| Scheinbare Widersprüche im Koran |
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| Geschrieben von: Kerem Adıgüzel |
| Mittwoch, den 24. Dezember 2008 um 19:28 Uhr |
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Ich suche Zuflucht bei meinem Herrn vor dem verfluchten Teufel, Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen In diesem vergleichsweise kurzen Versuch werde ich einige aufgestellte Widersprüche unter die Lupe nehmen. Da die meisten Seiten, die angebliche Widersprüche zerlegen, sich möglichst kurz halten, was bei mir meistens dazu führt, dass Fragen dennoch offen bleiben, verzichte ich auf solches und gehe ausführlich auf alle Punkte ein. Das heißt, will ein Sachverhalt erklärt und begründet werden, so brauchen wir Belege aus dem Koran. Da ich wie jeder andere auch nur ein Mensch bin, kann es sein und das schließe ich mit Sicherheit nie aus, dass dieser Bericht Fehlinterpretationen beinhaltet. Dafür entschuldige ich mich zuerst bei meinem Herrn: möge Gott mir vergeben und mir Sein erhabenes Licht schenken, damit ich das rechte Verständnis "erblicken" kann! Ich entschuldige mich dafür, dass ich in meiner Verwirrung und Einbildung die in mir vom Herrn perfekt angelegten Anlagen nicht optimal verwende. Danach bitte ich die Leser um Entschuldigung. Weiter sei angemerkt, dass dieser Artikel es eher beabsichtigt, Andersgläubigen wie auch Muslimen den Koran näher zu bringen. Einige Christianisten gebrauchen meistens "Widersprüche", welche äußerst leicht gelöst werden können. Hier habe ich versucht, diese rauszufiltern. Zum Beispiel soll im Koran stehen, dass die Erde eine Scheibe sei (sic!). Dieser Text soll auch dazu anregen, seine eigenen Interpretationen zu gebrauchen und dazu dienen, sich Gedanken über die behandelte Materie zu machen. Aus den oben genannten Gründen habe ich auch Widersprüche nicht allzu "alltäglicher" Art behandelt. Somit wird es wahrscheinlicher, dass viele Gottergebene diese Widersprüche zum ersten Mal hören. Um zu verdeutlichen, was der jeweilige Widersprüchesucher (ich nenne ihn im Text "Schreiber") gefunden haben will, werde ich die so genannten Widersprüche kursiv markieren. 4:82 Machen sie sich denn keine Gedanken über den Koran? Wenn er von jemand anderem als Gott wäre, würden sie in ihm viele Widersprüche finden. Die jungen Männer in der HöhleIm ersten Widerspruch handelt es sich um die Frage, wo die Sonne untergehe. Der Schreiber meint, dass laut Koran die Sonne in einem sumpfigen Tümpel untergehe. Seine formulierte These beinhaltet gleich mehrere Punkte und umfasst mehrere Verse.1- Laut Vers 18:17 weiche die Sonne einer Höhle auf der Erde aus, in der von Gott geschützte Menschen ruhen sollen.Um auf diese Punkte ausführlich einzugehen, muss ich mehrere Koranverse zitieren, um den wahren Sachverhalt erläutern zu können. Bei der Lektüre der Verse werden gleich alle Punkte widerlegt. 