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Schweinefleischverbot - bis wohin? PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Kerem Adıgüzel   
Mittwoch, den 24. Dezember 2008 um 20:08 Uhr
Ich suche Zuflucht bei Gott vor dem verfluchten Teufel,
Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen

Es gibt Leute, die unter dem Einfluss der Gelehrten, welche eine neue Religion unter dem Namen Gottes kreieren und meinen, es besser als Gott zu wissen, die diese Frage wie folgt beantworten: Es besteht ein Konsens unter den Gelehrten, sowohl den heutigen als auch den früheren, dass alle Teile des Schweins haram (verboten) sind.

Gelehrte wurden über Jahrhunderte hinweg als unfehlbare Autoritäten hingestellt. Ihre Meinungen sind jedoch unwichtig. Im Koran steht, dass der Schweinefleisch verboten ist und nicht "alle Teile des Schweins", und egal wie man es umbiegen will, diese Tatsache ist unveränderbar. Schweinefett ist schon deswegen überhaupt nicht verboten und die Verse 6:145-146 sind die beste Antwort für solche selbsternannte Gelehrte:
Sage: "Ich finde in der mir verkündeten Offenbarung keine den Menschen verbotene Nahrung, es sei denn: tote Tiere, beim Schlachten verflossenes Blut, Schweinefleisch, da es unrein ist, und das einem Wesen außer Gott geweihte und geschlachtete Tier. Wer gezwungen ist, davon zu essen, ohne vorsätzlich eine Übertretung oder eine Sünde begehen zu wollen, dem verzeiht Gott, ist dein Herr doch voller Vergebung und Barmherzigkeit. Den Juden haben Wir verboten, von den Tieren zu essen, die Krallen haben. Das Fett der Kühe und Schafe haben Wir ihnen zu essen verboten, außer dem, was am Rücken oder an den Eingeweiden haftet oder mit Knochen verwachsen ist. Das war eine Strafe für ihre bösen Taten. Was Wir dir verkünden, ist die Wahrheit.
Wie es klar ersichtlich ist, kann Gott es uns leicht mitteilen, wenn Er Fett verbieten will, weil Er es deutlich formulieren kann, wie in den obigen Versen. Er hat es sogar detailliert, welches Fett für die Juden verboten war und sogar mit welchen Ausnahmen. Schweinefett hat Er nicht verboten. Er soll uns also über die detaillierten Verbote bzgl. der Nahrung der Juden aufklären und vergisst dabei, uns Schweinefett zu verbieten?

Wie gesagt, es gibt Leute, die meinen, die Gottesoffenbarungen korrigieren zu müssen, weil sie denken, dass sie es besser wüssten! Mensch beachte solche Leute nicht, die Gottes Gebote missachten!
16:116 Sagt nicht von dem, was eure Zungen lügnerisch behaupten: "Dieses ist erlaubt, und jenes ist verboten", indem ihr eine Lüge gegenüber Gott erdichtet. Diejenigen, die ihre Lügen Gott zuschreiben, erzielen keinen Erfolg.

2:173 Für verboten erklärte ER euch doch nur (1) verendete Tiere zu essen, sowie (2) Blut, (3) Schweinefleisch und (4) Tiere, die anderen Gottheiten außer Gott geweiht wurden. Wer aber in der Not davon isst, ohne zu übertreiben oder eine böse Absicht zu hegen, der bürdet sich keine Schuld auf. Gott ist voller Vergebung und Barmherzigkeit.
Durch den Koran hindurch werden nur vier Nahrungen aus Tieren verboten (6:145; 16:115). Die erfundenen Verbote außerhalb dieser fußen auf den untereinander unterschiedlichen Rechtsschulen, welche die Erfindungen "Hadith & Sunna" dem Koran beigesellen. Etwas zu verbieten, was Gott nicht verboten hat, bedeutet Gott einen Partner beizugesellen. (siehe auch: 6:121,147; ebenfalls: 10:59-60 und 16:112-116).

Um mehr über das Thema Schweinefleisch zu erfahren, können Sie folgenden Artikel lesen: Schweinefleisch und Gesundheit
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 30. Dezember 2008 um 20:50 Uhr
 
Kommentare (8)
1Sonntag, den 22. Februar 2009 um 12:38 Uhr
Der Artikel ist sehr interessant und eröffnet mir eine andere Sichtweise. ABER, warum sollte man denn als Muslime ein Schwein schlachten nur wegen des Schweinefettes? Für was hätte das Schweinefett eine Verwendung?

