Gedanken

Podcast #10 Tierethik

Die zehnte Episode behandelt mit unserem Gast Nic Schenkel die Tierethik aus veganer und islamischer Perspektive heraus.

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Ein Podcast von Al-Rahman – mit Vernunft und Hingabe.

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Auf unserem YouTube-Kanal:

Verwendete Musik:
Intro: Broke For Free – Something Elated
Interlude: Cool Intro by Kevin MacLeod (Link, License)
Outro: Acid Trumpet by Kevin MacLeod (Link, License)

Unser Podcast mit weiteren Episoden ist auch hier verfügbar:

Beitragsbild Gottes Hilfe

Gottes Hilfe und die Geburt zwei seiner Zeichen

Eine persönliche Geschichte, die getränkt ist mit anfänglicher Enttäuschung, mit großer Hoffnung, erneuter Enttäuschung und einem plötzlichen Wunder „aus heiterem Himmel“. In den Hauptrollen innerhalb dieser persönlichen Geschichte: meine liebe Frau, meine beiden gesunden Kinder, meine Wenigkeit sowie eine helfende, unbeschreibliche, barmherzige Kraft. Diese Geschichte ist dazu fähig – ich bin überzeugt davon, darum teile ich sie – euren Glauben zu stärken und uns daran zu erinnern niemals, wirklich niemals die Hoffnung auf Hilfe aufzugeben!

Aber eins nach dem anderen.

 

Unerfüllter Kinderwunsch – die (kurze) Vorgeschichte

Es war einmal ein junges verheiratetes Paar mit bisher unerfülltem Kinderwunsch seit sechs Jahren Ehe. Leider klappte es nicht – warum auch immer – die klassische Medizin fand keine genaue Erklärung. Eine Kinderwunschklinik sollte es dann sein – das hörte sich vielversprechend an…

Nach den ersten hoffnungsvollen Gesprächen und anschließenden Tests kam es zum Wiedersehen zwischen dem Paar und der leitenden Ärztin dieser Kinderwunschklinik. „Sie werden auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen!“, sagte die Ärztin routiniert und ziemlich kalt zu der jungen Frau. „Zudem ist das Risiko einer Eileiterschwangerschaft sehr hoch, wodurch Lebensgefahr für Sie besteht.“

Für die junge Frau brach eine Welt zusammen. Unvorstellbar der eiskalte Schock. Noch vor der Heirat, schmeichelte ihr zukünftiger Ehemann: „Ich wünsche mir, dass Du die Mutter meiner Kinder wirst.“

Die erste künstliche Befruchtung brachte keinen Erfolg. Genauso wie das leere Versprechen einer privaten Krankenversicherung für volle Leistung. Die Kosten für die Behandlung und die Aufbewahrung für die entnommenen Eizellen mussten aus eigener Tasche getragen werden. Dies zwang die damals selbstständige Floristin mit eigenem Blumenladen dazu, ihr Geschäft aufzugeben. Dies sei allerdings nur am Rande erwähnt.

Beim zweiten Versuch kam eine Schwangerschaft zustande, allerdings endete diese bei einer frühen Fehlgeburt. Es verlangt einer Frau garantiert sehr viel Kraft ab, zuerst mit Freude schwanger zu werden, eine Fehlgeburt (Abort) mitzuerleben und dann noch „live“ die Ausschabung (Kürettage) durchzumachen.

Von einem Mann nur Ansatzweise beschreibbar, jedoch kaum vorstellbar, was eine Frau da psychologisch durchmacht.

Das war kurz zusammengefasst die Vorgeschichte.

 

Ärzte wissen viel, aber nicht alles!

Nach dieser Fehlgeburt brach – einige Tage später zu Hause – meine Frau plötzlich in Tränen völlig zusammen und ich konnte mich auch nicht mehr zurückhalten. „Warum? Warum ich Gott?“ (Original: „Neden? Neden ben Allah’ım?“), weinte meine Frau klagend. „Sag sowas bitte nicht. Hab Vertrauen!“, konnte ich nur entgegnen. Aber wir baten beide verzweifelt um Gottes Hilfe. Und ich weiß, dass meine Frau dies auch insgeheim tat – für ein Kind beten.