18:17 Und hättest du sehen können, wie die Sonne, als sie aufging, sich von ihrer Höhle nach rechts wegneigte, und als sie unterging, sich von ihnen nach links abwandte; Und (wie) sie in einem Hohlraum mitten dazwischen waren. Das gehört zu den Zeichen Gottes. Wen Gott leitet, der ist rechtgeleitet; Doch du wirst für den keinen führenden Helfer finden, welchen Er irregehen lässt.Antwort auf die Interpretation des Verses: Zuallererst bemerkt mensch die ungenaue Lektüre des Schreibers. Aus seinen Punkten ist zu folgern, dass er diesen Sachverhalt als einen allgemeinen Vorfall bewertet hat. Seine Formulierungen, dass die Sonne der Höhle ausweiche und "in der von Gott geschützte Menschen ruhen", bestätigen meine Bemerkung. In der Höhle ruhen nicht vereinfacht nur Menschen, sondern Jünglinge, junge Männer, die auf dem Wege der Rechtleitung sind. Es besteht ein Unterschied zwischen der Formulierung, dass in der Höhle allgemein Menschen seien oder ob es gewisse, bestimmte junge Männer waren. Aufgrund der Verallgemeinerung des Schreibers entstanden in der Tat Widersprüche, welche aber nun bereits widerlegt sind. Wenn der Schreiber das ganze Kapitel aufmerksam lesen würde, dann sähe er, dass dieser Vorgang in Kapitel 18 einen nicht allgemeinen Vorfall darstellt. So wie auch die Teilung der Meere bei Moses ein sehr seltener Vorfall ist, ist auch der Vorfall mit der Höhle etwas Besonderes! Den meisten ist dies unter dem Titel "Die Siebenschläfer" bekannt. Die Verse zu Punkt 1Also wissen wir jetzt gleich auch noch, dass bei einer Setzung des Titels "Die Siebenschläfer" ein falsches Verhalten praktiziert wird, das unbedingt vermieden werden muss. Niemand weiß es besser als Gott! 18:25 Und sie verweilten in ihrer Höhle dreihundert Jahre und ihnen wurden neun noch hinzugefügt.Die Bedeutung von "ihnen wurden neun hinzugefügt" ist sehr simpel zu erklären: 300 Sonnenjahre gleichen 309 Mondjahren. Gott hat uns in einem einzigen Vers gleich zwei Angaben mitgeteilt (300+9)! Die Verse zu Punkt 2Hier wird ein weiteres Mal entlarvt, dass der Schreiber nicht genau liest, denn es ist ein spezieller Vorfall; Hier wird von "Dhu-l-Qarnain" – Besitzer zweier Generationen – berichtet. Der Widersprüche suchende Schreiber hat "er fand sie in einem Quell von schlammigem Wasser untergehen" mit "er fand sie in einem Tümpel untergehen" gleichgesetzt. Edip Yüksel gebraucht in seiner türkischen Übersetzung das Wort "Ozean". Der Fehler des Schreibers lag nicht in der Lektüre der falschen Übersetzung, sondern er lag darin, dass der Schreiber die Formulierung wortwörtlich verstanden hat, statt sie metaphorisch zu bewerten. Die metaphorische Sichtweise wird als "welchen er so vorfand" legitimiert. Ihm erschien es lediglich so. Wenn wir beispielsweise in der Ferne einen Berg sehen, und die Sonne "hinter dem Berg" untergeht, so wissen wir alle, dass die Sonne nicht wirklich hinter dem Berg untergegangen ist, sondern uns nur so erschienen ist. Wenn mensch Widersprüche finden will, dann findet mensch sie überall! Gerade im Alltagsgespräch lassen sich sprachphilosophisch interessante Formulierungen wiederfinden, die eigentlich Widersprüche sind und Missverständnisse hervorrufen könnten, doch leider würde es den Rahmen sprengen, das hier besprechen zu wollen. Die Verse zu Punkt 3Hier möchte ich mich nicht wiederholen. Lieber stelle ich eine Frage: Dies hier ist nun ein anderer Ort, an der Gott den Menschen keinen Schutz gegen die Sonne gegeben hat. Kann es also sein, dass Gott diesen Menschen beispielsweise keinen Schutz vor UV-Strahlen gewährt hat? Doch Gott weiß es