Start Koran Fehler in Koranübersetzungen Die Abrogationskatastrophe! (Nasikh-Mansukh)

Aus dem Koran

59:24 Er ist Gott, Der Erschaffer, Der Existenz Verleihende, Der Bildner. Ihm gehören die Schönsten Namen. Ihn lobpreist alles, was in den Himmeln und auf der Erde ist. Er ist der Allmächtige, der Allweise.

14:34 Wenn ihr Gottes Gaben zählen wolltet, würdet ihr sie nicht erfassen können. ...

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Die Abrogationskatastrophe! (Nasikh-Mansukh) PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Edip Yüksel   
Dienstag, den 23. Dezember 2008 um 14:29 Uhr
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Die Abrogationskatastrophe! (Nasikh-Mansukh)
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Die Lösung der Katastrophe
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Ich suche Zuflucht bei Gott vor dem verfluchten Teufel,
Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen

2:106 Wenn Wir einen Beweis/ein System (ayetin) aufheben (nansakh) oder in Vergessenheit geraten lassen, so bringen Wir ein besseres oder ein gleichwertiges Zeichen/System hervor. Weißt du nicht, dass Gottes Macht zu allem ausreicht?

Dieser Vers wird dazu missbraucht, um den Nasikh-Glauben zu legitimieren, welcher in der Geschichte des Islam in seiner Bedeutung am meisten verfälscht wurde und einer der Hauptgründe darstellt, wieso die Gemeinschaft (Ummah) Mohammeds sich vom Koran entfernt hat.

Jene, die behaupteten, dass Koranverse andere Verse aufheben, und die die Bedeutung der Wörter im Koran verzerrt und sie in ihren Übersetzungen und Kommentaren übernommen haben, nahmen danach Operationen und Eingriffe nach Lust und Laune vor.

Es muss eine Zwiespältigkeit oder Uneinigkeit zwischen den Versen vorhanden sein, damit ein Vers einen anderen Vers aufheben kann. Das heißt also, dass ein Widerspruch vorliegen muss. Die Uneinigkeits-Gelehrten, welche die Uneinigkeit als Gnade empfinden, haben vier Bedingungen hervorgebracht, damit im Koran ein Naskh existiert:

  1. Es sollte ein zu abrogierender Vers vorhanden sein (mansukh).
  2. Es sollte ein Vers vorhanden sein, der einen anderen abrogiert (nasikh).
  3. Der Nasikh muss nach dem Mansukh herabgesandt worden sein.
  4. Zwischen beiden sollte eine offensichtliche Uneinigkeit vorzufinden sein.

Der magische Nasikh-Mansukh-Stab half ihnen dabei, alle Verse zu abrogieren, die sie selber nicht verstanden. Sie haben jene Verse, die ihren Neigungen nicht passten oder die den Ahadith aus den selbsternannten "sahih" Büchern widersprachen, mit diesem magischen Stab auf einen Schlag aufgehoben. Wie bereits in allen Themen zuvor, spalteten sich auch hier ihre Meinungen untereinander. Je nach ihrem Verständnisvermögen abrogieren die einen 5, die anderen 20 und andere wiederum 66 Verse...

Einige gingen sogar noch weiter und erfanden neue "Verse". Beispielsweise haben die Heiden um den Islam mit ihrer Tradition der Steinigung zu infizieren, trotz allen klaren Versen des Korans (24:1-2), einen neuen "Vers" in schlechter arabischer Sprache erfunden. Nachdem sie merkten, dass sie dieses Geschwätz nicht in den Koran hinzufügen konnten, begannen sie zu behaupten, dass nach dem Tode des Propheten Mohammeds eine Ziege diese Verse aufgefressen habe, aber dass dieser "aufgefressene Vers" die koranischen Verse abrogiere. In den Büchern wie Bukhary, Muslim und Ibni Hanbal's Musnad lässt sich der von einer Ziege aufgefressene Vers finden, der dennoch Gültigkeit besitzen soll, der etwa wie folgt lautet: "es seyhu ves seyhetu iza zeneya fercumuhuma elbettete bima kadev lezzeten minha".

Einige Kleriker wurden dadurch immer noch nicht zufriedengestellt und behaupteten, dass Ahadith koranische Verse abrogieren könnten. Auf diese Weise haben sie die Gültigkeit vieler Verse annulliert. Sämtliche Rechtsschulen befolgen einige koranischen Verse in der Praxis der Ahadith wegen nicht. Einige der "Gelehrten" der Rechtsschulen waren sogar so dreist, diese teuflische Anwendung auch noch theoretisch zu verteidigen.




Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 31. Dezember 2008 um 02:32 Uhr
 
Kommentare (2)
1Mittwoch, den 29. April 2009 um 12:19 Uhr
Oguzhan
Wenn ich mir die Zahlen in Vers 8:65 aufschreibe, dann bekomme ich folgendes Verhältnis 1/10 und im nächsten Vers 8:66, bekomme ich das Verhältnis 1/2.
Soviel ich aus dem Text, den Sie geschrieben haben, verstanden habe, müsste das Idealverhältnis 1/10 sein. Aber wieso 1/10 ? Viel idealer wäre es doch, wenn man das Verhältnis 10/1 schafft, um so gegen den Gegner überlegen zu sein. Also so ganz habe ich den Text nicht verstanden... :-(
Donnerstag, den 30. April 2009 um 22:34 Uhr
Kerem Adıgüzel
Salâm Oguzhan,

Die Zahlen sind richtig, nur wurden sie Ihrerseits falsch interpretiert. Das Verhältnis 1/10 bedeutet, dass 1 Gläubiger gegen 10 erfolgreich wäre (oder so wie Sie es vermutlich schreiben würden: 10 Gegner auf 1 Gläubigen - 10/1).

mfG und in Frieden,
Kerem
Freitag, den 01. Mai 2009 um 21:43 Uhr
Oguzhan
Jedoch erklärt jeder einzelne der beiden Verse einander und sie vervollständigen das Bild. Mit Vers 8:66 gibt Gott den schwachen Muslimen eben aufgrund ihrer Schwäche ein Verhältnis, welches der Realität besser entspricht. Das Ideal für die Muslime wird im vorherigen Vers gesetzt. Der essenzielle Sachverhalt im Verhältnis zwischen den Gläubigen und Heiden liegt in der Überlegenheit derjenigen, die standhaft sind.

Gemäß Vers 8:66 wird ersichtlich, dass die Muslime sogar im Zustand der Schwäche dazu fähig sein sollten, das Zweifache ihrer selbst an Heiden hinsichtlich Strebsamkeit, Technik und Intelligenz zu besiegen. Den Gottergebenen wird es als Aufgabe verliehen, die Schwächen zu vermindern, um dem Ideal näher zu kommen, also um bis zum Verhältnis eins zu zehn zu gelangen. Wenn zwischen den Versen, die über die minimale und maximale Kraftzustände berichten, unbedingt ein Widerspruch (oder gar mehrere) gefunden werden will, so werden sie auch gefunden; dies ist eine Frage der Reinheit des Herzens (eine Frage der Absicht).



Ich würde Euch sehr dankbar sein, wenn Ihr diese zwei Absätze angemessener schreiben könntet, weil das mir ein bisschen zu hohes Deutsch ist, was nicht bedeutet, dass das schlecht ist.
Donnerstag, den 02. Juli 2009 um 19:27 Uhr
Kerem Adıgüzel
Salam,

Ich möchte versuchen, die Abschnitte neu zu formulieren:

Die beiden Verse erklären sich gegenseitig und ergeben erst zusammen das vollständige Bild. Der 66. Vers in Kapitel 8 erwähnt, wie stark die "normalen" Muslime/Gottergebenen realitätsbezogen sein können. Aber der beste Fall (der Idealfall) tritt bei denen auf, die standhaft sind. Das heißt, dass die Standhaften wegen ihrer Stärke mehr Gegner bezwingen können in einem Krieg.

In Vers 8:66 wird klar gemacht, dass sogar die "schwachen" Muslime dazu fähig sein sollten, pro Person zwei Ableugner bzw. Heiden (Kafir) zu überbieten. Diese Überbietung betrifft die Strebsamkeit, die Technik und die Intelligenz. Den Gottergebenen wird es als Aufgabe verliehen, die Schwächen zu vermindern, um dem Ideal näher zu kommen. Wobei das Ideal bedeutet, dass ein standhafter Gottergebener zehn Gegner besiegen kann.

mfG und in Frieden,
Kerem
2Sonntag, den 24. Juli 2011 um 23:50 Uhr
Batul
leider kann ich im abschniit, wo über die wunderzahl 19 berichtet wird, keine Kommentare abgeben. Ich finde es einfach unfassbar, dass ihr sagt, dem Koran wurde ein Vers durch MEnschenhand zugefügt.

