Gesandte

Podcast #8 SzVdK: Gehorsam gegenüber Gesandten

Die achte Episode zur Reihe Schlüssel zum Verständnis des Koran (SzVdK) über den spirituellen Gehorsam gegenüber Gesandten, wieso wir keinen Unterschied zwischen irgendeinem Gesandten machen dürfen und wieso die Gesandtschaft stets die Botschaft Gottes meint.

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Ein Podcast von Al-Rahman – mit Vernunft und Hingabe.

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Intro: Broke For Free – Something Elated
Outro: Vekil – Zufriedenheit aus dem Album Die Wahrheit mit freundlicher Genehmigung unseres Bruders Vekil

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Unterschied zwischen Gesandter und Prophet: Bild von einem Finger, das auf eine Koranstelle gelegt wurde

Unterschied zwischen Gesandter und Prophet im Koran

Beim aufmerksamen Lesen der Lesung (Deutsch für Koran) fällt einem immer wieder auf, dass in gewissen Stellen von Gesandten (rasūl, pl. rusul) und in anderen von Propheten (nabiy, pl. nabiyūn oder anbiyāʾ) die Rede ist. Was ist der Unterschied zwischen Gesandter und Prophet in der Lesung? Und wieso sollten sich die Gottergebenen (Deutsch für Muslime) überhaupt um diese Frage bemühen? Ist das nicht eher etwas für Akademiker und Theologen, die ihre Zeit irgendwie füllen müssen?

 

Motivation

Die Motivation für die Fragestellung ergibt sich wiederum aus der Offenbarung Gottes aus den folgenden Versen:

 

33:7 Und da wir mit den Propheten den Bund eingingen, und mit dir, und mit Noah und Abraham und Moses und mit Jesus, dem Sohn der Maria. Wir gingen mit ihnen einen feierlichen Bund ein.

3:81 Und als Gott den Bund der Propheten annahm für das, was ich euch an Schrift und Weisheit brachte, kam darauf zu euch ein Gesandter, das bestätigend, was mit euch ist. So glaubt an ihn und helft ihm. Er sagte: Habt ihr zugestimmt und diesbezüglich meine Bürde angenommen? Sie sagten: Wir haben zugestimmt. Er sagte: So bezeugt und ich bin mit euch unter den Bezeugenden

 

Wir können also diesen Versen entnehmen, dass ein Gesandter (rasūl) kommen wird, der die Offenbarungen Gottes bestätigt und alle vereint. Wichtig ist der Umstand, dass dieser Gesandte erst nach dem Propheten Muhammad kommen wird, wie wir dies aus der ausdrücklichen Erwähnung und mit dir aus 33:7 verstehen können, womit der Prophet Muhammad gemeint ist.

Damit wir in der Lage sind, den Gesandten überhaupt erkennen zu können, müssen wir wissen, in welchem Rahmen dieser Gesandte erscheinen wird. Dazu ist es sicherlich von Vorteil, die beiden Begriffe Prophet und Gesandter voneinander unterscheiden zu können.

 

Gibt es einen klaren Unterschied zwischen Gesandter und Prophet?

Nun wollen wir uns aber der Frage widmen, ob und wie wir den Unterschied zwischen Gesandter und Prophet festlegen können. Betrachten wir die Verse, in denen die Gesandtschaft und das Prophetentum im selben Vers erwähnt werden, sehen wir deutlich, dass die Wörter nicht einfach so ohne Weiteres voneinander getrennt werden können. Einige Beispiele hierzu:

 

9:61 Und unter ihnen gibt es diejenigen, die den Propheten (al-nabiy) beeinträchtigen, und sie sagen: Er ist ganz Ohr. Sage: Ein gutes Ohr für euch. Er glaubt an Gott und glaubt den Gläubigen, und er ist eine Barmherzigkeit für diejenigen, die unter euch glaubten. Und diejenigen, die den Gesandten Gottes (rasūlu-llah) beeinträchtigen, für sie ist eine schmerzhafte Qual (vgl. auch 4:69, 7:157-158, 19:51, 19:54, 33:53)

33:45 O Prophet (al-nabiy), wir haben dich als einen Zeugen entsandt (arsalnā), als Bringer froher Botschaft und als Warner. (vgl. auch 7:94, 43:9)

 

Es gibt also einen Zusammenhang zwischen den Worten, welcher nicht so ohne Weiteres mit einem einzelnen Vers repräsentiert werden kann. Es muss aber auch einen Unterschied geben, die Begriffe können nicht als Synonyme behandelt werden, denn:

 

22:52 Und wir sandten (arsalnā) vor dir keinen Gesandten (rasūl) oder Propheten (nabiy), dem, wenn er etwas wünschte, der Satan seinen Wunsch nicht durchkreuzte. Doch Gott löscht aus, was der Satan unternimmt. Dann setzt Gott Seine Zeichen ein. Und Gott ist wissend, weise.

 

Es ergäbe keinen Sinn, beide Begriffe auf diese Art und Weise im selben Satz zu verwenden, wenn sie als Synonyme gelten würden ohne jeglichen qualitativen Unterschied zwischen den beiden Wörtern. Vielmehr können wir sagen, dass sie miteinander sinnverwandt sind, aber nicht deckungsgleich, weshalb der Bedarf besteht, beide Wörter zu erwähnen. Ähnlich wie wir einen Unterschied zwischen Frucht und Obst finden und dennoch beide Wörter sprachlich gesehen nahe beieinander stehen, gibt es auch einen Unterschied zwischen Gesandter und Prophet.

 

Die Aufgabe eines Propheten

Betrachten wir also den Begriff des Propheten ein wenig genauer. Wir lernen aus 2:213, dass die Propheten Gottes mit den Schriften herabgesandt werden:

 

2:213 Die Menschen waren eine einzige Gemeinschaft. Dann entsandte Gott die Propheten als Bringer froher Botschaft und als Warner. Und Er offenbarte ihnen das Buch mit der Wahrheit, um zwischen den Menschen zu richten über das, worüber sie uneins waren. (vgl. auch 3:81)

87:18-19 Wahrlich, dies stand in den ersten Schriftblättern, den Schriftblättern (ṣuḥuf) von Abraham und Moses.

 

Das Wort „Buch“ bzw. „Schrift“ (kitāb) wird in der Lesung stets mit dem Begriff „Prophet“ (nabiy) in Verbindung gebracht. Es werden 20 Propheten erwähnt, die Schriften von Gott bekommen haben. Da Moses und Aaron dieselbe Schrift erhielten (37:117, 21:48), ist die Lesung die 19. Schrift, die zu einem Propheten namentlich zugeordnet werden kann. Darüber hinaus werden 18 Namen in den Versen 83-86 aus dem 6. Kapitel genannt, beginnend mit Abraham und endend mit Lot. Der 89. Vers bestätigt, dass alle 18 Propheten waren:

 

6:89 Diese sind es, denen Wir die Schrift gaben und die Weisheit und das Prophetentum. …

 

Einige mögen hier mit dem Vers 57:25 entgegnen, dass ja auch dort das Wort Gesandter in Zusammenhang mit dem Wort Buch steht. Dabei ist aber ein klarer grammatikalischer Unterschied zu sehen:

  • Wenn das Wort Prophet in Verbindung gebracht wird mit Buch, werden Formulierungen wie zu uns herabgesandt (unzila ilaynā) oder zugekommen (ʾūtiya) verwendet (2:136, 3:84, 28:43, 17:55, 4:163).
  • Wenn das Wort Gesandter in in 57:25 Zusammenhang gebracht wird mit Buch, so wird die folgende Äußerung verwendet: (zusammen) mit ihnen sandten wir das Buch (anzalnā maʿahum al-kitāb).

