Start Koran Abraham und die Opferung

Aus dem Koran

68:36-38 Was ist mit euch, wie urteilt ihr?! Oder verfügt ihr über eine Schrift, in der ihr lest und alles findet, was ihr euch wünscht?

42:21 Oder haben sie Partner, die ihnen eine Religion vorschreiben, die nicht von Gott verordnet wurde?

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Abraham und die Opferung seines Sohnes PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Kerem Adıgüzel   
Mittwoch, den 24. Dezember 2008 um 16:31 Uhr
Ich suche Zuflucht bei Gott vor dem verfluchten Teufel,
Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen

Die Ehli Sunna und die Schia haben viele Falschheiten über Abraham erfunden, den Gott als Imam oder Führer aller Menschen bestimmt hat (imamu lin nass). Leider wird dadurch der Ruf Gottes falsch dargestellt. Diese Falschheiten bzw. Missverständnisse sind von der Bibel übernommen worden. Sie kommen im Koran NICHT vor. Nein, sie widersprechen dem Koran sogar komplett. Wir werden nun Beweise liefern, um zu zeigen, dass im Koran eine Anordnung bzw. ein Befehl Gottes an Abraham, seinen Sohn opfern zu müssen, nie stattgefunden hat. Die Basis der Missverständnisse der Ehli Sunna bildet Genesis 16:1-16 (klicken, um zu lesen)


Bukhary Ausgabe 4, Buch 55, Nummer 584
Ibn Abbas erzählte: Als Abraham Differenzen mit seiner Frau hatte (wegen ihrer Eifersucht auf Hagar, der Mutter Ismaels), nahm er Ismael und seine Mutter ging weg. Sie hatten einen Wassersack bei sich, mit ein wenig Wasser drin; Ismaels Mutter trank üblicherweise aus diesem, damit ihre Milch sich vermehren würde für ihr Kind. Als Abraham Mekka erreichte, setzte er sie unter einen Baum und ging anschließend nach Hause. Ismaels Mutter folgte ihm und als sie Kada' erreichten, rief sie ihm von hinten zu: 'O Abraham! Für wen verlässt du uns?' Er antwortete: 'Für Allah('s Sache).' Sie sagte: 'Ich bin zufrieden, mit Allah zu sein.' Sie ging zurück an ihren Platz und begann Wasser aus dem Wassersack zu trinken und ihre Milch vermehrte sich für ihr Kind. Als das Wasser alle war, sagte sie zu sich selber: 'Ich sollte besser gehen und schauen, dass ich vielleicht jemanden sehe.' Sie stieg den Safa-Berg empor und schaute, in der Hoffnung jemanden zu sehen, doch vergebens. Als sie runter zum Tal kam, rannte sie bis sie den Marwa-Berg erreichte. Sie rannte (zwischen den beiden Bergen) mehrere Male hin und her. Dann sagte sie zu sich selber: 'Ich sollte besser gehen und nach dem Zustand des Kindes schauen.' Sie ging und fand es im Zustand des Sterbens. Sie hielt es nicht aus, ihn sterben zu sehen und sagte (zu sich selber): 'Wenn ich gehe und schaue, dann finde ich vielleicht jemanden.' Sie ging und stieg den Safa-Berg empor und schaute für eine lange Zeit, konnte aber niemanden finden. So vervollständigte sie sieben Runden (des Rennens) zwischen Safa und Marwa. Ein weiteres Mal sagte sie (zu sich selber): 'Ich sollte besser zurückgehen und nach dem Zustand des Kindes schauen.' Doch plötzlich hörte sie eine Stimme und sie sagte zu dieser merkwürdigen Stimme: 'Hilf uns, wenn du uns überhaupt helfen kannst.' Lo! (?) Es war Gabriel(, der die Stimme hören ließ). Gabriel schlug auf die Erde mit seinem Absatz wie folgt (Ibn 'Abbas schlug auf die Erde mit seinem Absatz um es zu illustrieren) und so strömte das Wasser heraus. Ismaels Mutter war erstaunt und begann zu graben.


