| Strafjustiz und Gerechtigkeit |
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| Geschrieben von: Kerem Adıgüzel |
| Mittwoch, den 24. Dezember 2008 um 15:17 Uhr |
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Ich suche Zuflucht bei meinem Herrn vor dem verfluchten Teufel, Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen Die Waage – Das Symbol der universellen GerechtigkeitDas Prinzip der Polarität in allen Formen, die Gott erschuf, ist der Lernprozess, zu dem sich jeder entweder zufügt oder sich dagegen abwehrt.55:1-9 Der Gnädige ist der Lehrer des Korans. Er hat den Menschen erschaffen, lehrte ihn das Artikulieren. Die Sonne und der Mond folgen genauen Berechnungen. Die Pflanzen und die Bäume unterliegen Gottes Willen. Den Himmel erschuf Er hoch und stellte die Waage der Gerechtigkeit auf, damit ihr die Waage der Gerechtigkeit nicht überschreitet. Bei allem sollt ihr gerecht sein, genau auf Gewicht und Maß achten und nichts vermindern.Die Waage ist das Messgerät, mit dem wir nicht nur unsere Abgaben und Annahmen, sondern auch unsere Gedanken und Taten wiegen. Wer die Waage nicht achtet, der hat sich selbst Unrecht getan. Die universelle Gerechtigkeit überdeckt alle Lebewesen mit dem Verdienten. Sie sieht in der Gottesschöpfung keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern, Rassen, der Schönheit und den Reichtümern. Sie sind nur Werte, die entweder zu dieser oder zur anderen Schale der Waage gehören. Sie wiegt unsere Selbstachtung und Verachtung bei jedem Atemzug, den wir machen, ab. Die Wahrheit, die in uns Menschen existiert, kann aus diesem Grund nicht abgeleugnet werden. Denn das Ableugnen ist gleichzusetzen mit der Verachtung. 30:8-9 Denken sie denn nicht über sich selbst nach? Gott hat die Himmel und die Erde und was dazwischen ist gemäß der Wahrheit nur für eine bestimmte Frist geschaffen. Viele Menschen aber leugnen die Begegnung mit Gott im Jenseits. Sind sie nicht auf der Erde umher gegangen, um zu sehen, welches Ende den trotzigen Völkern vor ihnen beschieden war? Sie waren viel mächtiger als sie, haben die Erde gepflügt, ausgebeutet und bebaut und längere Zeit darauf gelebt als sie. Ihre Gesandten kamen zu ihnen mit den klaren Beweiszeichen, die sie abschlugen. Gott wollte ihnen nicht unrecht tun, sondern sie haben sich selbst unrecht getan.In der universellen Gerechtigkeit wiegt eine gute Tat zehnfach mehr als die schlechte: 6:160 Wer eine gute Tat vollbringt, erhält zehnfachen Lohn, und wer eine böse Tat begeht, erhält nur eine gleichwertige Strafe. Keinem wird Unrecht getan.Jeder Mensch trägt seine eigene Last, die kein anderer tragen wird. Das ist die Verordnung unseres Allmächtigen, Gütigen Herrn. 6:161-165 Sprich: "Gott hat mich auf den geraden Weg geleitet, zur rechten Religion Abrahams, dem Monotheisten und der kein Heide war." Sprich: "Mein Gebet, mein Gottesdienst, mein Leben und mein Tod gelten Gott allein, dem Herrn der Welten. Ihm darf nichts beigesellt werden. Das hat Gott mir befohlen, und ich bin der Erste, der sich Ihm vollkommen hingibt." Sprich: "Sollte ich mir einen anderen Herrn als Gott suchen, Der doch der Herr über alles ist? Kein Mensch wird für die Taten anderer belangt, sondern nur für die, die er selbst begangen hat. Kein Mensch trägt die Schuld eines anderen. Ihr werdet nach dem Tod auferweckt und am Jüngsten Tag zu Gott geführt werden; und Er wird euch über eure Streitigkeiten aufklären und richten. Er ist es, Der euch zu den Nachfolgern von früheren Völkern auf der Erde (die ihr zu bebauen habt) bestimmt