihm eine qualvolle Strafe! Und dem, der, wenn er etwas von Unseren Versen versteht, Spott damit treibt! Für solche (Sünder) ist eine schmähliche Strafe (vorgesehen). Hinter ihnen ist die Hölle; und das, was sie erworben haben, soll ihnen nichts nützen, auch nicht die Beschützer, die sie sich statt Gott genommen haben. Und ihnen wird eine gewaltige Strafe zuteil sein. DIES(er Qur’an) IST EINE RECHTLEITUNG. Und denjenigen, welche die Verse ihres Herrn leugnen, wird eine qualvolle Strafe zugemessen werden.“ (45:6-11)

Koranvers

Koranvers

Koranvers

Koranvers

Koranvers

Koranvers

Glauben Sie Gottes Versen? Glauben Sie, dass der Koran komplett, perfekt und vollkommen detailliert ist (6:19,38,114)? Oder müssen Sie andere Quellen neben dem Koran haben?

Der Koran ist der einzige „Hadith“, der befolgt werden muss; alle anderen Ahadith sind blasphemische und irreführende Erfindungen:

„Gott hat den schönsten „Hadith“ herabgesandt, eine sich gleichartig wiederholende Schrift, vor der denen, die ihren Herrn fürchten, die Haut erschauert; dann erweicht sich ihre Haut und ihr Herz um die Botschaft Gottes aufzufangen. Das ist die Führung Gottes; Er leitet damit recht, wen Er will. Und der, den Gott zum Irrenden erklärt, wird keinen Führer haben.“ (39:23)

Koranvers

„Und unter den Menschen gibt es solche, die leere „Ahadith“ vorziehen, um (Menschen) ohne Wissen von Gottes Weg hinweg in die Irre zu führen, und um damit Spott zu treiben. Solchen (Menschen) harrt eine schmähliche Strafe. Und wenn ihm Unsere Verse verlesen werden, so kehrt er sich überheblich (von ihnen) ab, als hätte er sie nicht gehört, als wären seine Ohren schwerhörig. So künde ihm eine schmerzliche Strafe an.“ (31:6-7)

Koranvers

Koranvers

Der physische Beweis

Zusätzlich zum klaren koranischen Standpunkt, der den Gläubigen versichert, dass der Koran komplett ist – perfekt, vollständig detailliert und die einzige Quelle religiöser Führung sein sollte – war es der Wille Gottes des Allmächtigen, diese Offenbarungen mit unwiderlegbaren physischen Beweisen zu unterstützen.

Ein mathematisches Wunder wurde im Koran entdeckt, wobei jedes Wort, ja in der Tat jeder einzelne Buchstaben im Koran gemäß einem extremen komplexen numerischen Code platziert wurde. Der Code basiert auf der Primzahl 19, welche die Anzahl der Buchstaben im Eröffnungsvers des Korans ist. Die Nummer wird in 74:30 als Antwort für diejenigen angegeben, die behaupten, dass der Koran von Menschenhand sei. Dieses mathematische Wunder beweist jenseits allen Zweifels, dass der Koran eine göttliche Schrift und perfekt geschützt worden ist. Für weitere Einzelheiten sei das Buch „Quran: Visual Presentation of The Miracle“ empfohlen.

Der physische Beweis, der den Koran als einzige Quelle religiöser Führung unterstützt, greift mit dem mathematischem Wunder des Korans ineinander. Er basiert ebenso auf der Zahl [19]. Der Beweis wird auf den Seiten 64-72 des vorhin erwähnten Buches präsentiert.

Da der Beweis rein physisch ist, also Interpretationen keinen Raum lässt, werden ihn alle frei denkenden Leute verstehen und annehmen. Nur diejenigen, die hoffnungslos in falschen Überzeugungen stecken geblieben sind, werden daran scheitern, die klare Wahrheit zu sehen, da sie verflucht sind aufgrund ihrer Ablehnung des Korans (siehe 17:45).

Die folgenden Seiten fassen das Wunder des Koran zusammen.

 

Koran: visuelle Darstellung des Wunders

Zusammenfassung und Schlussfolgerungen

Das Wunder des Koran, welches in diesem Buch detailliert wurde, reicht von äußerster Einfachheit bis zur äußersten Komplexität. Weil der Koran für alle Menschen herabgesandt wurde, reicht seine Sprache vom sehr Einfachen bis hin zur höchsten Ebene linguistischer und literarischer Exzellenz. Dies macht die Botschaft für jeden erreichbar, ungeachtet des Bildungsgrades. Dasselbe gilt auch für das Wunder des Koran. So können die physischen Fakten, welche dieses außergewöhnliche Phänomen beschreiben, in einfache Tatsachen und kompliziertere Tatsachen geteilt werden.

 

Die einfachen Tatsachen

1. Die koranische Eröffnung (1:1) besteht aus 19 Buchstaben.

2. Der Koran besteht aus 114 Kapiteln, oder 6 x 19.

3. Die erste koranische Offenbarung (96:1-5) besteht aus 19 Wörtern.

4. Die erste Offenbarung besteht aus 76 Buchstaben, oder 19×4.

5. Das erste Kapitel, das offenbart wurde (Kap. 96) besteht aus 19 Versen.

6. Vom Ende des Koran ist das 96. Kapitel an der 19. Stelle.

7. Das erste offenbarte Kapitel besteht aus 304 Buchstaben; 19×16.

8. Das letzte offenbarte Kapitel (Kap. 110) besteht aus 19 Wörtern.

9. Der erste Vers der letzten Offenbarung besteht aus 19 Buchstaben.

10. Die zweite Offenbarung (68:1-9) besteht aus 38 Wörtern; 19×2.

11. Die dritte Offenbarung (73:1-10) besteht aus 57 Wörtern; 19×3.

12. Die vierte Offenbarung (74:1-30) brachte die Zahl 19 selbst mit.

13. Die fünfte Offenbarung (Kap. 1) platziert den Ausdruck mit 19 Buchstaben [sog. Bismillah] direkt nach der Zahl 19 aus 74:30.

14. Das erste Wort in der Eröffnung (Bsm) kommt genau 19 mal vor (19×1)

15. Das zweite Wort in der Eröffnung (Allah) kommt 2698 mal vor, ein Vielfaches von 19 (19×142).

16. Das dritte Wort in der Eröffnung (Rahman) wird im Koran 57 mal erwähnt (19×3).

17. Das vierte Wort in der Eröffnung (Rahim) wird im Koran 114 mal erwähnt (19×6).

18. Die Multiplikationsfaktoren der Eröffnung ergeben eine Summe von 1+142+3+6 = 152, welche ebenfalls ein Vielfaches von 19 ist (19×8).

19. Jede Häufigkeit des Auftretens bzgl. der Eröffnung (19, 2698, 57 und 114) entspricht den numerischen Werten von einem der Namen Gottes.

20. Unter allen der zusammengestellten Listen der bekannten Namen Gottes (mehr als 400) existieren NUR VIER Namen, deren numerische Werte durch 19 teilbar sind. Diese vier Namen sind die gleichen, welche den Häufigkeiten in Punkt 19 oben erwähnt entsprechen.

21. Die Eröffnung fehlt in Kapitel 9, wird aber in Kapitel 27 Vers 30 kompensiert. Dies stellt die Häufigkeit von 114 der Bismillah wieder her (19×6).

22. Ab dem fehlendem Ausdruck (Kapitel 9) bis zur Extranennung (Kapitel 27) gibt es 19 Kapitel.

 

Die komplizierteren Tatsachen

23. Kapitel 50 wird mit „Q“ betitelt, mit dem Buchstaben „Q“ initiiert und enthält 57 Q’s (57=19×3).

24. Das einzige andere mit „Q“ initiierte Kapitel (Kap. 42) enthält ebenfalls 57 Q’s (19×3).

25. Der Buchstabe „Q“ steht für „Qur’an“ und die Summe der Häufigkeit von „Q“ in den zwei Q-initiierten Kapiteln gleicht der Anzahl Kapitel im Koran (57+57=114).

26. Der erste Vers in Kapitel 50 (Kap. „Q“) beschreibt den Koran als „majeed“ (= glorreich) und der numerische Wert des Wortes „majeed“ ist 57, exakt dieselbe Anzahl der Q in diesem Kapitel.

27. Kapitel 68 ist mit dem Buchstaben „N“ initiiert und beinhaltet 133 N’s; oder 19×7.

28. Kapitel 7, 19, und 38 sind mit „S“ (Saad) initiierte Kapitel und die Summe der Häufigkeiten dieses Buchstabens in den drei Kapiteln ist 152, oder 19×8.