Licht und Liebe in eure herzen!
WS
Frank
Sonntag, den 22. Februar 2009 um 12:52 Uhr
Kerem Adıgüzel
Frieden und der Segen Gottes sei mit Ihnen, Frank!

Ich bin kein Experte, aber Gelatine ist ein geschmacksneutrales tierisches Eiweiß (Polypeptid). Zur Gewinnung wird das zunächst unlösliche Bindegewebe von (vor allem) Haut und Knochen von Schweinen und Rindern aber auch von Geflügel und Fischen mit einer speziellen Säure gelöst.

Gelatine wird zum Gelieren von Nahrungsmitteln (z. B. Gummibärchen, Götterspeise, Sülze) eingesetzt.

Weitere Infos auf Wikipedia.

Noch eine kleine Randbemerkung: als Muslim sollte man nicht Schweine schlachten wegen des Schweinefettes, sondern als Muslim dürften wir prinzipiell Nutzen aus Schweinen ziehen. Nur der Verzehr vom Fleisch ist verboten.

Auch dir wünsche ich Licht und Liebe und Freude und den Schutz Gottes!

mfG und in Frieden,
Kerem
Gelatine
2Mittwoch, den 11. März 2009 um 19:30 Uhr
Hallo, zusammen

Kann ich mir eig. Haribo z.B kaufen, obwohl das aus Gelatine besteht aus Schweinegelatine, denn ich esse ja nicht das Fleisch?
Sonntag, den 15. März 2009 um 16:04 Uhr
Kerem Adıgüzel
Salam Yunus,

So ist es!

mfG und in Frieden,
Kerem
Samstag, den 21. März 2009 um 12:59 Uhr
Yunus
Dankeschön Kerem,

Ich habe des meinen Eltern auch immer gesagt, das ich ja nicht das Fleisch des Schweines esse, sondern nur seinen Fett, aber sie glaubten mir nicht. Dankeschön, nochmals für deine Antwort.
3Samstag, den 02. Mai 2009 um 21:44 Uhr
Oguzhan
Welche Juden sind gemeint, denen das Fett von Kühen und Schafen verboten war ?
Sind gottesergebene Juden gemeint oder nicht-gottesergebene Juden?
Wenn es nicht-gottesergebene Juden gewesen sein sollten, wieso sollte Allah ihnen ein Verbot ausrichten, wenn sie doch sowieso nicht auf Gotteswort hören(weil sie nicht-gottesergebene Juden sind)?
Wenn es gottergebene Juden gewesen sein sollten, ist es dann auch für die Nachkommenschaft der Juden ( "Muslims" ) ein Verbot, Fett von Kühen und Schafen zu essen?
Samstag, den 02. Mai 2009 um 23:50 Uhr
Ayman Teryaki
Salam Oguzhan

Biologische Unterschieden zwischen Menschen gibt es wahrscheinlich nicht. Doch Gott hat in erster Stelle die Söhne Israel auserwählt. Deshalb befolgen diese Menschen strenge körperliche Richtlinien. Bei Christen ist die Sache etwas anderes, da Gott ihnen mehr erlaubt als andere Religionen, was Essen und Pflege des Körpers angeht.

3:50 Und (ich komme), das zu bestätigen, was von der Tora vor mir vorhanden war, und um euch einiges von dem zu erlauben, was euch verboten wurde. So komme ich zu euch mit einem Zeichen von eurem Herrn. Daher fürchtet Gott und gehorchet mir.


Moslems sind diejenigen, die den mittleren Weg haben

2:143 Und so haben Wir euch zu einer in der Mitte stehenden Gemeinschaft gemacht, auf daß ihr Zeugen seid über die Menschen und daß der Gesandte Zeuge sei über euch. Und Wir haben die Gebetsrichtung, die du eingehalten hast, nur eingesetzt, um zu erfahren, wer dem Gesandten folgt, (und um ihn zu unterscheiden) von dem, der auf seinen Fersen kehrtmacht. Wahrlich, das ist schwer, außer für die, die Gott rechtleitet. Nimmer wird Gott es zulassen, daß euer Glaube umsonst gewesen ist. Gott hat Mitleid mit den Menschen und ist barmherzig.