Dies ist die Nacherzählung der Bibel über die Eifersucht Sarahs gegenüber einer Leibeigenen namens Hagar, die sie ihrem Mann Abraham gegeben hatte. Gemäß diesem falschen Hadith konnte Sarah zu dieser Zeit keine Kinder gebären und entschied, ihre Leibeigene ihrem Mann als Geliebte zu geben.

Die Namen Sarah und Hagar werden nirgends im Koran erwähnt und deswegen können diese Namen nicht bestätigt werden.

Die Idee, dass ein Prophet oder Gesandter Gottes sogar Leibeigene im Haushalt habe, ist widerwärtig und steht im Gegensatz zu allen Lehren des Koran und zu allem, was Gott Abraham und Moses gelehrt hat. Die Propheten Gottes kamen, um die Sklaven zu befreien - NICHT um Sklaven in ihrem Haushalt zu haben. Dies ist, was der Prophet uns lehrte:
90:4-16 Wir haben doch den Menschen in Bedrängnis geschaffen. Meint er etwa, dass niemand Macht über ihn habe? Er sagt: "Ich habe ein großes Vermögen verbraucht." Denkt er etwa, dass keiner ihn sah?! Haben Wir ihm nicht zwei Augen gegeben, und eine Zunge und zwei Lippen, und haben Wir ihm nicht die beiden Wege (des Guten und des Schlechten) gezeigt? Doch er ging den schwereren Weg nicht. Woher sollst du wissen, was der schwere Weg ist? (Es ist) die Befreiung eines Sklaven, oder die Speisung an einem Tag von großer Hungersnot eines nahen Waisen, oder eines notleidenden Bedürftigen.
Gott wird dem Menschen zwei Wege zeigen. Er muss, um ins Paradies zu gelangen, den Weg wählen, der mehr Anstrengung und Mühe abverlangt. Das ist der Weg der Befreiung der Sklaven, der Speisung der Hungrigen etc. Nie würde Gott jemanden bitten – speziell Seine auserwählten Propheten und Gesandten – Sklaven(mädchen) in ihren Häusern zu halten und sie dann später als Geliebte zu nehmen.

Der Koran lehrt auch bis zur Heirat keusch zu bleiben. Aber im falschen Hadith wird vom Propheten behauptet, dass er mit einer Sklavin geschlafen habe.

Die Falschheiten über Abraham und seine Familie enden leider nicht hier. Lange vor dem Koran fabrizierten die Menschen Geschichten und Verleumdungen gegen den Allmächtigen Gott, dass Er dem Propheten Abraham befohlen habe, seinen Sohn zu opfern. Diese teuflische Verleumdung der früheren Religionen machen Gott und Abraham zu Angehörigen barbarischer Ritualen – der Opferung eines menschlichen Lebens. Zu lesen in Genesis 22:1-18.

Die Ehli Sunna und die Schia haben dieser Geschichte geglaubt und sie überliefert. Bis heute gedenken sie diese Verleumdung gegenüber Gott und dem Propheten Abraham mit Kamel- und Kuhopfern während dem Opferfest.