Dann, ich glaube es war gut eine Woche später, stand meine Frau nach einem Arzttermin vor der Balkontür – weinend – kaum fähig sich auf den Beinen zu halten. Sie schaffte es noch die Botschaft irgendwie über ihre Lippen zu bringen: „Ich bin schwanger…“, und brach komplett in Tränen aus. Plötzlich war sie dann da, aus heiterem Himmel, die Schwangerschaft auf natürlichem Wege. Bloß ein Zufall?

Es war eine Schwangerschaft wie auf den Bildern, die wir beide zuvor bei den ganzen Arztbesuchen und Untersuchungen in den Heften und Broschüren zu Gesicht bekamen – wie aus dem Bilderbuch eben. Nach etwa neun Monaten erblickte dann unser erstes gesundes Mädchen, am 22.01.2010 um 23:53 Uhr, mit stolzen 3950 Gramm und 53 Zentimetern, das Licht dieser Welt – Gott sei Dank!

Ich lasse an dieser Stelle (für alle Skeptiker) ein „Zufall“ durchaus gelten. Aber es geht ja noch etwas weiter.

Nach der Geburt des ersten Kindes kam es noch zu fünf weiteren Schwangerschaften auf ganz natürlichem Wege. Aber leider endeten alle fünf mit einer Fehlgeburt. Ganz bitter sollte die vorletzte und auch in Wochen gesehen längste Schwangerschaft werden – es waren Zwillinge. Zu erst verstarb das eine Embryo und zwei Wochen später das andere. Es gab nach den Zwillingen dann noch eine Fehlgeburt. Um sich psychologisch von diesen „Qualen“ zu erholen, fasste meine Frau, ihre Schwester und eine gute Freundin den Entschluss, für ein paar Tage gemeinsam nach Istanbul zu reisen. Einfach, um auf andere Gedanken zu kommen.

Gesagt und getan – die drei „Mädels“ fliegen nach Istanbul in die Türkei.

 

Eine Prüfung? Er sagte: „Ich habe Hunger…“

Im berühmten Stadtteil Taksim (İstiklâl Caddesi) von Istanbul, ist auch meine Frau eine von tausenden Menschen, die sich dort befinden, um Geschäftliches zu erledigen, einzukaufen, zu verkaufen, zu essen und zu trinken, einfach nur rumlungern, stöbern oder shoppen. An jenem Tag ist es bewölkt und es sieht nach Regen aus. Als sie und ihre Begleiterinnen vor irgendeinem der Läden Regenschirme entdeckt und ein paar davon anschaut, tippt ihr plötzlich ein älterer Herr von der Seite auf die Schulter. Ein offensichtlich Obdachloser oder mindestens arm. Sie schaut und begutachtet erstmal den Herrn, denn es gibt viele Bettler, die einfach keine sind. Zudem haben an diesem Tag schon einige aufdringlich und hinterherlaufend um Geld gebettelt.

„Und? Was möchtest Du? Geld!?“, fragte sie den Herrn mit typisch-türkischer Handgeste. Leicht verwundert erwiderte er: „Nein, mein Kind, ich habe Hunger, kannst Du mir etwas kaufen!?“ (Original: Yok kızım açım, bana birşeyler alır mısın?)

Der ältere Herr bat nicht um Geld, sondern um etwas zu essen.

Genau das war auch der Grund, warum sie nicht lange zögerte, sich gleich umschaute und fragte: „Onkel, was kann ich Dir denn kaufen!?“ (Original: Amca, ben sana ne alabilirim?)

Gar nicht weit entfernt stand ein Simit-Stand: „Komm ich hol Dir Simit“ sagte sie. Der Herr deutete beschämt auf den schlechten Zustand seiner Zähne und sagte: „Dort drüben ist ein Pide-Restaurant. Können wir dorthin?“. „Ok, dann lass uns dahin gehen“, antwortete meine Frau und sie gingen gemeinsam in Begleitung mit ihrer Schwester und Freundin dorthin.

