Hadsch

Menstruation und Beten im Islam, Fasten während der Menstruation…

Der Koran, der alles erklärt (16:89; 6:114), was wir für unsere Rechtleitung benötigen, schränkt einzig und allein den Geschlechtsverkehr ein, wenn es um die Menstruation geht.

 

 

Foto: Jennifer Hayes – CC BY-NC 2.0

 

2:222 Und sie fragen dich nach der Menstruation. Sage: „Sie ist eine Beeinträchtigung!“ So haltet Abstand von den Frauen während der Menstruation und nähert euch ihnen nicht (sexuell), bis sie gereinigt sind. Wenn sie sich reinigten, dann kommt zu ihnen, von wo euch Gott gebot. Gewiss, Gott liebt die Bereuenden und liebt die sich Reinigenden


Der Koran beinhaltet alles, was unsere Rechtleitung betrifft. Und so beschreibt er in diesem Vers alles, was die Menstruation angeht. Laut Koran ist Regelblutung eine Beeinträchtigung, ein Unwohlsein und Gott sieht für uns vor, dass wir während dieser beeinträchtigenden Phase keinen Geschlechtsverkehr üben. Unser Herr beschreibt die Menstruation nicht als eine spirituelle Unreinheit, sondern als eine Beeinträchtigung. Man soll sich auch nicht durch den nachfolgenden Satz verunsichern lassen, in dem das aus der Wurzel T-h-r (طهر) abgeleitete Verb (يطهرن – yaThurna, femininer Plural der dritten Person) verwendet wird. So wie das Wort „rein“ im Deutschen mehrere Bedeutungen in sich tragen kann, wie etwa in „eine reine Weste haben“, kommen die von der Wurzel abgeleiteten Wörter im Koran in unterschiedlichen Varianten vor:

  • materielle, körperliche Reinheit: 2:25, 2:222 (die ersten beiden Vorkommnisse im Sinne von „sich der Menstruation entledigen“), 3:15, 4:57, 8:11, 25:48, 76:21
  • geistige Reinigung: 2:222 (letztes Vorkommnis), 2:232, 3:55, 5:41, 9:103, 33:33, 33:53, 56:79 (die hier beschriebene Reinheit hat nichts mit der rituellen Waschung (غسل – Ghusl) vor dem Gebet zu tun*), 58:12,  80:14, 98:2
  • Geistige und materielle/körperliche Reinigung: 2:125, 3:42 (könnte auch als rein geistige Reinheit gelten), 4:43, 5:6, 7:82, 9:108 (ebenso möglich: nur geistige Reinheit), 11:78 (ebenso möglich: rein geistig), 22:26, 27:56, 74:4

* Koranisch gesehen bedeutet Ghusl, anders als in der traditionellen Lehre üblich, sowohl Ganzkörperwaschung als auch die Waschung vor dem Gebet, siehe 4:43 und 5:6 (und die Wortwahl des arabischen Textes), wohingegen aus 5:6 zu verstehen ist, dass طهارة – Tahaara im Kontext des Gebets (und nicht allgemein) durchaus als reine Ganzkörperwaschung verstanden werden kann. Achtung: Hier beim allgemeinen Ghusl bedeutet dies nicht, dass die Person in dem Moment körperlich unrein sei, um Missverständnisse zu vermeiden. Dies hat lediglich mit dem Gebet zu tun.

Es gab und gibt verirrte Menschen, die die Menstruation bei Frauen gar als eine göttliche Strafe ansehen. Ihre Ansichten und Interpretationsweisen haben auch ihren Weg in die Kommentaren und Tafsir-Bücher gefunden, wonach man eine Frau nicht nur sexuell nicht berühren, sondern gleich komplett vermeiden sollte. Dies wird ebenso ersichtlich in den Übersetzungen, welche die Menstruation in 2:222 wie folgt beschreiben bzw. das Wort (أَذًى – adhan) wie folgt übersetzen:

  • Khoury, Bubenheim, Rassoul: Leiden
  • Azhar, Ahmadeyya: Schaden
  • Paret: Plage
  • Zaidan: Beschwerlichkeit
  • Pickthall: Krankheit (illness) (sic!)
  • Qaribullah: Verletzung (injury)
  • Khalifa, Progressive Muslims, Amatul R. Omar: schädlich (harmful)
  • M. Asad: verwundbarer Zustand (vulnerable condition)
  • Ali F. Yavuz: eine verhasste Unreinheit (nefret edilen bir pisliktir) (sic!)

Wie wir sehen tun es sich die Übersetzer nicht gerade einfach, das Wort angemessen zu übersetzen. Auch während unserer Übersetzung von 2:222, die wir eingangs zitierten, hatten wir lange diskutiert. Insbesondere in gewissen Übersetzungen wie die von Paret, Pickthall oder von meinem persönlichen Favorit in der Kategorie „abstruseste Übersetzung“ Ali F. Yavuz sieht man deutlich, welch lausige Arbeit da verrichtet wurde bei der Übersetzung.

Im Koran kommt dieses Wort an 24 Stellen in verschiedenen Formen vor: 2:196 2:222 2:262 2:263 2:264 3:111 3:186 3:195 4:16 4:102 6:34 7:129 9:61 (2x) 14:12 29:10 33:48 33:53 (2x) 33:57 33:58 33:59 33:69 61:5

Dass es sich bei diesem Wort nicht um den Aspekt der „Schmerzen“ handelt, wird klar, wenn man bedenkt, was „schmerzhaft“ auf Arabisch heißt: مُؤْلِم – mu’lim oder أَلِيم – ‚aliim, was im Koran sehr oft in der Wendung ‚Adhaabun ‚aliimun (schmerzhafte Qual) vorkommt. Dieses Wort bedeutet auch nicht „Schaden“ (ضَرَر – Darar, türkisch: zarar) an sich, denn man betrachte Vers 3:111:

لن يضروكم إلا أذى وإن يقتلوكم يولوكم الأدبار ثم لا ينصرون

Sie werden euch nicht schaden (lan yaDurruukum), bis auf eine Beeinträchtigung (‚illaa ‚adhan). Wenn sie euch bekämpfen, werden sie euch den Rücken kehren und weglaufen. Keine Hilfe wird ihnen zuteil werden.

Hier wird das Wort zwar mit Schaden in Verbindung gebracht, aber dennoch sprachlich wie auch inhaltlich getrennt. Im Vers hätte auch ‚illa qaliilan (bis auf ein wenig) stehen können. Jedoch wird durch diese Wortwahl klar gemacht, dass das Wort in der Bedeutung schwächer als „Schaden“ (Darar) ist (das Verb yaDurruuna stammt von derselben Wurzel ab wie das Wort Darar) und damit etwas anderes ist als Schaden.

Dasselbe Wort kommt in den übrigen 23 Stellen in der Bedeutung „bedrücken, belästigen“ (zum Beispiel im Sinne einer Beleidigung, siehe 3:186 oder 6:34) oder „leiden“ (auf dem Wege Gottes „leiden“, siehe 3:195) vor, allgemein aber im Sinne von einer „Einschränkung“, weshalb wir uns für das Wort „Beeinträchtigung“ entschieden hatten. Nirgends, aber nirgends erhält es die Bedeutung „verhasste Unreinheit“! Es bedeutet auch in keinster Form „unrein“ oder „Schmutz“. Doch nur in 2:222 Stelle übersetzen gewisse Übersetzer dieses Wort anders.

Wieso erst dann, wenn es sich um Frauen handelt?

Traditionell wird gelehrt, dass eine menstruierende Frau spirituell und körperlich vor Gott unrein sei, und deshalb nicht beten, nicht fasten und die Pilgerfahrt nicht vollziehen dürfe. Der Koran, der alles erklärt (16:89; 6:114), was wir für unsere Rechtleitung benötigen, schränkt einzig und allein den Geschlechtsverkehr ein, wenn es um die Menstruation geht. Hätte Gott gewollt, dass Frauen nicht beten, nicht fasten und auch den Koran nicht lesen, so hätte dies Gott, Der weder wortarm noch vergesslich ist, mit Leichtigkeit erwähnen können. Sowieso enthält der Koran die Einzelheiten zu den Umständen, die dem Kontaktgebet im Weg stehen: Urinieren, Stuhlgang oder die spirituelle Unreinheit durch Geschlechtsverkehr (dschunub).

Eine menstruierende Frau hat zu beten und zu fasten und die Pilgerfahrt zu vollziehen. Sie kann den Koran auch zu jeder Zeit lesen. Falls die Menstruation eine erhebliche Beeinträchtigung ist und körperlich von der Frau viel abfordert, so kann sie das Fasten aufschieben (2:184f.). Jedoch ist dies keine allgemeine Regel und sehr individuell behaftet, da nicht jede Frau das Menstruieren als ein intensives Leiden erlebt.

Männer waren es, die diese Interpretation den Frauen aufgezwungen haben und wieder Männer waren es, die die menstruierenden Frauen von den Moscheen, vom Gebet, vom Fasten und vom Koran ferngehalten haben. Die patriarchalische Mentalität, welche die Frauen davon fernhält, Gott zu dienen, zu Gott zu beten und mit Ihm eine innige Verbindung aufzubauen wie etwa durch das Koranlesen, hat dafür gesorgt, dass sich viele Frauen, insbesondere die jungen Mädchen vor der Gesellschaft sehr verlegen fühlen können und ihnen das Gefühl gegeben, dass sie etwas im Körper haben, dass sie vor Gott unrein mache. Damit wurden sie in den Hintergrund gedrängt. Sie haben auch dafür gesorgt, dass auch die Frauen den Koran verlassen haben und von der Klage unseres Propheten angesprochen werden (25:30).

Die sogenannte Scharii’a, die durch die erfundenen und erlogenen Ahadith und mittels der Dutzenden Idschtihad der Gelehrten Jahrhunderte später eingeführt und dem letzten Propheten Gottes untergejubelt wurde (42:21), hat das diesseitige wie auch das jenseitige Leben der Muslime (arabisch für „Gottergebene“) ins Verderben geführt.

Die Gottergebenen, welche den Koran, den gesamten Koran und nur noch den Koran einhalten wollen, werden mit Gottes Hilfe und Erlaubnis diesen Aberglauben aufdecken und entlarven.

Auszüge aus der Hadith-Literatur

Ich suche Zuflucht bei Gott vor dem verfluchten Teufel,
Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen

Frieden wünsche ich Ihnen!

Da die meisten der Sunniten bislang ausgewählte („harmlose“) Auszüge aus den jeweiligen Hadith-Büchern lesen durften, entschied ich mich, einige der merkwürdigen, bizarren, manchmal lächerlichen und häufige Male menschenverachtenden (und auch frauenverachtenden) Ahadith auszuwählen und dementsprechend zu kommentieren. Versucht wird, die Gründe für die Entstehung dieser Ahadith zu erfragen und zu ergründen. An anderer Stelle wurden kritische Kommentare zu den jeweiligen Ahadith gegeben und Widersprüche aufgezeigt. Es werden auch Vergleiche zum Koran aufgestellt. Diese Arbeit bezweckt eine Aufklärung über die Natur der Hadith-Literatur. Für eine etwas wissenschaftlichere Analyse können Sie die Arbeit „Die Zuverlässigkeit der Ahadith – Die Korrumpierung der großen Religion des Islam“ auf unserer Seite lesen.

Wie Sie vielleicht bereits wissen, haben die Ahadith (Aussprüche, die dem Propheten zugeschrieben werden) in der islamischen Geschichte häufig eine beachtliche Autorität dargestellt. Dass die Schiiten und die Sunniten eigene Sammlungen dieser Aussprüche besitzen, ist weniger verwunderlich, wenn wir die Entstehungsgeschichte der Spaltungen im Islam, welche im Koran klipp und klar verboten werden, studieren. Es ist umso erstaunlicher, wenn wir die meisten Sunniten nach ihren Hadith-Kenntnissen prüfen: sie haben wenige bis gar keine.

Beginnen will ich mit einem Gleichnis. Es spricht die willkürliche Sammlung der Ahadith an:

 

Stellt euch mal vor, es gibt eine große Schüssel mit verschiedenen Früchten. Jemand kommt zu Ihnen und sagt, diese Schüssel sei heilig und wer die Früchte verspeist, genieße eine Mahlzeit von einem Heiligen.

Ein Mensch nähert sich der Schüssel und sagt: „Einige Früchte scheinen mir verdorben.“ Er nimmt sie in die Hand, beißt rein legt die Frucht wieder ab; eine andere Frucht aber schmeckt ihm gut. Und so sortiert er aus der Schüssel die Früchte aus, die ihm belieben.

Die Schüssel ist nach dieser Selektion halb voll.

Der Nächste macht sich an die Schüssel heran, erkennt aber dass einige Früchte fehlen, die ihm sehr gut munden, aber dass einige Früchte wiederum in der Schüssel sind, die ihm gar nicht belieben. So stellt der Zweite seine Wunschschüssel mit den Früchten zusammen.

Der Nächste aber wirft rigoros die Hälfte der neuen Früchte aus der Schale und ihm gefällt die Schale nicht, so nimmt er sich eine andere Schale; einige Früchte, die bereits angebissen sind und von den vorherigen aussortiert wurden, fügt er der neuen Schüssel wieder hinzu.

Der Nachfolgende sieht die Schüssel und weiß sich daran zu erinnern, dass die Schüssel heilig ist; jedoch, so seine Meinung, sei nur die Schüssel heilig und so leert er die Schüssel. Ein Anderer neben ihm erinnert sich, dass die gelbe und die rote Frucht, wenn nicht, so doch zumindest die gelbe Frucht auf der Schüssel auflagen.

Am Ende wird die Schüssel ganz sorgfältig und behutsam an einen besonderen Platz getragen. Als eine Frucht, die bereits angebissen war, herunter fiel, gab es großen Tumult. Sehr sorgsam wurde die Frucht an den Platz gestellt, von wo sie gefallen war. Die Schüssel wird derweil von einer Eskorte begleitet. Einige der Älteren erkennen die alte bekannte Schüssel kaum wieder, trauen sich aber nicht, sich darüber zu äußern.

Und so sterben die Alten dahin, aber die Nachfolgenden sind sich ganz sicher: DAS ist die heilige unversehrte Schüssel. Und sie achten darauf, dass ja keine Frucht abhanden kommt und so werden ganz viele Schüsseln mit genau denselben vorliegenden Früchten zusammengestellt (dass dies mit besonderer Sorgfalt vonstatten ging, ist selbstverständlich).

Und wehe jemand behauptet, diese Schüssel sei nicht heilig!

 

Es wird oft behauptet, dass die Ahadith sehr sorgfältig gesammelt und überprüft worden seien. Als Argument werden übernatürliche Eigenschaften der Hadith-Sammler vorgelegt. Die Hadith-Überlieferer seien zeitlebens tadellose Muslime gewesen, hätten nicht geheiratet und seien nicht hinterfragbar. Manchmal werden diese Persönlichkeiten gar als Heilige angesehen. Wir werden gleich sehen, wie „tadellos“ die Sammler wirklich waren. Das Ergebnis wird sie überraschen.

