Abu Huraira

Widerlegung des Artikels „Ist die Sunna auch eine göttliche Offenbarung, die mit dem Koran gleichzustellen ist?“

Ich suche Zuflucht bei Gott vor dem verworfenen Satan,
Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen,

Auf der Seite antikezukunft sind zwei Artikel erschienen, welche versuchen die Grundhaltung derjenigen Gläubigen zu widerlegen, wonach man einen Islam ohne tradierte Sunna praktiziert. Der erste Artikel wird diesmal Gegenstand unserer Widerlegung. Die Widerlegung des zweiten Artikels wird in einem nächsten Artikel erfolgen. Es muss bei dieser Widerlegung vorweg erwähnt werden, dass der Autor in Bezug zu der Kritik gegenüber unserer Haltung sehr schwach argumentiert. Er hat sich in diesem Artikel mit den Argumenten der Gottergebenheit ohne traditionelle Sunna kaum auseinandergesetzt. Als Vorgeschmack soll nun folgendes Zitat des bekannten Islamwissenschaftlers Reza Aslan dienen:

 

Finde mir einen Hadith über welches Thema auch immer, gib mir 24 Stunden, und ich finde dir einen Hadith, der ihm komplett widerspricht. Fakt.

Reza Aslan (bei Twitter)

 

Im Artikel schreibt der Autor:

 

Eine weitere Besonderheit der Sunna ist, dass es viele Situationen gab, wo der Prophet die Offenbarungen erläutern oder ergänzen musste.

 

Der Autor kann keinen einzigen Koranvers aufzeigen, der diese erfundene These aufrecht erhalten kann (40:35,56). Sie widerspricht vielmehr Versen im Koran:

 

12:111 Er (der Koran) ist kein erdichteter HADITH, sondern eine Bestätigung der früheren (Offenbarungen), eine deutliche Darlegung aller Dinge und Führung und Barmherzigkeit für die Gläubigen. (Siehe auch: 16:89)

 

Natürlich geht es bei bei diesen Versen nur um religiöse Belange (5:3). Die Erklärung des Koran:

 

25:33 Und sie bringen dir kein Beispiel, ohne dass Wir dir die Wahrheit und den besten Tafsir brächten. (Siehe auch: 55:1-2, 75:18-19)

 

Man erkennt, allein Gott lehrt und erklärt den Koran. Jedoch wird hierbei gerne der Vers 16:44 missdeutet, um zu versuchen eine Erklärung des Korans durch den Propheten zu legitimieren. Diese Ansicht wurde jedoch bereits ausführlich auf unserer Homepage widerlegt. Zum Argument, dass der Gesandte dem Koran etwas hinzufügen soll:

 

10:15 … Sag: Es steht mir nicht zu, ihn von mir selbst aus abzuändern. Ich folge nur dem, was mir (als Offenbarung) eingegeben wird. (siehe auch: 6:50, 7:203, 46:9)

69:44-48 Und wenn er sich gegen Uns einige Aussprüche selbst ausgedacht hätte, hätten Wir ihn sicherlich an der Rechten gefasst und ihm hierauf sicherlich die Herzader durchschnitten, und niemand von euch hätte (Uns) dann von ihm abhalten können. Er ist wahrlich eine Erinnerung für die Gottesfürchtigen.

 

Indem man dem Koran etwas hinzufügt, ändert man ihn natürlich auch ab. Zudem muss der Autor die Frage beantworten, warum der Prophet die Offenbarung zu erklären hat, wenn er ihr doch nur folgen soll? Und nun folgender Vers:

 

6:115 Das Wort deines Herrn ist in Wahrheit und Gerechtigkeit vollständig / vollkommen. Es gibt niemanden, der Seine Worte abändern könnte. Und Er ist der Allhörende und Allwissende.

 

Wie sollen nun die Behauptungen des Autors, dass „der Prophet die Offenbarungen erläutern oder ergänzen musste“, mit den bis hierhin erwähnten Koranversen einhergehen? Dazu ist auch anzuführen, warum die Ahadith viele Punkte im Koran nicht erläutern und eben nicht alles erklären? Abgesehen davon sind die vorhandenen angeblichen Erklärungen selbst erklärungsbedürftig, voller Widersprüche und verzerren den Koran. Man ist bei diesen Quellen vielmehr mit neuen Fragen konfrontiert, als Antworten zu erhalten und überhaupt finden sie im Koran als Autorität keine Erwähnung, im Gegenteil: Sie werden verworfen im Buche Gottes selbst, wie im weiteren Verlauf aufgezeigt wird. Weiter schreibt der Autor:

 

Z. B. in Bezug auf das Gebet: Der Koran gibt keine direkten Anweisungen wann, wie oft und wie gebetet werden soll.

 

Im Koran sind drei Gebetszeiten wörtlich genannt. Der Gebetsablauf ist im Koran hinreichend umschrieben. “Ṣalāh” (Kontakt/Gebet) kommt im Koran 77 mal vor. Ausführlicher dazu folgende Artikel:

Aber die Aussage einmal zurückgeworfen: Wie betet denn unser Autor selber? Denn schon alle 4 sunnitischen Rechtsschulen beten unterschiedlich. Nach welcher Autorität soll man nun gehen? Sind zum Beispiel die Hände am Bauch oder weiter unten? Und diesen Vorgang kann man auch grenzenlos erweitern, beispielsweise wie lange ein Gebet nun genau zu dauern hat oder wie schnell man bei einzelnen Gebetsabläufen zu sein hat? Oder welche Gebete nun genau zu rezitieren sind? So muss die Sura Fatiha laut manchen Ahadith nicht verpflichtend gelesen werden und man kann beliebig andere Verse beim Gebet rezitieren (Fatiha Suresi Tefsiri 9. Aufl., S.26 Punkt 1, Prof. Yasar Nuri Öztürk, Verlag: Yeni Boyut). Was soll der Gläubige dementsprechend beim Gebet laut den Ahadith nun genau sagen? Detaillierungen sind somit weit über die Grenzen der Ahadithquellen hinaus mit Leichtigkeit herstellbar und man kann die Frage nach unnötigen Details umkehren in Bezug auf die Ahadith. Als Resümee zu dieser Thematik ist festzuhalten, dass man mit Ahadith nicht auf eindeutige Weise beten kann, da sie so unterschiedlich sind, dass man das Gebet gar nicht einheitlich ausführen könnte. Hierbei wird dann gerne das Argument entgegengebracht, dass die Unterschiede doch angeblich klein wären (wenn man mal die Schiiten außen vor lässt). Dazu muss man jedoch fragen, wer so etwas festlegen darf? Wer bestimmt kleine oder große Unterschiede (6:81, 7:71, 12:40, 53:23)? Für den Einen sind sie klein, für den Anderen etwas größer, wieder für jemand Anderen möglicherweise auch mal ganz groß oder laut Koran ausgeschlossen (42:21)! Dazu steht unmissverständlich:

 

5:101 O die ihr glaubt, fragt nicht nach Dingen, die, wenn sie euch offengelegt werden, euch leid tun, wenn ihr nach ihnen fragt zu der Zeit, da der Koran offenbart wird, sie euch (gewiß) offengelegt werden, wo Gott sie übergangen hat. Und Gott ist Allvergebend und Nachsichtig.

 

Warum also nach Details fragen, die vielmehr verwirren als erklären und ohnehin von Gott übergangen werden? Wer hat bei dieser Frage wohl das letzte Wort? Weiter schreibt der Autor:

 

Als Nachweis für die Autorisierung der Sunna gibt Özdil die folgenden Koranstellen an: „Im Gesandten Gottes habt ihr doch ein schönes Beispiel“ (Koran 33:21)

 

Richtig, im Gesandten haben alle Gläubigen ein schönes Beispiel. Warum nennt der Autor dann nicht auch folgende Verse, die sein Beispiel im Koran veranschaulichen?

 

6:50 Sag: Ich sage nicht zu euch, ich besäße die Schatzkammern Gottes, und ich weiß auch nicht das Verborgene; und ich sage nicht zu euch, ich sei ein Engel. Ich folge nur dem, was mir eingegeben wird. Sag: Sind (etwa) der Blinde und der Sehende gleich? Denkt ihr denn nicht nach? (Siehe auch: 7:203, 10:15 und 46:9)

 

Und auch Abraham ist für die Gläubigen laut Koran ein schönes Beispiel (60:4 und 16:120-121). In welchem Hadithbuch ist nun seine Sunna nachlesbar, wenn man die Argumentation des Autors ernst nehmen will? Unabhängig davon ist hier ohnehin vom Gesandten die Rede. Die einzige Funktion eines Gesandten ist nur die Übermittlung der Botschaft (dazu: 13:40, 16:35, 16:82, 24:54), sonst nichts. So also die Gläubigen seinem Beispiel im Koran folgen sollen und nicht in massiv verderbten Quellen, in denen keiner weiß welcher nun stimmt oder nicht, aber viel wichtiger: Der Koran duldet solche Quellen nicht.

 

7:185 Haben sie nicht das Reich der Himmel und der Erde und alles, was Gott geschaffen hat, betrachtet und sich überlegt, dass ihr Ende möglicherweise nahe ist? An was für einen weiteren HADITH wollen sie denn glauben?

31:6 Unter den Menschen gibt es einige, die sich an unbegründete AHADITH wenden (und sie verbreiten), um ohne Wissen von Gottes Weg abirren zu lassen und um damit ihren Spott zu treiben. Ihnen gebührt eine entehrende, qualvolle Strafe.

 

Um die tradierte menschliche Sunna zu legitimieren schreibt der Autor weiter:

 

„Was der Gesandte euch nun gibt, das nehmt an; und was er untersagt, dessen enthaltet euch! (Koran 59:7, Was ist Islam, S. 25).

 

Der Vers in voller Länge:

 

59:7 Was Gott Seinem Gesandten von den Bewohnern der Städte als kampflose Beute zugeteilt hat, das gehört Gott, Seinem Gesandten und den Verwandten, den Waisen, den Armen und dem Sohn des Weges. Dies, damit es nicht nur im Kreis der Reichen von euch bleibt. Was nun der Gesandte euch gibt, das nehmt; und was er euch untersagt, dessen enthaltet euch. Und fürchtet Gott. Gewiß, Gott ist streng im Bestrafen.

 

Ein klassischer Fehler, der gegen Gottergebene, die keine menschlichen, religiösen Quellen neben Gottes Wort dulden, gerne verwendet wird. Jedoch ist unschwer zu erkennen, dass es sich hierbei um die Beuteaufteilung handelt, welche Gott hier selber zuteilt (siehe dazu auch Vers 8:41) und nicht, was der Gesandte generell nach eigenem Ermessen festlegt. Und selbst wenn man diesen Vers aus dem direkten Kontext reißt, bleibt hier immer noch die Rede vom Gesandten und seine einzige Aufgabe ist, wie eben erläutert, nur die Übermittlung der Botschaft, nicht die Erweiterung (13:40, 16:35, 16:82, 24:54, 5:99). Somit wäre dem Gesandten außerhalb seiner einzigen Pflicht eine weitere Aufgabe hinzugedichtet, dementsprechend koranisch unhaltbar.

Weiter führt der Autor an:

 

Bemerkenswerterweise schildert der türkische Koranexeget Mustafa Islamoglu, dass insbesondere die unkonventionelle Grundhaltung, die Sunna komplett zu leugnen, erst in dem damals kolonisierten Indien als eine bestimmte Reformbewegung hervorgetreten sei.

 

Das ist historisch falsch und zeigt, dass Mustafa Islamoglu seine eigenen Quellen nicht hinreichend studiert hat. Denn man kann schon bei Imam Shafi’is Werk  “Kitab Jima` al-`ilm” (150 nach Hidschra) nachlesen, wonach dieser mit einem Vertreter einer Schule disputiert, der die tradierte Sunna komplett negiert. Das Buch gibt es übrigens hier auf Englisch zu kaufen: Hadith as Scripture.

Anmerkung: Nachdem ich den Autor darauf hingewiesen hatte, wurde dieser Teil im Artikel von ihm abgeändert, um die zu anfangs aufgestellte Behauptung, dass Islamoglu den Ursprung unserer Richtung in Indien sieht, nicht mehr herauslesen zu können. Zu seinem Nachteil ist jedoch diese hier erwähnte Fassung in seinem Buch dementsprechend abgedruckt (siehe dazu „der Islam im Diskurs des 21. Jahrhunderts“, S. 102, des Autors Ecevit Polat). Es ist durchaus menschlich, Fehler zu begehen. Doch gerade in Bezug auf die Religion sollten wir unsere Recherchen doch gründlich durchführen! Fahren wir fort:

 

Für Islamoglu war dies ohne weitere eine Intention der Orientalisten gewesen, die bei den Muslimen den Gedanken hervorheben, die Sunna (Lebensweise und Haltung des Propheten) mitsamt ihrer Orthopraxie im Angesicht der Moderne als weit überholt verwerfen zu müssen.

 

Sonderbar erscheint diese Behauptung, nun sind auch noch „die Orientalisten“ schuld! Bemerkenswert. Vor allem ohne Belege, die eine „böse Absicht“ untermauern können. Übrigens ist dieses Spiel, ohne Belege etwas in den Raum zu stellen, koranisch gesehen verwerflich. Konzentrieren wir uns aber auf den Inhalt:

 

Doch gesteht Islamoglu unweigerlich auch ein, dass die Schuldzuschreibung zur Förderung der „Koraniten“ im damaligen Indien nicht allein auf die Orientalisten anzulasten ist: „Den Gedanken nach einem Islam im Koran, wurde unter den Einfluss des orientalistischen Projektes herbeigeführt. Aber die Verantwortung nur auf das orientalistische Projekt zu verschieben, ist auch nicht ganz richtig“ (siehe: Mustafa Islamoglu, Üc Muhammed, S. 192-194).

 

Islamoglu hat sich mit seinem „orientalistischen Projekt“ nur auf die Seite von Verschwörungstheoretikern gestellt, mehr nicht. Fakt ist, dass die meisten Gläubigen, die nur Gottes Wort annehmen, anfangs selber Traditionalisten waren. Dem Leser sei auch folgende Widerlegung von Edip Yüksel zu Mustafa Islamoglu nicht vorenthalten (leider nur auf Türkisch):

Dann ist im Artikel folgendes nachzulesen:

 

Selbst die sogenannten Rechtsbestimmungen werden im großen Umfang von der Sunna des Propheten bestimmt.

 

Die Ergebnisse kann man in den so genannten “islamischen Ländern” sich zu Gemüte führen. Zu erwähnen seien unter vielen anderen Punkten nur, dass mit dem Idschma (Konsens) aller 4 Rechtsschulen die Apostasie, also Abfall vom Glauben, mit dem Tode zu bestrafen sei oder das Abhacken der Hände bei Diebstahl wie auch Frauen zu unterdrücken (beispielsweise den Frauen das Auto fahren zu verbieten). Besondere Beachtung sei auch folgender Hadithlüge geschenkt, welcher bei Bukhary und Muslim verzeichnet ist und An Nawawi ihn mit in seine berühmten 42 Ahadith aufgenommen hat:

 

Mir ist aufgetragen die Menschen zu bekämpfen, bis sie bezeugen, daß es keinen Gott gibt außer Allah und daß Muhammad der Gesandte Allahs ist, und bis sie das Gebet verrichten und die Zakat geben. Wenn sie dies getan haben, haben sie sich dadurch von mir Schutz für ihr Blut und ihr Gut erworben, es sei denn, (sie begehen Taten, die ) nach dem Recht des Islam (strafbar sind), und ihre Anrechnung ist bei Allah, dem Allmächtigen. (Sahih Bukhary, Iman, 17; siehe weiter dazu: Sahih Bukhary Salat 28 [abweichender Wortlaut]; Sahih Muslim Buch 1, Nummer 32 und 33)

 

Koranisch gesehen ist dieser Hadith natürlich vollkommen ausgeschlossen, nicht aber wenn man diesen Quellen eine ganze oder selektive Autorität gibt. Der Autor will zudem ein Bild von einer „bestimmten klaren“ Sunna außerhalb des Koran suggerieren, welche so nicht existiert. Die höchst prekäre Situation der Quellen, aus denen der Autor diese fiktive Sunna schöpft, wird von den am Ende der Widerlegung aufgeführten Artikeln näher behandelt. Des Weiteren ist aus dem Koran klar ersichtlich, dass keine “Rechtsbestimmungen” irgendwelcher Art außerhalb Gottes Wort geduldet wird. Dazu folgende Verse:

 

5:44 Wer nicht nach dem waltet, was Gott (als Offenbarung) herabgesandt hat, das sind die Ungläubigen. (Siehe auch: 5:45, 47, 42:10, Und sie sagen der Koran reich aus! (3/4))

 

Wie kann man bei solch eindeutigen Koranversen außerkoranischen Ahadith Autorität geben? Der Prophet soll nach der Offenbarung urteilen:

 

6:114 Soll ich denn einen anderen Schiedsrichter als Gott begehren, wo Er es doch ist, der das Buch, ausführlich dargelegt, zu euch herabgesandt hat? (Siehe auch: 42:10)

5:48 Und Wir haben zu dir das Buch mit der Wahrheit hinabgesandt, das zu bestätigen, was von dem Buch vor ihm (offenbart) war, und als Wächter darüber. So richte zwischen ihnen nach dem, was Gott (als Offenbarung) herabgesandt hat, … (siehe auch: 5:49 oder 3:23)

 

Festzuhalten wäre hierbei, dass entsprechend der angeführten Verse, in religiösen Belangen nur der Koran alleine autoritativen Charakter besitzen darf. Fahren wir fort:

 

Ihrer interpretatorischen Funktion nach ist die Sunna jedoch mehr danach ausgerichtet, konkrete Bestimmungen zu geben oder die allgemeinen Anweisungen des Korans zu präzisieren (Prof. A. Falaturi, Grundkonzept und Hauptideen des Islam, S. 19).

 

Das ist koranisch unhaltbar. Dazu folgende Verse:

 

11:1 Alif-Lam-Ra. (Dies ist) ein Buch, dessen Zeichen eindeutig festgefügt und hierauf ausführlich dargelegt sind von Seiten eines Allweisen und Allkundigen. (Siehe auch: 6:97-98, 6:114, 6:119, 6:126, 7.52, 41:3, usw)

41:44 Hätten Wir ihn zu einem fremdsprachigen Koran gemacht, hätten sie sicherlich gesagt: „Wären doch seine Zeichen ausführlich dargelegt worden!” Ob fremdsprachig oder arabisch, sage: “Er ist für diejenigen, die glauben, eine Rechtleitung und eine Heilung.” Und diejenigen, die nicht glauben, haben Schwerhörigkeit in ihren Ohren, und er ist für sie (wie) Blindheit. Diese sind, als würde ihnen von einem fernen Ort aus zugerufen.

 

Der Autor meint, dass der Koran zu präzisieren sei und im Koran steht etwas völlig anderes. Interessant ist hierbei auch, dass der Autor keine dieser Verse auch nur erwähnt hat, geschweige denn widerlegen können. Die Widerlegung von „Weshalb ist es notwendig, den Koran im historischen Kontext zu verstehen?“ sei dem Leser zu dieser Thematik zusätzlich empfohlen. Weiter steht folgendes im Artikel :

 

Bereits im 14. Jahrhundert wies der andalusische Gelehrte al-Schatibi (ges. 1388) in seinem monumentalem Werk „al-Muwafaqat“ darauf hin, dass die Sunna in seiner Bandbreite den Koran umgehend erläutert.

 

Gott allein erklärt den Koran wie anfangs im Artikel aufgezeigt (25:33, 55:1-2, 75:18-19). Die Aussage, dass „eine (außerkoranische) Sunna“ den Koran umgehend erläutere, ist haltlos. Der Prophet hat so eine Quelle nicht verfassen lassen. Die Schriften, auf welche sich diese Behauptung stützt, sprechen eine diametral gegenteilige Sprache, denn: Diese tradierte Sunna ist so sehr mit Widersprüchen und Lügen versetzt, dass man mit dieser Sunna aus der Religion alles machen kann. Man kann liberal sein oder das Gegenteil, wie es eben einem gut dünkt und dies ist dann auch schlussendlich die gängige Praxis bei den Traditionalisten. Es sind alle möglichen Versionen des Islams vorhanden, welche die menschlichen Ahadith zur Verfügung stellen. Der Autor versucht dieses Dilemma zu umgehen, indem er unter dem Deckmantel einer angeblich „historisch kritischen“ Methode ganz einfach meint, die richtigen Ahadith aussortieren zu können. Doch dadurch werden Ahadith abgelehnt, falls sie nicht in die zeitgenössische Lebensphilosophie passen, mit der man diese angeblich „historisch kritische“ zu definieren versucht. Wenn es seinem subjektiven Empfinden entspricht, erklärt der Koran für ihn die Ahadith und wenn es nicht passt, umgekehrt. Dementsprechend ist ein klassischer Zirkelschluss vorprogrammiert. Die Ahadith sind ein Feld voller Widersprüche, mal zum Koran oder auch gerne unter sich. Auch dass ein Hadith als sahih eingestuft wird, kann ihn keinesfalls retten. Das ist dem Autor auch bekannt.

Selbst unter Bukharys sahih Hadithsammlungen sind ein großer Teil massiv verderbt. Niemand kann diese Quellen mehr überprüfen. Ohnehin ist dies nicht relevant, da Gott keine Ahadith außerhalb des Koran erlaubt. Die bis hierhin erwähnten Verse sind unmissverständlich eindeutig. Überhaupt stellt sich die Frage, warum der Koran eine umgehende Erläuterung benötigt, wenn er sich ohnehin als eine „Klärung aller Dinge“ (16:89, 12:111) in der Religion (5:3) beschreibt? Der Koran bezeichnet sich schon zu Zeiten des Propheten als abgeschlossen (5:3), wohingegen Ahadith erst Jahrhunderte später zusammengestellt und beurteilt wurden, deswegen auch voller Widersprüche und unvollständig in Bezug zur angeblichen wie auch unnötigen Erklärung des Koran sind. Sie verzerren vielmehr nicht selten den Wortlaut des Koran und ändern Gottes Wort somit ab. Gehen wir weiter:

 

Deshalb wäre es unter keinen Umständen hinnehmbar, die Sunna als Instrument zur Interpretation der Heiligen Schrift beiseite stehen zu lassen. Somit könnte kein Urteil aus dem Koran unter nicht Berücksichtigung der Sunna abgeleitet werden.

 

Und was sagt der Koran?

 

42:10 Und worüber ihr auch immer uneinig seid, das Urteil darüber steht Gott (allein) zu. Dies ist doch Gott, mein Herr. Auf Ihn verlasse ich mich, und Ihm wende ich mich reuig zu. (Siehe auch: 6:114, 18:26, 12:40, Und sie sagen der Koran reicht aus!(3/4))

 

Wieder einmal stehen sich hier der Koran und ein Traditionalist auf Konfrontationskurs. Und weiter schreibt der Autor:

 

Al-Schatibi (gest. 1388) schreibt dazu: „Bei der Ableitung von Urteilen aus dem Koran ist es nicht möglich, die Sunna, die dessen Auslegung und Erklärung darstellt, beiseite zu lassen und sich mit der ausschließlichen Betrachtung des Korans zu begnügen. Denn der Koran ist umfassend formuliert (kulli).

 

  • Der Koran beschreibt sich wörtlich als eine “Klärung aller Dinge” (16:89, 12:111) in religiösen Belangen (5:3).
  • Der Koran erlaubt es nicht, aufgrund von Quellen außerhalb von Offenbarungen zu urteilen (5:44,45,47, 6:114, 42:10).
  • Der Koran beschreibt sich als ausführlich dargelegt (6:114, 6:119, 11:1, 41:3).
  • Der Koran wurde zur Ermahnung leicht gemacht (54:17,22,32,40).
  • Der Koran ist in der Sprache leicht gemacht worden (20:97, 44:58).
  • Der Koran beschreibt sich als deutliches Buch (12:1, 15:1, 26:2).
  • Der Koran darf nicht abgeändert werden (10:15, 69:44-48).
  • Gott teilt mit niemandem sein Urteil (6:57, 12:40, 18:26).
  • Gott erklärt den Koran (25:33, 55:1-2, 75:19).
  • Der Koran ist vollkommen / vollständig (6:115, 5:3).
  • Gott erlaubt keine weitergehende Detaillierung, die nicht dem Koran entnehmbar ist (5:101).
  • Es wurde nichts im Koran ausgelassen (6:38).

Noch viele andere Verse könnte man zu dieser Auflistung anführen, jedoch würde dies den Rahmen sprengen. Weiter steht im Text:

 

In ihm sind umfassende Dinge wie das Gebet, die Zakah (Sozialsteuer), die Pilgerfahrt und das Fasten erwähnt. Es gibt keinen anderen Weg als das Heranziehen der Sunna, die ihn (den Koran) erklärt“ (siehe hierzu: Abu Hanifa, Leben und Werk des Ehrenhaften Großgelehrten, S. 509, Muhammad Abu Zahra)

 

Vor allem haben die reichen Hadithgelehrten es sich wohl zu Eigen gemacht, die Zakah auf bestimmte Summen einzuschränken und entstellen somit den Koran. Kritik zu solchen Aushebelungen lassen sich übrigens auch unschwer im Evangelium finden. Also keine neue Angelegenheit. Die aufgeführten Punkte, um den Koran als unvollständig zu brandmarken, sind natürlich haltlos:

Weiter geht es im Text:

 

Somit wäre eine richtige Deutung des Korans ohne die Einbindung und Kenntnis der Überlieferungen auch nur annähernd nicht möglich.

 

Wie will man den Koran mit Ahadith erklären, wenn diese selbst nicht mal ansatzweise einheitlich sind, welcher nun wahr oder falsch ist und man erwiesenermaßen somit auch Ahadith selbst erklären muss? Wie soll dieser geschichtlich verfälschte historische Kontext des Koran den Gläubigen Gott näher bringen? Und das gilt natürlich auch für sahih Werke. Und die alles entscheidende Frage: Wie soll man mit jenen Koranversen umgehen, welche dem Koran Einfachheit, Klarheit (mubin), eine ausführliche Darlegung und Leichtigkeit für die Ermahnung attestieren (44:58, 20:97, 17:89, 18:54, 17:9)? In welchem Vers des Koran steht, dass dieser schwer zu verstehen ist oder mit anderen Quellen erklärt werden muss? Warum erwähnt der Koran an keiner Stelle auch nur eine einzig andere Quelle als Offenbarungen Gottes? Er kritisiert diese Quellen außerhalb der Offenbarung doch vehement? Warum geht der Autor an keiner Stelle seines Artikels auf genau jene Verse ein, die seiner Argumentation direkt widersprechen?

Denjenigen, die solche Behauptungen aufstellen, seien noch folgende Verse ans Herz gelegt:

 

6:104 Zu euch sind nunmehr Einsicht bringende Zeichen von eurem Herrn gekommen. Wer einsichtig wird, der ist es zu seinem eigenen Vorteil, und wer blind ist, der ist es zu seinem eigenen Nachteil. Und ich bin nicht Hüter über euch. (Siehe auch: 2:99, 2:118, 24:18, 2:159, 2:187, 2:219, 2:221, 6:105, 9:115, ganze Liste im Koran: corpus quran)

 

Der Autor führt Meinungen von angeblichen „Gelehrten“ vor, um die Argumente der Gottergebenen, welche ohne menschliche Sunna auskommen, zu widerlegen. Der Gottergebene wiederum zeigt dagegen Koranverse auf, um ihn seinen Irrtum vor Augen zu führen (18:57, 43:36-37, 43:1-4, 12:1-2, 26:2, 27:1, 28:2, 44:2).

Von nun an geht der Autor in die Richtung derjenigen ein, die eine menschliche Sunna mit Gottes Wort gleichsetzen (der Autor vertritt diese Meinung jedoch selbst nicht), dazu schreibt er:

 

Als Beleg für die Gleichsetzung der Sunna des Propheten mit der Offenbarung des Koran, führte asch-Schafi sämtliche Koranstellen wie diese folgende auf: „Gedenkt stets der Gaben Gottes, des euch herabgesandten Buches und der offenbarten Weisheit“ (2:231).

 

Diese Thematik wird in der Kurzanalyse „Ist Sunna eine Offenbarung?“ näher behandelt. Wie kann der Autor bei Versen wie 3:64 und 9:31 Ahadith eine Autorität geben und sich somit den Propheten oder Gelehrte zu Herren nehmen? Besondere Beachtung sei auch den Versen 3:79-80, 6:162-164, 8:64, 7:3, 31:21 und 2:170 geschenkt. Diese Verse finden unmittelbar eine Anwendung, sobald man Ahadith als eine ergänzende Autorität in die Religion einbaut! Der Prophet war laut Koran nur ein Warner (7:188) und nur ein Mensch (18:110) und kein Gelehrter, der den Koran als Einziger richtig auslegen konnte. Gott allein lehrt und erklärt den Koran. Deswegen sollen auch alle Gläubigen nach Vers 3:79 selber forschen, wie auch den Koran lehren und nicht den angeblichen Propheten in den Ahadith als Herren abkupfern. Und nun folgender Vers:

 

66:1 O Prophet! Warum verbietest du das, was Gott dir erlaubt hat, um nach der Zufriedenheit deiner Frauen zu trachten? Und Gott ist Allvergebend, Barmherzig.

 

Hier greift Gott also selber ein, obwohl der Prophet etwas verbieten will. Da die bis hierhin vorgestellten und anderen Verse so offenkundig es verbieten, dass der Prophet eigenmächtig außerhalb des Koran Ge- oder Verbote erteilen durfte, versuchen viele liberale Anhänger der tradierten Sunna die vielen Ahadith, die das Gegenteil behaupten, durch den Koran selbst zu relativieren und als Fälschung zu deklarieren. Sie würden ja dem Koran widersprechen. Diese Logik sei noch einmal ganz nüchtern veranschaulicht: Zuerst ist der Koran nicht vollständig und bedarf einer Erklärung. Um dieses angebliche Problem zu lösen, wendet man sich an Ahadith. Diese Erklärung des Koran wird dann, wenn man die Neigung dazu verspürt, wieder vom zu Erklärenden selbst, also dem Koran erklärt. Das ist natürlich, wie zuvor erwähnt, ein klarer Zirkelschluss. Dabei soll keinesfalls untergehen, dass diese Ahadith angeblich die Meinung des Propheten selbst darstellen, man in solch einem Fall sozusagen die Angelegenheit dann besser weiß als der Prophet. Zudem gibt es viele Sunnaanhänger, die Ge- und Verbote außerhalb des Koran für verpflichtend halten. Schlussendlich ist es der jeweiligen Person selbst überlassen, ob diese Ge- und Verbote außerhalb des Koran Autorität genießen dürfen oder nicht. Will man sie nicht, sagen die Befürworter dieser Ahadith, dass man den Propheten missachte. Nimmt man diese Ahadith jedoch an, sagen die Leugner dieser Ahadith, dass diese falsch wären, dem Koran widersprechen. Wobei sie jedoch an anderen Stellen diesen Quellen Autorität geben und man sich hier fragen muss, mit welchem Recht diese Gruppe hier selektiv urteilen darf und dabei den dort erwähnten fiktiven Propheten missachten kann. Diese Quellen sind nicht von Gott geschützt wie der Koran und von der Zeit des Propheten mindestens etwa 150 Jahre entfernt.

Weiter geht es folgendermaßen:

 

In den großen Hadith-Sammlungen werden nahezu hundert tausende Hadithe registriert. Wenn die Sunna als solche in ihrer Gesamtheit als Offenbarung (wahy) angesehen wird, weshalb werden diese unterschiedlich in ihrer Authentizität bewertet?

 

Weshalb werden sie überhaupt gebraucht, wenn schon allein die Zahl selbst erkennen lässt, dass die meisten nicht stimmen können und der Koran dazu eindeutig ist? Hinzu kommt, dass die vom Autor erwähnte Authentizität, zum Beispiel die Beurteilung eines Hadiths zu „sahih“, selbst unwissenschaftlich und somit höchst fraglich ist. Fahren wir fort:

 

In seinem Aufsehen erregenden Buch „Scharia-der missverstandene Gott, geht der Münsteraner Religionspädagoge Prof. Mouhanad Khorchide dieser Problematik umfangreich und detailliert nach und zeigt anhand von Primärquellen, wie prekär die Situation um die Hadithe bestellt sind (siehe „Scharia, der missverstandene Gott, S.99-118).

 

Kein Widerspruch, doch dann:

 

Khorchide wirbt für einen sensiblen und kritischen Umgang mit den Hadithen umzugehen und keinesfalls diese pauschal zu verwerfen. Auch wird nachdrücklich darauf hingewiesen, wie wegweisend Überlieferungen in Bezug auf die Ausführung religiöser Rituale sind: „Diese Ausführungen sollten die Notwendigkeit eines sensiblen und kritischen Umgangs mit den Hadithen unterstreichen, aber keineswegs die Hadithe pauschal verwerfen. Gerade solche Hadithe, die das Ausführen religiöser Rituale betreffen, sind für die Muslime unentbehrlich, da im Koran kaum Details dazu zu finden sind“ (Scharia, der missverstandene Gott, S. 118, Mouhanad Khorchide).

 

Diese Aussage widerspricht dem Koran diametral. Wenn Gott es für nötig gehalten hätte, dass man mehr Details braucht, hätte Er sie auch im Koran gegeben und nicht irgendwelchen, erst Jahrhunderte später festgelegten Schriften, die laut dem Autor selbst “in die hundert tausende” gehen, überlassen. Laut den Ahadith dauerte die Herabsendung des Koran 23 Jahre. 23 Jahre hatte Gott sich offenbart und am Ende nach über 6300 Versen, hat Er keinen vollkommenen / vollständigen (6:115, 5:3, 12:111, 16:89) Koran herabsenden können? Unabhängig davon sind selbst die als sahih eingestuften Ahadith, auch nach all diesen Überprüfungen immer noch voller Widersprüche. Die Zuverlässigkeit der Ahadith stehen nicht nur auf höchst dünnem Eis, sondern viel wichtiger: Sie werden vom Koran ausgeschlossen.

Auch die im Zitat erwähnten Rituale sind im Koran völlig hinreichend für die Praxis erklärt. Wenn man die Rituale mit Ahadith verstehen will, stößt man unweigerlich auf große Widersprüche mit dem Koran. Zum Beispiel sollen laut Ahadith der an der Kaaba angebrachte schwarze Stein neben Gott verehrt werden oder es wird die Pilgerzeit zur Kaaba stark eingeschränkt, wodurch ein großer Andrang entsteht und viele Menschen bisher deswegen dort umgekommen sind oder sich verletzt haben. Auch dass man einen Prophetenkult eingeführt hat, zum Beispiel seinen Geburtstag zu feiern und er dadurch nicht selten verheiligt wird, ist koranisch unhaltbar. Im Buche Gottes steht, wie bereits erwähnt, dass der Prophet nur ein Mensch (18:110) und nur ein Warner (22:49) ist. Auch das man unter den Gesandten keinen Unterschied machen soll, wie mehrfach im Koran erwähnt. Ahadith bringen hier schlussendlich nicht nur eine unnötige Erweiterung, sondern das zusätzlich die Religion, sich eben ganz auf Gott alleine einzustellen (zB 39:45, 7:3, 65:3 usw), verworfen wird. Weiter schreibt der Autor:

 

Auch der Gründer der Hanafitischen Rechtsschule Abu Hanifa (gest. 767) bemühte sich indessen, sorgfältig und kritisch reflektierend mit dem Überlieferungsmaterial umzugehen. Bekanntlich überlieferte Abu Huraira (gest. 678) die meisten Hadithe im sunnitischen Raum, um genau zu sagen 5374 Hadithe in der Gesamtzahl.

 

Er verlässt sich bei dieser Behauptung natürlich wieder auf Ahadith. Laut Ibn Khaldoun hat Abu Hanifa nur 17 Ahadith überliefert, die eventuell als „sahih“ gelten könnten. Bukhary hat es 100 Jahre später dann besser gewusst, als er mehrere tausend Ahadith als sahih einstufte? Fahren wir fort:

 

Obwohl Abu Huraira eine sonderliche Stellung innerhalb der sunnitischen Welt einnimmt, wird dieser ungeachtet von Abu Hanifa wegen seiner über den Inhalt nicht scharfsinnig nachgedachtes Tradieren sowie leidenschaftlich alles zu überliefern, kritisiert. Der Schüler von Abu Hanifa, asch-Schaibani (gest. 805) überliefert unverhohlen diesen besorgniserregenden Satz von seinem Lehrer: „Abu Huraira hat ohne über den Inhalt genauer zu überlegen, alles Mögliche überliefert, ohne jedoch Kenntnis von an-nasikh und al-mansukh zu besitzen!“

 

Das ist eben das große Dilemma derjenigen, die Ahadith einen Platz in der Religion einräumen wollen und dann sehen müssen, wie sie die Ahadith nun interpretieren müssen, damit es passt. Welcher Hadith hebt nun welchen auf? Warum hat der Prophet dazu keine Anleitung überliefert? Überhaupt: Warum hat er kein Sunnabuch verfassen lassen und so vielen Widersprüchen Tür und Tor geöffnet? Wieso werden jene Ahadith nicht beachtet, welche diese rigoros komplett verwerfen? Selbst die ersten vier Kalifen haben keine Ahadith geduldet, nicht ein Hadith aus der Zeit ist nachweisbar. Des Weiteren: Wer Abu Huraira nun genau war, ob er selber Ahadith hinzugedichtet hat oder jemand in seinem Namen, wird man nie hinreichend ermitteln können. Und schließlich:

 

Dr. Murad Wilfried Hofmann wies bereits in seinem Buch „Der Islam im 3. Jahrtausend“ auf die Herausforderung und der Problematik für die Muslime im 21. Jahrhundert hin. Die angeführten sechs Punkte jedoch sind bis heute weitestgehend ungeklärt: Sind Koran und Sunna beide Offenbarungen (wahy), oder ist die Sunna nur inspirierte (ilham) Rechtsleitung?

 

Wer auf diese Frage nicht antworten kann, bei so eindeutigen Koranversen, so eindeutigen massenhaften Widersprüchen in den Ahadith, der hat wohl den Koran nicht einmal gründlich gelesen, von einem lückenhaften Studium des Koran ganz zu schweigen.

 

Kann die Sunna den Koran abändern (derogieren)? Kann der Koran die Sunna abändern?”

 

Im Koran wird das Wort Sunna nur in Bezug zu Gott gebraucht. Es gibt keinen einzigen Vers, welcher eine Sunna des Propheten erwähnt. Und welche Sunna? Es sei nochmals betont: Der Prophet hat so ein Buch nicht verfassen lassen. Es gibt nicht die Sunna außerhalb des Koran, sondern viele tradierte Schriften ohne einen klaren Anfang oder Ende, welche Menschen nach eigenen Vorstellungen ausgelegt haben. Aufgrund dieser Vielfalt an Interpretationen gibt es auch über 100 Gruppierungen im Islam. Die Authentizität der Ahadith sind nicht mehr nachprüfbar, voller Widersprüche, wie der Autor auch selbst eingesteht. Man kann es gar nicht genug oft betonen: Ahadith werden im Koran ausgeschlossen.

Es soll jetzt noch ein Argument des nächsten zu widerlegenden Artikels des Autors vorweg genommen werden. Der Autor beschuldigt die Gottergebenen, welche die traditionelle Sunna komplett negieren, mit der Behauptung, dass sie wie Salafisten an den Koran subjektiv herangehen würden. Dazu schreibt der Autor in seinem Kommentarbereich  (Stand: 29.4.15, vom Autor geschrieben am 25.3.2015, 11:30 Uhr):

 

Ecevit Polat: …Baycan Yanar hat auf eine grundlegende Methodik der Salafisten und Koraniten hingewiesen (http://tavhid.de/?p=1712). Danach bedienen beide Strömungen die gleiche Herangehensweise, indem sie Koranverse selektiv entnehmen und zitieren, um ihre beabsichtigte Ideologie zu legitimieren.

Eine Anmerkung hierzu: Der erwähnte Artikel von der Homepage „Tavhid“ wurde von mir bereits widerlegt. Der Autor täte übrigens gut daran, das Wort „tauhid“ im Wörterbuch einmal nachzuschlagen. Zumal dieser Vorwurf direkt zurückgegeben werden kann, da der Autor den Vers 59:7 selektiv zitierte, um seine beabsichtigte, lückenhafte Ideologie zu legitimieren. Der Autor sei dazu eingeladen, die angeblich „selektiv entnommenen Koranverse“ in ihrem Gesamtkontext des Koran aufzuzeigen. Ansonsten ist seine Behauptung ein Ausdruck einer schwachen Rhetorik, die auf nichts fußt.

Es erfolgt jetzt zu diesem Vorwurf folgender Vergleich mit den 3 Strömungen:

Frage 1: Wird den Ahadith außerhalb des Koran Autorität gegeben?

  • Gottergebene, welche nur dem Koran Autorität geben (K): Nein.
  • Salafisten (S): Ja.
  • „Historisch krtitische Methode“ des Autors (HKM): Ja.

Frage 2: Wird der Koran durch widersprüchliche, unvollständige und selektiv ausgewählte Ahadith erklärt?

  • K: Nein.
  • S: Ja.
  • HKM: Ja.

Frage 3: Werden Gelehrte, Anhänger des Propheten oder der Prophet selbst als zweite normative Quelle zu Herren genommen und stehen dementsprechend mit 3:64, 3:79-80 und 9:31 im Widerspruch?

  • K: Nein.
  • S: Ja.
  • HKM: Ja.

Frage 4: Wird der Sunna Gottes, wonach der Prophet nur dem Offenbarten zu folgen hat (6:50, 7:203, 10:15, 46:9), Rechnung getragen?

  • K: Ja.
  • S: Nein.
  • HKM: Nein.

Anhand dieser Tatsachen erübrigt sich jegliche weitere Diskussion zu diesem Thema und es liegt mir fern, wie der Autor dies tut, ihn mit Salafismus gleichzusetzen. Dazu kommt, dass man sich im Koran keinesfalls einen subjektiven Islam zusammenbasteln kann, wie der Autor versucht uns dies hier vorzuwerfen. Dies würde sofort Widersprüche im Koran nach sich ziehen und ist unter anderem in folgendem Vers ausgeschlossen:

 

4:82 Denken sie denn nicht sorgfältig über den Koran nach? Wenn er von jemand anderem wäre als von Gott, würden sie in ihm wahrlich viel Widerspruch finden.