natürlich besser. Die Trinität wird falsch dargestelltIm Islam wird unter christlicher Trinität häufig verstanden, dass orthodoxe (und auch katholische) Christen den Schöpfer, Jesus und Maria anbeten. Grund dafür könnte die Bekanntschaft Mohammeds mit triadischen Vorstellungen östlicher Nachbarvölker gewesen sein. Wahrscheinlicher erscheint die Erklärung, dass das semitische Wort für "Geist" feminin ist (hebräisch/aramäisch: ruach). Daraus könnte sich die falsche Vorstellung entwickelt haben, dass es sich um Gott Vater, Gott Mutter und Gott Sohn handelte...5:116-117 Und wenn Gott sprechen wird: "O Jesus, Sohn der Maria, hast du zu den Menschen gesprochen: "Nehmet mich und meine Mutter als zwei Götter neben Gott"?", wird er antworten: "Heilig bist Du. Nie konnte ich das sagen, wozu ich kein Recht hatte. Hätte ich es gesagt, Du würdest es sicherlich wissen. Du weißt, was in meiner Seele ist, aber ich weiß nicht, was Du im Sinn trägst. Du allein bist der Wisser der verborgenen Dinge. Ich habe ihnen nichts gesagt außer dem, womit DU mich beauftragt hast: ‚Dient GOTT, meinem HERRN und eurem HERRN.' Und ich war Zeuge über sie, solange ich unter ihnen weilte. Doch als DU meine Frist hast ablaufen lassen, warst DU der Wachende über sie. Und DU bist über alles bezeugend." Hier wird die Situation angesprochen, dass Menschen Jesus und Maria vergöttern. Dass Jesus unter den Christen meist als Gott angesehen wird, ist kein Geheimnis und auch Marias Name genießt einen Status, den viele mit Götzentum vergleichen (so beschreibt z. B. Peter De Rosa seitenweise in seinem Buch "Der Jesus-Mythos" über den Götzenkult um Maria). Als Jesus noch lebte, da war er Zeuge über die Geschehnisse und konnte direkt eingreifen. Doch als er starb, da war nur noch Gott der Wachende. "Andere Götter neben Gott" heißt im Koran NICHT immer, dass etwas als Gottheit angesehen wird. Durch gewisse Handlungen, Bewertung einer Person kann die Person vergöttert werden (Heiligtum, Machtzuschreibungen, Fürsprache-Mythologie, Idolisierung, Verherrlichung etc.). Die Person oder der Gegenstand wird zum Partner neben Gott. Es gibt Menschen, die vergöttern Mohammed, aber nennen ihn nicht Gott. Sie würden es auch nie zugeben, dass sie Mohammed vergöttern (6:23). Doch ihre Handlungen, ihr Denken etc. bezeugen etwas anderes. Abraham versucht sein Volk von der Götzenanbetung abzubringen...Asad kommentiert Götzenanbetung bzw. Polytheismus so, dass Menschen in allen Zeiten und in jeder Situation dazu neigen andere Dinge als Gott anzubeten. Und damit sind nicht ausschließlich "richtige Götzen", also Statuen gemeint, sondern zum Beispiel die Gier nach Ruhm und Macht, Ansehen etc. Das heißt, wenn ein Mensch sein Leben auf solche falschen Werte fokussiert, betreibt er eigentlich auch Götzenanbetung bzw. Polytheismus. Also kann auch ein Muslim, der z. B. Reichtum nachläuft und sein Leben darauf ausrichtet, möglichst viel Geld zu scheffeln, oder z.B. versucht, so viel wie möglich die angeblichen Taten des Propheten zu imitieren, die nicht im Koran stehen, genauso ein Götzenanbeter wie jemand sein, der daheim einen Stein anbetet. 