Im Restaurant fragt sie ihn höflich welche Pide-Sorte es sein soll: „Mit Käse oder Hackfleisch?“ Bescheiden antwortete er: „Dann bitte mit Hackfleisch“. „Und was zum trinken?“, wollte meine Frau noch wissen. Erneut mit einer bescheidenen Haltung antwortete er: „Cola bitte.“

Und als man ihm die Cola auf den Tisch stellte:

Allah sana Bebek versin kızım!

…sagte er plötzlich und merkwürdig (zum merken würdig) genau das: „Allah sana Bebek versin kızım!“

Das heißt: „Gott gebe (schenke) Dir ein Baby mein Kind!“

Nicht „danke“, nicht „Gott möge mit Dir zufrieden sein“, nicht „Gott segne Dich“ – was üblicherweise gesagt wird. Nein, er sagte tatsächlich: „Gott gebe (schenke) Dir ein Baby mein Kind“, ohne etwas hinzuzufügen.

Das ist einfach unglaublich!

Vor allem meine Frau, gerade mit ihrer besonderen Vorgeschichte, und ihre beiden Begleiterinnen, waren natürlich völlig hin und weg. Es lief allen eiskalt den Rücken runter. Mit zitternden Knien ging sie zur Kasse, bezahlte das Essen und musste erneut am Tisch, an dem der ältere Herr noch saß, vorbei.

Weißt Du, was er diesmal sagte? Er wiederholte es – exakt das gleiche: „Allah sana Bebek versin kızım!“ („Gott gebe/schenke Dir ein Baby mein Kind!“)

Das ist doch VERRÜCKT… er wiederholte es somit zum zweiten Mal. Meine Frau, natürlich schockiert, konnte nur noch kurz nicken und brach schon vor der Ausgangstür in Tränen aus. Schwester und Freundin auch gleich mit ihr, die beiden kannten schließlich ihre Vorgeschichte.

 

Ist dies die Art und Weise der Kommunikation Gottes?

Wieder in Deutschland, wo die Merkwürdigkeiten keineswegs ein Ende fanden. Nach sieben, vielleicht auch zehn Tagen hat meine Frau dann einen Traum. In diesem Traum befindet sie sich erneut auf dem langen Taksim-Platz in Istanbul, doch links und rechts ist es neblig und verschwommen. Sie hält einen Schwangerschaftstest-Streifen in der Hand und auch hier kann sie nichts erkennen, er ist undeutlich und unscharf. Plötzlich klopft ihr in diesem Traum dieser ältere Mann auf die Schulter und sagt zu ihr: „Mach Dir keine Sorgen mein Kind, Du bist schwanger!“ (Original: „Merak etme kızım, hamilesin!“)

Dieser Satz war der morgendliche Wecker meine Frau und das erste was sie natürlich tut: sich einen Schwangerschaftstest besorgen.

Und was soll ich sagen!? Mit dem ersten Teststreifen war klar; sie ist schwanger! Als sie mir davon berichtete, erlebte ich eine ganz andere, deutlich selbstbewusstere Frau. Sie sagte zu mir: „Ich hab diesmal ein super Gefühl dabei“.

 

Freud und Leid sind eben doch dicht beieinander

Nein, mit dem Baby war alles in Ordnung. Meine Frau hatte jedoch den Drang, den inneren Wunsch, diesem älteren Mann erneut zu helfen. Als sie erfuhr, dass ihre Freundin – die diese Sache live miterlebt hatte – wieder nach Istanbul reist, bittet meine Frau sie darum diesen älteren Mann, dort auf den Straßen in Istanbul / Taksim zu finden und ihm „etwas“ zu geben. Wir – also ich, Frau, Kind – sind gerade parallel zu dieser Zeit in Izmir / Çeşme (Ägäis) im Urlaub. Meine Frau ist etwa im vierten Monat Schwanger. Die Sonne scheint, Getränke sind da und nette Leute hat man bereits kennengelernt als meine Frau einen Anruf bekommt. Der Anruf ist von ihrer Freundin, die sich gerade in Istanbul befindet.

