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Ich suche Zuflucht bei Gott vor dem verfluchten Teufel, Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen Ich wünsche Ihnen Frieden! Die Stellung der Frau im realen, in gewissen Teilen der Welt gelebten Mainstream-Islam reflektiert leider eine bedauernswerte Denkhaltung unter Menschen, die Frauen von Grund auf als Menschen schwächeren Geschlechts - nicht nur etwa körperlicher, sondern auch geistiger Natur - betrachtet. Diese Denkhaltungen sind häufig als Gegenstand gewisser Artikeln in Tageszeitungen wiederzufinden. Diese Ideologie beinhaltet viele Anordnungen, die Frauen von den Männern trennen und die uns zu verstehen geben, dass sie manchmal gar von gesellschaftlichen Aktivitäten ausgeschlossen bzw. in ihrer Freiheit eingeschränkt werden sollen. Diese Haltung kann glücklicherweise nicht mittels Koran begründet werden, sondern beruht auf einem bösen, heidnischen Frauenbild. Die unmissverständlichen koranischen Vorstellungen der Positionen von Mann und Frau hingegen beweisen, dass im koranischen Islam sowohl der Mann als auch die Frau vor Gott gleichwertig sind. Gleich zu Beginn möchte ich den Titel dieses Artikels kommentieren. Er heißt deshalb "Gleichwertigkeit von Mann und Frau" (und nicht etwa Gleichberechtigung), weil der Koran die Realität respektiert (ich bitte die Philosophen unter meinen LeserInnen, meine schlechte Wortwahl - "Realität" - zu verzeihen), die von uns verlangt, die Fähigkeiten des Mannes und der Frau nach Möglichkeit nach Geschlecht einzuordnen. Dies heißt natürlich nicht, dass eine Frau keine Karriere machen, kein Staatsoberhaupt sein und nicht studieren könne bzw. dürfe. Vielmehr wird aufgrund der natürlichen biologischen Unterschiede zwischen Mann und Frau differenziert (wie etwa, dass ein Mann kaum biologisch dazu in der Lage ist, ein Kind zu stillen, als ein sehr einfaches Beispiel). In diesem Lichte werden auch die unterschiedlichen Pflichten und Rechte aufgeführt. Es kann aber allgemein gesagt werden, dass sowohl der Mann als auch die Frau prinzipiell dieselben Rechte besitzen. Die Frage nach der koranischen Stellung der Frau ist zur heutigen Zeit, in der sich die Geschlechterrollen zunehmend vermischen, wichtiger denn je. Eine Reihe von ungeklärten Fragen, Missverständnissen, die häufig auf kulturelle Tradition(en) aber teils auch auf Vorurteilen zurückzuführen sind, lassen den Islam als eine unermessliche Fülle an Verpflichtungen und Verordnungen erscheinen, welcher die Frau in ihrer Freiheit einengt und ihr viele Sonderpflichten auferlegt. Gott sei Dank ist dies im Islam des Koran keineswegs der Fall. Der Koran gewährt beiden Geschlechtern viele Freiheiten und ermöglicht so mit seiner flexiblen Botschaft eine Möglichkeit, sich der Zeit anpassen zu können. Bei näherer Betrachtung können wir sehen, dass der Koran den Frauen hohe soziale Positionen zugesteht und große Wertschätzung einräumt. Die Gebote Gottes über das Verhältnis zwischen Mann und Frau vermitteln uns die Idee einer universalen Gerechtigkeit. Unter diesem Gesichtspunkt sind beide Geschlechter gleich und es wird im Koran ausdrücklich betont, dass beide dieselbe Verantwortung tragen. Gott betont unzählige Male, dass die Gläubigen entsprechend ihrer Taten beurteilt werden. In einem weiteren Vers wird ersichtlich, dass vor Gottes Augen Männer und Frauen gleichwertig sind. Des Weiteren hat der Gottergebene (ar.: Muslim) alle Menschen mit Liebe, Toleranz, Güte, Respekt und Barmherzigkeit zu behandeln. Wenn diese Annahme und Lebensweise akzeptiert wird, so kann im Koranischen Islam kein Platz sein für Diskriminierungen irgendwelcher Art, insbesondere was die Frau angeht. Die Geschichten im Koran, welche Beispiele für moralisch-ethisches Verhalten darlegen, sind keine unerreichbaren, zeitabhängigen Ideale. Sie liegen innerhalb unserer Möglichkeiten und haben für vergangene Generationen gegolten und gelten auch für zukünftige. Frauen und ihren Rechten gegenüber Achtung zu schenken, sind zweifellos teil dieser Moral. Gott gibt uns in den Versen des Koran zu verstehen, dass Verantwortung und Aufgaben der Frauen dieselben wie die der Männer sind. Frauen wie auch Männer sollen laut Koran einander in Solidarität beistehen und sich nach bestem Gewissen in der Erfüllung ihrer Verpflichtungen unterstützen:
9:71 Und die Gläubigen, Männer und Frauen, sind einer des anderen Freund. Sie gebieten das Rechte und verbieten das Unrechte und verrichten das Gebet und zahlen die Almosen und gehorchen Gott und Seinem Gesandten. Wahrlich, Gott erbarmt sich ihrer. Siehe, Gott ist mächtig und weise. 3:195 Da erhörte sie ihr Herr: "Ich werde keine Handlung unbelohnt lassen, die einer von euch begeht, (gleichviel ob) männlich oder weiblich. Ihr gehört zueinander (ohne Unterschied des Geschlechts)..." 16:97 Wer das Rechte tut, und gläubig ist, sei es Mann oder Frau, dem werden Wir ein gutes Leben geben. Und Wir werden ihn nach seinen besten Werken belohnen. 33:35 Wahrlich, die Gottergebenen Männer und die Gottergebenen Frauen, die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen, die gehorsamen Männer und die gehorsamen Frauen, die wahrhaftigen Männer und die wahrhaftigen Frauen, die standhaften Männer und die standhaften Frauen, die demütigen Männer und die demütigen Frauen, die Almosen spendenden Männer und die Almosen spendenden Frauen, die fastenden Männer und die fastenden Frauen, die ihre Keuschheit wahrenden Männer und die ihre Keuschheit wahrenden Frauen, die Gottes häufig gedenkenden Männer und gedenkenden Frauen - Gott hat für sie Vergebung und großen Lohn vorgesehen.