 

*

Zur Hadith-Literatur…

APOSTASIE (oder Todesstrafen)

Dieses fürchterliche Thema wird hierzulande (zu Recht) oft diskutiert. Mit den folgenden Ahadith werden wir sehen, wie gefährlich und verdorben die Früchte in der Schüssel sein können:

 

Dem Propheten zugeschriebene Ahadith:
‚Abdullah Ibn Mas’ud berichtete, dass der Gesandte Gottes (d. h. Mohammed) sagte: Das Blut eines Muslims, der bezeugt hat, dass kein Gott da ist außer Gott, und dass ich der Gesandte Gottes bin, darf nicht vergossen werden, außer in einem von drei Fällen: (1) Im Fall der Unzucht durch einen, der geheiratet hat; (2) im Fall der Wiedervergeltung für Mord und (3) wenn derjenige von seinem Glauben abfällt und seine Bindung zur Gemeinschaft (der Muslime) löst. (Nummer des Hadith im Sahih Muslim [nur auf Arabisch]: 3175)

„Wer seine Religion ändert den tötet.“ (Sahih Al-Bukhary Nr. 6922)

Es ist nicht erlaubt das Blut eines Muslims zu vergießen, welcher bezeugt, dass es keine Gottheit außer Gott gibt und dass ich Sein Gesandter bin, außer in drei Fällen: (1) Eine Seele für eine Seele [d.h. Wiedervergeltung bei Mord], eine Verheirateter der Zina (Unzucht) begeht und (3) jemand der seine Religion verlässt und sich von der Gemeinschaft löst. (Sahih Al-Bukhary 6484, Sahih Muslim 1676; siehe auch: Sahih Bukhary, Band 9, Buch 83, Nummer 37)

 

Meinungs- und Religionsfreiheit ist ein deutliches, von Gott gewünschtes Prinzip für die Menschheit. Diese Freiheiten werden im Koran unmissverständlich, klar und deutlich zur Sprache gebracht, wie Sie gleich lesen werden können. Dass diese Ahadith gefährlich sind, erkennen die meisten. Leider gibt es immer noch Sunniten, die daran zweifellos halten wollen, selbst wenn es um ihre eigenen Verwandten geht. Die Einstellung der Sunniten mag bzgl. Apostasie kurz wie folgt zusammengefasst werden: „Möge Gott mich behüten, solch etwas (wie die Tötung von Apostaten) durchzumachen – was aber sein muss, muss sein!“

Woher wollen wir Menschen wissen, ob derjenige wirklich vom Glauben abgefallen ist? Ist es unsere Aufgabe, zu urteilen? Sollten wir uns nicht selbst verbessern? Wie viele Menschen sind bereits Opfer dieser menschlichen Selbstjustiz geworden? Den „Mislam“ (Sunnismus) zu verlassen, heißt noch lange nicht, dass der Mensch ungläubig wurde. Die Problematik wird umso deutlicher, wenn wir folgende Verse lesen:

 

2:62 Wahrlich, wer von den Gläubigen, den Juden, den Christen und den Sabäer (den „Anderen“) an Gott und den Jüngsten Tag glaubt und rechtschaffen ist – diese haben ihren Lohn bei ihrem Herrn und sie werden weder Angst haben, noch werden sie traurig sein.

5:69 Die Gläubigen und die Juden, die Sabäer und die Christen – wer an Gott glaubt und gute Werke tut -, keine Furcht soll über sie kommen, noch sollen sie traurig sein.

 

Der Koran legt das einzig vernünftige Maß fest, woran wir die Menschen bewerten können: Gemäß Koran reicht es aus, zweifellos an Gott (ohne eine Beigesellung von anderen Gottheiten; Ihm ALLEIN dienen, Ihn ALLEIN lieben) und an den Jüngsten Tag zu glauben (Konzept der Verantwortlichkeit für die eigens begangenen Taten) und gute Werke zu vollbringen, um Gottes Gnade zu erhalten. All diese drei Punkte werden an anderen Stellen im Koran nochmals ausführlich behandelt (Beispiel für rechtschaffene Taten: 6:151f.). Wieso also Verurteilung? Selbst wenn wir einen Menschen bewerten wollen, müssen wir ihn kennen lernen und selbst dann wären wir nicht wirklich im Stande, ein exaktes Urteil abzugeben.

 

26:89 Erfolg hat dann (am Jüngsten Tag) nur der, der vor Gott mit reinem Herzen erscheint.

 

Deshalb ist von diesen und ähnlichen Ahadith abzuleiten, dass die Ahadith fabriziert wurden, um die Machtgelüste (der Männer) zu befriedigen. Diese Ahadith waren ein Mittel, ungewünschte Persönlichkeiten in der Öffentlichkeit im Namen und mit dem Deckmantel der Religion zu diffamieren und auszuschalten. Es ist höchst bedauerlich, dass Koranverse in Ländern aufgehoben wird, die sich als islamisch geprägte Länder ausgeben, denn diese legen eindeutig fest:

 

2:256 Es gibt keinen Zwang im Glauben.

18:29 Und sprich: „Es ist die Wahrheit von eurem Herrn.“ Darum lass den gläubig sein, der will, und den ungläubig sein, der will. Siehe, Wir haben für die Frevler ein Feuer bereitet, das sie wie eine Zeltdecke umschließen wird…

 

Nach dem Koran ist die Situation klar. Solange die Gottergebenen nicht vertrieben oder bekämpft werden, darf kein Mensch einen anderen Menschen töten (4:92, 5:32). Die Meinungs- und Religionsfreiheit ist einer der Hauptprinzipien des Koranischen Islam (18:29; 2:256; 10:99; 50:45; 88:22). Die Menschen können aufgrund ihres Glaubens nicht bestraft werden.

An dieser Stelle mag eingewendet werden, dass der Koran ebenfalls die Wiedervergeltung für Mord vorsieht, was auch nicht vollständig falsch ist. Wir dürfen dabei aber nicht vergessen, dass die Wiedervergeltung im gesamten Koran in einem streng festgelegten Rahmen definiert wird, welche es uns fast unmöglich machen, die Wiedervergeltung ausüben zu können. Der Koran rät definitiv von der Todesstrafe ab (2:179), verbietet sie aber auch nicht vollends.

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IN DER LOGIK UNSCHLÜSSIGE/IRRATIONALE AHADITH

Dem Propheten zugeschriebene Ahadith:
Sad berichtete: Gottes Gesandter sagte: „Derjenige, der am Morgen sieben Ajwa-Datteln isst, wird nicht durch Gift oder Magie an dem Tag beeinflusst, an dem er sie isst.“ (Bukhary Hadith Nr. 5086 / Band 7, Buch 65, Nummer 356)

Gottes Gesandter hat gesagt: „Unter den Erlaubten (Halal), das Gott am meisten erzürnt, ist die Scheidung.“ (aus Abu Dawud)

„Der Prophet gab die Erlaubnis, Frauen und Kinder im Krieg zu töten.“ (Bukhary, Jihad/146; Abu Dawud 113)

„Führer müssen vom Quraisch-Stamm sein.“ (Bukhary 3/129,183; 4/121; 86/31)

Die Vermutung liegt nicht fern, dass es wohl am denkbarsten ist, dass die Dattel-Händler aus der Ajwa-Region den ersten zitierten Hadith zu einem Entgelt fabrizieren ließen. Mit der Verbreitung der Vorstellung, dass Datteln aus dieser Region ‚magische‘ Kräfte besäßen, lässt sich eine gute Verkaufsstrategie aufbauen! Der erste Hadith wird in den Hadith-Büchern mehrmals wiederholt. In den Ahadith wird außerdem auch nicht weiter definiert, was Magie an sich ist.

Im zweiten, äußerst seltsamen Hadith sollte dem Anschein nach ein Eindruck entstehen, dass die Scheidung unvernünftig sei. Die Frage stellt sich: Wieso soll Gott etwas erlauben, das Ihn erzürnt? Im Koran hat Gott uns erlaubt, sich bis zu Sage und Schreibe dreimal mit demselben Partner scheiden zu lassen. Es sei nur am Rande bemerkt, dass die Frauen im Sunnismus das Scheidungsrecht nicht besitzen!

Der dritte zitierte Hadith widerspricht klar dem Koranischen Gebot, im Krieg nicht zu übertreten (d. h. keine Unschuldigen zu verletzen, geschweige denn zu töten).

Beim vierten zitierten Hadith stellt sich die Frage: Weshalb müssen Führer von den Quraisch abstammen? Der im Namen der Religion verbreitete Hadith ist einer der vielen Ahadith, die als politisches Mittel ausgenutzt wurden, um Autoritäten als unantastbar darzustellen oder Privilegien zu sichern.

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MIT PROSTITUIERTEN HERUMTRÖDELN

Die schiitischen ‚Ayatollahs‘ sagen, dass ein Mann eine Frau sogar temporär für eine abgemachte Zeitperiode heiraten kann, wie z. B. für einen Tag oder selbst nur für einige Stunden. Sie nennen dies „mutaa“. In Tat und Wahrheit ist dies nicht mehr als Prostitution.

Dies überrascht überhaupt nicht, wenn wir uns in Gedanken halten, dass der Prophet angeblich gemäß den Hadithschreibern selbst erlaubte, sich unter die Prostituierten zu mischen und mit ihnen Kontakt aufzunehmen. Hier ist der falsche Hadith:

Abdullah erzählte: Wir nahmen üblicherweise am heiligen Krieg teil, der vom Propheten geführt wurde, und wir hatten unsere (Ehe-)Frauen nicht mit uns. Also sagten wir (zum Propheten): „Sollen wir uns kastrieren?“ Aber der Prophet verbat uns dies zu tun und von da an erlaubte er es uns, eine Frau (temporär) zu heiraten, indem wir ihr sogar nur eine Bekleidung (als Morgengabe) gaben und dann rezitierte er: „O ihr Gläubigen! Verbietet nicht die guten Dinge, die Gott für euch erlaubt hat.“ (Bukhary Band 6, Buch 60, Nummer 139)

Dieser falsche Hadith besagt, dass der Prophet es den Männern während dem „Heiligen Krieg“ erlaubt haben soll, die „Frauen für eine bestimmte Zeit zu heiraten!“ Dies ist eine schreckliche Verleumdung und eine teuflische Lüge gegen den Propheten und seiner Gefolgschaft. Dieser falsche Hadith versucht sie so darzustellen, als ob sie etwas anderes in den Gedanken hätten, als mit dem Propheten zu kämpfen.

Die wahren Lehren des Propheten sind im Koran. Dieser sagt uns, dass die Männer ihre Lust zu kontrollieren haben und keusch bleiben sollen. Hier ist der Vers:

24:33 Diejenigen, die über keine Mittel für eine Ehe verfügen, sollen Keuschheit üben, bis Gott ihnen aus Seiner Gabenfülle Mittel gewährt!

Der Prophet lehrte uns in Gottes Namen, dass wir bis zur Ehe keusch bleiben sollen. Wie kann es der Prophet dann erlauben, den Kontakt mit Prostituierten aufzunehmen? Dies ist eine offensichtliche Beleidigung gegenüber dem ehrwürdigen Propheten von der Ulama wie Bukhary. Wenn die Ulama den obigen Koranvers ablehnen will, so hat der Koran einen weiteren:

24:30 Sage den gläubigen Männern, sie sollen den Blick niederschlagen und ihre Keuschheit wahren. Das ist lauterer für sie. Gottes Kenntnis umfasst alles, was sie tun.

Dies ist, was der Prophet uns im Koran lehrte. Die Muslime haben ihre Blicke niederzuwerfen und ihre Lust zu kontrollieren. Wir bezweifeln jedoch, dass die Ulama der Ahlul Sunna den Koran in dieser Hinsicht annehmen werden. Sie ziehen es vor, ihren eigenen Büchern zu folgen. Kein Wunder, dass sich der Prophet über sie am Tage des Gerichts beklagen wird (siehe 25:30). Dass diese Ahadith aus dem spezifischen Grund erfunden wurden, um die sexuelle Befriedigung der Männer im Namen der Religion zu gewährleisten, ist deutlich und klar.

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WEITERE SEXUELLE VERDERBTHEIT VON „IMAM“ MALIK

Das berüchtigte Buch „Al Muwatta“ von Imam Malik wird von der Ulama der Sunniten als „First Formulation of Law“ (erste Formulierung des Gesetzes) betrachtet. Imam Malik wird unter den Sunniten als einer der großen Fuqaha oder Doktoren der Jurisprudenz angesehen. Der folgende falsche Hadith ist von Al Muwatta:

Sektion: Säugen von älteren Personen – Buch 30, Nummer 30.2.12
Yahya berichtete mir von Malik von Ibn Shihab, dass er über das Säugen einer älteren Person befragt wurde. Er sagte: „Urwa ibn az-Zubayr informierte mich, dass Abu Hudhayfa ibn Utba ibn Rabia, einer der Gefährten des Gesandten Gottes, der in Badr präsent war, adoptierte Salim (der Salim, der Verbündete (mawla) von Abu Hudhayfa, genannt wurde), da der Gesandte Gottes Zayd ibn Haritha adoptiert hat. Er sah ihn als seinen Sohn an und Abu Hudhayfa verheiratete ihn mit der Schwester seines Bruders (??), Fatima bint al-Walid ibn Utba ibn Rabia, die zu dieser Zeit unter den ersten Auswanderern war. Sie war eine der besten unverheirateten Frauen der Quraisch. Als Gott der Erhabene in Seinem Buch das herabgesandt hat, was Er über Zay ibn Haritha herabsandt: ‚Nenne sie nach ihren wirklichen Vätern. Das ist gerechter vor Gottes Augen. Wenn ihr nicht wisst, wer ihre Väter waren, dann sind sie eure Glaubensbrüder und eure Verbündete (mawlas). (Sura 33:5) Leute in dieser Stellung wurden zurückgeführt auf ihre Väter. Wenn der Vater unbekannt war, wurden sie zurückverfolgt zu ihrem Verbündeten (mawla). Sahla bint Suhayl, die Frau von Abu Hudhayfa, und eine vom Stamm von Amr ibn Luayy, kam zum Gesandten Gottes und sagte: „Gesandter Gottes! Wir sehen Salim als einen Sohn an und er kommt herein, während ich unbedeckt bin. Wir haben nur einen Raum, was denkst du über diesen Zustand?“ Der Gesandte Gottes sagte: „Lasse ihn fünfmal von deiner Milch trinken und er wird dadurch ‚mahram'“ Sie sah in ihn dann als Pflegesohn an. A’isha umm al-muminin nahm dies als ein Beispiel dafür, dass, welche Männer sie auch immer wollte, kommen und sie sehen konnten. Sie befahl ihrer Schwester, Umm Kulthum bint Abi Bakr as-Siddiq und den Töchtern ihres Bruders, welchen Männern auch immer sie wollte, Milch zu geben, um es ihnen zu ermöglichen hereinzukommen um sie zu sehen. Die anderen Frauen des Propheten lehnten es ab irgendjemanden durch Säugen hereinzulassen. Sie sagten, „Nein! Bei Gott! Wir glauben, dass das, was der Gesandte Gottes Sahla bint Suhayl befohlen hatte zu tun, eine Einwilligung war, die nur das Säugen von Salim betraf. Nein! Bei Gott! Niemand wird hereinkommen zu uns durch solch ein Säugen!“ Dies ist es, was die Frauen des Propheten über das Säugen von älteren Personen dachten.

