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Aus dem Koran

29:51 Genügt es ihnen denn nicht, dass wir die Schrift auf dich herabgesandt haben, damit sie ihnen verlesen wird? Darin liegt Barmherzigkeit und eine Mahnung für gläubige Leute.

54:17,22,32,40 Und wir haben doch den Koran zum Lernen leicht gemacht, gibt es also jemanden, der lernen will?

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Sexualität im Lichte des Koran PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Kerem Adıgüzel   
Sonntag, den 29. November 2009 um 12:23 Uhr
Hallo und Frieden auch Ihnen! Es freut mich, dass die Antworten weiter helfen, Gott sei aller Dank. Ich komme gleich zu den Fragen: 1) Masturbation ist eine im Koran nicht erwähnte Angelegenheit, deshalb unserem eigenen Ermessen überlassen. Die Frage kann also mit ruhigem Gewissen "ja" beantwortet werden. Masturbation ist eine natürliche Angelegenheit und dient in vielerlei Hinsicht auch für unser Wohlbefinden. Masturbation ist ein unseren biologischen Veranlagungen entsprechendes Bedürfnis. Wer sich mit diesem Thema in biologischer bzw. medizinischer Sicht befasst, wird sehen, dass Masturbation in vielen Fällen positiv ist. Wichtig ist, dass man damit nicht übertreibt und damit nicht Unerlaubtes verknüpft, wie etwa pornographischen Inhalt zu schauen. Damit kommen wir schon zum nächsten Punkt: 2) Pornographische Inhalte widersprechen der Philosophie des Koran und verletzen auch die Privatssphäre der Frauen und Männer, die in den Videos auftreten. Im Koran gibt es klare Anweisungen darüber, wer die Schambereiche eines Menschen sehen darf und wer nicht, d.h. welche Verwandte und Angehörige dürfen und welche nicht. Nehmen wir mal an, pornographischer Inhalt wäre erlaubt und in Ordnung. Wieso befürchten wir von unseren Müttern und vielen Mitmenschen beim Schauen erwischt zu werden und vergessen dabei Gott? Wenn wir uns schon davor fürchten, dass unsere Mitmenschen uns dabei erwischen könnten und das für uns beschämend ist, wieso dann nicht vor Gott? Es gibt weiters auch ehemalige Pornodarstellerinnen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, gegen Porno einzutreten. Siehe: http://www.shelleylubben.com/ (Englisch) 3) Der Sex vor der Ehe ist definitiv verboten. Der wichtigere Punkt ist aber, was Ehe bedeutet. Besonders im koranischen Sinne. Ich verstehe "Ehe" als etwas Allgemeineres, als in unseren Gesellschaften gemeinhin definiert (z.B. Standesamt, Papier unterzeichnen). Es gibt ja heutzutage auch eheähnliche Gemeinschaften oder andere Formen des Zusammenlebens. Es kommt also auf die Absicht hinter und die Beschaffenheit der Beziehung an, nicht auf das Ritual, dass zu einer sogenannten "Ehe" führt. Natürlich, auch die allgemein definierte Ehe hat gewisse Schranken und sollte gewissen Verantwortungen unterliegen. Die nötigsten Vorkehrungen trifft bereits der Koran: Morgengabe, Erbgesetze etc. Ich möchte an dieser Stelle einen Beitrag aus dem ehemaligen Forum von nur-koran.de zitieren:
Gott hat es uns leicht gemacht, Sexualität, Zärtlichkeit und Liebe in einem guten und gesegneten Rahmen zu leben. So etwas nennt der Qur`an Nikah. Wir übersetzen das oft mit Ehe oder Heirat, aber das ist nicht immer korrekt. Nikah ist nicht, wie die christliche Ehe, ein heiliges Sakrament. Nikah ist auch nicht, wie die Standesamtsehe, etwas auf dem Papier. Es ist eine Sache zwischen zwei Menschen, sonst nichts, die nicht geheim bleiben sollte. Wenn also ein Mann und eine Frau fest zusammen sind und dies auch öffentlich klar ist, dann ist das schon Nikah. Kein Priester wird hier gebraucht, keine Zeremonie, kein Standesamt. ---- Was ich natürlich