Unzählige weitere Verse im Koran bekräftigen die Ansicht, dass Männer und Frauen gleich sind. Auch der Aspekt der Belohnung oder der Bestrafung ist für beide Geschlechter gleich. Natürlich gibt es auch Ungleichheiten, aber wie bereits eingangs erwähnt, werden in den koranischen Geboten die natürlichen, durch die Biologie bedingten Unterschiede zwischen den Geschlechtern berücksichtigt. Die Ungleichheiten legen Gewicht auf die Aspekte, die am ehesten typischerweise von einem Geschlecht abhängig sind. Einzelne wenige Ungleichheiten dienen dem Schutz des jeweiligen Geschlechts und der sozialen Sicherheit im allgemeinen Fall. Was die Ungleichheiten betrifft, so sind im Koran nicht nur die Frauen davon "betroffen", sondern auch die Männer. In einigen Fällen erhalten Männer andere Pflichten als Frauen, und in anderen haben Frauen unterschiedliche Aufgaben als Männer wahrzunehmen. Diese Ungleichheiten sind jedoch ausbalanciert und deshalb kann sich in diesem Sinne in der Gesellschaft eine Gleichberechtigung der Geschlechter entwickeln. Im Islam sind Frauen keine Objekte, und sie sind im Islam des Koran auch von Geburt aus nicht minder bemittelt. Diese Ansichten entstammen entweder einer heidnischen Denkweise oder den sogenannten Hadith-Büchern (Hadith, arabisch; Aussage, Wort), welche unzählige Frauen verachtende Aussagen beinhalten. Diese werden dann als legitim betrachtet, weil diese Aussagen (plural Ahadith) von den "Gelehrten" dem Propheten höchstpersönlich untergejubelt werden. Der Koran enthält keinerlei solcher Ahadith. Er unterscheidet nur zwischen dem gerechten und schlechten Menschen, gleichgültig wessen Geschlechts er sein mag. Aus diesem Grund wird von der Heirat zwischen gerechten und ungerechten Menschen abgeraten. Sowohl Männer als auch Frauen können schlecht oder gut sein.
24:26 Schlechte Frauen sind für schlechte Männer, und schlechte Männer sind für schlechte Frauen! Und gute Frauen sind für gute Männer, und gute Männer sind für gute Frauen! Diese sind frei von dem, was sie ihnen nachsagen. Vergebung und eine ehrenhafte Versorgung (für sie)!
Auch für die Ehe, die auf freiem Willen beider Partner basiert, gilt Gleichheit. Gott wünscht, dass beide Partner sich gegenseitig beaufsichtigen und beschützen. Dies wird im Koran wie folgt erläutert: ...Sie sind euch ein Kleid, und ihr seid ihnen ein Kleid... (2:187) Viele koranische Gesetze und Gebote behandeln den Schutz der Eherechte der Frauen. Der Koran sieht im Allgemeinen für den Mann die Rolle des Ehemannes vor, der für den Unterhalt seiner Ehefrau sorgen sollte (Kapitel 4, Vers 4), und auch nach der ehelichen Scheidung hat er die Pflichten gegenüber seiner ehemaligen Frau zu erfüllen (65:6). Die Verse des Korans zeigen auf eine klare Art und Weise, dass der Islam des Koran den sozialen Kontakt zwischen Mann und Frau auf eine rechtliche Grundlage stellt, die von der Gesellschaft ausgeweitet und weiter entwickelt werden kann. Der Islam bereitet damit den ungerechten Behandlungsweisen und Gepflogenheiten aus vorislamischen Völkern ein Ende und dient als Mass, um weitere Bräuche und Praktiken kritisch zu beleuchten. Ein Beispiel dazu ist die heutige Situation der Frauen in gewissen sich selbst als islamisch ausgebenden Gesellschaften. Viele der Berichte, die in den Medien unsere Aufmerksamkeit erlangen, unser Mitleid erregen und unseren Wut über die unglaubliche Frauenverachtung und -demütigung entfachen, widersprechen dem Koran auf eine nahezu extreme Weise. Weshalb die dortigen Muslime sich dessen nicht bewusst sind, ist eine andere Frage, auf die ich hier nicht näher eingehen will (für Interessierte reicht es vermutlich aus, auf den Bereich "Hadith und Sunna" hinzuweisen). Aber nicht nur heute finden wir Beispiele unglaublicher Grausamkeit. Der Koran enthält Beispiele, wie die Denkweise der Araber im Mittelalter teilweise zu sein schien: dass die Ehefrau eine Tochter gebärt, war für gewisse Araber ein Umstand, dessen er sich schämte. Es gab laut Koran Väter, die neu geborene Töchter bei lebendigem Leibe begruben, um nicht eine Mädchengeburt zugeben zu müssen. Gott hat diesen barbarischen Brauch im Koran strikt verboten und ermahnt uns, dass diese und ähnliche Taten am Jüngsten Tag aufs strengste geahndet werden. Professor Bernard Lewis kommentiert, dass der Islam den Frauen, die in vormals heidnischen Gesellschaften großer Unterdrückung ausgesetzt waren, tatsächlich einen hohen Grad an Emanzipation brachte.