Das heißt auch, dass Moslems einiges erlaubt bekamen (christlicher Sicht) und auch einiges verboten bekamen (jüdischer Sicht). Uns ist z.B. nicht verboten bestimmte Sorten von Essen wie Linsen, Bohnen, Gurken usw. zu Essen, aber in einem Vers beschrieb der Prophet Moses diese Essenssorten als niedrig:

2:61 Und als ihr sagtet: »O Mose, wir werden es nicht aushalten, nur eine einzige Speise zu haben. So rufe für uns deinen Herrn an, daß Er uns etwas hervorbringe von dem, was die Erde sonst wachsen läßt an Gemüse, Gurken, Knoblauch, Linsen und Zwiebeln.« Er sagte: »Wollt ihr denn das Minderwertige in Tausch gegen das Bessere nehmen? Zieht hinab nach Ägypten. Ihr habt dort, was ihr erbittet.« Und über sie wurden Erniedrigung und Elend gelegt, und sie zogen sich den Zorn Gottes zu. Dies dafür, daß sie immer wieder die Zeichen Gottes verleugneten und die Propheten zu Unrecht töteten; dies dafür, daß sie ungehorsam waren und immer wieder Übertretungen begingen.


Hier erkennen wir, dass einige Sorten etwas auf unser körperliches und geistiges Verfassen negativ wirkt. Viele behaupten, dass Zwibelessen gesund sei. Aus eigener Erfahrung muss ich schon sagen, dass ich eher ein dumpfes Gefühl habe, nach dem ich Zwiebel gegessen habe und die Konzentration beim meditieren nachlässt. Diese Sorten verursachen noch dazu Blähungen, wie wir es wissen. Sie sind uns nicht verboten, aber wer darauf verzichtet, hat besseres Konzentrationsvermögen.
Bei Fetten ist die Sache nicht anders. Die ayurvedischen Lehren, da sie sich viel mit Meditation beschäftigen, werden diese Sorten gar nicht empfohlen. Der gesunde Körper ist eine Vorraussetzungen für den gesunden Geist.

Das Essen laut Koran, was viele Vitamine und nicht belastbar ist, ist das Essen der Paradiesanwohner. Viel Obst, mageres Fleisch, Honig usw..
Wie gesagt, wir haben verschiedene Gemeinschaften und man kann sich erlauben, was man möchte aber nur noch in Grenzen und was Gott uns empfohlen und erlaubt hat.

Bei gläubigen Juden ist das Fett verboten worden und wir können etwas davon lernen. Niemals das Verbot verallgemeinern aber vielleicht mal selber versuchen, wie es sich anfühlt, wenn man solche Essensorten vermeidet.

Salam
Sonntag, den 03. Mai 2009 um 14:54 Uhr
Kerem Adıgüzel
Salâm Oguzhan,

Ich möchte meinem Bruder Ayman an dieser Stelle widersprechen. Ich sehe in 2:61 nicht, dass Moses Linsen etc. als minderwertig beschreiben würde. Er reagiert nicht wegen dem womöglich nicht vorhandenen "ungesunden" Anteil am Gemüse, Knoblauch, an den Gurken, Linsen und Zwiebeln, sondern wegen etwas ganz anderem. Es lässt sich leider nicht viel Handfestes und Allgemeines über die verschiedenen Lebensmitteln sagen, sie können für einige stimmen und für andere gelten sie wiederum wieder überhaupt nicht. Das hängt vom menschlichen Körper ab und Gott hat uns einen Verstand gegeben, damit wir darüber nachdenken, was für uns selbst gut ist. Was aber für uns selbst gut ist, muss nicht notwendigerweise für andere auch gut sein. Die Nahrungswissenschaften sind da auch noch nicht wirklich weit voran geschritten.

Moses reagiert in 2:61 auf den Umstand, dass die Menschen nicht zufrieden sind mit ihrem Umstand, obwohl es ihnen viel schlechter gehen könnte. Sie sind in gewisser Weise blind gegenüber den Gaben Gottes, die sie bereits in den Händen halten und wollen mehr. Dieses Konsumverhalten, das immer mehr Wollen kann auch insbesondere auch heute noch dazu führen, dass wir die Dankbarkeit gegenüber Gott außen vor lassen. Denn in Vers 2:60 steht:

Esst und trinkt von dem, was Gott beschert hat, und verbreitet nicht Unheil auf der Erde.


In 2:61 wird also nicht der Tausch von "gesundem" Essen mit "ungesumdem" behandelt. Und in Vers 2:62 wird wiederum nachbetont, wie wichtig der Glaube und die rechtschaffenen Taten sind. Die Juden von damals haben also weltliche Dinge (Essen) für den Glauben (unter anderem Dankbarkeit) eintauschen wollen.