hat; und Er hat in Rangstufen einen über den anderen gestellt, um euch durch die von Ihm bescherten Gaben zu prüfen. Wahrlich Gott bestraft schnell. Er ist voller Vergebung und Barmherzigkeit. Strafjustiz im KoranHandabhacken5:38 Schneidet dem Dieb und der Diebin die Hände ab; als Vergeltung für das, was sie begangen, und als abschreckende Strafe von Allah.Wenn ein Dieb 1000 Euro von Ihnen stiehlt und der Staat ihn ins Gefängnis steckt, was haben Sie dann davon? Wenn der Dieb Kinder und Frau hat: Was ist ihre Schuld? Wieso sollten sie von ihm beraubt werden? Der Koran löst dieses Problem genauso wie die Probleme, die mit der weit verbreiteten Strafjustiz der heutigen Welt verbunden sind. Das Gesetz sieht die Äquivalenz vor (2:178-179). Gemäß koranischer Strafjustiz muss der Dieb, der für Diebstahl verurteilt wurde, für Sie arbeiten, bis der Schaden (inkl. weiterer Schaden durch den Diebstahl) kompensiert wurde. Gleichzeitig sind die unschuldigen Kinder und die Frau des Diebes nicht von ihrem Mann beraubt und das teure Gefängnissystem wird aufgehoben. Die Gefängnisstrafe ist eine grausame und unmenschliche Strafe, welche keiner Partei dient. Im Gegensatz zum allgemeinen Verständnis darf die Hand des Diebes nicht abgeschnitten werden. Dank Gottes Gnade haben wir nun mehrere Betrachtungsweisen. Der entsprechende Vers wird in 5:38 erwähnt. 5+38=43. Die andere Stelle im Koran, wo auch "die Hand geschnitten wird", ist in 12:31. Hier sehen wir die Frauen, die Josef dermaßen bewundert haben, dass sie ihre Hände „schnitten“. Es ist offensichtlich, dass sie ihre Hand nicht abgehackt haben; Niemand kann/will das. Als Denkanreiz sollte man sich folgendes überlegen: 12+31=43; Die gleiche Summe wie in 5:38. Dies könnte uns zur Deutung heranbringen, die Hand des Diebes zu kennzeichnen. Nehmen wir diesen Vers doch einmal sprachlich näher unter die Lupe. Ist jetzt die klare Bedeutung, nämlich das physikalische Abschneiden der Hände (abhacken), die einzige Auslegung dieses Verses? "Qataa" kommt im Koran 19 Mal vor (2:27 - 3:127 - 6:45 - 7:72 - 8:7 - 9:121 - 10:27 - 11:81 - 13:4 - 15:65 - 15:66 - 13:25 - 22:15 - 27:32 - 29:29 - 56:33 - 59:5 - 69:46). Außerhalb von 5:38 ist die Bedeutung dieses Wortes auch "die Beziehung beenden" oder "einen Schlussstrich ziehen", also nicht-physikalische Vorgänge. Eine andere Form des besprochenen Wortes (Qattaa) kommt im Koran 17 Mal vor. Diese Form kann für physikalisches Abschneiden und wegwerfen (5:33 - 7:124 - 20:71 - 26:49 - 13:31) oder die Beziehung beenden (2:166 - 6:94 - 7:160 - 7:167 - 9:110 - 47:15 - 47:22 - 21:93 - 22:19 - 23:53) oder auch physikalisches Schneiden und Verletzen bzw. Zerkratzen heißen (12.31 - 12:50). 12:31 Die Frauen, (die Früchte mit Messer schälten,) schnitten sich die Hände als sie ihn (Yusuf) sahen vor Verwunderung seiner Schönheit und sprachen: "Gott schütze, das ist kein Mensch; das kann nur ein Engel sein. Zweifellos haben sich hier die Frauen nicht die Hände "weggeschnitten" sondern nur hineingeschnitten - sich verletzt. Unter Berücksichtigung all dieser Punkte haben wir jetzt drei verschiedene Bedeutungen von diesem einen Vers aus Sure 5:
Die Entscheidung, welche dieser Bedetungen akzeptiert wird, liegt beim Volk. Wahrlich, GOTT ist der Allwissende, Er weiß, was richtig ist. Möge Gott uns vergeben für unsere Sünden und möge ER uns vor falschen Deutungen schützen. 5:39 Wenn aber einer, nachdem er diese Ungerechtigkeit begangen hat, umkehrt und sich bessert, wendet Gott sich ihm gnädig wieder zu. Gott ist barmherzig und bereit zu vergeben.Eine weitere Untersuchung von 5:38 lässt sich auf nur-koran.de finden. Siehe für eine weitere gültige Übersetzung und die Untersuchung von 5:38 auch Punkt 6 in Schlüssel zum Verständnis des Koran. Nachtrag: 19 Verse nach 12:31 sehen wir das "Schneiden der Hand" wieder. Dies wollen wir nicht als Beweis, sondern als interessante Beobachtung beschreiben. Die Strafe im Islam basiert auf Gleichwertigkeit und sozialem Druck (2:178, 5:38, 24:2). Strafe für Unzüchtige/Todesstrafe24:2 Geißelt die Ehebrecherin und den Ehebrecher mit je hundert Streichen (dschalda). Lasst euch nicht durch Mitleid davon abhalten, Gottes Gesetz auszuführen, wenn ihr an Gott und den Jüngsten Tag glaubt. Und der Strafvollzug soll von einer Gruppe aus Gläubigen bezeugt werden. Die Blasphemien "Hadith & Sunna" richteten die Todessteinigung ein, als eine Strafe für verheiratete Ehebrecher. Dies ist nicht das Gesetz Gottes. Wie in 24:2 erwähnt wird, besteht die Strafe für Ehebrecher aus öffentlichem Geißeln. Hundert symbolische Peitschen, die beim Bestraften keinesfalls nachträgliche Schäden anrichten dürfen. Wie oben bereits erwähnt, besteht die Basis der Bestrafung aus sozialem Druck und der Bestrafende soll eingeschüchtert werden. In der Öffentlichkeit (symbolisch) ausgepeitscht zu werden, erzielt diesen erwünschten Effekt.
In der Sure Joseph, Verse 26-27, gilt der Zeuge nicht als Augenzeuge. Er sagt nicht "ich habe das Geschehen mit meinen Augen gesehen". Die Beschuldigung gegenüber Joseph wird mit Menschenkenntnis, Experiment und logischem Denken bezeugt. In anderen Worten gilt sein Zeugnis als ein intellektuelles, auf Informationen basierendes Zeugnis. 4:15-16 Und wenn einige eurer Frauen eine Hurerei begehen, dann ruft vier von euch als Zeugen gegen sie auf; bezeugen sie es, dann schließt sie in die Häuser ein, bis der Tod sie ereilt oder Gott ihnen einen Ausweg gibt. Das Paar, welches Ehebruch begeht, soll bestraft werden. Wenn sie aber umkehren und sich bessern, dann lasset ab von ihnen; denn Gott ist Gnädig und Barmherzig.Der Akt des Ehebruchs in vier verschiedenen Fällen mit vier verschiedenen Partnern stellt eine Gefahr für das soziale Wohlergehen der Gesellschaft dar. Eine promiske Gesellschaft wäre verurteilt, zu Grunde zu gehen. (Es gibt viele soziologische Gründe über die negativen Auswirkungen promisken Verhaltens - diese hier zu erörtern sprengte den Rahmen.) Deshalb wird die Gesellschaft geschützt, wenn solch eine Frau unter Quarantäne gestellt wird. Ein gutes Beispiel eines Ausweges, welches die unter Quarantäne gestellte Frau rettet, ist die Heirat - jemand kann sie heiraten, und so die Gesellschaft und sie schützen. Öffentliche Bloßstellung der SünderInnen ist ein bedeutendes Abschreckungsmittel, wie wir es in 5:38 und 24:2 sehen. Die Bestrafung, die in 4:16 angedeutet wird, wird in 24:2 erklärt. Der Koran rät definitiv von der Todesstrafe ab (2:179). 2:178-179 O ihr, die ihr glaubt! Es ist euch die Wiedervergeltung vorgeschrieben für die Getöteten: der Freie für den Freien, der Sklave für den Sklaven, das Weibliche für das Weibliche. Doch wenn jemandem von seinem Bruder etwas vergeben wird, so soll der Vollzug auf geziemende Art und die Leistung ihm gegenüber auf wohltätige Weise geschehen. Dies ist eine Erleichterung von eurem Herrn und eine Barmherzigkeit. Wer nun von jetzt an (die Gesetze) übertritt, dem wird eine schmerzliche Strafe zuteil sein. Die von Gott geregelte Vergeltung sichert euch das Leben. Darüber habt ihr nachzudenken und euch der Frömmigkeit zu