"Generell gesehen brachte die Ausbreitung des Islam eine enorme Verbesserung der Position der Frau im alten Arabien, die ihnen neben anderen Rechten das Recht auf den Besitz von Eigentum gab; außerdem erhielten sie eine Reihe von Rechtsmitteln zu ihrem Schutz gegen Misshandlungen durch ihre Ehemänner oder Eigentümer. Die Tötung weiblicher Neugeborener, gewohnheitsmäßig toleriert im heidnischen Arabien, wurde durch den Islam verboten. Trotzdem ließ die Rechtsstellung der Frauen weiterhin viel zu wünschen übrig, und sie verschlechterte sich weiter, als die ursprüngliche Botschaft des Islam nicht nur in dieser Hinsicht ihre treibende Kraft verlor und unter dem Einfluss vormals ausgeübter Traditionen und Bräuche modifiziert wurde." (Bernard Lewis, Der Mittlere Osten, Weidenfeld & Nicolson, London, 1995, S. 210)
Wir dürfen daher zu Recht behaupten: jegliche Frauen verachtende Mentalität entstammt einem Weltbild, das im Islam des Koran keine Berechtigung hat. Im Gegenteil, der Koran erwähnt einige religiöse Frauen als Vorbilder. Maria, die Mutter Jesus', wird im Koran als einzige namentlich erwähnt und gilt allgemein als eine der hervorragendsten Frauen. Ein weiteres Vorbild für die Menschheit ist die Ehefrau des Pharaos zur Zeit Moses, die trotz des teuflischen Charakters ihres Mannes als eine rechtschaffene Gottergebene beschrieben wird (66:11-12). Die im Koran überlieferten Gespräche zwischen den Geschlechtern, wie etwa zwischen dem Propheten Salomon und der Königin von Saba (27:42-47), sowie zwischen Prophet Moses und zwei jungen Frauen, dienen uns als Symbol der freundlichen, zivilisierten sozialen Beziehungen zwischen den Geschlechtern. Deshalb ist es für einen Gottergebenen unmöglich, eine scheinheilige Haltung gegenüber Frauen einzunehmen. Ein Volk, das den wahren Islam - den Islam des Koran - in die Tat umsetzt, wird allen Frauen ein erhöhtes Maß an Respekt und Höflichkeit entgegenbringen. Diese moralische Gesellschaft wird den Frauen ein Leben in Sicherheit und Freiheit sicherstellen. Die Exegese des Korans erfordert die Einhaltung der folgenden grundlegenden Regel: die Erklärung einer Textstelle ergibt sich nur dann, wenn wir den Koran nicht als Zusammenstellung einzelner Fragmente betrachten, sondern ihn in seiner Gesamtheit als ein lebendiges Organ akzeptieren. Somit können wir ein Thema nur dann durchleuchten, wenn wir versuchen, es im Gesamtzusammenhang des Koran zu verstehen. Wir haben also die untereinander verknüpften Verse und ihre Beziehung zueinander zu betrachten. Wenden wir diese Faustregel auf unser Thema an, so wird ersichtlich, dass die Ordnungen Gottes, die sich mit dem zwischenmenschlichen Zusammenleben befassen, eine Sozialstruktur bilden, weche es den Geschlechtern ermöglicht, auf eine angenehme und glückliche Weise miteinander zu leben. Wir vertreten die Ansicht, dass ein Volk, in dem die moralischen Tugenden des Koran verständnisvoll und mit sorgfältiger Überlegung praktiziert werden, der Status der Frau noch höher sein wird, als in den Gesellschaften, welche wir gewöhnlicherweise als "modern" ansehen oder bezeichnen. Selbst der statistische Zusammenhang zwischen Mann und Frau betont die Gleichheit der Geschlechter:
| Wort |
Bedeutung |
Im Koran erwähnt |
| Rajul |
Mann |
24 Mal |
| Maraah (nisa) |
Frau |
24 Mal |
Lassen Sie uns anschließend einige Verse unter die Lupe nehmen, die manchmal auch den Muslimen durchaus Kopfschmerzen bereiten können. Gott ist der einzig wahre Lehrer des Korans (55:1-2) und es ist Seine Aufgabe, uns die Bedeutung der Verse nahe zu bringen (75:19)! Ich möchte an dieser Stelle die LeserInnen höflichst darum bitten, sich stets an das im Vers 17:36 erwähnte Prinzip zu halten:
17:36 Und verfolge nicht das, wovon du keine Kenntnis hast. Wahrlich, das Ohr und das Auge und das Herz - sie alle sollen zur Rechenschaft gezogen werden.
Die Frau im Koran
Frauen – ein Saatfeld/Acker der Männer?
2:222-223 Und sie befragen dich über die Menstruation. Sprich: "Sie ist ein Unwohlsein. So haltet euch von den Frauen während der Menstruation fern und schlaft mit ihnen nicht, bis sie rein sind; und wenn sie rein sind, dann geht zu ihnen, wie Gott es euch geboten hat. Wahrlich, Gott liebt diejenigen, die sich (Ihm) reuevoll zuwenden und die sich reinigen." Eure Frauen sind ein Saatfeld für euch; darum bestellt euer Saatfeld wie ihr wollt. Doch schickt (Gutes) für eure Seelen voraus. Und fürchtet Gott und wisst, dass ihr Ihm begegnen werdet. Und verheiße den Gläubigen die frohe Botschaft.
Um die Frauen zu schützen verbietet der Koran nur den Geschlechtsakt während der Menstruation. Frauen, die ihre monatliche Regel bekommen, sollten das Kontaktgebet verrichten, fasten und den Koran lesen (all diese Dinge werden für menstruierende Frauen typischerweise im Sunnismus verboten). Die Menstruation stellt einen Reinigungsprozess dar. Die Menstruation wird in diesem Koranvers manchmal als Unreinheit übersetzt; doch ist es lediglich das weibliche Organ, das durch die Menstruation "verunreinigt" ist, nicht aber der ganze Körper der Frau oder gar die Seele der Frau. Die Muslime dürfen mit ihren Frauen essen und trinken und sie während ihrer Periode auch umarmen und küssen. Nur der Geschlechtsverkehr ist untersagt, und zwar sowohl aus medizinischen wie auch aus hygienischen Gründen. Frauen dürfen selbstverständlich positive Gefühle, Stolz am Frausein und Glück über die Fruchtbarkeit mit der Menstruation verbinden. Weshalb aber werden Frauen als Acker bzw. Saatfeld bezeichnet? Wie wir aus den Versen 2:222-223 lesen können, handelt es sich hierbei also um die geschlechtliche Beziehung zwischen Mann und Frau. Die Sprache soll kurz und prägnant erläutert werden:
Mit dem Ausdruck "wie ihr wollt (anna)" ist sprachlich auch gemeint "von welcher Seitenlage ihr wollt". Der qur'anische Ausdruck "Saatfeld" für Frauen entspricht in einer unmissverständlichen Weise der Tatsache, dass bei ihnen auch der "Samen" gesenkt wird, von dem der "Lebensbaum" weiter sprießt.