29. Kapitel 36 ist mit den Buchstaben „Y“ und „S“ (Siin) initiiert und die Summe der Häufigkeit dieser zwei Buchstaben in diesem Kapitel ist 285, oder 19×15.

30. Kapitel 40 bis 46 sind mit „H“ und „M“ initiiert. Die totale Häufigkeit dieser zwei Buchstaben in den sieben Kapiteln beträgt 2147, oder 19×113.

31. Kapitel 42 wird zusätzlich mit den drei Initialen „‚A,“ „S,“ und „Q“ eingeleitet und die totale Häufigkeit dieser drei Buchstaben in diesem Kapitel ist 209, oder 19×11.

32. Kapitel 19 wird mit 5 Buchstaben initiiert („K“, „H“, „Y“, „‚A“ und „S“) und die Summe der Häufigkeit der Vorkommnisse dieser fünf Buchstaben in diesem Kapitel ist 798, oder 19×42.

33. Die koranischen Initialen „H“, „T.H.“, „T.S.“ und „T.S.M.“ bilden eine einzigartige geschlossene Beziehung innerhalb der fünf Kapitel (19, 20, 26, 27 & 28). Die totale Häufigkeit des Auftretens dieser Buchstaben in ihren fünf Kapiteln ist 1767, oder 19×93.

34. Kapitel 2 wird mit den Buchstaben „A.L.M.“ initiiert und beinhaltet 9899 dieser Buchstaben (19×521).

35. Kapitel 3 wird auch mit diesen Buchstaben initiiert und beinhaltet 5662 dieser Buchstaben (19×298).

36. Kapitel 29, 30, 31 und 32 werden ebenfalls mit den Buchstaben „A.L.M.“ initiiert und die totale Häufigkeit dieser Buchstaben beträgt jeweils 1672 (19×88), 1254 (19×66), 817 (19×43), und 570 (19×30).

37. Kapitel 10 und 11 werden mit den Buchstaben „A.L.R.“ initiiert und beinhalten die genau gleiche totale Anzahl Vorkommen dieser Buchstaben, nämlich 2489 (19×131).

38. Kapitel 12, 14, und 15 werden ebenfalls mit „A.L.R.“ initiiert. Die totale Häufigkeit dieser drei Buchstaben in diesen drei Kapiteln beträgt 2375 (19×125), 1197 (19×63), und 912 (19×48).

39. Kapitel 13 wird mit den vier Initialen „A.L.M.R.“ vorangestellt und beinhaltet ein Total von 1482 dieser Buchstaben (19×78).

40. Kapitel 7 wird mit den vier Buchstaben „A.L.M.S.“ initiiert und die Häufigkeit dieser vier Buchstaben in diesem Kapitel beträgt 5320, oder 19×280.

41. Die Anzahl der koranischen Initialen beträgt 14, und die Anzahl der Buchstaben aus dem Alphabet, welche an dieser Initialisierung beteiligt sind, ist ebenfalls 14 und die Anzahl der initiierten Kapitel ist 29. Wenn wir diese Nummer addieren 14+14+29, erhalten wir ein Total von 57, oder 19×3.

42. Die koranischen Initialen werden als „Wunder des Koran“ beschrieben (siehe Seite 240 [des Buchs „Qur’an: Visual Presentation of the Miracle“]).

43. Der gemeinsame Nenner durch den Koran hindurch ist die Zahl 19 und ist ebenfalls der numerische Wert des arabischen Wortes „EINER=Waahid.“ Auf diese Weise unterstreicht dieses Wunder das Thema des Qur’an und seine elementare Botschaft: „GOTT IST EINER.“ (19×1)

 

Schlussfolgerung

Der hier präsentierte physische Beweis belegt hier:

  1. die göttliche Quelle des Koran.
  2. die perfekte Unversehrtheit und Erhaltung des Koran.

 

Koran: die einzige Quelle religiöser Führung

Das Akzeptieren anderer Quellen religiöser Führung bedeutet Gott weitere Götter beizugesellen: Götzentum. Dieser wichtige Ausdruck kommt in Bezug auf die Zahl 19 vor:

„Sprich: ‚Was für ein Zeugnis wiegt schwerer?‘ Sprich: ‚Gott ist mein und euer Zeuge. Und DIESER QUR’AN ist mir offenbart worden, auf dass ich euch damit warne und jeden, den er erreicht. Wolltet ihr wirklich bezeugen, dass es neben Gott andere Götter gebe?‘ (indem man anderen Quellen religiöser Führung folgt) Sprich: ‚Ich bezeuge es nicht.‘ Sprich: ‚Er ist der EINZIGE GOTT, und ich bin wahrlich fern von eurem Götzentum.'“ (6:19)

Koranvers

Dieser äußerst wichtige Vers ist Vers 19.

 

WIR HABEN IN DIESEM BUCH NICHTS AUSGELASSEN (6:38)

* Der arabische Text dieses Ausdrucks besteht aus 19 Buchstaben.

* Die Nummer dieses Verses ist 38; oder 19×2.

Koranvers

GOTT SANDTE DIESES BUCH DETAILLIERT HERAB (6:114)

* Der arabische Text dieses Verses besteht aus 19 Buchstaben.

* Die Nummer dieses Verses ist 114; oder 19×6.

Koranvers

DAS WORT DEINES HERRN (QUR’AN) IST KOMPLETT, IN WAHRHEIT UND GERECHTIGKEIT (6:115).

Dieser Ausdruck besteht aus 19 Buchstaben im arabischen Text.

Koranvers

Es wurde Mohammed verboten, die Bedeutung des Koran vorwegzunehmen

Der Prophet Mohammed erhielt den Befehl Gottes, welcher ihm vorschrieb, kein koranisches Material ohne Autorisierung zu überliefern, und welcher ihm befahl, fest am Koran festzuhalten und ihn zu befolgen, wenn er offenbart wird. Dieser Vers ist Nummer 114 in Kapitel 20. 114 = 19×6

Hoch Erhaben ist Gott, der wahre König! Und überhaste dich nicht mit dem Qur’an, ehe seine Offenbarung dir nicht vollständig zuteil geworden ist, sondern sprich: „O mein Herr, mehre mein Wissen.“ (20:114)

Koranvers

Ist es ein Zufall, dass die Nummer dieses Verses der Anzahl der Suren im Qur’an entspricht?

Gott und Sein Gesandter wollen, dass wir den Koran, den ganzen Koran und nichts als den Koran befolgen.

 

Es wurde Mohammed verboten, den Koran zu erklären

Es gibt jene, die behaupten, dass der Koran zu schwer zum Verstehen sei und dass die „Hadith und Sunna“ nötig seien um ihn zu erklären. Allem voran überzeugt ein Blick in den Koran und in die „Ahadith“, dass das Gegenteil der Fall ist. Weil die Erfinder der „Ahadith“ verschiedenen Stämmen und sogar Ländern angehörten, mit verschiedenen Dialekten, Jargon und Akzenten, ist die Sprache der „Hadith“ extrem schwer.

„Bewege deine Zunge nicht mit ihm (dem Qur’an), um dich damit zu übereilen. Uns obliegt seine Sammlung und seine Verlesung. FOLGE IHR, wenn Wir ihn verlesen lassen; dann obliegt Uns, seine Bedeutung darzulegen.“ (75:16-19)

Koranvers

Koranvers

Koranvers

Koranvers

Der Vers, der uns mitteilt, dass GOTT derjenige ist, der den Koran erklären wird, hat die Versnummer 19.

 

Der Koran enthält alle Beispiele, die wir brauchen

Es gibt vier im Koran verstreute Verse, welche generell darlegen, dass der Koran alle Beispiele, Allegorien oder Gleichnisse enthält, die wir brauchen. Diese Verse sind: 17:89, 18:54, 30:58 und 39:27. Wenn wir die Versnummern dieser vier ausschlaggebenden Verse addieren, erhalten wir 89 + 54 + 58 + 27 = 228 = 19×12.

