| Gott rechnet anders |
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| Geschrieben von: Kerem Adıgüzel |
| Mittwoch, den 24. Dezember 2008 um 18:40 Uhr |
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Ich suche Zuflucht bei Gott vor dem verfluchten Teufel, Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen Wir leben in einer Welt, in der es auf Leistung ankommt und ankommen muss; wo kommen wir denn sonst hin, wenn Leistung nicht angemessen gewürdigt und anerkannt wird? Unser Problem ist, dass wir oft an weltlichen Vorstellungen gebunden sind. Und das übertragen wir auch schnell auf den Glauben. Matthäus 20:1-16, Die Arbeiter im Weinberg »Ich möchte euch ein Gleichnis erzählen«, sagte Jesus. »Ein Weinbauer ging früh morgens Arbeiter für seinen Weinberg anwerben. Er einigte sich mit ihnen auf den üblichen Tageslohn und ließ sie in seinem Weinberg arbeiten. Ein paar Stunden später ging er noch einmal über den Marktplatz und sah dort Leute herumstehen, die arbeitslos waren. Auch diese schickte er in seinen Weinberg und versprach ihnen einen angemessenen Lohn. Zur Mittagszeit und gegen drei Uhr nachmittags stellte er noch mehr Arbeiter ein. Als er um fünf Uhr in die Stadt kam, sah er wieder ein paar Leute untätig herumstehen. Er fragte sie: 'Warum habt ihr heute nicht gearbeitet?' 'Uns wollte niemand haben', antworteten sie. 'Geht doch und arbeitet auch noch in meinem Weinberg!' forderte er sie auf. Am Abend beauftragte er seinen Verwalter: 'Ruf die Leute zusammen und zahle ihnen den Lohn aus! Beginne damit beim Letzten und höre beim Ersten auf!' Zuerst kamen also die zuletzt Eingestellten, und jeder von ihnen bekam den vollen Tageslohn. Jetzt meinten die anderen Arbeiter, sie würden mehr bekommen. Aber sie bekamen alle nur den vereinbarten Tageslohn. Da fingen sie an zu schimpfen: 'Diese Leute haben nur eine Stunde gearbeitet, und du zahlst ihnen dasselbe wie uns. Dabei haben wir uns den ganzen Tag in der brennenden Sonne abgerackert!' 'Mein Freund', entgegnete der Weinbauer, 'dir geschieht doch kein Unrecht! Haben wir uns nicht auf diesen Betrag geeinigt? Nimm dein Geld und geh! Ich will den anderen genausoviel zahlen wie dir. Schließlich darf ich doch wohl mit meinem Geld machen, was ich will! Oder ärgerst du dich, weil ich großzügig bin?' Ebenso werden die Letzten einmal die Ersten sein, und die Ersten die Letzten.« Das finden wir ungerecht! Das ist ungerecht, mag es auch rechtmäßig zugehen. Weltlich gesehen. Gottergeben zu sein ist wie eine schwere Arbeit. Wir müssen für die Gerechtigkeit, Liebe, Toleranz, Koexistenz und das Wissen kämpfen. Wir dürfen dieses tun, jenes aber nicht, darauf müssen wir achten und dieses befolgen. Was nun im Gleichnis angeprangert wird, ist der Umstand, wie viel effektiv gearbeitet wird, sondern ab wann (hier ist natürlich zu berücksichtigen, dass ein Arbeiter, der zu einem späteren Zeitpunkt beginnt, unter Umständen effizienter arbeiten könnte als ein anderer, der früher begann). Wir haben immer die Chance zu Gott zu finden, und dann spielt es keine Rolle, ob wir bei den Ersten oder bei den Letzten sind. Es spielt für Gott keine Rolle, wann wir den Glauben annehmen, solange wir direkt Seinem Ruf, Seiner Einladung folgen. Gott rechnet anders als wir, was den Glauben angeht. Wenn wir also die Möglichkeit haben, sollten wir sie ergreifen und der Lohn steht uns zu, ganz gleich, in welchem Alter wir sind. Im Gleichnis die Arbeitswelt als Metapher zu verwenden ist wirklich sehr brillant. Es ist also von entscheidender und essentieller Bedeutung, im richtigen Moment ein Gottergebener zu werden, falls Gott und Seine Botschaft erkannt wurden, und als ebenso einer zu sterben. Denn, wie kann Gott die Menschen bestrafen, die zuvor noch keinen wahrhaftigen Zeichen Gottes begegnet sind? Nein, Gott vergibt denjenigen, die sich im entscheidenden Moment, auch wenn kurz vor dem Tod, Gott ergeben. Wenn einige der LeserInnen an dieser Stelle einwenden mögen, dass sie ja dann tun und lassen können, was sie wollen, über die Schnur hauen, jeglicher Moral keines Blickes würdigen und allen Menschen im Umfeld Unrecht tun – und wenn sie dann alt seien, würden sie fromm und tiefgläubig werden. Wenn ich sage: Morgen ändere ich mein Leben - dann habe ich heute schon verloren. Woher weiß ich, ob es mich morgen noch gibt? Was, wenn ich morgen die Steine nicht mehr aus dem Weg räumen kann? Was, wenn ich heute noch die Kurve kriegen könnte, morgen aber nicht mehr? Kurz gesagt: Einen Spagat zu machen ist bekanntlich schwer. Wir erhalten mindestens das, was wir verdienen, doch im Grunde gewinnen wir mehr, als es unser Verdienst uns erlauben würde. Gott lässt Gnade vor Recht ergehen – bei uns allen. Denn würde Gott Recht vor Gnade walten lassen, würde Folgendes gelten: 16:61 Und wenn Gott die Menschen wegen ihrer Frevelhaftigkeit belangen würde, würde er auf der Erde kein Lebewesen übriglassen. Aber er gewährt ihnen auf eine bestimmte Frist Aufschub. Kommt das festgesetzte Ende, kann niemand es weder vorverlegen noch aufschieben.Als Gottergebene müssen wir gegenüber uns selbst ständig Ehrlichkeit üben; wir haben stets an etwas zu knabbern – kurz gesagt: es gibt immer einen Dschihad. Gepriesen sei der Herr und Seine Allweisheit! Römer 9:18-21 So erbarmt er sich nun, wessen er will, und verstockt, wen er will. Nun sagst du zu mir: Warum beschuldigt er uns dann noch? Wer kann seinem Willen widerstehen? Ja, lieber Mensch, wer bist du denn, dass du mit Gott rechten willst? Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machst du mich so? Hat nicht ein Töpfer Macht über den Ton, aus demselben Klumpen ein Gefäß zu ehrenvollem und ein anderes zu nicht ehrenvollem Gebrauch zu machen? |
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 30. Dezember 2008 um 20:10 Uhr |




























