Einige mögen diesen grammatikalischen Unterschied als spitzfindig erachten, doch die Bedeutung dieses Unterschieds ist von großer Wichtigkeit. Denn Propheten gelten als fehlbar und werden auch getadelt bzw. ermahnt:

 

66:1 O Prophet, warum verbietest du, was Gott dir erlaubt hat, indem du danach trachtest, die Zufriedenheit deiner Gattinnen zu erlangen?

33:1 O Prophet, fürchte Gott und gehorche nicht den Ungläubigen und den Heuchlern (vgl. 2:120, 2:145, 4:135)

9:43 Gott verzieh dir, dass du es ihnen erlaubtest, bis sich für dich klärt, welche glaubwürdig waren, und du weißt, welche die Lügner sind

 

Somit besteht die Aufgabe eines Propheten darin, die ihm offenbarte Botschaft in Buchform zu übermitteln. Es ist aber wichtig, dass er in seiner Übermittlung der Botschaft unfehlbar ist, da wir ansonsten keinerlei Garantie haben, dass die Botschaft Gottes unverändert überbracht wurde.

 

Es sei noch erwähnt, dass der Begriff Warner (naḏīr) ebenso zu den Begriffen Prophet und Gesandter nahe steht. Die Botschaft des Propheten gilt darüber hinaus für alle Welten:

 

21:107 Und wir entsandten dich nur aus Barmherzigkeit für die Welten.

25:1 Voller Segen ist Er, Der die Unterscheidung (Koran) zu Seinem Diener herabsandte, auf dass er ein Warner für die Welten sei.

 

Aufgabe eines Gesandten

In diesem Abschnitt werde ich nicht ausführlich auf weitere, nicht mit der Fragestellung relevanten Aufgaben eines Gesandten eingehen, weil sie schon in meinem Buch behandelt wurden.

Die Schrift eines Propheten ist nicht mittels einer sprachlichen Zielgruppe einzuschränken, wie wir dies bereits sehen konnten, da die Botschaft für alle Welten gesandt wurde. Ein weiterer wichtiger Unterschied zu einem Propheten ist also, dass Gesandte stets in der Sprache des Volkes, zu denen sie gesandt wurden, die Botschaft zu überbringen hatten.

 

14:4 Und Wir haben keinen Gesandten gesandt, außer in der Sprache seines Volkes, damit er sie aufkläre. Gott lässt dann in die Irre gehen, wen Er / wer es will, und leitet recht, wen Er / wer es will. Und Er ist der Erhabene und der Weise.

 

Ein Gesandter hat nur die Aufgabe eines Botschafters, der Gottes Botschaft überbringt und sein Volk warnt (7:85, 16:36). Er hat keinen unmittelbaren Einfluss auf den Inhalt der Botschaft, kann mit Gott daher auch nicht darüber verhandeln, sondern muss sie unmittelbar weiterreichen. Die Aufgabe als Gesandter ist lediglich die Verkündigung, also die Übermittlung der Botschaft, nicht mehr. Dies finden wir in mehreren Versen bestätigt:

 

5:99 Dem Gesandten obliegt nur die Übermittlung. Und Gott weiß, was ihr offenkundig macht und was ihr verbergt.

24:54 … Und dem Gesandten obliegt nur die deutliche Verkündigung.

(Vgl. auch 5:92, 16:35, 16:82, 29:18, 42:48, 64:12)

  

Das bedeutet dann, dass ein Gesandter unweigerlich die Verzerrungen und Entstellungen früherer Offenbarungen aufdecken und berichtigen muss.

 

5:15 O Volk der Schrift, nunmehr ist unser Gesandter zu euch gekommen, der euch vieles enthüllt, was ihr von der Schrift verborgen hieltet, und vieles übergeht. Gekommen ist zu euch fürwahr ein Licht von Gott und ein klares Buch.

5:19 O Volk der Schrift, gekommen ist nunmehr zu euch unser Gesandter, nach einer Lücke zwischen den Gesandten, der euch aufklärt, damit ihr nicht sagt: «Kein Bringer froher Botschaft und kein Warner ist zu uns gekommen.» So ist nun zu euch gekommen in Wahrheit ein Bringer froher Botschaft und ein Warner. Und Gott hat Macht über alle Dinge.

 

Schlussfolgerung: Propheten sind auch immer Gesandte, da sie die Offenbarung öffentlich übermitteln müssen. Sie müssen in der Sprache ihres Volkes über die Botschaft aufklären, was als Bestandteil der Verkündung gilt. Es kann also laut der Lesung keinen Propheten geben, der kein Gesandter war. Ein Prophet ist immer auch ein Gesandter.

Es stellt sich die Frage: Gibt es Gesandte, die keine Propheten waren? Wir bemerken, dass in der Lesung Personen genannt werden, die weder als Propheten noch als Schriftüberlieferer bezeichnet werden. Diese sind:

  • Adam, der als der „Erwählte“ beschrieben wird in 3:33. Adam wird nicht mit dem Wort Prophet oder Gesandter in Verbindung gebracht.
  • Hūd, Ṣāliḥ und Schuʿayb, die als Gesandte genannt werden in 26:125,143,178.
  • Ḏul-Kifl, der lediglich als standfest, geduldig und rechtschaffen beschrieben wurde in 21:85 und 38:48.
  • Luqmān, der in 31:12 als jemand beschrieben wird, der mit der Weisheit gesegnet wurde.

Nirgends im Koran werden diese Personen oder Gesandte mit dem Wort Schrift oder Buch in Zusammenhang gebracht. Keiner von ihnen überlieferte also eine Schrift. Gemäß der Definition von 2:213 und 3:81 sind sie also keine Propheten. Drei der sechs werden Gesandte genannt, während die anderen drei lediglich die Gunst Gottes erhalten haben.

Es sollte jedoch bemerkt werden, dass die Lesung uns über Gesandte Gottes informiert, die im Koran nicht erwähnt werden:

 

40:78 Und sicher entsandten Wir schon Gesandte vor dir; darunter sind manche, von denen Wir dir bereits berichtet haben, und es sind darunter manche, von denen Wir dir nicht berichtet haben. (vgl. auch 4:164)

 

Nichtsdestotrotz ist es in der Tat wichtig, dass diese zwei Verse von Gesandten und nicht von Propheten sprechen.

 

Abschluss des Prophetentums, nicht des Gesandtentums

Es gibt einen zentralen Vers, den wir nun mit all den bisherigen Erläuterungen dazu verwenden können, um die festgestellten Unterschiede untermauern zu können:

 

33:40 Muhammad ist nicht der Vater eines eurer Männer, sondern der Gesandte Gottes und das Siegel der Propheten. Und Gott ist in allen Dingen wissend.

 

Hier ist die Reihenfolge der Wörter sehr wichtig. Hätte Gott den Vers als „Muhammad ist … der letzte / das Siegel der Gesandten Gottes und der Propheten“ offenbart, wären sowohl das Gesandtentum als auch das Prophetentum mit Muhammad abgeschlossen. Dies widerspräche jedoch deutlich den Versen 33:7 und 3:81, da nach Muhammad noch ein Gesandter erscheinen wird.

Es gibt einige Gruppierungen, die behaupten, dass das Wort Siegel hier nicht im abschließenden Sinne gemeint sei. Dies ist aber ein sprachlicher Irrtum. Wofür steht denn sonst ein Siegel, wenn nicht für den Abschluss einer Sache? Auf Arabisch kann ich auch eine Sache wurde besiegelt (ختم الشيء – chatama asch-schayyʾ) sagen, und meine damit den Abschluss dieser Sache. Ich kann mit demselben Verb sogar sagen, dass das Ende der Lesung erreicht wurde: ختم القرءان – chatama al-qurʾān. Auch gibt es den Ausdruck, dass Gott sein Ende gut machen möge: ختم الله له بخير – chatama-llahu lahu bichayr. Es gibt noch weitere Beispiele aus den Wörterbüchern, aber ich denke, die Bedeutung des Wortes ist klar.