Der Grund, wieso Gott die Frauen in diesem Zusammenhang als Saatfelder bzw. Äcker bezeichnet, lautet wie folgt: Der Samen gedeiht in der Frau weiter. Dies ist eine der zahlreichen Stellen im Koran, in denen auf das natürliche, gottgegebene Wesen der Sexualität hingewiesen wird. Die Formulierung "wie ihr wollt" stellt eine Erlaubnis für die Männer (und gleichzeitig auch für die Frauen) dar, beim ehelichen Geschlechtsverkehr jegliche Position ausüben zu können. Es werden keine speziellen Positionen verboten. (Durch die metaphorische Beschreibung der Frau als Acker kann der Analverkehr ausgeschlossen werden.) Durch dieses Gleichnis der Frau als Acker wird dem Mann indirekt auch mitgeteilt, das Acker dementsprechend zu behandeln. Sorgt sich der Mann um sein Acker respektvoll und aufmerksam, so hat er nichts zu befürchten. Die Aussage "und fürchtet Gott" bringt dies deutlich zum Ausdruck. Der Satz "Doch schickt (Gutes) für eure Seelen voraus..." bedeutet unter anderem nichts anderes, als dass der Allgütige Gott den Frauen und Männern befohlen hat, vor ihrer lustvollen ehelichen Betätigung zärtlich zueinander zu sein, in einer Art miteinander zu verkehren, dass beide Seelen sich im Wohlsein ergehen können und im Frieden beieinander liegen. Yusuuf Alii kommentiert diese Stelle wie folgt: Die geschlechtliche Bindung stellt eine der wichtigsten Tatsachen des Lebens dar und wird hier mit dem Feld des Landmannes verglichen: für ihn ist dies etwas sehr Ernstes er sät den Samen aus, um die Ernte einbringen zu können. Doch wählt er dazu die richtige Zeit und Art und Weise der Bestellung. Er sät nicht zur unrechten Jahreszeit und bestellt das Feld auch nicht so, dass er den Boden erschöpft. Er geht weise und überlegt vor, treibt nicht Raubbau. Von diesem Gleichnis ausgehend, begreifen wir, dass auch unter den Menschen beiderlei Geschlechts die Berücksichtigung der gegenseitigen Belange von größter Bedeutung ist, vor allem aber, dass auch diese Dinge einen geistigen Aspekt besitzen. Darjabaadis Kommentar: Das heißt, seid stets Gottes eingedenk und zu guten Taten bereit. Eine eindringliche Ermahnung, dass selbst auf dem Höhepunkt fleischlicher Freuden die moralischen und geistigen Gesichtspunkte nicht vollkommen vergessen werden dürfen.
Intelligenz der Frauen halb soviel wie der von Männern?
2:282 O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr eine Anleihe gewährt oder aufnehmt zu einer festgesetzten Frist, dann schreibt es nieder. Und ein Schreiber soll es in eurem Beisein getreulich niederschreiben. Und kein Schreiber soll sich weigern zu schreiben, so wie Gott es gelehrt hat. So schreibe er also, und der Schuldner soll es diktieren und Gott, seinen Herrn, fürchten und nichts davon weglassen. Und wenn der Schuldner schwachsinnig oder schwach ist oder unfähig, selbst zu diktieren, dann soll sein Sachwalter getreulich für ihn diktieren. Und lasset zwei Zeugen unter euren Männern es bezeugen, und wenn es keine zwei Männer gibt, dann ein Mann und zwei Frauen von denen, die euch als Zeugen geeignet erscheinen, damit, wenn sich eine der beiden irrt, die andere von ihnen sie daran erinnert. Und die Zeugen sollen sich nicht weigern, wenn sie gerufen werden. Und verschmäht nicht, es niederzuschreiben - seien es große oder kleine Beträge - bis zur festgesetzten Frist. Das ist rechtschaffener vor Gott und zuverlässiger, was die Bezeugung angeht und bewahrt euch eher vor Zweifeln, es sei denn es handelt sich um eine sogleich verfügbare Ware, die von Hand zu Hand geht unter euch; dann ist es kein Vergehen für euch, wenn ihr es nicht niederschreibt. Und nehmt Zeugen, wenn ihr miteinander Handel treibt. Und weder dem Schreiber noch dem Zeugen soll Schaden zugefügt werden. Und wenn ihr es tut, dann ist es wahrlich ein Frevel von euch. Und fürchtet Gott. Und Gott lehrt euch, und Gott ist über alles kundig.