befleißigen.Wegen menschlicher Grausamkeit und Ungerechtigkeit können sich viele Leute gar nicht vorstellen, was dieses koranische Gesetz meint. Sie lehnen es ab, die klaren Verfügungen, dass strenge Gleichwertigkeit ausgeübt werden muss, zu akzeptieren – tötet eine Frau einen Mann oder ein Mann eine Frau, oder tötet ein Sklave einen Freien oder ein Freier einen Sklaven, so kann die Todesstrafe nicht vollzogen werden. Der Begriff "Qesas" (Gerechte Strafe oder Vergeltung) stammt aus dem Wort "Qassa", was teilen/mitteilen oder erzählen bedeutet. "Yaqtas" heißt: Man nimmt sich sein Recht. Eigentlich ist in dieser Hinsicht zwischen dem islamischen und dem jüdischen Gesetz keine großen Unterschiede festzustellen. Doch jede Glaubensform hat ihre eigenen Gesetze (Bücher) und danach sollte gerichtet werden (vgl. 5:44-48). Leider beachten viele Menschen nicht, was am Ende jener Sätze betont wird: das Verzeihen oder Verzichten auf die Vergeltung. Denn durch ein Verzeihen wird ein besserer Gewinn bei unserem HERRN erzielt. 5:45 Wir hatten den Juden in der Tora vorgeschrieben: Leben um Leben, Auge um Auge, Nase um Nase, Ohr um Ohr und Zahn um Zahn; und für Verwundungen gerechte Vergeltung. Wer aber darauf verzichtet, dem soll das eine Sühne sein; und wer nicht nach dem richtet, was Gott herabgesandt hat - das sind die Ungerechten.Der Koran zieht es vor, dass der Mörder die Familie des Opfers entschädigt. Den Mörder umzubringen bringt weder das Opfer zurück noch nützt es der Familie des Opfers. Die Entschädigung aber muss ausreichend sein, um ein Abschreckungsmittel für andere darzustellen (sozialer Druck). Im Islam (Hingabe) sind/ist/ das Opfer und/oder die Familie des Opfers die Richter über die Kriminaltaten; Sie entscheiden, was die Strafe – unter Aufsicht von einer Person, die den Koran kennt – sein soll. Die frommen Gottergebenen aber streben stets nach Friedfertigkeit und antworten sogar bei den ärgsten Beschuldigungen und Beleidigungen mit "Friede mit euch!" 25:63 Die Diener des Barmherzigen sind die, die bescheiden auf der Erde umhergehen, und wenn die unwissenden törichten Ungläubigen sie unbotmäßig ansprechen, sagen: "Friede sei mit euch!" Kurz zur Steinigung: Viele der LeserInnen interessiert wohl die Frage, woher das Gesetz der Steinigung entstammt. Darauf gibt es eine einfache Antwort: Aus dem alten Testament und den Ahadith. Der Koran jedoch widerlegt die Steinigung gleich zweifach: Steinigung wird im Koran nur im negativen Sinne gebraucht:
Die Hälfte der Todesstrafe: 4:25 ... Und wenn sie, nachdem sie verheiratet sind, der Unzucht schuldig werden, dann sollen sie die Hälfte der Strafe erleiden, die für freie Frauen vorgeschrieben ist... In diesem Vers wird für die Frauen, die in ihrem Leben eine Sklavenschaft hatten, die Hälfte der Strafe vorgeschrieben. Das bedeutet: 50 Hiebe. Die beste Frage an die Hadith-Verteidiger bzw. Traditionalisten lautet: Wie sieht die Hälfte der Todesstrafe aus?
Gepriesen sei der Herr aller Welten! |
| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 31. Dezember 2008 um 01:56 Uhr |





























































Ist die Entscheidung für das physikalische Abschneiden der Beine und Arme in Vers 5:33 die einzige richige Auslegung dieses Verses: "Wegen Wegelagerei und Raub ohne Mord soll man ihnen Arm und Bein wechselseitig abschneiden ..." ? Auch wenn ein Unterschied zwischen Raub und Diebstahl besteht und es sich hierbei um eine Kriegssituation handelt, finde ich die Begründung für die Strafe dennoch bedenkenswert.
