| Sure 33 Vers 50-52 |
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| Geschrieben von: Harun |
| Samstag, den 05. Februar 2011 um 11:54 Uhr |
Frieden und Segen von Gott sei stets mit euch,
Ich würde mich freuen, wenn auch ich, anhand Eures Wissens, auf dem Weg zur Rechtschaffenheit gestützt werde .
Konnte leider zu den folgenden Versen keine eindeutige und mir erleuchtende Erklärung finden, so hoffe ich, dass einer aus Eurer Gruppe vielleicht versiert darin ist.
Sure 33 Vers 50:
"O Prophet, Wir haben dir (zu heiraten) erlaubt: deine Gattinnen, denen du ihren Lohn gegeben hast, das, was deine rechte Hand (an Sklavinnen) besitzt von dem, was Allah dir als Beute zugeteilt hat, die Töchter deiner Onkel väterlicherseits und die Töchter deiner Tanten väterlicherseits, die Töchter deiner Onkel mütterlicherseits und die Töchter deiner Tanten mütterlicherseits, die mit dir ausgewandert sind; auch eine (jede) gläubige Frau, wenn sie sich dem Propheten (ohne Gegenforderung) schenkt und falls der Prophet sie heiraten will: Dies ist dir vorbehalten unter Ausschluß der (übrigen) Gläubigen – Wir wissen wohl, was Wir ihnen hinsichtlich ihrer Gattinnen und dessen, was ihre rechte Hand (an Sklavinnen) besitzt, verpflichtend gemacht haben –, damit für dich kein Grund zur Bedrängnis bestehe. Und Allah ist Allvergebend und Barmherzig."
Vers 52:
"Darüber hinaus ist dir weder erlaubt, Frauen zu heiraten noch sie gegen (andere) Gattinnen einzutauschen, auch wenn ihre Schönheit dir gefallen sollte, mit Ausnahme dessen, was deine rechte Hand (an Sklavinnen) besitzt. Und Allah ist Wächter über alles."
1. Frage: Unterhielt unser Prophet(Friede, Segen und Barmherzigkeit sei mit ihm) sich Sklavinnen, welche z.B. aus Kriegsbeute resultierten?
2. Frage zu "..Dies ist dir vorbehalten unter Ausschluß der (übrigen) Gläubigen": Bedeutet es, dass diese Gesetze ausschließlich unserem Propheten (Friede, Segen und Barmherzigkeit sei mit ihm)vorbehalten sind und nicht weiter von Gläubigen beachtet werden dürfen?
Vers 53:
"...Und es steht euch nicht zu, dem Gesandten Allahs Leid zuzufügen, und auch nicht, jemals seine Gattinnen nach ihm zu heiraten."
3. Frage: Ein Gesetz, welches speziell unserem Propheten (Friede, Segen und Barmherzigkeit sei mit ihm) erlassen wurde, oder impliziert dieses, dass eine Witwe nicht geheiratet werden darf?
Vielen Dank schon einmal im Voraus für eure Zeit und Mühe!
Zudem kam ich, bei einer Eurer Antworten auf die Frage "1. Darf sich ein Muslim selbst befriedigen?" ins Grübeln.
Denn Eure Antwort neigte sich dem "Ja" hin. Kurz daraufhin aber bei der "Porno-Frage" hieß es:"Nehmen wir mal an, pornographischer Inhalt wäre erlaubt und in Ordnung. Wieso befürchten wir von unseren Müttern und vielen Mitmenschen beim Schauen erwischt zu werden und vergessen dabei Gott?"
Warum ich nun grübele, die Angst beim onanieren erwischt zu werden, ist, meiner Meinung nach, genau so groß, wie beim Schauen eines Pornos.
Und das Fußballern dies verboten ist, weist ein Gegenbeispiel zu "Wer sich mit diesem Thema in biologischer bzw. medizinischer Sicht befasst, wird sehen, dass Masturbation in vielen Fällen positiv ist".
So konnte ich auch keine medizinische Erkenntnis finden, welche Enthaltsamkeit, für die Allgemeinheit, als "ungesund" betitelt. (Ausnahmen bestätigen die Regel, darauf wollen wir ja nicht eingehen)
Damit möchte ich lediglich sagen, so einfach kann man dieses Thema, meiner Meinung nach, nicht mit "Ja, du darfst (sollst)" beantworten.
Darüber hinaus, halte ich all Eure Antworten und Artikel für äußerst hilfreich und weltoffen.
Möge Gott euch dafür belohnen und stärken!
Viele liebe Grüße
Harun
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| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 05. Februar 2011 um 17:53 Uhr |
Dieser Kommentar ist von "10 einleitende Fragen und ihre Antworten zum Islam"
Kommentare (2)





























































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Konnte leider zu den folgenden Versen keine eindeutige und mir erleuchtende Erklärung finden, so hoffe ich, dass einer aus Eurer Gruppe vielleicht versiert darin ist.