Das Prophetentum wurde mit Muhammad versiegelt, abgeschlossen und somit das Prophetentum beendet. Dies bedeutet in anderen Worten, dass der Prophet der letzte war, da ansonsten das Symbol des Siegels zerstört wäre. Der Abschluss wäre sonst wieder aufgebrochen. Zwar hätte das Siegel seine Funktion erfüllt, aber es bräuchte nun ein neues Siegel. Doch Muhammad ist das Siegel der Propheten, somit kam das Prophetentum zu seinem Abschluss. Es gibt weitere Ausdrücke aus der Lesung, die den Aspekt des Abschlusses verdeutlichen:

 

2:7 Versiegelt hat Gott ihre Herzen, ihr Gehör und ihre Blicke mit einer Schicht und eine gewaltige Qual ist für sie bestimmt

45:23 Hast du den gesehen, der sich zu seinem Gott seine Neigung gemacht hat, den Gott aufgrund von Wissen irregeführt, dem Er das Gehör und das Herz versiegelt und auf dessen Augenlicht eine Hülle gelegt hat? Wer nach Gott könnte ihn rechtleiten? Wollt ihr es nicht bedenken?

(vgl. auch 6:46, 36:65, 42:24)

 

Darüber hinaus gibt es eine Geschichte in der Lesung (40:28-56), welche den Irrtum der Leute beschreibt, die fälschlicherweise glaubten, dass nach dem Propheten Joseph kein weiterer Gesandter mehr käme. Diese werden dafür getadelt, dass sie ohne eine Ermächtigung über Gottes Pläne streiten (vgl. auch 40:56).

 

40:34 «Gott wird nimmermehr einen Gesandten erstehen lassen nach ihm.» Also erklärt Gott jene zu Irrenden, die maßlos und Zweifler sind
40:35 Diejenigen, die über die Zeichen Gottes streiten, ohne eine Ermächtigung erhalten zu haben, erregen damit großen Abscheu bei Gott und bei denen, die gläubig sind. So versiegelt Gott das Herz eines jeden, der hochmütig und gewalttätig ist.

 

Diese Geschichte dient uns als Anlass, dass wir nicht denselben Fehler begehen und nicht fälschlicherweise behaupten, es würden keine weiteren Gesandten nach Muhammad mehr erscheinen.

Das Prophetentum ist abgeschlossen und somit werden keine neuen Propheten mehr erscheinen und alle, die sich als Propheten ausgeben, können als Scharlatane abgelehnt werden. Der Gesandte Gottes jedoch, der nach Muhammad kommen soll, wird die Botschaften Gottes reinigen und vereinen, indem er die Entstellungen und Verzerrungen aufdeckt und die Menschen in der Volkssprache aufklärt.

 

Zusammenfassung

In Anbetracht der Ergebnisse können wir die Erkenntnisse wie folgt zusammenfassen:

  1. Ein Gesandter (rasūl) übermittelt eine Botschaft. Dies, indem er eine verzerrte oder entstellte Botschaft wiederherstellt und erneut verbreitet (5:15, 5:19), wodurch er noch kein Prophet ist, oder durch eine Botschaft, die ihm offenbart wurde, was ihn dann zu einem Propheten (nabiy) werden lässt.
  2. Ein Prophet erhält eine Botschaft als Offenbarung und hält sie in einem Buch fest. Gleichzeitig hat er sie öffentlich zu übermitteln und zu verkünden, was ihn auch stets zu einem Gesandten macht.
  3. Gott schickt die Gesandten als Botschafter und Warner als eine göttliche Barmherzigkeit zu den Kindern Adams, jeweils für ein Volk in der jeweiligen Sprache. (16:36, 14:4)
  4. Den entscheidenden Unterschied macht der Vers 33:40, indem Gott Muhammad als einen Gesandten (nicht den letzten!) und als das Siegel der Propheten nennt, womit Gesandte keine Propheten sein müssen.
  5. Es gibt nur eine Geschichte in der Lesung, in der vom Ende der Sendung von Gesandten die Rede ist. In dieser Geschichte wird die Behauptung, dass es keine weiteren Gesandten mehr gäbe, kritisiert. (40:28-56)
  6. Gott ging mit den Propheten, inklusive Muhammad, einen Bund ein bzgl. eines spezifischen Gesandten, der nach dem letzten Propheten kommen wird. (3:81, 33:7)

Thema des Monats Juli 2013: Geschichten im Koran – Der Gesandte Saleh

Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen

Der Frieden sei mit euch liebe Leserinnen und liebe Leser, und Gottes Barmherzigkeit wie sein Segen!

So Gott will werden wir jeden Monat auf unserer Webpräsenz ein ausgewähltes Thema unseren Lesern zum Kommentieren anbieten. Damit möchten wir unseren Lesern die Möglichkeit geben, Einblicke zu erhalten, wie unterschiedlich die Menschen zum selben Thema denken können.

Ähnlich einer Pinnwand, an der wir unsere Gedanken “pinnen” können, soll hier stichwortartig oder auch in eins bis zwei Sätzen der eigene Gedanke verewigt werden. Einfach am besten spontan antworten!

Das Thema des Monats Juli 2013:  Geschichten im Koran


Der Koran enthält viele Geschichten, die Lehren vermitteln und uns zum Nachdenken anregen sollen. So steht in 12:111 geschrieben:

Gewiss war in ihren Geschichten eine Lehre für die Verständigen. Es war keine erdichtete Erzählung, sondern eine Beglaubigung für das, was er zwischen den Händen hielt und eine genaue Darlegung für alles und eine Rechtleitung und Barmherzigkeit für die Leute, die glauben.


Welche der Geschichten faszinieren euch besonders? Welche der Geschichten haben euch schon weitergeholfen im Alltag, in der Beziehung, im Glauben, in der Freundschaft, bei der Arbeit oder sonst irgendwo?

Eine besondere Geschichte ist auf jeden Fall auch die vom Gesandten Saleh:

Der Gesandte Saleh und die Kamelstute

Text zum Mitlesen

7: 73 Und zu den Thamud (entsandten Wir) ihren Bruder Saleh. Er sagte: „O mein Volk, dient Gott; ihr habt keinen anderen Gott außer Ihm. Wahrlich, nunmehr ist zu euch ein deutlicher Beweis von eurem Herrn gekommen – diese Kamelstute Gottes als deutliches Zeichen für euch. So lasset sie auf Gottes Erden weiden und tut ihr nichts zuleide; (denn) sonst würde euch eine schmerzliche Strafe treffen.

Die Stadt der Thamud war zur damaligen Zeit eine große, reichlich beschenkte Stadt. Sie war voll mit den schönsten Palästen, umgeben von Gärten, worin die vielfältigsten Früchte wuchsen. Zur Stadt gehörten auch viele Häuser, welche zum Teil sogar kunstvoll in die Berge gemeißelt wurden. Gott schenkte ihnen viel und die Menschen sollten ehrlich dankbar sein. Doch diesem Volk war es lieber, ihren eigens erfundenen Statuen den Dank auszusprechen. Dafür errichteten sie große Tempel in der Stadt, wo sie sich vor den Statuen in Anbetung niederwarfen und ihre vielen Opfergaben darbrachten. Die Thamud glaubten daran, dass die Statuen für ihr Glück und Leid verantwortlich wären, und jede davon bekam einen eigenen Namen, bei welchem sie angesprochen wurde. Sie wollten sich nicht eingestehen, dass diese Figuren gar keine Macht haben konnten.

