| Heiligung des Materials (Kommentar zum Vers 7:150) |
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| Geschrieben von: Kerem Adıgüzel |
| Mittwoch, den 24. Dezember 2008 um 18:41 Uhr |
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Ich suche Zuflucht bei Gott vor dem verfluchten Teufel, Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen Salâm (Friede)! In letzter Zeit machte mich Gott, mein Lehrer und einziger Beschützer, auf das allgemeine Verhalten der breiten Masse aufmerksam. In einem Forum diskutierte ich darüber, ob der Koran überall hin mitzunehmen sei oder nicht. Es ging darum, dass Ahadith anstelle des Korans mitgenommen werden sollen, um die Religion Gottes zu erlernen. Auf den Satz: "Ich kann den Koran nicht überall mitnehmen!" reagierte ich mit folgender Antwort: Wieso nicht? Ich trage die frohe Botschaft des Korans in meiner Tasche mit, wenn ich auf längere Zugreisen gehe. Der Koran ist mein wertvollstes Taschenbuch und begleitet mich auf längeren Reisen fast überall hin! Wieso ein anderes Buch als das Buch Gottes mitnehmen? Hasbuna kitabuallah! (Gottes Buch allein!) Die weitere Konversation verlief wie folgt: - "Gehst du damit [mit dem Koran] auch auf die Toilette oder in die Disko?" - Mal eine rhetorische Gegenfrage: Was spricht denn dagegen? Würde Gott böse mit dir sein, dass du Sein mit Licht erfülltes Buch sogar an diesen (vielleicht "dunklen") Stellen liest? Würde das nicht Eindruck bei Leuten machen, die z.B. in der Disco gar nie auf solch einen Gedanken kämen? Ganz nach Franz von Assisi: Ein Sonnenstrahl reicht hin,Gott begleitet mich überall hin mit, ob ich will oder nicht. Ob ich nun auf der Toilette oder in der Disco bin, und Seiner gedenke ich, wenn ich auch in diesen Bereichen bin. - "Und wie schnell hast du im Koran eine Antwort auf deine Fragen parat?" - Gottes Allmacht ist unermesslich! Allein wenn ich per Zufall den Koran öffne, so finde ich Antworten zu Fragen in meinem Leben, die mich im Moment gerade beschäftigen. Und ansonsten habe ich eine fünfseitige Liste mit Notizen und Stichworten, wo die fundamentalsten Stellen im Koran kurz in Stichworten erläutert werden, damit ich sie bei Bedarf schnell gefunden habe. Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wie frei und nahe mensch dem Schöpfer sein kann, wenn das Denken der breiten, sunnitischen Masse zur Seite gelegt wird. Die meisten Sunniten betrachten das Buch mit seinen arabischen Schriftzeichen, die Seiten, das Berührbare als heilig an, womit sie meiner bescheidenen Meinung nach falsch liegen.Was ist das Heilige am Koran? Ist es das Material? Nein, das ist es eindeutig nicht. Und der Koran selbst warnt uns davor, dieses Denken anzunehmen! Surâh 7, Vers 150Gott hat Moses Sein Buch auf Tafeln offenbart. Gott hat sie nicht dafür gesandt, damit die physikalische Form des Buches verheiligt wird, sondern damit die Menschen den Befehlen und Gesetzen in dieser Schrift folgen. Es ist bemerkenswert, dass Moses' Ärger und Reaktion auf das Nichtbefolgen der Prinzipien und Gesetzen der Tafeln dadurch erläutert wird, dass er die Tafeln auf den Boden warf und seinen Bruder zur Rechenschaft zog. Es ist ein materialistisches und durchaus ungläubiges Verhalten, das Material zu verheiligen, worauf der Koran aufgenommen wird und dem Papier und der Tinte Respekt zu zollen, aber die Verse des Korans nicht zu beachten und den Koran an die höchste Stelle des Hauses zu nageln, wo er niemandem nützt. Ich rufe nicht dazu auf, den Koran auf der Toilette zu lesen, sondern damit aufzuhören, das Material des Korans als heilig zu betrachten. Denn nach dem Denken der meisten Sunniten dürfte ich an den Koran auf der Toilette nicht einmal zufälligerweise denken. Das ist aber unmöglich für diejenigen, die in ständiger Liebe mit Gott stehen wollen, denn der Koran ist das Kontaktmittel zwischen Mensch und dem Allmächtigen und Allhörenden Gott. Er kontrolliert, welche Stelle wir nach Zufall aufschlagen und Er verlangt von uns, Seiner, dem Gott voller Liebe und Vergebung, ständig zu gedenken. 7:204-206 Wenn der Koran verlesen wird, so hört aufmerksam zu, damit ihr Erbarmen finden möget. Und gedenke deines Herrn in Stille aus vollem Herzen in Demut und Furcht, morgens und abends; und sei nicht einer der Unachtsamen. Wahrlich, diejenigen, die bei deinem Herrn sind, sind nicht zu hochmütig dazu, Ihm zu dienen; sie lobpreisen Ihn und werfen sich vor Ihm nieder.Der Koran ermahnt uns, Gottes ständig zu gedenken, wenn wir unter Seiner Herrschaft sein wollen und Seine Hilfe und Gnade erhoffen (2:152,200; 3:191, 33:41,42). Diese Wahrheit hindert leider die Mehrheit der gottgläubigen Masse daran, die Gott Partner und Götzen beigesellen und sie - statt Gott - gedenken, an der Gnade Gottes teilzuhaben (12:106; 23:84-89; 29:61-63; 31:25; 39:38; 43:87). 3:190-191 Wahrlich, in der Schöpfung der Himmel und der Erde und im Aufeinanderfolgen von Tag und Nacht liegen wahre Zeichen für die, die sich ihres Verstandes bedienen, die Gott im Stehen, im Sitzen und auf der Seite liegend gedenken und über die Schöpfung der Himmel und der Erde nachdenken und sagen: "Unser Herr, Du hast all das nicht umsonst geschaffen. Gepriesen seist Du! Behüte uns vor der Strafe des Feuers!Die wahren Gläubigen gedenken Gottes häufig und fühlen sich glücklich darüber, dass sie Seinem Namen alleine gedenken (können). Alles an und um ihnen herum und auch jedes Ereignis erinnert sie an Gott. Siehe auch 13:28; 23:84-89; 33:42; 39:45. Frieden sei mit euch und Gott der Heilige sei gepriesen! |
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 30. Dezember 2008 um 20:07 Uhr |





























































Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wie frei und nahe mensch dem Schöpfer sein kann, wenn das Denken der breiten, sunnitischen Masse zur Seite gelegt wird. Die meisten Sunniten betrachten das Buch mit seinen arabischen Schriftzeichen, die Seiten, das Berührbare als heilig an, womit sie meiner bescheidenen Meinung nach falsch liegen.