Gemäß Imam Malik sagte der Prophet zu Sahla, einem erwachsenen Mann namens Salim zu erlauben, von ihren Brüsten zu säugen. Und wir werden von den Hadith-Gelehrten aufgefordert zu glauben, dass Salim als ein erwachsener Mann von Sahla gesäugt wurde. Dann sollen wir auch glauben, dass Aischa (die Frau des Propheten) ihrer Schwester Umm Kalthum und den Töchtern ihres Bruders gesagt hat, jedem erwachsenen Mann Milch zu geben, der kommen und sie sehen wollte.

Meine Frage an die Ahlul Sunna: Wie implementiert ihr all diese vorwiegend merkwürdigen Lehren? Dies ist doch, was uns die Ulama der Ahlul Sunna lehrt zu glauben?! Die Ulama mag diesen satanischen Imam Malik, der eigentlich Zügellosigkeit und Verderbtheit fördert. Ein kranker Hadith wie dieser braucht keine Erklärung, er steht für sich selber.

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DER PÄDOPHILE PROPHET

Die Ulama schrieb einen hässlichen, falschen Hadith, welcher den Propheten als Pädophilen beschreibt. Hier der verleumderische Hadith vom „Heiligen Bukhary“:

Hisham’s Vater erzählte: Khadija starb drei Jahre bevor der Prophet nach Medina abreiste. Er blieb dort für etwa zwei Jahre und heiratete dann ‚Aisha, als sie ein Mädchen von 6 Jahren war und gebrauchte die Heirat (d. h. schlief mit ihr) als sie 9 Jahre alt war. (Bukhary Band 5, Buch 58, Nummer 236)

Beschämt wegen diesem falschen Hadith, aber dennoch nicht mutig genug, ihren falschen Glauben einzugestehen, klassifizierten einige der Ahlul Sunna dieses peinliche Thema als „einer der kontroversesten Themas der heutigen Muslime“. In der Tat, die Sunniten winden sich aus ihren Hosen heraus, um die Erklärung dieser Falschheit zu vermeiden. Erstens können sich die Sunniten auch nicht auf das genaue Alter von Aischa einigen, wann sie genau mit dem Propheten geheiratet haben soll. Andere Versionen dieses Hadiths sagen, dass Aischa 9 Jahre alt war und dass die Heirat mit 14 oder 16 verbraucht wurde. Sie selber wissen nicht einmal, welche Version die „authentischste“ ist?!

Es ist die Zeit gekommen, dass die Sunniten sich eingestehen, dass sie ihre Tochter nie im Alter von 6 Jahren hergeben würden. Dies ist pure Heuchelei. Sie argumentieren, dass es OK wäre, dass der Prophet ein sechs jähriges Mädchen geheiratet hat, aber bei ihren eigenen Kindern gilt diese Sunna NICHT.

Es ist erneut offensichtlich, wieso diese und ähnliche Ahadith erfunden wurden: um die sexuelle Orientierung gewisser, perverser Leute zu rechtfertigen. Möge Gott uns vor solchen Schandtaten fern halten.

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BILDERVERBOT

Die Verbote werden im Koran klar und eindeutig formuliert. Nirgends findet mensch ein Verbot gegen Bilder im Koran. Des Weiteren stellt der Koran klar, dass ein Prophet nichts verbieten darf, was Gott nicht verboten hat (siehe 66:1).

Wenn wir gewisse Ahadith lesen, wird uns unmissverständlich beigebracht, dass der Prophet alle Bilder als ein Zeichen der Unrechtschaffenheit und daher als verboten erklärt habe.

Dem Propheten zugeschriebene Ahadith:
Busr bin Said berichtete, dass Zaid bin Khalid Al-Juhani ihm etwas in der Anwesenheit von Said bin ‚Ubaidullah Al-Khaulani erzählte, der im Hause Maimuna’s untergebracht war, der Frau des Propheten. Zaid erzählte ihnen, dass Abu Talha sagte, dass der Prophet sagte: „Die Engel (der Barmherzigkeit) treten in kein Haus ein, wo man Bilder findet.“ (Bukhary, Band 4, Buch 54, Nummer 449)

Salim’s Vater berichtete: Einmal versprach Gabriel dem Propheten (, dass er ihn besuchen werde, aber Gabriel kam nicht) und später meinte er: „Wir Engel treten in kein Haus ein, das Bilder oder Hunde hat.“ (Bukhary, Band 4, Buch 54, Nummer 450)

1218 – Ibn Abbas berichtete: Ich hörte den Gesandten Gottes sagen: „Wer immer ein Bild macht, der kommt ins Höllenfeuer. Aus jedem Bild, das er gemacht hat, wird eine Seele sein, die ihn im Höllenfeuer quält.“ (Bukhary, Muslim, Tirmîdhî, Nasaî, Abû Dâwûd und Ahmad Ibn Hanbal)

Diese bekannten Ahadith bezüglich der Bildmalerei können wie folgt hinterfragt werden: Erachten sich die Hadith-Sammler religiöser als der Prophet Salomo, der solche Kunst machte bzw. machen ließ, oder ist dieser sündig und in der Hölle?! Gemäß Koran werden die Gläubigen Nutzen aus den schönen Dingen ziehen, die nicht von Gott verboten sind und für die sie Gott danken (7:32, 5:87).

34:12-13 Und Salomo machten Wir den Wind dienstbar; sein Herweg dauerte einen Monat, und sein Hinweg dauerte einen Monat. Und Wir verflüssigten ihm eine Metallquelle. Und von den Djinn gab es welche, die unter ihm auf Geheiß seines Herrn arbeiteten. Und sollte einer von ihnen sich von Unserem Befehl abwenden, so würden Wir ihn die Strafe des flammenden Feuers kosten lassen. Sie machten für ihn, was er begehrte: Paläste und Bildwerke, Becken wie Teiche und feststehende Kochbottiche: „Wirkt ihr vom Hause Davids in Dankbarkeit.“ Und nur wenige von Meinen Dienern sind dankbar.

Es lässt sich vermuten, dass diese und weitere Ahadith, die eine Animosität gegenüber Kunst pflegen, aus dem Grund angefertigt wurden, da die Kunst eine große Gefahr für die bestehende politische Ordnung darstellt. Musik, Bilder und anderweitige Kunst können die Mentalität der Menschen merklich beeinflussen (nicht zuletzt aus diesem Grunde ließen die Nazis „nicht-deutsche“ Werke verbrennen). Um diese Möglichkeit einzudämmen wurden diese schönen Künste im Namen Gottes verboten, obwohl Gott diese Dinge nicht verboten hat. Wer ist ungerechter als jene, die Gott Lügen unterjubeln?

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DIE MERKWÜRDIGKEIT DER HADITH-WISSENSCHAFT

In einem der Dokumente aus der Website des österreichischen muslimischen Lehrervereins wird die Hadith-Wissenschaft erläutert. Es ist offensichtlich, dass die Ahadith Widersprüche beinhalten und statt dies zuzugeben, versuchen die Sunniten alles mögliche, um die Ahadith aufrechtzuerhalten. Es werden neue Kategorien, wie etwa die katastrophale Abrogation erfunden, von „50 Wegen der Bevorzugung“ gesprochen und lieber die eigene Vernunft abgelegt, als Ahadith abzulehnen. Wir lesen:

Was ist zu tun, wenn zwei akzeptable Ahaadiith im Widerspruch gefunden werden? Der folgende Prozess ist zu befolgen:1. Wenn es möglich ist, diese zu einem Einklang zu bringen, dann muss dies getan werden, und danach sollte man entsprechend nach beiden handeln.
2. Wenn es in keinster Weise möglich sein sollte, diese beiden in Einklang zu bringen, dann verfährt man wie folgt:a) Wenn es bekannt ist, dass einer den anderen abrogiert, dann nehmen wir und handeln nach dem Abrogierenden und lassen ab vom Abrogierten.
b) Wir bevorzugen den einen gegenüber dem anderen auf der Basis verschiedener Wege, und hierzu gibt es mehr als fünfzig Wege.
c) Falls wir keinen Weg finden, den einen vor dem anderen vorzuziehen, dann setzen wir beide nicht um, bis wir fähig sind, einen dem anderen vorzuziehen.Quelle: http://www.mlv.or.at/hp23.unterricht/Hadithwissenschaft.DOC, zuletzt abgerufen 2009

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VERHERRLICHUNG DES PROPHETEN MOHAMMED

Es war schon seit jeher so, dass die Religionen ihre „eigenen“ Propheten über andere Propheten stellten. Christen stellen in Wort oder in Tat Jesus über alle anderen Propheten und Muslime Mohammed über alle anderen. Die Christen und Sunniten haben einiges gemeinsam, was diesen Aspekt betrifft. Die Mehrheit der Christen sieht Jesus als Gott an und die Mehrheit der Sunniten überträgt Mohammed einige der Namen Gottes. Hadith-Bücher beinhalten Unmengen von Geschichten, die den Propheten besser als alle anderen Propheten und Menschen machen. Diese Ahadith widersprechen wiederum anderen Ahadith, die ich zitieren werde, und widersprechen auf dieselbe Weise den Lehren des Koran.

Jene „Muslime“, die dem Propheten Mohammed nicht mehr „Gottes Sohn“ sagen konnten, wurden Götzendiener, indem sie ihm etliche Titel zuschrieben und ihn idolisierten. Beispiele: In der Schahadah haben sie seinen Namen zu Gottes Namen hinzugefügt, während dem Gebet wurde sein Name gepriesen, sein Name wurde zum Gebetsruf (Adhan) hinzugefügt und sie haben ihn zum höchsten Propheten ernannt. Mit ihren Fürsprache-Geschichten ihn als jemanden bezeichnet, der seine Umma (Gemeinschaft) vor Gott retten könnte, ihn als einen von Geburt an bis zum Tod sündenlosen Menschen dargestellt, die ihm zugeschriebenen falschen Ahadith als Quelle der Religion anerkannt und sie haben sogar behauptet, dass die ganze Welt nur wegen Mohammed erschaffen worden sei. Viele der Namen Gottes haben sie ihm auch gegeben, wie z. B.: der Letzte (al-Achir); der Versammler (al-Dschami). Gemäß Koran ist das eindeutiger „Schirk“ (Beigesellung). Dennoch werden diese „Muslime“ nie meinen, dass sie Polytheisten sind (6:23).

Dies ist die Missachtung des Koran, in welchem Gott aussagt, dass wir als Gläubige keine Unterscheidung zwischen Seinen Gesandten machen sollen (siehe 2:285). Die folgenden Ahadith zeigen den Widerspruch in den Hadith-Büchern in Bezug auf diese Angelegenheit.

Malik berichtete von Ibn Shihab von Muhammad ibn Jubayr ibn Mutim, dass der Prophet sagte: „Ich habe fünf Namen: Ich bin Mohammed. Ich bin Ahmad. Ich bin al-Mahi (der Auslöscher), durch den Gott den Kufr auslöscht. Ich bin al-Hashir (der Sammler), vor welchem die Leute versammelt werden. Ich bin al-Aqib (der Letzte).“ (Malik, Muwatta, Buch 61, Nummer 61.1.1)

Jabir bin ‚Abdullah berichtete: Der Prophet sagte: „Mir wurden fünf Dinge gegeben, die zuvor noch niemandem zuteil wurden: (1) Gott machte mich siegreich durch Ehrfurcht, (durch das Einschüchtern meiner Feinde) für eine Distanz von einem Monat Reise. (2) Die Erde wurde für mich gemacht, ein Platz für das Gebet und ein Ding um den Tayammum zu verrichten. Deshalb können all meine Folger überall beten, wenn die Gebetszeit anbricht. (3) Die Beute wurde mir halal gemacht (erlaubt), obwohl sie niemandem vor mir erlaubt war. (4) Mir wurde (am Tag der Wiederauferstehung) das Recht der Fürsprache gegeben. (5) Jeder Prophet wurde üblicherweise seinem Volk gesandt, doch nur ich wurde der ganzen Menschheit gesandt. (Bukhary Band 1, Buch 7, Nummer 331)

Ibn ‚Abbas berichtete, dass der Prophet sagte: „Der Mensch sollte nicht sagen, dass ich besser als Jonas sei.“ (Bukhary Band 4, Buch 55, Nummer 608; siehe auch Nummer 620 und 624-627; auch in Muslim)

Abu Huraira berichtete: Während ein Jude Güter verkaufte, erhielt er etwas, was er nicht annahm oder er nicht zustimmte (anzunehmen), worüber ‚Abdul ‚Azlz (einer der Erzähler) Zweifel hegte. Er (der Jude) sagte: „Bei Gott, Der Moses unter der Menschheit auserwählte.“ Eine Person der Ansar hörte dies und schlug auf sein Gesicht und sagte: „(Du hast die Dreistigkeit) zu sagen: „Bei Ihm, Der Moses unter der Menschheit auserwählte, wobei Gottes Gesandter unter uns lebt.“ Der Jude ging zum Gesandten Gottes und sagte: „Abu’l-Qasim, ich bin ein Dhimmi und (brauche deswegen deinen Schutz) durch ein Bund“ und fügte hinzu: „Diese und jene Person hat mir einen Schlag ins Gesicht gegeben.“ Daraufhin sagte der Gesandte Gottes: „Wieso gabst du ihm einen Schlag ins Gesicht?“ Er sagte: „Gottes Gesandter, dieser Mann sagte: ‚Bei Ihm, Der Moses unter der Menschheit auserwählte, wobei du unter uns lebst.'“ Der Gesandte Gottes wurde wütend und Zeichen der Wut wurden auf seinem Gesicht erkennbar und sagte dann: „Macht keinen Unterschied zwischen den Propheten Gottes. Wenn ins Horn geblasen wird und was auch immer in den Himmeln und der Erde ist, wird schwinden, außer demjenigen, dem Gott Ausnahme gewährt; und dann wir in ein weiteres Horn geblasen und ich werde unter den ersten sein, die wieder zu sich kommen und Moses wird den Thron am ergreifen sein und ich weiß nicht, ob es eine Wiedergutmachung ist für das, als er am Tag der Tur schwindete oder ob er vor mir wiederauferweckt wird und ich sage nicht, dass irgendjemand exzellenter als Jonas, Sohn Mattas ist. (Muslim, Buch 030, Nummer 5853; siehe auch bis Nummer 5861)

„Ich bin der ehrbarste Gesandte, am Tag der Auferstehung werde ich der einzige sein, der an meine Leute denkt.“ (Bukhary 97/36)

Macht keine Unterschiede zwischen den Gesandten; Ich bin nicht einmal besser als Jonas! (Bukhary 65/4,5; Hanbel 1/205,242,440)

Anas Ibn Malik sagte: Ein Mann kam zum Gesandten Gottes und sagte: „Oh du, der beste aller Menschen (Khayer Al-Baryeh). Der Gesandte Gottes sagte: „Dies wäre Ibrahim (Abraham).“ (Sahih Muslim)

Abu Saeed Al-Khudry sagte, dass der Gesandte Gottes sagte: „Macht KEINE Unterschiede zwischen den Propheten.“ (Sahih Muslim)

Die Frage stellt sich hier, wieso denn die Hadith-Sammler diese so offensichtlichen Widersprüche sammelten. Der Verdacht liegt nahe, dass sie bewusst gesammelt wurden, um Uneinigkeit zwischen den Leuten zu säen; die einen halten den einen Hadith für echt, während andere die gegensätzliche Version für authentischer erachten. Ein künstlich erzeugtes Chaos lässt die Möglichkeit entstehen, eine Führerposition einnehmen zu können. Eine künstlich erzeugte Uneinigkeit lässt sich besser als Autoritätsperson kontrollieren. Dadurch entsteht gegenüber dieser Person Vertrauen und Abhängigkeit und schlussendlich besitzt diese Person eine gewisse Macht über diese Personen.