Gott sah das Verhalten der Menschen wohl, Er ist doch unser Gott, der alles sieht. Er wollte den Thamud eine Chance geben, um auf Ihn aufmerksam zu machen. Gott schickte seinen Gesandten Saleh zu ihnen. Saleh verstand natürlich genau, was Gott von ihm wollte. Er erkannte den schlimmen Irrtum, welchem sein Volk folgte. Saleh ging zu ihnen, um sie aufzufordern, keine nutzlosen Götzen mehr anzubeten. Sie sollten Gott alleine als den Einzig Wahren Gott anerkennen, bevor sie das große Unglück heimsuchen werde. Die Thamud lehnten die Aufforderung und Einladung Salehs ab und meinten, er solle aufhören so über ihre Götter zu sprechen. Saleh sagte: „Ich bin von Gott zu euch geschickt worden, damit ihr wieder zur Vernunft kommt! Glaubt mir Brüder! Gottes Zeichen sind da“.

Das Volk blieb hartnäckig und forderte Saleh auf ihnen diese Zeichen zu zeigen, so er denn überhaupt die Wahrheit sagt. Die Leute dachten sich einen Test für Saleh aus, welcher eigentlich unmöglich zu schaffen war. Sie wollten von ihm, dass er ein Kamel aus dem toten Teil der Wüste hervorbringen sollte. Saleh antwortete: „Für Gott ist es leicht, euch die Kamelstute zu bringen. Eines allerdings müsst ihr wissen! Wenn ihr dieses Zeichen seht und trotzdem weiterhin hartnäckig in eurer Ablehnung bleibt, wird es für euch immer schwieriger werden an Gott zu glauben und den rechten Weg zu erkennen.“

Gott wollte Sein Zeichen für die Thamud setzen und siehe da! Plötzlich war in Ferne eine Kamelstute zu erkennen. Das Volk konnte einfach nicht glauben, was sie mit eigenen Augen sahen. Tatsächlich!! Eine Kamelstute kam direkt auf ihre Stadt zu. Sie suchte sich als erstes Wasser und begann zu trinken. Die Menschen rund um Saleh versammelten sich um das Kamel und beobachteten das schöne Tier. Als sie sich der Stute näherten um sie anzufassen, sprach Saleh allerdings eine Warnung aus. Diese finden wir im Quran Sura 7, Vers 73

… Er sagte: “ O mein Volk, dient Gott; ihr habt keinen anderen Gott außer Ihm. Wahrlich, nunmehr ist zu euch ein deutlicher Beweis von eurem Herrn gekommen – diese Kamelstute Gottes als Zeichen für euch. So lasset sie auf Gottes Erden weiden und tut ihr nichts zuleide; (denn) sonst würde euch eine schmerzliche Strafe treffen.“

Es waren Stimmen zu hören welche sagten, dass Saleh doch Recht haben musste und manche Menschen bedauerten ihre eigenen Fehler. Aus der Menschenmenge hörte man Aufrufe wie: „Wir haben uns selbst Unrecht getan! Wie könnten wir uns überhaupt vor Steinen beugen und ihnen Opfergaben bringen, obwohl sie uns nie geholfen haben?! Sie können nicht einmal hören oder uns ein Zeichen vom Leben zeigen! Es ist Zeit, Gott alleine zu dienen! Es gibt nur einen Gott! Wir sollen gleich unsere Tempel reinigen und die Statuen rauswerfen! Gott verzeihe uns unsere Dummheit.“

Es waren aber nicht alle Einwohner der Stadt der gleichen Meinung und so ergab sich folgendes:

Die Priester bezeichneten das Geschehen als „reinen Zufall“. Die Heuchler wiederholten die Worte der Priester. Die hochmütigen, hochnäsigen Leute wollten gleich aus ihrer Wut und ihrem Neid heraus ihre Kräfte mit Saleh und seinen Leuten messen. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass die ganze Stadt in zwei verschiedene Lager gespalten war. Es gab Leute, welche die Einladung Gottes annehmen wollten, und welche, die nichts über Gott hören wollten und das Gesehene leugneten. Gott aber sandte die Kamelstute und mit ihr sandte Er die Güte. Diese wunderschöne Kamelstute als Zeichen Gottes bereitete dem einen Teil der Menschen viel Freude. Doch unter den heuchlerischen und neidigen Menschen, wurde der Hass immer größer. Sie konnten es nicht länger ertragen, dass sich immer noch mehr Leute über das Ansehen dieses Tieres und das Zeichen ihres wahren Gottes erfreuten. Die Ungläubigen platzen schon fast vor Neid und Wut. So entschieden sie sich, der Kamelstute und diesem verhassten Treiben ein Ende zu setzen.

Sie beschlossen, das Tier zu töten.

Die Übeltäter gingen wohl mitten in der Nacht voll von Hass und Neid zum Platz der Kamelstute. Sie schlichen sich heran und töteten dieses so besondere und von vielen Menschen geliebte Tier. Der nächste Tag begann sich alsdann zu erhellen und die Menschen kamen wie üblich auf den Platz, um die Kamelstute zu besuchen. Als sie die Leiche des schönen Tieres auf dem Boden liegen sahen, waren sie entsetzt und traurig über den Verlust des Tieres. Als Saleh dieses Verbrechen der Leute sah, ließ Gott ihn folgendes sagen. Wir finden diese Aussage im Quran Sura 11, Vers 65

Er sagte: „Genießt euer Dasein in eurer Behausung noch drei Tage! Das ist keine leere Drohung.“

Die Verbrecher wurden ungeduldig in ihrem Hochmut und sagten zu Saleh:„O Saleh, bring uns das her, was du uns androhst, wenn du einer der Gesandten bist!“

Im Quran, Sura 11, Vers 67 und 68 wird das Ende der Frevler beschrieben:

Da kam über diejenigen, die frevelten, der Schrei, und am Morgen lagen sie in ihren Behausungen tot am Boden. Es sah so aus, als ob sie darin überhaupt nicht existiert hätten. Die Thamud waren ja undankbar gegen ihren Herrn. Ja, Fluch über die Thamud!

Über die Menschen unter den Thamud, welche vorsichtig waren und welche das Zeichen Gottes erkannten und zu schätzen wussten, steht im Quran folgendes geschrieben:

Als Unser Befehl eintraf, da erretteten Wir Saleh und diejenigen, die mit ihm gläubig waren, durch Unsere Barmherzigkeit, Wir erretteten sie vor der Schmach jenes Tages. Wahrlich, dein Herr ist der Allmächtige, der Erhabene.

So ist unser aller Gott immer unser Beschützer. Er schützt und leitet alle Menschen, die Ihn lieben und auf Ihn hören möchten. Er lässt Seine Geschöpfe nicht alleine, wenn sie mit Ihm sein möchten.

Mohammed: der letzte Prophet

Ich nehme Zuflucht bei Gott vor dem verfluchten Teufel,
Im Namen Gottes, des Allerbarmers, des Barmherzigen

3:81 Und da nahm Gott von den Propheten (Nabiy) den Bund (misak) entgegen: „Ich werde euch das Buch und die Weisheit geben, dann wird zu euch ein Gesandter (Rasoul) kommen und das bestätigen, was ihr habt. Wahrlich, ihr sollt ihm glauben und sollt ihm helfen.“ Er sprach: „Erkennt ihr das an und nehmt ihr die Verantwortung an?“ Sie sagten: „Wir erkennen es an.“ (Darauf Gott:) „So bezeugt es, und Ich will mit euch unter den Zeugen sein.