„Und wahrlich, Wir haben für die Menschen in diesem Qur’an allerlei Beispiele angeführt; aber die meisten Menschen wollen nichts anderes, als ungläubig zu sein.“ (17:89)

Koranvers

„Wahrlich, Wir haben in diesem Qur’an den Menschen allerlei Gleichnisse erläutert, doch von allen Geschöpfen ist der Mensch am streitsüchtigsten.“ (18:54)

Koranvers

„Und wahrlich, Wir haben den Menschen in diesem Qur’an allerlei Gleichnisse geprägt; aber wenn du ihnen ein Zeichen bringst, dann werden jene, die ungläubig sind, sicher sagen: „Ihr bringt nur Unsinn vor.“ Und so versiegelt Gott die Herzen derer, die unwissend sind.“ (30:58-59)

Koranvers

Koranvers

„Und wahrlich, Wir haben den Menschen in diesem Qur’an alle Arten von Gleichnissen geprägt, auf dass sie ermahnt werden. Ein arabischer Qur’an, ohne Unklarheit, auf dass sie gottesfürchtig sein mögen. Gott prägt ein Gleichnis von einem Mann, der mehreren Herren gehört, die unter sich im Zwiespalt sind (Hadith), und (von) einem Mann, der einem einzigen Herrn gehört (Qur’an). Sind sie beide einander gleich? Alles Lob gebührt Gott. Jedoch die meisten von ihnen wissen es nicht. Wahrlich, du (Muhammad) wirst sterben und auch sie werden sterben. Dann, am Tage der Auferstehung, werdet ihr wahrlich vor eurem Herrn miteinander streiten. Wer ist teuflischer als einer, der Lügen Gott zuschreibt, oder einer, der die Wahrheit verwirft, wenn sie zu ihm kommt? Ist nicht in der Hölle eine Herberge für die Ableugner?“ (39:27-32)

Koranvers

Koranvers

Koranvers

Koranvers

Koranvers

Koranvers

Die Versnummern dieser vier Verse sind 89, 54, 58 und 27. 89 + 54 + 58 + 27 = 228 = 19×12. Die oben gezeigten Verse legen weiter dar, dass Mohammed ein menschliches Wesen war, der wie jeder Mensch sterben wird, und dass wir einer Quelle des Gesetzes folgen sollen, statt mehreren sich widersprechenden Quellen. Die eine Quelle wird in Vers 28 als Koran genannt.

 

Hadith: wo sie alles finden, was sie sich wünschen

Schließlich ist hier ein Teil des physischen Beweises, welcher uns darüber informiert, dass die Gläubigen durch die Tatsache erkannt werden können, dass sie der einen konsistenten Quelle (Koran) folgen, während die Ableugner „einem Buch folgen, wo sie alles finden können, was sie sich wünschen.“ Es ist sehr bekannt, dass wir in den „Hadith“-Büchern alles finden können.

Die Aussage, als Frage für die Ableugner formuliert, besagt: „Oder habt ihr etwa ein Buch, in dem ihr studiert, so dass ihr danach alles erhalten sollt, was ihr wünscht?“ Diese wichtige Aussage trägt die Versnummer 38 (= 19×2)

„Sollten Wir etwa die Muslime wie Kriminelle behandeln. Was ist euch? Wie urteilt ihr? Oder habt ihr etwa ein Buch, in dem ihr studiert, so dass ihr danach alles erhalten sollt, was ihr wünscht?“ (68:35-38)

Koranvers

Koranvers

Koranvers

Koranvers

Gott nennt den Koran: komplett (6:115), vollständig detailliert (6:114) und perfekt (6:38).

Der Prophet überlieferte den Koran allein (69:40-47).

Hadith und Sunna sind blasphemische Erneuerungen (6:112 & 25:31)

Man soll den Koran allein einhalten (6:19; 7:3; etc.)

Gott lieferte sogar einen physischen Beweis (siehe Abschnitt über die 19).

 

Wieso misslingt es ihnen, all dies zu sehen???!!! Wieso misslingt es ihnen, an Gott zu glauben?

Weil ihre Herzen im Innern das ablehnen, was sie mit ihrem Mund bekennen. Sie bezeugen Glauben auf Grund sozialer und erzieherischer Gegebenheiten, aber ihr Herz lehnt all dies im Innern ab.

„Euer Gott ist der Einzige Gott. Und die, die nicht ans Jenseits glauben – ihre Herzen sind (der Wahrheit) fremd, und sie sind hochmütig.“ (16:22)

Koranvers

Die Konsequenz dieser Ablehnung (verwurzelt in den tiefen Überzeugungen eines Menschen) bedeutet totale Isolation vom Koran:

„Und wenn du den Qur’an verliest, legen Wir zwischen dir und jenen, die nicht an das Jenseits glauben, EINE UNSICHTBARE SCHEIDEWAND. Und Wir legen Hüllen auf ihre Herzen, so dass sie ihn nicht verstehen, und in ihre Ohren Taubheit. Und wenn du deinen Herrn im QUR’AN ALLEIN nennst, so wenden sie ihren Rücken in Widerwillen ab.“ (17:45-46)

Koranvers

Koranvers

Deswegen können sie den Koran alleine nicht akzeptieren; sie suchen nach anderen Quellen wie „Hadith und Sunna.“

 

Garantierter Triumph

Der Koran lehrt eindeutig, dass der Triumph G A R A N T I E R T wird für die Muslime:

„Wir haben entschieden, den Gläubigen das Recht auf Sieg zu gewähren.“ (30:47)

Koranvers

„Wahrlich, helfen werden Wir Unseren Gesandten und denen, die gläubig sind, im diesseitigen Leben und an dem Tage der Auferstehung.“ (40:51)

Koranvers

„Und Gott wird sicher dem beistehen, der Ihm beisteht. Gott ist wahrlich Allmächtig, Erhaben.“ (22:40)

Koranvers

„Wahrlich, Gott verteidigt jene, die gläubig sind. Gewiss, Gott liebt keinen Treulosen, Undankbaren.“ (22:38)

Koranvers

„O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr Gott unterstützt, so wird Er euch Sieg gewähren und euren Füßen festen Halt geben.“ (47:7)

Koranvers

 

Warum werden die Muslime dann besiegt?

Da Gott nie Unrecht hat, sind die heutigen „Muslime“ keine Muslime.

Historische Fakten

Solange die muslimische Ummah den Koran hatte, und nichts als den Koran, führten die Muslime die Welt wissenschaftlich, technologisch, kulturell, sozial, militärisch und ökonomisch an. Sie verloren nie eine einzige Schlacht. Die Grenze des Islam breitete sich von Westafrika nach China aus; hinein in Südfrankreich und Ost-Deutschland.

Mit der Erscheinung der Hadith und Sunna zu Beginn des dritten Jahrhunderst nach Hidschra begann eine progressive Entartung der muslimischen Ummah. Seit dieser Erscheinung dieser Innovationen als Quellen der Führung neben dem Koran gewannen die „Muslime“ keine einzige Schlacht mehr.

Wieso besiegen drei Millionen Israelis andauernd 150 Millionen von Arabern? Macht es irgendeinen Sinn, dass drei Millionen Israelis 100 Millionen „Muslime“ aus ihrer Moschee in Jerusalem herauszwingen sollen? Wieso schlägt Indien immer wieder Pakistan? Wieso dringen die Russen in Afghanistan ein? [Wieso besetzt Amerika Irak] etc… etc… etc.

 

Wieso werden dann die ‚Muslime‘ geschlagen?

Weil sie es ablehnen an Gott und Seinen wiederholten Äußerungen im Koran zu glauben, dass der Koran komplett, perfekt, vollständig detailliert und die einzige Quelle religiöser Führung sein soll. Weil sie andere Quellen akzeptiert hatten, namentlich Hadith und Sunna, neben dem Koran.

„Und dem, der sich jedoch von Meiner Ermahnung (Qur’an) abkehrt, wird ein Leben in Drangsal beschieden sein, und am Tage der Auferstehung werden Wir ihn blind vor Uns führen.“ Er wird sagen: „Mein Herr, warum hast Du mich blind (vor Dich) geführt, obwohl ich sehen konnte?“ Er wird sprechen: „Es sind ja Unsere Zeichen zu dir gekommen, und du hast sie missachtet – also wirst heute nun du missachtet sein!“ Und ebenso belohnen Wir auch den, der maßlos ist und nicht an die Zeichen seines Herrn glaubt; und die Strafe des Jenseits ist wahrlich strenger und nachhaltiger.“ (20:124-127)

Koranvers

Koranvers

Koranvers

Koranvers

 

Hadith verursachte Abschweifung vom Koran!