 

Unser Autor jedoch springt bei der Auslegung des Koran, je nach Lage, zwischen Koran und Ahadith. Ihm ist die Erschließung des Korans durch seinen eigenen Kontext allem Anschein nach fremd oder er verweigert sich den klaren Koranversen und folgt somit nicht der Tatsache, wonach Gott den Koran alleine lehrt und erklärt und der Prophet selbst der Offenbarung nur zu folgen hat (6:50, 7:203, 10:15, 46:9) und nichts anderem. Gerade mit Ahadith kann man sich seinen individuellen und somit subjektiven Islam zusammenbasteln (68:38). Denn man entstellt mit diesen Quellen den vollkommenen / vollständigen (6:115) Koran. Dies ist auch seit mehr als einem Jahrtausend leider die gängige Praxis.

 

Fazit

Der Autor hat sich schließlich mit Gottergebenen, die sich ganz auf Gott alleine einstellen, offenbar kaum auseinandergesetzt. Er hat ihre Gegenargumente nahezu ausgelassen. Der Autor hat auf Mustafa Islamoglu verweisend die Behauptung, dass diese Glaubensrichtung “eine Intention der Orientalisten gewesen” sein soll und somit alle Orientalisten ins falsche Licht gerückt werden, nicht belegen können. Ferner ist so eine Argumentation in sich selbst fehlerhaft, denn es geht nicht um „böse“ Orientalisten, sondern wie der Koran nun richtig verstanden werden will. Natürlich kommt bei dieser Behauptung auch der üble Nachgeschmack mit, dass man wohl nur als Muslim den Islam erschließen kann und Außenstehende pauschal ohne koranische Begründung ausgeschlossen werden. Vielmehr ist dem Koran entnehmbar, dass der Gottergebene allen Menschen zuzuhören hat (39:18, 10:37-39). Ausgenommen bei Gott hat der Gläubige “weder Schutzherrn noch Helfer” (4:123, 4;173, 9:116, 29:22) und im Koran steht: “Wer sich auf Gott verlässt, dem ist Er seiner Genüge“ (65:3). Auch folgender Vers ist von herausragender Bedeutung:

 

39:45 Und wenn Gott allein erwähnt wird, verkrampfen sich die Herzen derjenigen, die nicht an das Jenseits glauben. Wenn aber diejenigen erwähnt werden, die es außer Ihm geben soll, freuen sie sich sogleich.

 

Für Diejenigen, welche sich gerne in Details verrennen wollen, sei noch die Geschichte der Kuh eine Lehre (2:67-71).

Der zweite Artikel des Autors reicht qualitativ nicht viel weiter als der bereits hier Behandelte. Diese zweite Widerlegung wird dann im nächsten Artikel erscheinen, so Gott will.

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Gemälde, das eine Beschneidung bei einem Baby darstellt

Beschneidung: keine koranische Tradition

Wahrlich, Wir haben den Menschen in bester Form erschaffen.

Koran 95:4

Im folgenden Hadith von Abu Huraira können wir lesen, dass fünf Bräuche für den Glauben eine wichtige Sache darstellen sollen:

Dem Propheten zugeschriebener Hadith:
Abu Huraira berichtete, dass der Prophet gesagt haben soll: „Fünf Dinge stehen in Übereinstimmung mit Al Fitra (d. h. der Tradition der Propheten): beschnitten zu werden, den Beckenbereich zu rasieren, die Haare aus den Achselhöhlen herauszureißen, den Schnurrbart kurz zu schneiden und die Fingernägel zu schneiden.“

Bukhary Band 8, Buch 74, Nummer 312

Vier dieser fünf Traditionen sind relativ harmlos. Die genitale Verstümmelung bei Männern ist in sunnitischen oder auch schiitischen Ländern leider gang und gäbe. Die Beschneidung lässt sich nirgends im Koran finden. Gott ist nicht vergesslich und Seine Worte gehen niemals aus (18:109; 31:27). Die Frage lässt sich stellen: Ist Gottes Schöpfung etwa fehlerhaft, dass wir nachträglich einen Eingriff vornehmen müssen? Dann sind es also WIR Menschen, die diese Schöpfung korrigieren wollen? Nach den Aussagen des Koran wurde der Mensch im biologischen Sinne in bester Form geschaffen (95:4). Siehe auch folgende Koranverse hierzu 4:119; 13:8; 25:2; 32:7; 40:64; 64:3; 82:6-9. Interessant ist auch, dass im Hadith die „al-fitra“ falsch wiedergegeben wird und auf Unwissenheit begründet ist, denn es lässt sich einfach recherchieren, dass in den überlieferten Evangelien und Büchern der Propheten andere Stellen zu finden sind:

Seine Jünger fragten ihn: „Ist die Beschneidung nützlich oder nicht?“ Er sagte zu ihnen: „Würde sie nützen, dann würde ihr Vater sie in ihrer Mutter beschnitten entstehen lassen. Die wahre Beschneidung im Geiste aber, sei erwies sich als durchaus nützlich.“

Thomasevangelium, Vers 53

Willst du dich, Israel, bekehren, spricht der HERR, so kehre dich zu mir! Und wenn du deine greulichen Götzen von meinem Angesicht wegtust, so brauchst du nicht mehr umherzuschweifen, und wenn du ohne Heuchelei recht und heilig schwörst: «So wahr der HERR lebt», dann werden die Heiden in ihm gesegnet werden und sich seiner rühmen. Denn so spricht der HERR zu denen in Juda und zu Jerusalem: „Pflüget ein Neues und säet nicht unter die Dornen! Beschneidet euch für den HERRN und tut weg die Vorhaut eures Herzens, ihr Männer von Juda und ihr Leute von Jerusalem, auf dass nicht um eurer Bosheit willen mein Grimm ausfahre wie Feuer und brenne, so dass niemand löschen kann.

Jeremia 4:1-4

Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass ich heimsuchen werde alle, die an der Vorhaut beschnitten sind, nämlich Ägypten, Juda, Edom, die Ammoniter, Moab und alle, die das Haar rundherum abscheren, die in der Wüste wohnen. Denn alle Heiden sind nur unbeschnitten, aber ganz Israel hat ein unbeschnittenes Herz.

Jeremia 9:24-25

Der Penis ist das Symbol für die Sexualität des Mannes. Er steht für die Virilität schlechthin. Trotzdem wird ausgerechnet an diesem ebenso zentralen wie empfindlichen Organ eine der weltweit häufigsten Operationen durchgeführt. Eine Operation, für die es in fast allen Fällen keinen zwingenden medizinischen Grund gibt. Eine Operation, der der Patient zudem nur in den seltensten Fällen zugestimmt hat: die Beschneidung, in der die Genitalien des Patienten oder der Patientin verstümmelt wird.

Eines steht zumindest fest: Das Gewebe der Vorhaut ist etwas ganz Besonderes. Dr. David Gollahrer, Präsident des California Healthcare Institute, sagt dazu:

Im Gewebe der Vorhaut finden sich Fibroblasten. Das sind Zellen, die im menschlichen Körper sehr selten sind und die sogar in der Lage sind, neues Gewebe zu bilden. Inzwischen gibt es sogar schon Biotechnik-Unternehmen, die mit Hilfe der Fibroblasten neues Gewebe für Verbrennungsopfer oder Diabetiker mit Läsionen erzeugen wollen. Der Leiter einer dieser Firmen erklärte mir, dass man mit einer einzigen Vorhaut soviel neue Haut produzieren kann, dass sie mehrere Fußballfelder bedecken würde. Das ist wirklich ein außergewöhnliches Material und die Leute wissen gar nicht, was sie verlieren, wenn ausgerechnet dieses Gewebe entfernt wird.

Kurzum kann gesagt werden: Es gibt keine medizinischen, notwendigen Gründe für die ‚Beschneidung‘, ohne eine vorherige, klare Komplikation. Viele der wissenschaftlichen Untersuchungen zeigen sogar deutlich, dass die koranische Beschreibung des Menschen gerechtfertigt ist. Es hat schon Sunniten gegeben, die auf dieses Thema wie folgt reagiert haben:

Der Koran erwähnt die Beschneidung nicht, da diese unmissverständlich und mit aller Härte in der Thora Erwähnung findet und vom Propheten in der Sunna eindeutig festgelegt ist.

Es ist ganz klar. Für uns Gottergebene, die sich für den Koran entschieden haben, ist der Koran allein gültig und es besteht kein Bedarf, willkürlich irgendwelchen Gesetzen anderer Bücher zu folgen – wieso beachten wir dann, wenn wir andere Bücher für uns verbindlich erklären wollten, nur einen Teil der Thora und den anderen wiederum nicht? Es ist also offensichtlich, dass hier der Schmerz tief sitzt, die Tradition hinter uns zu lassen, mit der wir aufgezogen wurden und die einen tiefen Einschnitt in unser Leben vornahm.

Vielmehr sehe ich in der ‚Beschneidung‘ die Übernahme von jüdischen Vorstellungen. In Kapitel fünf des Koran werden die Juden getadelt, wie sie es wagen können Mohammed zum Richter zu erheben, wo sie selbst doch die Thora haben (5:43). Jetzt lässt sich also fragen: Wie können wir die Thora zum Richter erheben, wo wir doch den Koran haben? Eine weitere Problematik dieser Argumentation lässt sich wie folgt aufzeigen: Im Koran steht auch nichts von der Steinigung geschrieben – aber in der Thora. Ist dies nun auch so zu sehen, dass die Steinigung ein Teil der Lebensweise von gottergebenen Menschen sein sollte?

Gemälde, das eine Beschneidung bei einem Baby darstellt
Foto: Karl Steel, CC BY-NC-SA 2.0

Altertümliche Blut- und Verstümmelungsrituale werden als Gottes Wille dargestellt, statt ehrlicherweise auf überlieferte Sitte zu verweisen. Aber, vielleicht ist es ja der Satan in uns, der hier im Einsatz ist. Nur Blindheit und Rohheit führen dazu, dass anderen und eigenen Kindern sinnlos Leid angetan wird. Es kann kein Gott sein, der etwas derartiges von uns verlangt, und deshalb hat sich jeder dafür einzusetzen, dass diese satanische, Gottes Schöpfung verletzende und Seinen Namen missbrauchende Praxis als solche gebrandmarkt wird, als dass sie ausschließlich in die Geschichtsbücher gehört – als Beleg dafür, welchen Einfluss Unwissenheit und blinder (Auserwähltheits-)Glaube auf viele Menschen einst ausübte, dass sie ihren eigenen Kindern solches Leid antaten.

Da bei dieser Aufklärungsarbeit keine realen religiösen Gefühle verletzt werden, da es sich dabei nicht um Religion handelt, besteht auch kein Grund, zurückhaltend vorzugehen, gar Rücksichten zu nehmen auf jene, die Straftaten an Kindern praktizieren oder gutheißen. Deshalb ist es dermaßen wichtig, dass Muslime beginnen, die mit diesem dem Judentum entlehnten Blutritual der Genitalverstümmelung aufgehört haben, darauf hinzuweisen, dass derlei im Koran nicht zu finden ist – ganz im Gegenteil.

Der subjektive, also persönliche Umgang mit der Genitalverstümmelung mag einen tolerant gegenüber diesem Vorgang machen. Doch laut Koran ist das eine Änderung in der Schöpfung Gottes (4:119) und demnach sollten wir das auch richtig und angemessen bezeichnen, damit wir uns dessen Bedeutung auch bewusst sind.

(Satan sagt:) „Und ich werde sie irreführen, und ich werde sie Wünschen nachjagen lassen, und ich werde ihnen befehlen, und sie werden die Ohren der Herdentiere abschneiden, und ich werde ihnen befehlen, und sie werden die Schöpfung Gottes verändern.“ Und wer sich den Satan anstelle Gottes zum Freund nimmt, der wird einen offenkundigen Verlust erleiden.

Koran 4:119

Mögen wir alle soweit aufgeklärt sein, dass wir den eingeflüsterten (ideologisch begründeten) Befehlen Satans kein Gehör mehr verschaffen.

Weitere Informationen: http://pro-kinderrechte.ch/

Sura Yasin für die Toten und das Koranlesen als Sport

Ich suche Zuflucht bei meinem Herrn vor dem verworfenen Teufel,
Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen,

Die Sura Yasin ist die 36. im Koran. Bei unseren Koranlesungen wurde ich einmal von einer türkischen Schwester gefragt, woher dass es komme, dass ihrer Erfahrung nach besonders Sura Yasin dermaßen oft rezitiert wird und auch wieso sie ebenso für die Toten rezitiert wird bei Begräbnissen und dergleichen. Die Antwort ist einfach: aus den zweifelhaften Quellen der Ahadith entspringt die abergläubische Vorstellung, dass das bloße Rezitieren gewisser Suren Heil, Glück, gar Gesundheit oder Reichtum bringe. Ahadith über den Thronvers (ayatul kursi) bis hin zu den Ahadith über die sogenannten Schutzsuren verstärken den Aberglauben der blinden Folger dieser Ahadith. In dieser Arbeit sollen einige recht abenteuerliche Ahadith aufgezeigt werden, deren Authentizität von den Hadith-Anhängern angenommen wird, deren Inhalte jedoch bar jeglicher koranischer wie auch vernünftiger Grundlage sind.

Es ist mittlerweile dermaßen zur Gewohnheit geworden, blind und ohne Verständnis Koranpassagen auf Arabisch nachzuplappern, dass Bücher, die Duas (Bittgebete) enthalten einen erstaunlichen Absatz finden. Ein Beispiel sei hier erwähnt: Dalaa’il al-Khayraat, welches dermaßen schluderig ist, weil es viele schwache (da’if) und erfundene Ahadith beinhaltet, dass bereits sunnitische Gelehrte gegen dieses Buch vorgehen. Bücher wie diese sagen dem frommen Muslim, welche Suren und Duas er zu sagen habe nach diesem oder jenem Gebet. Das Aufsagen von Duas wurde regelrecht zum Sport. Und es gibt auch bereits Apps auf dem App-Markt, die einen Zähler anbieten, um auch ja nicht zu vergessen, wie oft man bereits diese oder jene Dua rezitiert hat – ohne sie zu verstehen, weil sie ja auf Arabisch rezitiert werden muss! Der Teufel hat wahrlich eine gute Arbeit geleistet, Millionen von Muslimen von den Inhalten des Koran zu entfernen und sie angeleitet zu blinden, naiven Schafen zu werden, die diesen Büchern alles glauben und wie eine Zählmaschine Inhalte sinnlos von sich geben. Das Koranlesen ist zum Sport mutiert. So überrascht es auch nicht, dass es Koranmeisterschafen gibt, bei der auf die schönste Art und Weise der Koranrezitation Acht gegeben wird! Sehr selten verstehen die Rezitatoren, was sie da von sich geben.

Jedoch bleibt es nicht nur beim Sport, sondern haben berühmte Suren auch schon unterschiedliche Namen erhalten. Die wohl bekanntesten fünf möchte ich hier nennen:

Bekannte Dua-Suren:

  1. Sura ALHAMDU
  2. Sura INNAFATAHNA
  3. Sura ALLAHUS SAMAD
  4. Sura AMMA YATAS’ALUN
  5. Ayat Karimah („Lailaha illa anta Subhanaka inna Kunto minazzalimeen“)

Originalname:

  1. Al-Fâtihah (die Eröffnende), erste Sura des Koran
  2. Al-Fath (der Sieg), Sura 48 im Koran
  3. Al-Ikhlaas (die Reinheit), Sura 112 im Koran
  4. Al-Naba’ (die Ankündigung), Sura 78 im Koran
  5. Sura 21 (die Propheten), Vers 87

Es gibt noch zahlreiche weitere Umbenennungen, welche meist einfach den ersten Vers der jeweiligen Sura als Namen übernehmen.

 

Beispiele zum Aberglauben aus den Ahadith

Oder: So viel Gutes für so wenig tun

Es wird geglaubt, dass der Vers „Qul huwa Allahu ahad“ (Sage: Gott ist Einer.) aus Sura 112 bereits für sich einem Drittel des Koran gleiche (Al-Bukhary, 4627; Al-Musnad, 10965; Hasan, Al-Tirmidhi 2896; Hasan Sahih, Al-Tirmidhi 2899). Aber nicht nur dieser eine Vers ist ein Drittel des Koran, sondern auch „Allahu ahad, as-samad“ zu sagen würde einem koranischen Drittel gleichkommen (Al-Bukhary, 4628). Hierbei gibt es auch Differenzen des Verständnisses, denn die Gelehrten können sich nicht einigen, ob dieser Hadith die gesamte Sura 112 meine, die ein Drittel des Koran sei, oder ob wirklich nur dieser Ausspruch einem koranischen Drittel entspräche. Welche Tragödie! Es gibt auch andere Verse, die laut Ahadith an sich bereits besser als 1000 Verse seien. Es ist ein Wahnsinn zu erkennen in diesen Büchern, wobei einzelne Verse aus dem Buche Gottes herausgenommen und in einen Wettbewerb gesteckt werden, welcher nun eine größere Anzahl an Versen übertrumpfe! Dies ist alles ein Zeichen davon, dass man dem Irrglauben folgt, dass das bloße Rezitieren des Koran bereits eine gute Tat darstelle. Durch die Ahadith will man es sich natürlich leichter machen, den ganzen Koran zu rezitieren wäre ja doch zu anstrengend! Vom Verstehen reden wir noch gar nicht einmal.

In Al-Bukhary 4630 steht, dass der Prophet gepflegt haben soll beim Zubettgehen in seine Hände zu blasen und die letzten drei Suren des Koran zu rezitieren, um danach mit seinen Händen seinen ganzen Körper abzuwischen. Dies würde er insgesamt dreimal verrichten. Insbesondere das in die Hände blasen ist in weiten Teilen der Türkei bei älteren Generationen verbreitet. Sie glauben innigst daran, dass damit schlechte Einflüsse „weggeblasen“ werden!

Abu Huraira, der bekannt ist für die zahlreichen irrsinnigen und abergläubischen Ahadith und der von Umar geschlagen wurde, weil er Lügen verbreitete, genießt trotz alledem Ansehen bei den meisten sunnitischen Gelehrten, die blind die Gelehrten aus dem achten und neunten Jahrhundert nachmachen. Denn dieser überlieferte, dass der Prophet einem Mann das Paradies zusprach (als ob er stellvertretend für Gott entscheiden könne!), allein weil er die Sura 112 rezitierte!

Abu Huraira berichtete, dass der Prophet einen Mann Qul huwa Allahu ahad rezitieren hörte und sagte: „Es ist sein Recht.“ Sie fragten: „O Gesandter Gottes, was ist sein Recht?“ Er sagte: „Paradies ist sein Recht.“ – Berichtet durch Ahmad, 7669

Wer diese Sura 112 insgesamt zehn Mal rezitiere, so würde Gott dieser Person ein Haus im Paradies bauen (siehe Sahih al-Jaami’ al-Sagheer, 6472)!

Zur „Ayat Karimah“ gibt es natürlich auch eigene Überlieferungen, die besagen, dass Gott dem Betenden, der diesen Vers rezitiert, auf jeden Fall antwortete (Al-Tirmidhi, 3427 und Sahih al-Jaami’, 3383). In einer anderen Überlieferung wird der Inhalt des Verses aus seinem Kontext gelöst und ihm wird gar garantierte, Stress reduzierende Wirkung nachgesagt. (Al-Haakim; Sahih al-Jaami’, 2605).

Allahs Gesandter habe gesagt: „Steigert Freitags tagsüber und in der Nacht die Anzahl von Salawât auf mich. Wer das tut, für den werde ich Zeuge und Fürsprecher am Tage der Auferstehung sein.“ – Anas und Bayhaqi; aus Mukhtaar al-Ahadith an-Nabawiyya, S. 27 von Ahmad Al-Hâschimî

In diesem jeglicher Vernunft beraubten Hadith gibt es gleich zwei grobe und einen kleineren Fehler. Erstens wird die Mythologie der Fürsprache als ein Teil der Religion vermittelt. Zweitens gründen diese sogenannten „Salawat“ auf keinerlei koranischer Basis. Siehe hierzu: Koran, Hadith und Islam. Drittens widerspricht es der Vernunft. Wie sollte Mohammed, der verstorben ist und uns nun weder hören noch sehen kann, keinerlei Möglichkeit hat uns zu schaden oder uns zu nützen, am Jüngsten Tag wissen, wer diesen Hadith überhaupt befolgt hat? Der einzige Allwissende ist Gott der Schöpfer. Vielmehr ist doch im Koran zu sehen, dass der Prophet erst am Jüngsten Tag bemerken wird aufgrund der Urteile Gottes, dass sein Volk den Koran verlassen hat:

25:30 Und der Gesandte wird sprechen: „O mein Herr, mein Volk hat wirklich diesen Koran verlassen!“

Wir sollten uns nicht auf die Hilfe vergänglicher Menschen verlassen, auch nicht auf die der Propheten. Denn im Koran steht geschrieben:

9:80 Bitte um Vergebung für sie, oder bitte nicht um Vergebung für sie. Wenn du auch siebzigmal um Vergebung für sie bittest, Gott wird ihnen niemals vergeben.

28:56 Du kannst nicht rechtleiten, wen du gern möchtest. Gott ist es, der rechtleitet, wen Er will. Er weiß besser, wer der Rechtleitung folgt.

Hiermit wird wieder einmal klar und deutlich, wie sehr die Ahadith dem Koran widersprechen können. Dies auch dann, wenn sie in erster Linie dem Koran nicht zu widersprechen scheinen. Aus diesem Grund ist es ratsam, sich von den Ahadith fern zu halten. Denn selbst wenn sie von den Gelehrten als „sahih“, also authentisch eingestuft werden, widersprechen sie oft dem Koran. Und der Prophet würde nie etwas gegen Gottes Buch predigen, weshalb er von diesen Aussprüchen losgesagt werden muss. Den Namen des Propheten nicht mehr mit diesen Ahadith in Verbindung zu bringen, ist ein Akt der wertschätzenden und achtsamen Liebe ihm gegenüber. Denn die Ahadith sind eine Quelle der Zweifel und eine Religion kann nicht auf Zweifel gestützt werden.

Es gibt noch zahlreiche weitere Ahadith, die diesen und ähnlichen Irrsinn und Aberglauben verbreiten. So ist das Lesen der letzten zehn Verse Sura Al-Kahf (18. Sura), wohlgemerkt nicht die gesamte Sura, plötzlich wie ein Schutzamulett gegen den Antichristen (berichtet durch Al-Tabarânî in „Al-Mu´dscham Al-Ausat“, von Al-Albânî in „Al-Dschâmi´“ als authentisch befunden; siehe auch Muslim 1766). Je nach Hadith sind es aber plötzlich nur die ersten drei Verse dieser Sura, deren Rezitation vor der Versuchung des Antichristen bewahre (durch Abu Darda überliefert, Hasan Sahih, Al-Tirmidhi 2886).

Es sei nur am Rande erwähnt, dass die Idee des Antichristen im Koran nirgends vorkommt und eine Erfindung der Hadith-Literatur darstellt. Bei genauerem Hinsehen wird es auch klar, dass ehemalige christliche Konvertite die Idee des rückkehrenden Jesus in den Islam eingeführt haben, weil sie von ihren alten Vorstellungen schwer loslassen konnten.

Bezüglich derselben Sura meinen Al-Baihaqy (3/249) und Al-Hâkim (2/399), die natürlich durch Al-Albânî (Sahih al-Dschami‘, 6470) ebenfalls als authentisch eingestuft wurden, dass bloßes Lesen der Sura Al-Kahf an einem Freitag einen Menschen bis zum nächsten Freitag erleuchtete! So ist bei jungen und älteren Muslimen zu sehen, die ihren Verstand ausgeschaltet haben, dass sie möglichst schnell diese Sura lesen wollen.

Mit all diesem Aberglauben wird das Koranlesen zum Sport, im Wettrennen danach, wer welche Sura am meisten gelesen hat, weil er damit irgendwelche Punkte sammeln könnte (sogenannte Hasanât), die ihm am Jüngsten Tag gutgeschrieben würden. In gewissen Kreisen erhofft man sich gar Reichtum durch alleiniges Lesen der Sura Al-Wâqi’a in einer Nacht, um niemals von Armut getroffen zu werden – der Aberglauben ist dermaßen gefestigt, dass sie auch als Sura des Reichtums bekannt ist! (Siehe Ibn Asakir und Ibn Sunni 620)

Mögen wir Zuflucht bei Gott suchen vor solch unsinnigem Aberglauben, der vom Teufel kommt!

Englische Übersetzung der Ahadith

From Qutaadah ibn al-Nu’maan (may Allaah be pleased with him) who said that a man stayed up to worship Allaah at the time of the Prophet (peace and blessings of Allaah be upon him) just before dawn and recited “Qul huwa Allaahu ahad,” but did not recite anything else. In the morning, the man came to the Prophet (peace and blessings of Allaah be upon him) and told him about this, thinking that perhaps he was not doing enough. The Messenger of Allaah (peace and blessings of Allaah be upon him) said: “By the One in Whose hand is my soul, it is equivalent to one-third of the Qur’aan.” (al-Bukhaari, 4627).

Ahmad reported from Abu Sa’eed al-Khudri that a man said, “O Messenger of Allaah, I have a neighbour who prays at night and he only ever recites ‘Qul huwa Allaahu ahad’” – as if he did not think much of this. The Prophet (peace and blessings of Allaah be upon him) said: “By the One in Whose hand is my soul, it is equivalent to one-third of the Qur’aan.” (al-Musnad, 10965)

Abu Sa’eed al-Khudri (may Allaah be pleased with him) said: “The Prophet (peace and blessings of Allaah be upon him) said to his Companions: ‘Could any one of you not recite one third of the Qur’aan in one night?’ They found the idea too difficult, and said, ‘Who among us could do that, O Messenger of Allaah?’ He said, ‘Allaahu’l-ahad, al- samad [i.e., Soorat al-Ikhlaas] is one third of the Qur’aan.’” (Reported by al-Bukhaari, 4628)

‘Aa’ishah reported that when the Prophet (peace and blessings of Allaah be upon him) went to bed, he would cup his hands together, blow into them and recite into them Qul huwa Allaahu ahad [Soorat al-Ikhlaas], Qul a’oodhu bi Rabbi’l-falaq [Soorat al-Falaq] and Qul a’oodhu bi Rabbi’l-naas [Soorat al-Naas] (these are the last 3 soorahs of the Qur’aan – Translator). Then he would wipe as much of his body as he could with his hands, starting with his head and face, and the front of his body. He would do this three times. (Reported by al-Bukhaari, 4630)

Abu Hurayrah reported that the Prophet (peace and blessings of Allaah be upon him) heard a man reciting Qul huwa Allaahu ahad, and said, “It is his right.’ They asked, ‘O Messenger of Allaah, what is his right?’ He said, ‘Paradise is his right.’ (Reported by Imaam Ahmad, 7669)

The Prophet (peace and blessings of Allaah be upon him) said: “Whoever recites Qul huwa Allaahu ahad ten times, Allaah will build for him a house in Paradise.” (Saheeh al-Jaami’ al-Sagheer, 6472).

Sa’d said: “The Messenger of Allaah (peace and blessings of Allaah be upon him) said: ‘The call of Dhoo’l-Noon [Yoonus/Jonah], which he recited when he was in the belly of the fish, ‘La ilaaha illa anta subhaanaka innee kuntu min al-zaalimeen. There is no Muslim who recites this in any situation, but Allaah will respond to him.” (Reported by al-Tirmidhi, 3427, and classed as saheeh in Saheeh al-Jaami’, 3383).

The Prophet (peace and blessings of Allaah be upon him) said: “Shall I not tell you of something which, if some of the misery and distress of this world befalls a man and he recites it, he will be relieved of his stress. It is the du’aa’ of Dhoo’l-Noon: ‘La ilaaha illa anta subhaanaka innee kuntu min al-zaalimeen.’” (Reported by al-Haakim; Saheeh al-Jaami’, 2605).

‘Irbaadh bin Saariyah (R.A.) narrates that the Prophet (S.A.W.) used to recite the Musabbihaat, i.e. Surah Hadeed, Surah Hashar, Surah Saff, Surah Jumu’ah and Surah Taghaabun before sleeping and he stated that: “Indeed amongst them is a verse that is more virtuous than a thousand verses. (Abu Dawood, Vol. 2, Page 333, Tirmidhi, Vol. 2, Page 178) The verse referred to in the above Hadith is “Huwal Awwalu wal Aakhiru waz Zaahiru wal Baatinu wa Huwa bi kulli Shayin ‘Aleem. (Tafseerul Qur’anil ‘Azeem, Vol. 4, Page 385)

Stichwortartig möchte ich hier noch weiteren Aberglauben anführen, ohne diese weiter zu kommentieren. Ziel ist, dass die Muslime wissen, woher diese oder jene Praxis herkommt, damit man weiß, dass solch ein Aberglaube rein gar nichts mit der auf Vernunft und Hingabe basierten Religion Gottes zu tun hat.

Abu Huraira überlieferte, dass Satan nicht in ein Haus trete, wo die zweite Sura des Koran, „die Kuh“ genannt, rezitiert werde. (Hassan Sahih, Al-Tirmidhi 2877)

Wer morgens die ersten drei Verse von Ha-mim, al-Mumin sowie den Thronvers (2:255) rezitiere, wäre dadurch bis zum Abend geschützt und wer sie abends rezitiert, natürlich bis zum Morgen geschützt. (Gharib, Al-Tirmidhi 2879)

Abu Huraira überlieferte, dass wer nachts die beiden letzten Verse von al-Baqara (die Kuh) rezitiere, durch sie schon bewahrt (kafatahu) sei. (Hasan Sahih, Al-Tirmidhi 2881)

Abu Huraira berichtete, dass die ersten 30 Verse der Sura Al-Mulk dafür sorgten, dass man solange Fürsprache erhält, bis einem vergeben wird. (Hasan, Al-Tirmidhi 2891; Fath al Qadir 5/257, Sahihul Jamiea 1/680, Tabrani in Al-Awsat & Ibn Mardawaith)

Anas ibn Malik sagte: Wer „Wenn … erbebt“ rezitiert (Sura az-zilzal, das Erdbeben), ist das gleich der Hälfte des Koran, und wer „Sag, oh ihr Ungläubigen“ (Sura al-kafirun) rezitiert, so ist das gleich einem Viertel des Koran und wer „Sag Allah ist Einer“ (Sura Al-Ikhlas) rezitiert, so ist das gleich einem Drittel des Koran. (Hasan, Al-Tirmidhi 2893)

Die Sura Al-Mulk sei der Schutz vor dem Plager im Grab. (Sahihul Jamiea 1/680, Hakim 2/498 & Nasai)

Ich möchte nicht nur kritisch die Ahadith zitieren, denn es kann durchaus sein, dass man auf Ahadith stösst, deren Inhalt auf unabhängiger Basis davon, ob der Prophet sie nun gesprochen haben soll oder nicht, eine mögliche Variante darstellen können, wie wir vorgehen. Es gibt ein Bittgebet (Du’a), das man sprechen kann, wenn man die Gräber besucht. Dabei sollte man stets im Hinterkopf haben, dass diese Bittgebete dafür da sind, dass unsere Herzen Ruhe finden mögen und bei Gott nichts bewirken können, wenn Gott die entsprechende Person verurteilen will. In arabischer Lautschrift lautet das Bittgebet wie folgt:

As-Salamu ‘ala Ahli d-Diyari min al-Mu’minina wal-Muslimina yarhamu-llahu l- Mustaqdimiina minna wa l-Musta’khirina wa innaa in scha’-Allahu bikum Laahiqun.«

Deutsche Übersetzung: Der Frieden sei mit den Leuten der Unterkünfte (dieser Gräber), die von den Gläubigen und den Gottergebenen sind. Möge Gott sich jener erbarmen, die uns vorausgegangen sind, und jener, die uns folgen werden. Und gewiss werden wir so Gott will euch nachfolgen.“ (aus Sahih Muslim, Bd. 2, S. 461f., Nr. 2127)

Hierbei sollte aber betont werden, dass dies weder als islamische Pflicht noch überhaupt als islamisch verstanden werden darf. Nirgends im Koran wird uns gesagt, was wir sagen müssten oder sollten. Es wird aber auch nicht verboten. Lediglich das Beten und Stehen an den Gräbern jener, die gegen Gott vorgingen und die Gottergebenen verraten haben, werden uns verboten (9:83-84).

Sura Yasin, die Ahadith und die Toten

Die Sura Yasin betreffend gibt es ebenso viele Ahadith, die zwar schwach sind, dies aber die Menschen nicht davon abhält, ihren Inhalten als absolute Wahrheit zu folgen. Diese Sura wird aufgrund der Ahadith auch als „Herz des Koran“ beschrieben (Musnad, 5:26 nach türkischer Ausgabe; siehe auch Gharib, Al-Tirmidhi 2887, dieser Hadith wird von Al-Albany als erfunden klassifiziert), was aber nirgends im Koran erwähnt wird. Wer die Sura Yasin rezitiere, hätte damit gleich zehnmal den Koran rezitiert! (Maqal, Tirmidhi 2812/A & Dhahabi)

Bezüglich der Sura Yasin gibt es ebenso etliche Ahadith, die ähnlichen Aberglauben verbreiten. So würden sowohl weltliche als auch spirituelle Bedürfnisse erfüllt werden, wenn man diese Sura früh genug rezitiert, nämlich am „frühen Teil des Tages“:

The Hadith mentioned by ‘Ataa bin Abi Rabaah (R.A.) states that the Prophet (S.A.W.) said: “Whosoever recites Surah Yasin in the early part of the day his needs will be fulfilled.” (Mishkaat, Page 189)

It is stated in Mirqaat, Sharah Mishkaat under the commentary of the above Hadith that ones worldly needs and the needs pertaining to the Deen and the Hereafter will be fulfilled. (Mirqaat, Sharah Mishkaat, Vol. 4, Page 681)

Insbesondere erreicht der Aberglaube bezüglich Yasin einen weiteren Gipfel, wenn es das Lesen dieser Sura an den Grabstätten anbelangt:

„Diejenigen, welche am Freitag die Ruhestätte ihrer Mutter oder ihres Vaters besuchen und aus der Sure Yasin vorlesen, vergibt Allah dem Inhaber des Grabs.“ – Ibni Mace- Tercemesi, 4:274 nach türkischer Ausgabe

„Derjenige, welcher jeden Freitag die Begräbnisstätte seiner Eltern besucht und aus der Sure Yasin vorliest, werden nach der Anzahl der Ayet (Qur`anverse) und Buchstaben die Sünden vergeben.“ – (Aus dem Türkischen): Ianetu’talibin, 2/162-1418/1997; Hadis: Kenzu’l-Ummal, h. No:45486

„Lest die Yasin auf eure Toten!“ – Abû Dâwûd und An-Nasâ’iyy in ‚Amali l-Yawm Wa l-Laylah, auch Ibn Maadschah und Ahmad Ibn Hanbal, Al-Hakim und Ibn Hibbân.

„Yasin ist das Herz des Qur’an und die Person die, die Akzeptanz von Allah und das Jenseits beabsichtigt, rezitiert sie nicht, außer dass sie dadurch die Vergebung erhält, so rezitiert sie auf eure Toten.“ – überliefert von Ahmad Ibn Hanbal in seinem Musnad.

„Abdullah Ibn Umar sagte, dass er den Gesandten von Allah sagen gehört habe: Wenn einer von euch stirbt, so eilt mit ihm zu seinem Grab und lest an seiner Kopfseite die Al-Fâtihah und an seiner Fußseite das Ende der Al-Baqarah an seinem Grab.“ – At-Tabaraaniyy in seinem Buch Al-Mu’djim Al-Kabiir und der Hadithgelehrte Ibn Hadjar sagte darüber in seiner Erläuterung von Al-Bukhaariy im 3. Band auf Seite 184: „At-Tabarâniyyu überlieferte dieses mit einer Hassan (starken) Überlieferungskette“.

„Es ist bei den Gelehrten beliebt den Qur’an am Grab zu rezitieren.“ – An-Nawawiyy

Es sei über den Propheten gesagt worden, dass er gesagt habe: „Wer auch immer nachts die Surah Yasin rezitiert, um Gottes Wohlgefallen zu erlangen, Allah wird ihm vergeben.“ – Ibn Hibban, Darimi 3283/A, Abu Yala, Tabarani, Bayhaqi und Ibn Mardawaih

Von Anas ibn Malik berichtet: „Wenn jemand einen Friedhof betritt und Sura Yasin rezitiert, der erleichtert sie ihnen (d.h. die Qualen) an diesem Tag, und der erhält so viel Lohn gutgeschrieben, wie die Anzahl der Toten auf dem Friedhof.“ – Al-Albani sagte in al-Da’ifah (1246): „Der Hadith ist mawdu‘ (erfunden). Er wurde von al-Tha’labi in seinem Tafsir (3/161/2) überliefert.“

Ein weiterer Hadith hierzu: Ma’qal ibn Yassar berichtete im Namen des Propheten: „Rezitiert Yasin bei euren sterbenden Angehörigen.“ – Überliefert von Abu Dawud (3121), Ibn Majah (1448), Ahmad und Nasa’i – Al-Albani sagte hierzu in Ahkam al-Jana’iz, S. 11: „Was das Rezitieren der Sura Yasin bei den (gerade) Sterbenden betrifft und ihn in Gebetsrichtung (Qibla) zu drehen, so gibt es diesbezüglich keinen einzigen authentischen Hadith.“ Hakim meinte zu diesem Hadith jedoch, dass er streng authentisch sei (sahih). Dies ist typisch für die Welt der Hadith-Literatur, der eine Gelehrte hält den Hadith für erfunden, wobei ein anderer denselben Hadith als authentisch erachtet. Für den einfachen Gottergebenen, der einfach nur seine Religion kennen und leben möchte, erscheint es unmöglich, selbst zu entscheiden, was zu tun ist. Doch die Lösung ist einfach und klar: Gottes Buch der Koran ist vollständig detailliert und beinhaltet alles, was wir brauchen.

Das geistlose Rezitieren der Sura Yasin und anderer Suren ist zu einem Sport mutiert unter den sunnitisch und schiitisch geprägten Muslimen. Millionen von Muslimen rezitieren heute die Sura Yasin an den Grabstätten, weil es ihnen so beigebracht wurde. Doch gerade diese Sura Yasin, welche praktisch den Toten gewidmet wurde, beinhaltet den einzigen Vers, der uns mitteilt, dass der Koran für die Lebenden gesandt wurde! Welche Ironie! Zusätzlich ist zu sagen, dass das Rezitieren der Sura Yasin für die Toten geschieht, die aber nichts mehr hören können!

36:69 Und wir lehrten ihn nicht das Dichten und dies gebührt ihm nicht! Er ist doch nichts anderes außer Ermahnung und ein klarer Koran,
36:70 damit er diejenigen warnt, die lebendig sind, und das Gesagte über die Ableugner sich verwirklicht.

Die Menschen, die ihren Verstand nicht gebrauchen, die nicht zu den Lebendigen gehören wollen, indem sie die Botschaft des Koran missachten, obwohl sie darin lesen, werden im Koran als Esel bezeichnet, die Bücher auf ihrem Rücken tragen (62:5).

2:44 Befehlt ihr den Menschen die Aufrichtigkeit und vergesst euch selbst, wo ihr doch die Schrift vortragt. Seid ihr nicht vernünftig?

Befolgen wir Gottes Anweisungen im Buch, um zu den Lebendigen zu gehören, die zur Quelle allen Lebens gelangen wollen: zu Gott, dem Schöpfer.

Gepriesen sei der Herr in Seiner Weisheit und Allmacht. Ich wünsche uns allen die Rechtleitung von Gott und verbleibe

in Frieden

Die Shahadah: Das Glaubensbekenntnis der Ergebenen

Kapitel 22 aus dem Buch ‚My Journey from the Christianity of Ahlul Sunnah Wal Jamaah to the Islam of the Prophet‘ von Saim Bakar, übersetzt aus dem Englischen und mit einem Kommentar von Kerem A.

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Die Shahadah

Die falsche Kalimah Shahada von Abu Huraira und der Ehli-Sunna

Wir haben gesehen, wie sich der Islam von der Perfektion hin, welcher immer noch in den Seiten des Korans wiederzufinden ist, zu einem arabischen Heidentum der mittelalterlichen Wüste entwickelt hat – welches eigentlich ein Plagiat der christlichen Bibel ist. In diesem Kapitel des Buches werden wir ein Beispiel der Ehli-Sunna wal Jamaah und der Schiiten besprechen, welches wieder einmal in Widerspruch zum Koran steht.

Die falsche Shahadah

Um ihren Glauben in ihrer Religion zu bekennen, gebrauchen Sunniten und Schiiten folgende Aussage: „Ich bezeuge, dass es keine Gottheit außer Gott gibt und ich bezeuge, dass Mohammed der Gesandte Gottes ist.“ (Arabische Transliteration: „Ash hadu an laa ilaaha illallaahu wa ash hadu anna muhammadun rasulallah“). Die Schiiten fügen teilweise folgende Wörter hinzu: ‚wa Ali Waliullah‘ (und Ali ist der Statthalter Gottes).

Dieses Zeugnis wird Shahadah genannt und gemäß sunnitischem Glauben muss es von jedem Sunniten als eine Beglaubigung ihrer Loyalität zu ihrer Religion rezitiert werden. Infolgedessen wird jede Person, welche nicht „bezeugt“, von ihnen nicht als Sunnit akzeptiert.

Jedoch wurde dieses Zeugnis nicht von den wahren Lehren des Propheten, welche im Koran wiedergefunden werden, dem wahrhaftigen Wort Gottes, sanktioniert.

Die Sunniten mögen erstaunt über diese Stellungnahme sein, insbesondere deshalb, da die Shahadah als das Fundament des sunnitischen Glaubens betrachtet wird. Dies ist der Grund, wieso es wichtig ist, eine gründliche und kritische Analyse durchzunehmen, bevor irgendwelche impulsive Schlussfolgerungen gemacht werden.