Die Geschichte Abrahams, wie er seinen Sohn opfern will, ist im Koran vorhanden, doch in einer völlig anderen Sichtweise. Der Koran kann die biblische Version nicht bestätigen (Das Wort "saddaqta" heißt 'bestätigen'. Siehe als Beispiel 66:12, wo Maria die Worte ihres Herrn als Wahrheit bestätigt (saddaqa).):
37:102-111 Als er (Ismael) alt genug war, um mit ihm zu arbeiten, sagte Abraham: "Mein Sohn! Ich sah im Traum, dass ich dich schlachten werde. Nun schau, was meinst du dazu?" Er sagte: "Vater! Tu, was dir befohlen wird! Du wirst, so Gott will, finden, dass ich einer der Geduldigen bin." Als sich beide (in Gottes Willen) ergeben hatten und er ihn mit der Stirn zum Boden hingelegt hatte, riefen Wir ihm zu: "O Abraham! Bereits hast du das Traumgesicht bestätigt! Gewiss, solcherart vergelten WIR es den Rechtschaffenen." Gewiss, dies war die offenkundige Prüfung. Und Wir lösten ihn mit einem großen Schlachtopfer aus. Und Wir bewahrten seine Geschichte unter den Nachkommen. Friede sei auf Abraham! So belohnen Wir den Rechtschaffenen. Er ist (einer) von unseren gläubigen Dienern.
Dies ist der Bericht im Koran über Abraham, der seinen Traum zu erfüllen versuchte. Dies war aber definitiv KEIN Befehl Gottes. Es war nur ein Traum, den Abraham für wahr gehalten hatte. Analysieren wir, was der Koran lehrt:

Wenn Gott Seinen Gesandten Anweisungen erteilt, bestimmte Dinge zu tun, gibt Er ihnen klare, deutliche Befehle und Zeichen, die keinen Raum für Missverständnisse für die Gesandten lassen (10:15; 7:101; 2:87,92).

Demzufolge wäre es nicht angemessen, dass Gott Abraham unklare Befehle durch einen Traum gibt, sodass Abraham seinen Sohn nach dessen Meinung befragt. Dies kann nicht das Verhalten eines Gesandten sein, der die Befehle Gottes erhält. Und wir sehen zusätzlich, dass ein Kind zu töten keiner der Befehle Gottes sein kann, da es Gottes Lehren völlig widerspricht:
6:151 Sprich: "Kommt her, ich will vortragen, was euer Herr euch verboten hat: Ihr sollt Ihm nichts zur Seite stellen und den Eltern Güte erweisen. Und ihr sollt eure Kinder nicht aus (Angst vor der) Armut töten - Wir versorgen euch und sie - und ihr sollt euch nicht den Schändlichkeiten nähern, seien sie offenkundig oder verborgen, und ihr sollt nicht dessen Leben ausschalten, das Gott unverletzlich gemacht hat, außer wenn dies gemäß der Gerechtigkeit geschieht. Das ist es, was Er euch geboten hat, auf dass ihr es begreifen möget."
Der Prophet lehrte uns Gottes Gebote, dass wir unsere Kinder nicht töten dürfen; sogar dann, wenn wir Angst vor der Armut haben. Wie kann also Gott einen Befehl erteilen, den Sohn eines Propheten opfern zu lassen? Und weiter steht auch, dass wir kein Leben ausschalten dürfen, außer es geschieht der Gerechtigkeit wegen. Wo war das Recht bei der Opferung Ismaels? Im folgenden Vers sehen wir, dass Gott uns mitteilt, dass das Opfern menschlichen Lebens (der Kinder) eine heidnische Praxis darstellt.
6:137 Und ebenso haben ihre Teilhaber vielen der Götzenanbeter das Töten ihrer Kinder als wohlgefällig erscheinen lassen, damit sie sie verderben und ihren Glauben verwirren können. Und hätte Gott Seinen Willen erzwungen, hätten sie das nicht getan; so überlasse sie sich selbst mit dem, was sie erdichten.
Gottes Gebot für die Menschheit ist, dass das Töten der Kinder (menschliche Opfer) eine Praxis der Heiden darstellt. Deswegen ist es unmöglich, dass Gott Abraham befehlen sollte, diese heidnische Praxis auszuführen. Die "Ulama" (die "Religionsgelehrten") werden natürlich alle obigen Verse ablehnen. Sie glauben lieber der biblischen Theorie, dass Gott dem Propheten Abraham befohlen habe, seinen Sohn zu opfern! Sie sagen auch, dass Gott es nie beabsichtigt habe, Abrahams Sohn töten zu lassen. Es wäre nur ein Test gewesen.
60:12 O Prophet! Wenn die gläubigen Frauen zu dir kommen, um das Treuegelöbnis zu leisten, dass sie Gott nichts beigesellen, nicht stehlen, keinen Ehebruch begehen, ihre Kinder nicht töten, keine Verleumdung vorbringen werden, die sie selbst wissentlich ersonnen, noch dir ungehorsam sein werden in dem, was recht ist, dann nimm ihren Treueid an und bitte Gott um Vergebung für sie. Wahrlich, Gott ist allvergebend, barmherzig.
In diesem Vers wird es ausdrücklich erwähnt, dass gläubige Frauen in ihrem Treuegelöbnis erwähnen, ihre Kinder nicht zu töten, da diese Handlung eine große Sünde ist. Daraus folgt, dass Gott unmöglich Abraham testen wollen kann, wo dies Seinen eigenen Lehren direkt widerspricht.