nicht meinte ist, dass man im Islam wild seinen Trieben folgen sollte. Wink Aber auf der anderen Seite haben wir im Qur´an auch keine Verteufelung von Sexualität, Zärtlichkeit und Erotik. Das zentrale ist dabei die Verantwortung. Das arabische Wort Nikah wird heute immer mit Ehe übersetzt oder mit Heirat. Aber im quranischen Sprachgebrauch ist das nicht ganz korrekt, wenn wir Ehe nur mit etwas gleichsetzen, wozu wir ein Standesamt, einen Geistlichen oder eine große Feier brauchen. Nikah heißt erstmal nur so viel wie `Vereinigung zwischen mann und Frau´und wird im Qur´an auch für den Geschlechtsakt an sich gebraucht. Nun gibt es eine solche Vereinigung in einem guten Rahmen und in einem weniger guten. Wenn ich den Qur´an lese, dann sehe ich nur wenige Bedingungen für Nikah. Die wichtigste ist die, dass sich die Partner über ihre Rechte und Verantwortungen im Klaren sind, worüber das auch immer Diskussionsache ist. So hat die Frau nach dem Qur´an zum Beispiel das Recht, vom Mann als Absicherung eine Geldmenge zu erhalten. Wenn Du eine Frau wirklich liebst udn sie Dich, wenn ihr beschließt fest und monogam zusammen zu sein und eure Verantwortungen zu teilen und wenn ihr sicher seid, dass das alles kein Experiment ist, sondern dass ihr es ernst meint, dann seid ihr nach Allahs Gesetz `vereinigt´. Ohne einen Hodza, ohne Feier, ohne Standesamt .... . Aber natürlich will auch so ein Schritt gut überlegt sein und das ist vielleicht eher das Problem mit vielen heutigen Partnerschaften. Viele Menschen in unserer Gesellschaft, die einfach einen Freund oder eine Freundin haben (ohne Trauring) sind sicher nach Allahs Buch rechtmäßig miteinander `vereinigt´. ich mache da keinen Unterschied zwischen sogenannten `unverheirateten´oder `verheirateten´. Das ist doch nur Papierkram, der mit Gott und dem Herzen nichts zu tun hat. ABER: Viele Menschen in unserer Gesellschaft nehmen Partnerschaft auch wieder zu leicht. Sie gehen mal eben als Experiment eine Beziehung ein, ohne sich sicher zu sein, betrügen leicht, fühlen sich nicht gebunden. Und das gilt auch für viele auf dem Papier verheiratete! Und die Folgen sind dann oft schmezhaft. Gott will es uns mit Seinem Buch leicht machen, nicht schwer. Er offenbart uns Seinen Willen, damit wir glücklich werden, nicht damit wir unglücklich werden. Er sagt uns, dass wir eien Partnerschaft in Verantwortung und mit Barmherzigkeit und Zärtlichkeit führen sollen, zu unserem eigenen Besten. Genau wie Mathias wünsche ich Dir, dass Du die Partnerin findest, mit der Du glücklich sein kannst. Aber vergiss auch nicht, dass Partnerschaft nicht alles ist. Sicher, wenn man alleine ist, sehtn man sich danach. Aber auch partnerschaft kann nicht der Inhalt des Lebens sein. Sie ist vielmehr ein Mittel, damit zwei Menschen gemeinsam diesen Sinn finden mögen. In diesem Sinne: Wähle gut und lasse Dich nicht durch kurze Leidenschaften täuschen. Wink Noch etwas: Vergiss auch nicht, dass vieles, was ich oder andere Muslime Dir hier sagen nicht das ist, was `traditionelle Muslime´ glauben. Wir versuchen hier nur auf den Qur`an, das Buch Gottes, zu vertrauen und auf sonst nichts und lehnen andere traditionelle Quellen des Islam ab. `Traditionelle Muslime´ in Deiner Umgebung werden Dir oft sagen, dass Du nur mit Hodza und großer Feier Dich einer Frau nähern darfst ... oder vielleicht sagen Dir auch einige , dass Du Dich zwar jeder frau nähern darfst, aber deine Schweste darf das selbe nicht bei Männern etc. etc. . Der sogenannten traditionelle Islam kennt sehr viele Lehren und Praktiken, die mit dem Buch Allahs nichts zu tun haben. Halte Dir das vor Augen, wenn Du über manche hier abweichenden Meinungen verwirrt bist. Liebe Grüße, Leyla