(1) Ist dies die Form, wie ihr eure Waschung vollbringt? (WUDU‘)

Gottes Befehle über das Einhalten der Waschung sind klar und einfach im Koran. Die „muslimischen“ Massen folgen einem anderen Gott neben dem Gott; sie machen nicht die spezifische Waschung, wie Gott sie vorgeschrieben hat. Das ultimative Ergebnis: Erniedrigung und Niederlage.

„O ihr Gläubigen! Wenn ihr euch zum Gebet begebt, so wascht euer Gesicht und eure Hände bis zu den Ellenbogen und streicht über euren Kopf und (wascht) eure Füße bis zu den Knöcheln.“ (5:6)

Koranvers

Die „muslimischen“ Massen lehnen es heutzutage ab, sich mit den Befehlen Gottes zufrieden zu geben. Sie halten andere Befehle von Menschen ein, solche wie die von verschiedenen „Imamen“ und „Gelehrten“. Als ein Ergebnis haben sie die Waschung verlängert, was von der jeweiligen „Sekte“ abhängt, welcher man folgt. Alle Sekten ergaben sich aus den verschiedenen Meinungen von „Imamen“, wie es der Prophet gemacht haben soll. Auf diese Weise fielen sie in die Falle Satans, gehorchtem ihrem Schöpfer nicht, und zogen sich Elend und Niederlage hinzu.

 

(2) Ist dies wie ihr eure Kontaktgebete verrichtet? (Salah)

„Und sprich dein Gebet nicht zu laut, und flüstere es auch nicht zu leise, sondern suche einen Mittelweg.“ (17:110)

Koranvers

Trotz dieser klaren geraden Instruktionen von Gott wurden die „muslimischen“ Massen von Hadith fehlgeleitet; sie verrichten das Gebet in völliger Verschwiegenheit während des Mittagsgebets, des Nachmittagsgebets usw. Woher haben sie diese Anleitungen her? Von einem anderen Gott neben dem Gott; von einer andere Quelle neben dem Koran.

So fielen sie en masse in Satans Falle und gehorchtem ihrem Schöpfer nicht, Dessen Wort (Koran) komplett, perfekt und vollständig detailliert ist (6:19,38,114).

 

(3) Nennt ihr andere Namen neben Gottes Namen im Gebet?

Es ist Gottes Befehl, dass wir keine Namen in unseren Gebeten erwähnen sollen, außer den Namen Gottes (72:18). Aber die „muslimischen“ Massen folgen den Erneuerungen, die es ihnen vordiktieren, Muhammad und Abraham zu preisen und zu ehren, während sie zu ihrem Herrn beten.

„Und wahrlich, die Moscheen sind Gottes; so erwähnt nichts neben Gottes Namen.“ (72:18)

Koranvers

Was ist klarer als das?

Die „Muslime“ wurden von Satan hinters Licht geführt, weil sie Erneuerungen wie „Tashahhud“ erfunden haben, bei denen sie Preisungen und Ehrungen auf Muhammad und Abraham beten. Es sollte bemerkt werden, dass sogar die Quellen von Hadith und Sunna „Tashahhud“ als eine Neuheit erkennen, welche nicht Teil des Kontaktgebetes ist!

Ist dies nicht ein abscheulicher Götzentum??

 

Hadith und Sunna vs. Gottes Gesetz

Der koranische Befehl schreibt uns vor, die Unzüchtigen mit 100 Geißelungen zu bestrafen. Haben die Muslime ihrem Schöpfer gefolgt und gehorcht? Nein.

Die muslimischen „Gelehrten“ deklarierten, dass das koranische Gesetz nicht klar sei! Sie behaupteten, dass die Unzüchtigen im Koran nicht definiert seien bzgl. ihres ehelichen Standes und dass sie Hadith bräuchten um den Koran zu erklären !!!

„Ein Kapitel, das Wir hinabsandten und die Wir zum Gesetz erhoben, und worin Wir deutliche Zeichen offenbarten, auf das ihr ermahnt sein möget. Geißelt die Unzüchtige und den Unzüchtigen gegebenenfalls jeweils mit hundert Hieben und lasset euch angesichts dieser Vorschrift Gottes nicht von Mitleid mit den beiden ergreifen, wenn ihr an Gott und an den Jüngsten Tag glaubt. Und eine Anzahl der Gläubigen sollen ihrer Pein beiwohnen.“ (24:1-2)

Koranvers

Koranvers

Bewältigt durch die Tradition und Satans Einfluss errichteten die „muslimischen“ Gelehrten das „zu Tode steinigen“ als eine Strafe für die verheirateten Unzüchtigen!!!

 

Gehorche Gott und Seinem Gesandten

Satan war erfolgreich, in dem er Muslime dazu brachte zu glauben, dass Gottesgehorsam Gehorsam zum Koran bedeute, während dem Gesandten zu gehorchen Ahadith zu befolgen bedeute. Was diesem satanischen Trick half, war die generelle Ignoranz über den Koran unter den „muslimischen“ Massen und ihr Misslingen, die göttlichen Befehle einzuhalten, dass der Koran die einzige Quelle der Rechtswissenschaft und/oder religiöser Führung ist.

Allein weniges Nachdenken reicht aus, um zu realisieren, dass der Koran zu uns durch Mohammeds Mund und nicht direkt von Gott zu uns gekommen ist. Daher auch der Befehl, dem Gesandten zu gehorchen… dafür, dass er die Worte Gottes äußert. Alle früheren Schriften haben dieselbe koranische Wahrheit geäußert, dass „jeder, der dem Gesandten gehorcht, Gott gehorcht.“ Weil der Gesandte offensichtlich nicht Gott ist, bedeutet der Befehl ganz klar, dass man den Worten Gottes gehorcht, die durch den Gesandten geäußert werden.

Die unterrichteten und glücklichen Gläubigen realisieren, dass Hadith und Sunna satanische Fabrikationen sind, die darauf abzielen, den Menschen vom Wege Gottes abzuhalten.

 

Mohammeds Ahadith sind nicht seine eigenen

Stattdessen sind es Ahadith (Erzählungen) von Männern und Frauen, die den Propheten nie gesehen haben; sogar ihre Großeltern der Großeltern haben den Propheten nie gesehen.

Es ist weit bekannt, dass das erste Hadith-Buch von Bukhary ist, der mehr als 200 Jahre später nach dem Tod des Propheten geboren worden war. Als Bukhary sein Buch schrieb, war es für ihn üblich, dass er Leute besucht hat, die ihm als Quelle bekannt waren. Nachdem er bestätigt hatte, dass seine Quelle „vertrauenswürdig“ sei und als rechtschaffene Frau oder rechtschaffener Mann bekannt war, würde er folgendes fragen: „Kennen Sie einen Hadith?“ Die Person würde „Ja“ antworten und dann zur Erzählung des „Hadiths“ übergehen:

„Ich hörte meinen Vater, möge Gott seine Seele segnen, sagen, dass er seinen älteren Bruder, möge Gott seine Seele segnen, hörte, wie er sagte, dass er neben seiner Großmutter, möge Gott ihre Seele segnen, sitzen würde, und sie ihm erzählen würde, dass sie mit einem ihrer großen Onkel, möge Gott seine Seele segnen, zu Nacht esse, als er meinte, dass sein Großvater mütterlicherseits den Imam Ahmad ibn Muhammad al-Amawy kannte, der erwähnte, dass sein Großvater von seinem ältesten Onkel hörte, dass er den bedeutenden Gefährten des Propheten Omar ibn Khaled Al-Yamany traf, und dieser sagte ihm, dass der Prophet, möge Frieden auf ihm sein, sagte ‚……'“

Der Hadith ist einfach eine Erzählung von Buhkarys Quelle, die behauptet, dass er/sie etwas über den Propheten durch 8 Generationen der Toten erfahren habe. Andererseits besitzen wir nun einen unwiderlegbaren physischen Beweis, dass der Koran das unfehlbare Wort Gottes ist und dass er durch den Propheten Mohammed verkündet wurde. Deswegen gehorcht man dem Gesandten, indem man den Koran einhält; und nichts als den Koran.

 

Ahadith zu gehorchen bedeutet nicht, dem Gesandten zu gehorchen

Stattdessen stellt es einen Gehorsam gegenüber den Männern und Frauen dar, die diese „Ahadith“ erzählt haben. Den sogenannten „Ahadith des Propheten“ zu gehorchen bedeutet in der Tat einer Gruppe von einfach bedachten Leuten zu gehorchen, die meinten, dass der Prophet irgendetwas sagte, dass 200 Jahre zurück läge. Wenn der Erzähler eines Hadith z.B. Abbas ibn Yasser ist, dann bedeutet Gehorsamkeit gegenüber diesem Hadith, Abbas ibn Yasser zu gehorchen und es hat überhaupt nichts mit dem zu tun, ob man dem Gesandten gehorcht oder nicht.