Hätte Abraham über diese Gebote wissen können, die eigenen Kinder nicht töten zu dürfen? Er hatte es natürlich gewusst, denn Gott teilt uns mit, dass alles, was Er im Koran offenbart hat, bereits Moses und Abraham offenbart wurde:
87:18-19 Das steht bereits in den früher offenbarten Schriften, in den Schriften von Abraham und Moses.
Gott hat also Abraham gelehrt, dass die Darbietung menschlicher Opfer eine heidnische Handlung ist. Die Bibel jedoch lehrt, dass Gott dem Propheten Abraham es befohlen haben soll, seinen Sohn zu opfern. Was für ein Widerspruch zwischen den Schriften!

Und es wird uns klar durch den Koran mitgeteilt, dass es eine große Sünde ist, eine unschuldige, gläubige Seele zu töten:
4:92 Keinem Gläubigen steht es zu, einen anderen Gläubigen zu töten, es sei denn aus Versehen...
4:93 Wer einen Gläubigen vorsätzlich tötet, wird mit der Hölle bestraft, in der er ewig bleiben wird. Gott zürnt ihm, verdammt ihn und bereitet ihm eine überaus qualvolle Strafe.
Einen Gläubigen zu töten ist eine zum Koran widersprüchliche Handlung. Es wird uns mitgeteilt, dass Gott NIE Sünden befiehlt:
7:28 ... Sprich: "Gott befiehlt nicht, abscheuliche Taten zu begehen. Wie könnt ihr Gott etwas zuschreiben, worüber ihr nichts wisst?"
Gott kann nicht, nachdem Er die Menschheit lehrt, dass die eigenen Kinder zu töten eine Praxis der Ableugner darstellt und dass die Strafe für einen vorsätzlichen Mord an einem Gläubigen die Hölle bedeutet, Sich Selber widersprechen, indem er Abraham testet, seinen eigenen Sohn zu opfern.