4:171 Leute der Schrift! Treibt es in eurer Religion nicht zu weit und sagt gegen Gott nichts aus, außer der Wahrheit! Christus Jesus, der Sohn der Maria, ist nur der Gesandte Gottes und Sein Wort, das Er der Maria entboten hat, und Sein Geist von Ihm. Darum glaubt an Gott und seine Gesandten und sagt nicht (von Gott, dass er in einem) drei (sei)! Hört auf! Das ist besser für euch. Gott ist nur ein einziger Gott. Gepriesen sei er! (Er ist darüber erhaben) ein Kind zu haben. Ihm gehört, was im Himmel und auf Erden ist. Und Gott genügt als Richter.5:116 mit 4:171 in Verbindung zu bringen ist deswegen ein Fehler, weil dadurch etwas interpretiert wird, was im Koran auf diese Art nicht vorkommt. 5:116 und 4:171 behandeln zwei voneinander unterschiedliche Situationen. Während 5:116 die Tatsache anspricht, dass um die menschlichen, fehlerbehafteten Wesen Jesus und Maria ein Götzenkult errichtet worden ist, ermahnt 4:171 die Schriftbesitzer, von Jesus nur die Wahrheit zu sagen. Dieser letztere Vers lehnt die Dreifaltigkeit ab. Er verbietet, von Gott als "drei" zu sprechen. Um 5:116 besser verstehen zu können, sollte das arabische Wort "schafaah" untersucht werden. Schafaah bedeutet in koranischer Terminologie "die Wahrheit zu bezeugen" (20:109; 43:86; 78:38). Laut Koran wird am Jüngsten Tag Schafaah (Fürbitte) nur stattfinden, um die Wahrheit zu verkünden und zu bestätigen. Die einzige Schafaah, die z. B. Mohammed einlegen wird, wird seine Klage in 25:30 sein. Um es zu verdeutlichen: Jesus wird z.B. folgende Schafaah einlegen: Matthäus 7:21-23. Und diese Schafaah wird im Koran ebenfalls in 5:116 beschrieben; Jesus wird die Wahrheit bestätigend aussagen, solch falsche Glaubensdogmen nicht gepredigt zu haben. Diese Rede hält Jesus, um diejenigen abzulehnen, die ihn und seine Mutter "vergöttern". 46:6 Und wenn die Menschen versammelt werden, werden sie ihre Feinde sein und ihre Anbetung verleugnen.Das bedeutet wiederum, dass es die Menschen waren, die Maria und Jesus zu "Gottheiten" neben Gott erhoben haben. Siehe auch: Die Mythologie der Fürsprache Die ErbteilungDie Teilung des Erbes, das von Eltern oder Verwandten zurückgelassen wird, soll gemäß Vers 4:7 gleichmäßig erfolgen, was aber durch Vers 11 und 12 abgeändert wurde, wo befohlen wird, dass Männer den doppelten Anteil von Frauen erhalten sollen. Und zudem scheint Mohammed nicht die Rechnerei beherrscht haben zu können. Die Frau erhält 1/8 = 3/24, die Töchter 2/3 = 16/24, der Vater 1/6 = 4/24 und die Mutter 1/6 = 4/24. Im Gesamten erhalten wir total 27/24, was aber über 100% liegt.4:7 Den Männern steht ein Teil von der Hinterlassenschaft ihrer Eltern und Verwandten zu, und ebenfalls den Frauen steht ein Teil von der Hinterlassenschaft ihrer Eltern und Verwandten zu. Sei es wenig oder viel. Das gilt als vorgeschriebener Anteil.Nirgends in diesem Vers wird konkret eine gleichmäßige Verteilung angeordnet. 