Die wahre Gehorsamkeit gegenüber dem Propheten Mohammed ist nur dadurch festgelegt, dem Koran zu gehorchen, welches in der Tat durch Mohammed geäußert und mit einem unwiderlegbarem physischen Beweis versehen wurde.

Diese Fakten erklären die wiederholten Äußerungen des Koran, dass „nur diejenigen geführt werden, die Verstand besitzen.“

Der Koran wurde uns durch Mohammeds Mund überliefert, ohne weitere Vermittler und Erzähler. Der Koran kam zu uns durch das Mund Mohammeds, direkt zu den Ohren der Offenbarungsschreiber, die ihn im Moment der Äußerung sofort gewissenhaft niederschrieben. So ist der Koran der einzig wahre Hadith Mohammeds. Des Weiteren hat der Allmächtige versprochen, Seine Worte zu erhalten, die durch Mohammed geäußert wurden (15:9).

„Wir, ja Wir haben die Ermahnung hinabgesandt, und Wir werden sie gewiss bewahren.“ (15:9)

Koranvers

Das große Desaster

„Wahrlich, den Ableugnern wird (am Gerichtstag) zugerufen: „Gottes Widerwille (gegen euch) ist größer als euer eigener Widerwille gegen euch selbst, als ihr zum Glauben aufgerufen wurdet und in der Ableugnung verharrtet.“ Sie werden sagen: „Unser Herr, Du hast uns zweimal sterben lassen und uns zweimal lebendig gemacht, und wir bekennen unsere Sünden. IST DA NUN EIN WEG, UM ZU ENTKOMMEN?“ Dies ist so, weil ihr ungläubig bliebt, als GOTT ALLEIN angerufen wurde; doch als Ihm Götter zur Seite gesetzt wurden, da glaubtet ihr. Die Entscheidung liegt allein bei Gott, dem Hohen, dem Großen.“ (40:10-12)

Koranvers

Koranvers

Koranvers

Glauben Sie, wenn Gott allein genannt wird, oder müssen Sie andere neben Ihm nennen?

„Und als ihre Gesandten mit deutlichen Beweisen zu ihnen kamen, da frohlockten sie über das Wissen, das sie besaßen. Und das, worüber sie zu spotten pflegten, umfing sie. Und als sie Unsere Strafe sahen, sagten sie: „JETZT GLAUBEN WIR AN GOTT ALLEIN UND WIR VERWERFEN UNSEREN VORHERIGEN GÖTZENTUM.“ Aber ihr Glaube – als sie Unsere Strafe sahen – konnte ihnen nichts mehr nützen. Dies ist Gottes Gebot, das stets gegenüber Seinen Dienern befolgt worden ist. Und so gingen die Ableugner zugrunde.“ (40:83-85)

Koranvers

Koranvers

Koranvers

Sind Sie glücklich und zufrieden mit dem Wissen, dass Sie durch Ihre Eltern, Ihren Stamm oder Gelehrten geerbt haben? (Hadith und Sunna) Sind Sie gewillt, dieses Wissen abzulegen, zu Gunsten von Gottes Lehren oder wird es zu spät sein für Sie?

 

Das große Kriterium

Wenn Gott ALLEIN genannt wird, schrecken die Herzen derjenigen, die nicht ans Jenseits glauben, zusammen in Abstoßung. Aber werden Idole neben Ihm genannt, beginnen sie sich wieder zu freuen. (39:45)

Koranvers

Erklärung: wozu sind wir hier?

Die ganze Angelegenheit von Koran vs. Hadith und Sunna wird leicht zu verstehen sein, wenn wir den Sinn unserer Existenz zu verstehen beginnen. Wir existieren in dieser Welt für einen, und nur einen Sinn. Wir wurden laut Koran (67:1-2 und 51:56) nur erschaffen, um Gott allein zu dienen. Satan wollte ein Partner neben Gott sein; eine Gottheit neben Gott. Infolgedessen erschuf Gott Adam, um Satans teuflische Ideen zu entlarven. Und Gott erschuf uns, um Satan und all den Engeln zu zeigen, dass wir Ihm allein dienen können ohne andere Partner zu gebrauchen.

Der Sinn unserer Existenz besteht daraus, Gott allein zu dienen. Dies ist der Grund, wieso die einzige unverzeihliche Sünde die Beigesellung ist. Dies deshalb, weil wir den Test nicht bestehen, wenn wir etwas anderes als Gott zu verehren beginnen.

Wir erfüllen den Zweck unserer Existenz nur, wenn wir erfolgreich sind, Gott allein zu dienen, ohne Mohammed oder Jesus oder Maria oder irgendein Heiliger oder irgendein Imam oder irgendjemand oder irgendetwas zu brauchen. Wenn wir „religiöse“ Lehren von Mohammed suchen, oder irgendeine andere Quelle als Gott, unterstützen wir Satan in seinem Gedanken, dass Gott einen Partner brauche. Deswegen befolgen diejenigen, die Gott allein dienen, auch nur die Lehren und Gesetze von Gott allein. Wie in diesem Buch gezeigt wurde, sind Gottes Lehren komplett, perfekt und vollständig detailliert im Koran.

 

Zuletzt: Die wichtigste Frage

Kann in Ihren Gedanken Gott ALLEIN bleiben? Oder braucht Gott Mohammed, in Gedanken, um gedenkt und verehrt zu werden?

In Ihren Gedanken: kann GOTT ALLEINE bleiben? Oder braucht Gott einen Partner in Ihren Gedanken, wie Mohammed, Jesus, Maria oder einige andere Heilige?

Würden Sie perfekt glücklich und zufrieden sein, wenn Sie GOTT ALLEIN kennen würden, ohne Mohammed, Jesus, Maria, oder jegliche Heilige, oder jemand, oder etwas?

Nervt es Sie, über GOTT ALLEIN zu reden?

Wenn ich die Rede über GOTT ALLEIN weiterführe, stört es Sie dann? Brauchen Sie andere Namen neben Gott zu hören? Kann GOTT ALLEIN in Ihren Gedanken überleben?

Wenn ich meine Rede wiederhole, und nochmals wiederhole über GOTT ALLEIN, fühlen Sie eine Abstoßung? Oder sind Sie glücklich und zufrieden mit der Rede über GOTT ALLEIN?

Basierend auf dem großen koranischem Kriterium aus 39:45 werden die Antworten zu diesen Fragen eine Hilfe darstellen, sich selbst und sein eigenes Schicksal zu erkennen.

Anweisungen während eines Krieges

Bild: DVIDSHUB, CC-BY-2.0

Bild: DVIDSHUB, CC-BY-2.0

Ich suche Zuflucht bei Gott vor dem verfluchten Teufel,
Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen

Im Internet findet man heutzutage viele Seiten, die von einem Frieden feindlichen Islam berichten. Die Taten einiger Menschen, die sich als Muslime ausgeben, werden so dahingestellt, als ob man dadurch stellvertretend über den Islam denken könne. Wer den Koran kennt und studiert hat, kann auf keinen Fall behaupten, es sei denn die Absicht wäre Hetzerei, dass der Koran zu ungerechtfertigten Gewalttaten auffordere, geschweige denn zu Krieg anleite! Im Koran finden wir Anweisungen für die Kriegssituation (d. h. wenn der Krieg bereits durch einen Angriff der Gegnerseite eingetroffen ist)!

 

2:208 Ihr, die ihr glaubtet, tretet völlig in den Frieden ein und folgt nicht den Schritten des Satans. Er ist euch ein klarer Feind

 

Prof. Dr. Hans Küng schreibt über den Islam:

Eine Ethische Hochreligion

Es wäre falsch, den Islam als eine Religion von Feuer und Schwert zu disqualifizieren und nicht die religiöse Substanz zu sehen. Denn darüber besteht kein Zweifel: Durch den Propheten Muhammad sind die Araber auf die Ebene einer ethischen Hochreligion gehoben worden, die gegründet ist im Glauben an den einen Gott und in einem Grundethos der Humanität mit klaren Imperativen zu mehr Menschlichkeit und mehr Gerechtigkeit. Vom Ursprung her war der Islam weniger eine Religion des Gesetzes als des Ethos. Und so etwas wie Zehn Gebote, Grundstock eines gemeinsamen Menschheitsethos, gibt es auch im Islam.
Kein Zweifel: Muhammad war ein echter Prophet, in vielem nicht unähnlich den Propheten Israels. Doch darauf legen die Muslime größtes Gewicht: Der Prophet Muhammad steht im Islam nicht so im Zentrum […]

Und so ist denn der Islam eine Buchreligion par excellence! Der Koran vollendet und ersetzt die Tora der Juden und das Evangelium der Christen. Er ist für die Muslime unüberbietbar, vollkommen, absolut zuverläßig. Und so wird er denn auch feierlich rezitiert und vor allem auch von den Kundigen auswendig gelernt.