Diese Darstellung finden wir nur beim Geschäftlichen (Anlass dafür: Darlehen). Wer in diesen Vers hinein interpretiert, dass die Frauen weniger intelligent, gedächtnisstark oder vertrauenswürdig als Männer seien, hat ein großes Problem: den Koran. Nirgends wird im Vers angedeutet, dass die Frau weniger Intelligenz besäße. Aus 24:6-9 können wir herauslesen, dass das Zeugnis vor Gott bei einer Frau genau gleich viel Wert trägt wie das Zeugnis eines Mannes. Aus Vers 3:195 lernen wir ausdrücklich, dass Gott Mann und Frau als gleichwertig sieht. Es ist zu folgern, dass dieser Vers lediglich eine Anweisung Gottes darstellt, hinter der keine weitere Bedeutung gefunden werden könnte. Weiter ist anzumerken, dass in der vorislamischen Zeit die Frauen keinerlei Rechte hatten und die damaligen Araber die Frauen, die gewillt waren, sich im Geschäftlichen zu betätigen, auslachten (Ausnahmen gab es natürlich auch). Gott aber sieht gleich zwei Frauen für diese Aufgabe vor und gibt ihnen eine gesellschaftlich wichtige Aufgabe, die damals hauptsächlich von Männern allein geführt wurde. Freunde und Verwandte können dazu neigen, Darlehensangelegenheiten nicht schriftlich niederzulegen, weil sie meinen, das sei ein Zeichen für mangelndes Vertrauen. Doch Gott ermahnt dazu, dass alle Übereinkünfte bezüglich Schulden und geschäftliche Dinge aufgeschrieben und bezeugt werden sollten, damit alles seine Ordnung hat. Damit eine völlige Neutralität bei der Niederschreibung einer Schuld gewährleistet ist, wird wohlweislich ein Dritter hinzugezogen. Dieser Schreiber wird zur Gerechtigkeit bei seinem Tun ermahnt. Es wird genau bestimmt, wer die Schuld zu diktieren hat. Da zu befürchten ist, dass der Kreditgeber, falls er selber diktiert, sich Vorteile verschaffen und somit den Schuldner schädigen könnte. Deshalb ist es die Aufgabe des Schuldners, dies zu tun. Er befindet sich in der schwächeren Position und es liegt in seinem Interesse, dass das Geschäft zu beider Zufriedenheit abgewickelt wird, wobei auch an ihn die Ermahnung ergeht, Gerechtigkeit walten zu lassen. Die Anweisung, dass zwei Frauen anstelle eines Mannes Zeugnis ablegen können, hat nichts mit den ethischen oder intellektuellen Fähigkeiten der Frau zu tun; sie kann vielmehr darauf zurückgeführt werden, dass Frauen in der Regel ihr Wort (leider!) nicht immer so verteidigen können wie Männer. Männer tendieren beispielsweise dazu, die Lautstärke ihrer Stimme zu erhöhen, wenn eine Frau in einem Gespräch einen Einwand erheben will. Eine Zeugin kann manchmal dem Zorn einer der Geschäftsparteien ausgesetzt sein und ist in diesem Falle in der Regel körperlich unterlegen. Um dem vorzubeugen, ist es strengstens verboten, sie bei der Wahrheitsfindung auf irgendeine Weise zu behelligen. Der Versuch, auf einen der Zeugen Druck auszuüben, wird als Angriff auf die Gesetze Gottes angesehen. Es gibt einen Vers, der besagt "und Wir lassen eine Ayat verschwinden für einen noch besseren". Auf diesen Vers projiziert könnte das also folgendes bedeuten: Wie wir sehen, lernen wir aus diesem Vers, dass es wichtig ist, das Geschäftliche (Darlehen) mit zwei männlichen bzw. einem männlichen und zwei weiblichen Zeugen zu verrichten. Wir wissen aber heutzutage auch, dass das Geschäftliche nicht mehr unter Aufsicht von Zeugen verrichtet wird. Wir haben Dokumente, Schriften, Verträge und dergleichen, die beim Geschäft einsetzt werden und vor dem Gericht als Beweislast (Zeugen) benutzt werden können! Kann dies die Bedeutung von "und eine noch bessere Ayaat" sein?
Frauen schlagen!
4:34 Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor, weil Gott die einen vor den anderen ausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Vermögen hingeben. Darum sind tugendhafte Frauen die Gehorsamen und diejenigen, die (ihrer Gatten) Geheimnisse mit Gottes Hilfe wahren. Und jene, deren Widerspenstigkeit ihr befürchtet: ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie! Wenn sie euch dann gehorchen, so sucht gegen sie keine Ausrede. Wahrlich, Gott ist Erhaben und Groß.
Dieser Vers wird auf den folgenden Seiten unterschiedlich, aber mit gleichem Ergebnis erklärt: Gedanken zur Sure 4 Vers 34 Schlüssel zum Verständnis des Koran (siehe Punkt 4) Gepriesen sei der Herr!
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ich habe mir den Erklärungsversuch zu diesem "Schlag-Vers" in dem Leserbrief durchgelesen und finde diesen nicht logisch, und möchte im folgenden auch erklären weshalb :
1. der Schreiber sagt DAS wäre die eigentliche richtige Übersetzung:
"Die Frauen aber, deren antisoziales Verhalten ihr befürchtet, gebt ihnen guten Rat, überlaßt sie sich selbst in ihren privaten Räumen und legt ihnen mit Nachdruck eine Verhaltensänderung nahe".
DANN aber schreibt er : "Wichtig ist, dass es sich nicht um eine Situation zwischen Ehemann und Ehefrau handelt, sondern allgemein um Menschen, die erwachsen sind"
JA ABER : wieso steht denn in der angeblich "richtigen" Übersetzung dann nicht einfach "Erwachsene", sondern nach wie vor FRAUEN ?
Und wenn alles im Koran so gleichwertig gemeint ist, ja wieso steht denn dann nicht irgendwo, dass Frauen auch gewisse Dinge über Männer zu entscheiden hätten, und nicht nur andersherum ?
Bitte mißversteht mich nicht, ich will einfach nur verstehen und euere Seite gibt mir da eine große Hilfe was die Hadithe anbelangt, und ich weiss auch, dass der Koran im Gegensatz zum AT einer fast schon Revolution für Frauen gleichkommt, aber das nur weil das Alte Testament grauenvoll Frauenverachtend ist, und demgegenüber der Koran sehr milde gegenüber Frauen erscheinen muss. Aber das AT ist an Frauenverachtung ja auch nicht mehr zu überbieten.
Trotzdem : diese "Schlagsure" wird meiner Meinung nach in diesem Leserbrief überhaupt nicht plausibel erklärt, und ich wundere mich dass die 2 Tage gebraucht haben um zu dieser unlogischen Erklärung zu gelangen, ohne dass ihnen auffällt, dass damit rein gar nichts erklärt wird.
Ich stimme mit vielen auf eurer Seite überein und bin dankbar dass ich diese Seite gefunden habe, aber diese genannten Erklärungsversuche zum Frauenschlagvers sind wirklich kläglich.
Desweiteren würde ich gerne wissen wieso Frauen gemäß Koran nur die Hälfte dessen eines Mannes erben dürfen, und weshalb die Zeugenaussagen von Frauen nur die Hälfte gelten.
Danke für die interessante Seite und Gruß
Es ist schön, zu sehen, dass es Menschen gibt, die sich tiefer gehend mit den Artikeln beschäftigen und auch kritisch sind. Genau das wollen wir mit unserer Seite erreichen so Gott will.