Es war an der Mimik zu erkennen. Der Gesichtsausdruck meiner Frau veränderte sich innerhalb von drei Sekunden und sie brach in Tränen aus. Was ist geschehen? Die Freundin hat zwar herausgefunden, dass der ältere Mann dort nicht unbekannt war, doch leider hat sie auch herausgefunden, dass dieser nicht mehr lebt; er ist verstorben. Er soll etwa ein bis zwei Wochen nach diesem denkwürdigen Ereignis verstorben sein. So die Aussage.

Möge er in Frieden ruhen und ihm sein Schöpfer Gnade erweisen.

 

Wessen Wunsch ging hier in Erfüllung? Wessen Gebet wurde angenommen?

Natürlich baten ich und meine Frau um die Hilfe Gottes für ein zweites Baby. Aber da war ja noch eine dritte Person, die erste Tochter, die sich SO SEHR ein Schwesterchen wünschte – dieser Wunsch, diese Sehnsucht ist einfach unbeschreiblich gewesen…

Ich habe meiner Tochter in Glaubensfragen NIE vorgeschrieben Du musst dies tun oder Du musst das tun – nein. Als sie mich vor den ganzen Ereignissen, zu der Zeit gerade sechs Jahre jung, gefragt hat, ob Gott ihr eine Schwester schenkt, wenn sie dafür betet!? Da hab ich sie umarmt und gesagt: „Das kann ich Dir nicht beantworten Spatzl. Du musst dafür nicht „beten“ (sie meinte das islamisch-körperliche Ritualgebet) aber Du kannst versuchen Gott dafür zu bitten (Duā = Bittgebet) wenn Du möchtest.“

Und in der Tat, ich habe sie ein paar Mal zufällig beim Vorbeigehen an ihrer Zimmertür „erwischt“, wie sie genau das getan hat.

Ich musste diesen Teil hier mit meiner ersten Tochter hinzufügen, denn nach etwa sieben Monaten Schwangerschaft hieß es: Es ist zu 90% ein Mädchen.

 

Gottes Hilfe oder „Mein Gott der Hilft“

Auf der Suche nach einem geeigneten Namen:

Das erste Kind durfte die Mutter benennen. Beim zweiten durfte der Baba, also ich, den Namen aussuchen und natürlich musste er Mutter und Schwester gefallen. Aufgrund der denkwürdigen Ereignisse war mir klar, ich wollte/musste einen besonderen, geeigneten Namen finden.

Ich habe mich letztlich für Elisa entschieden. Elisa mit einem weichen „s“ wie bei Eis und nicht wie zum Beispiel bei Elisabeth. Der Grund meiner Wahl hat auch nichts mit dem Namen Elisabeth zu tun. Der Name Elisa hat seinen Ursprung in der semitischen Sprache, genauer gesagt ist er hebräischen Ursprungs. Und dessen Bedeutung war es schlussendlich, mich für diesen Namen zu entscheiden.

Wer seinen Glauben und die heiligen Schriften kennt, der wird wissen, dass Elisa, Elisha, Elyasa oder auch al-Yasa, ein sowohl in der Tora (Altes Testament) als auch im Koran genannter Gesandter Gottes ist! Im Koran in Sure 6 wird er etwa erwähnt, dazu gleich mehr.