Wollt ihr denn das, was (an Wert) niedriger ist, in Tausch nehmen gegen das, was besser ist?


Die weiteren Quellen, wie etwa die ayurvedischen Lehren, haben hier keine Relevanz, da sie mehr Vermutungen beinhalten als etwas Handfestes; sie sind gleichwertig wie die Ahadith zu behandeln.

Aber auf jeden Fall sollen wir im Essen auch eine Gemeinschaft der Mitte sein, also immer versuchen, Mass zu halten und dabei auch dankbar sein und nicht den Glauben für weltliche Dinge ("besseres" Essen) aufgeben.

Allerdings hat Bruder Ayman auf etwas aufmerksam gemacht, das auch mal erwähnt werden soll. Dafür möchte ich ihm danken, denn es ist sehr wichtig, dass wir darauf achten, was unserem Geist und unserem Körper gut tut. Der Koran verlangt an unzähligen Stellen das Nachdenken über verschiedene Themen und auch diese Angelegenheit gehört dazu. Smile

mfG und in Frieden,
Kerem
Samstag, den 14. November 2009 um 22:10 Uhr
Isa-maxim
Salam, leider muss dem Bruder Ayman etwas widersprechen was die Christen anbelangt.

((Schweinefett erlaubt und Kuhfett nicht erlaubt ? Samstag, den 02. Mai 2009 um 22:50 Uhr Ayman Teryaki
Salam Oguzhan

Biologische Unterschieden zwischen Menschen gibt es wahrscheinlich nicht. Doch Gott hat in erster Stelle die Söhne Israel auserwählt. Deshalb befolgen diese Menschen strenge körperliche Richtlinien. Bei Christen ist die Sache etwas anderes, da Gott ihnen mehr erlaubt als andere Religionen, was Essen und Pflege des Körpers angeht. ))

--> Gott hat Jesus(as) gesandt zu den Kindern Israels,um das zu bestätigen was ihnen bereits vorliegt und ihnen das Evangeium zu bringen. Jesus(as) sagt aber auch laut Bibel , dass er nicht kam um das Gesetz aufzuheben, sondern um es zu erfüllen. Also mit Gesetz ist gemeint: Beschneidung, Schweinefleischverbot usw. Das Schwein ist das unreinste Tier überhaupt, es enthält sehr viele Krankheitserreger, und Gott würde es den Kindern Israel wohl kaum plötzlich erlauben es zu essen.Wir sehen aber heute das die Christen gar nichts mit Jesus(as) gemeinsam haben, da sie ihm ja auch nicht folgen. Stattdessen folgen sie menschengemachten Regeln und Spekulationen und einer verfälschten Bibel die Paulus, der keine Apostel war verändert hat, indem er das Gesetz ,also die Thora bewusst aufhob, um die Kinder Israels von Jesus(as) Evangelium fernzuhalten.
Daher sehen wir heute wie die Christen sich an nichts halten, weil sie kein Gesetz befolgen, also die Thora welches Jesus(as) sehr wohl befolgt hat und gelehrt hat.

wa salaam
Fleisch....
4Mittwoch, den 03. Juni 2009 um 21:11 Uhr
Pete
Hi, Zusammen,

ich habe eine kurze Frage zu tote Tiere und zu Blut...
Nach einigen Diskussionen wurde mir erklaert, dass Tiere nur dann verzehrt werden duerfen, wenn Sie a. kein Aas (tote Tiere) und b. koscher bzw ausgeblutet sind....
Das wuerde bedeuten: kein Medium-rare Steak aus dem Fleischfachhandel....
Ich habe aber darueber (noch) nichts im Koran gefunden. Ich waere dankbar, eure Meinung darueber zu hoeren (bzw. zu lesen ;-)).

beste Gruesse
Pete
PS: Bitte nicht wundern, ich lee in Kanada und habe eine US Tastatur ohne Sonderzeichen
Mittwoch, den 01. Juli 2009 um 03:51 Uhr
Kerem Adıgüzel
Frieden und Hi Pete,

Der Koran nennt in 6:145 alles, was wir für diese Frage brauchen. Das heißt, solange das Blut selbst nicht "verspeist" wird und das Tier nicht als Aas durchgeht, besteht diesbezüglich keine Regel: es ist uns erlaubt, so zu handeln, wie wir es für vernünftig halten.