Zum ersten Punkt: wie Sie bereits bemerkt haben, kann das nicht eine richtige Übersetzung im eigentlichen Sinne sein, mehr sollte von einer Interpretation des Verses gesprochen werden, der ich durchaus zustimmen kann. Allerdings ist es schwierig, eine korrekte Sinnübertragung und gleichzeitig wortgetreue Übersetzung anzufertigen, weshalb die Interpretation, welche als "richtige" Übersetzung angepriesen wurde, irgendwo noch verständlich wirken kann. Ich bin mir leider nicht ganz so sicher, ob Sie den zweiten Link gelesen haben, also den Link, der auf unseren Artikel Schlüssel zum Verständnis des Koran führt. Dort haben wir eine sprachlich genauere Übersetzung und Betrachtung.
Ob das Alte Testament wirklich dermaßen Frauen verachtend ist, kann ich nicht beurteilen. Ich kann nur beurteilen, wie meine jüdischen Freunde die Frauen behandeln und Frauen verachtend ist mir das bis jetzt nicht vorgekommen (allerdings bin ich auch kein Experte, was jüdische Menschen angeht).
Sie fragen, weshalb im Koran nicht auch irgendwo stünde, dass Frauen auch gewisse Dinge über Männer zu entscheiden hätten. Leider bin ich nicht sicher, welchen Vers Sie meinen könnten, denn eine solche Formulierung sehe ich nirgends im Koran. Dass die Zeugenaussage einer Frau nur zur Hälfte gelten würde, steht auch nirgends im Koran. Für die weiteren Fragen verweise ich auf das Kapitel 21 im Buch Die Erfundene Religion und die Koranische Religion. Dort finden Sie auch nochmals weitere Betrachtungen zu 4:34, den ich nicht als "Frauenschlagvers" bezeichnen würde, da dies falsch verstanden werden kann.
Ich wünsche Ihnen Gottes Segen und verbleibe
mfG und in Frieden,
Kerem
Ich verstehe leider die Frage nicht genau. Dieser Vers (der nicht vom Peitschen spricht), den Sie meinen, ist ja für beide Geschlechter gültig?
mfG und in Frieden,
Kerem
Kerem hatte Ihnen in seiner Antwort doch geschreiben, dass der Vers NICHT vom Peitschen spricht.
Eine nähere Erklärung zu diesem Vers könne Sie hier finden: http://islam.alrahman.de/26_radschm-steinigung.htm. Gleich zu Beginn des Kapitels 26 unter der Überschrift "Radschm: Steinigung"
Zina beschreibt den außerehelichen Geschlechtsverkehr, zu dem natürlich auch der Ehebruch gehört. Küssen oder Berührungen fallen nicht unter Zina
Ehe nach dem Koran benötigt kein Heiratsritual oder Standesamt. Es ist eine Entscheidung zweier Menschen, die sich auch der Verantwortung in einer Ehe bewusst sind und die, wenn sie die Ehe eingehen wollen, dies vor Gott bekennen und dann natürlich auch öffentlich machen, dass sie nun verheiratet sind. Der Mann muss der Frau eine Morgengabe geben. Die Ehe sollte aber nicht leichtfertig eingegangen werden, sondern sollte wirklich ernst gemeint sein. Für den Fall einer Scheidung gibt es auch wieder bestimmte Vorschriften, die jeder einzuhalten hat. Auch das muss vor der Eheschließung beiden klar sein.
Zu diesem Thema gibt es aber auch schon einige gute Beiträge im Forum, die dieses Thema genauer beschreiben. Hier der link:
http://forum.alrahman.de/thread-261-post-1681.html#pid1681
Ich hoffe, dass Ihre Fragen beantworten konnte, ansonsten einfach weiter fragen.
Herzliche Grüße
Kerstin
Ich bin echt begeistert von eurer Seite, ich habe mich immer gefragt, was der wahre Sinn meiner Religion ist, ob so viele Menschen sie falsch ausleben oder ob ich falsch bin. Sympathie für Hadithen hatte ich noch nie. Jetzt weiss ich, die Gesellschaft ist falsch, nicht meine Religion oder ich! Ihr erweckt in einem die liebe zur Religion, keinen Zwang, klar ist es auch mit Pflichten verbunden, jedoch mit keiner Erniedrigung. Vielen Dank dafür.
Allerdings hätte ich noch eine Frage: Wenn ich die Hadithen ablehne, bin ich dann automatisch keine Sunnitin mehr? Schiitin und Alevitin bin ich schon gar nicht, auch ohne dass man Hadithen befolgt legt man ja trotzdem noch Wert auf Sunna (Gebet, Verhüllung, Ramadan...) wenn auch nicht 100%...
warum tun sie das dann nicht? bzw, wenn sie es doch tun, warum bleibt dies dann wirkungslos?
hier stellt sich die Frage was ein "gläubiger Muslim" ist, was ihn ausmacht. Wenn man jeden einzelnen fragen würde, würde sich sicher die meisten als gläubig bezeichnen und trotzdem haben viele eine unterschiedliche Haltung. Ich denke das Problem sind die Traditionen, die mit der Religion vermischt werden, die viele blind übernehmen und glauben, das stehe im Koran oder solche , die es aus Hadithen übernehmen. Diejenigen, die es anders erkannt haben sind in vielen Ländern eben noch zu wenige um wirklich dagegen vorgehen zu können. Aber es heißt ja auch "steter Tropfen hält den Stein" und so Gott will wird es nicht immer wirkungslos (nichts ist wirklich ohne Wirkung) bleiben und irgendwann ein Umdenken einsetzen
Liebe Grüße
Kerstin
ich habe eine Frage...
Habt ihr auch ein Thema hier eröffnet, was Gott über die Hochzeit im Islam sagt?
