Mein Weg zur Gottergebenheit #1 – „Es war die immer krassere Verwurzelung in der Religion mit Hadithen“

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Frieden und der Segen Gottes seien mit Ihnen!

Der Fastenmonat Ramadan hat seit dem vergangenen Freitag begonnen. Es ist der besondere Monat, in dem wir uns intensiver mit unserem Glauben beschäftigen und Gott gedenken.

Wir haben uns für die Fastenzeit ein kleines Projekt unter dem Titel „Mein Weg zur Gottergebenheit“ überlegt, das uns daran erinnern soll, dass der Weg zur Gottergebenheit ein lebenslanger Prozess ist. Jeden Tag lernen wir etwas dazu, das uns näher zu Gott führt.

Wir werden so Gott will jeden Sonntag die Geschichte einer Gottergebenen oder eines Gottergebenen veröffentlichen, die davon handeln, wie sie den Weg zur Gottergebenheit gefunden habe.

Ihr werdet sehen, wie unterschiedlich die Wege der Gottergebenen und ihre Erfahrungen sein können, aber sie alle eins gemeinsam haben, der Glaube an Gott.


Mein Weg zur Gottergebenheit

Ricardo, 19 Jahre alt

Als Kind und als Jugendlicher habe ich immer daran geglaubt, dass es eine höhere Macht geben muss, welche den guten Menschen Gutes gibt und den schlechten Menschen ihre gerechte Strafe gibt. Allerdings war ich, bedingt auch durch meine Familie bzw. durch mein Umfeld, nicht sehr religiös, ich war sozusagen ein Mainstream-Moslem.

Dann aber kam vor etwa zwei Jahren ein Schock für mich: Die Ärztin von meiner Mutter hatte behauptet, dass sie Brustkrebs hätte. Ich war natürlich sehr traurig und hatte Angst, dass ich sie verlieren würde. Also wandte ich mich Gott zu mit Gebeten: das erste Mal in meinem Leben. Ich habe Gott um Hilfe gebeten, dass meine Mutter, mit der ich eine sehr starke Beziehung hatte bzw. habe, nicht von mir geht. Ab diesem Zeitpunkt habe ich mich mehr mit dem Islam beschäftigt, unter anderem durch das Internet. Ich habe gelernt, wie man betet, was im Koran steht, was es für Gebote und Verbote gibt etc.

Es hat sich dann herausgestellt, dass meine Mutter nichts hatte, aber ich anscheinend schon: Es war die immer krassere Verwurzelung in der Religion, in der vermeintlich richtig ausgelebten Religion mit Hadithen. Es kam dazu, dass ich so vielen Hadithen wie möglich Glauben geschenkt habe, damit ich halt nichts falsche mache, sodass ich unter anderem fünf Mal am Tag gebetet habe, die Gebete fast eine halbe Stunde lang waren, ich keine Musik gehört habe, ich mich wie der Prophet geduscht habe, ich hunderte Mal pro Tag Al-Fatiha rezitiert habe, da dies ja anscheinend Belohnungen geben würde etc.

Da ich immer wieder Google gefragt habe, ob dies oder das haram ist, bin ich irgendwann auf die Seite alrahman.de gestoßen. Ich habe mir zunächst ein paar Artikel bezüglich Hadithe und vermeintliche Verbote angeguckt und war schon ein bisschen überzeugt, weil ich immer ein systemkritischer Mensch war und die Artikel sehr vernünftig waren, dennoch war ich aber noch skeptisch, da es komisch ist zu akzeptieren, dass fast die gesamte Tradition die eigentliche Religion den Islam, sehr verzerrt hat. Nach einigen Monaten und nach zahlreichem Lesen von Artikeln auf der Webseite war ich überzeugt und habe Gott sei Dank den geraden Weg gefunden, nämlich nur zu Gott allein.

Was mich aber endgültig überzeugt hat, ist der Code 19. Ein sehr komplexes und wundervolles mathematisches System im Koran.

Mein Leben hat sich einfach komplett zum Positiven entwickelt, nicht mehr irgendwelchen absurden Behauptungen von Gelehrten zu folgen, sondern einfach Gott allein.