Sure 33 Vers 50:
"O Prophet, Wir haben dir (zu heiraten) erlaubt: deine Gattinnen, denen du ihren Lohn gegeben hast, das, was deine rechte Hand (an Sklavinnen) besitzt von dem, was Allah dir als Beute zugeteilt hat, die Töchter deiner Onkel väterlicherseits und die Töchter deiner Tanten väterlicherseits, die Töchter deiner Onkel mütterlicherseits und die Töchter deiner Tanten mütterlicherseits, die mit dir ausgewandert sind; auch eine (jede) gläubige Frau, wenn sie sich dem Propheten (ohne Gegenforderung) schenkt und falls der Prophet sie heiraten will: Dies ist dir vorbehalten unter Ausschluß der (übrigen) Gläubigen – Wir wissen wohl, was Wir ihnen hinsichtlich ihrer Gattinnen und dessen, was ihre rechte Hand (an Sklavinnen) besitzt, verpflichtend gemacht haben –, damit für dich kein Grund zur Bedrängnis bestehe. Und Allah ist Allvergebend und Barmherzig."
Vers 52:
"Darüber hinaus ist dir weder erlaubt, Frauen zu heiraten noch sie gegen (andere) Gattinnen einzutauschen, auch wenn ihre Schönheit dir gefallen sollte, mit Ausnahme dessen, was deine rechte Hand (an Sklavinnen) besitzt. Und Allah ist Wächter über alles."
1. Frage: Unterhielt unser Prophet(Friede, Segen und Barmherzigkeit sei mit ihm) sich Sklavinnen, welche z.B. aus Kriegsbeute resultierten?
2. Frage zu "..Dies ist dir vorbehalten unter Ausschluß der (übrigen) Gläubigen": Bedeutet es, dass diese Gesetze ausschließlich unserem Propheten (Friede, Segen und Barmherzigkeit sei mit ihm)vorbehalten sind und nicht weiter von Gläubigen beachtet werden dürfen?
Vers 53:
"...Und es steht euch nicht zu, dem Gesandten Allahs Leid zuzufügen, und auch nicht, jemals seine Gattinnen nach ihm zu heiraten."
3. Frage: Ein Gesetz, welches speziell unserem Propheten (Friede, Segen und Barmherzigkeit sei mit ihm) erlassen wurde, oder impliziert dieses, dass eine Witwe nicht geheiratet werden darf?
Vielen Dank schon einmal im Voraus für eure Zeit und Mühe!
Zudem kam ich, bei einer Eurer Antworten auf die Frage "1. Darf sich ein Muslim selbst befriedigen?" ins Grübeln.
Denn Eure Antwort neigte sich dem "Ja" hin. Kurz daraufhin aber bei der "Porno-Frage" hieß es:"Nehmen wir mal an, pornographischer Inhalt wäre erlaubt und in Ordnung. Wieso befürchten wir von unseren Müttern und vielen Mitmenschen beim Schauen erwischt zu werden und vergessen dabei Gott?"
Warum ich nun grübele, die Angst beim onanieren erwischt zu werden, ist, meiner Meinung nach, genau so groß, wie beim Schauen eines Pornos.
Und das Fußballern dies verboten ist, weist ein Gegenbeispiel zu "Wer sich mit diesem Thema in biologischer bzw. medizinischer Sicht befasst, wird sehen, dass Masturbation in vielen Fällen positiv ist".
So konnte ich auch keine medizinische Erkenntnis finden, welche Enthaltsamkeit, für die Allgemeinheit, als "ungesund" betitelt. (Ausnahmen bestätigen die Regel, darauf wollen wir ja nicht eingehen)
Damit möchte ich lediglich sagen, so einfach kann man dieses Thema, meiner Meinung nach, nicht mit "Ja, du darfst (sollst)" beantworten.
Darüber hinaus, halte ich all Eure Antworten und Artikel für äußerst hilfreich und weltoffen.
Möge Gott euch dafür belohnen und stärken!
Viele liebe Grüße
Harun
Danke für die Fragen! Es freut uns immer sehr, wenn sich Menschen weitere Gedanken machen.
Dass die Ausdrucksweise "ma malakat aymanukum" (was in eurer rechten Hand ist) als Sklavinnen interpretiert wird, ist eine Folge der falschen Vorstellungen der früheren Gelehrten - ob sie nun für sich selbst eine Legitimation suchten, um sich Sklavinnen halten zu können, oder weil sie aufrichtig daran glaubten, dass das richtig sei.
So lautet also die Antwort zur 1. Frage: Nein. Der Koran schreibt vor, "gefangen genommene" Sklaven zu befreien - denn das ist der Weg Gottes (sunnatullah).