Für die Sunniten ist der Zweck der Shahadah vielerlei. Zum Beispiel betrachten die Sunniten das rituelle Gebet (für Gott) für ungültig, wenn die Shahadah nicht rezitiert wurde. Auch bevor ein Neuling in der sunnitischen Religion akzeptiert wird, muss eine öffentliche Aussage gemacht werden, indem er/sie die Shahadah vor Zeugen rezitiert. In einigen Ländern werden Konvertiten „Zertifikate“ ausgestellt, nachdem die Shahadah ausgesprochen wurde, um zu bestätigen, dass sie in die sunnitische Gemeinde „aufgenommen“ wurden. Allerdings ist es unbekannt ob solche „Zertifikate“ auch ehrenamtliche Pässe ins Paradies sind!

Jemanden oder etwas neben Gott teilhaben zu lassen ist als „shirk“ bekannt, die höchste Art von Blasphemie, welche Gott nicht vergibt. Dies wird in Kapitel 4 Vers 48 klar gemacht.

4:48 Wahrlich, Gott wird es nicht vergeben, dass Ihm etwas zur Seite gestellt wird; doch Er vergibt das, was geringer ist als dies, wem Er will. Und wer Gott Götter zur Seite stellt, der hat wahrhaftig eine gewaltige Sünde begangen.

Der Koran legt ebenso fest, dass Gottergebene (ar.: Muslime) den Glauben an den Einen Gott bezeugen müssen und niemanden anderen als Gott zu rufen. Der Koran ist sehr deutlich über diesen Sachverhalt:

39:45 Wenn Gott ALLEIN genannt wird, schrecken die Herzen derjenigen, die nicht ans Jenseits glauben, zusammen in Abstoßung.  Aber werden Idole neben Ihm genannt, beginnen sie sich wieder zu freuen.

Dieser Vers beschreibt die Sunniten am genauesten. Wenn den Sunniten ‚Bitte erwähne Gottes Namen allein‘ gesagt wird, werden viele von ihnen unkontrollierbar wütend. Wütend genug, um Sie umbringen zu wollen. Dies ist deswegen so, weil sie nicht an Gott glauben. Aber sagt man den Sunniten ‚Na gut, erwähnen wir auch Mohammeds Namen‘, so beginnen sie sich sofort wieder zu freuen.

Die sunnitische Shahadah kann also nicht die korrekte Art sein, den Glauben zu bestätigen, weil neben Gottes Name der Name Mohammed in diesem Zeugnis und auch im sunnitischen, rituellen Gebet erwähnt wird. Die Sunniten entgegnen, dass sie Gott anbeten und nicht Mohammed anbeten, aber dass sie lediglich Mohammed Respekt erweisen, indem sie seinen Namen im rituellen Gebet und in ihrer Shahadah erwähnen. Aber gleichzeitig sagen sie auch, dass wenn der Name Mohammed nicht erwähnt wird, ihre rituelle Anbetung Gottes und auch ihr Bezeugnis des Glaubens für nichtig erklärt wird. Es ist offensichtlich, dass der Schlüssel zu ihrem Glauben die Erwähnung des Namens Mohammed ist. Wenn der Name Mohammeds nicht erwähnt wird, ist für sie alles ungültig. Dies ist „shirk“ oder Partner neben Gott teilhaben zu lassen.

Menschen, welche blind ihrer Ulema folgen, ohne nachzudenken oder sie herauszufordern, sind die Ursache falscher Glaubensarten. Die Akzeptanz der [sunnitischen] Shahadah ist kein Unterschied. Würden die Leute den Koran nur lesen und verstehen, so realisierten sie, dass Gott folgenden Vers Seinem Gesandten offenbart hat, welcher heute für uns immer noch gültig ist wie damals für ihn:

17:36 Und verfolge nicht das, wovon du keine Kenntnis hast. Wahrlich, das Ohr und das Auge und das Herz – sie alle sollen zur Rechenschaft gezogen werden.

Gott will, dass wir unseren Glauben begründen – und wir sollten Seinem Ratschlag folgen.

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Abu Huraira

Die Bezeugung, welche von den Sunniten rezitiert wird, leitet sich von einer fiktiven Person namens Abu Huraira ab und ist in einem falschen ‚Hadith‘ aufgezeichnet. Der folgende Hadith ist aus „Mishkat-ul-Masabih“, translation by Maulana Fazlul Karim, Volume 1, Chapter 1, no.27. (veröffentlicht durch The Book House, Lahore, Pakistan.) Da es mehrere Versionen dieses Hadiths gibt, sollten die Sammlungen von Tirmidhi auch gelesen werden. Der falsche Hadith bezüglich der Shahadah sagt:

One day Abu Hurairah went to the people and told them that the Messenger had authorized him to go and tell them to recite the Shahadah „ash hadu anlaa ilaha illallhu wa ash hadu anna muhammadar-rasulullah“. Another version reads „muhammadan abduhu wa rasuluhu“. The first person Abu Hurairah came across to give the Shahadah was Saidina Omar (later the second caliph). When Omar heard it he promptly punched Abu Hurairah in the chest and knocked him to the ground. Then Omar put his foot on Abu Hurairah’s neck and asked him how dare he utter such a blasphemy.

Abu Hurairah (who is recorded in the hadith as having received quite a few beatings from Omar during his lifetime) then cried out and named the Messenger as his authority. When again challenged by Saidina Omar, Abu Hurairah pulled out a pair of leather slippers and showed them to Omar. The slippers, he said, were given to him by the Prophet, as proof of what he was saying. Recognizing the prophet’s slippers, Omar simmered down. Everyone then happily started reciting the shahadah.


Eines Tages ging Abu Huraira zu den Leuten und sagte ihnen, dass der Gesandte ihn autorisiert hätte, ihnen die Shahadah „ash hadu anlaa ilaha illallhu wa ash h adu anna muhammadar-rasulullah“ vorzutragen. Eine weitere Art besagt „muhammadan abduhu wa rasuluhu“. Die erste Person, die Abu Huraira traf, um die Shahadah zu überbringen, war Saidina Omar (später der zweite Kalif). Als Omar sie hörte, schlug er sofort Abu Huraira in die Brust und schlug ihn zu Boden. Dann setzte Omar seinen Fuß auf Abu Hurairas Nacken und fragte ihn, wie er es wagen könnte, solch eine Blasphemie zu äußern.

Abu Huraira (welcher in den Ahadith als jemand beschrieben wird, der zu Lebzeiten mehrere Schläge von Omar einstecken musste) schrie dann auf und nannte den Gesandten als seine Autorität. Als er erneut von Saidina Omar herausgefordert wurde, zog Abu Huraira ein Paar Lederlatschen heraus und zeigte sie Omar. Die Latschen, sagte er, seien ihm vom Propheten gegeben worden, als Beweis für das, was er sagte. Als Omar die Latschen des Propheten erkannte, beruhigte er sich. Dann begannen alle glücklich die Shahadah zu rezitieren.

Diese unglaubliche Geschichte ist der Hintergrund der Shahadah von Abu Huraira, welches nun von Millionen von Sunniten adoptiert wird. Verständlicherweise begannen einige sunnitische Ulema plötzlich diesen falschen Hadith von Abu Huraira anzuzweifeln, nachdem die Fälschlichkeit der sunnitischen Shahadah nun einige Jahre zuvor entblößt wurde. Einige von ihnen sagten, dass die Authentizität dieses falschen Hadiths fraglich ist. Dies ist so typisch für die Ulema. Wenn es ihnen nicht passt, sagen sie, dass ihr eigener falscher Hadith nicht zuverlässig ist. Wenn ihnen die Gelegenheit dienlich ist, wird der falsche Hadith akzeptiert. Dies ist der Latsch der Ulema.

Im Koran sagt Gott: „Die Gläubigen sind nett zueinander und streng mit den Ableugnern…“ (5:54). Die Bücher der ‚falschen Ahadith‘ sind voll mit unglaublichen Geschichten, wie die großen Freunde und Gefährten des Propheten (bekannt als „Sahaba“) waren und die Liebe und Sympathie zueinander zeigten.

Seit vierzehn Jahrhunderten begrüßen sich tabligh Leute (sunnitische Missionare) einander mit Umarmungen und Küssen, vermutlich um die brüderlichen Sahaba nachzuahmen. Aber in diesem einzelnen ‚falschen Hadith‘, haben wir hier einen Sahaba, der einen anderen zu Boden schlägt, weil etwas dermaßen wichtiges wie die Shahadah überbracht wurde!

In einem anderen Bericht der gleichen Episode fordert Omar den Gesandten selbst heraus, ob er Abu Huraira wirklich mit seinen Pantoffeln gesandt hat um die Shahadah zu rezitieren. Als der Gesandte bejahte, war Omar nicht einer Meinung mit ihm und sagte, dass die Shahadah die Leute „faul“ machen würde! Die Logik dieses falschen Hadiths kann nichtsdestotrotz den Verfechtern des falschen Hadiths überlassen werden, sie zu erklären. Und wieder einmal ist der Erzähler dieser Erfindung Abu Huraira.

Über die Gläubigen und die Gefährten des Propheten sagt der Koran:

24:51 Doch die Rede der Gläubigen, wenn sie zu Gott und Seinem Gesandten gerufen werden, damit Er zwischen ihnen richten möge, ist nichts anderes als: „Wir hören und wir gehorchen.“ Und sie sind es, die Erfolg haben werden.

Abu Hurairas lächerliche Fabel widerspricht nicht nur dem obigen Vers, sondern widerspricht auch dem Vers 6:51, in welcher Gott dem Gesandten, den Gefährten und wen auch immer der Koran erreicht, sagt:

6:51 Und warne hiermit diejenigen, die da fürchten, dass sie vor ihrem Herrn versammelt werden, wo sie außer Ihm keinen Beschützer noch Fürsprecher haben werden, auf dass sie doch gottesfürchtig werden mögen.

Stattdessen sagte Abu Huraira, dass der Prophet seine Pantoffeln händigte und ihm sagte, mit den Pantoffeln als Beweis der Authentizität zu predigen. Bei seiner Beichte wurde Abu Huraira von Omar geschlagen, welcher mit dem Propheten diskutierte und sagte, dass die Shahadah unweise wäre. Beruht sich die „Basis des Glaubens“ auf solch einer absurden Geschichte?

Es scheint niemand die korrekte Identität von Abu Huraira zu wissen. Sogar Gelehrte können sich heute noch nicht über seinen wahren Namen einigen. Trotz eines falschen Hadiths (ebenfalls Abu Huraira zugeschrieben), dass wir Personen nicht mit Spitznamen anrufen sollen, ist Abu Huraira selbst ein Spitzname, welcher „Vater der Katzen“ bedeutet. Also war der Begründer der sunnitischen Shahadah ein unbekannter Mann, der von einem Gefährten des Gesandten angegriffen wurde! Es ist jetzt sichtbar, dass es bedeutsame Beweise gibt, welche zeigen, dass das Bekenntnis der sunnitischen Leute einen sehr unseriösen/dubiosen Hintergrund hat, basierend auf irrsinnigen Ahadith, welche fälschlicherweise dem Propheten zugeschrieben werden, von dem sie behaupten, ihn zu lieben!

Wie widerspricht sich die Shahadah Abu Hurairas mit den wahren Lehren des Propheten? Der Koran wurde von Gott dem Propheten offenbart, welcher dann diese Botschaft verkündete/weitergab; zuerst den Gefährten und dann dem Rest der Leute. Außer dass es Gottes eigene Offenbarung ist, repräsentiert der Koran das, was wirklich vom Propheten gesagt wurde. Irgendjemand, der diese einfache Tatsache ablehnt, kann überhaupt nicht behaupten, ein Muslim zu sein. Was ordnete also Gott dem Gesandten an, uns zu sagen?

72:18 Und wahrlich, die Gebetsstätten sind Gottes; so ruft niemanden neben Gott.

Jedoch nennen die Sunniten in der Shahadah von Abu Huraira den Gesandten genauso wie Gott. Die sunnitischen Gelehrten werden bestreiten, dass die Erwähnung des Namen des Gesandten nur aus Respekt geschieht. Aber im gleichen Atemzug werden sie darauf bestehen, dass ihre fünf Tagesgebete für den Allmächtigen Gott nicht gelten, wenn Mohammed nicht in der Shahadah während der rituellen Gebete erwähnt wird. Dies ist gleichwertig zu Götzentum wie auch einen anderen (Menschen) neben Gott teilhaben zu lassen – ’shirk‘: die unverzeihbare Sünde.

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Gott ALLEIN

Der Mensch hat eine große Schwäche. Er empfindet es als schwer, an einen unsichtbaren Gott zu glauben. Sogar der Prophet Moses hatte dieses Problem.

7:143 Und als Moses zu Unserem Termin gekommen war und sein Herr zu ihm gesprochen hatte, sagte er: „Mein Herr, zeige (Dich) mir, auf dass ich Dich schauen mag.“ Er sprach: „Du wirst Mich nicht sehen…

Der Mensch schaut nach etwas Handfestem/Greifbarem, daher erhöhten die Christen Jesus zu einem Sohn Gottes und dann zum Status von Gott höchstpersönlich! Die Hindus beten Menschen wie Rama und Krishna an, die von sich behaupten, Gott zu sein. Die Sunniten haben gleichermaßen Mohammed idolisiert und haben ihm einen göttlichen Status gegeben, indem sie seinen Namen der Bezeugung hinzugefügt haben. Am angemessensten müssten die Sunniten „Mohammedaner“ genannt werden.

Ihnen diese Verrücktheit/Torheit in Erinnerung zu rufen wird nur ihren Ärger mehren. Vielleicht wissen sie nicht, dass der Prophet selbst folgendes gelehrt hat:

39:45 Wenn Gott ALLEIN genannt wird, schrecken die Herzen derjenigen, die nicht ans Jenseits glauben, zusammen in Abstoßung. Aber werden Idole neben Ihm genannt, beginnen sie sich wieder zu freuen.

Mohammedaner werden sehr wütend, wenn Gott allein genannt wird. Ihre Wut nimmt nur ab, wenn man einwilligt „Mohammed“ als die zweite Hälfte der Shahadah Abu Hurairas hinzuzufügen – „Und ich bezeuge, dass Mohammed der Gesandte Gottes ist“ (Arabische Transliteration: wa ash hadu anna muhammadun rasulullah).

Es mag den Sunniten und Schiiten als eine große Überraschung vorkommen, aber diese Shahadah ist eigentlich die Shahadah der Munafiks. Gott offenbarte dem Gesandten, dass dies eigentlich die Shahadah der Heuchler ist (Arabisch: Munafiq).

9:101 Und unter den Arabern, die in eurer Gegend wohnen, gibt es auch Heuchler, wie im Volk von Al-Madina. Sie sind verstockt in ihrer Heuchelei. Du kennst sie nicht; Wir aber kennen sie. Wir werden sie zweimal bestrafen. Hierauf werden sie einer gewaltigen Strafe zugewiesen werden.

Hier sagt Gott Seinem Gesandten, dass Heuchler sich um ihn sammeln und dass er nicht weiß, wer sie sind. Nur Gott kennt die Heuchler. Aber Gott verspricht:

29:11 Und GOTT macht gewiss kenntlich diejenigen, die glauben, und ER macht gewiss kenntlich die Ableugner.

Die Heuchler um den Propheten sind darüber ebenso besorgt:

9:64 Die Ableugner fürchten, dass ihnen eine Sura hinabgesandt wird, die sie darüber in Kenntnis setzt, was in ihren Herzen ist. Sag: „Spottet nur! Gewiss, GOTT wird das hervorbringen, was ihr fürchtet.“

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Bloßgestellte Heuchler

Gott sagt auch, dass die Heuchler an ihrer eingebildeten Rede erkannt werden können.

47:30 Und wenn Wir es wollten, Wir könnten sie dir zeigen, so dass du sie an ihren Merkmalen erkennen würdest. Und du sollst sie gewiss am Klang der Rede erkennen. Und Gott kennt euer Tun.

Daher verspricht Gott die Heuchler bloßzustellen. Einer dieser Methoden ist im Koran in 63:1 aufgezeichnet.

63:1 Wenn die Heuchler zu dir kommen, sagen sie: „WIR BEZEUGEN, DASS DU DER GESANDTE ALLAHS BIST.“ Doch Gott bezeugt, dass die Heuchler (im Herzen) Lügner sind.

Das Arabische ist unfehlbar. Die Munafiks oder Heuchler kommen und sagen ’nash hadu innaka rasuulillah‘. Die wichtige Sache hier ist, dass die hervorgehobenen Wörter des Verses den zweiten Teil der Shahadah Abu Hurairas bilden, welches nun von allen mohammedanischen Sunniten und Schiiten rezitiert wird. Wie wir in Vers 63:1 sehen, ist diese Shahadah die Shahadah der Heuchler!

Was die Heuchler sagen ist eingebildete Rede, weil Gott in der Tat weiß, dass der Prophet bereits sein Gesandter ist ‚…Und Gott weiß, dass du wahrhaftig Sein Gesandter bist…‘ (63:1). Gott braucht niemanden, der Ihm wieder bestätigt, was Er so oder so von Seinem eigenen Gesandten weiß! Der Koran sagt: „Wir haben dich als einen Gesandten geschickt und GOTT GENÜGT ALS ZEUGE…“ (4:79).

Dies ist genau das, was der Gesandte den Leuten gesagt hat. Es besteht kein Bedarf, den Gesandten zu bezeugen, da Gott dies schon getan hat und das genügt. … Gott wiederholt diese wichtige Botschaft erneut in 4:166:

4:166 Doch Gott bezeugt durch das, was Er zu dir hinabgesandt hat, dass Er es mit Seinem Wissen sandte; auch die Engel bezeugen es; Und Gott genügt als Zeuge.

Und wieder, dies ist was der Gesandte seinen Gefährten gesagt hat: Gott genügt als Zeuge. Gott verneint sogar Versuche, andere Gesandten zu bezeugen:

28:44 Und du warst nicht an der Seite des westlichen (Berges bzw. Tales), als WIR für Moses die Angelegenheit bestimmten. Und du warst nicht von den Bezeugenden.

Also können Menschen nicht die Gesandtschaft der Gesandten bezeugen. Wir waren nicht Zeugen. Um zu wiederholen: Gott sagt, Er wird wahrlich die Heuchler bloßstellen (29:11). Gott sagt dann, dass der Gesandte sie von der Art ihrer Rede erkennen kann (47:30). Wenn die Heuchler nun kommen und darauf bestehen, den Gesandten zu bezeugen (63:1), stellen sie sich selbst als Heuchler bloß.

Und die fiktive Person Abu Huraira (nach 1400 Jahren kennt keiner unter der Ulema der Ehli-Sunna seinen wahren Namen) täuschte Millionen von Ehli-Sunniten und Schiiten (jeden Tag ihres Lebens) die gleiche Heuchlerei zu rezitieren. Der Koran sagt:

3:18 GOTT bezeugt, dass Er der einzige Gott ist, außer Dem es keinen Gott gibt. Das bezeugen die Engel und die Wissenden. Er ist es, Der die Gerechtigkeit aufrecht erhält. Außer Ihm gibt es keinen Gott. Er ist der Allmächtige, der Weise.

Gott genügt als Zeuge

Gott sagte, dass Sein eigenes Zeugnis ausreicht:

6:19 Sprich: „Wessen Zeugnis ist am gewichtigsten?“ Sprich: „ALLAH IST ZEUGE ZWISCHEN MIR UND EUCH. Und dieser Koran ist mir offenbart worden, auf dass ich euch warne damit und jeden, den er erreicht. Wolltet ihr wirklich bezeugen, dass es neben Gott andere Götter gibt?“ Sprich: „Ich bezeuge es nicht.“ Sprich: „Er ist der Einige Gott, und ich bin wahrlich fern von dem, was ihr anbetet.“

Und weil „… Gott als Zeuge genügt…“ (4:79 und 4:166), ist die Shahadah von Abu Huraira eine Lüge – eine Erfindung von wem auch immer der ‚Hadith‘ geschrieben wurde. Trotz den Beweisen aus dem Koran, welchen sogar die Ehli-Sunna nicht als wahrste Lehre des Gesandten annehmen werden, bestehen die Heuchler darauf, auf Mohammed zu bezeugen. Sie bestehen darauf, obwohl Gott sagt, dass Er keinen Bezeugenden außer Ihm selbst braucht.

Am wichtigsten ist, dass die Shahadah von Abu Huraira in seinem Kern gegen 72:18 und 39:45 geht, da sie Mohammeds Namen neben Gott beigesellt. Ohne Mohammed zu bezeugen, sagen die Sunniten, sei ihr rituelles Gebet und ihr Glauben ungültig, obwohl der Koran beweist, dass dies Götzentum ist, „shirk“ höchsten Grades. Jedes Mal, wenn die Shahadah von den Sunniten rezitiert wird, begehen sie Beigesellung, „shirk“, die unverzeihbare Blasphemie, für welche sie in der Hölle landen werden.

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Die Wahre Shahada – Es gibt keine Gottheit außer Ihm

Was ist dann das wahre Bezeugnis, welches Muslime (Gottergebene) rezitieren können um ihren Glauben zu bestätigen? Vielleicht antwortete der Gesandte, als seine Gefährten ihm diese Frage stellten, mit folgendem Vers:

6:115 Das Wort deines Herrn ist vollendet in Wahrheit und Gerechtigkeit. Keiner vermag Seine Worte zu ändern, und Er ist der Allhörende, der Allwissende.

Deswegen ist die Antwort auf die Frage definitiv im Koran. Gott gab uns die Shahadah komplett, klar und einfach in 3:18:

GOTT bezeugt, dass Er der einzige Gott ist, außer Dem es keinen Gott gibt. Das bezeugen die Engel und die Wissenden. Er ist es, Der die Gerechtigkeit aufrecht erhält. Außer Ihm gibt es keinen Gott. Er ist der Allmächtige, der Weise.

Den Namen Mohammeds in diese Shahada Gottes, der Engel und der Wissenden hinzuzufügen, ist ein großes Zeichen der Heuchlerei.

63:1 Wenn die Heuchler zu dir kommen, sagen sie: „WIR BEZEUGEN, DASS DU DER GESANDTE GOTTES BIST.“ Doch Allah bezeugt, dass die Heuchler Lügner sind.

Die Ehli-Sunna und Schiiten wurden von ihrer Ulema getäuscht, den Munafiks zu folgen. Sie wurden selber zu Heuchlern.

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Kommentar des Übersetzers

Die als erste Säule des Islam bekannte Shahadah (Bezeugung) dient dazu, sich zum Glauben zu bekennen, dass es keine andere Gottheit außer Gott gibt. Die Formulierung „la ilahe illa Allah“ kommt im Koran 30 mal vor und wird nirgends mit einem anderen Namen zusammen erwähnt bzw. ergänzt. Sich mit dieser Shahadah nicht zu begnügen, während wir uns zum Glauben des Einzigen Gottes bekennen, Gott allein nicht für ausreichend zu empfinden und neben Seinem Namen irgendwelche andere Namen zu erwähnen, stellt eine Form des Shirks (Beigesellung) dar. Jahre nach dem Tode des Propheten Mohammed wurde dem gemeinsamen Spruch aller göttlichen Religionen (Es gibt keinen Gott außer Gott, siehe auch 3:64) der Name Mohammed beigefügt. Mit dieser Handlung haben jene, die seinen Namen hinzugefügt haben, gegen viele Grundsätze des Korans verstoßen.

In gewissen Moscheen wurde neben Gottes Namen (nebst dem Namen Mohammed) die Namen wie Abu Bekr, Omar, Osman, Hali, Hassan und Hussein und andere, idolisierte Namen beigefügt. Die Schiiten haben eine andere Form der Götzenkollektion und haben ihre Moscheen mit den entsprechenden Namen versehen. Es gibt vier Verse im Koran, welche Mohammeds Namen beinhalten; es kann Einwände geben, ob es denn falsch sei, diese Verse an die Wand der Moschee zu hängen. Wie wäre es, wenn man die Verse über die Huris im Paradies an die Wand hängt? Oder Verse, die von der Hölle berichten? Was ist mit den Versen über Jesus oder Moses? Was ist mit den Versen über die Heuchler und Lügner? Wenn die Wände der Gebetsstätten mit dem ganzen Koran verziert wären, gäbe es kein Problem. Aber wenn gewisse Verse des Koran ausgewählt werden, dann kommt es darauf an, welche Absicht dahintersteckt. Wenn aus dem Koran Verse ausgewählt werden sollen, sollten wir nur die Verse nehmen, die nur über Gott berichten. Zum Beispiel 39:44-45 oder 39:11-12…. Nebenbei: es gibt keine Pflicht, an die Wand der Moscheen Verse anzuhängen!

2:285 Der Gesandte glaubt an das, was von seinem Herrn zu ihm herabgesandt worden ist, und (mit ihm) die Gläubigen. Alle glauben an Gott, seine Engel, seine Schriften und seine Gesandten: „Wir machen bei keinem von seinen Gesandten (den anderen gegenüber) einen Unterschied.“ Und sie sagen: „Wir hören und gehorchen, (dies ist) Deine Vergebung, Herr! Bei dir wird es (schließlich alles) enden.“

So wie die Christen bereits haben die Muslime ihre Gesandte unterschiedlich bewertet und stellten dem Koran widersprechende Behauptungen auf. Es wurden Hunderte von Ahadith und Wundergeschichten erfunden, um den Propheten Mohammed über alle anderen Propheten zu erheben. Beispielsweise wurde das Geschwätz des „Qudsi Hadith“, welcher besagt, dass das gesamte Universum nur wegen Mohammed erschaffen worden sei, Gott zugeschrieben (lewlake lewlake lema khalaqtul eflake). Andererseits existieren zahlreiche Ahadith, die Mohammed als Sex-Psychopathen darstellen. Allen voran ist das „sahih Hadith-Buch“ Bukhary voll mit abscheulichen Übertreibungen über das sexuelle Privatleben des Propheten. Die verherrlichten Gelehrten, die ihre eigenen Sexfantasien dem Propheten Mohammed untergejubelt haben, werden ihre Taten zu rechtfertigen haben (6:112).

39:45 Wenn Gott ALLEIN genannt wird, schrecken die Herzen derjenigen, die nicht ans Jenseits glauben, zusammen in Abstoßung. Aber werden Idole neben Ihm genannt, beginnen sie sich wieder zu freuen.

Die große Mehrheit der „Muslime“ beharren trotz der in Vers 3:18 mitgeteilten Shahadah darauf, Mohammeds Namen im Glaubensbekenntnis miteinzuschließen. Dieses Kriterium stellt klar, dass diejenigen, die sich nicht daran erfreuen können, dass Gottes Name allein erwähnt wird, und auf jeden Fall Mohammeds Namen (oder auch irgendeinen anderen Namen) äußern möchten, in Wahrheit nicht ans Jenseits glauben. Jene, die nicht wirklich ans Jenseits glauben, sagen aus, dass der Koran zum Verstehen zu schwer sei und dürfen laut Koran den Koran nicht verstehen (17:46).

Einige Leser fragen sich sicher auch, was es mit dem folgenden Vers auf sich habe, ob er nicht bestätige, dass wir Mohammeds Gesandtschaft zu bezeugen hätten.

3:86 Wie soll Gott ein Volk leiten, das ungläubig wurde nach seinem Glauben und nachdem es bezeugt hatte, dass der Gesandte wahrhaftig sei, und nachdem die deutlichen Zeichen zu ihnen gekommen waren? Und Gott leitet die Ungerechten nicht.

Es steht in der Tat eine Ableitung der Wurzel shahada im Vers. Diese Art von Bezeugung, von der in 3:86 die Rede ist, bezweckt eine andersartige Bezeugung. Es geht mehr um eine Überzeugung: dass man überzeugt ist, dass Mohammed ein Gesandter war aufgrund seiner Botschaft, die er übermittelt hat. Genauso kann man sagen, dass man zuerst zu bezeugen hat, dass der Koran wahrhaftig ist, um überhaupt ein Gottergebener sein zu können. Es geht um die innere Einstellung der Sache gegenüber. Nicht, dass man irgendwelche Formeln über die Lippen bringt. Diese Glaubensformel wurde nämlich bereits in 3:18 unabänderlich festgelegt.

Wir sagen nicht, dass es ein Shirk sei, den Propheten Gottes als Diener und Gesandter zu sehen, sondern ihn oder irgendjemanden und nur in der Bezeugung (Shahadah), die nur Gott alleine gebührt, zu erwähnen. Die Shahadah; das erste Gebot Gottes, soll der ganzen Welt sagen, dass es nur einen Gott gibt, der immer existierte und für immer bleibt. Gott erwähnte ja den Propheten als Seinen Diener und als Seinen Gesandten im Koran. Deshalb glauben wir ohne Zweifel an diese Worte, die von Gott direkt kommen. Doch bezeugen, kann weder ich noch du, denn der einzige Zeuge, der es mit Sicherheit weiß, ist GOTT alleine.

2:133 Oder wart ihr Zeugen, als der Tod bei Jakob anwesend war. Da hat er zu seinen Kinder gesagt: Wem dient ihr nach meinem Ableben? Sie sagten: Wir dienen deinem Gott, dem Gott deiner Väter Abram, Ismael und Isaak, einem einzigen Gott und wir sind Ihm ergeben

Hier antworten wir: Nein Gott, wir waren nicht Zeuge, aber wir glauben alle Deiner Worte.

Zwischen Glauben und Bezeugen liegt ein großer Unterschied. Das Zeugnis Gottes entnehmen wir aus dem Koran, denn das ist die richtige Lehre ohne Zufügung oder Verminderung und wer ist dann wahrhaftiger als Gott und Seine Lehren.

3:18 Gott bezeugt, dass es keinen Gott gibt außer Ihm – ebenso die Engel und jene, die Wissen besitzen; es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Allmächtigen, dem Allweisen.

So bezeugt es Gott und die Engel und die Wissenden. Doch die, die nicht wissen, fügen ihre Ahnen zu diesem allerwichtigsten Ansatz hinzu.

Wir sagen, dass Menschen blind das wiederholen, was sie von ihren Vätern gelernt haben. Das ist aber nicht der Sinn des Lebens. Denn sonst wären wir christlich jüdisch, buddhistisch oder in irgendeiner Gemeinde aufgewachsen, dann würden wir das gleiche wiederholen, ohne dabei nach zu denken, was richtig oder falsch ist. Der Grundsatz des Zeugnisses ist hier im Vers deutlich zu sehen

7:172 Und als dein Herr aus den Kindern Adams – aus ihren Lenden – ihre Nachkommenschaft hervorbrachte und sie zu Zeugen wider sich selbst machte (indem Er sprach): «Bin Ich nicht euer Herr?», sagten sie: «Doch, wir bezeugen es.» (Dies,) damit ihr nicht am Tage der Auferstehung sprachet: «Siehe, wir waren dessen unkundig.»

Der Glaube an den Propheten Mohammed als Gesandter Gottes sowie der Glaube an alle Propheten ist der Grundsatz der Religion und darf nicht fehlen, doch das Bezeugen gebührt nur Gott alleine, denn ER hat ja die Welt erschaffen, und nicht Mohammed noch irgendein Engel.

Ahadith hin oder her. Die Religion ist Gottes und nicht in den Geschichten der Ahnen. Wenn wir etwas über Mohammed oder einen anderen Propheten wissen wollen, dann entnehmen wir aus einer sicheren Quelle: Vermutungen können die Wahrheit niemals ersetzen.

10:36 Und die meisten von ihnen folgen bloß einer Vermutung; doch Vermutung nützt nichts gegenüber der Wahrheit. Siehe, Gott weiß recht wohl, was sie tun.

Solche Vermutungen wie Hadithe, die nach dem Tode des Propheten entstanden sind, enthalten leider viel Shirk. Wir wollen auch nicht die Religion Gottes nach unserer Vorstellung definieren, wir fordern nur die Leute, Gottes Buch zu öffnen und mit mehr Verstand zu lesen. Denn nur so kann jeder wissen, ob das Menschengerede der Wahrheit entspricht oder nicht. Und nur so erlangt man die Freiheit des Denkens und der Selbstbestimmung. Denn jede Seele ist für sich verantwortlich, die Gelehrten werden niemandem von der Hölle fernhalten können.

53:23 Das sind bloße Namen, die ihr und eure Väter aufgebracht habt, und wozu Gott keine Ermächtigung herabgesandt hat. Sie gehen nur Vermutungen nach und dem, wonach (ihnen) der Sinn steht, wo doch die Rechtleitung von ihrem Herrn zu ihnen gekommen ist.

An dieser Stelle möchte ich Edip Yüksels Kommentar zu diesem Vers aus dem Türkischen übersetzen: „Die Götzendiener Mekkas besaßen eine abstrakte Auffassung des Polytheismus. Zu Zeiten Abrahams, in denen die Anbetung von Statuen weit verbreitet war, wurden die Formen der Götzendienerei zwangsweise auf Grund der Bemühungen Abrahams verändert. Die Polytheisten, die glaubten, sie würden dem Weg Abrahams folgen, dachten, dass sie Monotheisten seien (6:23; 16:35), während sie die Namen der verstorbenen Heiligen und der Engel, von denen sie glaubten, dass sie Gott nahe stünden, zwecks Fürsprache gedachten (39:3). Die Götzendiener haben nach Mohammed behauptet, dass die mekkanischen Polytheisten Statuen anbeteten, um die Ähnlichkeit zwischen ihnen und der mekkanischen Götzendiener zu vertuschen. Sie gedenken auf ähnliche Art und Weise die Namen von Mohammed, seinen Gefährten und „Heiligen“ erneut zwecks Fürsprache. Laut Koran fasteten, pilgerten und beteten die Götzendiener Mekkas (8:35; 9:19,45,54; 2:199).

Eine Geschichte

Die Weltreligionen kann man als Pyramide sehen. Jede Religion besetzt eine Seite der Pyramide. Breit und mächtig stehen sie da. Sie sind ganz anders als die Religion auf der anderen Seite, sie stehen einander gegenüber, konfrontativ, die Seiten sehen sie nicht.

Manche bleiben nicht unten an der Basis, sie gehen die Stufen nach oben. Der Weg der Leute im Süden ist ein ganz anderer Weg als der Weg der Leute im Norden. Im Süden ist es heiß, die Sonne brennt, man dürstet, kann sich nicht vorstellen, dass man bis oben kommt.

Aber Stufe für Stufe gehen manche Leute höher, die Stufen werden schmaler, aber es sind auch weniger Leute, die hoch gehen.

Und irgendwann einmal kommen Menschen an die Spitze der Pyramide, es sind nicht viele, nur wenige haben die Strapazen geschafft.

Aber die, die dann ganz oben auf der Spitze stehen, die sind dann nicht mehr zu unterscheiden voneinander und es ist egal, ob sie von Süden, von Norden, von Osten oder von Westen kamen.

Denn oben zählt nur Gott.

Zuverlässigkeit der Ahadith

Ich suche Zuflucht bei meinem gnadenvollen Herrn vor dem verstoßenen Teufel
Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen

 

Vorwort zur Abhandlung über die Zuverlässigkeit der Ahadith

Der Frieden sei mit denen, die der Rechtleitung folgen.

Diese auf Ibrahim Mustafas strukturell basierende Abhandlung über die Korrumpierung der Hochreligion des Islam und die Zuverlässigkeit der Ahadith wurde das erste Mal in 2008 und das zweite Mal in 2013 komplett überarbeitet, um sie zu säubern von Bruder Ibrahims zwar gut gemeinten, aber unnötigen Polemik, abzudecken mit Referenzangaben, die Bruder Ibrahim ausgelassen hatte, neue Inhalte einzufügen und den meisten gestellten Fragen gerecht zu werden, die nicht anderswo bereits beantwortet wurden. Das heißt, dass sie mit der ursprünglichen Version nicht mehr groß übereinstimmt.

Zu Beginn wollen wir erwähnen, dass uns die Überliefererkette (Isnad), welche in der Hadithwissenschaft die erste Quelle der Unterscheidung ist, oder die Einstufung eines Hadith als „sahih“, „hasan“, „daif“, „maudu“ oder anderen Zwischenkategorien, ob für den Inhalt oder die Überliefererkette, welche je nach Einstellung und Meinung eines Gelehrten variieren, herzlich wenig interessiert. Unser Fokus liegt definitiv im Text (Matn) des Hadith und in seinem inneren Aufbau wie auch die Bedeutung im Islam und der Vergleich mit dem Koran. Den Fokus auf den Isnad zu legen in einer Wissenschaft in Bezug auf eine Religion, in der die Bedeutung das A und O ist, um diese Religion überhaupt leben zu können, erscheint für viele der heutigen Islamwissenschaftler sehr einseitig.

Bereits die traditionelle Vorstellung dessen, was unter „Wissenschaft“ oder „glaubwürdiger Kenntnis“ (arabisch ilm) zu verstehen sei, differiert erheblich von westlichen Vorstellungen. Unter Wissenschaft, so Ignaz Goldziher (Die Richtungen der Islamischen Koranauslegung, Leiden, 1952, S.62), verstünde der traditionelle Muslim

 

niemals die Ergebnisse eigenen Denkens oder gar die von unzünftiger Seite geholte Information. Als wirkliches ilm gelte nur was in der Form richtiger, mündlicher Traditionskette auf die ältesten lehrfähigen Gewährsmänner zurückgeführt wird. Und auch in anderen Zweigen des Wissens hat (…) nur diese Traditionsform als das Kriterium der Gewissheit gegolten. Namentlich auch in der Geschichte. Die Kenntnis von einer geschichtlichen Begebenheit kann als glaubwürdig nur durch eine bis auf einen vertrauenswürdigen (muslimischen) Augenzeugen zurückgeleitete hadith-Kette festgelegt werden. Nur in dieser Form konnte sie Anspruch auf Berücksichtigung erheben.

 

Ich kann Goldziher nur beipflichten, denn für die traditionellen Muslime gilt auch der arabische Spruch „annaql Aala alAql“, was so viel heißt wie „die Überlieferung kommt vor dem Verstand“, was natürlich jegliche rationale Basis für eine vernünftige Diskussion ausschließt.

Uns interessiert auch viel mehr, wieso wir derart viele, offensichtliche Lügen finden können, die entweder deutlich dem Koran, anderen Ahadith oder dem natürlichen Menschenverstand widersprechen. Wir fragen uns, welche wahren politischen, soziologischen oder kulturellen Hintergründe hinter den Blasphemien und den Beleidigungen etwa gegenüber dem Propheten, den Sahabas, den Gläubigen, dem natürlichen Menschenverstand usw. liegen können und werden einige der abscheulichsten Beispiele zitieren, welche von den Gelehrten (absichtlich oder unabsichtlich) versteckt werden. Auch werden wir die Geschichte der Niederschreibung der Ahadith beleuchten. Ziel ist es, das wahre Gesicht von Bukhary und Konsorten aufzudecken und die selten erwähnten Wahrheiten und Fakten deutlich betonen. Wenn nicht anders angegeben, geben wir die Angaben für die Ahadith-Referenzen aus „Sahih Bukhary“ (englische Ausgabe) wie folgt in Zahlen an: Ausgabe.Buch.Nummer; für „Sahih Muslim“ (englische Ausgabe): Buch.Nummer.

Denn tief und der Vermittlung unfähig ist der Gegensatz zwischen der sittlichen Weltanschauung des Arabertums und jenen ethischen Lehren, welche der Prophet verkündete. – Ignaz Goldziher Dass wir uns auf die Kritik der sunnitischen Hadith-Überlieferung beschränken, bedeutet nicht, dass wir der schiitischen Denkweise Recht geben. Im Gegenteil, dieselbe Kritik gilt auch für die schiitische oder auch ahmadische Denkart über Ahadith. Wir müssen bereit sein zur kritischen Analyse der eigenen Tradition, zu einer schonungslosen Gegenüberstellung unseres Glaubens mit der Lebenswirklichkeit. Die traditionelle muslimische Vorstellung, was unter „Wissenschaft“ oder „Wissen“ (ilm) zu verstehen sei, übt gleichfalls hindernde Wirkung auf jede freie oder gar kritische Betrachtung der eigenen Geschichte.

Der Islam (deutsch: Hingabe) ist eine alte Religion, älter als der Prophet Mohammed. Die Hingabe wurde durch Abraham gegründet (vgl. Verse 22:78, 3:67-68 und 16:123). Alle religiösen Praktiken des Islam wurden durch ihn überliefert (2:127-128). Der Prophet Mohammed war ein Gesandter Gottes und der letzte Prophet, der das Letzte Testament, den Koran, der Welt verkündete (33:40).

Gott sagt den Gläubigen, dass Sein Buch, der Koran, komplett, perfekt und vollständig detailliert ist (6:19,38,114 und 12:111). Gott erinnerte sie daran, dass Ihm die Worte nicht ausgehen und hätte Er gewollt und es für nötig gehalten, hätte Er uns mehr als einen Koran geben können (18:109 und 31:27). Mohammed sprach im Koran nie über seine eigenen Ahadith. Und Gott sagt auch nicht dasselbe über die Ahadith wie über den Koran, Er erwähnt das Wort Hadith in einem komplett anderen Zusammenhang.

 

 

1. DAS WORT HADITH IM KORAN

Gott der Allwissende wusste, dass nach dem Tode des Propheten Mohammed die Menschen Lügen über den Propheten erfinden und sie mit „Hadith“ und „Sunna“ benennen würden. Gott verwendete das Wort Hadith in Seinem Buch nicht von ungefähr. Gott gab Seinen wahren Gläubigen ein starkes Fundament mit dem Wort Hadith und sagte ihnen, welchen Hadith sie akzeptieren sollen: den Gottes Hadith allein. Das Wort Hadith wurde im Koran mehrere Mal verwendet (über 25 Mal in verschiedenen Formen, 18 Mal mit der exakten Form HADITH – 4:42,78,87,140; 6,68; 7:185; 12:6,21,101,111; 18:6; 20:9; 23:44; 31:6; 33:53; 34:19; 39:23; 45:6; 51:24; 52:34; 53:59; 56:81; 66:3; 68:44; 77:50; 79:15; 85:17; 88:1). Keiner der guten Ahadith, auf die sich der Koran bezieht, sprechen die heute bekannten, Mohammed untergeschobenen Ahadith an. Das Wort Sunna wird im Koran nie für die Sunna Mohammeds gebraucht, sondern nur für die „Sunna Gottes“.