Der Vers 3:81 teilt uns in einer sehr klaren Weise mit, dass nach allen Propheten ein Gesandter kommen wird, der ihre Schriften bestätigen wird. Das Wort „misak“, welches im Vers vorkommt, also Bund, wurde zwischen Gott und den Propheten vor diesem Leben bereits beschlossen. Aus diesem Vers ist zu verstehen, dass alle Propheten diesem Bund beigetreten sind. Denn ansonsten wäre der Vers „außer dir haben wir von den Propheten den Bund entgegengenommen“ oder „wir haben den Bund mit den Propheten vor dir beschlossen.“ Diesem Bund ist der Prophet Mohammed ebenfalls beigetreten. In einem anderen Vers des Korans wird Mohammed nicht ausgeschlossen, im Gegenteil, der über das gleiche Thema handelnde Vers 33:7 nennt einige der Propheten beim Namen und Mohammed wird ebenfalls eingeschlossen.

Der Koran gibt uns in 3:81 gleich zwei Informationen:

  1. Nach allen Propheten und allen Schriften kommt ein Gesandter.
  2. Er legt die Unterscheidung zwischen Nabiy (Prophet) und Rasoul (Gesandter) fest.

Gemäß diesem Vers gab Gott den Nabiy Schriften. Der Rasoul hingegen bestätigt die vor ihm erschienenen Schriften. Wenn der Koran in seiner Gesamtheit betrachtet wird, so stellt sich heraus, dass jeder Prophet beauftragt wurde, die Schriften zu überliefern/verkünden (2:61,140,159,177,213,247-248; 3:71,187). Das heißt, dass jeder Prophet gleichzeitig ein Gesandter ist. Die Propheten so zu definieren, dass sie von Gott die Schrift erhalten, aber sie nicht den Menschen zu überliefern bzw. zu verkünden haben, widerspricht sich mit dem Vers, der vorhin angegeben wurde. Wer will, kann auch in den Versen 2:213 und 43:6 nachschauen. Dass Gott nach der Offenbarung, die Er jemandem eingibt, befiehlt diese Offenbarung für sich zu behalten oder das Verkünden zu verbieten, geht gegen die Sunnatullah (Vorgehen Gottes).

Gemäß der Terminologie des Korans ist ein Prophet also jemand, der sowohl die Schriften vor sich bestätigt als auch die neu erhaltene Schrift den Menschen zugänglich macht. Doch nicht jeder Rasoul ist ein Nabiy. Denn im Koran wird das Wort „Rasoul“ stets in seiner Bedeutung gebraucht (12:50) und das Wort „Nabiy“ stets für die Propheten Gottes. In den Versen 6:83-86 werden 18 Prophetennamen aufgezählt und der Vers, der diesen folgt (6:89) bestätigt die Prophetenschaft ihrer. Die Propheten Mohammed und Idris werden im Koran an anderen Orten als Nabiy bezeichnet (33:40; 19:56 – siehe hierzu auch: Der Koran – die 19. und letzte Schrift). Dadurch stellt sich heraus, dass mindestens 20 der mit Namen genannten Rasoul im Koran als Nabiy bezeichnet werden. Gemäß Koran sind Hud, Salih und Schuayb Rasoul.

Der Vers 33:40, der Mohammed als letzten Propheten erwähnt, ist äußerst interessant. Dieser Vers gibt denjenigen keinen Raum für Spekulationen, die behaupten, dass Mohammed der letzte Rasoul sei:

33:40 Mohammed ist nicht der Vater eines eurer Männer, sondern der Gesandte Gottes und der Letzte der Propheten; und Gott ist Allwissend.

Unser allwissender Herr wusste von denen, die Seine Propheten idolisieren, dass sie auch behaupten werden, dass ihr Prophet stets der letzte sei. In Vers 33:40 hat Er deshalb nicht nur „der Letzte der Propheten“ gesagt, sondern Er fügt auch „sondern der Gesandte Gottes“ hinzu: „… sondern der gesandte Gottes und der Letzte der Propheten…“ Wer genau liest, sieht, dass der Vers nicht in der Form „Sondern der letzte Gesandte Gottes und Prophet“ geschrieben ist.

Leider hat die islamische Gesellschaft die Fehler der vergangenen Gesellschaften wiederholt und den Koran verlassen (25:30; 23:52-56; 15:91). Die Bedeutung der Wörter Nabiy und Rasoul wurden verzerrt und miteinander vertauscht, so dass sie nun die Lüge erbracht haben, dass Mohammed gleichzeitig der letzte Gesandte sei.

Den noch bedeutungsvolleren Begriff „Nabiy“ haben sie umgewandelt in „alle Gesandte, die keine Schrift erhalten haben“ und damit den angekündigten Gesandten in 3:81 verleugnet. So wie die „Ulama“ in jeder Hinsicht in Uneinigkeit zerfällt, haben sie auch die Bedeutungen der Wörter Nabiy und Rasoul so hingebogen, dass das Ergebnis für die imitierenden Köpfe eine Falle wurde.

 

Die Geschichte wiederholt sich

Der Koran teilt uns das Ende derjenigen mit, die ihre Propheten idolisieren:

40:34 Joseph kam einst mit den Beweiszeichen zu euch. Doch ihr zweifeltet an dem, was er vorbrachte. Als er starb, sagtet ihr: „Nach ihm wird Gott keinen Gesandten mehr schicken.“ So führt Gott diejenigen irre, die vermessen und zweifelnd sind.

Dieser gnädige Vers ist in vieler Hinsicht lehrreich. Die Art der Mentalitäten, die gegen den Gesandten Gottes vorgehen, sind dieselben wie diejenigen, die den Propheten später idolisieren. Das heißt, dass es keinen Unterschied zwischen den Gegnern Josephs und den traditionellen Folgern gibt, die ihn idolisieren. Diejenigen, die Joseph idolisieren, wären die ersten zur Zeit Josephs gewesen, die sich gegen ihn aufgelehnt hätten. Denn die Heiden besitzen in ihrer Geisteshaltung genügend Götzen. Wegen der Götzen vor Joseph hätten sie Joseph abgelehnt.

So haben die Juden ihre Rabbiner idolisiert und haben die vielen Verse in der Tora über die Prophetenschaft Jesu falsch gedeutet und sich gegen Jesus aufgelehnt. Der Charakter der Nachahmer, die Jesus umbringen wollten, haben Jesus kurz nach seinem Tod idolisiert und trotz der vielen Zeichen und Verkündungen, die über den Propheten Mohammed gemacht wurden, sie falsch kommentiert und sich gegen Mohammed aufgelehnt. Die Mentalität der Nachahmer haben es ein weiteres Mal vollbracht, einen Propheten zu idolisieren und die eindeutigen Verse über den Rasoul=Gesandten, der nach dem letzten Propheten kommt, einfach ignoriert und behauptet, dass Mohammed der „letzte Gesandte“ sei.

 

Die „Muslime“ haben Mohammed idolisiert

Die „Muslime“ haben sich vom Koran (und somit vom Wege Mohammeds) entfernt und begannen sich mit Ahadith zu beschäftigen. Somit sind sie zu Angesprochenen der Klage Mohammeds geworden (25:30). Gemäß Koran ist Gott der einzige Gesetzesgeber. Mohammed hat keine anderen Rechtsquellen neben dem Koran gekannt (12:40; 18:26; 5:48-49; 6:114). Gemäß Koran ist Mohammed ein ganz normaler Mensch wie wir. Er hat diejenigen abgelehnt, die ihn über seine menschlichen Merkmale bezeichnen (18:110; 41:6). Gemäß Koran ist Mohammed nicht sündenlos. Wie jeder Mensch hat er Fehler und Sünden begangen (47:19; 48:2; 33:37). Mohammed kann sich selber nicht einmal schaden oder nützen (10:49). Am Tage des Gerichts wird niemand außer Gott irgendjemanden retten können (13:16; 25:3; 34:42; 48:11). Wir dürfen Mohammed nicht über irgendwelche Gesandten Gottes stellen (2:285). Gott hat das Weltall nicht für Mohammed, sondern für die Menschheit erschaffen (16:12; 31:20). Es gibt noch etliche weitere Themen, in denen mit dem Koran in Widerspruch stehende Gewohnheiten entwickelt wurden. Zum Beispiel wurden Slogans und Glauben in Widerspruch zu 72:18,19; 3:18; 39:45 verbreitet.