Wenn wir diese Fakten einzeln nehmen, so wissen wir, dass Abrahams Sohn ein guter Gläubiger war. Ihn zu töten würde eine Sünde sein und wir wissen, dass Gott NIE Sünden befiehlt. Die Wahrheit wird deutlich: Abraham hatte einen Traum, aber es war nicht Gottes Befehl, seinen Sohn wahrhaftig töten zu lassen.
37:102-105 Als er (Ismael) alt genug war, um mit ihm zu arbeiten, sagte Abraham: "Mein Sohn! Ich sah im Traum, dass ich dich schlachten werde. Nun schau, was meinst du dazu?" Er sagte: "Vater! Tu, was dir befohlen wird! Du wirst, so Gott will, finden, dass ich einer der Geduldigen bin." Als sich beide (in Gottes Willen) ergeben hatten und er ihn mit der Stirn zum Boden hingelegt hatte, riefen Wir ihm zu: "O Abraham! Bereits hast du das Traumgesicht bestätigt! Gewiss, solcherart vergelten WIR es den Rechtschaffenen."
In den Versen 37:101-113 wird berichtet, dass Abraham seinem Sohn mitteilt, er habe im Traum gesehen, wie er ihn geopfert habe, nicht dass Gott es ihm befohlen habe. Er hat seinen Traum nicht auf eine metaphorische Sichtweise, sondern wörtlich (und somit falsch) bewertet und meinte, seinen Sohn tatsächlich opfern zu müssen. Statt seinen Sohn auf mentale Art zu töten (d. h. seinen Sohn nicht als etwas Wichtigeres als Gott zu betrachten), versucht er seinen Sohn wirklich (physikalisch) zu töten. Der Grund, wieso Abraham es versucht, ist, dass er sich von ganzem Herzen Gott ergeben hat und er fälschlicherweise meint, dass dies ein Befehl Gottes sei. Dieses Verhalten, seinen Sohn wirklich opfern zu wollen, zeigt, dass er sich Gott vollends ergeben hat und dass er auch den Traum in seiner metaphorischen Sichtweise erfüllt hat: Gott kommt vor allem, sogar vor den wertvollsten Vermögen und auch sogar vor den eigenen Kindern. Gott hat Abraham davor bewahrt, die falsche Bewertung seines Traumes zu verwirklichen. Abraham zeigte sein Vertrauen in die Ergebenheit Gottes. Gott hat nicht das Wissen Abrahams (und seine Bewertung des Traumes), sondern seine Absicht und seine Verinnerlichung, sein Inneres belohnt.


Gepriesen sei der gnädige, barmherzige Herr!
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 30. Dezember 2008 um 22:55 Uhr
 
Kommentare (6)
1Dienstag, den 15. Dezember 2009 um 10:02 Uhr
Berrin Demir
1. "O Abraham! Bereits hast du das Traumgesicht bestätigt! Gewiss, solcherart vergelten WIR es den Rechtschaffenen."

Was genau kann man unter dieser Aussage verstehen?


2.Gewiss, dies war die offenkundige Prüfung. Und Wir lösten ihn mit einem großen Schlachtopfer aus.

Mag sein Traum kein Befehl gewesen sein. (Er sagte: "Vater! Tu, was dir befohlen wird! - vielleicht doch ein Befehl?)
Was ist dann mit offenkundiger Prüfüng,die durch ein Schlachtopfer ausgelöst wird, gemeint ?

Möge ALLAH uns rechtleiten..
Samstag, den 19. Dezember 2009 um 13:37 Uhr
Kerem Adıgüzel
Salam Berrin,

Die erste Frage wird ja im letzten Absatz des Artikels beantwortet. Dass der Sohn Abrahams seinem Vater sagt, er solle tun, was ihm "befohlen" wird, heisst nicht, dass das ein Befehl Gottes gewesen sein muss. Es gibt nur das Verständnis von Abrahams Sohn wieder. Es wird nichts darüber gesagt, ob dieses Verständnis korrekt ist oder nicht.

Die zweite Frage: das Verb "auslösen" ist durchaus näher zu betrachten. Vielleicht ist es besser im Sinne von "erretten", "erlösen". Oder besser wäre auch als Erklärung von "auslösen" wohl die bildliche Beschreibung "Lösegeld". Abrahams Aufgabe war nicht, seinen Sohn real zu töten, sondern mehr seine Einstellung zu seinem Sohn zu "töten". Er durfte seinen Sohn nicht über Gott stellen und Abraham hat sich auf eigene Faust und auf Bestätigung seines Sohnes hin entschieden, seinen Sohn zu töten. Mit dieser Entscheidung hat er schon bewiesen, dass er die Einstellung korrigiert hatte und Gott "errettete" ihn durch ein "Schlachtopfer" und um damit die Geschichte von Abraham als Ritual zu erhalten für weitere Völker.

mfG und in Frieden,
Kerem
2Freitag, den 05. Februar 2010 um 23:54 Uhr
habo
hmm hört sich recht gut an, aber zwei frage haben ich:

1)du schreibst das verb "auslösen", kann auch erretten oder so bedeuten? könntest du mal die bedeutungen zusammenfassen und auch das wort auf arabisch zeigen (und wenn es geht noch mit dem selben verb im koran, die bedeutung "erretten" aufzweigen?)