Eine Durchsicht der Verwendungen des Wortes Hadith im Koran kann jedem ehrlichen Gläubigen zeigen, dass Gott von uns will, keinem Hadith außer Seinem zu folgen: dem Koran. Wir lesen nun einiges von dem, was der Koran über Ahadith aussagt. Die Worte sind klar. Trotzdem werden diejenigen, die darauf bestehen, Gott herauszufordern, die Worte nicht fühlen oder „sehen“ können. (Das Wort „HADITH“ wurde in der Übersetzung so belassen, wie es auf Arabisch steht, das heißt, dass dieses Wort exakt an der Stelle im arabischen Text als „Hadith“ vorkommt.)

7:185 Haben sie nicht das Reich der Himmel und der Erde und alles, was Gott geschaffen hat, betrachtet und sich überlegt, dass ihr Ende möglicherweise nahe ist? Welchem HADITH nach diesem (Koran) wollen sie denn glauben?“

12:111 Wahrlich, in ihren Geschichten ist eine Lehre für die Verständigen. (Der Koran) ist kein erfundener HADITH, sondern eine Bestätigung dessen, was ihm vorausging, und eine deutliche Darlegung aller Dinge und eine Führung und eine Barmherzigkeit für ein gläubiges Volk.

31:6 Unter den Menschen gibt es welche, die bodenlose HADITH aufrechterhalten, und so mit ihrem Unwissen (Andere) vom Wege Gottes abirren lassen und damit Spott treiben. Sie haben eine erniedrigende Strafe zu erwarten.

33:53 Ihr Gläubigen! Betretet nicht die Häuser des Propheten, es sei denn, dass euch zu einer Mahlzeit (dazu) Erlaubnis gegeben wurde. Und wartet nicht (erst) auf deren Zubereitung, sondern tretet (zur rechten Zeit) ein, wann immer ihr eingeladen seid. Und wenn ihr gespeist habt, dann geht auseinander und lasst euch nicht aus Geselligkeit in HADITH verwickeln. Das verursacht dem Propheten Ungelegenheit, und er ist scheu vor euch, jedoch Gott ist nicht scheu vor der Wahrheit. Und wenn ihr sie (seine Frauen) um irgend etwas zu bitten habt, so bittet sie hinter einem Schleier. Das ist reiner für eure Herzen und ihre Herzen. Und es geziemt euch nicht, den Gesandten Gottes zu belästigen, noch (geziemt es euch), seine Frauen jemals nach ihm zu heiraten. Wahrlich, das würde vor Gott eine Ungeheuerlichkeit sein.

39:23 Gott hat den SCHÖNSTEN HADITH als ein konsistentes, symmetrisches Buch niedergesandt. Es lässt die Frommen erschaudern, wonach ihre Haut und ihr Herz für die Botschaft Gottes weich werden. Das ist Gottes Rechtleitung, mit der Er, wen Er will, rechtleitet. Und wen Gott irreführt, der hat niemanden, der ihn rechtleiten könnte.

45:6 Dies sind die Zeichen Gottes, die Wir dir in Wahrheit verlesen. An welchen HADITH wollen sie denn nach Gott und Seinen Zeichen glauben?

52:34 Sie sollen doch einen HADITH gleicher Art hervorbringen, wenn sie die Wahrheit sagen.

66:3 Als der Prophet einigen seiner Ehefrauen einen HADITH als Geheimnis anvertraute, sie ihn (den Hadith) verbreitete und Gott ihn (den Propheten) darüber in Kenntnis setzte, machte er einiges davon bekannt und unterließ einiges. Und als er ihr davon Mitteilung machte, sagte sie: „Wer teilte dir dies mit?“ Er sagte: „Mir machte Mitteilung Der Allwissende, Der Allkundige.“

68:44 So überlasse Mir diejenigen, die diesen HADITH (Koran) leugnen. Wir werden sie Schritt um Schritt gehen lassen, ohne dass sie es wissen.

77:50 Welchen HADITH nach diesem wollen sie denn aufrechterhalten?

 

Warum ließ Gott diese so genannten Ahadith zu? Folgender Vers gibt die Antwort:

 

6:112-113 Wir haben den Feinden – die Satane (aus den Reihen) der Menschen und der Djinn – von jedem Propheten erlaubt, zum Trug eingebildete Wörter zu gebrauchen. Und hätte dein HERR es gewollt, hätten sie es nicht getan. Also lass ab von ihnen und ihren Erfindungen. Und das Herz derer, die nicht ans Jenseits glauben, sollen solchen Erfindungen zuhören und sie akzeptieren, damit ihre wahren Überzeugungen aufgedeckt werden.

 

Halten wir darüber hinaus in diesen Versen etwas Interessantes fest: das Wort ‚Hadith‘ wird im Zusammenhang mit dem Propheten zweimal erwähnt – in 66:3 und 33:53. In 66:3 wird kritisiert, dass ein Hadith verbreitet wird. In 33:53 wird kritisiert, dass Ahadith angehört bzw. zur Unterhaltung verwendet werden. Der Koran gebraucht das Wort „Hadith“ (Wort, Aussage) generell in einer negativen Bedeutung, wenn es nicht in Zusammenhang mit Gottes Worten steht (12:111; 31:6; 33:53; 45:6; 52:34; 66:3). Gott, Der wusste, dass die dem Propheten zugeschriebenen Lügen als „Hadith & Sunna“ bezeichnet werden würden, gebraucht auch das Wort „Sunna“ (Gesetz) stets in Zusammenhang mit „Sunna Gottes“ (33:38,62; 35:43; 40:85; 48:23). Die Erfinder, welche die „Sunna Mohammeds“ trotz der Sunna Gottes idolisiert haben, werden durch die in Vers 35:43 angesprochene Sunna verurteilt. Das Interessante in dieser Angelegenheit ist, dass das Wort der dritten Lehre neben Hadith und Sunna, der so genannte Idschma’a (Gemeinschaftsbeschluss), auf eine ablehnende Weise verurteilend gebraucht wird, wenn es nicht in Zusammenhang mit Gott steht (20:60; 70:18; 104:2; 3:173; 3:157; 10:58; 43:32; 26:38; 12:15; 10:71; 20:64; 17:88; 22:73; 54:45; 28:78; 7:48; 26:39; 26:56; 54:44…). Bemerkenswert ist die Tatsache, dass Gott in Vers 39:18, der das Anhören anderer Wörtern und Meinungen vorschlägt um zum besten Weg zu gelangen, nicht das Wort „Hadith“, sondern das Wort „Qawl“ (Wort) gebraucht. Hätte Gott in diesem Vers das Wort „Hadith“ verwendet, hätten diejenigen, die ihre Ahadith dem Koran beigesellen, diesen Vers um der Ahadith willen ausgeschlachtet!

Sind das alles nur Zufälle?

Sollten wir den Worten Gottes über Ahadith glauben?!! Wenn die Antwort tatsächlich nein lautet, dann geben möglicherweise folgende Verse Aufschluss:

 

32:22 Wer ist ungerechter als jener, der an die Botschaften seines Herrn erinnert wird und sich dann doch von ihnen abwendet? Wahrlich, Wir werden die Sünder streng bestrafen.

31:7 Und wenn ihm unsere Botschaften verlesen werden, kehrt er sich hochmütig ab, als hätte er sie nicht gehört, als wäre eine Schwerhörigkeit in seinen Ohren. So verkünde ihm eine schmerzhafte Pein.

 

2. SIND AHADITH GÖTTLICHER NATUR?

Einige behaupten, dass „Hadith & Sunna“ göttliche Offenbarungen seien. Sie sind sich offensichtlich nicht bewusst, dass das Kriterium für eine göttliche Offenbarung ein PERFEKTER SCHUTZ ist. Da die so genannten „Hadith & Sunna“ des Propheten größtenteils verfälscht wurden, können sie nie das Kriterium einer göttlichen Offenbarung erfüllen. Es ist eine anerkannte Tatsache, dass die große Mehrheit der Ahadith falsche Erfindungen sind. Dieses Thema wird in Punkt 7 erläutert. Nach der Durchsicht dieses Punktes werden Sie sehen, dass geschichtlich betrachtet mehr als 99% der angeblichen gesammelten Ahadith des Propheten Lügen und Erfindungen waren. Nicht gerade eine einfache Zahl, um Gottes Versprechen bezüglich Seinen göttlichen Offenbarungen zu ignorieren, wie wir aus 15:9 entnehmen können: „Wahrlich, Wir haben die Botschaft (Azekkra – einer der Namen des Koran) offenbart und sicherlich werden Wir sie schützen.“

Ebenso in Kapitel 41:

 

41:41-42 Jene, die den Beweis des Korans (Azekr) ablehnten, lehnten (damit) auch ein glorreiches Buch ab, in das keine Falschheit gelangen kann: weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft; Eine Offenbarung vom Allweisen, Preiswürdigen!

 

Zu sehen, wie viel Falschheiten in die Hadith-Bücher (99%) gelangt sind, müsste jedem ehrlichen Muslim den Grund zu verstehen geben, wieso diese Bücher derart verfälscht sind.

Ein weiteres Kriterium für Gottes Worte wird in 4:82 ausgesprochen: „…Wäre es von jemand anderem als Gott, hätten sie darin zahlreiche Widersprüche gefunden.“ Jegliche LeserInnen der Hadith-Bücher werden in ihnen derart viele Widersprüche finden, dass die Schlussfolgerung, dass sie nicht von Gott sein können, einfach sein wird.

Die Blasphemie ist offensichtlich, wenn behauptet wird, dass Hadith und Sunna göttliche Offenbarungen seien. Realisieren sie denn nicht, dass Gott der Allmächtige im Stande ist, Seine Offenbarungen zu schützen?

 

JA, WIR SOLLTEN DEM PROPHETEN MOHAMMED GEHORCHEN

Gott stellt es deutlich klar, dass dem Propheten zu gehorchen das selbe ist, wie Ihm zu gehorchen. Niemand darf sich als einE wahreR GottergebeneR (arab.: MuslimA) behaupten, solange er/sie nicht dem Propheten folgt und gehorcht. Ihm zu gehorchen bedeutet, den Wörtern zu folgen, die aus seinem Mund kamen und von Gott inspiriert waren: der Koran. Ohne dass wir die Einzelheiten vertiefen, sollten Sie für sich selber die folgenden Verse durchlesen: 6:19; 50:45; 16:44,64; 14:1; 6:155; 4:105; 18:27… usw. um zu sehen, dass der Koran die einzige Botschaft Mohammeds ist.

 

6:19 Sag: „Wessen Testament ist das größte?“ Sprich: „Gottes. Er ist der Zeuge zwischen mir und euch, dass dieser Koran (nicht Koran + Hadith + Sunna) mir offenbart wurde, um es euch zu verkünden und wen auch immer es erreichen möge…“

50:45 … ermahne mit diesem Koran (nicht Koran + Hadith + Sunna) diejenigen, die Meine Warnungen fürchten.

 

Als der Prophet Mohammed starb, hinterließ er nur EIN Buch: den Koran. Das EINZIGE Buch, das der Prophet befolgte, war der Koran.

Die Folger des Korans sind diejenigen, die dem Propheten Mohammed folgen. Die Folger der angeblichen Hadith und Sunna folgen in Wirklichkeit nicht dem Propheten, sondern denen, die diese Bücher geschrieben haben. Irgendeinem Befehl außerhalb der Befehle Gottes als autoritäre Grundlage zu folgen bedeutet Götzentum zu betreiben. Götzentum ist die einzige unverzeihliche Sünde, wenn sie bis zum Tod ausgeübt wird. Gute Absichten werden nicht helfen: die Götzendiener werden Gott am Jüngsten Tag begegnen, ohne zu realisieren, was sie getan haben. Ihre Absichten werden ihnen nicht behilflich sein. Bitte lesen Sie hierzu die Verse 6:22-24.

Wir sollten dem Propheten folgen, in dem wir seiner Verkündung folgen, die Gott als vollständig, vollkommen und als eine Erklärung für alles beschreibt (12:111): der Glorreiche Koran.

 

3. WIEDERHOLT SICH DIE GESCHICHTE?

Die Juden brachten Hunderte von Jahren nach dem Tode des Propheten Moses die Mischna (Hadith, Aussprüche) und Gemarrah (Sunna, Handlungen) hervor und hielten an ihnen und den erfundenen Gesetzen fest, statt an der Torah (offenbartes Wort Gottes) festzuhalten.

Circa 300 Jahre nach Christus wurde in Nicäa das Konzept der Trinität erfunden und ist heute trotz der Bibel, welche die absolute Verehrung von Gott ALLEIN verkündet, die primäre Quelle des christlichen Glaubens. Zudem erachten viele christliche Konfessionen die Lehren des Paulus als zu befolgende, autoritäre Quelle an.

Die Muslime ERFANDEN 150-200 Jahre nach dem Tode des Propheten Mohammed eine weitere Religionsquelle nebst dem Koran: „Hadith und Sunnah“, fälschlicherweise dem Propheten Mohammed zugeschrieben. Heutzutage haben die meisten Muslime aufgrund den Ahadith und der Sunna den Koran verlassen.

 

5:65-66 Würden die Leute der Schrift doch nur glauben und ein rechtschaffenes Leben führen, so würden wir ihre Sünden tilgen und sie in den Garten Eden berufen. Würden sie doch nur an der TORAH und an den EVANGELIEN festhalten, und an dem, was ihnen nun herabgesandt wurde (KORAN) von ihrem Herrn, würden sie von oben bis und unterhalb ihren Füßen mit Segnungen überhäuft werden. Einige unter ihnen sind rechtschaffen, doch VIELE sind Unrechttäter.

 

(Keine Mischna, Gemarrah, Hadith, Sunna oder Trinität wird hier erwähnt.)

 

4. WIESO DER PROPHET UNSCHULDIG IST

Millionen Muslime lernten, dass die Hadith-Sammlungen von Bukhary und Ibn Muslim authentische Wörter und Lehren des Propheten Mohammeds beinhalteten. Diese genannten zwei werden als ’sahih‘ (authentisch – wortwörtlich „gesund“) eingestuft. Die Mehrheit dieser Ahadith haben eine Überliefererkette von mehreren Personen, wobei die letzte Person die Überlieferung dem Propheten zuschreibt (A sagt, dass B sagte, dass C sagte, dass………. G sagte, dass der Prophet sagte). Die Kette beläuft sich oft bis auf sieben oder mehr Namen! Und aus irgendwelchen Gründen wird behauptet, dass diese Ahadith immer noch authentisch und deswegen unfehlbar seien. Es wird durch die unglaubliche Behauptung „legitimiert“, dass jeder sahih Hadith eine Kette von „äußerst ehrlichen Personen und sehr akkuraten Erzählern“ beinhalte (der im Vorwort bereits erwähnte Fokus auf die Überliefererkette). Wie kamen sie überhaupt zu solchen Schlüssen? Es wird gesagt, dass jeder Hadith an einem einfachen Kriterium gemessen wird. Die Echtheit eines Hadiths beruhe auf der „Tadellosigkeit des Erzählers“! Die Gelehrten werden uns also mitteilen, dass beispielsweise Hadith Nr. 310 ein sahih Hadith ist, weil der Erzähler für einen guten Charakter überprüft worden sei. Es ist offensichtlich, dass die Einstufung eines Menschen als vertrauenswürdigen Gewährsmann von den eigenen subjektiven Wahrnehmungen abhängt. Für viele ist beispielsweise Abu Huraira ein außergewöhnlicher Mann, für andere ist er wiederum der Lügner schlecht hin. Wem vertrauen wir, welcher Gelehrte hat die höchste Autorität in dieser Frage? Wieso sollte Gott solch ein wichtiges Thema den Gelehrten mehrerer Generationen nach dem Propheten überlassen, als ob Seine Religion von ihnen abhängig wäre?

Wenn wir uns in Gedanken halten, dass diese „überprüfte“ Erzähler 14 Jahrhunderte vorher gelebt haben, können wir folgendes hinterfragen: „Wer hat sie überprüft? Zeitgenossen? Hadith-Gurus heute? Oder wer?“ Die Behauptung aufzustellen, die Tadellosigkeit eines Menschen, der 14 Jahrhunderte vorher gelebt hatte und den man nie sah oder nie von ihm hörte (außer diesen Hadith-Schreibern selber), mache die Authentizität aus, ist eine sehr naive und einseitige Vorgehensweise.

Nein! Dieser lächerliche Prozess, dieses Kriterium hätte viel früher verworfen werden sollen. Es ist mittelalterlich und total unwissenschaftlich. Es ist sehr absurd, dass das offensichtliche Kriterium (und überhaupt das einzig zulässige), woran die Authentizität jeglicher Ahadith getestet werden könnte, völlig ignoriert wird: der Vergleich des koranischen Inhalts mit den Hadith-Inhalten (der Koran gilt sowieso als authentisch überliefert – dieses Faktum wird von allen Abspaltungen des Islam akzeptiert). Allein dieses Kriterium verwirft bereits Tausende von Ahadith und schickt sie ins Nirwana; was übrig bleibt ist eine völlig harmonische Religion, die bereits im Koran vorzufinden ist.

Kein seriöses Gericht dieser Welt würde, um ein endgültiges Urteil fällen zu können, eine auf Hörensagen beruhende Aussage als Grundlage nehmen! Die Ahadith fielen als gesamten Korpus durch. Nur weil die Illusion in den Köpfen der meisten Muslimen besteht, sie seien echt und gesichert wie der Koran, wird diesem Textkörper der Ahadith überhaupt Vertrauen und Glauben geschenkt.

Gelehrte hätten den Inhalt aller Ahadith überprüfen sollen, statt den Charakter des Erzählers zu prüfen. Es muss aber hier erwähnt werden, dass die Authentizitätsprüfung eines jeden einzelnen Hadiths nicht der beabsichtigte Zweck ist; die Ahadith können so oder so keine Religionsquelle bilden. Der Koranleser ist sich sehr wohl bewusst, dass Gott den Koran als einzige Quelle für uns vorschreibt (6:114, 7:3). Die Authentizität eines Hadiths könnte uns nur für rein wissenschaftliche, historische Zwecke dienen (beispielsweise können die Sprachen, die Traditionen, die Kulturen, die herrschenden und politischen Strukturen und dergleichen untersucht werden). Im Gegensatz dazu, wie wir gleich sehen werden, hat der Prophet höchstpersönlich die Hadith-Niederschrift verboten. Zusätzlich besteht eine der großen Schwachstellen der Hadithwissenschaft darin, dass die ersten beiden Generationen nach dem Propheten einfach lückenlos als vertrauenswürdig akzeptiert wurden, weil es „als die frühe Zeit des Islam“ gelte. Jedoch sagt uns Gott bereits im Koran, dass zu Zeiten des Propheten Heuchler um ihn herum lebten und versuchten, Gott und die Gläubigen zu betrügen. Also ist die Annahme absolut ohne Grundlage, die ersten beiden Generationen seien vertrauenswürdig. Dies macht in der Tat die ganze Hadith-Sammlung zweifelhaft.

Wir sind in immensen Widersprüchen verstrickt, wenn wir die Ahadith mit den Inhalten des Korans überprüfen wollen (der einzige logische Ausschließungsprozess, der in der Hadithwissenschaft überhaupt zulässig sein sollte). Ganz zu schweigen von den unerwartet vielen Widersprüchen zwischen den Ahadith. Wenn wir den Punkt akzeptieren, dass der Prophet Gottes nie etwas lehren würde, das dem Koran widerspricht, dann lautet die einzige logische Schlussfolgerung, dass all diese Ahadith dem Propheten zugeschrieben worden sind. Sie sind demnach alle als Lügen und Erfindungen zu bewerten. Aus diesem Grund ist der Prophet unschuldig zu sprechen.

Zu Beginn zwei Ahadith, die sich deutlich widersprechen:

Im ersten Hadith wird mitgeteilt, dass der Prophet folgendes vor seinem Tod in der berühmten Abschiedspredigt gesagt habe: „Ich habe euch den Koran und die Sunna hinterlassen.“

Doch in einem anderen Hadith befiehlt der Prophet seinen Leuten genau das Gegenteil: „Schreibt nichts von mir nieder außer den Koran. Wer es trotzdem tut, sollte es sofort vernichten.“ (Ahmed, Ausgabe 1, Seite 171; siehe auch in Sahih Muslim)

Es wird oft erwähnt, dass der zweite Hadith in der Anfangszeit der Offenbarung des Koran ausgesprochen worden sei, diese Anordnung später jedoch revidiert wurde, um sicherzustellen, dass es keine Mischung zwischen Koran und Ahadith gäbe. Dass diese Behauptung den Tatsachen nicht stand hält, ist an folgenden Punkten ersichtlich:

– Es wird von den Gewährsmännern berichtet, dass ihr Vermögen und ihr Können, Sätze auswendig zu lernen, außergewöhnlich gewesen sei. Dass diese behaupteten und idolisierten Gewährsmänner nicht in der Lage waren, ihre außergewöhnliche Fähigkeit auch dazu einzusetzen, auswendig zu lernen, was nun Hadith und Koran ist, widerspricht sich selbst. Zumal es auch Ahadith gibt, die von der Vergesslichkeit vieler Gewährsmänner berichten, die nicht mehr genau wissen, was sie nun auswendig lernten. Ist dies die Grundlage unserer Religion, wir begründen unsere Religion aufgrund Ahadith dank der Leistung unfähiger Menschen, die sich nicht mehr sicher waren, was zur Religion gehört?

– Der Prophet wurde von Gott im Koran beauftragt, die Wahrheit und Seine Religion zu verkünden (5:67). Ihm wurde verboten, etwas Weiteres neben dem Koran im Namen Gottes zu predigen (7:203, 17:73, 10:15, 5:99, 5:92, 16:35, 16:82, 24:54, 29:18, 42:48, 64:12, 69:43-47). Das heißt, falls die Ahadith Teil der Religion sein sollten, wieso befolgt er Gottes Befehl nicht, wo er doch als Prophet dies als erste Aufgabe hat? Würde er sich etwa Gott dem Schöpfer des Universums widersetzen wollen, wo Gott der Erhabene ihm mit Pein und Strafe droht? Falls die Ahadith kein Teil der Religion sein sollten, ist es dann nicht folgerichtig, dass er sie für alle Zeiten verbieten würde, sie niederschreiben zu lassen?

– Selbst nach dem Ableben des Propheten wird in den Hadith-Büchern berichtet, dass der zweite Kalif Omar ibn al-Khattab den Hadith-Überlieferer Abu Huraira geschlagen hätte, mit der Begründung, dass dieser Lügen verbreite und der Prophet die Niederschrift verboten habe. Der erste Kalif Abu Bakr hatte des Weiteren auch weiterhin Ahadith gesammelt, die in seinem Namen überliefert wurden, und sie verbrennen oder vernichten lassen. Ist dies die Art und Weise, wie mit der Wahrheit und der Religion Gottes umgegangen wird? Und dies von den Leuten wie Abu Bakr und Omar, die direkte und vertrauenswürdige Gefährten des Propheten gewesen sein sollten? Wieso hat Abu Huraira sich durch Omar einschüchtern lassen und aufgrund Angst weiterer Schläge aufgehört, die Wahrheit zu predigen, wenn doch die Ahadith die Wahrheit wären? Wir werden gleich im Anschluss sehen, dass Abu Huraira selbst auch zu denen gehörte, die Ahadith verbrannten.

– Hätte es niemandem in den Sinn kommen können, insbesondere dem Propheten selbst, dessen Fähigkeiten unumstritten großartig waren, die Ahadith irgendwo gesondert und strikt getrennt aufzubewahren, damit sie nicht vermischt werden mit dem Koran? Waren die Gefährten und der Prophet, der soziale Reformen einführte und eine pluralistische Gemeinschaft als politisches Oberhaupt leitete, etwa unfähig, die Zuverlässigkeit der Ahadith sicherzustellen? 

In einer historischen Betrachtung würde das Ergebnis dazu führen, dass der zweite Hadith authentischer als der erste wäre. In Bestätigung des zweiten Hadiths bemerken wir, dass für die ersten 100 bis 200 Jahren kein Hadith-Schreiber bekannt ist; dass sogar per Gesetz verboten wird, Ahadith zu vervielfältigen. Die Abwesenheit von irgendeinem niedergeschriebenen Hadith innerhalb von ca. einem Jahrhundert bestätigt, dass der Prophet nur den Koran hinterlassen hat und dass Ahadith nur als Gerüchte im Umlauf waren.

 

5. MOHAMMED VERBIETET DIE HADITH-NIEDERSCHRIFT

Da Gott weiß, dass sich einige ehrliche Gläubige verirren und in den Hadith-Büchern nach Rechtleitung suchen werden, bestand Er darauf, den Ehrlichen genug Zeichen zu geben, damit sie für sich selber sehen, dass diese Erfindungen nicht von Gott sind und dass sie ein Götzentum beschreiben, das von Gott und Seinem Gesandten verdammt wird.

Hadith-Bücher enthalten ausreichendes Material, um die ehrlichen Gläubigen zum Koran ALLEINE zu führen. Wir brauchen diese Beweise von den Hadith-Büchern hier nicht, aber wir werden sie mit einschließen, um aufzuzeigen, wie Gott dadurch die Ungläubigen und Heuchler aufdeckt.

1- Ibn Saeed Al-Khudry berichtete, dass der Gesandte Gottes gesagt hat: „Schreibt nichts von mir auf AUSSER DEN KORAN. Wer etwas anderes als den Koran niederschreibt, soll es vernichten (wörtlich: auswischen).“

Hadith zum Verbot der Niederschrift

Das folgende historische Ereignis geschah ungefähr 30 Jahren nach dem Tode des Propheten und zeigt, dass der Prophet seinen Befehl, außer dem Koran nichts aufzuschreiben, nie aufheben ließ. Die Hadith-Bücher beinhalten jedoch einige erfundene Ahadith, die von den Hadith-Gelehrten als sehr schwach eingestuft werden. Damit wird versucht eine Sicht zu legitimieren, dass Mohammed seine Meinung über die Hadith-Niederschrift geändert habe. Die Leser werden dank nächstem Hadith von selbst schlussfolgern können, dass der Prophet nie die Niederschrift der Ahadith autorisiert hat.

2- Aus Ibn Hanbal: Zayd Ibn Thabit (Der dem Propheten am nächsten stehende Offenbarungsschreiber) besuchte (über 30 Jahre nach dem Tod des Propheten) den Kalifen Mu’aawiyah und erzählte ihm einen Hadith. (Mu’aawiyah gefiel diese Geschichte so sehr, dass) er nach jemanden verlangte, um sie niederschreiben zu lassen, doch Zayd entgegnete: „Gewiss, der Gesandte Gottes befahl uns NIE etwas von seinen Ahadith aufzuschreiben. So wurde er (der niedergeschriebene Hadith) vernichtet (wörtlich: ausgewischt)“ (Ahmad, Band 1, Seite 192)

Hadith zum Verbot ihrer Niederschrift

 

3- Das berühmte Buch „Ulum Al-Hadith“ von Ibn Al-Salah überliefert einen Hadith von Abu Huraira: „Der Gesandte Gottes kam zu uns als wir seine Ahadith niederschrieben und fragte: „Was schreibt ihr?“ Wir antworteten: „Ahadith, die wir von dir gehört haben, Gesandter Gottes.“ Er sagte: „Ein anderes Buch als das Buch Gottes?!“ Wir sagten: „Sollen wir über dich sprechen?“ Er sagte: „Sprecht über mich, das wäre schön, aber diejenigen, die lügen werden, gehen in die Hölle.“ Wir sammelten was wir geschrieben hatten und verbrannten sie.“

4- Im berühmten Buch „Taq-yeed Al-Ilm“ wird von Abu Huraira überliefert, dass der Gesandte Gottes darüber informiert sei, dass einige Leute seine Ahadith niederschreiben. Er ging zur Moschee und sagte: „Was sind diese Bücher, von denen ich gehört habe, dass ihr sie schreibt? Ich bin nur ein menschliches Wesen. Jeder, der irgendwelche Niederschriften solcherart hat, soll sie herbringen. Abu Huraira sagte, dass sie sie alle gesammelt hatten und verbrannten.

5- Ibn Hanbal überliefert in seinem Musnad-Buch einen Hadith, in welchem Abdullah Ibn Omar folgendes sagt: „Der Gesandte Gottes kam eines Tages zu uns als würde er uns bald verlassen und sagte: „Wenn ich euch verlasse (sterbe), haltet am Buch Gottes fest: erlaubt, was es erlaubt und verbietet, was es verbietet.“

Er erwähnte nie seine Sunna in diesen Ahadith.

6- Im Buch „Taq-yeed Al-Ilm“ wird von Abu Saeed Al-Khudry folgendes überliefert: „Ich fragte den Gesandten Gottes um Erlaubnis, seine Ahadith niederschreiben zu dürfen, aber er lehnte es ab, mir eine Erlaubnis zu erteilen.“

7- Die Abschieds-Pilgerfahrt des Propheten Mohammed ist ein schwarzer Fleck in der muslimischen Geschichte. Die letzte Predigt des Propheten während seiner Pilgerfahrt wurde von Tausenden von Zuhörern erlebt. Jedoch sind DREI Versionen einer Aussage, die zu Streit unter den Schiiten und den Sunniten führte, in den Hadith-Büchern zu finden. Dies wiederum reflektiert deutlich die Korruption in den Hadith-Büchern, welche für eigene Ziele und Interessen geschrieben wurden, nebst der Tatsache, dass diese Predigt das meist bezeugte Ereignis des Propheten war. Dies erhöht die Problematik der so genannten „Authentizität“ der Ahadith um einiges; besonders dann, wenn Gesetze implementiert werden wollen, bei denen die Zeugenanzahl klein ist. Überhaupt, wie können wir den Hadith-Büchern, in denen die meisten Ahadith von weniger als zehn Menschen bezeugt wurden, Vertrauen schenken, wenn diese dazu unfähig sind, ein Ereignis akkurat aufzuzeichnen, dass von sage und schreibe 100’000 Menschen bezeugt wird??!!!

 

1. Version: Ich hinterlasse euch das Buch Gottes und meine Angehörigen (Ahl Al-Bayt). Muslim 44/4, Nr. 2408; Ibn Hanbal 4/366; Darimi 23/1, Nr. 3319.

Dies ist die Version, welche die Schiiten unterstützen und akzeptieren.

 

2. Version: Ich hinterlasse euch, woran ihr festhalten sollt, das Buch Gottes und meine Sunna. Muwatta 46/3

Diese Version wird von den Sunniten angenommen.

 

3. Version: Ich hinterlasse euch das, woran ihr festhalten sollt: Das BUCH GOTTES. Muslim 15/19, Nr. 1218; Ibn Majah 25/84, Abu Dawud 11/56.

Und NUR das Buch Gottes. Dies ist die EINZIGE Version, welche die wiederholte Nachricht bestätigt: Mohammed überlieferte NUR den Koran. Viele Sunniten und Schiiten wissen nicht einmal, dass DIESE Version überhaupt existiert. Die Wahrheit ist nunmehr offensichtlich.

 

6. DIE GESCHICHTE DER HADITH-NIEDERSCHRIFT

Die Niederschrift und die Dokumentation der Sunna ist ein interessanter und wichtiger Bereich unserer islamischen Geschichte. Der Student dieser Geschichte wird in allen Einzelheiten Hinweise finden können, wieso Gott all diese Korruptionen der sogenannten Hadith und Sunna, die dem Propheten zugeschrieben werden, zugelassen hat, wie Er es uns in 6:112-113 mitteilt.

Gott teilt uns etliche Male mit, dass Sein Koran, Sein Buch komplett, perfekt und vollständig detailliert ist (vgl. 6:19,38,114,115; 50:45, 12:111), und hätte Er gewollt, hätte Er uns hunderte von Büchern geben können und nicht nur einen Koran (18:109, 31:27). Gott wusste, dass Sein Koran ausreicht und dass diejenigen, denen der Koran nicht genügt, Götzentum betreiben, indem sie Persönlichkeiten wie Bukhary, Muslim, Ahmed und andere als Herren und Partner neben Gott nehmen. Diese Behauptung mag viele Sunniten entsetzen und empören. Wieso sind diese Persönlichkeiten als Partner neben Gott zu betrachten? Da müsste eine geschicktere Wortwahl her: Wie wäre es mit Gesetzespartner? Was haben alle Hadith-Sammler gemeinsam? Sie verbieten, befehlen und gelten als autoritative Quelle, ergo: Gesetzesgeber für die Götzen (9:36,12:40, 30:43).

 

Ahadith und die führenden Kalifen

Die Vier Kalifen, die die muslimische Gemeinschaft (nach dem Tod des Propheten) regierten, respektierten den Befehl des Propheten und verbaten sowohl die Niederschrift als auch die Sammlung der Ahadith. Sie glaubten an Gott und an Sein Buch und akzeptierten den Befehl des Propheten.

Abu Bakr war zu einem Zeitpunkt nicht sicher, ob er sein Wissen über die Ahadith behalten sollte oder nicht. Er sammelte 500 Ahadith während der sehr langen Gefährtenschaft des Propheten Mohammeds. Er konnte nachts nicht schlafen, bis er sie verbrannte.

Omar Ibn Al-Khattab bestand darauf, die von seinem Sohn Abdullah gesammelten Ahadith zu zerstören. Die islamische Geschichtsschreibung erwähnt die Geschichte von Omar Ibn Al-Khatta wie er vier Freunde des Propheten zurückhielt, die darauf bestanden, die Ahadith des Propheten zu erzählen. Diese waren Ibn Masoud, Abu Al-Dardaa, Abu Masoud Al-Anssary and Abu Tharr Al-Ghaffary. Omar nannte Abu Huraira einen Lügner und drohte ihm, ihn nach Yemen zurückzuschicken, von wo er abstammte, wenn er nicht aufhöre diese Lügen über den Propheten Mohammed zu erzählen. Abu Huraira hörte auf, bis Omar gestorben war, und begann dann von neuem.

Ali Ibn Abu Talib, der vierte Kalif, sagte in einer seiner Reden: „Ich ermahne alle, die Niederschriften vom Propheten haben, nach Hause zu gehen und diese zu vernichten. Die Leute vor euch haben sich selber fehlgeleitet, weil sie Ahadith folgten, die von ihren Gelehrten kamen [Anm.: Juden mit ihrer eigenen Hadith-Kollektion, beispielsweise Talmud]. Auf diese Weise verließen sie das Buch Gottes.“ (Sunan Al-Daramy)

 

Kalif Omar Ibn Abdul Aziz – Der Beginn vom Ende

Abu Huraira überlieferte in weniger als zwei Jahren der Gemeinschaft des Propheten mehr Ahadith als Abu Bakr, Omar, Ali und Aischa zusammen, die mit dem Propheten fast ihr ganzes Leben verbracht hatten. Er überlieferte 5374 Ahadith. Ibn Hanbal zitierte in seinem Buch 3848 von seinen Ahadith.

Die führenden Kalifen, Al-Khulafaa Al-Raschedun, die die muslimische Gemeinschaft nach dem Tod des Propheten regierten, respektierten den Wunsch des Propheten nichts als den Koran aufzuschreiben und denunzierten jeden Versuch einer Niederschrift. Ihr Beispiel wurde zwei Jahrhunderte lang befolgt. Zu dieser Zeit waren die Lügen über den Propheten weit verbreitet. Die Leute verließen den Koran um nach Ahadith zu suchen, als der Kalif Omar Ibn Abdel-Aziz ein Befehl erließ, die Niederschrift zu erlauben. Er dachte, dass er dadurch die Lügen auslöschen könnte. In seiner Herrschaft missachtete er die Befehle Gottes im Koran, die Lehren des Propheten, die Beispiele seiner Vorgänger und die Einwände der muslimischen Gelehrten seiner Zeit. Fortan veränderte sich die Religion des Islam von der Gottes Religion (Koran) zu einer Religion, die die berüchtigten Ahadith und die Sunna beinhalten, die eigentlich von Gott und dem Propheten verboten wurden. Lob gebührt Gott, Er schützte und hinterließ Seine PERFEKTE Religion Islam (Hingabe) in Seinem Buch, worin Er darauf besteht, es den BESTEN HADITH zu nennen.

Dass die Ahadith Erfindungen sind, ist auch an folgendem Hadith ersichtlich:

 

Der Prophet habe gesagt: „Halte fest an meiner Sunna und der Sunna der rechtgeleiteten Kalifen (alkhulafa’u-r-rashiduun), klammert euch mit euren Zähnen darauf, vermeidet neue Neuheiten, da jede Neuheit eine Innovation ist, und jede Innovation eine Fehlleitung darstellt.“ Sahih Ibn Hibban, Band 1, Seite 166

 

Dass der Prophet die Zukunft nicht kennen kann, wissen wir aus dem Koran (7:188). Es ist auch eine historische Tatsache, dass der Begriff der „rechtgeleiteten Kalifen“ erst nach dem Propheten für die vier Kalifen verwendet wurde. Wie kann der Prophet also die Zukunft kennen, wo er doch auf Befehl Gottes hin bestätigen musste, dass er die Zukunft doch nicht kennt? Dies ist mitunter auch einer der Gründe, weshalb die Schiiten die Hadith-Grundlagen der Sunniten nicht akzeptieren, wenn es um die Frage nach den Kalifen geht.

 

Die frühen Niederschriften der Ahadith

Es kann als historisch korrekt betrachtet werden, dass Ahadith bereits zu Lebzeiten des Propheten geschrieben wurden. Jedoch verachteten der Prophet und diejenigen, die nach ihm regierten, diese Niederschriften und schauten auf die Schreiber mit Undank herab. Die Hadith-Bücher erwähnen, dass der Prophet Mohammed die gesammelten Ahadith verbrannt hatte und sehr verärgert über Leute war, die „ein anderes Buch als Gottes Buch“ niederschrieben. Von Abu Bakr und Omar Ibn Al-Khattab wurde ebenfalls berichtet, dass sie Ahadith-Sammlungen verbrannten.

Das Ahadith-Verbot galt bis Omar Ibn Abdel-Aziz die Niederschrift der Ahadith und der Sunna erlaubte. Danach erschienen viele Bücher und Heftchen (Kararees, plural von Kurraasa), die Ahadith beinhalteten: z. B. Ibn Greeg, Malik Ibn Anas, Mohammed Ibn Is’haq. Das berühmteste Buch unter ihnen war das Buch von Malik Ibn Anas: Al-Muwattaa. Dieser zählte ungefähr 500 Ahadith. Am Ende des zweiten Jahrhunderts nach Hidschra erschienen die als (Masaned) bekannten Bücher, z. B. der Masnad von Ahmed Ibn Hanbal, welcher ungefähr 40’000 Ahadith beinhaltet. In der ersten Hälfte des dritten Jahrhunderts n.H. erschienen die sechs berühmten Hadith-Bücher, welche heute noch von vielen Hadith-Gelehrten gebraucht werden:

 

  1. Sahih Bukhary
  2. Sahih Muslim
  3. Sunan Abu Dawud
  4. Sunan Al-Tirmidhi
  5. Sunan Al-Nesai
  6. Sunan Ibn Madsche

 

In diesen Büchern wurde eine neue Religion geschrieben, welche über den Koran dominierte, obwohl der Koran das Gegenteil behauptet. Beim Schreiben dieser Bücher kümmerten sich die Autoren nicht darum, ob die Ahadith, die sie schrieben, dem Koran oder anderen Ahadith oder dem gesunden Menschenverstand widersprachen. In Wirklichkeit aber haben sie die Verheißung Gottes in 6:112-113 erfüllt.

 

6:112-113 Wir haben den Feinden – die Satane (aus den Reihen) der Menschen und der Djinn – von jedem Propheten erlaubt, zum Trug eingebildete Wörter zu gebrauchen. Und hätte dein HERR es gewollt, hätten sie es nicht getan. Also lass ab von ihnen und ihren Erfindungen. Und das Herz derer, die nicht ans Jenseits glauben, sollen solchen Erfindungen zuhören und sie akzeptieren, damit ihre wahren Überzeugungen aufgedeckt werden.

7. WIE VIELE AHADITH?

Die Anzahl an gesammelten und dem Propheten zugeschriebenen Ahadith beläuft sich auf mehrere Hunderttausende: bis zu 700’000. Gerade mal 99% dieser Ahadith waren pure Lügen und Erfindungen und wurden von den frühen muslimischen Gelehrten abgelehnt, die dachten, sie könnten die Authentizität der Ahadith ausfindig machen. Betrachten wir nun einige dieser berühmten Hadith-Sammler und ihre Sammlungen:

    1) Malik Ibn Anas sammelte ca. 500 Ahadith in seinem berühmten Buch „Al-Muwattaa“
    2) Ahmed Ibn Hanbal sammelte ca. 40’000 Ahadith in seinem berühmten „Musnad“. Er wählte diese 40’000 aus 700’000 Ahadith aus. In anderen Worten dachte er, 660’000 Ahadith wären ungeprüft, Lügen und/oder Erfindungen und die restlichen könnten authentisch sein. Das sind 94% Lügen und Erfindungen.
    3) Bukhary sammelte ca. 600’000 Ahadith, akzeptierte davon 7275 Ahadith und bewertete 592’725 Ahadith als ungeprüfte Ahadith, Lügen und/oder Erfindungen. Das sind fast 99% der Sammlung.
    4) Muslim sammelte 300’000 Ahadith und akzeptierte lediglich 4000 und lehnte ca. 296’000 ab. Das sind erneut fast 99% der gesammelten Ahadith.

Dies sollte Ihnen Einsicht geben, wie viel Korruption den Islam infiltrierte. Jetzt können wir verstehen, wieso Gott es versprach, Sein Buch und NUR Sein Buch zu beschützen, zu behüten und zu erhalten, den EINZIG authentischen Hadith, den EINZIG akzeptablen Hadith, den BESTEN Hadith: der Koran. Solches wurde NICHT für die Erfindungen und Lügen der Erfinder versprochen und die Lügner, die versucht haben Gottes Buch mit anderen „Quellen“ zu „vervollständigen“ und somit den Koran als „unvollständig/undetailliert/unperfekt“ erachteten, waren der Ansicht, dass der Koran, Gottes Wort eine Erklärung von einem anderen Buch brauche. Der Einzige, der Seinen Worten weitere hinzufügen darf, ist Gott allein.