4:8-11 Und wenn bei der Teilung die Verwandten und die Waisen und die Armen anwesend sind, so schenkt ihnen etwas davon und sprecht freundliche Worte zu ihnen. Und fürchten sollen sich diejenigen, die, wenn sie schwache Nachkommen hinterließen, für sie bangen würden; Gott sollen sie fürchten und geziemende Worte sprechen. Wahrlich, diejenigen, die der Waisen Gut ungerecht aufzehren, die zehren Feuer in ihre Bäuche auf und werden in einem Höllenfeuer brennen. Gott schreibt euch hinsichtlich eurer Kinder vor: Auf eines männlichen Geschlechts kommt gleichviel wie auf zwei weiblichen Geschlechts. Sind es aber nur Frauen, mehr als zwei, sollen sie zwei Drittel der Hinterlassenschaft erhalten. Ist es nur eine, soll sie die Hälfte haben. Und jedes Elternteil soll den sechsten Teil der Hinterlassenschaft erhalten, wenn der Verstorbene Kinder hat; hat er jedoch keine Kinder, und seine Eltern beerben ihn, steht seiner Mutter der dritte Teil zu. Und wenn er Brüder hat, soll seine Mutter den sechsten Teil, nach Bezahlung eines etwa gemachten Testamentes oder einer Schuld, erhalten. Eure Eltern und eure Kinder - ihr wisst nicht, wer von beiden euch an Nutzen näher steht. (Dies ist) ein Gebot von Gott; wahrlich, Gott ist Allwissend, Allweise.In 4:11-12 und in 2:180 sehen wir, dass die oberste Priorität beim Schreiben des Testamentes und bei der Bezahlung der Schulden liegt, bevor eine Aufteilung vorgenommen wird. Gemäß den Versen sollten zuerst die Testamente der verstorbenen Personen erfüllt und falls der Verstorbene Schulden hinterlassen hat, diese beglichen werden. Der Koran gibt den Menschen diese Freiheit aus folgenden Gründen: verschiedene Kulturen, spezielle Umständen, spezielle Fragen, gewisse Bedürfnisse – dank eines Testamentes können all diese Punkte beachtet werden. Beispielsweise können die Eltern einer armen Tochter und eines reichen Sohnes ihre Erbschaft zum großen Teil der Tochter hinterlassen wollen. Falls der/die Sterbende eine Frau bzw. einen Mann, eine Mutter oder einen Vater hat, die/der krank ist und deswegen finanzielle Unterstützung braucht, kann der/die Erbe hinterlassende Person mit dem Testament seinem Ehepartner oder seiner Mutter/seinem Vater den Großteil der Hinterlassenschaft gutschreiben. Wie wir sehen, hat der Koran bezüglich der Verteilung des Erbguts die Priorität auf ein Testament gesetzt. So ermöglicht Gott uns eine biegsame Anpassung an die verschiedenen Bedingungen und verschiedenen Kulturen. 4:12 Und ihr bekommt die Hälfte von dem, was eure Frauen hinterlassen, falls sie keine Kinder haben; haben sie aber Kinder, dann erhaltet ihr ein Viertel von ihrer Erbschaft, nach allen etwa von ihnen gemachten Vermächtnissen oder Schulden. Und ihnen steht ein Viertel von eurer Erbschaft zu, falls ihr keine Kinder habt; habt ihr aber Kinder, dann erhalten sie ein Achtel von eurer Erbschaft, nach allen etwa von euch gemachten Vermächtnissen oder Schulden. Und wenn es sich um einen Mann handelt - oder eine Frau -, dessen Erbschaft geteilt werden soll, und der weder Eltern noch Kinder, aber einen Bruder oder eine Schwester hat, dann erhalten diese je ein Sechstel. Sind aber mehr (Geschwister) vorhanden, dann sollen sie sich ein Drittel teilen, nach allen etwa gemachten Vermächtnissen oder Schulden, ohne Beeinträchtigung - dies ist eine Vorschrift von Gott, und Gott ist Allwissend, Milde.Nachdem die Schulden und das Testament abgezahlt sind, werden den Eltern des Verstorbenen (solange sie noch leben) und seiner/m Ehepartner/in ihre Anteile ausgezahlt. Der Rest wird unter den Männern und Frauen in den vom Koran bestimmten Verhältnissen aufgeteilt. Was nicht vergessen werden darf ist der Punkt, dass der Koran die