Was die koranische Lehre angeht, ist sie klar:

2:136 Sprecht: „Wir glauben an Gott und an das, was uns herabgesandt worden ist, und was Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und den Stämmen (Israels) herabgesandt wurde, und was Moses und Jesus gegeben wurde, und was den Propheten von ihrem Herrn gegeben worden ist. Wir machen zwischen ihnen keinen Unterschied, und Ihm sind wir ergeben.“

2:285 Der Gesandte glaubt an das, was ihm von seinem Herrn herabgesandt worden ist, ebenso die Gläubigen; sie alle glauben an Gott und an Seine Engel und an Seine Bücher und an Seine Gesandten. Wir machen keinen Unterschied zwischen Seinen Gesandten. Und sie sagen: „Wir hören und gehorchen. Gewähre uns Deine Vergebung, unser Herr, und zu Dir ist die Heimkehr.

3:84 Sprich: „Wir glauben an Gott und an das, was auf uns herabgesandt worden ist, und was herabgesandt worden ist auf Abraham und Ismael und Isaak und Jakob und die Stämme (Israels), und was gegeben worden ist Moses und Jesus und den Propheten von ihrem Herrn; wir machen keinen Unterschied zwischen ihnen, und Ihm sind wir ergeben.“

4:152 Diejenigen aber, die an Gott und an Seine Gesandten glauben und zwischen ihnen keinen Unterschied machen, sind es, denen Er ihren Lohn geben wird; und Gott ist Allvergebend, Barmherzig.

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VERANTWORTLICHKEIT DER TATEN

53:39 Dass dem Menschen nichts anderes zuteil wird als das, wonach er strebt.

6:164 …und keine Seele wirkt, es sei denn gegen sich selbst, und keine lasttragende (Seele) soll die Last einer anderen tragen…

Gott teilt uns im Koran mit, dass keine Seele für die Taten anderer zuständig ist. Diese Taten können gleicherweise Sünden oder aber auch gute Taten sein. In anderen Worten: eine Seele kann nur für sich selber Verantwortung tragen. Trotz dieser strengen Versicherungen von Gott, existieren Ahadith, die zitieren, dass der Prophet deklariere, dass man die Pilgerfahrt (Hadsch) im Namen anderer (ob sie gestorben sind oder noch leben spielt keine Rolle!) machen kann und auch, dass man fasten und Almosengaben (Zakat) im Namen anderer vollbringen kann. In anderen Worten löschen all diese Ahadith den Inhalt von 53:39 und 6:164 aus und deklarieren, trotz der Koranverse, dass man von anderen profitieren kann und am Jüngsten Tag für die Taten anderer dafür belohnt werde!

Dem Propheten zugeschriebene Ahadith:
‚Abdullah bin Abbas berichtete: „Al-Fadl (sein Bruder) reiteten hinter dem Apostel Gottes und eine Frau vom Khath’am-Stamm kam. Al-Fadl begann sie anzuschauen und sie schaute auch ihn an. Der Prophet drehte Al-Fadl’s Gesicht auf die andere Seite. Die Frau sagte: „Oh Gottes Apostel! Die Verpflichtung der Hadsch, die von Gott und seinen Verehrern vorgeschrieben ist, ist für meinen Vater fällig geworden. Er ist alt und schwach und er kann nicht standhaft am Berg sitzen; Kann ich den Hadsch in seinem Namen durchführen?“ Der Prophet antwortete: „Ja, du kannst.“ Dies passierte während der Hadsch-Al-Wadaa (des Propheten).“ (Bukhary, Band 2, Buch 26, Nummer 589)

Die offensichtliche Frage hier ist: Würde der Prophet etwas predigen, dass im Widerspruch mit dem Koran steht? Gott sagt uns die Wahrheit, aber der Prophet das Gegenteil?

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GOTT: DER EINZIGE RICHTER

In der allerersten Sure des Koran finden wir einige Rechte, die exklusiv Gott alleine zugeschrieben werden. Einer dieser ist, dass Gott der einzige Richter am Jüngsten Tag ist (1:4, 22:56).

82:19 An jenem Tag wird keine Seele etwas für eine andere Seele zu tun vermögen; und der Befehl an jenem Tage steht einzig Gott zu.

Im folgenden unsinnigen Hadith lesen wir nicht nur heraus, dass die Engel die Aufgabe des Richters übernehmen, sondern sogar untereinander über sein Schicksal streiten!!!

Abu Said Al-Khudri berichtete, dass der Prophet sagte: Unter den Leuten der Bani Israel war ein Mann, der 99 Personen umgebracht hatte. Dann machte er sich auf den Weg um zu Fragen, ob seine Buße angenommen werden würde oder nicht. Er fragte einen Mönch, ob seine Buße angenommen werden könne. Der Mönch antwortete verneinend und so brachte der Mann diesen um. Er fragte weiter bis ein Mann ihm riet, zu so und so einem Dorf zu gehen. Also ging er dorthin, aber auf dem Weg überfiel ihn der Tod. Während er starb, drehte er seine Brust zum Dorf hin um (wo er erhofft hatte, dass seine Buße akzeptiert wird), und so stritten sich die Barmherzigkeits-Engel mit den Bestrafungs-Engel über ihn. Gott befahl dem Dorf (welchem der Mann zugewandt war) näher zu ihm zu kommen und befahl dem Dorf (von wo er aus kam) weit weg zu gehen und dann befahl Er den Engeln die Abstände zwischen seiner Leiche und den zwei Dörfern zu messen. So war er einen Schub näher dem Dorf, dem er sich zugewandt hatte. Also wurde ihm vergeben.“ (Bukhary Band 4, Buch 56, Nummer 676)

Als erstes widerspricht sich dieser Hadith mit der Tatsache, dass Gott der alleinige Richter ist. In diesem Fall richten die Engel über diesen Mann und streiten sogar untereinander während sie richten! Ebenso bemerkenswert ist der Schlussteil des Hadith: das Schicksal dieses Mannes wird auf eine allzu lachhafte Methode bestimmt (der Abstand seiner Leiche im Verhältnis zu den zwei Dörfern), etwas, das überhaupt nicht das Geringste damit zu tun hat, ob er ein guter Gläubiger war oder nicht, noch ob er ein gutes und rechtschaffenes Leben geführt hat oder nicht! Wenn wir diesem Hadith Glauben schenken, dann müssten wir uns wundern, für was denn die guten Taten am Jüngsten Tag stehen sollten, wenn doch das Verhältnis der Leiche zu den zwei Dörfern entscheidend ist!

Es ist wahr, dass Gottes Barmherzigkeit unendlich ist, und dass Er demjenigen vergibt, wem Er will, aber sicher wird Gott auch den Mann richten, der einen Mord begangen hat anbetrachts seines Glaubens und seiner Rechtschaffenheit und nicht nach dem Verhältnis der Leiche zwischen den beiden Dörfern! Diese erfundene Märchengeschichte riecht zu sehr nach naiver mittelalterlicher Mentalität und ist eine große Beschuldigung gegen Gott, dem besten Richter.

Weiter, wissen wir, dass Gott erst am jüngsten Tag richten wird (82:19). Deswegen heißt es auch „Herr am Tage des Gerichts!“ Würde Gott uns für die begangenen Sünden im Diesseits bestrafen, würde keine Menschenseele übrig bleiben (35:45, 16:61). Dieser Hadith widerspricht dieser Auffassung, indem er besagt, dass der Mann direkt nach seinem Tod durch die Engel gerichtet wurde!

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GOTT: DER EINZIGE GESETZGEBER

Es wird im Koran berichtet, dass die einzige Aufgabe eines jeden Gesandten es war, die Nachricht Gottes zu übermitteln. Die Schrift galt als alleiniges Gesetz. Somit ist Gott als einziger Gesetzgeber zu betrachten:

6:114 Soll ich denn einen anderen Gesetzgeber suchen als Gott?

5:99 Dem Gesandten obliegt nur die Verkündigung.

Als Bestätigung dieser klaren Botschaft gibt es einen Vorfall, wobei der Prophet sich etwas verbietet, was Gott als erlaubt gelten lassen hat. Gott tadelte ihn dafür, etwas zu verbieten, was erlaubt ist:

66:1 O Prophet! Warum verbietest du das, was Gott dir erlaubt hat, um nach der Zufriedenheit deiner Frauen zu trachten? Gott ist Allvergebend, Barmherzig.

Trotz dieser klaren Aussagen, dass Gott der EINZIGE Gesetzgeber ist, finden wir viele Ahadith, die behaupten, dass der Prophet Dinge verboten haben will. (Z. B. Gold und Seide, welche Gott erlaubt hat aber in den Ahadith für Männer strengstens verboten gilt. Siehe auch Muslim Buch 24, Nummer 5241.) In Bukhary und Muslim können wir lesen, dass der Prophet Seide verboten haben soll. Das erstaunliche daran ist, dass sich in einem anderen Hadith ein Widerspruch zum Seide-Verbot finden lässt.

Dem Propheten zugeschriebene Ahadith:
„Tragt keine Seide, denn diejenigen, die es in diesem Leben tragen, sollen keine Seide im Jenseits tragen.“ (Bukhary; Muslim)

Erlaubt ist das, was Gott erlaubt hat in seinem Buch und haram (verboten) ist das, was Er verboten hat und diejenigen Dinge, die Er verschwiegen hat, hat Er erlaubt als Freiheit für uns. (Berichtet in Al-Hakim, klassifiziert als sahih und zitiert von al-Bazzar; Tirmidhi, Ibn Madsche. Das Erlaubte und Verbotene im Islam (arab.: Al halal wal haram fil Islam) von Yusuf Al Qaradawi).

Folgen wir der Logik des zweiten Hadith, dann erkennen wir Seide als erlaubt an, weil im Koran davon nichts erwähnt wird. Wieso also verbietet der Prophet den Männern Seide zu tragen? Die Antwort ist einfach: der Prophet hat nie Seide verboten (er hat i.A. nichts Erlaubtes verboten). Beim einzigen Mal, wo der Prophet einen Fehler machte, indem er etwas Erlaubtes für verboten erklärt hat, ist er von Gott zurechtgewiesen worden. (66:1.)

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GEBETE

1. Zeit der Gebete

Der Koran sagt, dass die Gebete zu bestimmten Zeiten zu verrichten sind:

4:103 Wahrlich, das Kontaktgebet ist für die Gläubigen zu bestimmten Zeiten eine Pflicht

Trotz dieses klaren Gesetzes von Gott lesen wir in mehreren Ahadith, dass die Gebete nicht zu ihrer festgelegten Zeit observiert werden dürfen. Dies wird „Salat Qada“ genannt. Als Ergebnis dieser unkoranischen Einräumung hat der Teufel Millionen von Menschen überlistet, welche nun 4:103 ignorieren und all ihre vermissten Gebete in der Nacht nachholen, damit sie die Arbeit nicht verlassen müssen, um Gott zu gedenken!

Indem sie das tun, gehen sie gegen den Koran vor, der vorschreibt, die Gebete zu bestimmten Zeiten einzuhalten. Die LeserInnen sind eingeladen, folgende koranische Worte zu lesen:

24:37 Männer, die weder Ware noch Handel vom Gedenken an Gott abhält und der Verrichtung des Gebets und dem Entrichten der Almosen; sie fürchten einen Tag, an dem sich Herzen und Augen verdrehen werden.

Diese Worte zeigen uns ganz deutlich, wieso wir die Gebete zu bestimmten Zeiten einhalten sollen und weder Ware noch Handel sollen uns davon abhalten. Anderenfalls wären wir ignorant, wenn wir die Gebete nicht zu bestimmten Zeiten einhalten wollten, wenn wir bei der Arbeit sind. Dann hätten wir den Befehl in 24:37 missachtet.

Kurzum wird es immer einen erfundenen Hadith geben, der einem spezifischen, koranischen Befehl widerspricht, und in Anbetracht des Befehls in 4:103 finden wir einige Ahadith, die fälschlicherweise sagen, dass der Prophet seine Gebete außerhalb der bestimmten Zeiten verrichtet hätte. Ist es möglich, dass der Prophet das Gesetz von Gott in 4:103 verändert hat und seine Gebete außerhalb der Zeit einhielt?

Anas bin Malik berichtete: „Jedes Mal, wenn der Prophet eine Reise vor Mittag antrat, verzögerte er sein Zuhr-Gebet bis zur Asr-Zeit und verrichtete sie beide zusammen; und wenn die Sonne sank, war er es gewohnt, den Zuhr-Gebet durchzuführen und dann zu reiten.“ (Bukhary, Band 2, Buch 20, Nummer 212)

Ibn ‚Umar berichtete: „Der Prophet führte die Maghrib- und ‚Isha‘-Gebete zusammen bei Jam‘ (d. h. Al-Muzdalifa) mit einem separaten Iqama für beide und führte keine weiteren Gebete zwischen und nach ihnen durch.“ (Bukhary, Band 2, Buch 26, Nummer 733)

Abu Aiyub Al-Ansari berichtete: „Gottes Apostel führte die Maghrib- und ‚Isha‘-Gebete zusammen bei Al-Muzdalifa durch.“ (Bukhary, Band 2, Buch 26, Nummer 734)

Abdullah berichtete: „Ich sah niemals, dass der Prophet außerhalb der bestimmten Zeiten die Gebete führte, außer zweimal: Er betete die Maghrib und ‚Isha‘-Gebete zusammen und führte das Morgengebet früher durch als vorbestimmt.“ (Bukhary, Band 2, Buch 26, Nummer 742)

 

2. Verkürzung der Gebete

4:101 Und wenn ihr durch das Land zieht, so ist es keine Sünde für euch, wenn ihr das Gebet verkürzt, wenn ihr fürchtet, die Ableugner könnten euch bedrängen. Wahrlich, die Ableugner sind eure offenkundigen Feinde.