Überlegen wir uns doch auch einmal, wie lange die Überprüfung all dieser Ahadith wohl gedauert haben muss bei diesen enormen Zahlen. Gehen wir beispielsweise bei Bukhary davon aus, dass die Überprüfung eines Hadith etwa eine Stunde in Anspruch genommen hat, so werden wir leicht einsehen können, dass diese Zahlen übertrieben sein müssen. Wobei wir hier noch sehr großzügig sind in unseren Annahmen, da von Bukhary beispielsweises berichtet wird, dass er monatelange Reisen auf sich genommen hat, wenn er wusste, er könnte am Zielort einen Hadith sammeln.

Bei 600’000 Ahadith wären das 600’000 Stunden Überprüfungszeit, umgerechnet also 600’000 / 24 =  25’000 Tage. Rechnen wir diese Anzahl Tage in Jahre um, so erhalten wir gerundet 25000 / 365.24 = 68,45 Jahre. Bukhary müsste also ununterbrochen über 68 Jahre, ohne Schlaf, ohne irgendwelche Gebete, ohne Ruhezeit, ohne Freizeit und dergleichen Ahadith überprüfen. Bedenken wir hierbei auch noch, dass er nicht von Geburt an ein Hadith-Sammler war, so wird der Umstand nur noch deutlicher, dass die Geschichten rund um die Ahadith erfunden wurden, um die Menschen mit Geschichten und Zahlen zu beeindrucken.

 

8. ABU HURAIRA UND SO VIELE LÜGEN

Über Abu Huraira wird folgendes berichtet: Abu Huraira kam im 7. Jahr n.H. aus Yemen und konvertierte zum Islam. Er blieb weniger als drei Jahre in der Nähe des Propheten. Aus dieser relativ kurzen Zeit überlieferte er 5374 Ahadith (zum Vergleich: Aischa, Abu Bakr oder Omar überlieferten relativ wenig Ahadith, obwohl sie mit Mohammed fast ihr ganzes Leben verbracht hatten). Die meisten seiner Ahadith werden „Aahad“ genannt, d. h. Ahadith, die nur von einer Person erlebt und überliefert wurden. In diesem Fall war diese eine Person Abu Huraira selbst. Einige der Gefährten (Sahaba) des Propheten und Aischa, die Frau des Propheten, beschuldigten ihn, ein Lügner zu sein, da er Lügen über die Propheten erfinde, nur um seinen sozialen Status zu erhöhen. Omar Ibn Al-Khattab, der zweite führende Kalif, drohte Abu Huraira mit der Ausweisung ins Exil, wenn er nicht aufhöre, Ahadith über Mohammed zu erzählen. Er stoppte bis zur Ermordung Omars und fing erneut an. Er blieb dabei, Ahadith zu erzählen um den Herrschern der damaligen Zeit zu gefallen, inklusive der Zeit im „Königspalast“ von Mu’aawiyah in Syrien. Abu Huraira teilte seinen Zuhörern mit, dass er ihnen Ahadith erzähle, die, wenn sie zu Lebzeiten Omars genannt worden wären, ihm einige Peitschenhiebe eingebracht hätten.

 

„Abu Hurairas Überlieferungen werden zweifelhaft, denn in einigen Fällen behauptet er an Orten anwesend gewesen zu sein, an denen er eigentlich aus unwiderlegbaren Gründen nicht war.

Beispielsweise sagte er: „Ich besuchte Ruqayya, die Tochter des Heiligen Propheten und die Frau von Usman, während sie einen Kamm in ihrer Hand hielt. Sie sagte: „Der Prophet Gottes hat mich gerade verlassen, nachdem ich seine Haare kämmte. Er sagte: „Wie findest du Abu Abdullah (d.h. Usman)“. (sic) Ich sagte: „In Ordnung“. Er sagte: „Gewähre ihm Ehre, da er unter all meinen Gefährten mir in meinem Verhalten am meisten ähnelt“.

Hakim zitierte diese Überlieferung in seinem „Mustadrak“, Ausgabe 2, Seite 48 mit der Bemerkung, dass obwohl die Tradenten dieser Überlieferung korrekt seien, der Text unglaublich ist. Denn Ruqayya war drei Jahre n. H. zur Zeit des Sieges von Badr gestorben, während Abu Huraira zum Islam im 7. Jahr n. H. nach dem Sieg in Khyber konvertierte. Dieselbe Bemerkung über diese Überlieferung wurde von Zahabi in „Talkees-ul-Mustadrak“ gemacht.“ (Abu Huraira, Abdul Hussain Sharafuddin Musawi, Seite 89, Peermahomed Ibrahim Trust)

 

Abu Dschaafar Al Iskafy erwähnte, dass der Kalif Mu’aawiyah einige unter den Leuten auserwählte, Abu Huraira mit eingeschlossen, um erfundene Geschichten und Ahadith über den Schwiegersohn des Propheten Ali Ibn Abu Talib zu verbreiten, um ihn degradieren zu können. Abu Huraira lebte dann in Mu’aawiyah’s Königspalast und diente dem Kalifen, einschließlich auch für politische Zwecke. Er brachte einige der Ahadith hervor, um Ali Ibn Abu Talib zu erniedrigen und zu beleidigen, und um ihm einen tieferen Status als Abu Bakr, Omar und Othman zu geben, nur um Mu’aawiyah zu gefallen.

Während der Herrschaft Mu’aawiyahs wurden mit der Hilfe von Abu Huraira viele Ahadith erfunden, welche die Ansicht unterstützen, dass der Imam oder der Kalif eine Person sei, der man gehorchen muss, so wie man Gott oder dem Gesandten gehorcht. Dies widerspricht dem Gesetz des Koran, dass alle Angelegenheiten demokratisch durch Beratung behandelt werden sollten.

Viele dieser Ahadith, die von Abu Huraira überliefert wurden, widersprechen anderen Ahadith. Abu Hurairas Ahadith widersprechen sich auch untereinander. Und viele Ahadith, sowohl von Abu Huraira als auch von anderen, widersprechen sich mit dem Koran und/oder dem natürlichen Verstand. Abu Huraira überlieferte Ahadith von Kaab Al Ahbar, ein jüdischer Konvertierter, der versuchte, den Koran durch die jüdischen Bücher zu erklären. Er brachte einige der abscheulichsten Ahadith hervor, welche in totalem Widerspruch mit dem Koran stehen, die von falschen Geschichten aus der Torah entnommen wurden.

Die Geschichtsschreiber erzählen die Geschichte von Abu Huraira, nachdem er das Gouverneursamt von Bahrain erhielt. Er wurde in zwei Jahren sehr reich, weswegen Omar ihn zurückrief und ihm sagte: „Du, der Feind Gottes, du hast das Geld Gottes gestohlen. Ich habe dich zu einem Emir von Bahrain gemacht, als du noch nicht einmal ein Paar Schuhe hattest. Woher hast du all das Geld erhalten (40’000 Dirham)?“ Die Geschichte weist darauf hin, dass Omar 10’000 Dirham von ihm nahm. (Abu Huraira gestand nur 20’000 Dirham ein.)

Abu Huraira war derjenige, der am meisten der Hadith-Erfindung beschuldigt wurde. Aischa, die Frau des Propheten, beschuldigte ihn immer wieder, dass er nicht wahrheitsgemäße und unvollständige Ahadith erzähle und dass er Ahadith erfinde, die sie nie vom Propheten gehört habe. Abu Huraira ist sehr bekannt dafür, dass er ein Vorurteil gegenüber Frauen und Hunden hatte. Er brachte einige der beleidigendsten Ahadith gegen Frauen hervor, und ebenso Ahadith, die dazu aufrufen, die Hunde zu töten. Wenn wir die rigiden Kriterien verwenden, welche die so genannten Gelehrten wie Bukhary und Muslim behaupten zu gebrauchen, um diejenigen zu akzeptieren, die Ahadith überliefern, wäre Abu Huraira der erste, der den Test nicht besteht. Und seine Ahadith wären die ersten, die zu den Lügen gehören würden.

 

Aischa und Abu Huraira – die Zwietracht

Im berühmten Buch „Taa’oueel Mukhtalaf Alhadith“ von Ibn Qutaiba Al-Dinory, sagt Aischa zu Abu Huraira:

 

„Du erzählst all diese Ahadith über den Propheten, von denen ich nie etwas mitbekommen habe.“ Er antwortete (wie Bukhary berichtet): „Du (Aischa) warst zu beschäftigt mit deinem Spiegel und deinem Makeup.“ Sie antwortete ihm: „Du bist es, der mit seinem Bauch und seinem Hunger beschäftigt war. Dein Hunger hat dich beschäftigt gehalten, du ranntest den Leuten der Allierten nach, betteltest bei ihnen um Essen und sie versuchten dir aus dem Weg zu gehen, und schließlich würdest du zurückkehren und vor meiner Türe umkippen und die Leute würden denken, du wärst verrückt und dich treten.“

 

Nachfolgend ein Vergleich zwischen Abu Huraira und Aischa, Abu Bakr, Umar und Ali in der Anzahl der Überlieferungen. Aus dem Buch „Hadith Literature: It’s Origin, Development & Special Features“ von Muhammed Zubayr Siddiqui:

1. Abu Huraira
4. ‚Aischa Umm al-Mu’minin
10. Umar Ibn al-Khattab
11. Ali Ibn Abi Talib
31. Abu Bakr al-Siddiq
5374
2210
537
536
142

 

Man vergleiche die Anzahl an Ahadith von Abu Bakr mit der Anzahl von Abu Huraira, und bedenke, dass Abu Bakr den Propheten 23 Jahre lang begleitet hat, während Abu Huraira den Propheten nur zwei Jahre begleitet hat.

Abdul Hussain Scharufuddin Musawi beschreibt in seinem Buch „ABU HURAIRA – Ursache und Wirkung seiner Überlieferungen“ die Widersprüchlichkeit Abu Hurairas und folgert zum Schluss, dass nur Menschen ohne Verstand diesem Mann glauben schenken können.

 

Bukhary berichtet in seinem Sahih-Werk, Band 2, Seite 29, durch eine Erzählerkette, die bei Abu Huraira endet, der sagte: Der Prophet Gottes übergab mir Zakat vom Ramadan (gemeint ist Zakat-ul-Fitr), damit ich die Spende hüte. Ein Mann kam und begann, ein paar Lebensmittel zu stehlen. Ich schnappte ihn und sagte: „Bei Gott, ich schleppe dich zum Propheten Gottes.“ Der Mann sagte: „Ich bin bedürftig, und da ich eine Familie habe, ist meine Not sehr groß.“ So ließ ich ihn laufen. Am nächsten Morgen fragte mich der Prophet: „Abu Huraira, was tat der Mann, den du gestern geschnappt hast?“ Ich sagte: „O Prophet Gottes, er klagte über große Not und er hätte Familie; so hatte ich Mitleid mit ihm und ließ ihn laufen.“ Der Heilige Prophet sagte: „Er hat dich angelogen, und er wird wiederkommen.“ So passte ich wieder auf, ob er käme. Der Mann kam und begann, Lebensmittel zu stehlen. Ich schnappte ihn und sagte: „Bei Gott, ich will dich ganz gewiss zum Propheten Gottes schleppen.“ Er sagte: „Ich bin bedürftig, und da ich Familie habe, ist meine Not groß.“ So ließ ich ihn laufen. Am nächsten Morgen fragte mich der Heilige Prophet: „Was tat der Mann, den du gestern geschnappt hast?“ „O Prophet Gottes, er klagte über große Not und er hätte Familie; so hatte ich Mitleid mit ihm und ließ ihn laufen.“ Der Heilige Prophet sagte: „Er hat dich angelogen, und er wird wiederkommen.“ So passte ich wieder auf, ob er wiederkäme, zum dritten Mal. Er kam und begann, Lebensmittel zu stehlen. Ich schnappte ihn und sagte: „Bei Gott, ich will dich ganz gewiss zum Propheten Gottes schleppen.“ Der Mann flehte: „Lass mich laufen, ich werde dich lehren, was Dir bei Gott Nutzen bringt. Wenn du zu Bette gehst, sollst du den Qur’an-Vers „Kursi“ rezitieren. Solange du im Bette bist, wird Gott dich schützen, und Satan wird sich dir bis zum Morgen nicht nahen.“ Daraufhin ließ ich ihn laufen. Als es Morgen war, sagte der Prophet Gottes zu mir: „Was hat der getan, den du gestern geschnappt hast?“ Ich erzählte ihm die ganze Geschichte. Da sagte der Prophet: „Weißt du, wer in den letzten drei Nächten mit dir gesprochen hat?“ Ich sagte: „Nein.“ Der Heilige Prophet sagte: „Es war Satan, der Teufel.“

 

Musawi bemerkt zu diesem Hadith, dass er nur von törichten Menschen geglaubt werden könne. Denn hier habe Abu Huraira eine Geschichte zusammengesponnen, die ihn selbst dabei entlarve, wie er dem Propheten Mohammad weniger glaubt als einem Dieb. Denn da Abu Huraira Mitleid mit dem Diebe zeigt, glaubte er dem Dieb, und er glaubte nicht dem Propheten, der ihm dreimal sagte, der Dieb sei ein Lügner.

Die Geschichte zeigt klar, dass Abu Huraira im Namen Gottes schwor, den Dieb zum Propheten zu schleppen. Der Schwur wurde nicht erfüllt, dafür aber nicht nur einmal, sondern gleich dreimal gebrochen. Es scheint so, als ob ein Brechen des Schwurs gemäß Abu Hurairas Verhalten eine rechtschaffene Charaktereigenschaft darstelle.

Noch absurder wird es, als Satan zum Prediger heiliger Lehren gekürt wird. Der Teufel soll Abu Huraira etwas lehren, damit er nicht „festgehalten“ wird, als ob der Teufel körperlich festgehalten werden könnte! Sollte solch ein Hadith von Menschen mit Verstand geglaubt werden, so können wir nur Zuflucht bei Gott vor so viel Wissensarmut nehmen.

 

9. BUKHARY SAHIH – DAS BEISPIEL DER KORRUPTION

Im Allgemeinen sprechen die Muslime von Hadith-Sammlungen mit einem Respekt, der dem Respekt vor dem Koran gleicht oder manchmal sogar überschreitet. Während der Koran keinen Zweifel in sich trägt, in dem Gott für uns will, dass wir nach der Führung und vollkommener Zufriedenheit suchen sollten, finden diejenigen, die nicht an Gottes Wort glauben, meistens Zuflucht in den Ahadith und der Sunna, die vom Koran mehrmals verdammt wurden. Gott gab uns bereits Auskunft darüber, dass der BESTE HADITH der Koran ist (39:23), und dass wir nur Seine Ahadith (im Koran) suchen sollen (7:185) und wir uns darüber wundern sollen, wieso Gottes Worte nicht ausreichen können (45:6)!

Imam Al-Bukhary, kurz Bukhary, ist einer der vielen Gelehrten, die sich entschieden haben, Ahadith zu sammeln, obwohl sie der Prophet Mohammed verboten hatte und jeder Kalif, der ihm folgte, nichts sammelte und nichts schrieb bis auf den Koran, wenn es um religiöse Angelegenheiten ging. Viele Muslime begegnen dem Namen Bukhary mit einem Respekt, den er nicht verdient hat. Seine Erhebung zu einem Heiligen durch die Muslime und der Gelehrten nach ihm bewirkte, dass seine Bücher ein zweiter Koran wurden.

Während das moderne Christentum ein Produkt von Paulus‘ Verfälschung, Streben nach einem Gelehrten-Status und seinen Halluzinationen ist, ist der traditionelle sunnitische Islam, wie er heute praktiziert wird, ebenfalls ein Produkt der Korrumpierung des Islam von Leuten wie Bukhary.

Sobald die Muslime den Koran verließen, in dem sie Hadith-Büchern den Vorrang gewährten, wurde der wahre Islam auf unglaubliche Weise verfälscht; die heutige Praxis ihres Islam ist nichts weiteres als eine Reflektion des M-Islam von Gelehrten wie Bukhary, Muslim, Nesai, Tirmidhi, Abu Dawud… etc. und keine Reflektion des wahren Islam (Hingabe), das uns vom Propheten Mohammed präsentiert wurde.

Während Leute Bukhary wegen seiner Methodologie, Ahadith für sein Buch zu sammeln, das heute „Sahih Al-Bukhary“ genannt wird, preisen, reflektieren sie nur die Ignoranz über das, was Bukhary in Wirklichkeit gesammelt hat.

Nicht nur, dass Bukhary die eigenen Regeln gebrochen hatte, von denen er behauptete, sie zu gebrauchen um die Authentizität zu sichern, sondern auch seine eigenen Neigungen, politische Bündnisse seiner Zeit und Hass gegenüber Personen wie Ali Ibn Abu Talib beeinflussten seine Wahl, welche Ahadith er in seinem Buch aufnehmen und welche er ablehnen wollte. Er kümmerte sich wenig um den Inhalt der Ahadith. Er nahm viele Ahadith auf, die dem Koran, den anderen Ahadith und dem natürlichen Verstand widersprechen, die Gott, den Propheten und seine Frauen und ebenso seine Familie beleidigen. Die Einstellung, die Bukhary bezüglich Ali Ibn-Abu Talib’s Position gegenüber Mu’aawyiah eingenommen hat, ist nichts anderes als eine Reflektion der politischen Einstellung von Bukhary in seiner Auswahl der Ahadith, die Ali erniedrigen, während der inbrünstige Feind von Ali, Mu’aawyiah, als ein reiner und rechtschaffener Mann dargestellt wurde, trotz dem Wissen über seine Korruption und seine Missachtung von einfachen islamischen Gesetzen. Bukhary überlieferte in seinem Buch viele Ahadith, die heute für die Öffentlichkeit als „sahih“ (authentisch) gelten, über Personen, die zu ihrer Zeit als lügnerisch, korrupt und unglaubwürdig betrachtet wurden. Die nachkommenden Gelehrten waren zu verängstigt, als dass sie die Wahrheit aufdecken und das Defizit von Bukhary und Konsorten aufzeigen konnten. Ein einfaches Beispiel: der Autor des Buches „Al-Mustadrek“ schreibt, dass Bukhary Ahadith von 434 Personen angenommen hat, die von Muslim in seinem Buch „Sahih Muslim“ nicht akzeptiert wurden, für die Muslim also dachte, sie seien unglaubwürdig. Andererseits nahm Muslim Ahadith von 625 Personen an, die von Bukhary abgelehnt wurden.

Die Korrumpierung des Islam durch Hadith und Sunna begann bereits während der Zeit Mohammeds und intensivierte sich kurz nach seinem Tod. Die Hadith-Sammlungen wurden von Gott, vom Propheten und von seinen Sahaba (Gefolgsleute des Propheten) verdammt. Der Akt dieser Korrumpierung hatte im zweiten Jahrhundert nach Hidschra seinen Höhepunkt, als die sechs berühmten Bücher (Quellen) der Ahadith geschrieben wurden.

Der Allmächtige Gott sagte diese Korrumpierung voraus und erklärte uns in 6:112-113, wieso Er diese Korrumpierung zuließ und teilte uns vorzeitig mit, dass der Prophet sich am jüngsten Tag bei Gott beschweren wird, dass die Muslime den KORAN (nicht Hadith und Sunna) VERLASSEN haben. Siehe hierfür Vers 25:30.

 

10. BUKHARY UND SAHABA: KLARE VERFÄLSCHUNG

Viele der muslimischen Geschwister reden von den Gefährten (Sahaba) des Propheten, als wären sie eine völlig andere Klasse von Mensch. Sie machten sie makellos, die nicht im Stande wären, Fehler zu vollbringen. Sie bewerten sie dermaßen mit Respekt und Liebe, wie es eigentlich nur dem Propheten gebühren sollte, dem Gesandten Gottes und dem letzten Propheten. Wir treffen viele Leute an, die die Sahaba des Propheten verteidigen, ungeachtet dessen, was sie getan haben. Viele von ihnen wissen nicht einmal was „Sahaba“ bedeutet oder wie es benutzt wurde oder benutzt werden sollte. Und wiederum wissen viele von ihnen nicht einmal die Namen der Sahaba. Es ist eine blind befolgte Tradition, emotional verankert in der Geisteshaltung der Traditionalisten.

Der Student der muslimischen Geschichte wird schockiert sein, wenn er die unterschiedlichen Definitionen des Wortes „Sahaba“ lernt. Solch eine Definition zu kennen erleichtert es uns, über unsere Geschichte, unsere Bücher und unsere Religion zu sprechen.

Im Allgemeinen stimmen die Gelehrten über die Definition der Frage „Wer zählt als Sahaba des Propheten?“ nicht überein! Das Erlernen dieser Definitionen stellt die Einstellungen vieler Personen wie z. B. Bukhary klar, der seine eigene Definition des Wortes Sahaba verwendet hat, um viele falsche und erfundene Ahadith zu akzeptieren, welche in seinem Buch „Sahih Al-Bukhary“ aufgenommen wurden. Die Definitionen der Gelehrten lauten:

1) Die Definition von Bukhary:
Bukhary definierte Sahaby (Singular von Sahaba) als jemanden, der in der Gefolgschaft des Propheten war oder ihn NUR GESEHEN hat. Ibn Hanbal, der selber eine Hadith-Kollektion herausbrachte, die mehr Ahadith als Bukharys Buch zählte, akzeptierte diese Definition und führte weiter aus: „Der Sahaby ist irgendjemand, der den Propheten begleitet hat für entweder ein Jahr, einen Monat, einen Tag oder auch eine Stunde oder wenn er ihn auch nur gesehen hat.“

Gemäß dieser Definition könnte ein Heuchler, der den Propheten nur gesehen hat, oder auch ein Kind als Sahaby eingestuft werden.

2) Die Definition von Abdullah Ibn Omar Ibn Al-Khattab:
„Jedermann, der den Propheten gesehen, seine Religion verstanden und akzeptiert, (mindestens) die Pubertät erreicht hat und ein bekannter Muslim ist; auch wenn er ihn nur eine Stunde gesehen hat.“

Gemäß dieser Definition kann kein Kind (das nicht die Pubertät erreicht hat), das den Propheten gesehen hat, als Sahaby eingestuft werden.

3) Die Definition von Al-Tabaey Saeed Ibn Al-Museeb:
„Nur diejenigen die den Propheten für ein oder zwei Jahr(e) begleitet und mit ihm in einer oder zwei Schlacht(en) gekämpft haben, sollten als Sahaba betrachtet werden.“

Diese Definition wurde von Imam Al-Ghazali akzeptiert und unterstützt.

Aus den obigen drei Definitionen kann jedeR ehrliche und aufrechte MuslimA die Korruption und Verwirrtheit Bukharys sehen: Ein Grund für ihn, um all die erfundenen Ahadith in sein Buch aufnehmen zu können. Mit diesen verfälschten Ahadith hatten die Muslime nach Bukhary die Religion Mohammeds (Koran) mit einer Religion ersetzt, die von Bukhary und Konsorten erfunden wurde (Hadith und Sunna). Betrachten wir nun die Definition von Bukhary und bedenken seine Korruption:

1- Seine Definition, dass jeder, der den Propheten gesehen hat, ein Sahaby ist, hat weder ein Fundament im Koran noch in der islamischen Geschichte der früheren Muslimen aus dem frühen Leben des Propheten und seinen Gefährten.

Der Koran enthält viele Erzählungen von Heuchlern und den teuflischen Leuten aus Medina, wo der Prophet lebte. Sie alle sahen ihn, hörten seiner Botschaft und seinen Predigten zu. Sie können nie als Sahaba bezeichnet werden, wie es Bukhary tat.

 

9:101 Und unter den Arabern, die in eurer Gegend wohnen, gibt es auch Heuchler, wie auch im Volk von Medina. Sie sind verstockt in ihrer Heuchelei…

63:1 Wenn die Heuchler zu dir kommen, sagen sie: „Wir bezeugen, dass du in Wahrheit der Gesandte Gottes bist.“ Und Gott weiß, dass du wahrhaftig Sein Gesandter bist. Doch Gott bezeugt, dass die Heuchler Lügner sind.

33:60 Wenn die Heuchler und diejenigen, in deren Herzen Krankheit ist, und die, welche Gerüchte in der Stadt verbreiten, nicht (von ihrem Tun) ablassen, dann werden Wir dich sicher gegen sie anspornen, dann werden sie nur noch für kurze Zeit in ihr deine Nachbarn sein.

 

All diese Heuchler und all diejenigen, in deren Herzen Krankheit ist, sahen den Propheten und hörten ihm zu. Gemäß Bukharys Definition gehören sie aber zu den SAHABA. Seine falsche Definition des Wortes Sahaba spielte definitiv eine Rolle bei der Sammlung der Ahadith von solchen falschen Sahaba.

2- Die Korruption Bukharys zeigt sich erneut dadurch, dass er Kinder als Sahaba akzeptiert, die den Propheten gesehen haben. Er akzeptierte deren Überlieferungen trotz der Tatsache, dass sie noch zu jung waren, um zu realisieren, was um sie herum passierte. Bukhary nannte viele Ahadith, die von Abdullah Ibn Abbas überliefert wurden, der zur Zeit des Propheten ein kleiner Junge war. Es wurde nie von ihm als Sahaba berichtet, der den Propheten begleitet habe, aber Bukhary hatte einen aus ihm gemacht. Weitere Kinder, deren Überlieferungen Bukhary akzeptiert hatte, waren Al-Nuaman Ibn Basheer (8 Jahre jung), Mahmoud Ibn Al-Rabee (5), Abdullah Ibn Al-Zubeer (9), Al-Hussein Ibn Ali (7), Al-Hassan Ibn Ali (8), Omar Ibn Aby Muslima (9)… etc. Wer würde eine RELIGION VON KINDERN akzeptieren?!

3- Da Bukhary sich selber mit den Abbassiden identifizierte und politisch gesehen gegen die Talibeen (Folger von Ali Ibn Abu-Talib) war, stellte er viele Seiten in seinem Buch zur Verfügung, um Ahadith von Abdullah Ibn Abbas aufzuschreiben, dem Großvater der Abbassiden, mit dem sich Bukhary identifizierte. Hier werden wir Zeugen eines politischen Einflusses, der Bukhary wissen ließ, welche Ahadith anzunehmen und welche abzulehnen waren (jene, die Ali Ibn Abu Talib rühmten). Einige Ahadith von Ibn Abbas widersprechen den Gesetzen des Korans: beispielsweise die Erbgesetze. Zeuge der politischen Korruption von Bukhary zu werden, der Ahadith überliefert, die seiner Neigungen entsprachen und um seine Vorgesetzten (Abbasiden) zufrieden zu stellen, bedeutet, Zeuge der von Gott im Koran beschriebenen Korruption zu werden (6:112-113).

4- Die Position, die Bukhary einnahm, um heuchlerische Menschen als Sahaba einstufen zu können, brachte ihm nichts ein außer sein Buch zu verfälschen, das er sahih (authentisch, gesund) nannte. Seine persönliche Abkehr von einem echten Sahaby (Gefährte) des Propheten, Ali Ibn Abu Talib, reflektiert nur seine Fehlleitung, seine Inkompetenz und sein Unwissen.

Diejenigen, die es ablehnten an Gott zu glauben und Seine Behauptung zu akzeptieren, dass der Koran KOMPLETT, VOLLKOMMEN UND VOLLSTÄNDIG DETAILLIERT ist, werden den falschen Herren der Religion glauben, die entschieden hatten, Gottes Buch ver(schlimm)bessern zu wollen und zu ergänzen, indem sie alle Arten von Lügen und Erfindungen sammelten, sie in Büchern zusammenfassten und schließlich dem Propheten zuschrieben. Diejenigen, die „dem Gesandten gehorchen“ und den Fußstapfen des Propheten folgen wollen, können dies vollbringen, in dem sie dem Buch folgen, welches nie erfunden wurde und uns definitiv von Gott durch Seinen Propheten gegeben wurde: der Koran. Diejenigen, die versuchen, dem Propheten zu folgen, in dem sie Bukhary und Konsorten folgen, folgen nur Bukhary und Konsorten; der Gesandte wird sich am Jüngsten Tag bei Gott über sie beschweren, dass sie den K O R A N verlassen haben. Siehe 25:30.

 

11. BUKHARYS AHADITH BELEIDIGEN MOHAMMED

Gott ist deutlich, wenn es darum geht, Seinen wahren Gläubigen mitzuteilen, dass Sein Buch komplett, vollkommen und vollständig detailliert ist. Gott nannte Sein Buch den BESTEN HADITH (39:23) und befahl uns nur nach Seinen Ahadith zu suchen (7:185, 45:6, 77:50, 7:3). Sogar in der Wahl des Wortes Hadith, um Gottes Buch zu beschreiben, sehen wir, wie Gott es bereits wusste, dass einige Menschen (der Feind Gottes, des Propheten und des echten Islams) Lügen über Gott, Mohammed, die Gläubigen und den Islam erfinden und sie Hadith nennen würden (6:112). Deswegen finden wir all diese Verse über den Koran als den einzig akzeptablen Hadith.

Wir haben bereits die Thematik angesprochen, dass die Ahadith gegen den Wunsch des Propheten geschrieben wurden. Der Prophet sagte den wahren Gläubigen, „nichts außer den Koran aufzuschreiben“. Die vier Kalifen, die dem Propheten nachfolgten, lehnten es ab, die Hadith-Niederschrift zu erlauben. Selbst die Hadith-Bücher berichten darüber, dass Abu Bakr und Omar niedergeschriebene Ahadith zerstörten. Sogar Abu Huraira, der die meisten Ahadith überlieferte und mehr Lügen als andere verbreitete, erwähnte, dass der Prophet seine Ahadith, die von Muslimen aufgeschrieben wurden, sammelte und verbrannte! Die geleiteten Gottergebenen brauchen nicht extrem tief nachzudenken, um die Wahrheit über die Verdammung der dem Propheten zugeschriebenen Ahadith von Gott und dem Propheten selbst herauszufinden. Es steht bereits alles im Koran. Der einzige sahih Hadith, den die Gottergebenen (Muslime) kennen ist der Koran. Alle, die an andere „sahih Ahadith“ als autoritäre Religionsquelle glauben, sind nichts als Götzendiener, da sie Gott weitere Partner beigesellen und einer Religion folgen, die nie von Gott verordnet wurde (42:21); das sind die Worte des Korans!

Die sahih Bücher von Bukhary und Muslim sind voll von abscheulichen Ahadith, die Gott, den Propheten, die Ergebenen (Muslime), die Hingabe (Islam) und die Intelligenz aller vernünftigen Menschen beleidigen. Wir werden nun einige der Beleidigungen gegenüber dem Propheten untersuchen, die von Leuten gemacht wurden, die behaupten, eben seine Ahadith zu bewahren. Ihre Lügen und Erfindungen sind offensichtlich. Dennoch werden sie sahih genannt.

1- Die Sahih Bücher enthalten viele Bestimmungen, die dem Koran widersprechen. Beispielsweise wird behauptet, dass die Verse für die Bestrafung (Steinigung) der EhebrecherInnen von einer Ziege gefressen wurden und deswegen nicht mehr im Koran zu finden sind. Was für eine Beleidigung?!! Ich habe hier nachfolgend eine Liste der Ahadith zu Steinigung erstellt für diejenigen, die diese Sache genauer wissen wollen.

Liste der Ahadith zur Steinigung

‚Aischa berichtete:
S’ad Ibn Abi Waqqas stritt mit ‚Abdullah Ibn Zam’a über ein Kind. Sa’d sagte: O Gesandter Allahs, er ist der Sohn meines Bruders ‚Utba Ibn Abi Waqqas. Er (‚Utba Ibn Abi Waqqas) erklärte mir ausdrücklich, daß es (das Kind) sein Sohn ist. Sieh die Ähnlichkeit zwischen ihnen! ‚Abd Ibn Zam’a sagte aber: (O Gesandter Allahs, es ist mein Bruder. Es wurde auf dem Bett meines Vaters von seiner Dienerin geboren.) Da sah der Gesandte Allahs die Ähnlichkeit zwischen den beiden; und er sah eine deutliche Ähnlichkeit zwischen dem Kind und ‚Utba. Trotzdem sagte er: Er ist Deins, o ‚Abd. Das Kind gehört ja zu demjenigen, auf dessen Bett es geboren wurde, und die Steinigung ist für den Hurer (‚Utba, den echten Vater des Kindes). Du, Sauda Bint Zam’a, sollst den Schleier vor ihm (das Kind) antragen!
(Sahih Muslim [Nur auf Arabisch]: 2645)

‚Umar Ibnal Khattab berichtete:
Allah hat Muhammad mit der Wahrheit gesandt. Er hat ihm das Buch (den Koran) offenbart, darunter den Vers der Steinigung. Wir haben diesen Vers rezitiert, verstanden und im Kopf behalten. Der Gesandte Allahs bestrafte mit der Steinigung und nach ihm haben wir auch die Steinigung (als Strafe) angewendet. Ich fürchte aber, wenn es lange Zeit über die Menschen (nach dem Propheten) vergeht, bis jemand sagt: Wir finden nichts über die Steinigung im Buche Allahs. Und dann gehen sie mit der Unterlassung einer Bestimmung, die Allah herabgesandt hatte, in die Irre. Wahrlich die Steinigung steht im Buch Allah und ist eine gerechte Strafe für diejenigen, Männer und Frauen, die Unzucht begeht, nachdem sie geheiratet haben, solange der Beweis oder die Schwangerschaft oder das Geständnis vorliegen.
(Sahih Muslim [Nur auf Arabisch]: 3201)

Abu Huraira […] berichtete:
Ein muslimischer Mann kam zum Gesandten Allahs, während er sich in der Moschee aufhielt, und rief ihm zu: O Gesandter Allahs, ich beging Unzucht! Da wandte sich der Prophet von ihm ab. Der Mann wiederholte seinen Ausspruch, und der Prophet wandte sich von ihm ab. Er wiederholte aber seinen Ausspruch viermal. Als er aber die Zeugenaussage viermal gegen sich selbst leistete, ließ ihn der Prophet, zu sich näher kommen und fragte ihn: Bist du geisteskrank? Der Mann sagte: Nein! Der Prophet fragte ihn weiter: Hast du geheiratet? Der Mann erwiderte: Ja! Darauf sagte der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm: Nehmt ihn dann und steinigt ihn!
(Sahih Muslim [Nur auf Arabisch]: 3202)

Ibn ‚Abbas berichtete:
Der Prophet sagte Ma’iz Ibn Malik: Ist es richtig, was ich über dich gehört habe? Er erwiderte: Was hast du über mich gehört? Der Prophet sagte: Ich hörte, daß du Unzucht mit der Sklavin von Soundso begangen hast. Der Mann sagte: Ja. Er leistete dafür viermal die Zeugenaussage gegen sich selbst. Darauf veranlaßte der Gesandte Allahs seine Bestrafung durch Steinigung.
(Sahih Muslim [Nur auf Arabisch]: 3205)

Abdullah Ibn ‚Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete:
Ein Jude und eine Jüdin wurden zum Gesandten Allahs […] gebracht, die miteinander Unzucht begangen haben. Der Gesandte Allahs […] begab sich zu Juden und sagte zu ihnen: Was findet ihr in der Thora über diejenigen, die Unzucht begingen? Die Juden sagten: Wir schwärzen ihre Gesichter und lassen sie auf einem Reittier mit entgegengesetzten Gesichtern sitzen und herumgehen. Darauf sagte er: Wenn ihr die Wahrheit sagt, dann bringt die Thora! Sie brachten dann die Thora und lasen sie vor. Einer von ihnen legte seine Hand auf den Vers über die Steinigung. Er fing an zu lesen und las nur, was davor und was danach stand. Da sagte ‚Abdullah Ibn Salaam, der mit dem Gesandten Allahs war: Befiehl ihm, seine Hand abzuheben! Als er sie wegnahm, wurde es deutlich, daß der Vers über die Steinigung unter seiner Hand war. Darauf veranlaßte der Gesandte Allahs […] ihre Abführung und die beiden wurden gesteinigt. Ich (‚Abdullah Ibn ‚Umar) war einer von denen, die sie gesteinigt haben. Ich sah dann, wie sich der Jude auf sie bückte, um sie vor den Steinen zu schützen!
(Sahih Muslim [Nur auf Arabisch]: 3211)

‚Umar Ibnal Khattab…, berichtete:
Allah hat Muhammad… mit Wahrheit gesandt. Er hat ihm das Buch (den Koran) offenbart, darunter den Vers der Steinigung. Wir haben diesen Vers rezitiert, verstanden und im Kopf behalten. Der Gesandte Allahs… bestrafte mit der Steinigung und nach ihm haben wir auch die Steinigung (als Strafe) angewendet. Ich fürchte aber, wenn es lange Zeit über die Menschen (nach dem Propheten) vergeht, bis jemand sagt: Wir finden nichts über die Steinigung im Buche Allahs. Und dann gehen sie mit der Unterlassung einer Bestimmung, die Allah herabgesandt hatte, in die Irre. Wahrlich die Steinigung steht im Buch Allah und ist eine gerechte Strafe für diejenigen, Männer und Frauen, die Unzucht begeht, nachdem sie geheiratet haben, solange der Beweis oder die Schwangerschaft oder das Geständnis vorliegen.
(Bukhary, Muslim – sahih)

Malik related to me from Yahya ibn Said from Said ibn al-Musayyab that a man from the Aslam tribe came to Abu Bakr as-Siddiq and said to him, „I have committed adultery.“ Abu Bakr said to him, „Have you mentioned this to anyone else?“ He said, „No.“ Abu Bakr said to him, „Then cover it up with the veil of Allah. Allah accepts tawba from his slaves.“ His self was still unsettled, so he went to Umar ibn al-Khattab. He told him the same as he had said to Abu Bakr, and Umar told him the same as Abu Bakr had said to him. His self was still not settled so he went to the Messenger of Allah, may Allah bless him and grant him peace, and said to him, „I have committed adultery,“ insistently. The Messenger of Allah, may Allah bless him and grant him peace, turned away from him three times. Each time the Messenger of Allah, may Allah bless him and grant him peace, turned away from him until it became too much. The Messenger of Allah, may Allah bless him and grant him peace, questioned his family, „Does he have an illness which affects his mind, or is he mad?“ They said, „Messenger of Allah, by Allah, he is well.“ The Messenger of Allah, may Allah bless him and grant him peace, said, „Unmarried or married?“ They said, „Married, Messenger of Allah.“ The Messenger of Allah, may Allah bless him and grant him peace, gave the order and he was stoned.
(Malik, 41/1/2)

VON SAHIH BUKHARY:

Volume 2, Book 23, Number 413:
Narrated ‚Abdullah bin ‚Umar: The Jew brought to the Prophet a man and a woman from amongst them who have committed (adultery) illegal sexual intercourse. He ordered both of them to be stoned (to death), near the place of offering the funeral prayers beside the mosque.

Volume 3, Book 34, Number 421:
Narrated ‚Aisha: Sad bin Abi Waqqas and ‚Abu bin Zam’a quarreled over a boy. Sad said, „O Allah’s Apostle! This boy is the son of my brother (‚Utba bin Abi Waqqas) who took a promise from me that I would take him as he was his (illegal) son. Look at him and see whom he resembles.“ ‚Abu bin Zam’a said, „O Allah’s Apostle! This is my brother and was born on my father’s bed from his slave-girl.“ Allah’s Apostle cast a look at the boy and found definite resemblance to ‚Utba and then said, „The boy is for you, O ‚Abu bin Zam’a. The child goes to the owner of the bed and the adulterer gets nothing but the stones (despair, i.e. to be stoned to death). Then the Prophet said, „O Sauda bint Zama! Screen yourself from this boy.“ So, Sauda never saw him again.

Volume 3, Book 49, Number 860:
Narrated Abu Huraira and Zaid bin Khalid Al-Juhani: A bedouin came and said, „O Allah’s Apostle! Judge between us according to Allah’s Laws.“ His opponent got up and said, „He is right. Judge between us according to Allah’s Laws.“ The bedouin said, „My son was a laborer working for this man, and he committed illegal sexual intercourse with his wife. The people told me that my son should be stoned to death; so, in lieu of that, I paid a ransom of one hundred sheep and a slave girl to save my son. Then I asked the learned scholars who said, „Your son has to be lashed one-hundred lashes and has to be exiled for one year.“ The Prophet said, „No doubt I will judge between you according to Allah’s Laws. The slave-girl and the sheep are to go back to you, and your son will get a hundred lashes and one year exile.“ He then addressed somebody, „O Unais! go to the wife of this (man) and stone her to death“ So, Unais went and stoned her to death.

Volume 3, Book 50, Number 885:
Narrated Abu Huraira and Zaid bin Khalid Al-Juhani: A bedouin came to Allah’s Apostle and said, „O Allah’s apostle! I ask you by Allah to judge My case according to Allah’s Laws.“ His opponent, who was more learned than he, said, „Yes, judge between us according to Allah’s Laws, and allow me to speak.“ Allah’s Apostle said, „Speak.“ He (i .e. the bedouin or the other man) said, „My son was working as a laborer for this (man) and he committed illegal sexual intercourse with his wife. The people told me that it was obligatory that my son should be stoned to death, so in lieu of that I ransomed my son by paying one hundred sheep and a slave girl. Then I asked the religious scholars about it, and they informed me that my son must be lashed one hundred lashes, and be exiled for one year, and the wife of this (man) must be stoned to death.“ Allah’s Apostle said, „By Him in Whose Hands my soul is, I will judge between you according to Allah’s Laws. The slave-girl and the sheep are to be returned to you, your son is to receive a hundred lashes and be exiled for one year. You, Unais, go to the wife of this (man) and if she confesses her guilt, stone her to death.“ Unais went to that woman next morning and she confessed. Allah’s Apostle ordered that she be stoned to death.