Würde mich sehr interessieren. Denn vielleicht habe ich inschallah mal das Glück zu heiraten, die Frau fehlt nur noch
Friede sei mit euch allen
Liebe Grüße Nuruddin
hier nicht, aber im Forum wurde mehrmals darüber diskutiert, dort kannst du vieles ersehen:
http://forum.alrahman.de/thread-649.html?highlight=heirat
http://forum.alrahman.de/thread-261-post-1664.html#pid1664
http://forum.alrahman.de/thread-1272.html?highlight=heirat
http://forum.alrahman.de/thread-720.html?highlight=heirat
Die wird so Gott will auch noch kommen, wenn es die Zeit dafür ist
Liebe Grüße
Kerstin
Ich hab mal Verse zur Ehe zusammengestellt:
http://meine-islam-reform.de/index.php/artikel/fiqh/144-ehe.html
wa salam,
Andreas
vielen Dank
Ich werde mir die Seiten bald durchlesen, inshallah
Liebe Grüße und Friede sei mit euch
Nuruddin
O Prophet, sag deinen Gattinnen und deinen Töchtern und den Frauen der Gläubigen, sie sollen etwas von ihrem Überwurf über sich herunter ziehen. Das bewirkt eher, dass sie erkannt werden und dass sie nicht belästigt werden. Und Gott ist voller Vergebung und barmherzig
Meine Frage! Was ist mit dem Wort Überwurf gemeint? Ich verstehe diesen Vers nicht so recht! Könnten sie mir da weiter helfen??
Danke für die Frage. Der Vers ist ein Ratschlag für Frauen, die Gefahr laufen durch Männer belästigt zu werden, dass sie sich äusserlich abgrenzen sollen um als anständige Frauen erkannt zu werden. Überspitzt und übertrieben gesagt sollten anständige Frauen sich von freizügigen, sexuell offenen Frauen (u.a. auch Prostituierte) unterscheiden - nicht nur im Charakter, sondern als zusätzliche Hilfe auch äusserlich.
Das Wort "Überwurf" ist eher eine schlechte Wortwahl. Das arabische Wort "jalabib" ist ein anderes Wort als das Wort in 24:31, was man als "Kopftuch" verstehen will. Aber weder in 24:31 noch in 33:59 ist von Kopftuch die Rede, sondern von etwas Bedeckendem. Die Tücher, die den Körper bedecken. Aus 24:31 können wir sehen, dass es um die Reize einer Frau geht, also um die Brüste und die Beine. Sich zu bedecken und die Tücher über sich herunter ziehen bedeutet, ihre Reize so zu bedecken, dass sie auch nicht durch die Kleidung "erahnt" werden können. Es geht um das rechtschaffene Kleiden. Wenn man nun unbedingt die Haare als Reize einer Frau verstehen will, dann ist das die Entscheidung der Frau selbst. Der Mann hat da keinerlei Einfluss - nur, dass die Männer mit ihren Frauen darüber reden können. Zwingen sollten wir sowieso niemanden (2:256).
Ich hoffe, dass diese Antwort den Vers ein wenig klarer gemacht hat.
MfG und in Frieden,
Kerem
Hätte gerne meine nächste Frage auch von Kerem beantwortet bekommen! Und zwar geht es um die Heirat von der damals 9-jährigen Aisha mit dem Propheten Mohammed!
Da ich grundsätzlich Erzählungen von Sahih, Bukhari, etc. nicht vertraue, habe ich versucht im Koran einen Vers zu finden, welche Ehen mit einem Kind nicht verbietet!
Dieser Vers gibt mir etwas zu bedenken, ob der Prophet wirklich mit einer 9 jährigen verheiratet war. Und wieso? Welche Gründe dafür bestehen?
Vers: 65:4
Für eure Frauen, die keine Menstruation mehr erwarten, beträgt die Wartezeit drei Monate, wenn ihr Zweifel hegt. Die gleiche Wartezeit gilt für Frauen, die noch keine Menstruation haben.
Könntest du mir die ganze Sache vielleicht erklären? Die wahre Koranische Offenbarung über seine Ehe mit Aisha.
Und was die Deutung dieses Verses im Grunde ist?
MfG
Prinzipiell ist die Vorgehensweise richtig, im Koran nach einer festgelegten Schranke des Alters zu suchen. Was uns selbst (und persönlich für mich ebenso) als widersinnig erscheint, muss in anderen Kulturen nicht genauso aufgefasst werden. Es kann durchaus sein, dass wenn ein Mädchen mit 14 Jahren arbeiten geht, das für die meisten Menschen in einer anderen Gegend irgendwie normal zu sein scheint, wo es für uns irgendwie als unnatürlich und als ein Einschnitt in die kindliche Freiheit zu betrachten ist.
Dass der Vers 65:4 aufgrund von den satanischen Ergänzungen wie Hadith & Sunna und den polytheistischen Gelehrten, die eine Freikarte suchen, um ihre körperlichen Triebe auszuleben, jede Gelegenheit zur Selbstbeweihräucherung verwenden werden - ja das ist nicht überraschend.
Der Vers 65:4 ist einer dieser missbrauchten Verse. Die Erläuterung und der Kommentar zu diesem Vers lässt sich auf der folgenden Seite finden:
http://www.alrahman.de/koran#gleicheThemaVerse (sh. auch die entsprechende Fußnote dazu)
Danke für die Frage und einen schönen Sonntagabend noch!
MfG und in Frieden,
Kerem
Ich hätte eine Frage und zwar zu diesem Vers!
Sure 24:31
Und sag den gläubigen Frauen, sie sollen (statt jemanden anzustarren, lieber) ihre Augen niederschlagen, und ihre Keuschheit bewahren, den Schmuck, den sie (am Körper) tragen, nicht offen zeigen, soweit er nicht (normalerweise) sichtbar ist, ihren Schal sich über den (vom Halsausschnitt nach vorne heruntergehenden) Schlitz (des Kleides) ziehen und den Schmuck, den sie (am Körper) tragen, niemandem offen zeigen, außer ihrem Mann, ihrem Vater, ihrem Schwiegervater, ihren Söhnen, ihren Stiefsöhnen, ihren Brüdern, den Söhnen ihrer Brüder und ihrer Schwestern, ihren Frauen, ihren Sklavinnen, den männlichen Bediensteten, die keinen Geschlechtstrieb (mehr) haben, und den Kindern, die noch nichts von weiblichen Geschlechtsteilen wissen. Und sie sollen nicht mit ihren Beinen aneinanderschlagen und damit auf den Schmuck aufmerksam machen, den sie (durch die Kleidung) verborgen (an ihnen) tragen.