Die 2. Frage wird mit "ja" beantwortet. Der Prophet ist der einzige Mann gewesen, der von Gott diese Erlaubnis erhalten hat. Nur der Prophet durfte Frauen heiraten, ohne eine Morgengabe geben zu müssen, FALLS die Frau darauf verzichten wollte. In diesem Vers ist dies aber nur das einzige Gesetz, wir können also nicht von GesetzEN sprechen.
Zur 3. Frage: Eine Witwe des Propheten durfte nicht mehr geheiratet werden, korrekt.
Was das Masturbieren angeht und die Angst, dabei erwischt zu werden - so hast Du Recht. Viele Menschen empfinden eine Scham dabei, wenn sie "erwischt" werden. Allerdings ist der Umstand ein wenig anders. Pornographie ist etwas Obszönes, etwas, was das Gehirn mit falschen Eindrücken füttert und das Bild der Wirklichkeit verzerrt. Sie ist auch ein Eingriff in die Privatsphäre von anderen Menschen. Masturbation hingegen ist gegenüber sich selbst gerichtet. So wie alles im Leben kann auch Masturbation zu gesundheitlichen Schäden führen. So gibt es Menschen, die dies zu einer Sucht werden lassen. Andere wiederum brauchen es weniger oder gar nicht. Das ist eine individuelle Angelegenheit. Auf jeden Fall ist es aber nicht gesund für die Psyche, wenn wir das Masturbieren als eine teuflische Sache ansehen und es Menschen gibt, die sich aus irgendwelchen Gründen irgendwann mal befriedigen müssen. Die körperlichen Bedürfnisse sind da, diese können wir nicht bedecken (kufr) bzw. verleugnen. Es geht um den positiven, richtigen und gesunden Umgang damit. Nicht um ein "sollen", sondern ein selbstverständliches "dürfen", die eigene Privatssphäre wahrend. Ich hoffe, dass ich es nun klarer darstellen konnte.
Möge Gott uns alle belohnen und stärken.
MfG und in Frieden,
Kerem
ich konnte auf meiner Suche, nach der Erklärung auch zu einer weiteren Erkenntnis kommen, dass unser Prophet(Friede, Segen und Barmherzigkeit sei mit ihm) "Sklaven", welche z.B. aus Kriegen in seine Obhut fielen, nur deswegen unterhielt, um diese Schritt für Schritt zu sozialisieren. Sprich, um ihnen lesen, schreiben, Weisheiten und anderes bei zu bringen, damit er sie nach diesem, mit der Notwendigkeit in einer Gesellschaft zu überleben, frei lassen konnte. Wie du schon sagtest Bruder, kämpft der Islam zur Abschaffung der Sklaven, deswegen kann es nicht als Unterdrückung verstanden werden.
Ich danke Dir Bruder für deine hilfreiche Antwort.
Zur Masturbation kann ich noch folgende Gedankengänge anhängen, der Inhalt, welcher im Porno aufgenommen wird, unterscheidet sich grob gesehen nicht mit dem Inhalt, welchen man im Kopf während der Masturbation produziert. Zudem, wenn man verheiratet ist und weiterhin masturbiert, könnte man mit der Zeit, die Aufgabe und den Spaß an dem Sex in der Ehe verlieren (vernachlässigen), da man in der Masturbation leicht dazu verführt wird an andere Frauen zu denken und sich somit in der Begierde von seiner Frau entfernt. Sowie vor der Ehe, man das Bedürfnis nach Heirat nicht so eng sieht, wie als wenn man zudem das Bedürfnis besitzt, seine Triebe in richtiger Weise auszuleben.
"Die körperlichen Bedürfnisse sind da" - Ja jedoch müssen wir, denke ich, jede unserer körperlichen Bedürfnisse an richtiger Stelle und zur richtigen Zeit benutzen. Jetzt mal unschön ausgedrückt, du vollbringst dein "Geschäft" ja auch nicht sofort an Ort und Stelle, wenn es gerade drückt...
"wenn wir das Masturbieren als eine teuflische Sache ansehen" - Natürlich sollten wir diesen Prozess auch nicht extremisieren. Wenn ich "mal" eine Zigarette rauche, sagt auch keiner "das ist eine teuflische Sache". Jedoch schadet die Zigarette kurzzeitig meinem Körper und ähnlich schadet vielleicht die Masturbation kurzzeitig meiner Seele. Und beides, wie du schon sagtest, kann bei einer häufigen Ausübung äußerst schädlich werden. Somit sollte man vielleicht erst gar nicht eine "Zigarette" rauchen um vorzubeugen, und falls man süchtig geworden ist, versuchen wieder aufzuhören. Jeder Rückstoß in einer Sucht, sollte immer eine Motivation sein um wieder aufzuhören.
Ich wünsche Dir von Gott Segen, Frieden und stets Kraft auf Deinem Weg Bruder und bedanke mich nochmal vielmals für Deine schnelle und aussagekräftige Antwort!
Liebe Grüße
Harun