2)"Als sich beide (in Gottes Willen) ergeben hatten und er ihn mit der Stirn zum Boden hingelegt hatte," mit der betonung "in gottes willen". wie soll man das verstehen? sie ergeben sich in gottes willen...daraus kann ich nur herleiten, dass es gottes willen war, ismael für ihn zu opfern?


danke schonmal im voraus

möge gott uns alle rechtleiten

mfg

ps.: hört sich schon sehr sinnvoll, verstehe deinen ansatz schon, aber wenn du mir die zwei fragen noch beantworten könntest, hast du mich überzeugt Smile
Samstag, den 06. Februar 2010 um 12:50 Uhr
Kerem Adıgüzel
Frieden Habo!

Natürlich, gleich zum ersten Punkt:
Das arabische Verb, das dahinter steht ist fada (فَدَى) und im Verb kommt es in folgender Vorm vor: فدينه - wir lösten ihn aus.

Lessan.org spuckt beispielsweise bei diesem Verb 'freikaufen' aus. Selbst im modernen Standardarabisch also exakt die Bedeutung, die im Koran verwendet wird.

Zum zweiten Punkt ist auch so viel zu sagen, dass im Vers der "Wille Gottes" nicht genauer geklärt wird. Die Vermutung ist durchaus plausibel, dass es sich hierbei tatsächlich um Gottes Befehl handeln könnte, das ist aber eine Vermutung. Und da Gott laut Qur'an nichts Abscheuliches befiehlt und wiederum im Qur'an es verbietet, die eigenen Kinder zu töten, wäre es deshalb widersprüchlich anzunehmen, Gott befehle etwas, was Seiner eigenen Sunna entgegen geht. Im Qur'an steht an manchen Stellen, dass sich die Sunna Gottes (sunnatullah) nicht geändert hat und dass die Inhalte des Qur'an bereits in den Schriften Abrahams vorhanden waren. Dies alles zwingt uns dazu, die obige Vermutung abzulehnen. Stattdessen muss nun "Gottes Wille" als etwas Allgemeines verstanden werden. Gottes Wille war es also, dass Abraham seinem Sohn nicht unnötig viel Wertschätzung entgegen bringt. Es ist ein allgemeiner Befehl Gottes, dass wir dieser Welt nicht zu viel Wichtigkeit beimessen. Dies ist der allgemeine Wille Gottes. Die Bereitschaft von Abraham und seinem Sohn zeigen gerade deutlich, dass sie sich diesem allgemeinen Willen Gottes vollends ergeben haben. Sie würden sogar so weit gehen, Widersprüche zu den Lehren Gottes und der Sunna Gottes zu akzeptieren, um sich Gottes Willen zu ergeben! In der Hinsicht ist in ihrer Geschichte ein anschauliches Beispiel für uns.

Wir können nur von Abraham und seinem Sohn lernen, was die Ergebenheit in Gottes Willen angeht. Gott sei gepriesen!

Danke für die Fragen.

MfG und in Frieden,
Kerem
3Dienstag, den 27. Juli 2010 um 18:00 Uhr
Peter Weiden
Es gibt absolut keinen Unterschied in der Opferung von Isaak und Ismael. Es ist beides eine Prüfung (Vers 106) und ein Befehl (Vers 102). Der einzige Unterschied ist, dass wir Christen uns so weit mit unserer Religion auseinandersetzen können, dass wir anerkennen, dass die Bibel eine Sammlung von Erzählungen ist, und man nicht den Verstand ausschalten muss, wenn man darin liest.
Mittwoch, den 28. Juli 2010 um 11:50 Uhr
Kerstin
Hallo und Frieden Herr Weiden

und trotzdem gibt es genug Christen die gerade das nicht tun. Dieses Bibelverständnis hat mir (als Christin) schon sehr oft von anderen Christen Unverständnis entgegengebracht. Ich bin iimmer wieder erstaunt, wie viele Christen wirklich denken, die Bibel ist wortwörtlich und Wort für Wort Gottes Wort
Aber auch Muslime dürfen sich natürlich mit ihrere Religion auseinandersetzen und sehr viele tun es ja auch (deshalb gibts ja diese website) Ja, der Koran mahnt sogar sehr oft, dass die Menschen doch nachdenken sollen.