mfG und in Frieden,
Kerem
Pferdewürstchen
5Montag, den 07. Dezember 2009 um 16:05 Uhr
Samira
D.H. man könnte die Pferdewürstchen ruhig essen an den Wurstbuden?
Diese werden nämlich mit reinem Perdefleisch erzeugt allerdings mit Schweinfett gemischt, da das Pferdefleisch so trocken ist und nicht rein als Wurst verabeitet werden kann und das Schweinefett zum binden benutzt wird?
Sonntag, den 13. Dezember 2009 um 16:05 Uhr
Kerem Adıgüzel
Salaam,

Exakt, jedes Nahrungsmittel, das kein Schweinefleisch enthält, ist unserem Ermessen überlassen. Lediglich das Fleisch, das anderen Gottheiten gewidmet wird, ist außerdem noch verboten. Das ist aber bei Wurstbuden im Allgemeinen nicht der Fall.

mfG und in Frieden,
Kerem
6Freitag, den 08. Januar 2010 um 16:02 Uhr
Ich glaube mit meinem ganzen Herzen
Ich finde diese Homepage wirklich einfach Super.
Allah sei mit Euch.

Endlich eine Homepage, die erklärt und beschreibt und nicht nur festlegt.

Vielen Dank.
Schweinefleisch
7Dienstag, den 09. März 2010 um 19:59 Uhr
Aylin
Hallo zusammen,
das Schweinefleisch wurde uns Moslems doch nur verboten, weil damals durch Schweinefleisch viele Krankheiten und Seuchen ausgebrochen sind und durch diese viele Menschen gestorben sind. Aber das waren doch die Richtlinien für die damalige Zeit. Und steht es nicht auch im Koran, dass wir Menschen uns weiterbilden und weiterentwickeln sollen? Würde das dann nicht heißen, dass wir in der heutigen Zeit wieder Schwein essen dürften, weil das Fleisch ganz anders und hygienischer zubereitet wird?
Versteht mich nicht falsch, ich esse kein Schweinefleisch, ich wurde so erzogen, aber es interessiert mich wirklich sehr.

Viele liebe Grüße
Aylin
Mittwoch, den 10. März 2010 um 11:00 Uhr
Kerem Adıgüzel
Salam Aylin,

Vielen Dank für Ihren Kommentar! In der Tat erscheint es so, als ob die Unreinheit des Schweins sich auf die damaligen zeitlichen Umstände beziehen würde. Allerdings ist es nicht unsere Sache, herauszufinden, was "unrein" genau bedeutet - das können wir nach der Befolgung des Gesetzes bzw. des Verbotes machen. Denn die Argumente für die Hygiene hätten die damaligen Araber genauso gut verwenden können. Dann wären lediglich Wörter wie "Kühlschrank" zu dieser Zeit andere gewesen. Hygiene kann man meistens gewährleisten. Es gibt Orte, wo die Voraussetzungen nicht so optimal sind wie an anderen Orten. Aber das sind alles örtliche Eigenschaften.

Hätte der Qur'an klar mitgeteilt, dass es wegen der Hygiene gewesen wäre, dann hätten Sie durchaus Recht. Wir wissen aber nicht genau, was "unrein" bedeutet. Vielleicht ist es eine Eigenschaft des Schweinefleisches an sich? Vielleicht doch Hygiene? Darüber können die Wissenschaftler streiten. Der Qur'an wurde aber an einfache Leute gesandt. Deshalb gilt der Befehl immer.

Zudem bewirkt dieses Verbot auch, dass man sich abgrenzt und sich als Gottergebener zu erkennen gibt. Nicht notwendigerweise ein ausschließliches Identitätsmerkmal der Gottergebenen (Muslime), aber ein deutliches Merkmal auf jeden Fall.

mfG und in Frieden,
Kerem
8Freitag, den 02. April 2010 um 21:50 Uhr
SF
salam an alle,

ich denke nicht dass das Verbot mit der Hygiene zu tun hat, bzw. dass es daum geht das Fleisch richtig zu lagern um evnetuell Krankheiten zu vermeiden.

Schweinefleisch wird heutzutage, von Wissenschaftler, als das ungesundeste Fleisch überhaupt bezeichnet. was Schweinefleisch alles so mitsichbringt kommt bei Folgender Seite sehr gut hervor:

http://www.agenki.de/gesundheits-ratgeber/ernaehrung-schweinefleisch.php

ich denke dass das Verbot Schweinefleisch zu essen, eher damit im Zusammenhang steht.

wa salam Shirin

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