Volume 4, Book 56, Number 829:
Narrated ‚Abdullah bin ‚Umar: The Jews came to Allah’s Apostle and told him that a man and a woman from amongst them had committed illegal sexual intercourse. Allah’s Apostle said to them, „What do you find in the Torah (old Testament) about the legal punishment of Ar-Rajm (stoning)?“ They replied, (But) we announce their crime and lash them.“ Abdullah bin Salam said, „You are telling a lie; Torah contains the order of Rajm.“ They brought and opened the Torah and one of them solaced his hand on the Verse of Rajm and read the verses preceding and following it. Abdullah bin Salam said to him, „Lift your hand.“ When he lifted his hand, the Verse of Rajm was written there. They said, „Muhammad has told the truth; the Torah has the Verse of Rajm. The Prophet then gave the order that both of them should be stoned to death. (‚Abdullah bin ‚Umar said, „I saw the man leaning over the woman to shelter her from the stones.“

Volume 6, Book 60, Number 79:
Narrated ‚Abdullah bin Umar:The Jews brought to the Prophet a man and a woman from among them who had committed illegal sexual intercourse. The Prophet said to them, „How do you usually punish the one amongst you who has committed illegal sexual intercourse?“ They replied, „We blacken their faces with coal and beat them,“ He said, „Don’t you find the order of Ar-Rajm (i.e. stoning to death) in the Torah?“ They replied, „We do not find anything in it.“ ‚Abdullah bin Salam (after hearing this conversation) said to them. „You have told a lie! Bring here the Torah and recite it if you are truthful.“ (So the Jews brought the Torah). And the religious teacher who was teaching it to them, put his hand over the Verse of Ar-Rajm and started reading what was written above and below the place hidden with his hand, but he did not read the Verse of Ar-Rajm. ‚Abdullah bin Salam removed his (i.e. the teacher’s) hand from the Verse of Ar-Rajm and said, „What is this?“ So when the Jews saw that Verse, they said, „This is the Verse of Ar-Rajm.“ So the Prophet ordered the two adulterers to be stoned to death, and they were stoned to death near the place where biers used to be placed near the Mosque. I saw her companion (i.e. the adulterer) bowing over her so as to protect her from the stones.

Volume 7, Book 63, Number 195:
Narrated Jabir: A man from the tribe of Bani Aslam came to the Prophet while he was in the mosque and said, „I have committed illegal sexual intercourse.“ The Prophet turned his face to the other side. The man turned towards the side towards which the Prophet had turned his face, and gave four witnesses against himself. On that the Prophet called him and said, „Are you insane?“ (He added), „Are you married?“ The man said, ‚Yes.“ On that the Prophet ordered him to be stoned to the death in the Musalla (a praying place). When the stones hit him with their sharp edges and he fled, but he was caught at Al-Harra and then killed

Volume 7, Book 63, Number 196:
Narrated Abu Huraira: A man from Bani Aslam came to Allah’s Apostle while he was in the mosque and called (the Prophet ) saying, „O Allah’s Apostle! I have committed illegal sexual intercourse.“ On that the Prophet turned his face from him to the other side, whereupon the man moved to the side towards which the Prophet had turned his face, and said, „O Allah’s Apostle! I have committed illegal sexual intercourse.“ The Prophet turned his face (from him) to the other side whereupon the man moved to the side towards which the Prophet had turned his face, and repeated his statement. The Prophet turned his face (from him) to the other side again. The man moved again (and repeated his statement) for the fourth time. So when the man had given witness four times against himself, the Prophet called him and said, „Are you insane?“ He replied, „No.“ The Prophet then said (to his companions), „Go and stone him to death.“ The man was a married one. Jabir bin ‚Abdullah Al-Ansari said: I was one of those who stoned him. We stoned him at the Musalla (‚Id praying place) in Medina. When the stones hit him with their sharp edges, he fled, but we caught him at Al-Harra and stoned him till he died.

Volume 7, Book 63, Number 230:
Narrated Al-Qasim bin Muhammad: Ibn ‚Abbas; said, „Once Lian was mentioned before the Prophet whereupon ‚Asim bin Adi said something and went away. Then a man from his tribe came to him, complaining that he had found a man width his wife. ‚Asim said, ‚I have not been put to task except for my statement (about Lian).‘ ‚Asim took the man to the Prophet and the man told him of the state in which he had found his wife. The man was pale, thin, and of lank hair, while the other man whom he claimed he had seen with his wife, was brown, fat and had much flesh on his calves. The Prophet invoked, saying, ‚O Allah! Reveal the truth.‘ So that lady delivered a child resembling the man whom her husband had mentioned he had found her with. The Prophet then made them carry out Lian.“ Then a man from that gathering asked Ibn ‚Abbas, „Was she the same lady regarding which the Prophet had said, ‚If I were to stone to death someone without witness, I would have stoned this lady‘?“ Ibn ‚Abbas said, „No, that was another lady who, though being a Muslim, used to arouse suspicion by her outright misbehavior. “

Volume 8, Book 78, Number 629:
Narrated Abu Huraira and Zaid bin Khalid: Two men had a dispute in the presence of Allah’s Apostle. One of them said, „O Allah’s Apostle! Judge between us according to Allah’s Laws.“ The other who was wiser, said, „Yes, O Allah’s Apostle! Judge between us according to Allah’s Laws and allow me to speak. The Prophet said, „Speak.“ He said, „My son was a laborer serving this (person) and he committed illegal sexual intercourse with his wife, The people said that my son is to be stoned to death, but I ransomed him with one-hundred sheep and a slave girl. Then I asked the learned people, who informed me that my son should receive one hundred lashes and will be exiled for one year, and stoning will be the lot for the man’s wife.“ Allah’s Apostle said, „Indeed, by Him in Whose Hand my soul is, I will judge between you according to Allah’s Laws: As for your sheep and slave girl, they are to be returned to you.“ Then he scourged his son one hundred lashes and exiled him for one year. Then Unais Al-Aslami was ordered to go to the wife of the second man, and if she confessed (the crime), then stone her to death. She did confess, so he stoned her to death.

Volume 8, Book 82, Number 803:
Narrated Ash-Sha’bi: from ‚Ali when the latter stoned a lady to death on a Friday. ‚Ali said, „I have stoned her according to the tradition of Allah’s Apostle.“

Volume 8, Book 82, Number 804:
Narrated Ash Shaibani: I asked ‚Abdullah bin Abi Aufa, ‚Did Allah’s Apostle carry out the Rajam penalty ( i.e., stoning to death)?‘ He said, „Yes.“ I said, „Before the revelation of Surat-ar-Nur or after it?“ He replied, „I don’t Know.“

Volume 8, Book 82, Number 805:
Narrated Jabir bin Abdullah Al-Ansari: A man from the tribe of Bani Aslam came to Allah’s Apostle and Informed him that he had committed illegal sexual intercourse and bore witness four times against himself. Allah’s Apostle ordered him to be stoned to death as he was a married Person.

Volume 8, Book 82, Number 806:
Narrated Abu Huraira: A man came to Allah’s Apostle while he was in the mosque, and he called him, saying, „O Allah’s Apostle! I have committed illegal sexual intercourse.'“ The Prophet turned his face to the other side, but that man repeated his statement four times, and after he bore witness against himself four times, the Prophet called him, saying, „Are you mad?“ The man said, „No.“ The Prophet said, „Are you married?“ The man said, „Yes.“ Then the Prophet said, ‚Take him away and stone him to death.“ Jabir bin ‚Abdullah said: I was among the ones who participated in stoning him and we stoned him at the Musalla. When the stones troubled him, he fled, but we over took him at Al-Harra and stoned him to death.

Volume 8, Book 82, Number 809:
Narrated Ibn ‚Umar: A Jew and a Jewess were brought to Allah’s Apostle on a charge of committing an illegal sexual intercourse. The Prophet asked them. „What is the legal punishment (for this sin) in your Book (Torah)?“ They replied, „Our priests have innovated the punishment of blackening the faces with charcoal and Tajbiya.“ ‚Abdullah bin Salam said, „O Allah’s Apostle, tell them to bring the Torah.“ The Torah was brought, and then one of the Jews put his hand over the Divine Verse of the Rajam (stoning to death) and started reading what preceded and what followed it. On that, Ibn Salam said to the Jew, „Lift up your hand.“ Behold! The Divine Verse of the Rajam was under his hand. So Allah’s Apostle ordered that the two (sinners) be stoned to death, and so they were stoned. Ibn ‚Umar added: So both of them were stoned at the Balat and I saw the Jew sheltering the Jewess.

Volume 8, Book 82, Number 810:
Narrated Jabir: A man from the tribe of Aslam came to the Prophet and confessed that he had committed an illegal sexual intercourse. The Prophet turned his face away from him till the man bore witness against himself four times. The Prophet said to him, „Are you mad?“ He said „No.“ He said, „Are you married?“ He said, „Yes.“ Then the Prophet ordered that he be stoned to death, and he was stoned to death at the Musalla. When the stones troubled him, he fled, but he was caught and was stoned till he died. The Prophet spoke well of him and offered his funeral prayer.

Volume 8, Book 82, Number 813:
Narrated Ibn ‚Abbas: When Ma’iz bin Malik came to the Prophet (in order to confess), the Prophet said to him, „Probably you have only kissed (the lady), or winked, or looked at her?“ He said, „No, O Allah’s Apostle!“ The Prophet said, using no euphemism, „Did you have sexual intercourse with her?“ The narrator added: At that, (i.e. after his confession) the Prophet ordered that he be stoned (to death).

Volume 8, Book 82, Number 814:
Narrated Abu Huraira: A man from among the people, came to Allah’s Apostle while Allah’s Apostle was sitting in the mosque, and addressed him, saying, „O Allah’s Apostle! I have committed an illegal sexual intercourse.“ The Prophet turned his face away from him. The man came to that side to which the Prophet had turned his face, and said, „O Allah’s Apostle! I have committed an illegal intercourse.“ The Prophet turned his face to the other side, and the man came to that side, and when he confessed four times, the Prophet called him and said, „Are you mad?“ He said, „No, O Allah’s Apostle!“ The Prophet said, „Are you married?“ He said, „Yes, O Allah’s Apostle.“ The Prophet said (to the people), „Take him away and stone him to death.“ Ibn Shihab added, „I was told by one who heard Jabir, that Jabir said, ‚I was among those who stoned the man, and we stoned him at the Musalla (‚Id praying Place), and when the stones troubled him, he jumped quickly and ran away, but we overtook him at Al-Harra and stoned him to death (there).‘ “

Volume 8, Book 82, Number 842:
Narrated Abu Huraira and Zaid bin Khalid Al-Juhani: A man came to the Prophet and said, „I beseech you to judge us according to Allah’s Laws.“ Then his opponent who was wiser than he, got up and said, „He has spoken the truth. So judge us according to Allah’s Laws and please allow me (to speak), O Allah’s Apostle.“ The Prophet said, „Speak.“ He said, „My son was a laborer for the family of this man and he committed illegal sexual intercourse with his wife, and I gave one-hundred sheep and a slave as a ransom (for my son), but I asked the religious learned people (regarding this case), and they informed me that my son should be flogged one-hundred stripes, and be exiled for one year, and the wife of this man should be stoned (to death).“The Prophet said, „By Him in Whose Hand my soul is, I will Judge you (in this case) according to Allah’s Laws. The one-hundred (sheep) and the slave shall be returned to you and your son shall be flogged one-hundred stripes and be exiled for one year. And O Unais! Go in the morning to the wife of this man and ask her, and if she confesses, stone her to death.“ She confessed and he stoned her to death.

Volume 9, Book 89, Number 303:
Narrated Abu Huraira and Zaid bin Khalid Al-Juhani: A bedouin came and said, „O Allah’s Apostle! Judge between us according to Allah’s Book (Laws).“ His opponent stood up and said, „He has said the truth, so judge between us according to Allah’s Laws.“ The bedouin said, „My son was a laborer for this man and committed illegal sexual intercourse with his wife. The people said to me, ‚Your son is to be stoned to death,‘ so I ransomed my son for one hundred sheep and a slave girl. Then I asked the religious learned men and they said to me, ‚Your son has to receive one hundred lashes plus one year of exile.‘ “ The Prophet said, „I shall judge between you according to Allah’s Book (Laws)! As for the slave girl and the sheep, it shall be returned to you, and your son shall receive one-hundred lashes and be exiled for one year. O you, Unais!“ The Prophet addressed some man, „Go in the morning to the wife of this man and stone her to death.“ So Unais went to her the next morning and stoned her to death.

Volume 9, Book 92, Number 432:
Narrated Ibn ‚Umar: The Jews brought a man and a woman who had committed illegal sexual intercourse, to the Prophet and the Prophet ordered them to be stoned to death, and they were stoned to death near the mosque where the biers used to be placed.

Volume 9, Book 93, Number 633:
Narrated Ibn ‚Umar: A Jew and Jewess were brought to the Prophet on a charge of committing an illegal sexual intercourse. The Prophet asked the Jews, „What do you (usually) do with them?“ They said, „We blacken their faces and disgrace them.“ He said, „Bring here the Torah and recite it, if you are truthful.“ They (fetched it and) came and asked a one-eyed man to recite. He went on reciting till he reached a portion on which he put his hand. The Prophet said, „Lift up your hand!“ He lifted his hand up and behold, there appeared the verse of Ar-Rajm (stoning of the adulterers to death). Then he said, „O Muhammad! They should be stoned to death but we conceal this Divine Law among ourselves.“ Then the Prophet ordered that the two sinners be stoned to death and, and they were stoned to death, and I saw the man protecting the woman from the stones. (See Hadith No. 809, Vol. 8)

Von Sahih Muslim:

Book 017, Number 4191:
‚Ubada b. as-Samit reported: Allah’s Messenger (may peace be upon him) as saying: Receive (teaching) from me, receive (teaching) from me. Allah has ordained a way for those (women). When an unmarried male commits adultery with an unmarried female (they should receive) one hundred lashes and banishment for one year. And in case of married male committing adultery with a married female, they shall receive one hundred lashes and be stoned to death.

Book 017, Number 4194:
‚Abdullah b. ‚Abbas reported that ‚Umar b. Khattab sat on the pulpit of Allah’s Messenger (may peace be upon him) and said: Verily Allah sent Muhammad (may peace be upon him) with truth and He sent down the Book upon him, and the verse of stoning was included in what was sent down to him. We recited it, retained it in our memory and understood it. Allah’s Messenger (may peace be upon him) awarded the punishment of stoning to death (to the married adulterer and adulteress) and, after him, we also awarded the punishment of stoning, I am afraid that with the lapse of time, the people (may forget it) and may say: We do not find the punishment of stoning in the Book of Allah, and thus go astray by abandoning this duty prescribed by Allah. Stoning is a duty laid down in Allah’s Book for married men and women who commit adultery when proof is established, or it there is pregnancy, or a confession.

Book 017, Number 4196:
Abu Huraira reported that a person from amongst the Muslims came to Allah’s Messenger (may peace be upon him) while he was in the mosque. He called him saying: Allah’s Messenger. I have committed adultery. He (the Holy Prophet) turned away from him, He (again) came round facing him and said to him: Allah’s Messenger, I have committed adultery. He (the Holy Prophet) turned away until he did that four times, and as he testified four times against his own self, Allah’s Messenger (may peace be upon him) called him and said: Are you mad? He said: No. He (again) said: Are you married? He said: Yes. Thereupon Allah’s Messenger (may peace be upon him) said: Take him and stone him. Ibn Shihab (one of the narrators) said: One who had heard Jabir b. ‚Abdullah saying this informed me thus: I was one of those who stoned him. We stoned him at the place of prayer (either that of ‚Id or a funeral). When the stones hurt him, he ran away. We caught him in the Harra and stoned him (to death). This hadith has been narrated through another chain of transmitters.

Book 017, Number 4198:
Jabir b. Samura reported: As he was being brought to Allah’s Apostle (may peace be upon him) I saw Ma’iz b. Malik-a short-statured person with strong sinews, having no cloak around him. He bore witness against his own self four times that he had committed adultery, whereupon Allah’s Messenger (may peace be upon him) said: Perhaps (you kissed her or embraced her). He said: No. by God, one deviating (from the path of virtue) has committed adultery. He then got him stoned (to death), and then delivered the address: Behold, as we set out for Jihad in the cause of Allah, one of you lagged behind and shrieked like the bleating of a male goat, and gave a small quantity of milk. By Allah, in case I get hold of him, I shall certainly punish him.

Book 017, Number 4199:
Jabir b. Samura reported that there was brought to Allah’s Messenger (may peace be upon him) a short-statured person with thick uncombed hair, muscular body, having a mantle around him and he had committed adultery. He turned him away twice and then made pronouncement about him and he was stoned. Then Allah’s Messenger (may peace be upon him) said: We set out for Jihad in the cause of Allah and one of you lagged behind and shrieked like the bleating of a male goat and one of then (goats‘ gave a small quantity of milk. In case Allah gives me power over one of them, I will punish him (in such a way that it may have a deterrent effect upon others). In another narration transmitted on the authority of Sa’id b Jubair (the words are), that He (the Holy Prophet) turned him away four times.“

Book 017, Number 4201:
Ibn Abbas reported that Allah’s Apostle (may peace be upon him) said to Ma’iz b. Malik: Is it true what has reached me about you? He said: What has reached you about me? He said: It has reached me that you have committed (adultery) with the slave-girl of so and so? He said: Yes. He (the narrator) said: He testified four times. He (the Holy Prophet) then made pronouncement about him and he was stoned (to death).

Book 017, Number 4202:
Abu Sa’id reported that a person belonging to the clan of Aslam, who was called Ma, iz b. Malik, came to Allah’s Messenger (may peace be upon him) and said: I have committed immorality (adultery), so inflict punishment upon me. Allah’s Apostle (may peace be upon him) turned him away again and again. He then asked his people (about the state of his mind). They said: We do not know of any ailment of his except that he has committed something about which he thinks that he would not be able to relieve himself of its burden but with the Hadd being imposed upon him. He (Ma’iz) came back to Allah’s Apostle (may peace be upon him) and he commanded us to stone him. We took him to the Baqi‘ al-Gharqad (the graveyard of Medina). We neither tied him nor dug any ditch for him. We attacked him with bones, with clods and pebbles. He ran away and we ran after him until he came upon the ston ground (al-Harra) and stopped there and we stoned him with heavy stones of the Harra until he became motionless (lie died). He (the Holy Prophet) then addressed (us) in the evening saying Whenever we set forth on an expedition in the cause of Allah, some one of those connected with us shrieked (under the pressure of sexual lust) as the bleating of a male goat. It is essential that if a person having committed such a deed is brought to me, I should punish him. He neither begged forgiveness for him nor cursed him.

Book 017, Number 4205:
Sulaiman b. Buraida reported on the authority of his father that Ma, iz b. Malik came to Allah’s Apostle (may peace be upon him) and said to him: Messenger of Allah, purify me, whereupon he said: Woe be upon you, go back, ask forgiveness of Allah and turn to Him in repentance. He (the narrator) said that he went back not far, then came and said: Allah’s Messenger, purify me. whereupon Allah’s Messenger (may peace be upon him) said: Woe be upon you, go back and ask forgiveness of Allah and turn to Him in repentance. He (the narrator) said that he went back not far, when he came and said: Allah’s Messenger, purify me. Allah’s Apostle (may peace be upon him) said as he had said before. When it was the fourth time, Allah’s Messenger (may, peace be upon him) said: From what am I to purify you? He said: From adultery, Allah’s Messenger (may peace be upon him) asked if he had been mad. He was informed that he was not mad. He said: Has he drunk wine? A person stood up and smelt his breath but noticed no smell of wine. Thereupon Allah’s Messenger (may peace be upon him) said: Have you committed adultery? He said: Yes. He made pronouncement about him and he was stoned to death. The people had been (divided) into two groups about him (Ma’iz). One of them said: He has been undone for his sins had encompassed him, whereas another said: There is no repentance more excellent than the repentance of Ma’iz, for he came to Allah’s Apostle (may peace be upon him) and placing his hand in his (in the Holy Prophet’s) hand said: Kill me with stones. (This controversy about Ma’iz) remained for two or three days. Then came Allah’s Messenger (may peace be upon him) to them (his Companions) as they were sitting. He greeted them with salutation and then sat down and said: Ask forgiveness for Ma’iz b. Malik. They said: May Allah forgive Ma’iz b. Malik. Thereupon Allah’s Messenger (may peace be upon him) said: He (Ma’iz) has made such a repentance that if that were to be divided among a people, it would have been enough for all of them. He (the narrator) said: Then a woman of Ghamid, a branch of Azd, came to him and said: Messenger of of Allah, purify me, whereupon he said: Woe be upon you; go back and beg forgiveness from Allah and turn to Him in repentance. She said: I find that you intend to send me back as you sent back Ma’iz. b. Malik. He (the Holy, Prophet) said: What has happened to you? She said that she had become pregnant as a result of fornication. He (the Holy Prophet) said: Is it you (who has done that)? She said: Yes. He (the Holy Prophet) said to her: (You will not be punished) until you deliver what is there in your womb. One of the Ansar became responsible for her until she was delivered (of the child). He (that Ansari) came to Allah’s Apostle (may peace be upon him) and said the woman of Ghamid has given birth to a child. He (the Holy Prophet) said: In that case we shall not stone her and so leave her infant with none to suckle him. One of the Ansar got up and said: Allah’s Apostle, let the responsibility of his suckling be upon me. She was then stoned to death.

Book 017, Number 4206:
‚Abdullah b. Buraida reported on the authority of his father that Ma’iz b. Malik al-Aslami came to Allah’s Messenger (may peace be upon him) and said: Allah’s Messenger, I have wronged myself; I have committed adultery and I earnestly desire that you should purify me. He turned him away. On the following day, he (Ma’iz) again came to him and said: Allah’s Messenger, I have committed adultery. Allah’s Messenger (may peace be upon him) turned him away for the second time, and sent him to his people saying: Do you know if there is anything wrong with his mind. They denied of any such thing in him and said: We do not know him but as a wise good man among us, so far as we can judge. He (Ma’iz) came for the third time, and he (the Holy Prophet) sent him as he had done before. He asked about him and they informed him that there was nothing wrong with him or with his mind. When it was the fourth time, a ditch was dug for him and he (the Holy Prophet) pronounced judg- ment about him and he wis stoned. He (the narrator) said: There came to him (the Holy Prophet) a woman from Ghamid and said: Allah’s Messenger, I have committed adultery, so purify me. He (the Holy Prophet) turned her away. On the following day she said: Allah’s Messenger, Why do you turn me away? Perhaps, you turn me away as you turned away Ma’iz. By Allah, I have become pregnant. He said: Well, if you insist upon it, then go away until you give birth to (the child). When she was delivered she came with the child (wrapped) in a rag and said: Here is the child whom I have given birth to. He said: Go away and suckle him until you wean him. When she had weaned him, she came to him (the Holy Prophet) with the child who was holding a piece of bread in his hand. She said: Allah’s Apostle, here is he as I have weaned him and he eats food. He (the Holy Prophet) entrusted the child to one of the Muslims and then pronounced punishment. And she was put in a ditch up to her chest and he commanded people and they stoned her. Khalid b Walid came forward with a stone which he flung at her head and there spurted blood on the face of Khalid and so he abused her. Allah’s Apostle (may peace be upon him) heard his (Khalid’s) curse that he had huried upon her. Thereupon he (the Holy Prophet) said: Khalid, be gentle. By Him in Whose Hand is my life, she has made such a repentance that even if a wrongful tax-collector were to repent, he would have been forgiven. Then giving command regarding her, he prayed over her and she was buried.

Book 017, Number 4207:
Imran b. Husain reported that a woman from Juhaina came to Allah’s Apostle (may peace be upon him) and she had become pregnant because of adultery. She said: Allah’s Apostle, I have done something for which (prescribed punishment) must be imposed upon me, so impose that. Allah’s Apostle (may peace be upon him) called her master and said: Treat her well, and when she delivers bring her to me. He did accordingly. Then Allah’s Apostle (may peace be upon him) pronounced judgment about her and her clothes were tied around her and then he commanded and she was stoned to death. He then prayed over her (dead body). Thereupon Umar said to him: Allah’s Apostle, you offer prayer for her, whereas she had committed adultery! Thereupon he said: She has made such a repentance that if it were to be divided among seventy men of Medina, it would be enough. Have you found any repentance better than this that she sacr ficed her life for Allah, the Majestic?

Book 017, Number 4209:
Abu Huraira and Zaid b Khalid al-Juhani reported that one of the desert tribes came to Allah’s Messenger (may peace be upon him) and said: Messenger of Allah, I beg of you in the name of Allah that you pronounce judgment about me according to the Book of Allah. The second claimant who was wiser than him said: Well, decide amongst us according to the Book of Allah, but permit me (to say something). Thereupon Allah’s Messenger (may peace be upon ham) said: Say. He said: My son was a servant in the house of this person and he committed adultery with his wife. I was informed that my son deserved stoning to death (as punishment for this offence). I gave one hundred goats and a slave girl as ransom for this. I asked the scholars (if this could serve as an expiation for this offence). They informed me that my son deserved one hundred lathes and exile for one year. and this woman deserved stoning (as she was married). Thereupon Allah’s Messenger (may peace he upon him) said: By Him in Whose Hand is my life. I will decide between you according to the Book of Allah. The slave-girl and the goats should be given back, and your son is to be punished with one hundred lashes and exile for one year. And, O Unais (b. Zuhaq al-Aslami), go to this woman in the morning, and if she makes a confession, then stone her. He (the narrator) said: He went to her in the morning and she made a confession. And Allah’s Messenger (may peace be upon him) made pronouncement about her and she was stoned to death.

Book 017, Number 4211:
Abdullah b. ‚Umar reported that a Jew and a Jewess were brought to Allah’s Messenger (may peace be upon him) who had committed adultery. Allah’s Messenger (may peace be upon him) came to the Jews and said: What do you find in Torah for one who commits adultery? They said: We darken their faces and make them ride on the donkey with their faces turned to the opposite direction (and their backs touching each other), and then they are taken round (the city). He said: Bring Torah if you are truthful. They brought it and recited it until when they came to the verse pertaining to stoning, the person who was reading placed his hand on the verse pertaining to stoning, and read (only that which was) between his hands and what was subsequent to that. Abdullah b. Salim who was at that time with the Messenger of Allah (may peace be upon him) said: Command him (the reciter) to lift his hand. He lifted it and there was, underneath that, the verse pertaining to stoning. Allah’s Messenger (may peace be upon him) pronounced judgment about both of them and they were stoned. Abdullah b. ‚Umar said: I was one of those who stoned them, and I saw him (the Jew) protecting her (the Jewess) with his body.

Book 017, Number 4212:
Ibn Umar reported that Allah’s Messenger (may peace be upon him) stoned to death the Jews, both male and female, who had committed adultery. The Jews brought them to Allah’s Messenger (may peace he upon him). The rest of the hadith is the same.

Book 017, Number 4216:
Jabir b. ‚Abdullah reported that Allah’s Apostle (may peace be upon him) stoned (to death) a person from Banu Aslam, and a Jew and his wife.

Book 020, Number 4483:
It has been narrated on the authority of Amir b. Sa’d b. Abu Waqqas who said: I wrote (a letter) to Jabir b. Samura and sent it to him through my servant Nafi‘, asking him to inform me of something he had heard from the Messenger of Allah (may peace be upon him). He wrote to me (in reply): I heard the Messenger of Allah (may peace be upon him) say on Friday evening, the day on which al-Aslami was stoned to death (for committing adultery): The Islamic religion will continue until the Hour has been established, or you have been ruled over by twelve Caliphs, all of them being from the Quraish. also heard him say: A small force of the Muslims will capture the white palace, the police of the Persian Emperor or his descendants. I also heard him say: Before the Day of Judgment there will appear (a number of) impostors. You are to guard against them. I also heard him say: When God grants wealth to any one of you, he should first spend it on himself and his family (and then give it in charity to the poor). I heard him (also) say: I will be your forerunner at the Cistern (expecting your arrival).

2- In sahih Bukhary, Buch Nummer 5 „Ghusl“ (Waschung nach Geschlechtsverkehr), berichtet ein Hadith davon, dass es eine der Gewohnheiten des Propheten war, Geschlechtsverkehr mit seinen 11 (oder 9) Frauen in einer Runde zu haben, sei es Tag oder Nacht. Der Prophet habe die sexuelle Kraft von 30 Männern (sic!)… Es ist auch interessant, dass Bukhary überhaupt einen Hadith akzeptiert, der von 11 Frauen des Propheten spricht, während der Prophet gemäß allgemein anerkannter Geschichtsschreibung doch nur 9 Frauen hatte. Bukhary kümmerte sich nicht um den Inhalt der Ahadith. Referenz des Hadith: Sahih Bukhary 1.5.268; unterschiedliche Quellenangabe: Sahih Bukhary, Ausg. 1, Seite 165

Zudem lesen wir in Sahih Bukhary 7.62.5, dass eine der neun Frauen ihre Runde üblicherweise nicht erhält. Aber genau im darauffolgenden Hadith Nummer 6 (wie auch in Nummer 142 und in 1.5.282) lesen wir, dass üblicherweise ALLE Frauen Geschlechtsverkehr hatten. Sammelt Bukhary etwa bewusst Widersprüche? Werden diese Ahadith darüber hinaus auch den Kindern vorgelesen?

In Buch Nummer 7 von Sahih Muslim lesen wir (siehe 7.2697-2699):

 

„…sie [‚Aischa] sagte: Ich trug Parfum auf den Gesandten Gottes […] auf und er (hatte Geschlechtsverkehr) mit seinen Frauen und dann trat er am Morgen in den Ihram-Zustand ein.“ (Ausgabe 2, Seite 587)

 

Was haben all diese abscheulichen Lügen mit „diene Gott allein“ zu tun? Was für eine Art von Respekt erweisen Bukhary und Muslim dem Propheten mit diesen Ahadith? Hatte der Prophet denn nichts zu tun außer seine Zeit für die Sorge seiner Frauen zu verwenden? Es ist nur eine Schande solch einen Hadith und andere Ahadith zu akzeptieren, die allesamt den Propheten beleidigen. Wir haben nur einen Hadith: der Koran.

Diese Erfindungen konkurrieren mit einer anderen Hadithlüge über den Propheten Salomon. Siehe die Ahadith in Sahih Muslim (15.4066 bis 4070) und die Ahadith in Sahih Bukhary (4.55.635 und 7.62.169) – die wir nicht übersetzen werden. Sie berichten über Sulaiman (Salomon), der sich dafür entscheidet, in der Nacht mit 60, 70 oder 90 seiner Frauen Sex zu haben, und angibt, dass sie alle Kinder gebären werden, die zu Reitern erzogen und „für Gottes Sache kämpfen“ werden. Es wird uns geweissagt, dass der Engel Jibreel (Gabriel) ihn ermahnt „so Gott will“ zu sagen. Jedoch hört Salomon nicht auf den Engel und erhält nur ein Kind, den ein Übersetzer als „ein halber Mensch“ bezeichnet.

Angenommen, eine Nacht mit 70 Frauen dauerte 12 Stunden lang; Dies bedeutet, dass Salomon ohne eine Pause einzulegen mit 7 Frauen innerhalb einer Stunde oder mit einer Frau innerhalb acht Minuten kopuliert hat. Ist dies der Job eines Propheten? Und was für eine Lehre sollte diese Kopulationsübung für die Menschheit darstellen? Ist das nicht pure Pornographie?

Was die Ulama gemacht hat, ist die Erlaubnis für Prostitution und Promiskuität zu erteilen. Sie haben den falschen Hadith und die kranke Theologie geschrieben, welche sie schändlicherweise „Jurisprudenz“ nennen oder Fiqh. In diesem falschen Fiqh fördern sie ein völlig verderbtes, zügelloses Verhalten.

3- In Sahih Bukhary Ausgabe 3 und in Sahih Muslim 31.5984 lesen wir, dass der Prophet gerade mit Aischa lag, als seine anderen Frauen erst Fatima, dann eine seiner Frauen schickten, um ihn etwas über eine Sache, die ihre Angelegenheit betrafen, zu fragen. Aischa und die andere Ehefrau verwickelten sich in einen Streit und verfluchten einander; der Prophet war auf der Seite Aischas und lächelte und bestätigte Aischas Rache von seiner anderen Ehefrau.

Die Geschichte ist naiv und unbedeutsam, aber dazu gedacht, Aischa über alle anderen Ehefrauen zu stellen (Der Prophet soll beispielsweise gemäß Sahih Bukhary 3.47.75 folgendes gesagt haben: „Verletze mich nicht bezüglich Aischa, denn die Göttlichen Offenbarungen kommen zu mir auf keinem Bett außer auf dem Aischas.“). Zudem zeigt der Hadith den Propheten als einen leichtsinnigen Menschen, der sich überhaupt nicht schämt, Leute zu empfangen, während er im Bett mit seiner Frau in einer vereinigten Position liegt. In diesem erfundenen sahih Hadith wird er als jemand dargestellt, der dem Koran ungehorsam und seinen Frauen gegenüber unfair ist; die Befehle Gottes sind im Koran die gegenteiligen.

Und mehr Lügen und Erfindungen:

 

„‚Ubayd Gott Ibn Musa informierte uns durch die Befugnis von Usamah Ibn Zayd, der durch die Befugnis von Safwan Ibn Sulaym; er sagte: Der Apostel Gottes, möge Gott ihn segnen, sagte: Gabriel brachte einen Kessel, aus dem ich ass. Mir wurde die sexuelle Geschlechtsverkehrkraft von 40 Männern gegeben.“ (Ausgabe 1, Seite 438; zitiert aus: Islam As It Sees Itself…, Nehls, Seite 39)

 

4- In Sahih Muslim 31.5906 wird eine weitere Geschichte wiederholt, als die Eigenschaften Uthman Ibn Affan’s aufgezählt werden: Abu Bakr tritt in das Haus ein, als der Prophet mit seiner Frau lag und seine Oberschenkel entblößt waren. Der Prophet bedeckte sich nicht, als Abu Bakr und Omar eintraten. Er bedeckte sich beim Eintritt Uthmans, weil (so der Hadith) sich die Engeln vor Uthman schämen und der Prophet sich deswegen auch schämen sollte.

Eine weitere Erfindung, um die Position Uthmans gegenüber Leuten wie Ali Ibn Abu Talib zu erhöhen. Die naiven Hadith-Erfinder beleidigten den Propheten, um Uthman einen höheren Status als Ali zu geben.

Zudem steht der oben angegebene Hadith in direktem Widerspruch mit der eigenen Einstellung des Propheten. In Sunan Abu Dawud Buch 31, Nummer 4003 lesen wir einen Hadith, der besagt, dass der Prophet jemandem folgendes gesagt habe, nachdem er gesehen hat, dass der Schenkel entblößt ist: „Weißt du nicht, dass der Schenkel ein privater Bereich ist?“. Siehe auch Nummer 4004…

5- Sahih Muslim 3.685:

 

‚A’isha, die Frau des Apostel Gottes berichtete: Eine Person fragte den Gesandten Gottes, ob das Baden für jemanden obligatorisch sei, der mit seiner Frau Geschlechtsverkehr hat, ohne einen Orgasmus zu erleben. ‚A’isha sass neben ihm. Der Gesandte Gottes sagte: Ich und sie tun es und nehmen dann ein Bad.

 

So eine Schande! Der Prophet spricht über seine sexuellen Gewohnheiten in der Präsenz Aischas, ohne eine Spur von Verlegenheit. Die Lehren sexueller Praxis und Angelegenheiten können auch gelehrt werden ohne mit den Fingern auf die Frau zu zeigen, und auch genau dann, wenn der Ehemann der Prophet Mohammed ist. Dies war nicht unser geliebter Prophet. Dies ist eine Erfindung der lügnerischen Erfinder.

6- In Sahih Bukhary 4.54.490; 7.71.658 und Nummer 660-661 lesen wir davon, dass bei Mohammed Magie angewandt wurde, bis er nicht mehr wusste, was er tut und sogar bis zum Punkt, dass er dachte, er würde Geschlechtsverkehr mit seinen Frauen haben, obwohl er in Wahrheit keinen hatte. Sollten wir diese SAHIH akzeptieren?!!! NEIN!

7- Sahih Bukhary 7.62.16:

 

Jabir bin Abdullah berichtete: Ich begann mein Kamel, das ein faules Kamel war, schnell zu reiten, während wir mit dem Propheten von einem Ghazwa (Heiligen Krieg) zurückkamen. Ein Reiter stellte sich hinter mir und piekste mein Kamel mit einem Speer, den er bei sich hatte, und dann begann mein Kamel so schnell zu rennen wie du es (nur) vom besten Kamel sehen kannst. Siehe da! Der Reiter war der Prophet höchstpersönlich. Er sagte: ‚Wieso bist du in solch einer Eile?“ Ich antworte, dass ich erst seit kurzem verheiratet sei. Er sagte: „Hast du eine Jungfrau oder eine Matrone geheiratet? Ich antwortete: „Eine Matrone.“ Er sagte: „Wieso hast du nicht mit einem jungen Mädchen geheiratet, so dass du mit ihr spielen kannst und sie mit dir?“ Als wir gerade dabei waren, (in Medina) einzutreten, sagte der Prophet: „Warte, so dass du Medina bei Nacht betreten kannst, so dass die Frau mit den ungekämmten Haaren ihre Haare kämmen kann und ihr Ehemann, der abwesend war, ihr Schambereich rasieren kann.

 

Was für eine Art von Botschaft wollte Bukhary den Leuten mit solch einem abscheulichen Hadith geben, dass etwa Pädophilie in Ordnung sei?

8- In Sahih Muslim 2.522 lesen wir, dass der Prophet während dem Stehen zu urinieren begann, und deswegen einer seiner Gefährten wegging, worauf der Prophet aber ihn zu sich zurückrief.

Und die Moral der Geschichte?!!

9- Im Buch 7 „Tayammum“ (Trockene Waschung) in der ersten Ausgabe von Sahih Bukhary Nummer 330 und Nummer 332, 5.57.21, 6.60.131 und ebenso in 8.82.827; und in 3.714, Nummer 715 und 37.6673 von Sahih Muslim lesen wir die Erzählung, wie Aischa ihre Halskette verlor und wie der Prophet allen Muslimen anwies mit ihm die verlorene Halskette zu suchen, während er für Stunden auf dem Schenkel Aischas schlief und den Leuten nicht sagte, wie sie ihre Waschung zu verrichten hatten; sie hatten ja kein Wasser. Also entschied Gott, den Muslimen die trockene Waschung (Tayammum) zu geben. Ein weiterer schändlicher SAHIH Hadith.

10- Sahih Bukhary 1.4.234:

 

 

Abu Qilaba berichtete: Anas sagte: „Einige Leute des ‚Ukl oder ‚Uraina Stammes kamen nach Medina und das Klima passte ihnen nicht. Deswegen befahl der Prophet ihnen, zur Kamelherde zu gehen und ihr Milch und ihr Urin (als eine Medizin) zu trinken. Also gingen sie wie angewiesen und wurden danach gesund, sie töteten den Hirten des Propheten und vertrieben alle Kamele. Die Neuigkeiten erreichten den Propheten am frühen Morgen und er schickte (Männer) in ihre Verfolgung und sie wurden gefangen und um Mittag gebracht. Er befahl, ihre Hände und Füße abzuhacken (und es wurde getan), und ihre Augen wurden mit heißen Eisenstücken gebrandmarkt. Sie wurden in ‚Al-Harra‘ ausgesetzt und als sie nach Wasser verlangten, wurde ihnen kein Wasser gegeben.“ Abu Qilaba sagte: „Diese Leute begangen Diebstahl und Mord, wurden zu Ungläubigen, nachdem sie zum Islam konvertierten und kämpften gegen Gott und Seinen Apostel.“

 

Dies ist das Bild, das die Hadith-Bücher von unserem Propheten abgeben, dem Manne, den Gott im Koran als sanftmütigen und moralvollen Menschen beschreibt. Wissen wir nun, wieso Gott Sein Buch, den Koran, als den besten, den vertrauenswürdigsten, den unerfundenen Hadith bezeichnet? Wissen wir, wieso wir Gott glauben sollen?

Nur die Feinde Gottes, des Propheten Mohammed und des Islam wollen von uns, dass wir an diese Sahih Bücher glauben sollen.

Vielleicht wurde es jetzt erläutert, wieso Gott sagte, dass die Feinde des Propheten zum Trug prunkende Rede eingeben werden und dass die verlorenen Seelen diejenigen sind, die den Reden der Hadith-Bücher glauben und an ihnen festhalten. Kein Wunder, dass der Gesandte sich bei Gott über die Muslime beschweren wird, sie haben den KORAN verlassen (25:30).

 

12. BUKHARYS AHADITH BELEIDIGEN GOTT!

Viele Muslime dieser und der vorangegangenen Generationen, besonders die Sunniten aber auch andere Muslime, die sich nicht Sunniten nennen, sind der Tradition der Eltern blind gefolgt, ohne auch nur einen Moment zu ihrem eigenem Besten nachzudenken. Die heutigen Muslime verließen den Koran und nahmen Bücher wie die Sahih von Bukhary und Muslim als die Wahrheit an, oft mit dem Koran gleichsetzend oder in vielen Fällen sogar über den Koran stellend. Dadurch missachten sie den Koran und Gott den Allmächtigen, Der sie mehrmals daran erinnert, dem Koran, dem besten Hadith, alleine zu folgen. Sie haben Aussagen aus dem Koran wie „Gehorcht dem Gesandten“ mit anderen Bedeutungen wie „gehorcht Bukhary, Muslim, Abu Dawud, Malik etc.“… völlig durcheinander gebracht. Sie folgen nun Gelehrten, die Bücher voll von Erfindungen zusammenstellten, die sich mit dem Koran, mit anderen Ahadith und dem gesunden Menschenverstand widersprechen. Sie beleidigen die Intelligenz eines normalen Menschen zutiefst.

Nicht die Islamophoben von AUßEN sind die größten Feinde des Islam, sondern es sind die Gelehrten selbst, weil sie zusammen mit der blinden unwissenden (dschahil) Zustimmung des Mainstreams den Islam, die Gottergebenheit, von INNEN heraus zersetzen und ihn zu einer dem Menschen fremden und Gott entfernten Lebensweise gestalten. Unabhängigkeit von den Gelehrten zu üben und Gott als einzige Autorität anzunehmen ist der erste Schritt in Richtung des ursprünglichen Islam.