Durch die Verzerrung der Bedeutung des Verses 33:56 wurden katastrophale Aussagen entwickelt. In den Moscheen wurden nebst dem Namen Gottes auch der Name Mohammed angehängt und sie haben sich sogar damit nicht begnügt und noch die Namen der ersten Kalifen hinzugefügt und eine völlig widersprüchliche Haltung gegenüber 72:18 entwickelt und wegen der Zwiespältigkeit in diesem Thema sich in sunnitische und schiitische Richtungen abgespalten. Die Schiiten haben in ihren Moscheen nebst dem Namen Gottes weitere vierzehn idolisierte Namen aufgehängt während die Sunniten sieben idolisierte Namen aufgehängt haben. Vier dieser Namen sind gleich. In den Moscheen, die eigentlich Gott allein gewidmet sein sollten, in denen der Prophet Mohammed neben dem Namen Gottes vergöttert wurde (plus die ersten Kalifen und die Enkel des Propheten) werden Klagegründe für den Propheten Mohammed sein (19:81,82; 10:29; 46:5,6; 18:110; 41:6). Diejenigen, die die Botschaft des Korans kennen, wissen, dass Götzen nicht unbedingt Statuen oder Bilder sein müssen. Der Koran berichtet nicht von den mekkanischen Heuchlern, dass ihre Götzen Statuen seien, im Gegenteil, sondern dass sie einem gegenstandslosen Weltbild des Heidentums verfallen sind (53:23).

Die Menschen, die bei der Erwähnung des Namen Gottes keinen Mucks von sich geben, aber die bei der Erwähnung Mohammeds Namen mit ihren Ausrufen „Allahumme salli ala Mohammed ve ala ali Mohammed“ regelrechte Schreie auslösen, und die, die das Grab Mohammeds in Medina zu besuchen als Gottesdienst ansehen, haben noch viele weitere katastrophale Angewohnheiten entwickelt. Dass der Text in Salat-i Tefriciye, ein bekanntes, teuflisches Gebet, 4444 mal gebetet werden muss, ist in Anatolien, besonders unter den Frauen, eine weit verbreitete Tradition. In diesem Gebet ist es nicht Gott, der die Sorgen wegnimmt und den Kranken Heilung schenkt, sondern der Prophet (sic!)! Gott fällt bei diesem Gebet in eine Gesandten-Rolle, um das Gebet ja an Mohammed zu überliefern! Die Blasphemie ist evident! In der Türkei sind diese Bücher, die voll mit solchen Gebeten sind, der Renner.

Die Mohammedaner haben dem Propheten Mohammed 102 Namen gegeben. Woher kommt es, dass sie Gott nur 99 Namen geben aber Seinem Propheten noch mehr? Innerhalb dieser 99 Namen Gottes gibt es auch Unterstellungen gegenüber Gott. Als Beispiel wird in den Listen der Ahadith-Bücher Gott der Name „DARR (Der, der Schaden zufügt)“ gegeben. Dieser Name gehört aber dem Teufel. Die Namen Gottes sind im Gegensatz dazu schön (17:110). (Nicht jede Handlung, die begangen wurde, wird jemandem mit einem nachhaltigen Namen versehen; z.B. ist nicht jeder Schreiber ein „Schriftsteller“.)

Diejenigen, die die Initialbuchstaben gewisser Suren den Menschen sogar als Namen des Propheten verkauft haben, gaben ihrem Propheten auch noch andere Namen wie HAD, HASIB, MÜCIB, SCHAFI, KAVI, EVVEL, AKHIR, ZAHIR, BATN, die dem Erhabenen Gott allein gehören sollten. Haben sie ihren Propheten somit nicht idolisiert? Mohammed, der wie sie alle nur ein Mensch ist, wird sie alle im Jenseits beklagen (18:110; 41:6).

Der Vers vor dem Vers, der uns mitteilt, dass ein Gesandter nach dem Propheten Mohammed als Bestätiger der Schriften kommen wird, teilt uns das wichtigste Problem derer mit, die gegen diesen Gesandten auftreten werden. Die Wahrheit, dass diese Schwäche nicht ehrlich zugegeben werden kann (6:23) sollte in Gedanken gehalten werden, wenn der unten angegebene Vers 3:80 bewertet wird.

3:80 Und Er gebietet euch nicht, euch die Engel oder die Propheten zu Herren zu nehmen. Sollte Er euch den Unglauben gebieten, nachdem ihr (Ihm) ergeben geworden seid?

 

Die Mahdi-Geschichte

Die Geschichte des Islam ging durch eine Zeit der Zensur durch, die zu jener Zeit geschah, als die Umayyaden und Abbasiden die wahren Gläubigen ermordet hatten, und die Enkel unseres Propheten ins Jenseits beförderten. Diejenigen, die zu dieser Zeit die Wahrheit vertraten, wurden von der Ulama wirkungslos gemacht, die ihre Religion den Kalifen des Teufels verkauft hatten. Der Kampf der Ahl-ul bayt und derer Anhänger war kein einfacher Regierungsstreit, sondern war ein ehrwürdiger Kampf als vollberechtigte Antwort gegen die Hinzufügung von zwei „Versen“ zum Koran und die Verbrennung des originalen Korans, den der Prophet persönlich mit seinen Händen geschrieben hatte, seitens der Umayyaden-Dynastie.

In dieser katastrophalen Zeitperiode wurde der Glauben verbreitet, dass der Koran nicht ausreiche und es wurden viele Bände von Fiqh- und Ahadith-Bücher erfunden. Diejenigen, die diese „Mischna“ nicht akzeptiert hatten, wurden als Verrückte und Apostate behandelt und wurden sogar unter Folter umgebracht. Abu Hanif geriet unter die Wut der Ahadith-Erfinder und war nur einer der vielen Unschuldigen, die unter der Tortur der Umayyaden und Abbasiden-Barbaren standen. In diesen Zeiten des ziemlich brutalen Regierungsterrors wurden trotz des Korans völlig andere, neue Religionen erstellt. Die Begriffe im Koran wurden verzerrt, die Lüge über den Gesandten erfunden, dass er nicht schreiben und lesen könne, behauptet, dass die Frauen der Sahaba verschleiert wären… Die Behauptungen über die Steinigung, die unglaubliche Hervorbringung der Behauptung, dass der Koran abrogierte Verse enthielte… Die Konflikte innerhalb der Religion als Gnade sehen, die Fürbitte-Mythologie… die Vergötzung des Steins „Hacerul Esved“ als rechte Hand Gottes, die Idolisierung des Grabs von Mohammed… Die krasse Unterstellung und Beleidigung, dass der Prophet die sexuelle Kraft von 30 Männern habe; dass er, wenn er zu den Frauen der Sahaba rennt, Orgasmen hat! Dass unsere Mutter Aisha bei der Heirat 9 Jahre alt gewesen sei, ist eine derbe Beleidigung der Pädophilie gegenüber dem Propheten, der bei der Heirat 53 Jahre alt war; und dass der Prophet in einer Nacht mit neun Frauen Geschlechtsverkehr haben kann… Die Erfindung, dass der Prophet in Medina von einem Juden verhext wurde und für Wochen verirrt umher gelaufen sei, seine Rüstung wegen Hunger einem Juden für ein paar Kilo Gersten verpfändet habe und dieser gestorben sei… Dass die Idschma’a der „Alim“ eine religiöse Quelle wurde, die „sevadul azam“ („große Verdunkelung“) Geschichten… Dass der Prophet während der Himmelfahrt mit Gott Handel getrieben hätte um die Anzahl der Gebete pro Tag, dass der Mond in einer wundersamen Weise gespalten worden und im Garten Alis gelandet sei… Dass Apostate umgebracht werden, dass diejenigen verprügelt werden, die ihre Gebete nicht verrichten, oder gar als solche betrachtet werden, die getötet gehören… Dass die Männer über den Frauen stünden, dass Frauen, die ihre Periode haben, nicht in die Moscheen gehen und den Koran nicht berühren dürften… Dass es den Männern verboten wurde, Gold und Seide zu tragen, die Verbote über die Musik, Kunst und Schach… Die Scheidungsrechte der Frau vorzuenthalten, Familien zerbrechen zu lassen, wenn der Mann aus Versehen die berühmten Scheidungsworte ausspricht… Die Almosengabe auf einmal pro Jahr zu beschränken, den Hadsch auf einige wenige Tage einzuengen… Hunderte von Verboten bzgl. Tieren zu erfinden, den Geschmack der Qureysh in dieser Hinsicht als Religionsrichtlinie zu akzeptieren… Ungläubige solange zu bekämpfen, bis sie „la ilahe illAllah“ sagen… Bart wachsen zu lassen, Kürbis gern zu haben als Beleidigung gegenüber dem Propheten aufzufassen… Bis zur Behauptung, dass es Ahadith gäbe, die die koranischen Verse aufheben sollten (sic!)…