Mit freundlichen Grüßen
Kerstin
4Sonntag, den 05. Dezember 2010 um 04:40 Uhr
Muhammed
Als sich beide (in Gottes Willen) ergeben hatten ???

was heisst das für dich??
also akzeptierten Beide diesen willen Gottes,was natürlich eine Riesige Prüfung sein sollte!!Und ein Lehre für Die Gesamte Menschheit!
Hier will uns Allah swt.nicht i.welche heidnische tötungen erklären,sondern in diesem vers will Allah swt uns nur sagen was diese Grossartigen Menschen Abraham a.s und Ismail a.s für Gott Getan haben um diese Religion Aufzubauen?!was verzerrt ihr immer alles!!!
Wenn Allah swt selbst sagt im traum gesehen,wer ermöglicht den die Träume??Wenn Allah swt es nicht wollte hätte das sie es träumen,hätte er erst garnicht in den traum sehen können,was nacher zu der Handlung kommt! Allah hat sogar diese Denkweise und handl und von Abraham nach dem Traum Vorhergeschrieben Und gewusst!! sorry aber ihr hängt euch oft an umwegen auf!!


Allahu Alem

As-Salaamu 'Alaikum wa Rahmatullahi wa Barakatuh
Samstag, den 11. Dezember 2010 um 18:14 Uhr
Kerem Adıgüzel
Salam Muhammed!

Danke für den Kommentar. Ich müsste also nach Ihrer Bewertung der Träume und als islamisch lebender Mensch, also als ein Mensch, der sich Gottes Weisungen und Befehlen hingeben und unterordnen will, Menschen entführen oder töten, wenn eine Stimme im Kopf während eines Traums dies mir befiehlt und ich dies als "Gottes Stimme" glaube zu erkennen?

Natürlich haben die Träume eine tiefe Bedeutung, welche unsere Seele betreffen. Selbst der Koran weist uns ausdrücklich darauf hin, allerdings sagt er nicht, dass die Träume wörtlich zu verstehen seien.

Es könnte durchaus sein, dass unsere Gedanken falsch sind. Allerdings sind Ihre Begründungen m.E. eher schlimmer in den daraus folgenden Konsequenzen als unsere eventuell unkorrekten Gedanken.

Wa 3alaykum as-salaam
5Dienstag, den 25. Januar 2011 um 22:04 Uhr
Serdar
Ich habe mal ein bisschen darüber nachgedacht, und mir erscheint eure Erläuterung als Logisch.
Die Gegenthese wäre ja: "Gott will Abrahams Glaubenskraft testen!"
Doch wie wir wissen, ist Gott Allweise, er kennt das Offenbare und das Verborgene, und er kennt die Herzen der Menschen.
Sprich: Es gibt überhaupt keinen Grund Abraham testen zu müssen, denn Gott weiß es! Gott weiß demnach auch das Abraham in der Lage wäre seinen Sohn zu opfern, wenn es von Gott befohlen wäre!
Nun ist das Einzige was an dem ganzen Kontext stört die Übersetzung. Als sich beide (in Gottes Willen) ergeben haben...steht dort. Wenn ich mich nicht irre, sind die Geklammerten Wörter immer eine Präferenz des Übersetzers, um dem Übersetzten den Kontext zu vervollständigen.
Ist es nicht möglich, dass es nicht (in Gottes Willen), sondern (dem Traum) heissen müsste? Als sich beide (dem Traum) ergeben haben....
Dies würde die gesamte Analyse unterstreichen.