Die Bedeutung: Elisha, auch Elisa, Elisäus (hebräisch אֱלִישָׁע) „Gott hilft“, „Gott hat geholfen“ oder „die Hilfe meines Gottes“. Als ich noch dazu den positiven Kontext im Koran, bei der Erwähnung dieses Gesandten lesen und erfahren durfte, wurde meine Entscheidung weiter gefestigt:

 

Koran Sure 6 (Al-An’ām) Verse 82 bis 90:
6:82 Denjenigen, die glauben und ihren Glauben nicht mit unrechtem Handeln verhüllen, gehört die Sicherheit, und sie folgen der Rechtleitung.
6:83 Das ist unser Beweis, den wir Abraham gegen sein Volk zukommen ließen. Wir erhöhen, wen wir wollen, um Rangstufen. Dein Herr ist weise und weiß Bescheid.
6:84 Und wir schenkten ihm Isaak und Jakob; jeden (von ihnen) haben wir rechtgeleitet. Auch Noah haben Wir zuvor rechtgeleitet, sowie aus seiner Nachkommenschaft David und Salomo, Hiob, Josef, Mose und Aaron – so entlohnen wir die, die Gutes tun – ;
6:85 Und Zakaria, Yahyaa, Jesus und Elias: jeder von ihnen gehört zu den Rechtschaffenen;
6:86 Und Ismael, [Elisa (al-Yasa)], Jonas und Lot: jeden (von ihnen) haben wir vor den Weltenbewohnern bevorzugt;
6:87 Und auch manche von ihren Vätern, ihren Nachkommen und ihren Brüdern. Wir haben sie erwählt und zu einem geraden Weg geleitet.
6:88 Das ist die Rechtleitung Gottes. Er leitet damit recht, wen von seinen Dienern Er will. Und hätten sie (Gott andere) beigesellt, so wäre es ihnen wertlos geworden, was sie zu tun pflegten.
6:89 Das sind die, denen wir das Buch, die Urteilsfähigkeit und die Prophetie zukommen ließen. Wenn diese da sie verleugnen, so haben wir sie Leuten anvertraut, die sie nicht verleugnen.
6:90 Das sind die, die Gott rechtgeleitet hat. Richte dich nun nach ihrer Rechtleitung. Sprich: Ich verlange von euch keinen Lohn dafür. Es ist nichts als eine Ermahnung für die Weltenbewohner.

 

Am 25. Februar 2018 war es dann endlich soweit

Mit stolzen 4400 Gramm, „breiten Schultern“ und 57 Zentimetern Länge wurde unsere zweite Tochter auf diese Welt per Notkaiserschnitt gebracht. Die Kleine war einfach zu groß und zweimal ist ihr Puls drastisch angestiegen. Aber Gott sei gedankt, Mutter und Baby waren wohlauf.

Das erste mal habe ich ein „Zufall“ durchaus durchgehen lassen. Auf Grund der Ereignisse schließe ich beim zweiten Mal ein „Zufall“ aus: Keine Chance!

 

Koran Sure 1 (Al-Fātiha):
Im Namen GOTTES, des Allerbarmers, des Barmherzigen.
Alles Lob gebührt GOTT, dem Herrn der Welten,
dem Erbarmer, dem Barmherzigen,
dem Herrscher am Tag des Gerichts.
DIR allein dienen wir, und DICH allein bitten wir um Hilfe.
Führe uns den geraden Weg, den Weg derer, denen DU Gnade erwiesen hast, nicht derer die DEINEN Zorn erregt haben und nicht der Irrenden.

 

Friede sei mit euch, Gottes Gnade und Barmherzigkeit.

Thema des Monats Juni 2014: Die Macht der Worte

Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen

Der Frieden sei mit euch liebe Leserinnen und liebe Leser, und Gottes Barmherzigkeit wie sein Segen!

So Gott will werden wir jeden Monat ein ausgewähltes Thema unseren Lesern zum Kommentieren anbieten. Damit möchten wir unseren Lesern die Möglichkeit geben, Einblicke zu erhalten, wie unterschiedlich die Menschen zum selben Thema denken können. Ähnlich einer Pinnwand, an der wir unsere Gedanken “pinnen” können, soll hier stichwortartig oder auch in mehreren Sätzen der eigene Gedanke verewigt werden. Einfach am besten spontan antworten!