In diesem Abschnitt werden wir einige der Beleidigungen betrachten, die Bukhary in seinem Buch gegenüber Gott den Allmächtigen gesammelt hat. Beleidigungen gegenüber Gott und dem Propheten, der definitiv solche Erfindungen nie von sich gegeben hat. Diese Ahadith beleidigen auch die aufrichtigen Muslime (Gottergebene), die solche Lügen vom Propheten nicht akzeptieren können. Lesen wir, was Gott von Sich Selbst aussagt:

 

6:103 „Blicke können Ihn nicht erreichen, Er aber erreicht alle Blicke. Und Er ist der Allgütige, der Allkundige.“

42:11 „…Es gibt nichts Seinesgleichen…“

7:143 Und als Moses gekommen war und sein Herr zu ihm gesprochen hatte, sagte er: „Mein Herr, zeige (Dich) mir, auf dass ich Dich schauen mag.“ Gott sprach: „Du wirst Mich nicht sehen…

 

Welche Erfindungen haben Bukhary und Muslim in ihren Büchern, von denen sie behaupten, dass sie Gott beschreiben, und schreiben sie dem Propheten zu?

  1. Gott erscheint Seinen Gläubigen und sie werden Ihn wie den VOLLMOND oder die SONNE sehen können! Gott wird eine Form annehmen! (Sahih Muslim: 1.349, 350, 352 und 353; 4.1322, 1323; Sahih Bukhary: 1.12.770, 6.60.105 und Nummer 374, 8.76.577, 9.93.531 und Nummer 532c sowie 532s)Diese Ahadith widersprechen sich mit Sahih Bukhary 6.60.378
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  2. Gott kommt jede Nacht in den unteren Bereich des Paradieses herunter. (Sahih Muslim: 4.1656-1661; Sahih Bukhary: 2.21.246, 8.75.333, 9.93.586)Diese Ahadith widersprechen dem Koran, der besagt, dass Gott ÜBERALL ist. Er hat es nicht nötig, auf- oder niederzusteigen. Er ist uns näher als die Schlagader (50:16).
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  3. Das Paradies und die Hölle streiten miteinander; oder: Gott stellt Seinen Fuß in die Hölle, damit es voll wird. (Sahih Muslim: 40.6818-6825; Sahih Bukhary: 6.60.371-373, 9.93.481 und Nummer 541)
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  4. Gott zeigt Seine Schenkel den Gläubigen und sie werden sich niederwerfen. Am Jüngsten Tag wird Gott Seine Oberschenkel dem Propheten zeigen. (Sahih Bukhary: Nummer 4968 und 7529 [Nur auf Arabisch]; 97/24, 10/129 und der Kommentar über Vers 68:42)
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  5. Gott lacht und wundert sich. (Sahih Muslim: 1.349; Sahih Bukhary: 1.12.770, 8.76.577, 9.93.532c)
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  6. Gott hat Finger: auf einem sind die Himmel, auf dem anderen die Erde, auf dem dritten die Bäume und Berge, das Land und das Wasser auf dem vierten und der Rest der Schöpfung auf dem Fünften: (Sahih Muslim: 39.6699, 6701-6706)

Diese Lügen und Erfindungen werden von den Gelehrten geheim gehalten, weil sie das wahre Gesicht von Bukhary und Konsorten zeigen. Diese und noch viele weitere Ahadith zeigen und entblößen die wahre Natur dieser Bücher, welche die Mehrheit der heutigen „islamischen“ Praktiken ausmachen. Der Islam wurde bis zur Unkenntlichkeit verzerrt und verfälscht. Kehrte Mohammed heute zurück, würde er den Islam nicht mehr wiedererkennen, den er in diese Welt gebracht hatte.

Der wahre Islam (die Hingabe), den Mohammed dieser Welt verkündete, wird im Buch, den Gott den besten Hadith nannte, geschützt: der Koran.

Jene, die Mohammed folgen und „dem Gesandten gehorchen“ wollen, können dies bewerkstelligen, in dem sie dem Koran folgen. Jene, die Ahadith nachfolgen, folgen Bukhary und Konsorten; sie sind nicht als Folger des Islam oder des Propheten zu sehen. Es ist wirklich keine Überraschung, dass der Prophet Mohammed sich höchstpersönlich bei Gott beschweren wird, dass sein Volk den Koran VERLASSEN hat (nicht, weil es die so genannten Hadith und Sunna verlassen hat – 25:30).

 

13. WEITERE ‚SAHIH‘ LÜGEN UND ERFINDUNGEN

In diesem Abschnitt werden wir einige der abscheulichsten Lügen und Erfindungen lesen, welche die Hadith-Gelehrten als authentisch oder sahih bezeichnen. Sie zeigen, wie verwirrt und verzweifelt die Gelehrten gewesen sein müssen, die alles gesammelt haben, was dem Propheten zugeschrieben wurde. Sie sammelten diese Lügen, weil sie glaubten, dass der Isnad (Kette der Überlieferer) aus rechtschaffenen Menschen bestünde. Dies wurde ohne Rücksicht auf den Inhalt des Hadiths vollzogen, ohne zu überprüfen, ob er dem Koran, den anderen Ahadith, allgemein bekannten Tatsachen oder dem natürlichen Verstand widerspricht. Wir werden nur einige Beispiele der sahih Lügen lesen. Sie waren nie dafür bestimmt, den Islam festzulegen. Sie sind eine Schande für den Islam, Gott, den Propheten und die wahren Muslime. Diese Ahadith zu sehen und zu lesen wird es uns besser erklären, wieso der Gesandte am Jüngsten Tag sich bei Gott beschweren wird.

Die LeserInnen sollen sich bei der Lektüre der Ahadith folgendes Zitat von der Ulama in Erinnerung rufen: „Al-Jami’us Sahih of Imam al-Bukhari ist rechtmäßig privilegiert als ein gigantischer Ozean bezeichnet zu werden, welcher klar nach der Fürsorge und dem Schutz von diesen edlen Stücken der Großartigkeit fließt.“ (Kommentar der Ulama über Bukhary – vom Englischen ins Deutsche übersetzt)

 

1- Wie viele Male während der Waschung (Wudu) waschen: einmal, zweimal, dreimal….??

Gemäß Bukhary einmal: 1.4.159
Gemäß Bukhary zweimal: 1.4.160
Gemäß Bukhary zweimal oder dreimal: 1.4.196

 

2- Kreuze deine Beine (nicht)

Der Gesandte Gottes habe gesagt, es ist verboten, die Füße aufeinander zu legen, während man auf seinem Rücken liegt. (Sahih Muslim: 24.5236-5238)

Der Gesandte Gottes wurde gesehen, wie er auf seinem Rücken liegend seine Beine (Füße) aufeinandergelegt (gekreuzt) hatte. (Sahih Muslim: 24.5239-5240; Sahih Bukhary: 1.8.464 und 8.74.302)

 

3- Trinke (nicht) stehend

Abu Huraira berichtete, der Gesandte Gottes sagte: „Keiner von euch sollte während dem Stehen trinken; wenn es jemand vergisst, muss er (es raus)kotzen.“ (Sahih Muslim 23.5022; siehe auch folgenden Hadith aus Sunan Abu Dawud: Buch 26, Nummer 3708; folgende Ahadith aus Sahih Muslim: 23.5017-5021)

Ibn Abbas berichtete, dass der Gesandte Gottes Zamzam-Wasser während dem Stehen getrunken hatte.“ (Sahih Muslim 23.5023-5027; siehe auch folgende Ahadith aus Muwatta: Buch 49, 49.8.13-49.8.16; Sahih Bukhary 7.69.519-522)

 

4- Uriniere (nicht) aus stehender Position

„Der Prophet urinierte aus stehender Position“ (Sahih Muslim 2.522; Sahih Bukhary: 1.4.224-226, 1.8.384 und 3.43.651)

„Der Prophet urinierte NIE in stehender Position.“ (Musnad al-Imam Ahmad. 6. Ausgabe. Kairo 1313/1895. Reprint. Beirut: Dar Sadir, n.d., 6.136)

 

5- Die Fliege ins Getränk eintauchen!

Sahih Bukhary 4.54.537: Abu Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Wenn eine Stubenfliege in das Getränk von einem von euch hereinfällt, so soll sie (ins Getränk) gedippt werden, denn eine ihrer Flügel enthält Krankheit und die andere das Gegenmittel.“ (siehe auch 7.71.673)

 

6- Der Mensch im Bild Gottes

Wenn jemand von euch sich mit seinem Bruder schlägt, so soll er das Gesicht meiden, da Gott Adam in Seinem eigenen Bilde schuf. (Sahih Muslim 32.6321-6326)

Dieselbe Lüge und Erfindung, falls die Formulierung „in Seinem eigenen Bilde schuf“ wortwörtlich genommen wird, wie wir sie auch aus der Bibel kennen. Dieser Hadith widerspricht dem Koran (6:103, 42:11 und 7:143).

 

7- Adam besitzt eine Länge von 60 Längenmassen…

Sahih Muslim 40.6809: Abu Huraira berichtete, der Gesandte Gottes sagte: Gott, der Erhabene und Glorreiche, erschuf Gott in Seinem eigenen Bilde mit einer Länge von 60 Längenmassen. (oder: Sahih Bukhary Ausg. 4, Seite 73; Sahih Muslim Ausg. 4, Seite 1481 und Imam Ahmad in seinem Sahih-Werk, Ausg. 2, Seite 481)

Zu diesem Hadith fügte Ahmad hinzu:

„Abu Huraira erzählte auch sieben Längenmaße in der Breite.“ Abu Huraira jubelte dem Propheten auch diese Worte unter: „Nachdem Er (Gott), ihn (Adam) erschaffen hatte, sagte Gott: „Gehe und begrüße diese Engel, die dort sitzen, und höre, wie sie dich grüßen, denn das wird der Gruß für dich und deine Nachkommen sein.“ So ging Adam (zu den Engeln) und sagte: „As-salamu-alaikum (der Friede sei mit Euch).“ Die Engel sagten alle: „As-salamo-alaika wa rahmatullah.“ (Der Friede sei mit dir und die Gnade Gottes). In dieser Weise fügten die Engel „Rahmatullah“ hinzu. Jedermann, der das Paradies betrat, war von Adams Gestalt (Form), und seine (Adams) Statur war sechzig Längenmaße. Nach Adam wurden die Menschen immer kleiner, bis heute.“

So sieht dieser Hadith für Gott Gestalt und Merkmal vor, was auf keinen Fall akzeptabel ist. Gott ist ganz gewiss jenseits des Begriffs von Gestalt oder Merkmalen. Dieser Hadith scheint aus jüdischen Schriften entnommen zu sein, aus dem Alten Testament, das die gleiche Sache in genau den gleichen Worten wiedergibt, nämlich nach Genesis, Kapitel 1 Vers 27: „Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn.“ Der Gruß „salamun alaikum“ startete gemäß den sunnitischen Quellen mit dem Islam, wie der Prophet Mohammed gesagt haben soll: „Über nichts waren die Juden so neidisch auf euch wie über den Heilsgruß (Salam).“ Die Worte Abu Hurairas: „Nach Adam wurden die Menschen immer kleiner, bis heute“ sind historisch und wissenschaftlich nicht belegbar und bedürfen keines weiteren Kommentars. Es ist auch interessant zu wissen, dass Imam Malik die Authentizität dieses Hadiths abgelehnt hat.

 

8- Frauen und ihre Erniedrigung auf verschiedenste Arten

Sahih Bukhary 1.9.490 (und viele weitere in Bukhary) und ebenso in Hanbal: „Wenn ein Affe, ein schwarzer Hund oder eine Frau vor einer betenden Person durchgeht, wird sein Gebet für ungültig erklärt.“

Aischa, die Frau des Propheten, lehnte diesen Hadith, der hauptsächlich auf Abu Huraira zurückzuführen ist, zutiefst ab. Sie beschuldigte ihn, nicht die Wahrheit auszusagen. Dennoch finden wir diese und viele andere Ahadith von Abu Huraira in den so genannten sahih Büchern.

Sahih Bukhary 7.62.29-32: Der Prophet sagte: „Wenn überhaupt ein teuflisches Omen existiert, dann im Pferd, der Frau und im Haus.“

Sahih Bukhary 7.62.33: Usama bin Zaid berichtete, dass der Prophet sagte: „Ich habe den Männern kein schlimmeres Leid hinterlassen als die Frauen.“

Bukhary unterstellt hier dem Propheten verleumderische Aussagen gegenüber Frauen: eine weitere Reflektion der Vorurteile gegenüber Frauen, die den Charakter vieler erfundener Ahadith ausmachen. Der Koranische Islam (Hingabe) schenkt der Frau vollen Respekt und gebraucht nirgends solche Beschreibungen, die Frauen wie Hunde, Affen oder Pferde darstellen. Sie werden im Koran auch nirgends als schlechtes Omen angesehen.

Sahih Bukhary 4.55.611 und auch in Sahih Muslim 8.3471-3472 wird von Abu Huraira berichtet, der Prophet habe gesagt: „Wäre es nicht für die Juden (Kinder Israels) gewesen, würde das Essen nicht abgestanden und die Mahlzeit nicht schlecht werden; Und wäre es nicht für EVA gewesen, hätte eine FRAU nie gegenüber ihrem Mann untreu gehandelt.“ (Siehe auch Sahih Bukhary 4.55.547)

Erneut eine Blasphemie gegen Gott und Seinen Propheten. Frauen und Hunde zu beleidigen ist für Abu Hurairas Einstellung sehr charakteristisch und auf keinen Fall die Beschreibung der Sicht des Propheten über Frauen. Abu Huraira wusste zudem damals nicht, dass es Keime gab, die das Essen verfaulen ließen, noch bevor die Juden überhaupt geboren wurden. Der Koran beschuldigte nie Eva (ihr Name kommt nicht einmal vor) für die Sünden, die Adam begangen hatte. Die Ahadith sind voll von Vorurteilen gegenüber den Frauen. Die Sünden und nicht rechtschaffenen Taten eines Menschen können nicht auf jemand Anderen übertragen werden (6:164). Sollten wir Gott oder Abu Huraira glauben?

Sahih Bukhary 9.88.219: Abu Bakara sagte, der Gesandte Gottes sagte: „Nie wird eine Nation erfolgreich sein, deren Herrscher (Führer) eine Frau ist.“

Eine weitere Lüge im Namen des Propheten! Dieser Hadith beweist die Korruption von Bukhary, der diesen Hadith von Abu Bakara akzeptiert, der dafür bekannt ist, gelogen zu haben und der in der Öffentlichkeit von Umar Ibn Al-Khattab bestraft wurde. Gemäß dem Gesetz Gottes im Koran hätte seine Behauptung nie akzeptiert werden dürfen (vgl. 24:4 f.).

Aufgrund dieser Lüge haben die „muslimischen“ Gelehrten die Frauen unterdrückt und ihr Anrecht auf Ämter in jeglichen führenden Positionen abgelehnt. Der Koran selber berichtet von einer Frau, die eine große Nation geführt hatte und eine Muslima (Gottergebene) wurde.

Sahih Bukhary 7.62.124-126: Imran erzählte: Der Prophet sagte: „Ich schaute das Paradies an und sah, dass die Mehrheit seiner Bewohner die Armen waren; Und ich schaute das Feuer (Hölle) an und sah, dass die Mehrheit seiner Bewohner FRAUEN waren.“ (siehe auch 4.54.464)

Wir fragen uns hier, wieso der Prophet ganze neun Frauen haben konnte, wenn er sie dermaßen hasste. Eine erneute Sahih Lüge, die zudem dem Koran eindeutig widerspricht: die Bewohner des Paradieses sind die rechtschaffensten, nicht die ärmsten. Der Koran lehrt NICHT, dass die FRAUEN in irgendeiner Weise mehr Sünden begehen als MÄNNER. Diese Vorurteile können nur in den von Menschen erfundenen Büchern gefunden werden, die sahih genannt werden. Nichts von diesem UNSINN kann im Buch Gottes gefunden werden.

Sahih Bukhary 7.62.7: Said bin Jubair erzählte: Ibn ‚Abbas fragte mich: „Bist du verheiratet?“ Ich antwortete: „Nein.“ Er sagte: „Heirate, denn die beste Person dieser (muslimischen) Nation (d.h., Muhammad) unter allen Muslimen hatte die größte Anzahl an Frauen.“

Gemäß Bukhary wird also der beste Muslim an seiner Anzahl an Frauen gemessen. Der Koran erwähnt jedoch, dass der beste Muslim derjenige ist, welcher der Rechtschaffenste ist (49:13). Der Vers 49:13 widerspricht sich wiederum mit einem Hadith, der folgendes besagt: Anas bin Malik berichtete, der Prophet Gottes habe gesagt: „Die Besten unter euch sind diejenigen, die den Koran lernen und lehren.“ (Bukhary, Hadith Nr. 5027)

Nach der Überlieferung von Abu Musa sollen den Muslim im Paradies 72 Jungfrauen erwarten („Lexikon des Islam“, Fourier Verlag, Wiesbaden, vgl. auch Mishkat 3. Kapitel): „… er wird 72 Frauen haben.“

Siebzig Mädchen sind eigens erschaffene und zwei sind menschliche Mädchen (Ibn Kathir [gest. 1373 n. Chr.], Korankommentar (Tafsir): Kommentar zu Vers 78:33 bzw. 55:72).

Diese zwei Ahadith passen toll in das Konzept aus dem Hadith, wobei ein Mann an der Anzahl an seiner Frauen gemessen wird. Derartige Ahadith finden wir nicht im Koran.

Bukhary 7.62.27 Abu Huraira berichtete, der Gesandte Gottes habe gesagt: „Eine Frau wird für vier Sachen geheiratet, u.a. für ihr Vermögen, ihr Familien-Status, ihre Schönheit und ihren Glauben. So heiratet fromme Frauen, sonst werdet ihr zu den Verlierern zählen.“

Frauen werden auf diese Weise auf vier Werte beschränkt. Zu bemerken ist, dass das Vermögen und ihr „Familien-Status“ rein ökonomische bzw. soziologische Gesichtspunkte darstellen. Die Schönheit ist etwas Oberflächliches und zudem sehr Relatives. Das einzige, was hier verständlich gelten kann, ist der Glauben. Im Koran wird es den Gläubigen verboten, mit Heiden zu heiraten. Wohlbemerkt wird hier jedoch der Glauben angesprochen, der dem „sunnitischen“ entsprechen muss. Wir finden kein Wort von Charakter, kein Wort von inneren Werten, die nicht zuletzt die Entscheidung des Mannes erheblich beeinflussen.

Sahih Bukhary 7.62.120: Abu Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Eine Frau darf nicht (freiwillig) ohne die Erlaubnis ihres Ehemannes fasten, wenn er zuhause (mit ihr) ist.“

Nummer 121: Abu Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Wenn ein Mann seine Frau einlädt, mit ihm zu schlafen und sie die Einladung ablehnt, dann senden die Engel bis zum Morgen Flüche über sie.“

Nummer 122: Abu Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Wenn eine Frau die Nacht verbringt, indem sie nicht mit ihrem Ehemann schläft, so schicken die Engel ihre Flüche über sie, bis sie (zu ihrem Mann) zurückkommt.“

Nummer 123 und ebenfalls in Sahih Muslim 5.2238: Abu Huraira berichtete, dass Gott’s Apostel sagte: „Es ist für die Frau verboten, ohne die Erlaubnis ihres Ehemannes zu fasten, wenn er zuhause ist; Und sie sollte niemanden ohne seine Erlaubnis eintreten lassen; und wenn sie von seinem Vermögen (für wohltätige Zwecke) ausgibt, ohne dass er es angeordnet hätte, so kriegt er die Hälfte des Verdienstes.“

Um Salma sagte, der Gesandte Gottes sagte: „Wenn eine Frau stirbt, während ihr Ehemann zufrieden mit ihr war, so wird sie ins Paradies eintreten. (Tirmidhi)

Kein Wunder wurden die Ahadith überwiegend von Männern überliefert. Es ist auch kein Wunder, dass die Ahadith den sunnitischen Männern gefallen und sie an ihnen festhalten. Lange Rede, kurzer Sinn: Der Ehemann ist Gott der Frau! Anders gesagt: Die Frau ist die Sklavin bzw. die Dienerin des Mannes! Ist dies die Art von Islam, worüber die Sunniten sprechen?!

Im wahren Islam (Hingabe) gibt es nur eine Unterordnung: vor Gott. Der Gehorsam sollte aus der gegenseitigen Liebe und dem Respekt und der Einsicht in die Meinung des Ehepartners entspringen, so wie es vom Koran beschrieben wird. Wenn der Eintritt ins Paradies bedeutet, dem Ehemann sein Lieblingsessen, ihm die Füße zu massieren, seine Kleider zu waschen und ihm zu erlauben, eine zweite oder dritte Ehefrau zu nehmen, so wäre dies ein einfacher Weg um all den religiösen Pflichten zu entkommen. Genau das ist es, was Satan in den Köpfen von denen will, die dem Koran nicht folgen. Deswegen ist es Götzentum, einem anderen Buch als Gottes zu folgen. Das ist der Grund, wieso die Mehrheit der Gläubigen in die Hölle gehen wird, weil sie Götzentum begangen haben, als sie an Gott glaubten (12:106).

Jede Seele ist für ihr eigenes Tun verantwortlich. Ein Ehemann hat nicht über seine Frau zu hüten. Er wird auch nicht die Sünden erhalten, wenn seine Frau nicht fastet oder ihre Kontaktgebete nicht verrichtet. Der Befehl des Fastens geht im Koran an beide Geschlechter. Gott wird jede Person für ihr eigenes Tun verantwortlich machen. Andere zu beschuldigen wird auch am Jüngsten Tag nichts nützen (2:166-167).

Diese Ahadith treffen nicht mal im Geringsten die Lehren Gottes im Koran, worin die Beziehung zwischen der Frau und ihrem Ehemann auf Respekt und gegenseitige Liebe aufbaut.

30:21 Zu Seinen Zeichen gehört, dass Er euch aus eurer Art Partnerwesen erschuf, damit ihr bei ihnen Geborgenheit und Ruhe findet. Er hat zwischen euch LIEBE und GÜTE bewirkt. Darin sind Zeichen für Menschen, die NACHDENKEN.

In Sahih Muslim 8.3371-3377 lesen wir Ahadith (die wir hier nicht übersetzen werden), die behaupten, der Prophet habe den Muslimen erlaubt, Geschlechtsverkehr mit den gefangenen, arabischen Frauen zu haben. Die Männer hätten an der Absenz ihrer Ehefrauen „gelitten“ und deswegen die Gefangenen begehrt. Um sicher zu sein haben sie den Propheten nach der Erlaubnis gefragt, der sie ihnen, wie bereits erwähnt, erteilte.

Diese Ahadith widersprechen dem Geist des Islam und den Lehren des Koran total. Die Gefangenen müssen respektiert und mit Güte behandelt werden.

 

9- Satan in den Ahadith

Sahih Bukhary 2.21.245: ‚Abdullah berichtete: Eine Person wurde vor dem Propheten erwähnt und es wurde von ihm gesagt, dass er bis zum Morgen schlief und nicht für das Gebet aufgestanden sei. Der Prophet sagte: „Satan urinierte in seine Ohren.“ (siehe auch 4.54.492)

Sahih Bukhary 4.54.509 und Sahih Muslim: Abu Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Das Gähnen ist vom Teufel und wenn einer von euch gähnt, soll er so oft wie nur möglich sein Gähnen kontrollieren; denn wenn einer von euch (beim Gähnen) „Haa“ sagt, wird Satan ihn auslachen.“ (siehe auch 8.73.242 und ebenso Nummer 245)

Sahih Muslim 42.7129-7133: Wenn jemand von euch gähnt, so soll er sein Mund mit seiner Hand zuhalten, denn der Teufel steigt (ansonsten) dort hinein.

Sahih Bukhary 4.54.516: Abu Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Wenn jemand von euch vom Schlaf aufwacht und die Waschung vollzieht, so soll er seine Nase waschen, indem er Wasser (durch die Nase inhaliert und) dreimal schnäuzt; denn Satan war die ganze Nacht im oberen Bereich der Nase geblieben.“ (auch in Sahih Muslim zu finden)

Sahih Bukhary 2.22.313: Abu Huraira berichtete, der Gesandte Gottes sagte: „Wenn der Ruf (Adhan) für das Gebet ausgerufen wird, nimmt Satan FURZEND Reißaus, so dass er den Adhan nicht hört und kommt zurück, wenn der Muezzin (der Gebetsrufer) aufgehört hat…..“ (siehe auch Nummer 323 und auch 4.54.505; auch in Sahih Muslim zu finden)

Sahih Muslim 35.6581 und Sahih Bukhary 4.54.521: Abu Huraira berichtete, der Gesandte Gottes sagte: Wenn ihr dem Krähen des Hahns zuhört, so bittet Gott um Seine Gunst, denn er (der Hahn) sieht Engel und wenn ihr dem Kreischen der Affen zuhört, so sucht Zuflucht bei Gott vor dem Teufel, denn er (der Affe) sieht Satan.

Sahih Muslim 23.5008: Ibn ‚Umar berichtete, dass der Gesandte Gottes sagte: „Wenn einer von euch beabsichtigt zu essen, so soll er mit seiner rechten Hand essen. Und wenn er beabsichtigt (etwas) zu trinken, so sollte er mit seiner rechten Hand trinken. Denn Satan isst und trinkt mit seiner linken Hand. (Siehe auch Nummer 5007-5012)

Was haben all diese abergläubischen Ahadith mit der Verehrung von Gott allein zu tun? Diese Ahadith sind nichts weiteres als unsinnige Lächerlichkeiten und Lügen, die als Sahih Hadith aufgenommen wurden. Es ist natürlich höflich, beim Gähnen sein Mund mit der Hand zuzuhalten, aber die Begründung anzusetzen, der Teufel steige sonst hinein, ist unglaublich abergläubisch. Satan hat zudem auch nicht die selben physikalischen Eigenschaften wie wir Menschen, als dass er mit der „linken Hand“ essen könnte. Seine Erschaffung war anders als die der Menschen gemäß Koran. Isst er etwa wie Menschen? Was sollen die linkshändigen Menschen zu den Ahadith aus Sahih Muslim sagen, die gebieten, mit der rechten Hand zu essen und zu trinken?

Der Koran enthält nichts solcherart; auch nicht, ob Satan nun links- oder rechtshändig ist. Nur Menschen können solchen Aberglauben erfinden und ihn dann noch gesund/authentisch (sahih) nennen.

 

10- Spucken…

Folgende Ahadith haben wir, wenn nicht anders angegeben, entweder aus Sahih Muslim 4.1116-1128 oder aus Sahih Bukhary 1.8.399-409, 1.10.508-509, 1.12.720, 2.22.304-305, 8.73.132…

Sahih Bukhary 4.54.513: Abu Qatada berichtete, dass der Prophet sagte: „Ein guter Traum ist von Gott, ein schlechter Traum von Satan; wenn also einer von euch einen schlechten Traum hat, von dem er sich fürchtet, so sollte er auf seine linke Seite spucken und Zuflucht bei Gott vor dem Bösen suchen, weil es dann ihm keinen Schaden zufügen wird.“

Abu Sa’id al-Khudri berichtete: der Apostel Gottes sah Sputum an der Qibla der Moschee anhängend. Er kratzte es mit einem Kieselstein ab und verbat dann, auf die rechte Seite oder vor einem hinzuspucken, aber (es sei erlaubt) auf die linke Seite zu spucken oder unter den linken Schuh.

Abdullah b. Shakhkhirs Vater sagte: Ich betete mit dem Gesandten Gottes und sah ihn, wie er spuckte und es mit seinem Schuh abrieb.

Muwatta Buch 14, Nummer 14.3.4: Der Gesandte Gottes sah Spucke auf der Wand der Qibla und kratzte es ab. Dann ging er hinauf zu den Leuten und sagte: „Spuckt nicht vor euch hin, wenn ihr betet, denn Gott, der Gesegnete und Erhabene, ist vor euch wenn ihr betet.“

Wir glauben, dass der Erfinder dieses Hadiths nicht wusste, dass der Koran davon berichtet, dass Gott überall ist: vor uns, neben uns (rechts oder links), hinter uns, in uns und sonst auch überall. Was haben solche abergläubischen Anordnungen in Bezug auf das Spucken mit der Religion GOTTES zu tun? Wie viele Male lesen wir aus dem Koran, was zu tun ist, wenn wir spucken?!

Sahih Bukhary 4.52.192: ….Der Prophet fragte nach Ali. Jemand informierte ihn, dass er (Ali) an Augenbeschwerden leide. Also ordnete er an, Ali zu ihm bringen zu lassen. Dann spuckte der Prophet in seine Augen und seine Augen waren sofort geheilt, als hätte er nie an Augenbeschwerden gelitten. ….

Welche wildesten Spekulationen würden diesen Hadith wohl als wahr gelten lassen?! Die Substanz des Speichels sei exakt für diesen Moment von Gott kontrolliert worden, so dass Ali geheilt werden kann? Wer erfindet solchen Müll?

 

11- Sprechende Bäume und Steine

Ein Hadith aus den Ahadith aus Sahih Muslim 41.6981-6985: Abu Huraira berichtete, dass der Gesandte Gottes sagte: Die Letzte Stunde wird nicht eintreten, bevor die Muslime nicht mit den Juden kämpfen und die Muslime werden sie töten bis die Juden sich hinter einem Stein oder einem Baum verbergen und der Stein oder der Baum wird sagen: „Muslim, Diener Gottes, hinter mir ist ein Jude; komm und töte ihn!“ Aber der Gharqad (?) Baum wird dies nicht sagen, da er der Baum der Juden ist. (Siehe auch 41.6902-6903)

 

12- Den Staatsautoritäten gehorchen, als wären sie Gott

Während Abu Huraira im Royal Palace des Kalifen Muawiya lebte, überlieferte er einen für ihn einzigartigen Hadith. Er sagte, der Prophet habe gesagt: Wer mir gehorcht, gehorcht Gott und wer mir nicht gehorcht, gehorcht Gott nicht. Und wer dem Herrscher/Führer gehorcht, gehorcht mir und wer dem Herrscher/Führer nicht gehorcht, gehorcht mir nicht. (Sahih Muslim 20.4518-4523)

Es ist nur zu offensichtlich, dass Abu Huraira diesen Hadith erfand, um im Königspalast leben zu können. Muawiya war zudem sicherlich hocherfreut über diesen Hadith, der ihm quasi freie Hand gab, Befehle zu erteilen und Bestrafungen bei Missachtung seiner Befehle und Wünsche zu erheben wie er will. Der Herrscher war ja schließlich dem Gesandten, und somit Gott, gleichgestellt.

 

13- Die Wochentage und die Erschaffung

Abu Huraira berichtete, dass der Gesandte Gottes seine Hände nahm und sagte: „Gott, der Erhabene und Glorreiche, erschuf den Lehm an Samstag, die Berge an Sonntag, die Bäume an Montag, die nötigen Dinge für Arbeit an Dienstag, das Licht an Mittwoch und lie (?) verursachte, dass die Tiere an Donnerstag verbreitet werden und Er erschuf Adam an Freitag nach ‚Asr; die letzte Erschaffung in den letzten Stunden des Freitags, d. h. zwischen Nachmittag und Nacht. (Sahih Muslim 39.6707)

Dies ist ein weiterer Unsinn und eine erdichtete Lüge, die dem Propheten zugeschrieben wird. Es ist höchst naiv und mittelalterlich, daran zu glauben, dass die Erschaffung in einer Woche, so wie wir sie berechnen (also in 7 Mal 24 Stunden), stattfand. Es besteht kein Zweifel, dass die Schöpfung und die Evolution über Millionen von Jahren verlief. Der Koran macht es in dieser Hinsicht klar, dass die Zeiträume, welche im Koran angegeben werden, RELATIV sind. Wenn Gott im Koran davon spricht, in so oder so vielen Tag dieses oder jenes erschaffen zu haben, so wird damit angedeutet, dass in einem bestimmten Zeitraum die erwähnte Erschaffung stattgefunden hat.

 

14- Bildet keine Kultstätten auf Gräber

Sahih Muslim 4.1081: Abu Huraira berichtete, dass der Gesandte Gottes sagte: „Fluch auf die Juden und Christen dafür, dass sie die Grabstätten ihrer Gesandten als Kultstätten angenommen haben.“ (Siehe auch 4.1076-1083)

Was haben die „Muslime“ heute mit Mohammeds Grabstätte nach seinem Tod getan? Während sie behaupten, dass sie den Inhalten der Hadith-Bücher glauben, richten sie eine Gebetsstätte (Kultstätte) auf seinem Grab. Nicht nur, dass sie diese Befehle der Ahadith ablehnen, sondern sie haben dieses Ritual, das Grab Mohammeds zu besuchen, auch in die Pilgerfahrt (Hadsch) eingeführt, die in Wirklichkeit absolut GOTT ALLEIN gewidmet werden sollte. Sie widersprechen mit ihren Handlungen dem Koran. Und die unglaubliche, aufregende und verwirrende Tatsache: Sie befolgen nicht einmal ihre eigenen Ahadith!!

 

15- Nackter, umherrennender, prügelnder Moses!

„Abu Huraira sagte, der Gesandte Gottes sagte: „Die Kinder Israels pflegten nackt zu baden, und sie schauten einander auf die Geschlechtsorgane. Aber der Prophet Moses badete immer ganz alleine. Die Kinder Israels sagten: „Nichts kann Moses davon hindern, mit uns gemeinsam zu baden, außer dass er an einem Mangel in der Leistengegend leiden muss.“ Abu Huraira erzählt (als Wort des Propheten) weiterhin: „Einst ging Moses zum Bach und legte seine Kleider auf einen Stein. Der Stein rannte mit den Kleidern davon, Moses rannte hinterher und schrie: „Meine Kleider, o Stein! Meine Kleider, o Stein!“ Er rannte solange hinterher, bis die Kinder Israels die Geschlechtsorgane des Moses sahen und sagten: „Bei Gott, Moses hat keinen Mangel!“ Danach stoppte der Stein. Moses nahm dann seine Kleider vom Stein und begann, den Stein zu schlagen. Und bei Gott, der Stein quietschte sechs oder sieben Male! (Sahih Bukhary Ausg. 1, Seite 42 und Ausg. 2, Seite 162; Sahih Muslim Ausg. 2, Seite 308; oder: Sahih Muslim 3.669, 30.5849-5850; Sahih Bukhary 1.5.277, 4.55.616)

Diese Respektlosigkeit gegenüber Moses sucht seinesgleichen.

Abu Huraira sagte: Der Todesengel sei einst zum Propheten Moses gekommen und habe gesagt: „Antworte auf den Ruf deines Herrgottes!“ Darauf schlug der Prophet Moses auf das Auge des Todesengels und schlug es heraus. Der Todesengel ging zurück zu Gott und sagte: „Du hast mich zu solch einem Gottesknecht geschickt, der den Tod nicht will und mir ein Auge ausschlug.“ Abu Huraira erzählt weiter, dass Gott das Auge wieder einsetzte und befahl: „Gehe zu Meinem Knechte noch einmal und sage ihm: „Willst du das Leben haben, so lege deine Hand auf den Körper eines Stieres. Du wirst dann so viele Jahre noch leben, wie deine Hand an Haaren abdeckt.“ (Sahih Bukhary Ausg. 1, Seite 158 und Ausg. 2, Seite 163; Sahih Muslim Ausg. 2, Seite 309; oder: Sahih Muslim 30.5851-5852)

Gemäß der Version bei Imam Ahmad bin Hanbal in seinem Musnad-Werk, Band 4, Seite 315, zeigte Abu Huraira in diesem Hadith, dass der Todesengel zu jedermann offen zu kommen pflegte. Als er zum Propheten Moses kam, prügelte dieser ihn und stieß ihm ein Auge aus. Der Historiker Ibn Dscharir Tabari erzählt mit folgenden Worten diesen Hadith in seinem Tarich-Buch: „Der Todesengel pflegte die Leute offen zu besuchen, bis er zum Propheten Moses kam; dieser schlug ihn und stieß ihm ein Auge aus.“ Am Ende fügt der Text hinzu, dass der Todesengel nach dem Tode des Propheten Moses heimlich zu den Leuten kam. (Abu Huraira, Seite 35f.)

Wie kann es sein, dass ausgerechnet ein Prophet Gottes dem Engel brutalerweise ein Auge ausschlägt? Und wie kann man zur Vorstellung kommen, dass Engel eine Gestalt haben, bei der ihnen ein Auge ausgeschlagen werden kann? Und was sind das für merkwürdige Engel, die nach solch einer Prügelei dann ihr Verhalten ändern, weil sie möglicherweise Angst haben, wieder in eine Prügelei verwickelt zu werden? Derartige Überlieferungen können auch ohne weitgreifende Textanalyse ins Reich der Märchen verbannt werden, die Abu Huraira zu erfinden pflegte, um das Ansehen der Propheten zu verunglimpfen.

Man muss sich allerdings auch über die beiden Hadith-Sammler Bukhary und Muslim wundern, die diese Ahadith Abu Hurairas ausgerechnet im Kapitel aufzeichneten, das von den angeblichen Auszeichnungen und angeblichen Verdiensten des Propheten Moses handelt. Es ist nicht klar, welche Auszeichnungen herauskommen, wenn Moses einen Engel verprügelt, oder welchen Verdienst er haben soll, wenn er andere seine Geschlechtsorgane sehen lässt. Welchen Sinn soll der ganze Spaß haben? Gewiss, ein Prophet wie Moses, der die einzigartige Auszeichnung hatte, mit Gott sprechen zu dürfen und Gottes erwählter Gesandter zu sein, steht weit über diesem ganzen Unsinn.

 

16- Mohammed, oh Mohammed!

Dschabir b. ‚Abdullah berichtete, dass der Gesandte Gottes mit ihnen (seinen Leuten) Steine für die (Errichtung der) Kaaba trug und um ihn eine Taillenbinde war. Sein Onkel Abbas sagte zu ihm: „0 Sohn meines Bruders! Zieh deine tiefere Bekleidung aus und setze sie auf deine Schultern unter den Steinen, das wäre besser. Er (der Prophet) zog sie aus und setzte sie auf seine Schulter und fiel ohnmächtig um. Er (der Erzähler) sagte: Er wurde seit diesem Tag nie mehr nackt gesehen. (Sahih Muslim 3.670-671)

Eine weitere sahih Lüge. Dieser Hadith ist irrelevant in Bezug auf die Religion der Perfektion, Islam (Hingabe). Diese Art von Ahadith spiegeln die Respektlosigkeit wieder, welche die Erfinder gegenüber dem Propheten Gottes hatten.

Sahih Bukhary 1.4.234: Abu Qilaba erzählte: Eine Gruppe von den Ureyneh und Uqayleh Stämmen besuchte Medina und konvertierte zum Islam. Das Klima in Medina kam der Gesundheit der Leuten nicht gut. Sie fragten den Gesandten um Rat, welcher vorschlug Kamel-Milch sowie Kamel-Urin zu trinken. Später, als sie den Hirten des Propheten umgebracht hatten, griff der Prophet sie an, meißelte ihre Augen aus, kreuzigte ihre Hände und Beine und ließ sie in der Wüste verdursten.

Dies ist das Bild, das die Hadith-Bücher von Mohammed zeichnen. Bei einem Vergleich mit der Beschreibung des Koran stellen wir einen unvergleichlichen Weltenunterschied fest: Mohammed wird im Koran als sanftmütiger, humanistischer Mensch beschrieben, der hohe moralische Werte (wie z. B. die Propagierung von Religions- und Meinungsfreiheit) vertrat. Siehe auch folgende Ahadith: 4.52.261; 5.59.505; 6.60.134; 7.71.590; 7.71.623; 8.82.794,796-797…

Sahih Bukhary 9.93.477: Aischa sagte: „Wenn euch jemand sagt, dass Mohammed das Verborgene (oder die Zukunft) gesehen hat, so ist er ein Lügner!“

Dieser Hadith widerspricht Hunderten von Ahadith, die behaupten, Mohammed habe zukünftige Ereignisse vorhergesagt. Diese Hunderte von Ahadith widersprechen dem Koran, das auf eine positive Weise von Mohammed verlangt, zu sagen, dass er das Verborgene (oder die Zukunft) nicht enträtseln kann.

7:188 Sprich: „Ich habe nicht die Macht, mir selbst zu nützen oder zu schaden. Nur Gott allein bestimmt das. Wenn ich um das VERBORGENE wüßte, hätte ich mir Vorteile verschafft und dafür gesorgt, dass ich keinen Schaden erleide. Ich bin nichts anderes als ein Warner und ein Verkünder für ein gläubiges Volk.“

Sahih Muslim 32.6285-6299: A’isha berichtete, dass zwei Personen den Gesandten Gottes besuchten und beide sprachen über eine Sache, von der ich keine Kenntnis habe, aber das ihn (anscheinend) verärgerte. Er verwünschte und verfluchte beide und als sie hinausgingen, sagte ich: „Gottes Gesandter, das Gute würde jeden erreichen aber diese zwei nicht.“ Er fragte: „Wieso denn?“ Ich sagte: „Weil du sie beide verflucht hast und ihnen Verwünschungen zugerufen hast.“ Er sagte: „Weißt du nicht, dass ich eine Bedingung mit meinem Herrn eingegangen bin: Oh Gott, ich bin ein menschliches Wesen und mache die Flüche und Verwünschungen, die ich einem Muslim auferlege, zu einer Quelle von Reinheit und Belohnung.“

Lügen gegen Aischa und den Propheten. Der Prophet Mohammed war bestens bekannt dafür, dass er gegenüber den Menschen mildtätig und mitleidig war. Er war nicht bekannt dafür, leicht verärgert zu werden, Leute zu beleidigen und zu verfluchen. Er erhielt das große Zeugnis von Gott, dass er großen, moralischen Charakter besitze (68:4). Diese SAHIH LÜGE sowie auch viele andere Ahadith widersprechen dem Koran, anderen Ahadith und dem natürlichen Menschenverstand.

 

17- Wieso Babies schreien?