Es ist eindeutig, dass die Gebete nur dann verkürzt werden können, wenn man im Krieg ist und Angst um sein Leben hat. Der nachfolgende Vers äußert sehr genaue Angaben wie die Gläubigen in Gruppen zu beten haben, damit die Anderen als Wächter stehen können. Im gesamten Koran finden wir keine anderen Verse, die eine sonstige Verkürzung erlauben.

Leider verkürzen die Muslime heute ihre Gebete jedes Mal, wenn sie reisen. Sogar dann, wenn sie im Komfort von klimatisierten Zügen oder Flugzeugen sitzen!

Dem Propheten zugeschriebene Ahadith:
Ibn Abbas berichtete: „Der Prophet blieb einmal 19 Tage und verkürzte seine Gebete. Deshalb verkürzten wir unsere Gebete ebenfalls, wenn wir (für 19 Tage) reisten, aber wenn wir länger reisten, führten wir die Gebete vollständig durch.“ (Bukhary, Band 2, Buch 20, Nummer 186)

Yahya bin Ishaq berichtete: „Ich hörte Anas sagen: „Wir reisten mit dem Propheten von Medina nach Mekka und führten zwei Rakat (für jedes Gebet) durch, bis wir nach Medina zurückkehrten.“ Ich sagte: „Wart ihr für eine lange Zeit in Mekka geblieben?“ Er antworte: „Wir blieben in Mekka für zehn Tage.“ (Bukhary, Band 2, Buch 20, Nummer 187)

‚Abdullah bin ‚Umar berichtete: „Ich führte das Gebet mit dem Propheten, Abu Bakr und Umar bei Mina durch und dieser bestand aus zwei Rakat (Einheiten). Uthman machte in seinen frühen Tagen seines Kalifats das Gleiche, aber später begann er seine Gebete vollständig durchzuführen.“ (Bukhary, Band 2, Buch 20, Nummer 188)

Haritha bin Wahab berichtete: Der Prophet führte uns im Gebet bei Mina während der Friedenszeit, indem er zwei Rakat bot. (Bukhary, Band 2, Buch 20, Nummer 189)

Anas bin Malik berichtete: „Der Prophet führte vier Rakat des Zuhr-Gebets (Mittag) bei Medina und zwei Rakat des ‚Asr-Gebets (Nachmittag) bei Dhul-Hulaifa durch. Aiyub erzählte: „Ein Mann sagte, dass Anas sagte: ‚Dann verbrachte er (der Prophet) die Nacht dort bis zur Dämmerung und führte das Morgengebet durch und bestieg sein Reittier und als er in Al-Baida‘ ankam, übernahm er die Ihram für ‚Umra und Hadsch gleich zusammen.'“ (Bukhary, Band 2, Buch 26, Nummer 773)

Es erscheint total absurd und unlogisch, dass während dem Hadsch die Gebete verkürzt werden, wobei ja die Pilger nichts anderes zu tun haben als Gott zu gedenken. Doch selbst dann gelingt es den Hadith-Gelehrten eine Entschuldigung zu finden, um ihr Gebet verkürzen zu können! Das Ironische dabei ist, dass sie nach diesem verkürzten Gebet ja nichts mehr zu tun haben und aus diesem Grund beginnen, die unzähligen Raka’s zu verrichten, die nicht von Gott sanktioniert wurden, und die sie als ‚Sunna‘ akzeptieren!
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3. Das Verbieten der Gebete!

Der Koran schreibt drei Kontaktgebete pro Tag vor und gibt gleichzeitig deren Namen: Fadschr (Dämmerung), Wusta (Mittel) und Ischa (Nacht). Diese drei Gebete sind zu bestimmten Zeiten vorgeschrieben. Das einzige Verbot gilt bei Trunkenheit oder wenn die Person nicht in der Lage ist, das Gesprochene selbst zu verstehen und bewusst auszusprechen. Es gibt keine zeitbezogenen Verbote im Koran in Bezug auf das Kontaktgebet. Das Gebet ist der Kontakt des Gläubigen mit Gott dem Allmächtigen. Gott würde niemals einen Gläubigen vom Gebet abhalten, geschweige denn es verbieten. Gott ist kein Arbeitgeber, Den mensch nur während bestimmten Bürozeiten erreicht!

Abdullah berichtete: „Ich hörte den Propheten, dass er die Gebete zur Zeit des Sonnenauf- und –untergangs verboten habe.“ (Bukhary Band 2, Buch 26, Nummer 695)

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4. Das Ameen

Abu Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Engel steigen vom Himmel hinauf und hinab, einige nachts und einige bei Tageslicht und alle erscheinen (assemble) zusammen zur Zeit der Fadschr- und Asr-Gebete. Dann steigen diejenigen, die über nachts bei euch geblieben sind, zu Gott auf, Der sie fragt, und Er kennt die Antwort besser als sie: „Wie habt ihr meine Diener verlassen?“ Sie antworten: „Wir haben sie betend verlassen, da wir sie betend vorfanden.“ Wenn irgendeiner von euch (während dem Gebet am Ende der Rezitation von Sura al Fatiha) „Amin“ sagt, und die Engel im Himmel dasselbe sagen, und die beiden Aussagen zusammen klingen, werden all die vergangenen Sünden vergeben.“ (Bukhary Band 4, Buch 54, Nummer 446)

Abu Huraira berichtete, dass Gottes Apostel sagte: „Wenn der Imam während dem Gebet sagt: ‚Gott hört den, der Ihn lobt‘, sagt: ‚O Gott! Unser Herr! Aller Lob ist für Dich.‘ Wenn die Aussage mit der der Engeln übereinstimmt, werden seine vergangenen Sünden vergeben.“ (Bukhary Band 4, Buch 54, Nummer 451)

Woher können wir Menschen wissen, wie das Amen der Engel lautet/klingt? Und noch wichtiger: Wieso wird laut diesem Hadith etwas Wichtiges wie das Ameen der Engel nicht im Koran erwähnt?

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5. Gebete für die Märtyrer

Laut Koran ist es verboten, für die Märtyrer zu beten, da sie gemäß Koran nicht gestorben sind. In der Hadith-Sammlung aber lesen wir:

Jabir bin Abdullah berichtete: Der Prophet sammelte jeweils zwei Märtyrer von Uhud in einem Stück cloth, dann würde er fragen: „Welcher von ihnen hatte mehr vom Koran (gewusst)?“ Wenn einer von ihnen ihm genannt wurde, würde er diesen zuerst ins Grab legen und sagen: „Ich werde am Tag der Auferstehung ein Zeuge für sie sein.“ Er ordnete an, dass sie mit ihrem Blut auf ihren Körpern beerdigt werden und sie wurden weder gewaschen noch gab es ein Beerdigungsgebet für sie. (Bukhary Band 2, Buch 23, Nummer 427)

Hier behauptet Bukhary, dass Jabir bin Abdullah erzählt habe, dass keine Gebete für Märtyrer von Uhud gemacht wurden.

‚Uqba bin ‚Amir berichtete: Eines Tages ging der hinaus und verrichtete das Beerdigungsgebet für die Märtyrer von Uhud und then went up the pulpit und sagte: „Ich werde als euer Vorgänger den Weg für euch pave und ich werde ein Zeuge über euch sein. Bei Gott! Ich sehe meine Quelle (Kauthar) erst jetzt und mir wurden die Schlüssel zu allen Schätzen der Erde gegeben (oder die Schlüssel der Erde). Bei Gott! Ich befürchte nicht, dass ihr nach meinem Tod andere neben Gott anbeten werdet, doch ich befürchte, dass ihr euch untereinander bekämpfen werdet wegen weltlichen Dingen.“ (Bukhary Band 2, Buch 23, Nummer 428)

Hier aber behauptet Bukhary, dass Uqba bin Amir erzählt habe, dass der Prophet Gebete für die Märtyrer von Uhud geopfert hat.

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6. Himmelfahrt Mohammeds

Abu Dhar berichtete, dass Gottes Apostel sagte: „Während meinem Aufenthalt in Mekka öffnete sich das Dach meines Hauses und Gabriel stieg herab, öffnete meine Brust und wusch es mit Zam-zam Wasser. Dann brachte er ein goldenes Blech, voll mit Weisheit und Glauben und schloss es, nachdem er den Inhalt in meine Brust eingegossen hatte. Dann nahm er meine Hand und stieg mit mir zum nahe gelegensten Himmel auf. Gabriel sagte bei der Ankunft dem Pförtner: „Öffne (das Tor)“. Der Pförtner fragte: „Wer ist es?“ Gabriel antwortete: ‚Gabriel.‘ Er fragte, ob jemand bei ihm sei. Gabriel entgegnete: ‚Ja, Mohammed ist bei mir.‘ Er fragte, ob er gerufen worden sei. Gabriel sagte: ‚Ja.‘ So wurde das Tor eröffnet und wir gingen über den nahesten Himmel und sahen einen sitzenden Mann, der einige Leute zu seiner Rechten und zu seiner Linken hatte. Wenn er rechts schaute, lachte er und wenn er links schaute, weinte er. Dann sagte er: ‚Willkommen! Oh frommer Prophet und Sohn.‘ Ich fragte Gabriel: ‚Wer ist er?‘ Er antwortete: ‚Er ist Adam und die Leute rechts und links von ihm sind Seelen seines Nachkommens. Die Leute auf seiner rechten Seite sind die Leute, die ins Paradies eintreten und diejenigen auf der linken sind die Höllenbewohner. Deswegen lacht oder heult er.‘

Dann stieg er mit mir herauf bis wir den zweiten Himmel erreichten und er sagte zum Pförtner: ‚Öffne‘. Anas sagte: „Abu Dhar fügte hinzu, dass der Prophet Adam, Idris, Moses, Jesus und Abraham getroffen hatte. Er (Abu Dhar) erwähnte nicht in welchen Himmeln sie waren aber erwähnte, dass er (d. h. der Prophet) Adam am nahesten Himmel und Abraham auf dem sechsten Himmel traf. Anas sagte: „Als Gabriel zusammen mit dem Propheten an Idris vorbeigingen, sagte der letztere: ‚Willkommen! Oh frommer Prophet und Bruder.‘ Der Prophet fragte: ‚Wer ist er?‘ Gabriel: ‚Er ist Idris.'“ Der Prophet fügte hinzu: „Ich ging an Moses vorbei und er sagte: ‚Willkommen! Oh frommer Prophet und Bruder.‘ Ich fragte Gabriel: ‚Wer ist er?‘ Gabriel: ‚Er ist Moses.‘ Dann gingen wir an Jesus vorbei und er sagte: ‚Willkommen! Oh frommer Prophet und Bruder.‘ Ich fragte: ‚Wer ist er?‘ Gabriel: ‚Er ist Jesus.‘

Dann gingen wir an Abraham vorbei und er sagte: ‚Willkommen! Oh frommer Prophet und Sohn.‘ Ich fragte Gabriel: ‚Wer ist er?‘ Gabriel: ‚Er ist Abraham.‘ Der Prophet fügte hinzu: ‚Dann stieg Gabriel mit mir weiter hinauf zu einem Ort, wo ich ein Knacken/Quietschen von Schreibern hörte.“ Ibn Hazm und Anas bin Malik sagten, dass der Prophet sagte: „Dann schrieb Gott fünfzig Gebete vor für meine Folger. Bei der Rückkehr traf ich auf Moses, der mich fragte: ‚Was hat Gott dir vorgeschrieben?‘ Ich antwortete: ’50 Gebete.‘ Moses sagte: ‚Geh zurück zu deinem Herrn (und verlange um Verkürzung) für deine Folger, die es nicht tragen können.‘ Gott reduzierte sie (die Anzahl) zur Hälfte. Als ich wieder an Moses vorbeiging, informierte ich ihn und er sagte: ‚Geh zurück zu deinem Herrn, deine Folger werden es nicht ertragen können.‘ Wieder reduzierte Gott die Gebete zur Hälfte. Wieder ging er an Moses vorbei und er sagte zu mir: ‚Kehre zu deinem Herrn zurück, deine Folger werden es nicht aushalten können.‘ Also ging ich zurück zu Gott und Er sagte: ‚Das sind 5 Gebete und sie sind alle gleichwertig zu Fünfzig, Mein Wort ändert sich nicht mehr.‘ Ich ging wieder zu Moses und er sagte mir noch einmal zurückzugehen. Ich antwortete: ‚Ich bin jetzt zu schüchtern um nochmals zu fragen.‘ Dann nahm mich Gabriel mit, bis wir in ‚Sidrat-il-Muntaha‘ ankamen (Lote tree of; die äußerste Abgrenzung), das in Farben umgehüllt war, unbeschreiblich. Dann wurde ich ins Paradies erlaubt, wo ich kleine (Zelte oder) Wände (gemacht) aus Perlen vorfand und seine Erde war aus Bisam.“ (Bukhary Band 1, Buch 8, Nummer 345; Siehe auch Sahih Bukhary Band 1, Buch 8, Nummer 345; Band 5, Buch 58, Nummer 227 und Band 9, Buch 93, Nummer 608; Sahih Muslim Buch 1, Nummer 309.)

Solch einen abergläubischen Hadith zu erfinden ist unglaublich. Der Prophet macht eine ganze Tour durch alle Himmel. Und dann kommt er vor Gott, Der dem Propheten 50 Gebete vorgeschrieben haben soll, und will, durch Moses darauf aufmerksam gemacht, die Anzahl der Gebete reduziert haben. Der Grund soll der sein, dass die Umma (Gemeinschaft) des Propheten (d. h. seine Folger) dies nicht aushalten könnten. So reduziert Gott die Anzahl. Dann begegnet unser Prophet wieder Moses, der nochmals sagt, dass es zu viele sind. Mit diesem mehrmaligem Hin und Her werden die Gebete auf fünf reduziert. Selbst bei fünf Gebeten verlangt Moses eine weitere Reduzierung, doch der Prophet schämt (!) sich, und auf diese Weise neigt sich die Verhandlung auf dem Paradies-Bazar einem Ende zu. Gemäß einem anderen Bericht soll der Prophet diese Reise auf einem Pferd mit Lichtgeschwindigkeit unternommen haben, was aber allein mathematisch gesehen bedeuten würde, dass er selbst heute noch in der Milchstraße unseres Universums verweilte.