 

Das Thema des Monats Juni 2014: Die Macht der Worte

 

Birke
„Siehst du nicht, wie Gott das Gleichnis vom guten Wort anführt? Er vergleicht das gute Wort mit einem guten Baum, dessen Wurzeln fest in der Erde liegen und dessen Äste hoch in den Himmel ragen. Er trägt seine Früchte mit Gottes Erlaubnis zur bestimmten Zeit. Gott führt Gleichnisse für die Menschen an, damit sie sich Gedanken machen. Ein schlechtes Wort aber ist wie ein schlechter Baum, der aus der Erde entwurzelt ist und keine Festigkeit hat.“
Koran 14:24-26

 

Worte haben eine große Macht und können Leben verändern. Einmal ausgesprochen lassen sie sich nicht mehr zurückhalten und beginnen ihre Wirkung zu entfalten. Sie können aufbauen oder zerstören, Gutes bewirken oder Schlechtes. Sie können unser Denken, Fühlen und Handeln bestimmen. Gott vergleicht das gute Wort auch mit einem gutem Baum, der feste Wurzeln hat und das schlechte Wort mit einem schlechten Baum, der aus der Erde entwurzelt ist.

Gute Worte können trösten, tragen, ermutigen, aufrichten, frei machen, motivieren, positive Veränderungen hervorrufen und Frieden stiften. Schlechte Worte hingegen können viel Schaden anrichten und zur Ursache werden für Verleumdung, seelische Verletzung, Ungerechtigkeiten, Ausgrenzung und sogar für Kriege. Sie können uns oder andere wie Schläge treffen, zwischenmenschliche Beziehungen vergiften, Menschen ins Unglück stürzen oder sie demotivieren. Es gibt Worte, die uns ein Leben lang verfolgen und unser Selbstbild negativ beeinflussen können, vor allem wenn sie von Menschen kommen, die uns nahe stehen und denen wir vertrauen. Zum Beispiel von den Eltern, Verwandten oder Freunden. Viele von uns kennen sicher solche schwerwiegende und verletzende Worte, die sich tief in unsere Seele eingegraben haben und die sich vielleicht immer noch auf unser Leben und unser Selbstbild auswirken. Hier können gute Worte einen Gegenpol bilden, diesen belastenden Worten die Macht nehmen und positiv verändern.

Da unseren Worten meist die Gedanken vorausgehen, sollten wir achtsam sein auf unsere Gedanken. Wenn wir schlechte Gedanken haben, wenn wir innerlich aufgewühlt oder wütend sind, wenn wir uns verletzt oder klein fühlen oder unser Herz vergiftet ist von Hass, dann kann es schnell passieren, dass unbedachte oder böse Worte unseren Mund verlassen und wir damit – unbeabsichtigt oder beabsichtigt – andere Menschen verletzen oder  Unfriede verbreiten.

Wir sollten deshalb auf unsere Worte und Gedanken achten, damit wir nicht anderen und uns selbst schaden. Die Worte, derer wir uns bedienen, sagen auch viel über uns selbst und unseren Charakter aus. Sie können unser Denken, Fühlen und Handeln bestimmen, zum Guten oder zum Schlechten.

 

Wer unvorsichtig herausfährt mit Worten, sticht wie ein Schwert; aber die Zunge der Weisen bringt Heilung.
Sprüche 12,18, Bibel

 

Was sind eure Gedanken zu diesem Thema und wie sind eure Erfahrungen hierzu? Wo haben euch Worte schon aufgerichtet und geholfen und wo verletzt und vielleicht sogar euer Selbstbild negativ verändert? Wie fühlt es sich an, wenn man selbst unbedachte Worte gesprochen hat und diese negative Auswirkungen hatten, auch auf euch selbst? Wie ist es, wenn ihr durch gute Worte anderen helfen oder Situationen zum Guten verändern konntet? Konntet ihr schon selbst merken, wie sich euer Handeln und Denken durch eure Wortwahl und durch die Wortwahl der Menschen, mit welchen ihr euch umgebt, verändert?