Was bedeutet in diesem Zusammenhang das Wort Schmuck? Was dürfen wir unseren Ehemännern Vätern,Brüdern,.. jetzt wirklich zeigen??
Dies ist der einzige Vers,welches mir etwas bedenken macht,ob nicht wirklich die Haare gemeint sind. Weil ein Körperteil zu zeigen wäre ja auch absurd. Oder??
Mfg
entschuldigen Sie bitte, dass es länger dauert. Sie wollten ja direkt Antwort von Kerem, es ist ihm aber im Moment leider meist nur an den Wochenenden möglich hier zu schreiben und selbst dann nicht immer.
Da es für Sie sehr wichtig und dringend ist,könnten Sie auch hier im Forum einmal schauen, da hatten wir eine gute Diskussion u.a. genau darüber und ich denke das hilft Ihnen sicher weiter, so Gott will. Hier der link:
http://forum.alrahman.de/thread-908-post-27535.html#pid27535
Falls Sie dann noch Fragen dazu haben, dann schreiben Sie sie hier einfach noch mal, oder vielleicht auch im Forum. Vielen Dank für Ihr Verständnis
Mit freundlichen Grüßen und in Frieden
Kerstin
Im Kapitel Die Frauen Sure 4:15 steht und wer von euren frauen etwas Widerwärtiges begeht: nehmt vier von euch als Zeuge gegen sie ( wer ist gemeint) . Und wenn sie es beszeugen, schließt sie in die Häuser ein, bis der Tod sie nimmt oder Allah ihnen eine Ausweg zeigt.
Soll die Frauen jetzt nach einem Ehebruch in einem Raum sterben? ich verstehe diesen vers nicht recht genau wenn sie mir helfen könnten
Der Satz "oder Allah ihnen einen Ausweg zeigt" ist einer der vielen Sätze, die für etwas allgemeines im Leben stehen. Konkrete Beispiele anzuführen würde den allgemeinen Rahmen verschwinden lassen.
Dass Gott einen Ausweg zeigt, wird sich im Leben durch die Situation selbst klar machen. Das bedeutet, dass eine Frau beispielsweise in ein Umfeld gehen kann, wo die widerwärtige Handlung gar nicht mehr möglich ist. So muss sie nicht mehr eingesperrt bleiben.
Sprichwörter in unserer Sprache haben oft denselben Zweck. Dass sie als allgemeinen Spruch dastehen und dass wir sie selbst mit den Beispielen füllen. "Zu viele Köche verderben den Brei." Hat das jetzt mit Kochen zu tun oder etwas anderem? Die Situation im Alltag, die Erfahrungen im Leben zeigen konkrete Beispiele dafür.
MfG und in Frieden,
Kerem
Es ist ja nicht erlaubt. Im Artikel sind zwei links zu anderen Artikeln , in welchen erklärt wird, dass das Wort "daraba" nicht nur die Bedeutung von 'Schlagen' hat sondern auch noch andere. Im Gesamtzusammenhang des Verses und der dazugehörigen Verse, ist hier die eine Bedeutung von "sich trennen" wahrscheinlicher. Es wird ja von manchen Übersetzern auch so übersetzt.
Mit freundlichen Grüßen
Kerstin
Ich hätte eine Frage, und zwar:
Stimmt es, dass Eva von der Rippe Adams erschaffen worden ist?
Im alten Testament steht dieses. Doch möchte ich auch eure Meinung dazu hören!
Im Koran steht:
"Er schuf euch aus einem einzigen Wesen, hierauf machte Er aus ihm seine Gattin.
MfG
Es gibt in Bezug auf Koran und Bibel viele Missinterpretationen bzw. falsche Wortwiedergabe.
1. Der Koran spricht nicht von dem Namen „Eva“
2. Im Koran steht es nicht, dass Adam ein Mann war, doch da es im Arabischen nur Maskulin- oder Femininformen gibt, wird das Neutrum als Maskulin gekennzeichnet. Deshalb meint man, dass Adam ein Mann war.
3. Auch das, das als Wesen interpretiert wurde und aus Adam entstanden ist, wird im Koran als Maskulin gekennzeichnet. Es heißt also nicht „seine Gattin“, sondern „seinen Lebensgefährten“ oder „sein Ebenbild“ (Zawjaha).
4. Der Koran spricht nicht von irgendeinem Wesen sondern von der „Seele“, die als Feminin gekennzeichnet wurde (Nefes). Nach genauerer Wortwiedergabe muss der Vers folgender Maßen übersetzt werden:
Er schuf euch aus einer einzigen Seele (Nefes), hierauf machte Er aus ihr ihren Lebensgefährten
Salam
ja, es ist richtig, dass in der Bibel meist mit "Rippe" übersetzt wird, aber ist das richtig? Es gibt auch andere Ansichten. Ich zitiere aus einem Artikel:
darauf, woraus Gott die Frau baute, steht im hebräischen Text. Dort finden wir das Wort zälä.
Und nun tauchen wir ganz tief in die theologische Detektivarbeit ein und schlagen ein Wörterbuch auf. Darin stehen folgende
mögliche Übersetzungen ins Deutsche für zälä: „1. Rippe (vgl. 1. Mose 2,21.22), 2. Seite (...), 3. Türflügel (...), 4. Brett, 5. Seitengemach,
Seitenbau (...)“.
Seltsam, der einzige Hinweis dafür, dass zälä auch Rippe bedeuten könnte, stammt aus der Schöpfungsgeschichte der Frau.
Sonst wird das Wort nie mit „Rippe“ übersetzt!
Auffallend ist, dass alle anderen Bibelverse, in denen der Begriff „zälä“ vorkommt, von baulichen Dingen handeln
Den ganzen Text kann man hier lesen http://lydia.net/media/pdf/LYDIA_rippe.pdf
auch hier wird es mit 'Seite' erklärt (Absatz 3) http://www.bibel-in-gerechter-sprache.de/downloads/genaueuebersetzung.pdf
Mit freundlichen Grüßen
Kerstin