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Geschrieben von: Kerem Adıgüzel
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Samstag, den 06. Februar 2010 um 12:50 Uhr |
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Frieden Habo!
Natürlich, gleich zum ersten Punkt:
Das arabische Verb, das dahinter steht ist fada (فَدَى) und im Verb kommt es in folgender Vorm vor: فدينه - wir lösten ihn aus.
Lessan.org spuckt beispielsweise bei diesem Verb 'freikaufen' aus. Selbst im modernen Standardarabisch also exakt die Bedeutung, die im Koran verwendet wird.
Zum zweiten Punkt ist auch so viel zu sagen, dass im Vers der "Wille Gottes" nicht genauer geklärt wird. Die Vermutung ist durchaus plausibel, dass es sich hierbei tatsächlich um Gottes Befehl handeln könnte, das ist aber eine Vermutung. Und da Gott laut Qur'an nichts Abscheuliches befiehlt und wiederum im Qur'an es verbietet, die eigenen Kinder zu töten, wäre es deshalb widersprüchlich anzunehmen, Gott befehle etwas, was Seiner eigenen Sunna entgegen geht. Im Qur'an steht an manchen Stellen, dass sich die Sunna Gottes (sunnatullah) nicht geändert hat und dass die Inhalte des Qur'an bereits in den Schriften Abrahams vorhanden waren. Dies alles zwingt uns dazu, die obige Vermutung abzulehnen. Stattdessen muss nun "Gottes Wille" als etwas Allgemeines verstanden werden. Gottes Wille war es also, dass Abraham seinem Sohn nicht unnötig viel Wertschätzung entgegen bringt. Es ist ein allgemeiner Befehl Gottes, dass wir dieser Welt nicht zu viel Wichtigkeit beimessen. Dies ist der allgemeine Wille Gottes. Die Bereitschaft von Abraham und seinem Sohn zeigen gerade deutlich, dass sie sich diesem allgemeinen Willen Gottes vollends ergeben haben. Sie würden sogar so weit gehen, Widersprüche zu den Lehren Gottes und der Sunna Gottes zu akzeptieren, um sich Gottes Willen zu ergeben! In der Hinsicht ist in ihrer Geschichte ein anschauliches Beispiel für uns.
Wir können nur von Abraham und seinem Sohn lernen, was die Ergebenheit in Gottes Willen angeht. Gott sei gepriesen!
Danke für die Fragen.
MfG und in Frieden,
Kerem
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