aufgeteilten Verhältnisse unter einer Wichtigkeit der Betrachtung des Ganzen, sowie unter der gleichen Wichtigkeit der Betrachtung der Beziehungen untereinander ausmacht. Kurz gesagt, so wie diese Zahlen sich auf das Ganze auswirken, wirken sie sich ebenso untereinander aus. Wenn die Person stirbt, kommt es darauf an, ob ein Elternteil (Mutter oder Vater) noch lebt, oder ob beide verstorben sind, ob die/der Ehepartner/in (nicht mehr) lebt, Töchter, Söhne usw. So können fast hunderte von Testamenten abgeleitet werden. Hätte der Koran präzise Angaben bezüglich der Verteilung gemacht, dann wären mehrere hundert Verse erforderlich, nur um alles präzis anzugeben. Aber auf diese Weise haben wir genug Angaben, die uns eine Präzisierung der Verteilung ermöglichen. Beispielsweise habe ein verstorbener Mann folgende Erben: seine Frau und seinen Vater. Die Erbschaft betrage 50 Goldstücke. Also (1/4)m+(1/6)m=50 Gold, wo m eine "Gleichsetzer"-Funktion besitzt. Wenn wir den gemeinsamen Nenner nehmen, sehen wir die Erbanteile deutlicher. Nochmals: Die Brüche werden summiert und dem Erbe gleichgesetzt, und auf diese einfache Weise lassen sich die Erbanteile berechnen. Der Nenner wird unwichtig, wenn wir einen gemeinsamen Nenner berechnen, und das Erbe wird nach den Zählern aufgeteilt. Dann erhalten wir folgendes Ergebnis: (3/12)m+(2/12)m=50. Die Frau bekommt also 30 Gold-, der Vater 20 Goldstücke (m beträgt in dieser Rechnung m=120). Noch zur falschen Rechnung: Nehmen wir wieder 50 Goldstücke als Erbgut. (2/3)+(1/6)+(1/6)+(1/8)= 50, also 16m + 4m + 4m + 3m = 50 Goldstücke wo m = 1.851 Goldstücke (für den mathematisch Versierten ist natürlich klar, dass 'm' in diesem Zusammenhang einen anderen mathematischen Sinn hat, als den von oben). Deshalb erhalten die drei Töchter 29.629 Goldstücke, die Mutter 7.407 Goldstücke, der Vater 7.407 Goldstücke und die Ehefrau 5.555 Goldstücke. Übrig bleiben 0.002 Goldstücke, die an Bedürftige oder (Waisen)Kinder gegeben werden. Wenn die Erben pingelig sein wollen, könnten die Kommastellen ganz einfach bis zur 19. Stelle berechnet werden... aber dieser Fall erfordert einen großen Streit und bringt nur Stress. Wie wir sehen, ist die ganze Angelegenheit leicht zu verstehen! Doch manchmal gibt es Dinge, die wir nicht sehen oder übersehen! Das Gute und Schlechte von Gott4:79 Was dich an Gutem trifft, ist von Gott. Und was dich an Schlechtem trifft, ist von dir selbst.Mit anderen Worten: 1- Für jedes x gilt: wenn x gut ist und uns trifft, dann ist x von Gott.2) besagt, dass das uns treffende Schlechte nicht von Gott herrührt, wohingegen 3) besagt, dass alles uns Treffende von Gott herrührt, und folglich auch das uns treffende Schlechte. Daraus ergibt sich der Widerspruch, dass das uns treffende Schlechte sowohl von Gott als auch nicht von Gott herrührt. 