Gemäß diesem Hadith hat Gott keine Ahnung, wie viele Gebete die Menschen überhaupt verkraften können, der Prophet selbst wird zu einem nichtswissenden Pendler, und Moses wird zum einen der Lehrer vom Propheten und zum anderen der Sekretär Gottes, der bestimmt, wie viele Gebete zuläßig sind. So wird Moses auch noch zu unserem Retter. Dass das Gebet auf fünf Zeiten beruhen soll, wird aus diesem ja schon Gott sehr beleidigenden Hadith abgeleitet, welcher auf keinen Fall angenommen werden kann. Nicht aus dem Koran, sondern aus einem Hadith leiten die Sunniten ab, dass die Gebetsanzahl fünf sei. Man sollte sich folgende Verse mal genau anschauen, die belegen, dass es keine Himmelfahrt Mohammeds gab:

17:90-93 Und sie sagen: „Wir werden dir nimmermehr glauben, bis du uns einen Quell aus der Erde hervorsprudeln lässt.
Oder du einen Garten mit Dattelpalmen und Trauben hast und mittendrin Bäche in reichlicher Weise hervorsprudeln lässt.
Oder du den Himmel über uns in Stücken einstürzen lässt, wie du es behauptest, oder Gott und die Engel vor unser Angesicht bringst.
Oder du ein prunkvolles Haus besitzt oder zum Himmel aufsteigst; Und selbst wenn du aufsteigen würdest, glauben wir nicht, bis du uns ein Buch hinabsendest, worin wir lesen können.“ Sprich: „Preis sei meinem Herrn! Bin ich denn etwas anderes als ein Mensch, ein Gesandter?“

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HADSCH-BEKLEIDUNG (PILGERFAHRT)

Es ist nicht wichtig, oder wird zumindest nicht im Koran erwähnt, dass mean eine bestimmte Bekleidung in irgendeiner rituellen Form braucht. Hingegen besteht Gott der Allmächtige darauf, dass Er die Leute nach dem Herzen richten wird und nicht nach Äußerlichkeiten:

26:89 Sondern nur der (gerettet werden wird), der mit reinem Herzen zu Gott kommt.

Es muss aber noch daran erinnert werden, dass Gott uns darauf aufmerksam macht, auf unser Aussehen zu achten, wenn wir in eine Moschee (Gebetsstätte) gehen:

7:31 O Kinder Adams, habt eine gepflegte Erscheinung an jeder Gebetsstätte, und esst und trinkt, doch überschreitet das Maß nicht. Wahrlich, Er liebt nicht diejenigen, die nicht Maß halten.

Da aber die „Masjid Al-Haram“ (Kaaba) in dieser barmherzigen Instruktion von Gott nicht ausgeschlossen wird, können wir sicher sein, dass Gott uns gepflegt erschienen haben möchte, wenn wir die Kaaba besuchen. Der Status des ‚Ihram‘ (Enthaltsamkeit) während des Hadsch ist im Koran klar definiert. Es ist keine Verfügung für eine spezielle Hadsch-Bekleidung zu finden. Eine der Hadsch-Traditionen, die keine Autorisation vom Koran haben, und nur in den Ahadith gefunden werden kann, ist die Hadsch-Bekleidung des Mannes. Gemäß diesem Hadith sollten Männer nur makelloses Gewebe (Gewänder) um ihren Körper tragen, wobei eine Schulter offen bleiben soll. Weiter wird darauf bestanden, dass man nichts Metallisches tragen darf, sogar bis zu dem Ausmaß, dass ein Sicherheitspin (um die Gewänder zusammenzubinden) nicht erlaubt ist!

Es ist offensichtlich, dass diese Regeln nicht dem Koran entstammen. Im Gegenteil, sie widersprechen dem Gesetz Gottes, welches Männer und Frauen einlädt, ihren Schmuck mit in die Gebetsstätte zu nehmen, einschließlich Masjid Al-Haram.

Dem Propheten zugeschriebener Hadith:
‚Abdullah bin ‚Umar berichtete: Ein Mann fragte: „Oh Gesandter Gottes! Was sollte ein Muhrim tragen?“ Gottes Gesandter antwortete: „Er sollte kein Hemd, keinen Turban, keine Hosen, kein Kopftuch oder Leder tragen, außer er könnte keine Latschen finden, dann dürfe er Leder-Socken tragen, nachdem er den Teil ausgeschnitten hat, der die Knöchel umgeben könnte. Und er sollte keine Kleider tragen, die mit Safran parfümiert sind.“ (Bukhary, Band 2, Buch 26, Nummer 615)

Wenn wir hier einen Halt machen und noch ein Mal die Bedeutung von 7:31 in Erwägung ziehen, bemerken wir, dass Gott absichtlich das Wort ‚Zeenatakom‘ (euer Schmuck) gebraucht hat. Das Wort ‚Zeena‘ bedeutet Schmuck oder etwas Getragenes, das zur Verschönerung des Aussehens beiträgt. Da der Vers „jede Gebetsstätte“ sagt und keine Ausnahmen gemacht wurden, heißt es auch, dass die ‚Masjid Al-Haraam‘ ebenfalls miteinbezogen ist. Wenn Gott die ‚Masjid Al-Haraam‘ von seinem Befehl ausgeschlossen haben wollte, hätte Er das bestimmt getan. Was dies wirklich bedeutet, sehen wir wie folgt. Gott will, dass wir uns anständig anziehen und uns mit schönen Sachen beschmücken, solange wir das Maß einhalten. So wird der Besuch der Gebetsstätte auch zu einem Fest und einem glücklichen Erlebnis. Was wäre wohl schöner als Leute anzusehen, die sich schön gekleidet auf die Hadsch-Reise machen, glücklich sind und sich darauf freuen, Gott dienen zu können. Stattdessen aber müssen wir Gott in einem gestressten und krankhaften Zustand dienen und sehen aus wie Bettler in Lumpen!!!

Man stelle sich die Christen vor, die in einem glücklichen Zustand zur Messe gehen und ein gepflegtes und schönes Aussehen an den Tag legen. Wenigstens haben sie in diesem Aspekt den Nagel auf den Kopf getroffen. Unseren Schöpfer zu lobpreisen sollte immer eine erfreuliche Angelegenheit sein und keine krankhafte und gestresste Erfahrung.

Eine klassische Ausrede der Muslime ist, dass man damit die Schranken zwischen arm und reich begleichen könne. Sie fügen hinzu, dass die Armen sich nicht unwohl fühlen werden wegen ihrem Aussehen. Die Antwort darauf ist einfach. Das Freitagsgebet hat keine Bekleidungsvorschrift, jedeR trägt das, was er/sie will und trotzdem fühlen sich alle wohl. Es ist deshalb kein Problem, weil die Atmosphäre beim Gebet nur darauf ausgerichtet ist, Gott zu dienen. Niemand ist daran interessiert, was der andere trägt. Und wenn der Hadsch als ein Gefühl der Verehrung Gottes sogar noch intensiver ist, macht es keinen Sinn zu denken, dass es für jemanden ein Problem darstelle.

Dem ist noch hinzuzufügen, dass die arme Person sich vielleicht in ihrer eigenen Kleidung besser fühlen würde. Dies würde dem Armen ebenso auch die finanziellen Lasten abnehmen, die Hadsch-Bekleidung zu kaufen (Gewänder, spezielle Sandalen und Ledergurt).

7:31 gibt uns einen koranischen Beweis, dass die Hadsch-Bekleidung nicht vom Koran kommt. Also muss es eine rationale und logische Schlussfolgerung sein, diese Hadsch-Bekleidung als Gebot abzulehnen. Gott würde nie etwas befehlen, um es später für die Gläubigen unmöglich zu machen, es auszuüben. Gott bestimmte für uns die Hadsch irgendwann während den vier bestimmten Monaten zu verrichten. Wäre diese Bekleidungsvorschrift eine Anweisung für den Hadsch und dieser aufgrund der Verfälschung unter den Sunniten wirklich auf zehn Tage reduziert, so würde es für einen wahren Gläubigen unmöglich werden, nach Arafat und Mena zu gehen, um dort in Gewändern gekleidet die Hadsch-Riten durchzuführen. Die korrupten Autoritäten würden es nicht zulassen, dass die Hadsch-Riten außerhalb der zehn Tage verrichtet werden. Vielleicht würde man dafür sogar gesteinigt werden! Wären wir aber in normalen Kleidern, so würden wir reingelassen werden und hätten Zugang zur ‚Umra‘ und hätten die Erlaubnis, die Orte Arafat und Mena in schlichten Kleidern zu besuchen. Eigentlich würden wir auf diese Weise den Hadsch machen. Gott der Barmherzigste hat es uns erlaubt, während der Hadsch normale Kleider zu tragen. Dies hat effektiv unsere Sache erleichtert, um seinem Gesetz folgen zu können!

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„HEILIGER SCHWARZER STEIN“

5:90 O ihr Gläubigen! Berauschendes, Glücksspiel, Opfersteine und Lospfeile sind ein Gräuel, das Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid.

Durch den ganzen Koran hindurch befiehlt uns Gott uns von solchen Dingen fern zu halten, weil sie uns weder helfen können noch irgendeine Macht besitzen. Die Geschichte von Abraham und den Götzenbildern ist eine klare Erinnerung daran. Trotzdem drängeln Muslime aus aller Welt zu diesem Stein, „Schwarzer Stein“ genannt, um ihn zu berühren und zu küssen. Werden solche Leute gefragt, wieso sie das tun, dann erhält man zur Antwort: „Weil der Prophet dies auch getan hat“. Also dient man dem Propheten, ein ganz klares Verbot vom Koran. Wird aber weiter gefragt, wieso der Prophet dies gemacht hätte, dann erhält man keine substantielle Antwort. Wieso küssen diese Muslime, die ja dem Koran folgen wollen, diesen Stein, der einem weder Glück noch Schaden geben kann? Wieso wird dieser Stein verehrt? Der wichtigere Aspekt dabei ist, würde ein Prophet, ein Gesandter Gottes, Gottes Befehl vergessen und einen Stein küssen als ein Zeichen des Götzentums? Die offensichtliche Antwort ist NEIN.

Nicht überraschenderweise wurzelt diese götzendienende Handlung nicht im Koran, sondern in den Ahadith, welche uns sagen, dass dieser Stein seit Abrahams Zeit vom Himmel herabgesandt geworden und deswegen heilig sei. Der Hadith behauptet weiterhin, dass der Prophet diesen Stein geküsst hätte. Wenn einer diese Ahadith liest, welche Millionen beeinflussen, die dadurch einen groben Akt vom Götzentum begehen, ist es kein Wunder, sich die Frage zu stellen: „Haben diese Leute den Koran gelesen?“ Der Koran informiert uns darüber, dass Abraham alle Steine zerstört hatte, die den Leuten heilig waren. Lesen wir, was Abraham dazu sagte:

21:66 Er sagte: Verehrt ihr denn statt Gott das, was euch weder den geringsten Nutzen bringen noch euch schaden kann?

Aber diese Steine küssenden und götzendienenden Polytheisten werden natürlich sagen: wir begehen keinen Götzentum, wir küssen den Stein nur, weil ihn der Prophet geküsst hat, also muss er heilig sein! Diese Antwort spiegelt jedoch ihren Götzentum wieder. Die Haltung, einen Stein als heilig oder selig zu betrachten, ist in der Tat Götzentum! Sie glauben lieber an zweifelhafte Ahadith, welche offensichtlich dem Koran widersprechen, statt an Gott, trotz Gottes Klarstellung, dass kein Stein uns Schaden oder Nutzen bringen kann. Wäre dieser Stein tatsächlich aus dem Himmel entsandt, würde es Gott uns nicht mitteilen? Kann es sein, dass die damaligen Menschen von ihren alten Traditionen sich nur schwer losreißen konnten, so wie die heutigen Sunniten sich daran schwer tun, sich von den falschen Traditionen loszubinden, und aus diesem Grund diesen Stein als heilig betrachten wollten, sodass dafür sogar Ahadith erfunden wurden?

Dem Propheten zugeschriebene Ahadith:
‚Abis bin Rabia berichtete: ‚Umar kam in die Nähe des schwarzen Steins und küsste ihn und sagte: „Kein Zweifel, ich weiß, dass du ein Stein bist, das mir weder Schaden noch Nutzen geben kann. Hätte ich nicht den Gesandten Gottes dich küssen sehen, hätte ich dich nicht geküsst.“ (Bukhary, Band 2, Buch 26, Nummer 667)

Salim berichtete, dass sein Vater sage: ‚Ich sah den Apostel Gottes in Mekka ankommen; Ich sah ihn den schwarzen Stein küssen, während er die Tawaf tat und in seinen ersten drei Runden der sieben Runden machte er Ramal (des Tawafs).‘ (Bukhary, Band 2, Buch 26, Nummer 673)

Ibn Abbas berichtete: Der Prophet machte ein Kamel reitend die Tawaf der Kaaba. Jedes Mal, wenn er vor dem schwarzen Stein war, zeigte er mit irgendetwas auf ihn und sagte Takbir! (Bukhary, Band 2, Buch 26, Nummer 682)

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FRAUEN UNTERDRÜCKENDE GESETZE

Einer der Innovationen, die in den Ahadith wurzeln und überhaupt keine Daseinsberechtigung im Koran haben, ist die Erfindung des ‚mihrim‘. Durch diese Fabrizierung darf eine Frau nicht mehr als ein Tag reisen, außer dass sie von einem ‚mihrim‘ begleitet wird. Ein ‚mihrim‘ ist ein Mann, der unter islamischen Recht diese Frau nicht heiraten kann. Dies kann ihr Vater, ihr Bruder etc. sein. Diese Erfindung, die fälschlicherweise dem Islam zugeschrieben wird, wurde zweifellos von den Arabern erfunden, um die Frau in die Unterwürfigkeit zu verbannen.

Dem Propheten zugeschriebene Ahadith:
Ibn ‚Umar berichtete, dass der Prophet sagte: „Eine Frau sollte nicht mehr als drei Tagen reisen, außer mit einem Dhi-Mahram (z. B. einem Mann, mit dem sie nicht heiraten konnte, d. h. ihr Bruder, Vater, Großvater etc. oder mit ihrem eigenen Ehemann).“ (Band 2, Buch 20, Nummer 192)

Abu Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Es ist für eine Frau unerlaubt, die an Gott und den jüngsten Tag glaubt, mehr als einen Tag alleine zu reisen, außer mit einem mihrim.“ (Band 2, Buch 20, Nummer 194)

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Der Prophet hatte keine persönlichen Wunder

Im Koran wird klargestellt, dass der Prophet Mohammed keine eigenen Wunder vollbringen konnte, die denen von Moses und Jesus ähneln. Folgende Verse bestätigen diese Wahrheit (vgl. ebenfalls 6:37 und 7:203):

 

10:20 Und sie sagen: „Warum ist nicht ein Zeichen zu ihm von seinem Herrn herabgesandt worden?“ Sprich: „Das Verborgene gehört Gott allein. Darum wartet ab; seht, ich warte auch mit euch ab.

13:7 Und diejenigen, die nicht glauben, sagen: „Warum wurde kein Zeichen von seinem Herrn zu ihm herabgesandt?“ Du bist nur ein Warner. Und für jedes Volk wird ein Führer (eingesetzt).