Sahih Bukhary 4.55.641: Abu Huraira sagte: „Ich hörte Gottes Apostel sagen: ‚Es gibt kein Neugeborenes unter den Sprösslingen Adams, den Satan nicht berührt. Deswegen schreit ein Kind bei der Geburt laut auf aufgrund der Berührung Satans, mit der Ausnahme von Maria und ihrem Kind (Jesus Christus).'“ (Siehe auch Sahih Bukhary 4.54.506 und 6.60.071; Sahih Muslim 33.6429 und 30.5837-5839)

Wenn wir in medizinischen Büchern nachschlagen, sehen wir den wirklichen Grund für das Schreien der Babies. Satan hat damit nichts am Hut. Nur durchschnittliche Menschen aus dem Mittelalter hätten diesem Unsinn (Aber)glauben geschenkt.

 

18- Lecke deine Finger und deine Teller!

Alle folgende Ahadith sind aus Sahih Bukhary 7.65.366 und Sahih Muslim 23.5037-5050:

Ibn ‚Abbas berichtete, dass der Prophet sagte: „Wenn ihr esst, so wischt eure Hände nicht ab, bis ihr sie geleckt habt oder sie jemand anderes (für euch) geleckt hat.“

Abu Huraira sagte, dass der Gesandte Gottes sagte: „Wenn jemand von euch isst, so soll er seine Finger lecken, weil ihr nicht wisst, in welchem die Segnungen sind.

Dschabir Ibn Abdullah sagte, dass der Gesandte Gottes sagte: „Ihr sollt die Teller und Finger lecken, weil ihr nicht wisst, in welchem die Segnungen sind.“

 

19- Wie viele Muslime werden das Paradies betreten?

Siebzigtausend oder siebenhunderttausend von meinen Folgern werden das Paradies betreten. (Sahih Bukhary 8.76.560 und Sahih Muslim 1.424)

Die erwähnten Zahlen scheinen den Hadith-Erfindern groß vorgekommen zu sein, die nicht wussten, dass die Zahl der Muslime über eine Milliarde steigen wird. Jedoch widersprechen die Ahadith diesen Behauptungen: Denn einige behaupten, dass alle Muslime das Paradies betreten werden, egal, welche Sünde sie auch begehen und dies lässt die Zahl 70’000 oder 700’000 sehr klein erscheinen im Vergleich zu der Anzahl an Muslimen, die auf dieser Erde lebten, leben und leben werden. Wie viele Kinder sterben, noch ohne wirklich von Gott gehört zu haben? Wie viele Menschen sterben vor dem Alter der Verantwortung, den Gott im Koran auf 40 gesetzt hat?

 

20- Der Eintritt ins Paradies: garantierte Sache!

Sahih Bukhary 4.54.445: Abu Dhar berichtete, dass der Prophet sagte: „Gabriel sagte zu mir: ‚Wer auch immer unter deinen Folgern stirbt, ohne neben Gott jemand anderen verehrt zu haben, wird ins Paradies (oder nicht ins (Höllen) Feuer)eintreten.‘ Der Prophet fragte: ‚Sogar dann, wenn er illegalen Geschlechtsverkehr oder Diebstahl begangen hat?‘ Er antwortete: ‚Sogar dann.'“ (Siehe auch folgende Ahadith aus Sahih Bukhary: 8.76.450-451 und 9.94.579; Sahih Muslim: 5.2174-2175)

Zweifellos: Gottes Barmherzigkeit ist unendlich und umfasst alle Dinge. Jedoch ist es auch einer der Eigenschaften Gottes, gerecht zu sein. Die Ahadith sind eine offene Einladung, hemmungslos Sünden zu begehen. Es ist eine Einladung für Diebe und Menschen, die Ehebruch begehen, froh und zufrieden über ihre Sünden zu sein. Eine klare Missachtung der koranischen Lehre: Jeder Mensch wird für seine Sünden in Rechenschaft gezogen werden.

Ein weiterer, dem Propheten zugeschriebener Hadith aus Sahih Bukhary 1.4.174: Abu Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Ein Mann sah einen Hund, der Schlamm aufgrund (der Stärke) des Durstes ass. Also nahm der Mann ein Schuh (und füllte es) mit Wasser und goss es für den Hund, bis er sein Durst löschte. Gott erkannte seine Tat an und ließ ihn ins Paradies eintreten.“

Sicher ist diese Tat lobenswert, dass der Mann für eine Kreatur Gottes (welche jedoch merkwürdigerweise vom Propheten gehasst wurde, wie wir später sehen werden) etwas Schönes vollbracht hat. Aber dass diese Tat allein den Eintritt ins Paradies gewährt, widerspricht sich mit der Sunna Gottes. Ein Mensch wird nicht aufgrund einer einzigen guten Tat ins Paradies gelangen.

Abu Burda berichtete, dass Gottes Gesandter gesagt habe: „Am Tag der Auferstehung werden Leute unter den Muslimen auftreten, deren Sünden schwer wie ein Berg sind und Gott wird ihnen vergeben und Er wird an ihre Stelle die Juden und Christen treten lassen.“ (Sahih Muslim 37.6668)

Diese SAHIH LÜGE widerspricht den Lehren Gottes: Jede Seele wird nur für sich selber die Lasten tragen (6:164). Es widerspricht auch dem Vers, dass einige der Christen und Juden wahre Gläubige sind, die auch ihren Lohn von ihrem Herrn erhalten werden (3:199).

2:25 Und verkünde die frohe Botschaft denjenigen, die glauben und Gutes tun, auf dass ihnen Gärten zuteil werden, in deren Niederungen Bäche fließen; und sooft sie eine Frucht daraus bekommen, sagen sie: „Das ist doch das, was wir schon früher zu essen bekamen.“ Doch ihnen wird nur Ähnliches gegeben. Und ihnen gehören darin Früchte vollkommener Reinheit und sie werden ewig darin bleiben.

2:82 Diejenigen aber, die glauben und gute Werke tun, werden die Bewohner des Paradieses sein. Darin werden sie ewig bleiben.

4:57 Diejenigen aber, die glauben und gute Werke tun, wollen Wir in Gärten eingehen lassen, durch die Bäche fließen, darin werden sie ewig weilen; Dort sollen sie reine Früchte haben, und Wir werden sie in einen wohltätigen Ort mit reichlich Schatten eingehen lassen.

21- Fehlende Suren im Koran

Während Gott uns im Koran lehrt und beweist, dass Er den Koran bewahrt, lehren die Hadith-Bücher, dass einige Suren oder Verse fehlen würden; ein ungeheuerlicher Widerspruch zum Koran.

Wir rezitierten üblicherweise eine Sura, welche in Länge und Strenge der Sura Bara’at ähnelte. Jedoch habe ich sie mit der Ausnahme von folgendem vergessen: „Wären zwei Täler voll von Reichen für den Sohn Adams, er würde sich nach einem dritten Tal sehnen, und nichts würde den Bauch vom Sohn Adams füllen außer Staub.“ Und wir rezitierten üblicherweise eine Sura, die einer der Suren aus Musabbihat ähnelte und ich habe sie vergessen, aber erinnere mich an folgendes daraus: „Oh ihr Gläubigen! Warum sagt ihr von dem, was ihr nicht tut?“ (lxi 2.) und „Dies wird in eurem Nacken als Zeuge (gegen euch) aufgezeichnet und ihr werdet darüber am Jüngsten Tag gefragt werden.“ (xvii. 13). (Sahih Muslim, Ausg. II, Seite 500f, Nummer 2286 oder 5.2286)

Steinigungsvers fehlt: ‚Abdullah ibn Abbas berichtete, dass ‚Umar ibn Al- Khattab auf der Kanzel des Gesandten Gottes sass und sagte: Wahrlich, Gott sandte Mohammed mit der Wahrheit und Er sandte das Buch auf ihn und die Verse der Steinigung waren ebenfalls in der Herabsendung. Wir rezitierten sie und behielten sie im Gedächtnis und verstanden sie. Gottes Gesandter übte die Steinigungsstrafe (für die verheiratete Person, die Ehebruch beging) aus und auch nach ihm übten wir die Steinigungsstrafe aus. Ich befürchte, dass mit dem Verlauf der Zeit die Leute (sie vergessen können) und sagen könnten: „Wir finden nichts über das Steinigen im Buch Gottes.“ Und so werden sie vom Weg abkommen, indem sie diese von Gott beschriebene Pflicht ablehnen. Die Steinigung ist eine in Gottes Buch existierende Pflicht, die für verheiratete Männer und Frauen gilt, die Ehebruch begehen, wenn der Beweis erbracht ist oder eine Schwangerschaft vorliegt.“ (Sahih Muslim, Ausg. III, Seite 912, Nummer 4194 oder 17.4194)

 

22- Verteufelung von Bild und Hund

Sahih Bukhary 4.54.448: Abu Talha berichtete, er habe den Gesandten Gottes sagen hören: „Engel betreten ein Haus nicht, wenn darin ein Hund oder ein Bild zu finden ist.“ (siehe auch Ahadith Nummer 449, 450 und 539)

In Sahih Muslim finden wir in Buch 24 ein ganzes Kapitel über dieses Thema. Siehe Ahadith Nummer 5246-5251

 

23- Töte die Hunde (Tiere)!

Sahih Bukhary 4.54.540: „Omar sagte, der Gesandte Gottes befahl die HUNDE zu töten.“ (Siehe auch Sahih Muslim: 10.3809-3813

Nummer 531: ‚Aisha berichtete, dass der Prophet gesagt habe: „Fünf Sorten von Tieren sind Übeltäter und können sogar an heiligen Stätten getötet werden: Sie sind die Ratte, der Skorpion, der Drachen, die Krähe und der tollwütige Hund.“

Für jene, die es über sich ergehen lassen wollen, können auch folgende, völlig tierfeindliche Ahadith lesen: Sahih Bukhary 4.54.525-532 und Nummer 541-542; Malik’s Muwatta: Buch 20, Nummer 20.26.89-20.26.92; Sahih Muslim: 10.3814-3829, 26.5542-5566 und 2.551

Sunan Abu Dawud Buch 16, Nummer 2839: Abdullah ibn Mughaffal berichtete, dass der Prophet sagte: Wären Hunde keine erschaffene Spezies, würde ich die Ausrottung ihrer befehlen; Aber tötet alle rein schwarze (Hunde). (Siehe auch Nummer 2840)

Sind schwarze Hunde etwa keine Spezies der Erschaffung? All diese Ahadith kämpfen gegen die Zeichen Gottes an. Tiere sind eine wunderbare Schaffung Gottes. Sie alle haben ihren Nutzen und viele der Tiere dienen uns für vielerlei Zwecke. Die Verteufelung der Hunde geht auf Abu Huraira zurück, der Hunde hasste. Kommt das daher, weil er Katzen mochte (Abu Huraira bedeutet „Vater des Kätzchens“); ist er wirklich in diese Klischee-Falle reingefallen? Solche Gottesfeindliche Ahadith sind definitiv nicht eine Lehre eines ehrbaren Gesandten Gottes.

Es heißt, diese Ahadith seien abrogiert worden. Selbst wenn es so wäre: Ein Gesandter Gottes gibt niemals den Befehl, überhaupt irgendwann eine unschuldige Kreatur Gottes zu töten.

 

24- Sie sind zu Affen geworden!

5:60 Sprich: „Soll ich euch sagen, wer sich die schlimmste Strafe Gottes zuzieht? Das sind die Menschen aus euren Reihen, die Gott verflucht hat und auf die Er zornig ist, deren Herzen Er so verschloss, dass sie Affen und Schweinen ähneln und dem Teufel dienen. Diese sind auf der tiefsten Stufe, sind sie doch am weitesten vom geraden Weg abgeirrt.“

Sahih Bukhary 5.58.188: ‚Amr bin Maimun erzählte: Ich sah eine Äffin während der prä-islamischen Zeit, die von einigen Affen umgeben war. Sie alle steinigten sie, denn sie hatte illegalen Geschlechtsverkehr begangen. Ich steinigte ebenfalls mit ihnen.

Die Ähnlichkeit ist kaum zu übersehen!

 

25- Lügen erfinden und Judenhass…

Sahih Bukhary 5.58.275: …… „O Gottes Apostel! Die Juden erfinden solcherart Lügen, das einen in Erstaunen versetzt……“

Oh ihr Menschen! Die hadithischen Sunniten erfinden solcherart Lügen, die ihresgleichen suchen! Es ist sicher auch zu erwähnen, dass all die Ahadith, die von den Juden und den vorherigen Schriften berichten, nicht ohne die Hilfe jüdischer Konvertiten hätten niedergeschrieben werden können. Jüdische Konvertite, die mit ihrer alten Religion unzufrieden waren, haben die Juden aufs Äußerste beleidigt und somit eine der Grundlagen für den verbreiteten Judenhass unter den heutigen Muslimen gelegt.

Die Juden werden auch im Koran an gewissen Stellen auf eine negative Weise erwähnt, was aber mit den Erwähnungen aus den Ahadith kaum zu vergleichen sind, da der Koran eine differenzierte Betrachtungsweise vornimmt. Die Ahadith hingegen scheren die Juden über einen Kamm. Welch ein Hass, welch eine negative Geisteshaltung durch die Ahadith gelehrt wird! Worte wie Frieden, Gnade, Güte, Barmherzigkeit und Liebe sind leere Worthülsen geworden.

 

26- Weitere Angaben zu völlig inakzeptablen Ahadith

Sahih Bukhary: 1.6.299-300; 9.83.38a; 9.83.38;

Sahih Muslim: 3.608; 3.629-631; 8.3425; 8.3450; 25.5369-5370; 37.6676

Diese Ahadith aus der angeblichen Sunna des Propheten waren nur einige Beispiele, wie Satan es geschafft hat, die Hadith-Bücher zu kontrollieren und versucht hat, den Islam zu zerstören. Gottes Beweis für Sein Buch ist umso deutlicher geworden: Er hat Sein Buch vor der Falschheit bewahrt und erhalten (15:9 und 41:42). Gepriesen sei Gott der Allmächtige!

Diese Beispiele zeigen uns auch, wieso Gott Seine Diener ständig daran erinnert, keinem anderen Hadith als Seinem zu folgen: der Koran (45:6, 7:185, 77:50 und 31:6). Es zeigt uns ebenso, wieso der Gesandte Gottes sich am Jüngsten Tag bei Gott darüber beschweren wird, dass sein Volk den Koran verlassen hat (nicht Hadith und Sunna).

Der Koran,
der ganze Koran,
nichts als den Koran!

 

14. QUELLENVERZEICHNIS

Ein herzliches Dankeschön an Kerstin L. und an Ayman T., für die freundliche Unterstützung bei der Findung der Hadith-Referenzen! Ohne euch wäre ich wohl wochenlang mit Ahadith beschäftigt gewesen.

Quellen:

  1. Der Heilige KORAN.
  1. Sahih Bukhary.
  2. Sahih Muslim.
  3. Musnad Ahmad.
  4. Tirmidhi
  5. Sunan Abu-Dawud
  6. Tafseer Ibn Katheer
  7. Muwataa Malik
  8. Taq-yeed Al Ilm for Al-Khateeb Al-Baghdady
  9. „The Documentation of Sunna and Hadiths“ von Ibrahim Fawzi, Riyad El-Rayyes Books Limited, London.
  10. „Fa Isaalo Ahal Al Ilm“ (Frag die Leute des Wissens) von Dr. Muhammed Al-Tigany Al-Simaoy, London.
  11. Prophet Muhammed’s Last Sermon (submission.org)
  12. „ABU HURAIRA – Ursache und Wirkung seiner Überlieferungen“ von Abdul Hussain Scharufuddin Musawi

Die erfundene Religion und die Koranische Religion – Kapitel 12: Einige prominente Hadith-Fabrizierer

Wären die Ahadith eine Quelle des Islam wie der Koran, hätte der Prophet von seinen Gefährten verlangt, sie zu vervielfältigen und auswendig zu lernen. Dennoch hat er ihre Vervielfältigung verboten, geschweige denn die Anordnung der Niederschrift, wie wir in den vorangegangenen Kapiteln gesehen haben. Hätte der Prophet gewünscht, dass sie auswendig gelernt wurden, hätten seine nahesten Gefährten wie Abu Bakr, Omar, Usman, Ali, Sugry, Zed b. Sabit und Selma al Farsi Tausende von Ahadith übermittelt. Stattdessen beträgt die Anzahl der übermittelten Ahadith von diesen genannten Gefährten wenig. Beispielsweise können nicht einmal ein Drittel oder ein Viertel der Ahadith, die von Abu Huraira, einer der Erfinder, überliefert worden sein sollen, den anderen prominenten Gefährten zugeschrieben werden. Wir werden in diesem Kapitel einige Erfinder behandeln, einschließlich Abu Huraira, der dazu behilflich war, etablierte jüdische und christliche Legenden, Parabeln und Glaubensüberzeugungen einzuführen. Wir werden den Grund sehen, wieso die unendliche Anzahl an Ahadith, die diese Leute erfanden, nicht zuverlässig sind. Wir werden ebenso den Mangel an Genauigkeit und Akribie untersuchen, die sie bei der Sammlung und Aussortierung der Ahadith behauptet hatten zu haben.

In Kapitel 4 haben wir gesehen, dass eine Person, die die Chance hatte, den Propheten zu Gesicht zu bekommen, als Gefährte (Sahabe) galt und was auch immer diese Person aussagte, als wortwörtliche Wahrheit angenommen wurde. Das Wort Sahabe bedeutet eigentlich die Person, die dem Propheten sehr nahe stand. Wir lesen im Koran, dass es viele Heuchler gab, die sich als Muslime ausgaben, wohingegen sie in Wirklichkeit Ungläubige waren und unzählige Schwierigkeiten für den Propheten erschufen. Es ist bedauerlich zu beobachten, dass die Hadith-Übermittler über die Bedeutung der relevanten Verse hinwegsahen und predigten, dass wer auch immer die Aussagen der Gefährten befolgte, auf dem rechten Pfad war. Die Sunniten, die in der Erklärung der Unfehlbarkeit der Zwölf Imame Fehler fanden, endeten mit einem weitaus schlimmeren Fehlschlag, der sie dazu führte, einem Hohn gegenüberzustehen, den sie nicht verdienten, indem sie eine ganze Generation für unfehlbar erklärten, worunter es Leuten mit verderblichem Charakter gab und über die es im Koran missbilligende Hinweise gab. Wir werden nun den Fall von Abu Huraira aufgreifen, der für unfehlbar und zu einem Gefährten des Propheten erklärt wurde, dem Übermittler von Tausenden von Ahadith, und sehen, wohin uns solch eine Mentalität führt.

 

Wenn Abu Huraira als unzuverläßig gilt

Wir wissen über das Leben von Abu Huraira vor seiner Konvertierung nichts außer dem, was er selbst sagte. Nach der Konvertierung wurde er ein Gefährte des Propheten. In Muslims Fezailus Sahabe wird behauptet, dass Abu Huraira in der Gefolgschaft des Propheten blieb und zu seinem Diener wurde, der als Gegenleistung nichts verlangte. Ibn Hazm sagt im Musnad von Baki b. Mahlad, dass 5374 Ahadith von Abu Huraira zitiert wurden. Bukhary zitierte nur 446 von diesen in seinem Buch.

Wir leiten von der Darstellung Abu Hurairas ab, dass die Person, von der er sich am meisten fürchtete, der Kalif Omar war. Die Hadith-Bücher erwähnen, dass Omar Abu Huraira gedroht hatte und ihn schikanierte, weil er an der Übermittlung von Ahadith beteiligt war.

Abu Huraira sagte: „Hätte ich diese Ahadith zu Lebenszeiten Omars überliefert, so hätte er mich sicherlich geschlagen.“ (Az Zahabi – Tazkiratul-Huffaz)

Abu Huraira sagte: „Wir konnten nicht ‚Gottes Gesandter sprach wie folgt‘ äußern, bevor Omar starb.“ (Sahihi Muslim 1. Ausgabe, Seite 34)

Hätten wir die Möglichkeit gehabt, Muslim zu sehen, so würden wir ihm die folgende Frage stellen: „O Muslim! Du hast ein Buch geschrieben und behauptet, dass alle Ahadith darin authentisch seien und dass du die Darstellung der Übermittler sorgfältig durchgesehen hättest. Wieso hast du nicht bemerkt, dass Kalif Omar ihn beschuldigte, Lügen zu erzählen, und wieso hat Omars Anklage dich nicht überzeugt? Dies zeigt, dass die Ahadith, die du als zuverlässig betrachtest, in Wirklichkeit auf unsoliden Argumenten aufbauen.“ Es ist bedauernswert zu beobachten, dass Muslim ebenso jeden Gefährten des Propheten als einen Star angenommen hatte, der in die richtige Richtung führe. Vielleicht, weil er erkannte, dass nur wenige übrig geblieben wären, wenn er strenge Maßstäbe bei Abu Huraira angewandt hätte. Omar war nicht der einzige, der Abu Huraira der Lüge bezichtigte. Wir beobachten ebenso, dass Aischa, die Frau des Propheten, ihn mehr als einmal der Lüge beschuldigte, was selbst in den Büchern erwähnt wird, die für Abu Huraira Stellung nehmen.

Als Aischa zu Abu Huraira „Du berichtest falsche Ahadith, die du vom Propheten nie gehört hattest“ sagte, erwiderte er unverschämt: „Ich sehe, dass Spiegel und Kajal dich vom Propheten fern gehalten haben.“ (Zahabi, Siyeru Alemin Nubela 2. Ausgabe, Seite 435)

Ali sagte: „Die Person, die die größte Anzahl Lügen dem Gottesgesandten zuschrieb, ist Abu Huraira.“ (Ibn Abul Hadid, Scherhu Nahjul Belagha 1. Ausgabe, Seite 360)

Als Ali ihn anspielend auf den Propheten ‚Mein werter Freund sagte, dass…‘ sagen hörte, fragte er: „Seit wann ist der Prophet dein werter Freund?“

Ibn Masud, ein berühmter Gefährte des Propheten, der ihn folgendes sagen hörte: „Die Person, die den Körper eines Verstorbenen wäscht und die Person, die ihn auf den Schultern trägt, sollte die Waschung vollziehen“ wurde wütend und erwiderte: „O Menschen, eure Toten werden euch auf keine Weise verunreinigen!“

 

Ist die Täuschung des Pferdes wichtiger als das Schlagen von Omar?

Die folgende Anekdote zeigt wie penibel die Hadith-Übermittler bei der Überprüfung waren, in welchem Umfang diese dem Test standhielten: „Ein berühmter Hadith-Übermittler geht eine Person besuchen, von der er einen Hadith erhält. An seinem Zielort angelangt, beobachtet er, wie er sein Pferd ruft, als ob er dem Pferd Futter geben will, aber es nicht tut. Er folgert, dass eine Person, die ihr Pferd betrügt, ebenso Menschen betrügen könnte, und somit fügt er die Ahadith, die er von ihm gehört hat, in seinem Werk nicht ein.“ Jene, die diese Anekdote als Beweis für die Einsicht der Übermittler erzählen, glauben, die Authentizität der Ahadith bewiesen zu haben, die sie überlieferten. Wir haben bislang die Gründe gezeigt, wieso Wahrheit und Lügen miteinander durcheinander gebracht wurden. Diese Begründungskette ist natürlich unlogisch. Die meisten der Übermittler, denen die Ahadith auferlegt wurden, waren während der Sammlung bereits verstorben. Der Rest war über einem weit gedehnten Bereich islamischer Länder verstreut. Jedem von ihnen einen Besuch abzustatten ist unvorstellbar angesichts der Stand der Kommunikationsmittel dieser Zeit. Angenommen, dies wäre möglich gewesen, so sollten die Ehrlichkeit der Personen und die Vertrauenswürdigkeit ihres Erinnerungsvermögens hinterfragt werden. Nicht jeder Hadith-Übermittler hätte dermaßen Glück haben können wie der Sammler, der die Täuschung des Pferdes von seinem Besitzer entdeckte! Was Abu Huraira betrifft, wie kann ihm immer noch vertraut werden, trotz den Anschuldigungen und der Bestrafung Omars und Alis im Lichte der glatten Ablehnung Aischas der Beschreibungen, die dieser Mann übermittelte?

Es wird gesagt, dass Abu Huraira aufgrund Unterschlagung durch Omar vom Gouverneursamt entlassen wurde. Es wird berichtet, dass Omar wie folgt gesprochen habe:

„Als ich dich zum Gouverneur von Bahrain erhob, hattest du nicht einmal ein Paar Schuhe an deinen Füssen. Mir wurde dann gesagt, dass du Pferde für 1000 Dinars und 600 Dinars gekauft hättest. Kamst du von der kleinsten Ecke Bahrains mit der Absicht, die Leute ihren Tribut bei dir entrichten zu lassen, den sie in Wahrheit Gott und den Muslimen schuldeten?“ (Zahabi, Siyer)

In einem von Huraira persönlich überlieferten Hadith spricht Omar wie folgt:

„O du Feind Gottes und Seines Buches! Du hast Gottes Geld gestohlen, nicht wahr? Wie sonst könntest du im Besitz von zehntausend Dinare sein?“ (Ibn Sa’d, Tabakat 4. Ausgabe, Seite 59)

Obwohl Abu Huraira selbst diese Darstellung preisgibt, zitieren Hadith-Gläubige die größte Anzahl an Ahadith von ihm, da sie ihn für glaubwürdig halten. Mittlerweile bringen sie hervor, dass sie keinen Hadith aus einer Quelle zitiert haben, die sich als unzuverlässig erwiesen hätte. Die Hadith-Gläubigen, die bekräftigen, dass sie von keinem Überlieferer zitierten, bis er sich als zuverlässig erwiesen hätte, betrachten Abu Huraira, von Omar als Feind Gottes und Seines Buches bezeichnet, als zuverlässig!

 

Die Ära der Umayyaden war das goldene Zeitalter für Abu Huraira

Die Ära der Umayyaden, die nach der Ermordung der Kalifen Omar und Ali an die Macht kamen, war das goldene Zeitalter für Abu Huraira. Die Umayyaden hatten ein Schloss zu al-Akik und schenkten es Abu Huraira zusammen mit einem Grundstück. Der folgende Hadith, der in Ibn Kathirs ‚al Bidayave’n Nihaya‘ zitiert wird, zeigt die Entlohnung als Gegenleistung für diese Gefallen während der Regierungszeit von Muawiya:

Abu Huraira sagte: „Gottes Gesandter gab Muawiya ein Pfeil und sprach dann: ‚Nimm dies und begegne mir im Paradies mit diesem Pfeil und Bogen.“

Ich hörte Gottes Apostel sagen: „Gott vertraute die Offenbarung Gottes an drei Personen an: mir, Gabriel und Muawiya.“

Trotz all diesen Beweisen ist es eine Tatsache, dass „Die Ahadith, die von den Gefährten des Propheten überliefert wurden, sind vertrauenswürdig“ zu sagen, nicht als selbstverständlich angesehen wurde. Sowieso, wer war Abu Huraira, um Lügenmärchen über die Handlungen und Aussprüche des Propheten zu erzählen, die nicht einmal die Nahesten berichteten? Beispielsweise ist folgender, merkwürdiger Hadith nur einer von vielen, unlogischen Ahadith, die von Abu Huraira übermittelt wurden. Abu Huraira berichtete, dass er folgende Anekdote vom Propheten gehört haben soll:

Der Todesengel sei einst zum Propheten Moses gekommen und habe gesagt: „Antworte auf den Ruf deines Herrgottes!“ Darauf schlug der Prophet Moses auf das Auge des Todesengels und schlug es heraus. Der Todesengel ging zurück zu Gott und sagte: „Du hast mich zu solch einem Gottesknecht geschickt, der den Tod nicht will und mir ein Auge ausschlug.“ Abu Huraira erzählt weiter, dass Gott das Auge wieder einsetzte und befahl: „Gehe zu Meinem Knechte noch einmal und sage ihm: „Willst du das Leben haben, so lege deine Hand auf den Körper eines Stieres. Du wirst dann so viele Jahre noch leben, wie deine Hand an Haaren abdeckt.“

Die Kritik über Abu Huraira könnte Bände füllen. Hüseyin Hilmi Ischik, Autor des „Saadeti Ebediye-Tam Ilmihal“s und einer der standhaften Verteidiger der Wichtigkeit der Ahadith für den Islam, spricht von der Bedeutsamkeit Abu Hurairas wie folgt: „Alle, die die Rolle Abu Hurairas ablehnen, lehnen die Hälfte der kanonischen Gesetze ab, da die Hälfte der Ahadith, auf deren Urteil aufgebaut wurde, von Abu Huraira abstammen.“

 

Jüdische Parabeln und prominente Fabrizierer

Die zum Islam konvertierten Juden führten eine ganze Menge von Parabeln in den Islam ein, unter dem Vorwand der Ahadith. Obwohl es die generelle Behauptung ist, dass dies eine Folge ihres Versuchs der Korrumpierung des Islam sei, könnte mensch dazu tendieren zu vermuten, dass sie ihre alten Vorstellungen und Bräuchen nicht loswerden konnten oder dass sie beabsichtigten, dem Islam einen jüdischen Charakter zu verpassen. Ibn Khaldun spricht wie folgt in seinem Mukaddima:

„Kommentare von übermittelten Ahadith enthielten alles, ob wahr oder falsch, angenommen oder abgelehnt. Der Grund war, dass die Araber in Literatur und Wissenschaft nicht bewandert waren. Sie zeichneten sich durch Ignoranz und Beduinischen Charakteristiken aus. Als die Leute sie über die Mysterien des Universums befragten, konsultierten sie zuerst jene, denen vor ihnen ein Buch gegeben worden war, und lieferten dementsprechende Antworten. Unter ihnen treten Persönlichkeiten wie Kab al Ahbar, Wahb Ibn Munabbih und Abdullah b. Salam auf. Kommentare von Ahadith waren voll von ihren übermittelten Ahadith. Die Interpreter waren nachlässig, indem sie ihre Bücher mit den Kommentaren der Ahadith füllten.“

 

Einfluss von Kab Al Ahbar

Kab al Ahbar ist derjenige, der dabei behilflich war, die größte Anzahl an jüdischen Parabeln und Anekdoten in den Islam einzuführen. Es wird gesagt, er sei entweder zur Zeit Alis oder Omars zum Islam konvertiert. Seine Lehre von jüdischen Legenden und unaufhörlichen Geschichten, hatte ihn in den Blickpunkt seiner Zeit gerückt. In einer der Ahadith wird gesagt: „Es verursacht keinen Schaden, Ahadith aus jüdischer Lehre zu überliefern.“ Es war Abdallah bin Amr, der wie verlautet diesen Hadith übermittelte. Ebenso erwähnten diesen Hadith Tirmidhi, Abu Dawud und Bukhary. Wie wir bald sehen werden, war Abdallah b. Amr unter den Novizen von Kab al Ahbar. Jene, die diesen Hadith vor anderen unbegründeten Ahadith fabrizierten, gebrauchten ihn als eine Basis für ihre neuen Erfindungen. Kab al Ahbar war darin ein Pionier. Nicht nur, dass er Ahadith übermittelte, sondern er gab sowohl Anweisungen an Abu Huraira, wie wir bereits untersucht haben, als auch an Abdallah b. Amr, Ibn Omar und Ibn Abbas. Dadurch profitierte er von diesen Leuten durch die Verbreitung seiner Erweiterungen.

Kalif Omar, der gegen Abu Huraira revoltierte, hatte gegenüber Kab al Ahbar eine ähnliche Reaktion gezeigt, und drohte ihm, ihn ins Exil zu schicken. Kab al Ahbar, der Schwierigkeiten gehabt hatte, seine Lehre zu verbreiten, fand teilweise Erleichterung als Folge von Omars Tod. Mahmud Abu Rayya, der behauptet, Kab wäre teilweise für die Ermordung des Kalifen Omar verantwortlich gewesen, sagte:

„Obwohl Omar den sorgfältigen Einblick hatte, um diesen erfinderischen Juden im Auge zu behalten, und die bösen Absichten geahnt hat, hat dieser, dank eines Geniestreichs, weiter Fallen gelegt um Omars Wachsamkeit und guten Willen zu entkommen. Das Vorhaben endete mit der Ermordung des Kalifen Omar. Die Beweise in der Hand zeigen, dass der Anschlag von einer geheimen Gesellschaft ausgebrütet worden war. Der Kopf dieser Gesellschaft, von der Kab auch ein Mitglied war, war ein gewisser Hurmuzan. Hurmuzan war der König von Huzistan und wurde nach Medina als Gefangener gebracht. Der Auftrag, Omar zu töten, wurde an Abu Lulue anvertraut.“ (Mahmud Abu Rayya, Erläuterung der Mohammedanischen Sunna, Seite 171)

Wir können natürlich nicht die absolute Wahrheit dieser Wahrscheinlichkeit behaupten, die von Mahmud Abu Rayya mit Zitaten von Ibn Kathir erzählt wird. Jedoch haben wir allen Grund, die Authentizität der Ahadith zu bezweifeln, die von einer Person übermittelt wurden, deren Versuch der Vervielfältigung der Ahadith vom Kalifen Omar gebannt wurde, so wie bei Individuen wie Abu Huraira, Abdallah b. Omar, Ibn Omar etc., denen er Lektionen gegeben hatte. Können andererseits die peinliche Genauigkeit und Akribie dieser Leute, die eine Menge an jüdischen Parabeln und Legenden eingeführt hatten, als erwiesen angesehen werden? Nach diesen Fragen, was wäre, wenn wir zu den Erfindungen Kabs zurückkehren, von denen es kein Ende gab: die Erschaffung des Universums, die Ansichten der anderen Welt, die Wichtigkeit von Damaskus, etc.

 

Beispiele von Erfindungen, deren Ursprung Kab ist

Ein Mann stieß auf Kab, den er grüßte und segnete. Kab fragte ihn: „Woher kommst du?“ Der Mann sagte: „Ich komme von Damaskus.“ Kab bemerkte: „Du könntest einer der auserwählten Männer von den Leuten aus Damaskus sein, die nicht Verhör und Leiden ausgesetzt sind!“ (Ibn Asakir- Tarih 1/57)

Kab sagte: Gott schaute auf die Erde und sprach folglich: „Ich werde einen Teil von dir berühren.“ Worauf Berge zu Ihm rannten. Steine verflachten. Gott dankte ihnen dafür und setzte Seinen Fuß auf sie.“ (Mahmud Abu Rayya, Erläuterung der Mohammedanischen Sunna, Seite 185.)

Beytul Makdis (Die Moschee in Jerusalem) wird der Ort sein, wo die Wiederauferstehung und Abrechnung stattfinden wird. Jene, die dort vergraben sind, werden keinem Leid ausgesetzt sein. (Mahmud Abu Rayya, Erläuterung der Mohammedanischen Sunna, Seite 185.)

Obwohl einige dieser Erfindungen von ihm zitiert wurden, beträgt die Anzahl an übermittelten Ahadith von seinen Schülern weitaus mehr. Muawiya, der Abu Huraira unterstützte, hatte ebenso Kab unterstützt und ihm befohlen, Parabeln zu erzählen (Ibn Hadschar, Isaba 5/323).

 

Wahb Ibn Munabbih

Nach Kab kam Wahb Ibn Munabbih, berüchtigt für seine Erfindungen. Er hatte unzählige Ahadith übermittelt und sie den Gefährten des Propheten zugeschrieben; Abu Huraira, Ibn Omar und Ibn Abbas zitierten viele Ahadith von ihm. Ahmet Emin spricht wie folgt: „Einschließlich den zuverlässigsten, sind sie nicht alle gänzlich von jüdischen Einschüben gereinigt. Der Gegenteil ist der Fall, da die ältesten unter ihnen sogar mehr enthalten. Ibn Ischaq betrachtete unter ihnen den zuverlässigsten, der sich reichlich auf Wahb Ibn Munabbih, ein Konvertierter, stützte. Wir wissen auch, dass Ibn Ischaq sich ebenso größtenteils auf christlichen und Magerischen Quellen stützte“ (Ahmed Emin, Duhaul Islam 2. Ausgabe, Seite 311). Es ist bedauernswert, dass Wahb nicht derselben ernsthaften Kritik ausgesetzt worden war wie Ahmet Emin. Damit sie im Stande waren, so viele Ahadith wie nur möglich zu überliefern, übermittelten sie selbst erfundene Geschichten von Wahb wie die folgende:

Vier Engel stützen den Himmel auf ihren Schultern. Jeder hat vier Gesichter, nämlich: Das Gesicht eines Stieres, eines Adlers, eines Löwen und eines menschlichen Wesens. Jedes ist mit vier Flügeln ausgestattet. Zwei davon bedecken ihr Gesicht, damit sie nicht verbrannt werden, wenn sie es wagen, nach oben zu schauen. Seine Majestät umfasst die Himmel und die Erde. (Malti, Kitab at Tanbih, Seite 99.)

Reschid Riza beschreibt den Schaden, den Kab und Wahb dem Islam zugefügt haben, auf die folgende Weise:

„Unter denen, die jüdische Legenden einschoben und die Muslime betrogen, waren Kab und Wahb die boshaftesten. All der Aberglauben in Bezug auf die Schöpfung, Entstehung, Propheten, vergangenen Gemeinschaften, vollbrachten Schaden, Wiederauferstehung und dem Jenseits haben ihren Weg in die Kommentare und historischen Lehrbücher dank der Mühe dieser zwei Feinden gefunden. Unter ihren Erfindungen wurden jene von uns untersucht, auf die sie sich vermutlich stützten, die Tora und andere himmlische Bücher. Die Schlussfolgerung, die wir erhielten, war die Tatsache, dass die meisten von ihnen ohne jegliche Grundlage waren. Die Gelehrten aus alten Zeiten konnten dies nicht erkennen, da sie nicht mit den Büchern der Juden und Christen vertraut waren. Die meisten dieser Fabeln, die von diesen zwei Juden berichtet wurden, waren Aberglauben aus der jüdischen Volkskunde, doch hatten viele Kommentare und andere Veröffentlichungen infiltriert. Heiden, die dem Islam feindlich gesinnt waren, behaupteten, dass der Islam wie andere Religionen eine Religion von Aberglauben und Illusionen sei.“ (Reschid Riza, Madschelletul Menar)

 

Christliche Einschübe und prominente Erfinder

Tamim ad Dari und Ibn Dschurair sind zwei berühmte Persönlichkeiten, die Legenden christlichen Ursprungs eingeschoben hatten. Unter diesen Legenden sind jene in Bezug auf den Antichristen, Satan, Todesengel, Himmel und Hölle besonders berühmt. Legenden über Christus sind ebenfalls unter ihnen zu finden. Wir können folgende Ahadith zitieren, um dies darzustellen:

Gottes Gesandter sammelte das Volk zusammen und sprach zu ihnen: „Bei Gott, ich habe euch nicht zusammengerufen, um euch Furcht einzuflößen oder euch irgendeine Freude zu bereiten. Jetzt hört: Tamim ad Dari war ein Christ. Er kam zu mir und äußerte seinen Wunsch, zum Islam zu konvertieren und er erzählte mir: ‚Er hatte ein Schiff mit 30 missgestalteten Leprakranken bestiegen. Nach einer grässlichen Zeit mit einer rauen See endeten sie mitten im Ozean auf einer Insel landend. Kaum hatten sie auf der Insel Fuß gesetzt, trafen sie auf ein Tier, dessen Körper mit einer Fülle von Haaren bedeckt war, so dass es unmöglich war, vorne und hinten zu unterscheiden. Das Tier, das sich selbst als Cesase vorstellte, schlug vor, einen Mann im Kloster zu besuchen. Als Tamim und sein Gefährte das Kloster betraten, bekamen sie eine Kreatur gigantischen Ausmaßes zu Gesicht, angekettet vom Scheitel bis zur Sohle. Der Mann, der ihrer Geschichte zuhörte und herausfand, dass sie Araber waren, befragte sie über viele Dinge. Er beendete durch eine letzte Frage: „Sagt mir die letzten Nachrichten des Propheten der ignoranten Gemeinschaft?“ Sie antworteten: „Er reiste von Mekka nach Medina ab.“ Und die Antwort auf die Frage ‚Hat er gegen die Araber gekämpft?‘ lautete: „Jep.“ Dann fuhr er mit der Befragerei fort: „Wie war das Verhalten des Propheten gegenüber ihnen gewesen?“ Sie antworteten: „Er besiegte die Araber und unterwarf sie.“ Worauf der Mann seine Identität preisgab: „Ich bin der Antichrist; Meine Zeit ist nah. Ich soll bald befreit werden und dann werde ich die Möglichkeit haben, die Erde in einem Zeitraum von vierzig Tagen zu besuchen, und keine Stadt wird unbesucht bleiben, außer Mekka und Medina. Denn diese zwei Städte wurden mir verboten. Wenn ich es wagen sollte, in eine dieser einzutreten, wird ein Engel mit einem Schwert in der Hand den Weg versperren.“ Nachdem er dies gesagt hatte, schlug der Prophet mit seinem Zepter auf den Altar und sagte: „Hier ist es. Die Medina! Die Medina!“ (Muslim, Fiten 119; Abu Dawud, K. Melahun 15; Ibn Madsche, K. Fiten 33)

Dieser Hadith wird in den Werken von Muslim, Abu Dawud und Ibn Madsche zitiert, Werken, die zu den besten erklärt wurden. Eine Person, die die Authentizität dieses Hadiths in Frage stellt, wird zu einem Ungläubigen erklärt und eine Person, die die Authentizität davon bestätigt, ist ein gläubiger Folger der Sunna des Propheten. Hier haben wir einen weiteren Hadith mit christlichem Ursprung:

Satan verwundete jeden Menschen bei der Geburt. Jedoch misslang es ihm, Christus, Sohn der Maria, zu verwunden. (Bukhary, K. Badul Halk 11; Hanbal 2/523)

Während dieser Hadith Christus preist, wird der Rest der Menschheit, einschließlich Mohammed, für verwundet erklärt. Es gibt ebenso ungehörige Ahadith, die erzählen, dass das Herz des Propheten fünf Mal operiert worden sei, so dass er den schwarzen Blutklumpen von der von Satan verursachten Wunde bereinigen könne. Bukhary und Hanbal, Gründer der Hanbali Sekte, berichten dies – der Hadith, den die zuverlässigsten Hadith-Bücher enthalten!