4:78-79 ... Wenn sie etwas Gutes trifft, sagen sie: "Das ist seitens Gottes." Und wenn sie etwas Schlechtes trifft, sagen sie: "Das ist von deiner Seite." Sprich: "Alles ist seitens Gottes." Was ist mit diesen Leuten los, dass sie kaum eine Aussage begreifen? Was dich an Gutem trifft, kommt von Gott, und was dich an Schlimmem trifft, kommt von dir selbst. Und Wir haben dich als einen Gesandten zu den Menschen entsandt. Und Gott genügt als Zeuge.Gott allein ist der wahre Beschützer (Mewlana). Der Satz "Er ist unser Beschützer" in Sure 9 spielt eine enorm wichtige Rolle für die Betrachtung der Funktion Gottes. Gott ist derjenige, der bestimmt, ob wir uns selbst Schaden zufügen oder nicht. Nichts geschieht ohne Gottes Willen. In Vers 9:51 wird keine qualitative Aussage darüber gemacht, ob Gott für das Schlechte (oder für das Gute) verantwortlich ist. Der 51. Vers aus Kapitel 9 legt den Menschen nur nahe, dass nichts geschieht, das nicht im Willen Gottes liegt. Es liegt kein Widerspruch zwischen den Aussagen vor. Letzten Endes liegt alles unter der Kontrolle und dem Willen Gottes (4:78; 8:17); jedoch geschieht alles Schlechte als Konsequenz unserer Handlungen (42:30; 64:11). Zur Verdeutlichung einige, triviale Beispiele: Wir verbrennen unsere Hand, wenn wir sie ins Feuer legen, und fügen uns Schaden zu. Dieser Schaden kommt nicht von Gott, sondern von uns selber. Jedoch ist das Brennen des Feuers ein Gesetz Gottes und deswegen von Gott. Wir wollen eure Aufmerksamkeit auf ein interessantes Detail lenken: Das Wort "indi" (Seite/seitens) kommt in 4:78 vor, in 4:79 aber nicht. Der erstere deutet an, dass die Relation indirekt ist. Der zweite von beiden deutet den direkten Zusammenhang an. Jedoch aber besteht ein Widerspruch zwischen einer der 99 Namen, die Gott aufgrund eines Hadiths zugeschrieben werden, und dem Vers 42:30. Es ist der Name "Ad-Dar" (Der, der Schaden zufügt bzw. der Erzeuger der Not – الضّار ). Ob es noch wirklich erwähnt werden muss, dass dieser Name fortan in den Müll (also eigentlich Satan) gehört? Damit wurde auch eindeutig bewiesen, dass der folgende Hadith, welcher in "sahih Bukhary" aufgelistet wird, falsch ist und somit eine Verleumdung gegenüber Gott und dem Propheten darstellt. Wahrlich, Gott hat neunundneunzig Namen, einen weniger als hundert. Wer sie aufzählt geht ins Paradies. (Quelle: Bukhary Ausg. 3, Band 50, Nr. 894) Wer trotz diesen Beweisen immer noch auf die Sunnah von Bukhary, Abu huraira und Konsorten beharrt, dem ist wahrlich nicht mehr zu helfen! Frieden wünsche ich euch und euren Herzen! Linkshttp://www.zeit.de/2003/05/Abu_Zaidhttp://home.arcor.de/gerkan/widerspk.htm http://www.studytoanswer.net/myths_ch1.html http://www.answering-islam.de/Main/Green/seven.htm#compare http://www.answering-islam.de/Main/Quran/index.html http://idw-online.de/pages/de/news16522 http://www.efg-hohenstaufenstr.de/downloads/texte/is04_koran.html WiderlegungDEUTSCHhttp://www.islamic.org.uk/deutsch/internalc.html http://www.way-to-allah.com/themen/korankritik.html ENGLISCH http://www.submission.org/answeringislam.html No Contradiction in the Quran TÜRKISCH Kuranda çelişki yoktur |
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 30. Dezember 2008 um 19:33 Uhr |
Kommentare (4)





























































Möge Allah dich reichlich belohnen insallah
Ich habe mir heute einen Vers im Koran durchgelesen und verstehe nicht so ganz diesen Vers?? Oder die Bedeutung was dieser Vers eigentlich aussagen soll??Manche meinen ja, dass Zaid der Adoptivsohn von Mohammed war. Und Mohammed in seine Gattin verliebt war, und Zaid sich deswegen von ihr scheiden musste??