 

Trotz dessen können wir aus den Ahadith verschiedene Wunder des Propheten entnehmen, die er anscheinend vollbracht haben soll. Die Hadith-Bücher sind voll von diesen Geschichten. Die folgenden Ahadith sind nur ein kleiner Auszug:

 

Dem Propheten zugeschriebene Ahadith:
Anas bin Malik berichtete: „Ich sah den Apostel Gottes, als das Asr-Gebet fällig war und die Leute nach Wasser suchten, um sich zu waschen. Sie konnten aber keines finden. Später wurde ein Gefäß voll von Wasser dem Gesandten für die Waschung gebracht. Er griff in das Gefäß und befahl den Leuten, die Waschung durchzuführen. Ich sah Wasser von seinen Fingern raussprudeln bis alle die Waschung durchgeführt hatten (und es war eines der Wunder des Propheten).“ (Bukhary, Band 1, Buch 4, Nummer 170)

‚Abdullah berichtete: Wir betrachteten die Wunder als Gottes Segnungen, aber ihr Leute betrachtet es als Warnung an. Wir waren einmal mit dem Apostel Gottes auf einer Reise und wir hatten fast kein Wasser mehr. Er sagte: „Bring das restliche Wasser mit dir mit.“ Die Leute brachten ein Utensil, das ein bisschen Wasser enthielt. Er platzierte dies in seiner Hand und sagte: „Kommt zum gesegneten Wasser und die Segnung ist von Gott.“ Ich sah das Wasser von den Fingern aus dem Gesandten fließen, und kein Zweifel, wir hörten das Essen Gott lobpreisen, wenn es (vom Propheten) gegessen wurde. (Bukhary, Band 4, Buch 56, Nummer 779)

„Anas teilte mit, dass die Mekka-Leute vom Gesandten Gottes verlangt haben, einige Wunder zu zeigen. Er zeigte ihnen die Spaltung des Mondes. (Muslim, Buch 039, Nummer 6728)

 

 

2. Mohammed schreibt den Römern

Im folgenden Hadith wird erwähnt, wie Mohammed seinen Namen auf seinem eigenen silbernen Stempel schreibt. Der Rest der Hadith-Bücher versuchten, Mohammed als einen ungebildeten Mann darzustellen, der weder schreiben noch lesen konnte. Dieser Hadith ist für sich selbst ein weiteres Beispiel der Widersprüche, die in den Hadith-Büchern zwischen den Ahadith gefunden werden können.

 

Qatada sagte, dass Anas sagte: Wenn der Prophet Mohammed den Römern schreiben wollte, wurde ihm gesagt, dass sie keine Botschaft lesen, bis sie gestempelt ist. Er (Mohammed) nahm einen Stempel aus Silber, Ich kann seine helle Weiße in seiner Hand sehen und er gravierte darin ein: „Mohammed, der Gesandte Gottes.“ (Sahih Bukhary)

 

Das Wort, auf das die Gelehrten setzten, um diesem die Unbelesenheit als Bedeutung zu verleihen, war „UMMY“. Unglücklicherweise für diese „Gelehrten“ bedeutet das Wort klar und deutlich „Nichtjude“ oder jemand, der keiner Schrift (Thora oder Evangelium) folgt. Siehe 2:78; 3:20,75 und 62:2. Es bedeutet nicht ‚Analphabet‘. Die Behauptung, dass Mohammed ein Analphabet war, ist ein Widerspruch zum Koran, welcher Mohammed als einen Mann beschreibt, der lesen und schreiben kann.

Der Koran berichtet, dass Mohammed den Koran niederschrieb – seine Zeitgenossen werden im Koran in Vers 25:5 zitiert:

25:5 Und sie sagen: „(Es sind) die Geschichten der früheren (Generationen), die er aufgeschrieben hat. Sie werden ihm morgens und abends diktiert.“

Einem Analphabeten kann nichts „diktiert“ werden.

Die Feinde des Propheten, die ihn der Analphabetie beschuldigen, missbrauchen Vers 29:48, welcher sich besonders auf frühere Schriften bezieht. Wer hier gedenkt, Licht in diese Sache zu bringen, kann es gleich auch bei den folgenden Ahadith tun, welche davon berichten, dass Mohammed schrieb (Angaben in Band.Buch.Nummer): 3.49.863; 1.3.65; 4.52.187; 4.52.191; 4.53.387; 5.59.553; 7.62.88; 9.89.302 und schließlich noch: Guillaume, A., The Life of Muhammad, a translation of Ibn Ishaq’s Sirat Rasul Allah, Oxford, 1967, p. 649.

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VERBOT VON GOLD UND SEIDE

Gemäß vielen Beispielen aus den Ahadith konnten wir sehen, dass der Prophet angeblich viele Verbote erteilt hätte. Und dies, obwohl der Koran schärfstens das Gegenteil klarstellt!

Dem Propheten zugeschriebener Hadith: ‚Abdullah bin Umar berichtete: Umar brachte einen seidenen Umhang vom Markt, brachte ihn dem Gesandten Gottes und sagte: „Oh Gottes Apostel! Nimm ihn und verschönere dich während dem ‚Id und wenn die Delegationen dich besuchen.“ Gottes Apostel antwortete: „Diese Bekleidung ist für diejenige, die keinen Platz im Jenseits haben.“ Nach einer langen Zeit entsandte der Apostel Gottes Umar einen Umhang aus Seidenbrokat. Umar kam zum Gesandten und sagte, „Oh Gottes Apostel! Du sagtest, dass diese Bekleidung für jene seien, die keinen Platz im Jenseits hätten; Jetzt aber schickst du mir diesen Umhang.“ Gottes Apostel sagte ihm: „Verkaufe es und erfülle deine Bedürfnisse.“ (Bukhary, Band 2, Buch 15, Nummer 69)

Bemerkung: Nicht nur, dass dieser Hadith dem Koranvers 66:1 widerspricht, sondern er ist auch in der Logik äußerst unschlüssig. Laut diesem Hadith soll der Prophet gesagt haben, dass kein Mann, der Seide trägt, in den Himmel kommen könne. Aber aus irgendeinem Grund erlaubt er Omar den Umhang aus Seide zu verkaufen, um aus dem Erlös seine Bedürfnisse zu stillen! Das wäre, als würde Alkohol verboten werden, aber wir dennoch einem Freund sagen, er solle dies verkaufen und vom Erlös seine Bedürfnisse stillen! Es ist doch sicher moralisch unvertretbar, etwas zu verbieten und anschließend das für verboten Erklärte zum Verkauf genehmigen zu lassen? Im nächsten Hadith sehen wir eine ganze Sammlung von Verboten, die nirgends im Koran verboten werden.

Al-Bara‘ bin ‚Azib berichtete: Gottes Apostel befahl uns sieben Dinge zu tun und verbot uns sieben Dinge. Er befahl uns: dem Beerdigungsprozess zu folgen, die Kranken zu besuchen, Einladungen anzunehmen, den Unterdrückten zu helfen, die Eide zu erfüllen, und die Grüsse zu erwidern und Niesern zu sagen: „Möge Gott dir Gnade erweisen,“ vorausgesetzt, der Nieser sagt: „Alles Lob gebürt Gott“. Er verbot uns silberne Utensilien und Schüssel zu benutzen und goldene Ringe zu tragen, Seide (Kleider), Dibaj (pures Seidenkleid), Qissi und Istabraq (zwei Arten von Seidenkleidern). (Bukhary, Band 2, Buch 23, Nummer 331)

Anas berichtete: Der Prophet erlaubte es ‚Abdur-Rahman bin ‚Auf und Az-Zubair bin Al-‚Awwam Seide zu tragen. (Bukhary Band 4, Buch 52, Nummer 171)

Dieser Hadith bestätigt die Widersprüche, nicht nur zwischen dem Koran und den Ahadith, sondern auch zwischen den Ahadith. Wenn doch der Prophet Seide verbieten würde, wieso hebt er dieses Verbot bei einigen Personen wieder auf?

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GOTT: ALLEINIGER KENNER DES VERBORGENEN/DER ZUKUNFT

Der Koran zeigt uns kategorisch, dass niemand im Himmel oder auf der Erde Kenntnis über die Zukunft besitzt außer Gott. Zusätzlich wurde Mohammed von Gott dazu beauftragt, öffentlich zu bestätigen, dass auch der Prophet die Zukunft NICHT kennt!

27:65 Sprich: „Niemand in den Himmeln und auf Erden kennt das Verborgene außer Gott; und sie wissen nicht, wann sie wiederauferweckt werden.“

6:50 Sprich: „Ich sage nicht zu euch ‚Bei mir sind Gottes Schätze‘ noch kenne ich das Verborgene; Auch sage ich nicht zu euch ‚Ich bin ein Engel.‘ Ich folge nur dem, was mir offenbart wurde.“ Sprich: „Können wohl ein Blinder und ein Sehender einander gleichen? Wollt ihr denn nicht nachdenken?“

7:188 Sprich: „Ich habe nicht die Macht, mir selbst zu nützen oder zu schaden, es sei denn, Gott will es. Und hätte ich Kenntnis von dem Verborgenen, wahrlich, ich hätte mir die Fülle des Guten zu sichern vermocht, und Übles hätte mich nicht berührt. Ich bin ja nur ein Warner und ein Bringer froher Botschaft für die Leute, die gläubig sind.“

11:31 Und ich sage nicht zu euch „Ich besitze die Schätze Gottes“ noch kenne ich das Verborgene, noch erkläre ich: „Ich bin ein Engel.“ Noch sage ich von denen, die eure Augen verachten: „Gott wird ihnen niemals (etwas) Gutes gewähren.“ Gott kennt am besten, was in ihrem Inneren vorgeht. Wahrlich, ich gehörte sonst zu denen, die ungerecht sind.“

Die Botschaft des Koran ist eindeutig: Gott befahl Mohammed den Leuten zu berichten, dass er selber keine Kenntnis über die Zukunft besitzen würde. Trotz des oben gezeigten koranischen Beweises finden wir mehrere Ahadith, aus denen hervorgeht, dass der Prophet viele zukünftige Ereignisse prophezeit habe! Wenn die Nachricht des Koran explizit das Gegenteil behauptet, als das, was die Ahadith berichten, ist es nicht möglich beiden Seiten zu glauben! Da es überhaupt keinen Grund gibt, die Ehrbarkeit des Propheten anzuzweifeln, ein ehrgütiger Diener Gottes zu sein, der niemals einen klaren Beweis missachtet, ist die einzige Schlussfolgerung, dass all diese zukunftsorientierten Ahadith LÜGEN gegen Gott und gegen den Propheten sind! Die Hadith-Bücher sind voll mit Ahadith, welche die Zukunft beschreiben. Hier nur einige von ihnen:

Dem Propheten zugeschriebene Ahadith:
Sahl bin Sad berichtete, dass der Prophet sagte: „Wahrlich! 70’000 oder 700’000 von meinen Folgern werden das Paradies zusammen betreten; Der erste und der letzte unter ihnen werden zur gleichen Zeit eintreten und ihre Gesichter werden wie der helle Mond glitzern.“ (Bukhary, Band 4, Buch 54, Nummer 470)

Abu Musa berichtete, dass der Prophet sagte: „Zur nahen Stunde (des jüngsten Tages) werden Tage sein, wo religiöses Wissen verschwinden wird und eine generelle Ignoranz verbreitet wird. Und dort wird eine Al-Harj-Fülle sein, und Al-Harj bedeutet töten.“ (Bukhary, Band 9, Buch 88, Nummer 185)

Abu Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Die Stunde wird nicht einsetzen, bevor ein Mann an einem Grab vorbeigeht und sagt: ‚Ich wünschte, ich wäre dort‘.“ (Bukhary, Band 9, Buch 88, Nummer 231)

Abu Huraira berichtete, dass Gottes Apostel sagte: „Die Stunde wird nicht eher einsetzen, bevor ein Mann von Qahtan erscheint, der Leute mit seinem Stecken antreibt.“ (Bukhary, Band 9, Buch 88, Nummer 233)

Abu Huraira berichtete, dass Gottes Apostel sagte: „Die Stunde wird nicht einsetzen bis ein Feuer aus dem Hijaz-Lande kommen wird und es wird Licht auf die Nacken der Kamele von Busra werfen.“ (Bukhary, Band 9, Buch 88, Nummer 234)

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UNKOMMENTIERTE AHADITH

Mahmud bin Rabi’a erzählte: Als ich ein fünfjähriger Junge war, ich erinnere mich, nahm der Prophet mit seinem Mund Wasser von einem Eimer, spülte, und spuckte es in mein Gesicht. (Bukhary Band 1, Buch 3, Nummer 77)

Jabir erzählte: Ein Mann der Ansaren machte seinen Sklaven zum Mudabbar. Und nebst diesem Sklaven hatte er keine weiteren Besitztümer. Diese Neuigkeit gelang zum Apostel Gottes und er sagte: „Wer wird diesen Sklaven von mir kaufen?“ Nu’aim bin An-Nahham kaufte ihn für 800 Dirham. Jabir fügte hinzu: Es war ein koptischer (ägyptischer) Sklave, der dieses Jahr starb. (Bukhary Band 9, Buch 85, Nummer 80)

Ibn Umar erzählte: Gottes Apostel sagte: „Wenn die (obere) Kante der Sonne (am Morgen) erscheint, so betet nicht, bis die Sonne vollständig erscheint und wenn die untere Kante der Sonne untergeht, so betet nicht, bis die Sonne vollständig untergegangen ist. Und du sollst nicht versuchen während dem Sonnenauf- oder Sonnenuntergang zu beten, denn die Sonne steigt zwischen beiden Seiten vom Kopf des Teufels.“ (Bukhary Band 4, Buch 54, Nummer 494)

Salim’s Vater erzählte: Der Prophet stand neben der Kanzel auf (und zeigte mit seinen Fingern in Richtung Osten) und sagte: „Elend ist dort! Elend ist dort, von wo die Seite vom Kopf Satans rauskommt“, oder sagte: „… die Seite der Sonne …“ (Bukhary Band 9, Buch 88, Nummer 212)

Abu Huraira erzählte, dass Gottes Apostel sagte: „Das (Höllen-)Feuer beklagte sich bei seinem Herrn: ‚O mein Herr! Meine verschiedenen Teile fressen sich gegenseitig auf.‘ Also erlaubte Er ihm zwei Atmungen, ein im Winter und ein im Sommer, und dies ist der Grund für die schreckliche Hitze und die bittere Kälte.“ (Bukhary Band 4, Buch 54, Nummer 482)

Nach dem Fall von Khyber beschrieben die Leute die Schönheit von Safia Bint Hui, die neue Braut eines feindlichen getöteten Soldaten. Der Prophet wählte sie für sich selbst. Auf dem Weg nach Medina rastete er und hatte mit ihr Geschlechtsverkehr. Seine Gefährten wussten nicht, ob sie eine Ehefrau oder eine Konkubine war. Später wurde ein Schleier zwischen ihr und den Männern gezogen und sie wussten Bescheid, dass sie eine Ehefrau war. (Bukhary, Buch der Käufe und Buch der Heirat (Nikah) 3:59)

[…] Der Prophet fragte nach einem Becher mit Wasser und wusch beide Hände und sein Gesicht darin und dann spuckte er ein mundvoll Wasser zurück und sagte zu uns beiden (Abu Musa und Bilal): „Trinkt vom Becher und gießt einiges davon über eure Gesichter und Brustkorbe.“ (Bukhary Band 1, Buch 4, Nummer 187)

Abraham: Der erste Prophet der Ergebung

Ich suche Zuflucht bei Gott vor dem verstoßenen Teufel,
Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen

Eines der am weitesten verbreiteten Mythen ist, dass Mohammed der Begründer des Islam war. Obwohl Islam (völlige Ergebung zu Gott allein) die einzige von Gott anerkannte Religion seit der Zeit Adams ist (3:19,85), wird von Abraham im Koran berichtet, dass er der erste war, der das Wort „Ergebung“ benutzte und der uns „Gottergebene“ nannte (22:78). Siehe auch Propheten und ihre Namenswiederholungen.