Hans Küng – Spurensuche, Die Weltreligionen auf dem Weg 2: Judentum, Christentum, Islam, S. 161
Ungekürzte Taschenbuchausgabe, November 2005, © 1999 Piper Verlag GmbH, München

 

Und 6 Seiten weiter in seinem Buch schreibt er über Religion und Gewalt:

Religion und Gewalt

Schon früh gründeten die Araber dieser ganzen nordafrikanischen Küste entlang in strategisch günstiger Lage wie hier Wehrklöster nach dem Vorbild byzantinischer Klosterfestungen. Das Ribat, das Wehrkloster von Monastir, hat den Namen vom griechischen „monasterion“, Kloster, eine der ältesten und imposantesten Festungsanlagen der Muslime in Nordafrika. Von hier aus führten sie ihre Kriege gegen das nahe christliche Sizilien. Aber ich möchte keinesfalls den Eindruck erwecken, als ob es Glaubenskriege nur im Islam gegeben hätte. Glaubenskriege gab es auch im Judentum im Namen Gottes. Natürlich im Christentum die Kreuzzüge und auch die kolonialen Eroberungen und Missionierungen beinahe der ganzen islamischen Welt: ein Trauma für die Muslime bis heute!

In allen Religionen stellt sich das Problem von Gewalt. In allen Religionen gibt es Gewalt. Besonders aber gibt es Gewalt in den prophetischen Religionen, die nach außen orientiert sind, aktiv, kämpferisch, missionarisch. […]

Und bis heute wird natürlich der Koran zitiert mit seinen Aufforderungen zum „Djihad“. […] Djihad meint wörtlich „Anstrengung“: moralische Anstrengung für Gott, gegen die eigene Unvollkommenheit. Und nur im äußersten Fall soll nach der Auffassung vieler Muslime dieses „Sichabmühen auf dem Weg zu Gott“ verstanden werden als eine „Verpflichtung zum Kampf gegen die ungläubigen Feinde“.

Hans Küng – Spurensuche, Die Weltreligionen auf dem Weg 2: Judentum, Christentum, Islam, S. 167 f.
Ungekürzte Taschenbuchausgabe, November 2005, © 1999 Piper Verlag GmbH, München

 

Der Koran sieht ein föderalistisch laizistisches System vor (5:43-48), indem er Zwang in der Religion ablehnt. Die Siedlung in Medina stellte ein Beispiel solch eines Systems dar, als Mohammed, der keine weiteren Quellen als den Koran anerkannte (6:114), der Gründungsführer war und den Gruppen, die anderen Religionen und Gesetzen folgten, autonome Bereiche gegeben hatte. Die Beziehung zwischen den Muslimen, die den Koran als Hauptgesetz annehmen, und denjenigen, die anderen Gesetzen folgen, wird mit einem allgemeinen, für beide Parteien gültigem Gesetz festgelegt und unterschrieben.

 

2:256 Kein Erzwingen in der Lebensordnung. Nun ist die Vernunft gegenüber der Täuschung klar geworden. Wer sich dann von den Missetätern lossagt und an Gott glaubt, der hielt sich an die sichere Bindung, die keine Auflösung hat. Und Gott ist hörend, wissend

10:99 Und hätte dein Herr es gewollt, so hätten alle, die insgesamt auf der Erde sind, geglaubt. Willst du also die Menschen dazu zwingen, Gläubige zu werden?

18:29 Sprich: „Das ist die Wahrheit von eurem Herrn. Wer glauben will, möge glauben, und wer ablehnen will, möge ablehnen.“ Wir haben für die Ungerechten eine Hölle bereitet, die sie dem Zelt gleich eingeschlossen hält. Wenn sie um Hilfe flehen, wird ihnen mit einem Wasser geholfen, das siedend heiß wie kochendes, trübes Öl ist und die Gesichter verbrennt. Einen schlimmeren Trunk und eine üblere Ruhestätte gibt es nicht.

88:21-22 So ermahne. Du bist ja nur ein Ermahner. Dir obliegt keine Macht über sie (sodass du über sie bestimmen dürftest)

5:43 Wie seltsam! Warum lassen sie (die Juden) dich richten, obgleich sie die Thora haben, die Gottes Rechtsbestimmungen enthält? Dennoch, und trotz alledem, kehren sie den Rücken; Sie kann man nicht als Gläubige bezeichnen.

 

Dieser eine Vers 5:43 ist die Antwort für diejenigen, die behaupten, der Prophet sei ein Schari (Gesetzesgeber). Die Juden werden hier getadelt, wie sie es wagen können, da sie doch die Tora haben, in der Gottes Gesetze sind, Mohammed zum Gesetzesgeber zu erheben. Die Ergebenen (Muslime) zur Zeit des Propheten Mohammed haben solch einen Unglauben nicht gezeigt, da sie den die Gottesgesetze beinhaltenden Koran hatten. Denn 6:114; 98:5; 39:11 und viele weitere Verse informieren uns, dass die Religionsquelle nur bei Gott allein ist. Doch wenn sich das Thema nicht um die Gesetzgebung von Religionsgesetzen und -regeln dreht, sondern um die Uneinigkeit der Muslime in ihren alltäglichen Geschäften, so müssen die Muslime sich an die vorher dafür gewählten Personen und Organisationen wenden. Als Mohammed am Leben war, war es notwendig, ihn zum Schiedsrichter bei Uneinigkeiten zu erheben, da er der von den Muslimen erwählte Führer der medinensischen Siedlungsgemeinschaft war (siehe auch 4:60). Kurz gesagt, in religiösen Angelegenheiten gehört die Gesetzgebung Gott allein, die Ausführung und Beurteilung aber wird denen überlassen, die von den Muslimen erwählt wurden. Für die gottergebenen Gläubigen gelten im Alltag allgemein folgende Verse:

 

31:15 Doch wenn sie mit dir eifern, damit du Mir das zur Seite setzest, wovon du keine Kenntnis hast, dann gehorche ihnen nicht. In weltlichen Dingen aber verkehre mit ihnen auf geziemende Weise. Doch folge dem Weg dessen, der sich zu Mir wendet. Dann werdet ihr zu Mir zurückkehren, und Ich werde euch verkünden, was ihr getan.

6:108 Ihr sollt diejenigen, die andere außer Gott rufen, nicht beschimpfen, sonst beschimpfen sie Gott, ohne Wissen, aus Feindseligkeit. Nur so haben wir jedem Volk sein Tun geschmückt, letztendlich kommen sie alle zu Gott zurück, dann sagt Er ihnen, was sie getan haben.

 

Die Bedingungen für einen Verteidigungskrieg

60:8-9 Gott verbietet euch nicht, gegen jene, die euch nicht des Glaubens wegen bekämpft haben und euch nicht aus euren Häusern vertrieben haben, gütig zu sein und redlich mit ihnen zu verfahren; wahrlich, Gott liebt die Gerechten. Doch Gott verbietet euch, mit denen, die euch des Glaubens wegen bekämpft haben und euch aus euren Häusern vertrieben und (anderen) geholfen haben, euch zu vertreiben, Freundschaft zu schließen. Und wer mit ihnen Freundschaft schließt – das sind die Missetäter.

2:190-193 Und bekämpft auf Gottes Weg diejenigen, die euch bekämpfen und übertretet nicht. Gewiss, Gott liebt nicht die Übertreter. Und tötet sie, wo immer ihr sie vorfindet und vertreibt sie von dort, von wo sie euch vertrieben, da die Anstiftung schlimmer als das Töten ist. Und bekämpft sie nicht bei der verbietenden Unterwerfungsstätte, bis sie selbst euch darin bekämpfen. Wenn sie euch dann bekämpfen, dann tötet sie. So ist die Vergeltung für die Ableugner. Wenn sie aber aufhören, so ist Gott vergebend, gnädig. Und bekämpft sie, bis keine Anstiftung mehr ist und die Lebensordnung Gott gilt.** Wenn sie jedoch aufhören, dann sei keine Feindschaft außer gegen die Ungerechten.