Sure 33:37
"Und (damals) als du zu demjenigen, dem sowohl Allah als auch du Gnade erwiesen hatten, sagtest: ""Behalte deine Gattin für dich und fürchte Allah!"", und in dir geheimhieltest, was Allah (doch) offenkundig machen würde, und Angst vor den Menschen hattest, während du eher vor Allah Angst haben solltest! Als dann Zaid sein Geschäft mit ihr erledigt hatte, gaben wir sie dir zur Gattin, damit die Gläubigen sich (künftig) wegen (der Ehelichung) der Gattinnen ihrer Nennsöhne, wenn diese ihr Geschäft mit ihnen erledigt haben, nicht bedrückt fühlen sollten. Was Allah anordnet (amru llaahi), wird (unweigerlich) ausgeführt."
Bitte um Erklärung!!
Ich verstehe den Vers so: Mohammed sagt zu seinem angenommenen Sohn, dass dieser seine Frau behalten soll ) -->"Behalte deine Frau und sei gottesfürchtig!"..
obwohl er vielleicht selbst in sie verliebt war, aber sich vor dem Gerede der Leute fürchtete, da es wie es im weiteren Vers ersichtlich wird, damals traditionell anscheinend nicht erlaubt war, die von Ziehsöhnen geschiedenen Frauen zu heiraten (--> "Du hältst etwas geheim, was Gott kundgibt. Du fürchtest die Menschen und ihr Gerede [...] damit die Gläubigen keine Bedenken haben")
Aber die Ehe war anscheinend nicht glücklich (Zaid erhoffte nichts mehr bei seiner Frau erreichen) und Zaid ließ sich scheiden.
Gott selbst bestimmte danach, dass Mohammed sie dann heiraten sollte (auch nochmals deutlich ersichtlich aus dem nachfolgenden Vers 33:38), wohl auch um den Menschen aufzuzeigen, dass es nicht verboten ist, die Ex-Frau seines angenommenen Sohnes zu heiraten (-->...verheirateten Wir sie mit dir, damit die Gläubigen keine Bedenken haben, die geschiedenen Frauen ihrer angenommenen Söhne zu heiraten. Gottes Entscheidung ist es, die geschieht.).
Mit freundlichen Grüßen
Kerstin
Es hat zwar nichts mit diesem Thema zu tun, aber es ist mir (zum wiederholten Male) aufgefallen und ich weiß nicht, wo ich es sonst kommentieren sollte. Es geht um das "Besmele", also um den Satz: "Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen."
Meiner Meinung nach, kann man das nur sagen, wenn man etwas im Namen Gottes verkündet. Und das kann eigentlich nur ein Gesandter Gottes, der ja quasi den Auftrag von ihm hat und somit in seinem Namen sprechen darf. Gott selber spricht ja nicht direkt mit den Menschen, sondern eben über einen Gesandten. Deswegen macht es mMn auch Sinn, dass der Koran mit 1:1 "Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen" anfängt (und alle anderen Suren nicht), da quasi Muhammed, als Gesandter Gottes seine Worte in dessen Namen wiedergibt. Der Gesandte spricht also nicht für sich, sondern für Gott, als Überbringer einer Botschaft.
Wenn nun aber wir "normalen"
LG, Emre
PS: Falls mein Kommentar hier fehl am Platz ist, bitte entsprechend verschieben. Danke
Den Artikel habe ich natürlich auch gelesen und möchte mein Lob aussprechen. Sehr gut gelungen. Am Besten hat mir das Kapitel über "Das Gute und Schlechte von Gott" gefallen. Beim Beispiel des Feuers hätte ich aber Gottes wirken (und somit das Zulassen des Bösen, bzw. uns selber Schadens auf uns) nicht auf das Brennen des Feuers bezogen, da dies ja unabhängig davon, ob wir unsere Hand daraufhalten, oder nicht weiter brennen wird und uns Gott nur durch eine Art "Wunder" (= harmloses oder weniger Brennen des Feuers oder sowas
LG, Emre