In der Zeit der Umayyaden, Abbasiden und den Osmanen wurden derart viele Behauptungen aufgestellt, dass ich sie alle hier nicht aufzählen könnte. Unter den Verzerrungen findet sich auch die Verfälschung der Bedeutungen der Wörter Nabiy und Rasoul – als Ergebnis behaupteten sie, dass Mohammed der letzte Gesandte sei. Die Lügner wussten, dass die wahren Gläubige ihren Glauben und ihre Vorstellungen, die sie von Mohammed hatten, nicht aufgeben würden. Daher haben sie versucht, ihren Glauben zu kanalisieren und die Vorstellung vom Gesandten des Bundes zum „Mahdi“ und sogar zum „Propheten Jesus“ umzuformen.

Sie, die an diese Geschichten nun glauben, werden den Gesandten, der in 3:81 verkündet wird, ablehnen noch bevor sie seine Botschaft untersucht haben, und werden mit einer Vorstellung weiterleben, dass der Mahdi, ein Stotterer, aus einer Höhle rauskommen wird, den er seit Hunderten von Jahren bewohne. Oder mit der Vorstellung, dass der Mahdi aus dem Himmel kommen und in Bagdad als Jesus herunterkommen wird. Sie wünschen es sehr, dass dieser Jesus kommen wird, denn sein Charme, der es ihm zulässt, Verbote wieder aufzuheben (Bukhary 34/102; 46/31) wirkt sehr verlockend. Die Geschichte des Islam ist voll von unzähligen Mahdis und Jesussen, die vom Himmel herab gekommen sind.

Wenn wir das Ganze zusammenfassen wollen, so wurde der Glaube an den Gesandten des Bundes von denjenigen umgeformt, die den Propheten idolisiert haben und behaupteten, dass er der letzte Gesandte sei. Die Fälle, in denen die Menschen die Propheten Josef, Moses und Jesus idolisiert hatten, wurden wiederholt.

 

Die Anbiya haben Schriften erhalten

Die Religionsgelehrten wenden mit folgenden Fragen ein, um die Nuancen zwischen Nabiy (pl. Anbiya) und Rasoul aufzuheben: Wenn es wie in 3:81 beschrieben wird, dass die Nabiy Schriften erhaltende Gesandten sind, wo sind dann die Schriften der Propheten, die im Koran erwähnt werden? Hat z.B. der Prophet Abraham eine Schrift? Haben Zacharias und Hiob Schriften? Was ist insbesondere mit dem Propheten Aaron, welche Schrift wurde ihm gegeben? Richteten die Propheten, die zu den Juden kamen, nicht mit der Tora?

Es wird erwartet, dass die im Koran erwähnten Propheten und die nichterwähnten Propheten Schriften erhalten haben. Gott bemerkt, dass Er den Propheten die Schrift gegeben hat (3:81). Wie der Koran nicht von allen Propheten berichtet, so berichtet er auch nicht von jeder Schrift, die die Propheten erhalten haben. Die Schrift Abrahams trägt keine spezielle Bezeichnung, doch sie wird erwähnt (87:19). Den Propheten, die nach Moses zu den Juden kamen, wurden einzeln Schriften gegeben. Der Koran benennt diese Bücher-Kollektion als Tora (5:44). Denn in der Tora sind viele Schriften von den Propheten enthalten, die zu den Juden kamen: Nehemia, Hiob, Psalmen, Salomo, Jesaja, Jeremia, Hesekiel, Daniel, Hosea, Joel, Jona, Esra, Sacharja. Diese Schriften, die in der Tora ihren Platz haben, sind ein geschichtlicher Beweis für unsere Antwort auf die Frage. Der Prophet Jesu und die Christen richteten mit dem Evangelium der Tora (5:66-68; 5:110). Nun zu Aaron und seiner Schrift… Es wird vom Koran erwartet, welcher Aaron als Prophet nennt, dass ihm ebenfalls eine Schrift gegeben wurde. Und das ist auch so, denn der Koran erwähnt in einer deutlichen Art, dass Aaron zusammen mit Moses die Schrift erhalten hat (37:117; 21:48). Die Tora ist nicht der Name der Schrift Moses‘, sondern der Name der Bücher-Kollektion, welche auch als Altes Testament bekannt ist.

 

Der Unterschied zwischen dem wahren und dem falschen Gesandten

Gott unterstützt Seine Gesandten mit Zeichen und Beweisen, die die Menschen zu ihrer Zeit leicht verstehen können, d.h. mit Wundern und Belegen. Ehrliche Menschen verstehen diese Beweise und akzeptieren sie. Die Imitatoren und diejenigen, die in ihren Herzen Krankheit haben, werden diese offenen Wunder und Belege nicht akzeptieren und werden den Gesandten Gottes mit der Scharlatanerie, der Verlogenheit, der Verrücktheit, der Verführung des Volkes bezichtigen bzw. beschuldigen. Für den Gesandten des Bundes gilt das gleiche, Göttliche Vorgehen. Gott der Erhabene hat ihn mit einem Wunder und Beweis gesandt, die von seinen Zeitgenossen anerkannt werden können. Ehrliche Menschen werden diese Beweise erkennen und einen festen Glauben besitzen, nebst der zweifellosen Information. Die Ungläubigen und die krankhaften Herzen hingegen werden diese Wunder nicht verstehen und sie werden ihr sogar entgegentreten. Natürlich werden am Schluss Gottes Gesandte und die Gläubigen siegen (58:21; 30:47).

Einer der wichtigsten Eigenschaften der Gesandten Gottes ist es, dass sie ohne wenn und aber gegen das Verständnis der blinden Befolgung der Vorfahren angehen, dass sie sich gegen die Idolisierung von Menschen und insbesondere von Propheten auflehnen, dass sie von den Menschen als Gegenleistung für ihre Verkündung keinen Lohn fordern, dass sie Gewohnheiten wie Mitleid, Bescheidenheit, Gerechtigkeit besitzen, dass sie keine Angst haben, die Wahrheit den Menschen mitzuteilen und dass sie Tag und Nacht ihren Herrn ehren. Der Gesandte des Bundes hat die Richtigkeit des Korans und der vergangenen Schriften bestätigt. Er hat kein neues Buch oder eine neue Richtung errichtet, sondern hat die Renaissance und die Reform vollbracht (9:33; 48:28; 61:9; 24:55).