 

** Die Religion (das Gesetz) Gottes beinhaltet als Prinzip die Religions- und Meinungsfreiheit. Die Religion Gottes sieht, mit den heutigen entsprechenden Begriffen, eine gesellschaftliche Struktur ähnlich zu einem demokratischen und föderalistisch-laizistischem System vor.

 

4:91 Ihr werdet andere finden, die vor euch und vor ihren Leuten Sicherheit haben wollen. Sooft sie wieder zur Feindseligkeit verleitet werden, stürzen sie kopfüber hinein. Wenn sie sich also weder von euch fernhalten noch euch Frieden bieten noch ihre Hände zügeln, dann ergreift sie und tötet sie, wo immer ihr sie auffindet. Denn gegen diese haben Wir euch volle Gewalt gegeben.

 

Solange Abfällige (Apostate) nicht mit den Feinden der Gottergebenen (Muslime), die die Sicherheit des Lebens und des Besitzes der Moslems nicht beachten, zusammen kriegen, darf ihnen nichts angetan werden. Für die Hauptbedingungen eines Krieges gelten 60:8-9.

 

Das richtige Verhalten gegenüber Apostaten

4:88-90 Was ist euch denn widerfahren, dass ihr in der Angelegenheit der Heuchler in zwei Parteien gespalten seid? Und Gott hat sie verstoßen wegen dem, was sie begangen haben. Wollt ihr denn rechtleiten, wen Gott ins Verderben hat gehen lassen? Und für den, den Gott ins Verderben gehen lässt, findest du keinen Weg. Sie wünschen, dass ihr ungläubig werdet, wie sie ungläubig sind, so dass ihr alle gleich werdet. Nehmt euch daher niemand von ihnen zum Verbündeten, solange sie nicht auf Gottes Weg wandern. Und wenn sie sich gegen euch wenden (d.h. kriegen), dann ergreift sie und tötet sie, wo immer ihr sie auffindet; und nehmt euch keinen von ihnen zum Beschützer oder zum Helfer, mit Ausnahme derer, die zu Leuten gelangen, mit denen ihr ein Bündnis habt, und die zu euch kommen, weil ihre Herzen davor zurückschrecken, gegen euch oder gegen ihr eigenes Volk zu kämpfen. Und wenn Gott es gewollt hätte, hätte Er ihnen Macht über euch geben können; dann hätten sie sicherlich gegen euch gekämpft. Darum, wenn sie sich von euch fernhalten und nicht gegen euch kämpfen, sondern euch Frieden bieten; dann hat Gott euch keinen Grund gegen sie gegeben.

 

Einer unserer Leser fragte nach den unterschiedlichen Übersetzungen und den daraus resultierenden Problemen, z.B. gemäß den Übersetzungen von Azhar und Ahmadeyya erwecke dieser Vers (wenn man ihn aus dem Kontext reißt) den Anschein, dass Apostate allein schon aus dem Grund getötet werden müssen, weil sie vom Glauben abgefallen sind.

Was das arabische Wort im entsprechenden Vers angeht, so hat es mit der Wurzel Waw-Lam-Ya zu tun, was in etwa „nah sein, Nähe, folgen“ zu tun hat. Aus dieser Wurzel werden deshalb Wörter wie Walii abgeleitet, das Beschützer, Verbündete, Helfer bedeutet. Jemand der nahe folgt, einem nahe ist. In welchem Sinne das dann genau ist (politisch oder persönlich), ist wiederum eine andere Frage. Im Kontext des Qur’an ist von (politischen) Verbündeten die Rede, wenn es um Walii (Plural Awliyyaa) geht. Das sollte man sich in Erinnerung behalten, wenn ich folgendes schreibe: Das Verb im Vers lautet tawallaw und bedeutet „(um)kehren“, „(ab)wenden“, „(um)drehen“. Wörtlich steht im Vers: Wenn sie sich abwenden so ergreift sie und tötet sie.

Um die Bedeutung des Verses klarer zu stellen und Missverständnisse auszuräumen, schrieb ich in den Vers „gegen euch“ hinein. Dies ist aus dem Kontext der umliegenden Verse klipp und klar zu verstehen. In dem Sinne sollte dann auch der Vers gelesen werden, ansonsten wird dieser eben zur Todesstrafe bzgl. Apostasie missbraucht. Unsere Übersetzung bestätigt die darauffolgenden Verse 4:90-91, die klar machen, dass es sich hier um Apostate handelt, die die Muslime angegriffen haben. So besteht auch weiterhin die Glaubensfreiheit im Koran.

 

Aufruf zur Verteidigung!

8:39 Kämpft gegen die Ungläubigen, bis es keine Verfolgung mehr gibt und der Glaube an Gott allein vorherrscht! Wenn sie den Kampf aufgeben, wird Gott sie entsprechend richten, sieht Er doch alles.

9:5 Wenn dann die verbietenden Monate abgelöst sind, so tötet die Beigeseller, wo immer ihr sie findet, nehmt sie, umzingelt sie und setzt ihnen in jeder Lauerstellung zu. Wenn sie bereuten, den Kontakt aufrechterhielten und zur Verbesserung beisteuerten, dann gebt ihren Weg frei. Gewiss, Gott ist vergebend, gnädig

4:95-96 Diejenigen Gläubigen, die daheim bleiben (statt in den Krieg zu ziehen) – abgesehen von denen, die eine (körperliche) Schädigung haben -, sind nicht denen gleich, die mit ihrem Vermögen und mit ihrer eigenen Person um Gottes willen Krieg führen. Gott hat diejenigen, die mit ihrem Vermögen und mit ihrer eigenen Person kämpfen, gegenüber denjenigen, die daheim bleiben, um eine Stufe höher bewertet. Aber einem jeden (Gläubigen, ob er daheim bleibt oder Krieg führt) hat Gott das Allerbeste versprochen. Doch hat Gott die Kriegführenden gegenüber denen, die daheim bleiben, mit gewaltigem Lohn ausgezeichnet, (mit) Rangstufen (die sie) von ihm (zugewiesen bekommen) und Vergebung und Barmherzigkeit. Gott ist barmherzig und bereit zu vergeben.

2:244 Und kämpft auf Gottes Weg und wisst, dass Gott hörend, wissend ist

8:12-16 Da gab dein Herr den Engeln ein: „Ich bin mit euch; so festigt denn die Gläubigen. In die Herzen der Ungläubigen werde Ich Schrecken werfen. Trefft (sie) oberhalb des Nackens und schlagt ihnen jeden Finger ab!“ Weil sie gegen Gott und Seinem Gesandten Krieg geführt haben. Wer sich Gott und Seinem Gesandten widersetzt, den bestraft Gott hart. Dies sollt ihr kosten. Und für die Ungläubigen ist die Feuerspein bestimmt. Ihr Gläubigen! Wenn ihr mit den Ungläubigen in Gefechtsberührung kommt, dann kehret ihnen nicht den Rücken! Wer ihnen den Rücken kehrt – es sei denn er tut es aus Kriegstaktik oder um sich einer anderen Einheit anzuschließen – zieht sich Gottes Zorn zu und endet in der Hölle. Welch übles Ende!

 

Krieg und Frieden

47:35-38 So lasst nicht nach auf dem Weg zum Frieden, wo ihr doch die Oberhand habt. Und Gott ist mit euch, und Er wird euch eure Taten nicht schmälern. Wahrlich, das diesseitige Leben ist nur ein Spiel und Zeitvertreib. Wenn ihr gläubig und rechtschaffen seid, so wird Er euch euren Lohn geben und wird nicht euer Gut von euch verlangen. Sollte Er es von euch verlangen und drängen, würdet ihr geizig sein, und Er würde euren Widerwillen an den Tag bringen. Nun werdet ihr dazu aufgerufen, für Gottes Weg zu spenden. Einige geizen damit. Wer geizig ist, schadet nur sich selbst. Gott ist der Reiche, und ihr seid die Armen. Wenn ihr euch abwendet, wird Er euch durch ein anderes Volk ersetzen, das dann nicht wie ihr sein wird.