Danke für die Antwort im Voraus!
ich persönliche verstehe den Vers nicht als Anweisung dies zu tun Ich denke er könnte entweder in dem Sinne gemeinst sein, dass sie es vielleicht verdient hätten, wenn man wenn man sie kreuzigen würde oder die Hände und Beine wechselseitig abschlagen würde (aber nicht wir strafen sondern Gott) oder er könnte auch bedeuten, das es vielleicht zu dieser Zeit gängige Praxis war, dass so gestraft wurde, aber es steht nicht, dass diese Praxis die Richtige ist. Ich finde hier die Übersetzung von Ahmadeyya hier ganz gut:
5:33 Der Lohn derer, die Krieg führen gegen Allah und Seinen Gesandten und Unordnung im Lande zu erregen trachten, wäre der, dass sie getötet oder gekreuzigt werden sollten oder dass ihnen Hände und Füße abgeschlagen werden sollten für den Ungehorsam oder dass sie aus dem Lande vertrieben würden. Das würde eine Schmach für sie sein in dieser Welt; und im Jenseits wird ihnen schwere Strafe;
Diese Art der Strafe würde also nur bedeuten, sie hier in dieser Welt zu erniedrigen. Sie bekommen aber ihren gerechten Lohn im Jenseits. Im Jenseits erfolgt die Strafe, denn Gott weiß es besser.
Dies ist mein persönliches Verständnis zu dem Vers, ich weiß nicht ob das richtig ist, da ich kein Arabisch und daher nicht selbst übersetzen kann. Aber was mir auffällt ist, dass in keiner der Übersetzung, die ich kenne, die Befehlsform steht.
Sicher können dir aber Kerem oder Ayman genaueres dazu sagen.
Liebe Grüße
Kerstin
Im Vers steht doch eindeutig, dass es als eine abschreckende Strafe dienen soll vor Allah. Ich weiss nicht, was so unglaublich abschreckend daran sein soll, ein Paar Kratzer in die Hand zu ritzen oder den Schaden wieder gut zu machen.
Bitte nicht diesen Kommentar löschen, ich würde gerne Wissen, warum ihr selbst an dieser Stelle versucht, an diesen Versen rumzu doktorn.
In dem Artikel steht explizit, dass sämtliche sozialen Kontakte entzogen werden sollen und sämtliche Gelder beschlagnahmt werden. Ich denke durchaus, dass dies eine abschreckende Wirkung hat. Ferner sagt der Artikel explizit, dass das Hand abhacken ebenfalls eine Bedeutungsebene hat.Insofern bietet der Artikel drei linguistisch korrekte Verständnisebenen an.
Allerdings sollte man auch in Betracht ziehen, dass die Strafe nicht unbedingt als Abschreckung verstanden werden muss:
Wa salam,
Andreas
Ich wollte noch etwas bezüglich des Handabhackens für Diebstahl posten. Und zwar lese ich seit kurzem die Predigten und Brife Imam Alis (http://www.eslam.de/manuskripte/buecher/nahdsch-ul-balagha/nahdsch-ul-balagha_inhalt.htm) und bin in einem Brief, den Imam Ali an seine Söhne geschrieben hat auf etwas Interessantes gestoßen, das darauf deutet, dass jegliche Art von Verstümmelung verboten ist.
Hier der direkte Link zum Brief: http://www.eslam.de/manuskripte/buecher/nahdsch-ul-balagha/briefe/nahdsch-ul-balagha_47_brief.htm
In den letzten Abschnitten steht geschrieben:
Ihr Söhne Abdulmuttalibs, ich möchte euch nicht blindlings in das Blut (vergießen) der Muslime hineinstürzen sehen, indem ihr sagt: „Der Befehlshaber der Gläubigen wurde ermordet“. Nein, tötet meinetwegen niemanden außer meinen Mörder.
Wartet, bis ich an diesem seinen (Ibn Muldschams, l.[1]) Schwertstreich gestorben bin, dann schlagt ihn Streich um Streich. Verstümmelt den Mann nicht, denn ich hörte den Gesandten Allahs (s.) sagen: „Hütet euch vor Verstümmelung, und sei es ein reißender Hund.“