Abrahams beispielhafte Ergebenheit in Gott wird durch seine bekannte Bereitwilligkeit demonstriert, seinen einzigen Sohn Ismael zu opfern, als er dachte, dass Gott dies befohlen hätte. Wie es sich herausstellte, war ein solcher Befehl in Wirklichkeit von Satan. Siehe zu diesem Thema: Abraham und die Opferung seines Sohnes

 

Millat Ibrahim

Durch den ganzen Koran hindurch wird die Ergebung als „Millat Ibrahim“ (Gemeinschaft Abrahams) bezeichnet (2:130, 135; 3:95; 4:125; 6:161; 12:37-38; 16:123; 21:73;22:78). Des Weiteren informiert uns der Koran, dass Mohammed ein Nachfolger Abrahams ist (16:123). Aufgrund eines generellen Nichtwahrnehmens der Tatsache, dass Abraham der ursprüngliche Gesandte des Islam war, fordern manche sogenannten Muslime Gott heraus: „Wenn der Koran vollständig und detailliert ist, wo können wir dann die Anzahl der Rak’ahs (Einheiten) für jedes Kontaktgebet (Salât) finden?“ Wir lernen vom Koran, dass alle religiösen Praktiken des Islam schon vor der Offenbarung des Koran bestanden haben (8:35, 9:54, 16:123, 21:73, 22:27, 28:27).

Vers 16:123 ist der direkte Beweis, dass alle religiösen Praktiken unversehrt überliefert wurden, als Mohammed geboren wurde. Mohammed wurde auferlegt der „Religion Abrahams zu folgen“. Wenn ich Sie darum bitte, einen Farbfernseher zu kaufen, ist vorausgesetzt, dass Sie wissen, was ein Farbfernseher ist. Ebenso müssen, wenn Gott Mohammed auferlegt, den Praktiken Abrahams zu folgen (16:123), diese Praktiken gut bekannt gewesen sein.

Ein anderes Beispiel für die göttliche Bewahrung der islamischen Praktiken, die Abraham gegeben waren, ist die Aufbewahrung im Koran solcher Praktiken. Zum Beispiel wird die verfälschte Waschung in 5:6 zu den ursprünglichen vier Schritten zurückgebracht. Der Tonfall während der Kontaktgebete (Salâh) wurde verzerrt – viele Muslime beten still. Dies wurde im Koran in 17:110 korrigiert. Das Fasten während Ramadan wurde modifiziert, um Geschlechtsverkehr während der Nacht zu erlauben (2:187). Zakah wird in 6:141 wiederhergestellt, und Hadsch wird auf die vier korrekten Monate berichtigt.

Die erfundene Religion und die Koranische Religion – Kapitel 36 (4): Hadsch (Pilgerfahrt)

Die Pilgerfahrt im Koran lässt sich von den Versen 2:158,189,196,198-200,203; 3:97; 5:1-2,95-97; 9:3 und 22:25-29 ableiten und verstehen. Im Lichte dieser Verse können wir die Pilgerfahrt wie folgt zusammenfassen:

  1. Hadsch ist die Pilgerfahrt zur Kaaba. Laut Koran müssen Frauen und Männer die Hadsch mindestens einmal im Verlaufe ihres Lebens verrichten, vorausgesetzt, sie sind im Stande dazu (3:97). Es wird jenen befohlen, die es sich leisten können, zur Pilgerfahrt zu gehen. Sektierer versuchten, die Bedeutung von „leisten“ einzuschränken. Dies ist nicht annehmbar, denn hätte Er so gewollt, hätte Er diese Einschränkung vorgenommen. Das Verb ’sich leisten‘ kann mehr als eine Bedeutung haben, wie z. B. ‚kein Sklave sein‘, ‚reich genug sein, um die beteiligten Kosten zu übernehmen‘ und zu guter Letzt ‚bei guter Gesundheit sein‘. Jedoch sind all diese Bedeutungen vielmehr subjektiv. Die Einzelpersonen werden beschließen müssen, ob sie in der Lage sind, die Pilgerfahrt zu vollziehen, indem sie ihr Gewissen ansprechen.
  2. Die Pilgerfahrt ist ein Ritual, das bis zur Zeit des Propheten Abraham zurückreicht (22:26,27).
  3. In Vers 2:197 steht geschrieben, dass die Monate der Pilgerfahrt bekannt sind. Es muss auf die Tatsache hingewiesen werden, dass das Wort ‚Monate‘ im Plural steht. Jedoch schränken heutzutage die Pilger die Zeit ein, in der sie die Pilgerfahrtfahrt vollziehen, und verursachen Anstürme mit schwerwiegenden Folgen. Die Pilgerfahrt ist ein Brauch, der seit Abraham bekannt ist. Wenn jemand beispielsweise vom Frühling spricht, so fallen uns die Monate März, April und Mai ein. Die besagten Pilgerfahrtsmonate sind ebenso die Monate, in welchen das Kämpfen verboten ist. Die Stämme um die Kaaba hielten dieses Verbot ein. Selbst die Heiden, die Abraham nachfolgten, hielten die Befolgung dieses Brauches mit einigen Ausnahmen ein und betrachteten sich selber als die Beschützer der Kaaba. Sie sahen diese Monate als Monate an, in denen ihre Geschäfte florieren würden. Wir können vom Inhalt der Verse 8:34-35 ableiten, dass sie sich selbst außerdem als Hüter ansahen. In 2:194 werden die Heiligen Monate erwähnt (der Hadsch wird zwei Verse später erwähnt), sowie auch, dass das Kämpfen in den Heiligen Monaten ein großer Verstoß ist. Dort wird auch deutlich gemacht, dass das Abhalten vom Wege Gottes, Ihn und die Heilige Moschee abzulehnen und den Zugang für die Leute dahin zu verhindern bei Gott immer noch schwer wiegen. In 5:2 wird die Pilgerfahrt zusammen mit den Heiligen Monaten erwähnt und in Vers 97 derselben Sure werden die Heiligen Monate und die Kaaba genannt. All diese Tatsachen machen es deutlich, dass die Heiligen Monate die Monate sind, in denen der Hadsch vollzogen wird.Wir lesen in Vers 9:2-36, dass die fraglichen Monate vier aufeinander folgende Monate sind. Vers 2:189 teilt uns mit, dass diese Monate dem Mondkalender entsprechen. All dies weist auf die Tatsache hin, dass die Pilgerfahrt im Verlaufe dieser vier aufeinander folgenden Monate verrichtet werden kann, in welchen das Kämpfen (Kriegen) verboten ist. Der erste dieser Monate lautet ‚Dhu-l-Hidschah‘, was soviel bedeutet wie ‚Der Monat der Pilgerfahrt‘. Dass Vers 9:3 uns lehrt, dass der erste Tag der Heiligen Monate gleichzeitig der „Tag der Pilgerfahrt“ ist, bestätigt diese Ansicht. Nach Dhu-l-Hidschah lauten die Namen der folgenden Monaten respektive ‚Muharram, Safar und Rabiulawwal‘. Das Wort Rabiulawwal ist ein zusammengesetztes Wort, das aus dem Wort rabiul (vier) und awal (erste) besteht. Diesem Monat folgt Rabiulahir (die nachfolgende Vier) nach. Rabiulawal verdankt seinen Namen seinem Dasein als vierter und letzter der Heiligen Monate. In Anbetracht dessen, dass der erste Monat des Mondkalenders Muharram ist, ist der Monat Rabiulahir der vierte im Mondkalender. Dies erklärt, wieso der Name dieses Monats der ’nachfolgende (ahir) Vierte (rabiul)‘ lautet. Wenn wir daran scheitern, zu erkennen, dass der Monat Rabiulawal der vierte der Heiligen Monate ist, so könnten wir nicht verstehen, wieso der Monat Rabiulahir der ’nachfolgende‘ Vierte heißt. Dies beweist erneut, dass der Beginn der Heiligen Monate der Monat Dhu-li-Hidschah und der Schluss der Monat Rabiulawal ist. Deshalb ist die Pilgerfahrt eine religiöse Handlung, welche in einem Zeitraum von vier Monaten verrichtet wird. In Vers 9:37 lesen wir, dass ein Verschieben dieser Heiligen Monate eine schlimme Tat darstellt.
  4. Während der Pilgerfahrt sind verboten: streiten, die Verübung schlechter Taten und Geschlechtsverkehr (2:197). Die Pilgerfahrt ist ein Gottesdienst, bei der sich die Menschen versammeln und auf ihr Benehmen achten sollen.
  5. Während der Pilgerfahrt werden der Einzelperson gewisse Dinge verboten, die (ansonsten) erlaubt sind (z. B. Geschlechtsverkehr). Dieser Zustand wird Ihram genannt. Heutzutage bezieht sich das Wort jedoch auf das Kleid, das der Pilger während dem Hadsch trägt. Der Koran weist solch eine Nebenbedeutung nicht auf. Während dem Ihram ist das Jagen verboten; 5:95 erwähnt, dass die Pilger kein Wild töten sollen. Dieses Verbot ist aber auf das Land beschränkt. Die Pilger können fischen gehen.
  6. Im Falle, dass eine Einzelperson gegen das Jagd-Verbot auf dem Lande während der Pilgerfahrt verstößt, so soll sie ein gleiches Maß, das von zwei Personen bestimmt wird, an Vieh zurückerstatten. Die Person könnte ihr Verstoß ebenso durch das Fasten oder das Speisen der Armen kompensieren (5:95).
  7. Umra bedeutet ‚Besuch‘. Der Hadsch wird zu einer vorgeschriebenen Zeit verrichtet, während die Umra zu jeder Zeit stattfinden kann. In 2:196 lesen wir „Führt die Pilgerfahrt und die Umra um Gottes willen durch“. In anderen Worten darf das Ereignis kein Anlass politischer Propaganda, Volksverführung (Täuschung) und kommerzielle Auswertung persönlicher Interessen etc. sein. Dem Abschluss des Rituals der Pilgerfahrt nachfolgend macht der/die PilgerIn Opfergaben und schneidet seine/ihre Haare nicht, bis das Opfer sein Bestimmungsort erreicht. Die Kranken oder die Schwächeren können durch das Fasten, die Almosengabe oder eine Opfergabe einen Ersatz leisten. Wenn die Sicherheit erlangt wird, bringt derjenige, der bis zum Hadsch die Umra vollziehen will und dem es leicht fällt, ein Opfer oder lässt ein Opfer bringen. Wenn er/sie es sich nicht leisten kann, soll er/sie drei Tage während des Hadschs fasten und nochmals sieben Tage bei der Rückfahrt. Dies ist für jene, deren Hausgemeinschaft nicht in der Heiligen Moschee sind (2:196).
  8. Die Opfergabe benötigt die Aussprache von Gottes Namen. Ein Teil des Fleisches vom geschlachteten Tier wird von den Personen verzehrt, die opfern, und der Rest wird unter den Bedürftigen verteilt (22:28). Während des Rituals muss der Mensch sich von allem Schmutz reinigen und abgelegte Gelübde müssen vollzogen worden sein (22:29). Der Vers 22:29 sagt aus, dass die Einzelperson die notwendigen Reinigungshandlungen ausführen soll. Da der Hadsch der Ort ist, wo riesige Menschenmassen zusammentreffen, müssen die hygienischen Regeln beachtet werden. Vers 48:27 könnte in diesem Licht bewertet werden, worin besagt wird, dass die Gläubigen die Heilige Moschee so Gott will betreten werden, glattrasiert und mit kurz geschnittenen Haaren. Das Umkreisen der Kaaba (tawaf) wird auf diese Weise in einem sauberen Zustand vollbracht werden (22:29). Andererseits muss der Ort, wo das Ritual der Pilgerfahrt stattfinden wird, sauber und in einem reinen Zustand gehalten werden (22:26).
  9. Beim Absteigen vom Berg Arafat zu Mesai Haram wird Gott gepriesen (2:198).
  10. Dann wird Gott um Verzeihung gebeten (2:199).
  11. Dem Abschluss des Rituals folgend wird Gott mit Leib und Seele gedacht werden (Zikr betreiben) (2:200).
  12. Gott wird in den festgelegten Tagen gedacht. Doch wer sich beeilt, in zwei Tagen abzureisen, so trifft ihn keine Schuld. Und wer auch immer will, kann länger bleiben (2:203).
  13. In Vers 2:159 steht, dass Safa und Marwah wahrlich unter den Zeichen Gottes sind. Wer also auch immer die Pilgerfahrt zum Haus vollzieht oder einen Besuch abstattet, den trifft keine Schuld, wenn er sie umrundet. Dennoch haben die Sektierer das Rennen zwischen den beiden Hügeln erfunden und es als eine verbindliche Pflicht zeigen lassen. Die Älteren und die Behinderten werden dazu genötigt, trotz der Tatsache, dass dies nicht im Koran erwähnt wird. Die Beförderung der Älteren auf Tragbahren dient als Profit für die Bahrenträger. Doch da dies nicht befohlen wird, trifft diejenigen keine Schuld, die es vorziehen, zu tun, wie es der Koran vorschlägt.
  14. So etwas, wie die Steinigung des Teufels gibt es nicht. Die Pilgerfahrtspflicht im Zeitraum, der sich über vier Monate erstreckt, auszuführen und die Tatsache anzuerkennen, dass das Pendeln zwischen Safa und Marwah nicht obligatorisch sind, wird das Ritual der Pilgerfahrt zu einer sicheren und geborgenen Handlung machen, während der nicht Tausende von Leuten ihr Leben verlieren werden. Dies war die Ursache vom Tod von Mengen. Bizarre Rituale, die um den Schwarzen Stein herum verrichtet werden, sind ebenfalls nicht im Koran erwähnt. Andererseits kann eine Frau, im Gegensatz zu dem, was von den Kommentatoren gesagt wurde, sehr wohl alleine zur Pilgerfahrt gehen; eine Person kann Parfum gebrauchen und jede Bekleidung tragen, mit oder ohne Säume. Das Zamzam Wasser, die Hauben und die Gebetsteppiche, welche die Pilger auf ihrer Rückreise mit nach Hause zu nehmen verpflichtet sind, haben ebenso keine Grundlage.