Allah sagt, dass der Koran geschützt ist und dass nichts falsches reinkommen kann und was sagt ihr? Ihr sagt, dass gut 1400 Jahre lang etwas von MEnschenhand geschriebenes im Koran stand und erst in unserer heutigen Zeit entlarvt wurde. Wie könnt ihr so etwas nur behaupten? Also haben Milliarden und aber Milliarden von Muslimen 1400 Jahre lang an einen falschen Vers geglaubt?

Das was ihr da behauptet, ist gewaltig. Lasst lieber diese Zahlen spielerei. Wenn seit 1400 Jahren kein MEnsch davon gewusst hat, dann braucht es auch jetzt keiner zu wissen, wenn überhaupt etwas dran sein sollte an diesem 19er System.

Im Koran steht doch eindeutig, wer auch nur den kleinsten Teil vom Koran ablehnt, gehört zu den HEuchlern und es ist genau so, als ob sie den ganzen Koran ablehnen. Also hört auf, dem Koran zu wiedersprechen. Wenn eure Behauptungen wahr wären, dann gäbe es ja gewaltige Wiedersprüche im Koran.

Ihr habt hier einige ausgezeichnete Beiträge verfasst, aber mit diesem Verwirrspiel schneidet ihr euch nur selbst ins fleisch.
Montag, den 25. Juli 2011 um 10:31 Uhr
Kerem Adıgüzel
Salam Batul,

Verwirrung ist kein Spiel, sondern eine wesentliche Notwendigkeit, um im Leben und vor allem im Glauben voranzukommen. Verwirrung erzeugt Fragen und die Suche nach Antworten klärt viele Missverständnisse auf.

Vieles was auf diesen Seiten steht, mag unfassbar erscheinen. Dies bedeutet aber nur, dass man sich Zeit lassen sollte, um das Gelesene zu verarbeiten und die Gefühle, die man als Reaktion auf diese Texte in sich hervorgerufen hat, ausklingen zu lassen. Danach kann man sich an den Text erneut wagen und versuchen, den Spreu vom Weizen zu trennen.

Da merkt man z.B. dann auch, dass es wohl kaum "Milliarden und aber Milliarden von Muslimen" gewesen sein können. Da wird man dann auch im Koran sehen, dass sowieso nur eine Minderheit an Gott wirklich, wahrhaftig und aufrichtig glaubt. Der Mehrheit zu folgen und zu glauben, die Mehrheit der Gläubigen habe den richtigen Weg eingeschlagen und im Herzen die Weisungen Gottes verinnerlicht, wäre ein Widerspruch zu Gottes Versprechen, dass die Menschen eben nicht so sind.

12:103 Und die meisten Menschen sind nicht gläubig, auch wenn du dich bemühst
12:106 Und die meisten glauben nicht an Gott, ohne Ihm beizugesellen.

6:116 Wenn du auf die meisten Menschen der Erde hören würdest, würden sie dich irreführen und von Gottes Weg abbringen, denn sie gehen nur nach Mutmaßungen vor und stellen Vermutungen ohne Beweise an.

Den Unterschied zwischen den Gläubigen, die sich Gedanken machen über die Zeichen Gottes, und den Ableugnern und Heuchlern zu erkennen, die oberflächliche Gedanken in sich tragen und behaupten ohne sich selbst Rechenschaft abzulegen in ihrem Herzen Gott gegenüber, ist nicht so einfach und deshalb sind wir auch von der Führung und Rechtleitung Gottes abhängig.

Der Koran wurde schon seit Beginn geschützt. Niemand konnte ihm etwas hinzufügen. Doch der Koran wurde von Gott geschützt, nicht von Menschen, die ihn übertragen und überliefert haben. Die Menschen haben einen Fehler gemacht. In Wirklichkeit wurde dem Koran nichts hinzugefügt - nur dem Koran, der durch Menschenhand kopiert wurde.

Welche Widersprüche würden denn auftauchen, wenn unsere Behauptungen wahr wären?

Was die Generationen vor uns anbelangt, gibt der Koran eine Antwort:

20:51-52 (Pharao) sprach: "Und wie steht es dann um die früheren Generationen?" Darauf sagte er: "Das Wissen darüber ist bei meinem Herrn allein in einem Buch. Meinem Herrn entgeht nichts, und Er vergisst nichts."

Das heißt also, dass Gott diese wenigen Menschen, die im Sinne des Schöpfers gläubig waren, auf keinen Fall vergessen hat. Dies ist die Macht und Güte Gottes.

In Frieden,
Kerem
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