8:56-61 (Die Heuchler sind) diejenigen von ihnen, mit denen du einen Vertrag abgeschlossen hast, und sie dann ihren Vertrag ständig verletzen. Sie handeln nicht rechtschaffen. Wenn du sie nun im Krieg zu fassen bekommst, dann lass durch (die Härte gegen) sie diejenigen, die hinter ihnen stehen, auseinander stieben. Vielleicht ziehen sie daraus eine Lehre und mögen sich ermahnen lassen! Und wenn du von einem Volk Verrat fürchtest, so verwirf (die diplomatischen Beziehungen) gleichfalls. Wahrlich, Gott liebt die Verräter nicht. Und diejenigen, die ungläubig sind, sollen ja nicht meinen, sie würden (uns) davonlaufen. Sie können sich nicht entziehen. Und bereitet euch ihnen gegenüber mit allem vor, was euch an Macht und an Pferden (Kriegsmitteln) zur Verfügung steht, um damit die Feinde Gottes, eure Feinde und andere außer ihnen, die ihr nicht kennt aber Gott kennt, abzuschrecken. Was ihr für Gottes Sache spendet, wird euch vergolten. Euch geschieht kein Unrecht. Und wenn sie jedoch zum Frieden geneigt sind, so sei auch du ihm geneigt und vertraue auf Gott. Wahrlich, Er ist der Allhörende, der Allwissende.

 

Kriegsbeute

8:1 Sie fragen dich nach der Beute. Sprich: „Die Beute gehört Gott und dem Gesandten.“ Ihr sollt Gott fürchten, gut zueinander sein und Gott und Seinem Gesandten gehorchen, wenn ihr wirklich gläubig seid.“

8:41 Ihr müsst wissen, wie es um die Beute steht. Wenn ihr etwas erbeutet, steht ein Fünftel davon Gott und dem Gesandten zu. Dies (ist so, weil dies) den nahen Verwandten, den Waisen, den Bedürftigen und den Reisenden zusteht. Haltet dieses Gebot ein, wenn ihr wahrhaftig an Gott und die von Uns auf Unseren Diener am entscheidenden Tag, an dem beide Heere aufeinander stießen, herabgesandte Offenbarung glaubt! Gottes Allmacht umfasst alles.

59:7 Was Gott seinem Gesandten von den Bewohnern der Städte als Beute zugeteilt hat, gehört Gott und seinem Gesandten, und den Verwandten, den Waisen, den Bedürftigen, dem Reisenden. Dies, damit es nicht eben unter den Reichen von euch die Runde macht. Und was der Gesandte euch zukommen läßt, das sollt ihr nehmen. Und was er euch verwehrt, davon sollt ihr euch fernhalten. Und fürchtet Gott. Gott verhängt eine harte Strafe.

 

Kontaktgebete während dem Krieg

4:101-102 Und wenn ihr durch das Land zieht, so ist es keine Sünde für euch, wenn ihr das Gebet verkürzt, wenn ihr fürchtet, die Ungläubigen könnten euch bedrängen (z.B. durch einen Überraschungsangriff). Wahrlich, die Ungläubigen sind eure offenkundigen Feinde. Wenn du mit den Gläubigen bist und du das gemeinsame Gebet anführst, so soll eine Gruppe von ihnen bei euch stehen und die Waffen bereithalten (um euch während dem Gebet zu schützen). Wenn sie sich niedergeworfen haben, sollen sie die Gruppe, die Wache hält, ablösen, damit diese nach vorne zum Gebet kommen kann. Die Ungläubigen möchten gern, dass ihr auf eure Waffen und Sachen nicht achtet, damit sie plötzlich über euch herfallen können. Ihr dürft jedoch die Waffen aufgrund Entschuldigungen wie Regen und Krankheit ablegen. Seid aber stets auf der Hut! Für die Ungläubigen hält Gott eine qual- und schmachvolle Strafe bereit.

 

Die Kontaktgebete dürfen nur in Gefahrensituationen verkürzt werden, nicht auf Reisen.

 

2:239 Falls ihr euch aber fürchtet, dann (betet) gehend oder reitend. Wenn ihr euch dann in Sicherheit befindet, so gedenkt Gott, wie er euch lehrte, was ihr nicht zu wissen pflegtet

 

Wenn auf internationalen Reisen befürchtet wird, den Bus, den Zug oder das Flugzeug zu verpassen, so kann das Kontaktgebet in sitzender Position verrichtet werden.

 

60:7 Vielleicht wird Gott Liebe setzen zwischen euch und denen unter ihnen, mit denen ihr in Feindschaft lebt; Denn Gott ist Allmächtig und Gott ist Allverzeihend, Barmherzig.

 

Dschihad

Die wörtliche Bedeutung dieses umstrittenen Wortes Dschihad ist Bemühung, Anstrengung, Abmühung, seine Energie vollends in eine Sache zu investieren, im islamischen Sinne dann die Gebote täglich einzuhalten und zu verwirklichen, den inneren Schweinehund zu besiegen. Es mag den christlichen Leser überraschen, dem Begriff Dschihad in diesem Zusammenhang zu begegnen, da sie gewöhnlich an den christlichen Begriff „Heiliger Krieg“ denken. Heiliger Krieg bedeutet auf Arabisch „Harb qudsiyy“. Es ist auch interessant, dass die muslimische Geschichte den Gebrauch des Ausdrucks „Heiliger Krieg“ erst aufgrund westlicher Einflüsse eingeführt hat.

Beim Dschihad gilt es zuerst vor der eigenen Haustür zu fegen. Der Dschihad ist die Anstrengung, die es kostet, sich selbst ständig zu kontrollieren, ständig gerecht zu sein, Gefühlen wie Neid, Geltungssucht, Zorn, Arroganz, Gier usw. nicht nachzugeben. Die eigene Trägheit zu überwinden und beispielsweise im Morgengrauen aufzustehen für das Dämmerungsgebet, ist ebenso Dschihad wie die Überwindung des Hungers im Fastenmonat Ramadan. Dschihad ist vor allem die Pflicht, die Gottergebenheit in die Tat umzusetzen: eine Kampfansage an Egoismus, Gleichgültigkeit und Fatalismus.

Dies betrifft natürlich auch das Umfeld des Gottergebenen. Die Gottergebenheit verpflichtet den Gottergebenen Unrecht in jeder Form zu bekämpfen. Das bedeutet jedoch nicht Gewalt. Auch hier Hinweise, welche Mittel ein Gottergebener einsetzen sollte, um Schlechtes zu verhindern, sei es mittels Petitionen und Politik, durch Kundgebungen oder Demonstrationen oder durch persönlichen Widerstand.

Helfende HandPolitisch ist Dschihad beispielsweise die Zivilcourage, auch in Diktaturen aufzustehen und Unrecht anzuprangern. Gewalt ist auch nur erlaubt, wie bereits gezeigt wurde, um sich zu verteidigen. Auf staatlicher Ebene ist dies die Pflicht eines jeden Gottergebenen, sich zu bewaffnen und in den Krieg zu ziehen, wenn sein Land angegriffen wird: also das Prinzip einer Milizarmee.

Innenpolitisch gilt ebenfalls, das von einer bestimmten Gruppe direkt eine Bedrohung von Gut und Leben ausgehen muss, um Gewalt zur Eindämmung zu rechtfertigen. Der sogenannte Tyrannenmord wäre hier eine legitime Möglichkeit. Wichtig beim Einsatz von Gewalt ist das Gebot Maß zu halten. Gewalt darf nur den Aggressor treffen. Terrorakte, Massenvernichtungsmittel, Flächenbombardements, kurz alles, was Unbeteiligte treffen könnte, ist in der Gottergebenheit verboten.

Auch im Kampf gilt es maßvoll zu sein und Gefangene gut zu behandeln. Ein Gottergebener muss immer darauf bedacht sein, den Kampf so bald wie möglich zu beenden und nach Möglichkeiten des Friedens zu suchen.

Die Begriffe Dschihad wie auch „Terror“ werden immer wieder von militanten Gruppen und von Regierungen missbraucht, um zu suggerieren, dass nur sie für die gerechte Sache kämpfen. In Krisenzeiten greift man, wie auch im Christentum, gerne auf religiöse Argumente zurück, um die Masse der Gläubigen auf seine Seite zu bringen. Der gläubige Gottergebene muss diesen Missbrauch der Religion verurteilen, was sich wiederum als sein Dschihad äußern wird.

Die Gottergebenheit (Islam) ist in erster Linie der Glaube des Friedens (dinu-s-salām), der Anweisungen im Krieg gibt, diesen schnellstmöglich beenden will und zum Frieden leitet.