| Sura 102 – Grammatikalische Formen |
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| Geschrieben von: Ayman Teryaki |
| Sonntag, den 30. Mai 2010 um 01:35 Uhr |
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Im Namen Gottes, Des Ermarmers, Des Gnädigen, Nach dem ich gemerkt habe, dass mehrere Leute Sura 102 anders verstanden haben als das, was manche Begriffe beinhalten, war es notwendig darüber eine Erklärung abzugeben, vor allem auch um zu zeigen, wie die Übersetzer das Wort [takathor=Vermehrung] nach ihrer Sichtweise anders interpretiert haben, als es ist. Im ersten Vers von Sura 102 steht gleich der Name dieser Sura. Der Vers beinhaltet nur 2 Wörter الهاكم [alhakom=euch lenk ab] التكاثر [Altakathor = Die Vermehrung] . Vers 1 hat noch keine Anhaltspunkte, was hier vermehrt wird. Doch Vers 2 gibt eine Annäherung, um was es hier handelt: nämlich um die Toten (Friedhöfe besuchen), was wiederum ein Vergleich zwischen den lebendigen (vers 1) und den Toten (Vers 2) darstellt. Ich möchte in erster Stelle die verschiedenen Interpretationen der Übersetzer zeigen , um vielleicht selber darauf kommen zu können, dass es hier um einen Verständigungsfehler geht und nicht nur um reinen Übersetzungsfehler. (Die rot markierten Wörter sind im Originalvers nicht vorhanden und sind nur die Sichtweise des jeweiligen Übersetzers)
Bei der Beschreibung des Wurzelbegriffes [KaThaRa = Mehren] (siehe ك ث ر ), aus dem das Wort [Takathara= sich (ver-)mehren] herstammt, haben wir mehrere Variationen und ihre grammatikalischen Zusammensetzung gezeigt, um den Leser darauf aufmerksam zu machen, auf was die Logik der arabischen Sprache basiert. Das kann man leicht identifizieren, wenn man mehrere Verben als Vergleich neben einander stellt: كثر [kathura] viel – zahlreich sein, mehr sein, ضرب [D´araba] jemanden schlagen, شبه [shabbaha] ähneln, Wie man hier sieht, wird der Buchstabe ت [Ta] am Anfang des Verbes eingesetzt, dann entsteht eine grammatikalische Form, die das Verb auf sich bezieht läßt. Und warum soll die Beschäftigung mit der Vermehrung eine schlechte Sache sein? Das Wetteifern der Religionen nach mehr Massen von Menschen war immer das Verhängnis. Vers 9:25 verdeutlicht uns, dass nicht bei der Mobilisierung der Massen die Macht liegt, sondern darin, in dem man sich Gott allein ergibt, und dass man sich nicht um die Massen bemüht, sondern um die Wahrheit. In der Zeit der Offenbarung gefiel den Menschen ihre große Zahl und sie meinten, dass sie dadurch nur gewinnen könnten. Doch Gott ließ sie ihren ersten Verlust erleiden, damit sie diesen Fehler erkennen, dass die Macht nur bei Gott liegt: لقد نصركم الله في مواطن كثيرة ويوم حنين اذ اعجبتكم كثرتكم فلم تغن عنكم شيءا وضاقت عليكم الارض بما رحبت ثم وليتم مدبرين
Auch Vers 5:100 zeigt uns, dass bei guten Dingen nicht um die Quantität geht sondern um die Qualität, was jeder vernünftige Mensch auch weiß.
Salam |




























