Zusammenfassend gesagt, hat ein wahrer Gesandter Gottes drei wichtige Eigenschaften:

  1. Er widmet seine Religion Gott allein und kämpft gegen jegliche Art von Unglauben.
  2. Verlangt von den Menschen keinen Lohn, kein Geld, keine Waren.
  3. Besitzt Beweise und Wunder, um die Gesandtschaft zu bestätigen.

Basierend auf Empirismus und der Geschichte der Religionen möchten wir hier einige Punkte besonders in Erinnerung rufen

  1. Sie werden sehen, dass viele größenwahnsinnige Personen es verkünden, dass sie Gesandte seien.
  2. Sie werden sehen, wie einst zuvor bei Mohammed und Jesus, dass der Gesandte des Bundes idolisiert wird und dass seine Wörter, sein Charakter und seine Texte als eine weitere heilige Quelle nebst dem Koran beigesellt wird.
  3. Es werden viele, die von Mathematik eigentlich gar nichts wissen, versuchen, das mathematische Wunder des Korans zu verwässern und seinen Wert zu verringern.

 

Vielen Rasoul wurden Schriften gegeben

Die Religionsgelehrten benutzen den Vers 57:25 als „Beweis“ um die Wörter Nabiy und Rasoul zu vermischen. In diesem Vers wird von den Büchern gesprochen, die den Gesandten gegeben wurden. Jeder Nabiy ist gleichzeitig mit der Verkündung der Offenbarung beauftragt. Also sind die Rasoul, die in 57:25 beschrieben werden, Rasoul, die Nabiy sind. Der Vers 3:81 teilt mit, dass nach allen Propheten, inklusive Mohammed, ein Gesandter kommen wird, der die Schriften bestätigt. Jeder Prophet, der eine Schrift erhalten hat, ist ein Gesandter; doch nicht jeder Gesandte erhielt ein Buch. In anderen Worten ist jeder Nabiy ein Rasoul, aber nicht jeder Rasoul ein Nabiy. Und im Vers wird nicht das Verb „awhayna“ (wir haben offenbart), sondern ein allgemeineres Wort „anzalna“ (wir haben herabgesandt) gebraucht. Das Wort „anzalna“ wird auch für solche benutzt, die keine Gesandte sind. Zum Beispiel wird vom Volk der Schrift „anzalna ilaykum-ul Kitabe“ (auf euch wurde die Schrift herabgesandt) oder „unzila alaykum min-al Kitabi“ (auf euch wurde vom Buch herabgesandt) gesagt. (2:231; 4:174; 21:10; 65:10)

 

Die falschen Gesandten zur Zeit Mohammeds

Einige Religionsgelehrte zeigen widersprüchliche Behauptungen und parteiische Deutungen aus der Geschichte des Islam und versuchen damit das Thema zu verdecken. Beispielsweise wie folgendermaßen: „Unser Prophet bezeichnete Musaylima, der sich selber als Gesandten Gottes ausgab, als ‚Kezzab=Lügner‘. Hätte der Prophet ihn als Lügner bezeichnet ohne vorher Untersuchungen vorzunehmen, wenn es einen weiteren Gesandten nach ihm geben würde?“

Woher bringen diese Religionsgelehrte, die solch einen Einwand erbringen, solch eine Behauptung hervor, dass der Prophet ohne jedwede Untersuchung oder ohne Wissen über Musaylima gehandelt hat? Wenn wir den Briefwechsel aufmerksam untersuchen, so wird die Antwort auf den Einwand ganz offen sein. Gemäß ihren Quellen lautet der Brief von Musaylima wie folgt:

„Vom Gesandten Gottes Musaylima an den Gesandten Gottes Mohammed. Friede sei über dich. Du sollst wissen, dass ich in der Sache der Gesandtschaft dir als Partner zugeteilt wurde. Ab nun gehört die Hälfte des Landes uns, und die andere Qureysh. Wahrlich, Qureysh ist ein aggressives Volk.“

Es ist völlig klar, dass der Schreiber dieses Briefes nicht der Gesandte Gottes sein kann. Nebenbei ist es unnötig, eine Untersuchung einzuleiten. Im Brief Musaylimas liegt es offen auf der Hand, dass er dem Weltentum und dem Stammestum verfallen ist. Die Botschaft und das Ziel der Gesandten Gottes verfolgen nicht dasselbe. Denn unser Prophet gibt dem Aufruf Musaylimas, die Welt zu teilen, nur den Vers 7:128 als Antwort:

„Im Namen Gottes, des Allerbarmers, des Barmherzigen. Vom Gesandten Gottes Mohammed an den Lügner Musaylima. Friede sei mit denen, die der Rechtleitung folgen. Das Land ist Gottes. Unter Seinen Geschöpfen wählt Er nach Seinem Willen aus, wer als Erbe gilt. Der Sieg gehört den Rechtschaffenen.“

 

War Baha’u’llah ein Gesandter Gottes?

Wenn Sie die Baha’i-Religion und die Lehren Baha’u’llahs studieren, so sehen sie einen Mann, der das Ego vergöttert und nicht an den Koran glaubt. Dass der Name seines Sohnes Abdulbaha (Baha’s Diener) ist, er sich selbst als „Größter Name“ verkündet und den Koran nicht als letzte Schrift akzeptiert, sind nur einige der vielen Beweise, dass er nicht der verkündete Gesandte ist. Kommen wir nun zur Heiligung der Zahl 19 nebst der Zahl 9. Die Interessen der Baha’i für die Zahl 19 fußt nicht auf dem Interesse über das Wunder des Korans. Dieses System im Koran wurde erstmals im Jahre 1974 von Dr. Rashad Khalifa entdeckt. Das 19er Wunder nützt den Baha’is nichts. Denn dieses Wunder beweist die Größe und die Göttliche Quelle des Korans. Sie haben ihre Bücher namens Al-Bayan und Al-Akdas dem Koran nachgedichtet und sich somit verraten. Dies wurde zu einer effektiven Falle für diejenigen, die einen imitativen Geist besitzen und ihren von Gott gegebenen Verstand nicht einsetzen, um das Wunder und die damit verbundene Botschaft leicht zu ignorieren. Der Allwissende Gott teilt uns bereits vorher mit, dass diejenigen, die dem Wunder und der Botschaft des Korans den Rücken zukehren, das 19er Wunder als „Legende/Sage/Mythos“ bezeichnen werden (6:25; 46:10,11). Der Koran spricht von vielen zukünftigen Ereignissen in der Vergangenheit. Und daneben kann eine Nachricht eines Verses in der Vergangenheit und ebenso in der Zukunft mehrmals eintreten.

 

Der Charakter des Gesandten aus 3:81

Lesen Sie die Antwort eines Gläubigen, der sie an diejenigen richtet, die den vorletzten Gesandten als „letzten Gesandten“ idolisiert haben und dem neuen Gesandten entgegengetreten sind; bevor sie in die Falle Pharaos fallen!

Dass die Antwort wie ein Rätsel gegeben wird, hat einige Gründe:

  • Es ist unnötig, den Namen irgendeines Gesandten zu wissen. Der Koran schreibt über viele Gesandten, die im Koran nicht mit Namen genannt werden.
  • Der Gesandte, der in 3:81 verkündet wird, wurde von den sunnitisch-ahadithischen Ungläubigen in 1990 umgebracht. Die praktische Führerschaft eines von dieser Welt dahingegangenen Gesandten kann so oder so nicht zur Debatte stehen. Eine verstorbene Person kann der Menschheit keine Gesandtschaft leisten.
  • Mehr als die Persönlichkeit des Gesandten ist seine Botschaft wichtig (7:75; 40:28).

Wenn Sie trotz allem die Identität des erwähnten Gesandten immer noch nicht wissen und immer noch neugierig sind, so möchte ich Sie auf das Wort Gläubiger in der Antwort, die wie ein Rätsel gegeben wurde, hinweisen.