| Heiraten von ungläubigen Menschen |
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| Geschrieben von: Ayman Teryaki |
| Donnerstag, den 02. Juli 2009 um 20:59 Uhr |
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Im Namen Gottes, Des Erbarmers, Des Gnädigen Traditionelle der verschiedenen Religionen verlangen von ihren Mitgliedern, dass sie nur solche heiraten, die ihrer Religion bzw. Konfession angehören. Für die Männer gibt es immer wieder Ausnahmen, die für Frauen nicht gelten. So sieht man in den islamisch traditionellen Ländern, dass Männer Frauen aus jeder Religion oder Konfession heiraten dürfen, während es den Frauen untersagt ist. Der Grund sei, so wie es immer wieder behauptet wird, dass Gott es so verordnet hätte. Tatsächlich: Gott verordnete es, dass Gläubige - Männer oder Frauen ohne Ausnahme - nur gläubige Ehepartner zu sich nehmen sollen: [2:221] Und heiratet keine Götzenanbeterinnen (Muschrik = Polytheistisch), ehe sie glauben. Und eine gläubige Dienerin ist besser als eine Götzenanbeterin, mag sie euch auch noch so gut gefallen. Und verheiratet nicht (gläubige Frauen) mit Götzenanbetern, ehe sie glauben. Und ein gläubiger Diener ist besser als ein Götzenanbeter, mag er euch auch noch so gut gefallen. Jene rufen zum Feuer, doch Allah ruft zum Paradies und zur Verzeihung mit Seiner Erlaubnis und macht den Menschen Seine Zeichen klar, damit sie Seiner gedenken mögen. Warum diese Verordnung wichtig ist wird im gleichen Vers erläutert, nämlich dass die Beziehung zu einem Ungläubigen (Ableugner, Polytheist oder Heuchler) einen Schaden im Glauben mit sich bringt. Der Vers handelt im Allgemeinen von der Ehe gläubiger Menschen und nicht im Bezug auf bestimmte Religion bzw. Konfession. Das Problem bei der Interpretation dieses Verses liegt eher im Verständnis des Wortes „gläubig“. [2:62] Diejenigen, die glauben, und diejenigen, die Juden sind, und die Christen und die Säbier, all die, die an Gott und den Jüngsten Tag glauben und Gutes tun, erhalten ihren Lohn bei ihrem Herrn, sie haben nichts zu befürchten, und sie werden nicht traurig sein. Die Verse 2:62 und 5:69 erläutern uns, dass der Glaube nicht mit einer bestimmten Religion verbunden ist, sondern mit den Grundsätzen:
In anderen Worten, es steht uns frei – ob Mann oder Frau – den zu heiraten, der von diesen Grundsätzen überzeugt ist, egal wie seine Religion heißen mag, denn die wahre Einstellung im Leben ist letztendlich „die Hingabe“ zum Allmächtigen (3:19). [5:5] Heute sind euch alle guten Dinge erlaubt. Und die Speise derer, denen die Schrift gegeben wurde, ist euch erlaubt, wie auch eure Speise ihnen erlaubt ist. Und ehrbare gläubige Frauen und ehrbare Frauen unter den Leuten, denen vor euch die Schrift gegeben wurde, wenn ihr ihnen die Brautgabe gebt, und nur für eine Ehe und nicht für Unzucht und heimliche Liebschaften. Und wer den Glauben verleugnet, dessen Tat ist ohne Zweifel zunichte geworden; und im Jenseits wird er unter den Verlierern sein. Den Beweis, dass die sunnitischen Gelehrten den Koran nicht wortgetreu übersetzt haben und ihre eigene Sichtweise in den Koran hineininterpretieren, finden wir in diesem Beispiel, das aus der Kairoer Azhar-Universität stammende Übersetzung des Korans kommt: Azhar-Übersetzung: Hier vertauschten die Übersetzer einfach das Wort „gläubig“ mit dem Wort „muslimisch“, um sich selbst und ihren Lehren Recht zu geben. Der Unterschied zwischen dem Wort Muslim (Gottergebener) und Momin (Gläubiger) wird im folgenden Vers (49:14) verdeutlicht: [49:14] Die arabischen Beduinen sagen: »Wir glauben« Sprich: Ihr glaubt nicht (wirklich). Sagt vielmehr: Wir sind Muslime geworden. Der Glaube ist ja noch nicht in eure Herzen gedrungen. Wenn ihr aber Gott und seinem Gesandten gehorcht, verringert Er euch nichts von euren Werken. Gott ist voller Vergebung und barmherzig. Wir hoffen, dass durch diesen kleinen Beitrag, einiges geklärt wurde und wünschen allen gläubigen Menschen Gottes Segen und Heil Salam |
| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 02. Juli 2009 um 21:06 Uhr |





























































alles schön und gut, aber leider sind laut koran christen nunmal ungläubig.
In Deinem Vers wird nicht das Wort "kafirun" (Ungläubige) benutzt sondern "kafara" (bedecken), insofern sind Personen, die Gott mit Jesus gleichsetzen keine Ungläubige, sondern betreiben Unglauben, wie es am besten bei der Übersetzung von Amir Zaidan herausgehoben wird. Unglauben betreiben können aber auch Muslime, deswegen sind sie aber per se keine Ungläubigen.
Ferner kommt hinzu, daß man die Wahrheit kennen muß, um kufr (Unglauben) zu betreiben. Von daher ist der Vers auch Kontextabhängig zu verstehen: die Personen, die damals derlei sagten hatten konkreten Kontakt zum Propheten, wurden also in Kenntnis gesetzt. Wenn nun aber ein Christ, der den Islam nicht kennt derlei sagt, so ist er nit notwendigerweise ein Ungläubiger oder betreibt Unglauben.
Zum Schluß: nicht jeder Christ hält Gott für Jesus.
Weiterführendes zum Thema:
http://meine-islam-reform.de/index.php/artikel/fiqh/144-ehe.html
http://meine-islam-reform.de/index.php/artikel/allgemein/122-unglaeubige.html
Wa salam
Noch ein kleiner Zusatz:
Es ist ein rein kirchlischer (katholisch/protestantisch) Glaube, Jesus als Gott zu bezeichnen. Die meisten Freikirchen lehnen das ab.
Darüberhinaus ist es ein trugschluß zu glauben, dass die "Christen" die Gottheit nicht als Einheit sehen. Selbst die Dreifaltigkeit ist genaugenommen kein Anzeichen dafür, denn sie beschreibt nur die Offenbarung (Im Namen des Vaters, des Sohnes, des heiligen Geistes). Das sind nur Wege, auf die sich Gott/Allah geoffenbart hat und somit war bzw. ist es Gott selbst gewesen.