Gruß
Serdar
Samstag, den 29. Januar 2011 um 13:37 Uhr
Kerem Adıgüzel
Salam Serdar,

Danke für den Kommentar! In der Tat ist der Ausdruck in Klammern nicht im Koran wirklich vorhanden, doch das Verb "aslama" kommt von der Wurzel "s-l-m", also sich ergeben. Im Koranischen Gebrauch bedeutet dies meist dann Ergebung in Gottes Willen, selbst wenn Gottes Wille nicht erwähnt wird. Deshalb kann dies hier auch so gemeint sein. Da aber der Text zeigt, dass dies alles auf keinen Fall Gottes Wille war, dass Ismael geopfert werden sollte, kann diese Stelle nur eine bloß subjektive Bedeutung in sich tragen - nämlich, dass sie sich dem ergeben hatten, wovon sie glaubten es sei Gottes Wille.

Wünsche allen Lesenden Gottes Segen!

MfG und in Frieden,
Kerem
6Dienstag, den 30. August 2011 um 08:20 Uhr
Hajrdin
Selam Alejkum Bruder Kerem,

Ramadan Bajram Mubarek olsun !!!

Und das ist auch gleich meine Frage an dich bzw. euch (Bruder Hanif seine Meinung würde mich auch interessieren). Wo haben die Bajram/Eid Feste und Gebete ihrem Ursprung, reine Bräuche ? Weil ich beim Kuran lesen nichts dazu finden kann. Würde mich über eine Antwort von euch sehr freuen.

Selam
Mittwoch, den 31. August 2011 um 13:54 Uhr
Kerem Adıgüzel
Salam Hajridin!

Danke und ebenso ein fröhliches Fest! Möge Gott das Fasten der Gottergebenen / Muslime um ein Vielfaches mit Glück, Zuversicht und Freude belohnen. Möge Er uns allen Kraft schenken, standfest auf seinem Weg zu gehen und zu bleiben und selbst zu einer Wärme- und Trostquelle für andere zu werden. Möge das Gute geschehen!

Es sind reine Bräuche. Man kann zwar das Opferfest noch angelehnt an den Koran betrachten, da er davon spricht die Geschichte von Abraham für die späteren Generationen aufzubewahren, doch sie sind kein integraler Bestandteil der Religion. Was nicht heißen soll, dass man sie nicht genießen und feiern darf.

Gutes, angenehmenes und fröhliches Feiern! Smile

In Frieden,
Kerem
Freitag, den 16. September 2011 um 22:10 Uhr
Ayman Teryaki
Salam

danke für die Frage.

Feiertage dienen im Allgemeinen als Erinnerung an bestimmten Ereignisse, die man jedes Jahr gleicher Zeit wiederholt, um sich Gott dankbar zu zeigen. In diesen Festen werden Geschenke an Armen, Obdachlose, Bedürftige usw. verteilt, das Fleisch der Opfertiere werden geteilt bzw. Mahlzeiten vorbereitet und angeboten.

Da ich sowieso in September jedes Jahr faste, ist es mir auch logisch, dass ein Teil der Ernte (Ende des Fastenmonats 1.Okt) abgegeben wird, was ja zum islamischen Gesetz gehört (Die Abgaben).
Diese Aktion bedarf sowieso eine Versammlung der Ackerbesizter, Viehzüchter, arme Menschen, die ihren Teil bekommen sollen und und, so dass eine Art Fest automatisch entsteht. (Siehe auch im Bezug auf Hajj 22:28)

Das Problem ist, dass viele unter Fest etwas anderes verstehen (genau so wie bei Weihnachten), entweder möchte man sich selbst Geschenke machen und feiern oder man denkt an andere, die auch das Recht haben, gut zu leben.

siehe auch Vers 5:114 im Bezug auf Feiertage: http://alquran.eu/index.php?trans=Quran,azhar,ahmadyya,hanif&rootvers=5:114&srchT=Quran
es ist sozusagen ein Tag, an dem ein großes Zeichen geschah, als Erinnerung für die Menschen

Salam
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