Dem kann ich im Prinzip nur zustimmen. Es soll kein Experiment sein, sondern eine wohl überlegte und seriöse/ernste Entscheidung, die öffentlich gemacht wird. Das für mich wichtigere ist, dass die beiden Menschen sich ihrer Rechte in Bezug auf die Gesetze (sowohl der Gesellschaft als auch des Koran) bewusst sind und demnach wohl überlegt handeln. Ein "Ritual", in welcher Form auch immer, ist aber hingegen oft hilfreich, um sich des Ernstes der Lage bewusst zu werden, und wenn es sich nur um eine besondere Aktion zwischen den beiden Betroffenen handelt. Und schön kann es auch noch sein. Zu einfach sollte man es sich dann ja auch nicht machen. Nochmals kurz zusammengefasst: die Definition von Heirat im Koran ist eine ganz andere, als wir sie üblich wahrnehmen. Die Heirat im Koran bindet zwei Menschen aneinander aus Liebe und Güte untereinander. Es soll kein Experiment oder eine leichtfertige/leichtsinnige Entscheidung sein. Beide sollten sich über ihre koranischen Positionen bewusst sein (z.B. auch, was Scheidung und Wartezeit in diesem Fall angeht). Der Ehemann sollte laut Koran der Frau eine Morgengabe geben (finanzielle Absicherung) und und und... 4) Homosexualität wird vom Koran abgelehnt. Ihre Frage, ob ein Muslim homosexuell SEIN kann, ist im Prinzip falsch gestellt. Denn homosexuell zu SEIN heißt nicht, dass die Homosexualität ausgelebt wird. Die einzige Stelle im Koran, die von Homosexuellen handelt, ist die Geschichte von Lot. Bei den abscheulichen Taten kommt das Wort (arab. Fahischa = Gräuel) vor. Darunter werden mehrere Handlungen beschrieben, die meistens von Missbrauch der Sexualität sprechen:
  • Geschlechtsverkehr zwischen Männern (27:54-55)
  • Stiefmütter zu heiraten (4:22)
  • Uneheliche Geschlechtsverkehr (17:32)
  • Ehebruch (4:15)
Man kann die Wurzel ( فحش ) in Openquran.org nachschlagen, um sich selbst zu überzeugen, welche Handlungen damit verbunden sind (6:151, 24:21, 27:54-55). In Vers 27:55 erklärt Lot nämlich das, was er zuvor (27:54) als (Fahischa) definiert hatte.
Am 19. Mai 2003 diskutierte die einflußreiche Amerikanische Psychiatrische Gesellschaft (APA) auf einem Symposium in San Francisco schon zum zweiten Mal, ob man Pädophilie und Sadomasochismus aus der offiziellen Diagnose-Liste der sexuellen Störungen streichen sollte. Die Argumente gleichen denen, die 1973 zur Streichung der Diagnose Homosexualität geführt haben. Ein Argument heißt etwa, Pädophilie sei eine eigene sexuelle Orientierung und könne ein normales Verhalten darstellen. Pädophile seien nicht krank, die gesellschaftliche Diskriminierung könne sie aber krank machen. Die Streichung der Diagnose Homosexualität hatte weitreichende Folgen. Bis heute wird bei wesentlichen Entscheidungen bezüglich Homosexualität immer noch darauf hingewiesen, daß die APA Homosexualität 1973 „normalisiert“ habe. Als Folge wurde Homosexualität zum „alternativen Lebensstil“ erhoben und das Lebenspartnerschaftsgesetz für homosexuell Lebende eingeführt. Ein vergleichbarer Beschluß dieser Psychiatrischen Gesellschaft würde langfristig ebenso zu einer Normalisierung der Pädophilie führen. Christen gegen Pornographie
Um das Thema abzuschließen, Homosexualität wird im folgenden Vers abgelehnt:
7:81 Ihr geht in Begierde zu den Männern, statt zu den Frauen. Nein, ihr seid maßlose Leute.«
Ich wünsche Ihnen und allen Lesenden Gottes Segen und verbleibe mfG und in Frieden, Kerem
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 29. November 2009 um 12:32 Uhr
 
Dieser Kommentar ist von "Sexualität im Islam"
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